Einzelbild herunterladen

Junten, Spiel und Sport.

** V. f. B. Dem rührigen Spielausschuß des Vereins für Bewegungsspiele war es gelungen, die Ligamannschaft der Fußballabteilimg Ger­mania 9-1 des Frankfurter Turnvereins von 1860 zu einem Propagandaspiel zu. verpflichten. Und was die Germania-Mannschaft zeigte, war im wahr­sten Sinne des Wortes Propaganda für das Fuß ballspiel. Die Zuschauer, es mögen wohl über 2000 gewesen sein, tarnen gern z auf ihre Kosten. Um 4 Uhr gab der Schiedsrichter Lösch vom V. f. R. 1900 das Zeichen zum Ansturm, und es entwickelte sich sofort ein flottes Spiel, das durch gegenseitige schnelle Angriffe wechselte. Germania wußte jedoch seine Vorteile besser auszunutzen und so kam es, daß der Mittel­läufer Mahn in den ersten 15 Minuten kurz hintereinander zweimal aus ca. 20 Meter Ent­fernung, für den kleinen Torhüter Ruppel un­haltbar, einschießen konnte. Das Spiel ging weiter, bis Fcanksurt durch schönes Kombinationsspiel das Resultat auf 3:0 stellt. Die V. f. B.-Mannsckaft setzte nun alles daran, um auch zu einem Erfolg zu kommen, und bei einem gut eingeleiteten An­griff konnte Bruchhäuser einen Ball einsenden. Germania zeigte nun große Beweglichkeit, und immer war es Schnürte, der durch technisch voll­kommenes Spiel das Tor der hiesigen in Gefahr brachte. Halbzeit 3 :1 für Frankfurt. In der zweiten Hälfte führten uns die Frankfurter ein Spiel vor, das an Kombination und Ballbehand­lung vorbildlich war. Der Ball wandert von Mann zu Mann, bei der Verteidigung sieht man nur befreiende Stöße, wenn es Not tut. In der fünfzehnten Minute nach Ha.bzeit umspielte Schnürte nicht weniger als vier Mann und schoß aus fünfzehn Meter Eittsernung glatt in die linke Ecke. Eine Glanz­leistung, 5 Minuten später schoß er wieder ein, somit das Resultat auf 5:1 stellend. Schnürte ist ein ausgezeichneter Techniker, sein Umspielen und Freistellen ist einfach vorbildlich. Er dürfte neben Seidev.'r-Fürth wohl der beste Mittel- Äürmer Südd-eutschlands sein.

Aus dem Amtsverkündigungsvlatt.

** Das A m ts v er kündigungsbla tt Nr. 78 vom 10. Juni enthält: Bustoffbefchrffung. Darlei./rs lassen,chchne. Ausschluß tom Han­del. Sratif.ik über Sivils. Gewährung einer Beihilfe an ehemalige Kriegsteilnehmer von 1870/71. Bekleidung für ruffifche Keiegsgef-an- geite. Maul- und Klauenseuche: Quarantäne für eing führe.s Nutz- und Zuchtvieh. Feld- bereinigung Heuchelheim.

