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O Grünberg, 8. Sept. Auf dein Feldberg- turnen errang der hiesige Turner Karl Schneider den 12. Preis mit 63 Punkten. Bei dem Bezirks- tumen in Wetzlar wurden von hiesigen Turnen folgende Preise geholt: Zöglings-Oberstufe: Hans Carle 23. Preis mit 50 Punkten; Zöglings-Unter­stufe : Karl Sauer 19. Preis mit 63Va Punkten, Georg Christ 46. Preis mit 45V2 P.; Schüler: Heinrich Kappes 25. Preis mit 58 Punkten.

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»um Verein gestanden und heute Iwch Förderer der Turnsache sind. Umrahmt war die Feier von turnerischen Ausführungen und Darbietungen der Gesangsabteilung, die auch die Feiern am Sams­tag durch angepatzte Chöre verschönte. Der Turn­verein 1860 zählt heute über 800 Mitglieder und ist der volkstümlichste Verein unserer Stadt.

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Gießener Turnvereine, der Turnverein 1860 Mar­burg, die Turngemeinde Friedberg, der Turnverein Lich (1860). Cnne Reihe von S7_ ____L.

zll Ehrenmitgliedern ernannt, ebenso einige aus­wärtige Turner, die früher in näherer Beziehung

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Dr. Geyer nimmt Montag den 13. September seine Tätigkeit wieder auf. 6lMW

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Gründer und Mitglieder statt, wobei der 1. Vor­sitzende, Kaufmann Weiß, Worte des Gedenkens sprach. Anschließend daran wurde in der Turn­halle die von Kunstschlosser Gries kunstvoll ge­staltete Gedenktafel für die im Weltkriege gefallenen 28 Turner enthüllt. Ter 2. Vorsitzende, Lehrer Owald, hielt die ernste W e i h e r e t> e. Ein turnerischer Kunstabend im Kurhause zeigte dann am Abend das deutsche Turnen in all seiner Vielgestaltigkeit und Schönheit. Ten Auftakt zur eigentlichen Jubelfeier bildete am Sonntagvor­mittag und mittag ein Bereinswetturnen der Turner, Zöglinge und Schüler. Von 70 Teil­nehmern konnten 44 Sieger bleiben Die Stif­tungsfeier fand am Sonntagabend bei starker Beteiligung tm Vereinshause unter dem Vorsitz von Turner Weiß statt. Die mit lebhaftem Bei­fall aufgenommene Festrede hielt Turner Oßwald. Von der Stadt überbrachte Bürgermeister Dr. Kayser die Glückwünsche, außerdem ließen hiesige Vereine sowie zahlreiche auswärttge Turnvereine ihre Glückwünsche übermitteln, u. a. die beiden

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Aunft und Wissenschaft.

Ein neuer Goethefund?

fd. Frankfurt a. M., 8. Sept. Zu der aus Hamburg gemeldeten Auffindung eines Goetheschen JugendwerkesJoseph" ans dem Jahre 1762 teilt der Tirektor des Frankfurter Goethe-Museums Pros. Tr. Heuer mit. daß man der Mitteilung zunächst skeptisch gegenüberstehen müsse. Ihm fei bereits vor Jahren eine Schriftprobe dieses Werkes vorgelegt worden, wobei er und der Direktor des Weimarer Archivs einwandfrei seststellen konnten, daß eine Landschrift Goethes nicht vorliege. Erst das Erscheinen des in Lainburg angekünoigten Joseph" werde die Zweifel lösen, die vorerst an der Echtheit des Manuskripts von Fachkennern gehegt werden müßten.

frei. Leichter Selbstfahrer, Dreschkasten und Vnn»= Selbstbinder-Presse, natürlich mit Svreubläfer, wofür eine nute Kundschaft gesucht wird. Qn- tereffenten bittet man um gefl Angebote unt. 9513 an den (Siebener Anzeiger

UdieWkWWeW!

