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PflanMng deS Rosenkohls, des Sellerie usw. und gab dabei viele praktische Ratschläge, so daß jeder Besucher des Vortrags etwas lernen konnte. Sodann gab er iwch die besten Mittel an zur Bekämpfung der Gemüseschädlinge. Auch über die Raumlage der Erdbeerbeete gab er eine kurze Anleitung. Rach der Aussprache fand die Rechnungsablage, die Besprechung der tm Verein vorgesehenen Veranstaltungen und die Ergänzungswahl des Vorstandes statt. Dem Vorstand gehören jetzt an: Reallehrcr Grimm, 1. Vorsitzen der, Amtsgerichtsrat Groß, 2. Vorsitzender, Samenhändler Hahn, Schriftführer, Kaufmann Löwer, Rechner, sowie Weißbindermeister Schäfer, Schneidermeister Leonhard und Gefängnisverwalter Klingler, Beisitzer. Zum Schlüsse erstattete der Vorsitzende noch einen Bericht über den Stand der Kleingartenkolonie über der Lahn. Bemerkt sei iwch, daß der Jahresbeitrag 6 Mk. beträgt und daß dafür die Fachzeitschrift der Friedberger Obst- und Gartenbauichule geliefert wird.
♦* Strenge Ko ntrolle auf der Eisenbahn. Gegeuivärtig wird aus der Eisenbahn mit großer AufnieristrinBeit auf die Durchführung der V er ke h rso r dn uu g griehen. Wer mit drennenderj Zigarre oder ^Zigarette in einem Nichtraucherabteil betroffen itrirb, muß unweigerlich 20 Mark Strafe bezahlen. Tie Zugkontoolleure üben auch auf den Nebenstrecken ihren Dienst aus, wo seit dem Kriege besonders stark gegen die Vorschriften der Berkehrs- ordnung verstoßen wrvd.
Landkreis Gießen.
** Wieseck, 7. Juli. Tie „Wiesecker Kirmes" findet in diesem Jahre am 15. 9lugust statt.
Kreis Wetzlar.
ba. Oberkleen, 9. Juli. In der letzten Zeit wurden unser? Kartoffel- und Getreideäcker vor. ganzen Rudeln W i l d f ch w e i n« n heimgesucht, die dort schweren Schaden anrichteten. Bei den swlizei- lich angesetztm Jagden wurden am Sonntag acht Schwarz littet zur Strecke gebracht. Tie Tiere Hausen in den benadjbarten staatlichen Waldungen.
Hessen-Nassau.
4 Marburg, 7. Juli. Nach den Vorgängen in der letzten Stadtverordnetenversammlung stellte sich in der für gestern abend anberaumten Sitzung abermals Massenbesuch, hauptsächlich von Arbeitern und deren Frauen, ein. Bei einer Aussprache über die Lebensmittelversorgung brachten die Frauen verschiedene Male kräftig ihre Meinung zum Ausdruck. Bemerkt sei, daß bezüglich der Aushebung der Zwangswirtschaft eine gewaltige Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel befürchtet wurde. Dies: würden dann nur noch nach den kaufkräftigeren Großstädten abgehen. Von den gefaßten Beschlüssen ist die Bewilligung der Mittel für den Ausbau der Ueberlandzenttale von Münchhausen nach Marburg, durch welche das letzte Glied der l^rv-indung mit dem - Edertalwerk geschaffen wird, zil erwähnen. Die bisher sich oft bemerkbar mLchende Unterbrechung der Stromversorgung bürtr dann in Marburg vorbei sein. Die Kosten beheizen 900 000 Mark.
♦* Das politische und wirtschaftliche Zusammenleben der Deutschen l und Tschechen in Vergangenheit und Gegenwart, lieber dieses Thema sprach am
5 6. imb 7. Juli in zwei Vortragsabenden in der Universität Marburg Professor Dr. Zycha (Gießm), der infolge seiner 15iährigen Tätigkeit rn Prag ein außerordentlicher Kenner der Nationa- litäteiwer'höltnisse in Böhmen ist. Die Tscheck»- Slowakei ist der am weitesten nach Westen vorgeschobene Posten des Slawentums unb damit am meisten von der deutschen Kultur berührt worden. Die Einwcmderimg von Deutschen nach Böhmen t erfolgte zuerst tm 13. und 14. Jahrhundert und zwar wurden zunächst kleine Niederlassungen van Handwerkern und Bergleuten gegründet, aus denen sich das 'heutige industrielle Gebiet Böhmens gebildet hat. Die riwl-ei mischen Tschechen trieben verwiegend Landwirtschaft. Unter der Regierung der Habsburger rourbm die Tschechen gegenüber den Deutschen, besonders in der Sprackxnfrage, sehr unterdrückt, wodurch sich der Haß gegen alles Deutsche erklärt. Der Redner schilderte dann sehr eingehend die nach unb nach ein setzende national- tschechische Büvegung. Das von der österreicknschen Regierung Anfang 1918 ausgestellte Programm, den deutschen Teil Böhmens von dem tsckiechischen zu trennen, ist nicht mehr zur Verwirklichung ge- kommen. Den am 28. Oktober 1919 gegründeten tfchecho-slowaft'chen Staat bczeickmete er als eine Aivangsorgcmisation, die sich auf die Basonettr der Enterte ftüfr?. Tie deutsch.' Regierung müsse sich jetzt mit den gegebenen Verhältnissen ab finden und es als ihre Pflicht bewachen, die jetzt schwer be- brängten drutschu Stammesbrüder in jeder Weise zu unterstützen, um das Deutschtum dort nicht untergehen zu lassen.