Darlehns ka j senscheine. Bon oerscht- denen S.icen ist darüber geklagt worden, daß ine umlaufe den Dar.ehns.'as en'chelnc int Werte oon 1, 2 uiu) 5 Mk. sich großenteils in fttjr abge­nutztem und unsauberem Zustande befinden, so daß sckon aus hygieinfchen Gründen eine häufigere Er­neuerung der Scheine geboten sei. Der angestrebt' Zweck wird wesentlich gefördert, wenn die Kassen dle bci ihn.n eingehenden Zahlungsmittel der be­zeichneten Art ni.ht mehr ausgeben, sondern bei sich ansammeln und oon Zeit zu Zeit der Haupt­verwaltung der Darlehirslässen in Berlin zur "Er­neuerung (inenden. Hi.ibei ist noch auf folgen­des Anzuweiscn: In neuerer Zeit wird umlau­fendes Papiergeld vielfach zu Zwecken politisckiec Propaganda mit Aufschriften, Aufdrucken ober auf- geklebten Zet:e n versehen, deren Inhalt in weidm Bevölkerungs r i en Aergernis er>egen muß. Tas Nescks.bank-Ttlektorium hat hierzu in einer Ver­öffentlichung darauf aufmerksam gemacht, daß die Reichsbanliansalten solch? in ungehöriger Weie für den Umlauf untauglich gemachten Scheine md?t ohne weiteres einlvsen. Tie Erstattung des Gegen- ivertes von B'.nknoten kann erst nach einer nur lei dec Reicks auptba k in Berlin aus'ührba en und däl.er mit erheblichem Zeitrerlust verlüüpft-en Prüfung der Echtheit dr Roden erfolgen. Für TarlehnsVassenscheine lehnt die Reichsbank seve Vermittlung des Einzugs üb?rhaupt ab. Der­artige Scheine sind vielmehr von den Ergenttn-tern selbst bi: eil an die Haupt' ertvallung dec Tar- lehnskasseu in Ber.in zur Prüfung und Umivech- selung einzufendcn.

Ausschluß vom Handel. Gemäß Ver­fügung des Kreisamts Gießen vom 5. Junt 1920 ist der Landwirt und Händler Wilhelm Artus zu Lang-Göns als utizuveeläsfige Per'on bont Han­del mit ländlichen Erzeug-.äsfen ausgeschlossen wor­den.

Bekleidung für russische Kriegs- gefa ngene. In letzter Zeit kommen wteder täglich ruf'i'che Kriegsgefangene in das Lag r Niederzwehren, um Kleid.r umzutausck>en, ohne daß sie von filtern Deutschen begleitet werden. Es ist verboten, Russen, die nach wie Var Kriegs­gefangene sind, ol/ne Begleitung dorthin zu schicken. Hat ein Kriegsgefangener Kleidung nötig, so hat der Arbeiig ber oder ein von ihm Beauftragter die Kleidung zu holen.

Quarantäne für erngesührtes Nutz- und Zuchtvieh. Wegen der im Kreise herrschenden Maul- ui.d Klauen euch: werden fol­gende Anordnungn ge.raffen: 1. Sämtiicl^s in den Kreis von außerhalb Hesfens eingesührt wer­dendes dttch- und Zuchtvieh ist einer siebentägigen Quarantäne zu unterstellen. 2. Die d.r Quaran­täne unterliegenden Tiere sind tun.ichst schon oor ihrer Einfuhr, jedenfalls >abcr vor ihrer Ein­stellung der OrtsfoliziberörLe des Ortes anznmefden, in de'sen Gemarkung die Einste lung erfolgen soll. 3. Mit der Eienbahn ankommende Viehtransporte dürfen oom Bah.iho'e durch den Empfänger nicht eher weggebrack-t w rden, bevor dieser bei ber für den Bahnhof zuständigen Orts- polizeibshörd? sich darüber ausgewiesen hat, daß entweder die Tieve einer Quava>itänevorschrift nicht unterliegen, oder daß sie an ihrem Bestimmungs­ort für die Quarantäne angemeldet sind. 4. Wer Wiederkäuer und Schweine innerhalb des Kreises auf 'die Eisenbahn verladen will, hat dies bet der für den Bahnhof zu? ä digen Orlsponz i Behörde anzuzeigen. 5. In gleicher Weife wird die Qua­rantäne für al e in dm Freistaat Hefseii ein- gr'ikhrten Schafherden angeo.bnct. 6 Ter Durch- trieb wande.Er Schasle den durch ben S aat ist verboten. 7. Schafherden, die in den letzten Monaten innerhalb einer 'des i'chm Gemarkung zur We d? g gingen si d. bür "e t diese Ge narku g, wenn sie nicht an einer nahegelegenen EistnbNh - station innerhalb derselben Ge larttmg verluen werden, nur verlassen, wenn ihre Seuckfenfreihnt durch den beamteten Tierarzt fest gestellt ist.

hochscbulnaehrrel)ten<

Protest der Studentenschaft gegen Schund­literatur.