3n wenigen Wochen wird unsere Universität wieder ihre Arbeit aufnehmen und damit werden zahlreiche Studenten zu uns nach Gießen zu eifriger Stub(erarbeit kommen. Für sie ist ein Zimmer zugleich die Arbeitsstätte, deren sie dringend bedürfen, und sie ihnen nicht zu, gewahren, heißt, sie der Arbeilsmögttchüei/ berauben! Wir gehen deshalb Euch alle mit der Bitte an, die in schwerem Ringen um ihre Existenz und Lebens- stellung stehende Studentenschaft zu unterstützen, ihr Erleichterungen in ihrer materiellen und wirtschaftlichen Rot zu gewähren und ihr so bei der Vorbereitung auf ihren künftigen Beruf einen starken Rückhalt zu bieten. Es mutz Euch eine besondere innere Genugtuung sein, diesen Leuten bei ihren wissenschaftlichen Studien und ihrer an­strengenden geistigen Arbeit ein freundliches Heim und eine angenehme Wohnstätte zu bereiten. Darum richten wir an alle Mitbürger, die ein Zimmer entbehren und an einen Studenten abgeben können, die dringende Bitte, dies schon jetzt schriftlich mit genauer Wohnungsanaabe dem Allgem. Studenten-Ausschutz (Universitätsgebäude, IL Stock, Zimmer 42) anzugeben oder sich daselbst in eine im Geschäftszimmer aufliegender Lifte während der Ge. schäftszeit (Dienstags u. Freitags vormittags 11 bis 12 Uhr) einzutragen. 9627V

ver Allgemeine Studenien-Ausfchuh

der Universität Gießen

3. D.: Otto Henning, stud. iur. et rer. pol.

»u machen und diese 6 Jahre lang aufzubewabren. Tic Führung beütmintcr Bücker ist nur bei der Luxussteuer vorgcschricben.

Kirchliche Nachrichten.

Israel. Religionsgemeinde. Gottes- bicnit m der Synmzvg.' (<yüb*Einlage), «samstag, 11. Sept Vorobd. 6.30. Morg 8.30. Äbds. b.öö u 7.35 Uhr.

Israel Religions - Gesellscha ft Sabbotteier d 11. Sept. Freitag abd 6.20 Sams­tag vorm. 8.00, nadjm. 4.30. Sabbatau-iang L35. ooimtag moeg 5.00 Montag, b. 13. Sspt u. Dienstag, d. 14. Sept Neu i ahrSfe st. 1. Tag: Vorabd. 6.25, Predigt, vorm. 6.OJ, Predigt, ttachm 4.00 2. Tag: Vorabd. 7.25, vorrn. 6.00, nodjjn 4.00. Feslesansgang 7 2 ». Wo<bengotlrsdi«nst: rnorg. 5.15, abds 6.00

Vricfkasten der Redaktion.

w. St Wir setzen voraus, daß es sich im vor- liegendett Falle um Umsatzsteuer handelt. Diese wird von dem Umsatz erhoben, den Sie als ge­werbetreibender bzw. Landwirt erzielen. Nach den Bestimmungen des Umsatzsteuergesetzes Hal der Steuerpflichtige über den Umsatz Aufzeichnungen

od)»rt den Erzeugern, aber was über die an sicb schon ansehnlichen Höchstpreise geht, dagegen müßten vie Orts- und Kreisbehorden einschreiten. Wcnm wird die erzeugende Be­völkerung endlich zur Vernunft und Einsicht kommen .' Vielleicht wenn's zu spät ist! Es gibt auch Landleute, die anständig sind und sich fernhielten von jeglichem Wucher. So konnte in einem Dorfe bei Hungen die unbe­mittelte Bevölkerung ihre Birnen zum Honig- kochen von den Landwirten zu 2530 Mark erhalten Gute Aepfel, u. a. die Baumanns­renette, wurden in demselben Dorfe zu 45 bis 50 Mark an Arbeiter der Gemeinde abge­geben. Das sind Beispiele, die Nachahmung verdienen! Ihre Befolgung könnte vielerorts ganz wesentlich dazu beitragen, die Ruhe und Ordnuirg und den Gemeinde frieden zu wahren.

