Statt jeder besonderen Todes-Anzeß
Heute nachmittag um 2'/, Uhr entschlie mit großer Geduld ertragenem Leiden me Sohn, unser treuer Bruder und Schwager
Gustav B Landgerichtsrat und Hauptr im Alter von 50 Jahren.
3n tiefem S Marie Brüel geb. Ufei Dr. Wilhelm Brüel, £ Frieda Brüel geb. Kül
Gießen, Neubabelsberg, den 10. Mai 1920.
Blumenspenden sind nicht im Sinne Beileidsbesuche werden danken! Die Beerdigung findet Freitag den 14. M von der aiien Friedhofskapell.
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rcicn nur bis zur Höchsttnenge von 15 vorn Huntzrrt des ron ihnen in der Zeit vom 1. Okdober 1919 bt^ zum 30. Scp.ernber 1920 im Inland insgesamt abgZetzten Biere» 'herstellen.
Bockbier und Stavkbier (§ 3 Absatz 2 des Brersteuer- geietzes vom 26. Juli 1918, Bekanntmachung zinn Brer- steuergesetz vom 8. August 1918, Reichs-Geietzbl. L>. 1063) dürfen nicht hergestellt werden."
2. 2 Absatz 1 erlKlt folgende Fassung: m ., e„
„Beim Verkaufe durch den Hersteller darf der Preis sur 100 Liter in Fässern nicht übersteigen: ,
a) für untergäriges und obergänges Bier bet einem Stammwürzegehalt bis zu 3,5 vom Hundert......, • ■ ■ ■ _ •,. •
bei einem Stammwürzegehalt über ö,ö ms 4,5 vom Hundert . ■ ■ ■ - ■ • •
bi für bierähnliche Ge ränke^ t^rsatzbter) . .
Tiefe Verordnung tritt mit dem Tligolueu Verkündung in Kraft.
Berlin, den 15. April 1920. H
Ter Reichs mi nist er für Ernährung und Landwirtschaft.
I. V.: Tr. Hnbe r.
130 Mark,
180 Mark, 127 Matt.
Bekanntmachung.
Betr • Verkehr mit Brotgetreide und Mehl.
Nachdem die Tagesmenge an Mohl für die. versorgungsbcrcch- tig'e Bevölkerung ab IG. Februar 1920 von 240 aus 200 Gramm herbagesetzi ist, wird auf Verfügung des ^irekeoriums der Reichs- getrcidesteilc nunmehr auch für Schwerst- und Schwerarbeiter^dre TagcSmengc um 40 Gramm aus 160 Gramm Melst ab IG. Mat 1920 herabgesetzt. Tic Zulagen bleiben dagegen m derselben Hohe W1C T1-n? Oberbürgermeister zu Gi'ßen und den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises wir? empfohlen, vorstehende Be- kanntm rchung ortsüblich zu veröffentlichen.
Gießen, den 7. Mai 1920. ,
Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Stegeri.__________
Bekanntmachung.
Betr.: Tie öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartosseln
Auf Grund der Verordnung zur Sicherung der Boltscrn.rtzrung vom 22 Mai 1916, Reichs-Gesetzblatt S. 401, und 10. August 1917, Reichs Gesetzblatt S. 823, wird bestimmt: .
Frühkartoffeln, d. h. in Mistbeeten,. Treib Hausern und igarienmäßigen Kulturen gezogenen Kartoffeln sind, falls diesclben bis zum 30. Juni 1920 geern.et und geliefert, von der öffentlichen Bewiriscbaftnng freigelassen und keinem .Höchstpreise unterworfen. Frühlar vsseln aus s e l d m ä ß i g e in Anbau fallen nicht hierunter.
Vom 1 Juli 1920 ab tritt die öffentliche Bewirtschaftung ‘ der Früblanoficln ein. lieber die Preisregelung der Frühkartoffeln ist mit Rücksicht daraus, daß durch die Vevoronung vom 13 Marz 1920 für die Tonne Kar^sieln ein Mindestpreis von -o00 Mark festgesetzt worden iß, zunächst Abstand genommen worden und erfolgt später besondere Mitteilung. .
T e m Oberbürgermeister zu Gießen und den B ü r g e r m e i st e r e i e n der L a n d g e m e i n d e n des ft r c 1= ses wird empfohlen, vorstehe nbt B e f an n t ni a ch u n g ni i t dem A n s ü g e n ortsüblich zu veröffentlichen, d a ß. Fr ü l;ka r to sf e l n a u s se l d mä s;i g e m Anbau nur mit unserer Genehmigung vor dem 1. Juli 1 J 2 0 abgeernlet werden dürfen.
G i c ß e n, den 7. Mai 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. S ie g ert.__
Betr.: Landwirtschaftliche Bodenbenutzung: hier: Anbausl'ichen- erhebung 1920.
An den Oberl'ürgermeister zu Gießen und die Bürger- meifterrkn der Landgemeinden des Kreises.
Tnrch Verfügung des Reichswirtschaf sministeriums vom 31 März ds Js. ist die Anbauslächenerhebung. wie sie durch Bundes a:sdeschlaß vom 1 Mai 1911 — ergänzt durch den Beschluß vom 5,. Februar 1914 — angeordnet war, wieder in Kraft gesetzt '
Tic Feststellung der Anbaufläch.' hat in der Zeit vom 2 8. Mai bis 4. Juni d s. I s. zu erfolgen. Tie Erhebungs- formulare nebst Anweisung gehen Ihnen unmittelbar durch die .Hessische Zentralstelle für die Landesstatistik, Darmstadt, zu. Formular und Erhebungsweise sind die gleichen wie im Jähre 1914.