EinS chreibenandas Landes­bildungsamt.

Tie Studentenschaft ber Technischen Hochschule zu Tarmstadl erhebt in aller Form Protest gegen die sich mehrende Verbreitung von Schunderzeug­nissen jeglicher Art. Tas deutsch? Volk wird &ur Zeit von Erzeugnissen des Buchhandels und der Filmindustrie überschwemmt, die offen­bar nur darauf berechnet sind, die niedrigen In- stintte der Mensck)eii zu Riefen Verdiensten auszu- nutzen. Diese Zuslände 'erfordern schnelles und rücksichtsloses Eingreifen. Die Regierung darf vor den allerschärfsten Mastnohmen nickst zurückschreck-en. Geben die Gesetze nicht die nötige Handhabe, so mühen neue geschaffen werden, um dem zerstören­den Unwesen Erstellt zu.tun. Auf keinen Fall darf Rücksicht auf die wirtschaftliche Einbuße der von den Maßnähmen getroffenen Verdienerkveise: genommen werden.

Tie Studentenschaft glaubt, daß das Landes­amt für das BildungÄvesen Mittel und Wege finden wird, um Abhilfe zu schaffen. Tas Landes­amt soll versichert sein, daß es bei allen seinen Maßnahmen in dieser Hinsicht stets bi? Unter­stützung der Studentenschaft der Technischen Hoch­schule finden wird.

Der Ausschuß der Studentenschaft.

Neu müll er, 1. Vorsitzender.

Flegl er, 1. Schriftführer.

Tie Antwort des Landes­bildungsamts.

Wir sind durchaus mit Zehnen der Mufsassung, daß alles geschahen muß, um b~r sich meinenden Verbreitung von Schunderzeugnisfen leglicher Art entgegenzuwirken. Wir 'hal^n deshalb durch unstne Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen in den bei ihr crng'erickstetest Ausschüssen für dasvolkstümliche BüchereiwZen" und für dasKinbwesen" diese Fragen schon vor einiger Zeit eingehend prüfen lassen. Sachver­ständige auf diesem Gebiete haben eingehende Re­ferate erstattet. Ti? im Anschluß daran gefassten Beschlüsse wurden dem zuftündig.m Reichsminifle- rium des Innern unterbreitet. Inzwischen ist nun am 15. April in der Na'ionalverfammlung nahezu einstimmig das Lickstspielgefetz augnvommen wor­den. Es wird wohl demnächst in Kraft treten. Gewiß bleiben durch das Gesetz manckferlei Wünsckst imerfüUt. Trotzdem bietet es allen, die an dem geistigen und sittlickfen Wiederaufbau unseres Vol­kes ein Interesse 'toben, geeignete HanÜl-äben, we­nigstens die schlimmsten Auswüchse zu beseitigen.

Wir haben es deshalb lebhaft b-grüßt, daß die Jugend aus sich 'heraus energisch Front macht gegen den Schmutz und Schund in Wort und Bild.

Xircbe und Schule.

* Die 36. Allgemeine Versammlung der ev angelischen'Geistlichen der Pro­vinz Oberhessen si bet MittUVchden 16. b. Mts. vormittags 10'/» Uhr im Saal der Johanne?- kirche zu Giessen statt, lieber den HauptgegenstMrd der Verl>andlu'-gen:Kirch? und Gen rnschast" berichien Psarr r Weber- Long-Göns und Pfar rer Beckcr - Mariensckstoß.

Aunft und Wissenschaft

Deutscher Expressionismus.