Kranke

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Radfahrverkehr.

Maul- und Klauenseuche.

In H u n g e n ist die Maul- und Klauenseuche amtlüf' fest gestellt worden Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Hungen. Tos Boobachtungsgebiet bleibt unverändert. Jn Freienseen ist dic Maul- und Klauenseuche ausgebrvchen. Die Gemarkung Freiensecm ist zum Sperrbezirk erklärt worden Das Beobachtungs- gebiek umfaßt die Gemarkungen Laubach, Sau» bacher-Waü>, Avenharn, Klein-Eichen, Lardenbach, Sellnrod und Weückartshain. In Ober - Ser­be r t e n r o d ist die Maul- und Klauens gebrochen. Die Gemarkung Ober-Seibertcnvod ist Mim Sperrbezirk erklärt worden. Dem schon be­stehenden Beobachtungsgcbiet wird die Gemarkung Unter-Seibertenood hinzugefügt.

Turnen, Spiel und Sport.

6VjährigeS Jubiläum.

-= Bad-Nauheim, 6. Sept. Ter Turn­verein 1860 beging gestern und vorgestern in würdiger Weise die Feier seines 60jährigen Be­stehens. Die ganze Veranstaltung trug ernsten Chanckter und war frei von Tairz und anderen Vergnügungen. Ein Akt der Pietät leitete am Sams tag nach mittag dic Feier ein. Auf dem Fried- Hofe fand eine Gedächtnisfeier für die verstorbenen

Gießener Pferde-Lose sind bei allen Lofever- fäufern zu haben. \wx 5ieöuaöl22. Septemfeq | Verschiedenes! K. 17/19.

zuallgSserßeiierilsg zum Zwecke der Auf­hebung der Gemeinschaft. Mittwoch d. Iv.diovbr. 1920, nachmiit. 2'/, Uhr, wird auf dem hiesigen Amtsgericht, Zimm. Nr. 5, daö nachstehende, im Grundbuche von Gießen der verstorbenen Marie Friedet in Gießen zu- geschriebene Grundstück Flur 1 Nr. 1401 74 qm Hofreite, Walllorstrahe47 versteigert.

Die amtSgerichiliche Verfügung ist an der CrtStafel öffentlich nutz- gehängt und kann wäh­rend der GeschäftSstunden eingefehen werden.

Gießen, 4. August 1920. Heff. OrtSgerickt.

Leo. 188698

Glocke ehflsejten. Ti* ßMrk Gemeinde beteiligt^ ich an der Feier, die auf dem Kirchenplatz abg> )alizn wurde, da die Kirche die Teilnehmer nicht assen formte. Pfarrer Marguth erinnerte in seiner

Predigt an die alte Glocke, die in den Krieg ge­zogen ist und ermahnte die Gemeinde, dem Ruf der neuen Glocke aber sv treu zu folgen, wie fze einst dem Ruf der allen gefolgt ist. Der Mamrer- gesangverein von Bersrod und der Schülerchor beide unter der Leitung von Lehrer Wolf öwre der Posaunenchor Bersrod unter der Leitung von ßubroig Stroh verschönten die Feier durch ihre Lieder und Weisen.

y. Büdingen, 7. Sept. Anläßlich der Jah­resversammlung, die der Oberhessisch.' Verein für Baseler Mission am Montag, ben 13. September, dahier abhält, wird am Tage vorher, oonntag nachmittag, aus der Ronneburg bei Büdingen ein arötzcres Missionsfest veranstaltet. D<e Burg bietet auch bei ungünstiger Witterung mit ihrer großen gedeckten Valle vielen Besuchern Unter­kunft. Man rechnet auf Beteiligung auch ans den Dananischen benachbarten Gemeinden.