Von den Erhebungssiormularen sind zwei Stück betgesügt: das eine ist für Ihre Akten bestimmt, wahrend das zweite nn- mittelbar ...... _ .
an die Hessische Zenwalstckle für die Landesstack nk in Tarmftadt b i s spätestens 10 Juni 19 2 0
einzusenden iß. Ter Termin darf nicht überschritten Werben.
Wir empfehlen Ihnen, sich mit der übersandten Anweisung genau vertraut zu machen und die heranziuziehenden Sachverständigen eingehend zu belehren.
Gießen, den 8 Mai 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert.
Betr.: Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse: hier: für den Monat April 1920.
Au die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Wir erinnern Sie an die Einsendung der Abdeckereiverzeichnisse für den Monat April 1920, soweit noch nicht geschahen.
Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß hierzu benötigte Formulare durch uns zu beziehen sfüd.
Gießen, den 7. Mai 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen.________
Bekanntmachung.
Betr.: Feldbereinigung Rabertshausen: hier: Ent- und Bewässerung der Wiesen in Flur IV.
In der Zeit vom 11. bis einschließlich 25. Mai lfd. Js. liegen auf dem Tienstzimmer der Hess, Bürgermeisterei Rabertshausen ein Pnoiökt über die Ent- und Bewässerung der Wiesen in Flur IV nebi'l Erläuterungsbericht und Kostenanschlag fvwie der dazugehörige Kommis ionsbeschluß vom 16. April lfd. Js. über die Ausführung der Arbeiten _ und die Aufbringung der Kosten zur Einsicht der Beteiligten offen.
Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses während der Ofsenlegungssrist schriftlich und mit Gründen versehen bei der Hess. Bürgermeisterei Rabertshausen einzureichen, Friedberg, den 3. Mai 1920.
Ter Hessische Feldbereinigungskommissär.
Dr. Jan n, Regierungsrat.
Bekanntmachung.
Die hauptsächlich unter der Schuljugend verbreitete, nicht fchars genug zu verurteilende Unsitte, Gebäude, Einfriedigungen usw. durch. Be s ch m i e r c n mit Kreide, Schmutz usw. zu verunreinigen, hat in letzter Zeit wieder überhand genommen.
Wir sehen uns daher veranlaßt, vor solck-en Ausschreitungen! erneut eindringlichst zu warnen, sowie au Lehrer, Eltern, Vormünder usw. das dringende Ersuckfen zu richten, die ihrer Obhut unterstellten Kinder mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln von der Verübung derartigen Unfugs abzuhalten.
Die Polizeibeamten sind angewiesen, die Schuldigen im Betretungsfalle unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen, im Falle der Strafunmündigkeit der betreffenden Kinder aber die Bestrafung ihrer Eltern, Vormünder usw. nach Artikel 44 des Polizeistrafgesetzes herbeizuführen.
Gießen, den 6. Mai 1920.
Polizeiamt Gießen. Lauteschläger.
Bekanntmachung.
Es ist verboten:
1. Blumenstöcke, Blumenbretter und andere Gegen- siände auf Balkouen, vor Fenstern usw. ohne genügende Befestigung' aufzustellen, so daß durch das Herabfallen oder Umstürzen Personen beschädigt werden können;
2. Teppiche, Betten, Abputztücher usw. aus den Fenstern heraus auf die Straße auszuschütteln, so daß Personen belästigt ober verunreinigt werden können.
Tie Polizeibeamten sind angewiesen, Zuwiderl-andliingen zur Anzeige -zu bringen, woraus Bestrafung gemäß, § 3668 Reichs- Straf Gesetzbuch erfolgen wird.
Gießen, den 5 Mai 1920.
Polizeiamt Gießen. L a u t e s ch l 2 g e r.
Nachstehende Polizeiverordnung bringen wir erneut zur Kennt-, nis der Be e'ckigten.
Gießen, den 5 Mai 1920.
Polizeiamt Gießen. Lauteschläger.
Polizeiverordnung
betreffend den Verkehr mit Kraftfahrzeugen in der Stadt Gießen.
Aus Grund des § 23 der Verordnung vom 3 Februar 1910 über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen und des Art. 129 b. II. 1 ber Slädteordnung in Fassung der Bekanntmachung vom 8. Juli 1911 wird nach Anhörung der Stadtverordnetenversammlung mit Genehmigung des Ministeriums des Innern vom 8 Mai 1919 zu Nr M d. I. 9328 für die Stadt Gießen folgendes verordnet:
§ 1.
Tie Mäusburg und Marktstraße dürfen mit Kraftfahrzeugen nicht befahren werden.
§ 2.
Ter Durchgangsverkehr mit Kraftfabrzeugen ist verboten in den innerhalb der Anlagen gelegenen Stadtteilen.
8 3.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Polizeiverordnung werden auf Grund des § 21 des Gesetzes über den Verseh'- mit Kraftfahrzeugen vom 3. Mai 1909 mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft.
8 4.
Diese Polizeiverordnung tritt am 1. Juni 1919 in Kraft.
Gießen, den 20. Mai 1919.
Hessisches Polizeiamt Gießen.
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