RMK. T a r m st a d t 10. Juni. Die mit der Spannung erwartete KunstausstellungDeut­sch e r E x pr e s f i o n i s 'm u s" unter künstlerischer Leitung der Tarmstäsdter Sezession in Verbindung mit dem ständigen Rat zur Pflege der Kunst in Hessen und dem Verband der bildenden Künstler in Hessen mit pekuniärer Unterstützung des Staates und der Stadt in den Räumen der KniistlerLolonie auf der Ma.'Hilden ho he veranstaltet, wurde heute in Anwefenljelt zahlreicher Gäste feierlich eröffnet. Auch Staatspräsident Ulrich, Vertreter der Re­gierung, der Stadt ufw. sowie zahlreiche Damen waren anwesend.

Bürgermeifter Müller begrüßte die Ver­sammlung im Namen des Arbeitsausschusses und sprach der Regierung, der Stadt forme den Künst­lern für ihre Unterstützung Tank aus. Dann gab der Präsident der Darmstädter Sezession Kasimir E d s ch m i d ein Bild über die Entwicklung und Bedeutung der Sezession und der Ausstellung im besonderen, die eine Etappe auf dem weiten Ent- wickelungswege bedeute, den sie durchzumachen habe. Sie müsse in ihrer Einheitlichkeit als Bekenntnis betrachtet und beurteilt werden, unbeirrt aller ver­spottenden Kritik werde sie als Toiüment deut­schen Geistes ihcen Weg machen.

Ihm folgte ber Präsident des Landesbildungs­amtes Tr. Strecker, der im Namen dcr Staats- regierung Glückwünsck-e überbrachte und dabei aus- 'tjrle, daß sie in der jetzigen schweren Zeit als Erlebnis zu bettachten sei, durch das wir uns, nackchem wir durch den Materialismus den Krieg verloren chrben, durch Idealismus wieder zu neuer Kraft ergeben sollen.

Für die Rcichsregierung sprach dann der aus Berlin T)erbetg.eilte ReichsSnfiNx-rt Tr. Reds- l io b seine Anerkennung über die Einheitlichkeit be'onders gegenüber der Düsfe.dorfer Msstellung ans. Ee e-tüber der politichen Hoclllponnung be- dente sie in ihrer stillen, rsthtgen Sachlichkeit einen entschiedenen Schritt nach vorwärts in der ganzen Bewegung. Tie Ausstellung sei dcs einzige Gegen- geoicht gegenüber dem politischen Parteigemebe und Darmstadt gebühre das V rdienst, auch Vier eine führende Rolle zu spielen. Wenn auch nicht alle Bicher Meisterwerke seien, so ge'fc doch eine gewisse Freudigk.it und Vornähm^heit, ein Stilwille per neuen Zeit aus allem heroor, aus dem sich die sog. Mitläufer bald ausfckxiden wür­den. In diesen ©inne müsse man die Ausstellung beurteilen.

Tann wurde ein Rundgang ang? treten. Es sind nach dem Katalog etwa 675 Kunstw-erüe, Bil­ler, Zeichnungen, Plastiven, ferner eine moderne Bücherstube sowie be'onber? Kineerzeich iungen aus dem Form-Unterricht Lang-Schubert-Darmstudt zur Ausstellung gebracht.

*

Reger-Fest in Jena. Am 2.-4. Jult wird Frau Reger nach dniadriger Pause wiederum ein Reger-Fest, d s dritte, geben. Zur Auffüh­rung kommen Chöre, Kammermusik, Orgelwerke, Klavierstücke, Lieder u. a. Als Mitwirüend? wur­den gewonnen: Frau Jracema Brügel mann, Adolf und Fritz Busch, Paul Grümmec, Jos. Pembnur, Alf. Si'tarb, Phil. Dreisbach, das Busch-Quartett, dec Phikharm. Chor von Jana und der Jenaer M änner-Gesangverein.

(ß^ricbt^faal.

Eine Mage gegen Professor Werner.