± Ettingshausen, 7. Sept. Unsere Ge­meinde erhalt drei neue Kir chen g locken, die in Sinn gegossen weichen. Am 24 .September soll die Glockenweihe ftattfinben.

ra. Münchholzhausen iKreis Wetzlar), 9. Sept. Tie Hoffnung, nach dem Frieden mit dem seit etwa 20 Jahren geplanten Neubau der Kirche beginnen »u können, läßt sich trotz der eifrigen Tätigkeit des verstorbenen Superinten­denten Geibel, des Kirchenvorsiarrdes und der Spender von Legaten leider nicht erfüllen, da auch neben anderen unüberwindlicl)en Schwierig­keiten der vorhandene Kirchenbausonds bei weitem nicht hinreicht, die Baukosten auch nur annähernd zu decken. Viel notwendiger ist nunmehr der Schul­bau geworden, zumal die Gemeinde jetzt einen dritten Lehrer hat einstellen müssen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Attikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung'

Ruhrstörcnüer Lünn.

Tas heutige Leben stellt an jeden Menschen große Mnforbenmgcit und es freut sich wohl ein Jeder, wenn er sich nach des Alltags Mühe ber wohlverdienten Rude Hingaben kann. Leider ist 6? aber einem groben Teil der Bewohner ber oberen Steinstraße (zwischen Asterweg und Schottstraße' vor Mitternacht nicht möglich, die Augen zu schlie' ßxn. Fast allabendlich kann man Ibis 2 mich 3 Uhr in die Nacht hinein das Musizieren und den Gesmig oder besser gesagt das Gebrüll von hallnvüchsigen, gerade nicht bestens erzogenen Burschen und Mäd- cheit vernehmen. Muß man denn gerade das Jim»'re der Stadt in der Nachtrul-e stören? Was gibt cs um Gießen so schöne Plätze wo man ungestört iingrit kann, z. B. Schiffen berg, iidoh-' Warte ns'w. Tie Ellern der Sänger und Sängerinnen trifft and) hier wieder die größte Schuld. Diese sind aber wie es mir feheint, nickst mehr Derr über ihre Minber. Alles Schimpfen hilft da nicksts, man erntet nur wie es ja heute leider bei einem großen Teil der ftugcnb üblich ist freche Antworten Vielleicht könnte die Polizei dort eirrschreiten und den Leut- ckreit Einhalt bieten, damit auch dieser Uebelstand endlich mal ein Ende nimmt.

Einer für viele

AuS dem AmtsverkündigungSblatt.

* Tas Amtsverkündigungsblatt Rr 129 vvm 9. September enthält: Das Gesetz zur crgänzenden Regelung des Steuerabzugs vom Arbeitslohn. Ablieferung der Nachläße von in Deutschland verstorbenen ftnnLösffchen Kriegsge­fangenen. Tie Vereidigung der öffentlichen Be­amten. Aushändigung der Reichsversasiung an die tut Entlassung komm enden Schüler. Walz­arbeiten - Viehseuchen Dienstnachrichten

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Das Schulgebet.

fd. T arm stad t, 9. Sept. Im Einverstänb- nis mit dem Schulausschuß des Landtages hat das hessische Landesamt für die Bildungswesen an* geordnet, daß im herkömmlichen Schulgebet der Simultanschulen ausgeprägt konfessioneller Ge­bete verboten sind. Derartige Gebete sind dem fonfcssionellcn Religionsunterricht zu überlassen. Für den Fall, daß in einer Schulllasse die göße Mehcheit das gemeiniame nicht konfessionelle Schul gebet ablehnen sollte, muh das Schul gebet unterbleiben und auf den Religwnsunterricht be- sch.ränkt werden. Einzelne Lehrer 'haben nicht, das Rocht, das nach dem Schulgesetz vor geschriebene Schulgebet zu beseitigen.

m. Bersrod, 9. Sept. Als eine der ersten Gemeinden in der Umgegend durfte am vergan­genen Sonntag die Gemeinde Bersrod ihre neue

ilhiitg. ittelpnije.

M., 9. Sept. M mochte sich bei leb'

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