[1 Marburg, 10. Juni. Eine deutsch- völkische Versammlung, die vor einiger Zeit in den Stodtfälen abgehalten wurde, sand 'freute in einer Klage gegen den txnnafigen Redner, den bek.unten NeickBtugsrbgeordneten Professor Werner aus Butzbach, vor d?m überfüfiten Zu- börerraum des Schöffengerichts ein Nachspiel. Kläger nxir Schriftleiter Knoeckel von der Landesz imng, b?r in der Vers-ammlung mit dem Bortrage chen n>?ren einer in einer Fvankfurt-er Ze tcmg (MittrgSb.att) geschi dnckeu deutfckr-vrlki- scheii Versammlung, die in Frankfurt stattgefunden, in de Hoare geraten war. Nach Vernehmung einer ganzen Reihe Zeugen und einer sehr rmsgiebig?n Auseinandersetzung über die strittigen Punkte ver­urteilte dis Gericht ben Beklagten zu 75 Mk. Geld­strafe. Tie milde Strafe wurde damit begrün» bet, daß ber B klagte durch dielen und andere Ar­tikel, die der Kläger gegen ihn geschrieben, sehr gereizt worden sei.

V"

rnt. Dar m stad t, 10. Juni. Das Schwur­gericht verhmrdelte heute gegen den 20 Jahre alten I. K. Molinbrosa und den 22 Jahre alten Schlosser P. Sckncckmtaarn, beide aus Zwingenberg a. B., wegen Totschlag. Sie sfttd beschuldigt, ben Gendarmeriewachtmeister Pied, einen tüchtigen Be­amten erschossen zu hüben, als er sie gemeinsam mit einem Kollegen beim ^Verkauf gestohlener Schreibmaschinen festnehmen wollte. M. ist ein ae- sährlick-er Bursche und hat schon vorher gedroht.

den Gendarmen kalt zu machen, wenn er chn fest­nehmen wolle. M. war mit dem Gendarmen xxt der Dimkelheit (es war am 14. März) ^Agonem geworden und gab einen Schuß aus emer Parabel- lumpiftole auf B. ab, der den Tot nach wenrge» Stunden zur Folge hatte. M. versucht zu leugnsr und täuscht auch Schwachsinn vor. Nach eingehen­der Zieu gen Vernehmung werden die Angeklagten für schuldig erkannt und M. zu 5 Jahren, Zucht Haus und Sch zu 9 Monaten Gefängnts ver­urteilt. M. wrrd 1, Sch. 2 Monate Haft ange rechnet. _.

rm. Heppenheim, 10. Juni. WegenSrtl- lichkeitsverbrechens wurde durch dre Staatsanwalt gestern ber 61jährige Nikolaus Neher in Unterhambach verhaftet.

= Höchst a. M-, 10. Juni. Drei Einwoh? ner aus Langenhain wurden vom hiesigen Sck>öffen- gericht wegen DiebstaUs eines Obstbaumes zu je 5000 Mark Geldstrafe verurteilt. Das Gericht taxierte den Holzwert auf 500 Mark und ine Höhe des wirtschaftlichen Nutzungswertes anr 5000 Mark.

Vermischte».

Die Teuerung in Wien.

* Berlin, 11. Juni. Wie berLokalanz." aus Wien meldet, haben die Straßenbahner Wiens neuerdings wieder große Lohnforde­rungen gestellt. Infolgedessen wird ernUich er­wogen, den Fahrpreis auf vier Kronen festzusetzen. Der neue Fahrpreis soll Ende dieses Monats in Kraft treten.

Die nassauische Fürstengruft erbrochen.

* Berlin, 11. Juni. Einer Meldung des Lokalanz." aus Saarbrücken zufolge wurde bij nassauische Fürstengruft von Ein­brechern lieimgesucht, welche Abendmahlsgefäße sowie Taufgefäße stahlen.

* Berlin, 11. Juni. Nach demLokalanz." meldet derNieuwe Rotterdamsche Cour." aus Neuyork, daß Gartso einen Verlust von einer halber: Million Dollars erlitt, indem Diebe ihm ein? Kassette mit kostbaren Jrrwelen stahlen.

Saarbrücken, 10. Juni. (WTB.) Gestern abend wurde Unter der Ulanenkaserne die Leiche eines Mann'es mit einem Schuß im Halse mifgefunben. Ter Getötete ist nach seinen Aus- toeispapieren ein französis cher Staatsan­gehöriger. Etwa 100 Meter davon entfernt fand man die Leiche eines deutschen M L d - cbens, das eine Schußwunde im Kopf batte. Nach den an gestellten Ermittlungen swrdelt es sich um ein Eifersuchtsdrama, in dessen Verlauf jeden­falls zuerst der Mamr und darm das Mädchen auf der Flucht erschossen wurden. Ermittlungerr der d«ttschen Kriminalpolizei hinsichtlich des Tä­ters sind rm Gange.

* Tokio, 10. Juni. (WTB.) Reuter. An Bord des LeichtersKobe" explodierten 4500 Fässer Gasolin. Der angerichtete Schaden wird auf eine Million Yen geschätzt.

BAD-NAUHEIM

direkt oegentber der Bäder. Telephon 65.

Rnnfplfi Rg Eine Sehenswürdigkeit! Eis- nilplUlll Ufli getränke, Liköre, Mokkastube.

Rltnfplrl nip|pu tonangebend. Nachmittagstee nuplulll ululu Gesellschaft!.Veranstaltungen MM Weinstuben HerSka^ne. Hupfelds Privat-Botel AÄeKÄR.

...... r miiiiw»

Büchertisch.

Ho fhiwara, Roman von Hermione von Preuschen, gebunden in Ganz-Pergament mit illu­striertem Schutzumsckstag, Preis 20 Mk. Verlag von Ott-o Janke, Berlin. Tas Buch ist der erste Roman, den Hermione von Pvcnsck)en schrieb, die uns aus ihren Bildern, kleineren Arbeiten und Reiseskizzen, beftmnt ist Tie. Verfasserin gibt eine Weltansck)auung ber Borurteilssreiheit, die eine neue Ernsbellung auf die sexuelle Fräse im Sinne des Orients fordert.

Airehliche Nachrichten.

Israel. Religionsgemeinde. Gottes­dienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, d. 12. Juni 1920. Borvbd. 7.45, morg. 8.30, Predigt, abds. 8.55 u. 9.35 Uhr.

Israel. Religions-Gesellschaft. Sabbatseier d. 12. Juni 1920. Freitag abb. 7.45. Samstag vorm. 8.00, Predigt, nachm. 4.30, Sabbatausgang 9.35. Wochengottesdienst: mor­gens 6.30, abds. 8.00 Uhr.

KW

-Kinösr und Erwachsene - erboten sickr durch öeu wgLlMListigSTr Gebrauch) Dr.OeLkerÄ EiweH-Nabrung

^Sr$tt£cdS ^mx>fc>6Ken.

S#ct»rfrn a. ytogerirQ. oo oiÄ. aenU taan fixt» an

MigtgSSUChS |! Dauermictcr sucht sofort 1 cm nut möbl.Zimmer in

rlihiger Loge bei guter Familie. Schrisll. An geb. imt. 01(>ä49n. b Gieg Anz.

Richigcs und kinderloses Ehcvaar iud)t :i3immcr ob. 1 Zimmer mit Küche. Schrisll. Angebote unter Q1O534 na den CMicg. Aiiz.

Milbl. Woh«eins von 2 Zimmern, evtl, schöne Mans. m. Küche, zn mieten gesucht. Schrift!. Angeb. unter 010(111 an den Gieß. Anzeiger.

Zwei gntmöbl. Zimnrer

in guter Lage gesucht.

Ausführliche Angebote an Ebetrebakteur Goetz. Gieß. Anz., erbeten. 6844

| Staig er angeboiej Haushälterin für bürgcvl., tränenlosen Hansbalt gesucht. Schritt- liebe Angeb. unter 010576 an den Gieß. Anzeiger.

» MiiSchk« ober Fran zum Milch- auStraaen gesucht 010*00 Walltorstraße Sill.

Sekretärin

für einen industriellen

Arbeitgeber - Verband möglichst sofort gesucht. ES handelt sich um eine Vertrauensstellung zur Unterstützung des Syn­dikus. Verlangt tvird un­bedingte Sicherbeit in Stenographie u. Schreib­maschine. Ausführliche Angeb. mit Bild und Ge° haltsanspr. unter 6356 an den Gieß. Anz. erbeten.

Für den Bezirk Gießen - Wetzlar - Marburg suche ich einen rührigen

Vertreter

mit guten Beziehungen zu Baubehörden, Archi­tekten, Baufirmen und der Industrie. Gefl. Be­werbungen erbittet

Herrn. Butz,Franksurta.M.

Gartenstraße 34.

Generalvertreter der Firmen Lustfahrzeugbau Schütte-Lanz

Werk Zeesen, Abt. Bautischlerei

Spezialitäten: Speerholztüren, Rormen-Türen und -Fenster für Siedlungsbauten.

Butzotekt-Werke, Berlin

Spezialitäten: Teerfreie und Teerdachpappe, Klebemasse, Dachlack, Heizöl, Säureharz, Pflaster­kitt, technische Oele und Fette. [MOA

Vertreter gesucht

zum provisionSweisen Verkauf der bewährteit

AlüleiWngs - Draötolieöer - Ireiörieme«

mit weicher Lauffläche, Patent Kaniß, sowie

Ml' nnö VIechglieöer - SötöetöOnöet für das hesstsche Industriegebiet. Nur solche Herrett wollen sich melden, welche Kunden ihres Bertretungs- bezirkes lausend besuchen, sich mit allem Nachdruck des Verkaufes annehmen wollen und in Fabriken und Betrieben aller Art gut eingefübrt find. Ge naue Angabe des Gebietes, das ständig bearbeitet und bereist wird, und der Artikel, die mit verkauft werden,erwünscht. Bei jetzt herrschender DiebstahlS" aesahr der Lederriemen und Mangel an geeigneten Förderbändern großer Absatz sicher. ß45fi

Louis Herrmann, Dresden-A. 24.

Kontoristin

lüditifltö Müdtheit |

Suche sofort

6371

zuverlftN*. Mildchen,

Fran kleiner, für gattzen Tag gesucht, i An geb. an Frau lülgaou, Weilburg, Engel^Apolh. Fr.Sebu.Btsmarckstr. }2 \ Wetslar, Hessenstr. 16364

perfekt in Stenogr. und Schreibm., sowie Buch­haltung, sofort ob. später gesucht Schrift!. Bewerb, m. Angabe bish. Stell, u. Anspr. unter 6353 an den Gießener Anzeiger.

Christi., a. liebst, älteres Bildchen, das kinderlieb ist u.HauSarb. versteht, zu sofort. Eintritt gef. Guter Lohn, auSreich. .Kost, da teilweise Selbstversorger.

6431] Nickt zu junge, gewandte

Platzanweiserin für Logen u. I. Platz ges. Borzttst ab 4 Uhr a. d. Kasse. Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34

Weg. Verheir. m. fetzigen tüchtiges, zuverlässtgeS

Mädchen zum 15. Juli gesucht.

Frau Prof. Ltevp, 010570 Liebigstr. 82.

nädchen gesucht per 1. Juli. Guter Lohn, gute Behandlung. Schriftl. Angebote unter 010582 an den Gieß. An^. zungcStüidt.MödEt!! für sofort oder später gef. Bäckerei Wagenbach, Butzbach,Römerstr.st>«»»