** Obst- und Gartenbau verein. Anläßlich der Hauptversammlung des Vereins, die am letzten Samstag im Eisenbahnhotel stattfand, hielt Gartenmeister Rentsch aus Friedberg einen sehr lehrreichen Vorttag über die Sommerarbeiten im Gemüsegarten. Eine der wichtigsten Arbeiten sei das öftere Hacken, das den Zweck habe, der Luft, dem Licht und der Feuchtigkeit den Zutritt
in die Erde zu verschaffen und die Hauptunkräuter, '.D...'? l und Winde, ni entfernen. Sobald _.„4 Regen der Boten verkruste, müßte gehackt werden, um den unteren Bodenschichten die Feuchtigkeit zu erhalten, lieber die Art und Weise des Hackens und des Behäufelns der Pflanzen herrsche noch Unklarheit. Das Gießen solle abenos oder morgens frühe stattfinden, am besten
Datum: 5°/stDeut.Kriegsanl. 4°'„Deut.Reichsanl. 3"/gDeut.Reichsanl. 4° 0 Preuß. Konsole Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyd Boch.Guhstahlwrk. D -Luxemb Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl.Eisend.-D. Oberschles.Eisenind. Phönix. Brgb..Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elektr. A. E. G. . . Schuckert-Werke. . Felten ° Guilleaume Daimler......
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** Die Zahl der Stu dierenden M der Landesuniversität betrug im vorigen Semester 2343. Darunter befanden sich 1113 Nichthessen. Hiervon gingen 357 Hessen und 399 Nichthessen ab. Im Zwischeusemester Frühiahr 1920 sind 23 Hessen und 82 Nichtl>ess«i hinzugekommen, tm gegenwärtigen Semester weiter 201 Hessen und 250 Nicht Hessen, so daß dir Gesamtzahl der Stu- dterenden zur Zeit 2143 beträgt (darunter 1046 Nicht Hessen); dies bedeutet ge^en das letzte Semester ein Minus von 200. Hinzu kommen aber noch 4 Hospitantinnert und 92 Hörer sowie ^103 Hörerinnen. In der (Nsamtziffer von 2143 Studier enk^n sind 140 Studentinnen einbegrisfen. Aus die einzelnen Fäckser verteilt, ergibt sich folgendes Bild: Theolochc 116 (1 Studenttn), Rcchtslvissen- schäft 250 (4), Medizin 512 (36), Veterinärmedizin 244 (1), Philosophie 94 (13), Pädagogik 4, Mathematik 64 (7), Naturwissenschaften 58 (7), Chemie 138 (8), Pharmazie 17 (5), Forstwissenschaft 67, Landwirtschaft 281 (12), Staatswissenschaften (hier sind nicht eingeschlossen die Studre- ren beit, die zugleich 3-echlswissenschaft ftubteren) 116 (5), Geschichte 21 (4:, Klassische Philologie 29, Neuere Philologie 132 (37). Von den 2143 Studierenden flammen aus Hessen 1097, Preußen 832, Bayern 35, Sachsen 21, Württemberg 12, Baden 46, Vkecklenburg-Schtverin 2, Sachsen-Wei- mar 12, Aiecklenburg Strelitz 1, Oldenburg 7, Braunschweig 6, Sachsen-Meinfttgen 1, Sachsen- Altenburg 2, Sachsen-Koi»crg-Gotha 5, Anhalt 2, Schwarzburg-SottdersHausen 3, Waldeck 3, Reüß ü. L. 1, Lippe Detmold 1, Birkenfeld 1, Bremen 5, Hamburg 10, Lübeck 1, Elsaß-Lothringen 5; weiter aus OesterveichKlngarn 6, Finnland 2, Polen 2, Livtaub 6, Kurland 3, Litauen 1, Ukraine 1, Tschechoslowakei 1, Bulgarien 2, Schweiz 1, Griechenland 1, Türkei 6.
** Das Baden in der Lahn. Die polizei- lickte Aussicht über die Badeanstalten und btc öffentlichen Badeplätze an der Lahn steht dem Polizeiamte zu, welches sie durch die ihm unterstellten Vollzugsorgane airsübt. Den, Weisungen der diensthabenden Poliz'ibeamten ist in jedem Falle, mtbeschadet des Rechts der Beschwerde beim PoltzLiamte, unweigerlich Folge zu leisten. Jeder Unfug im Waf er und in den Babsanstalten ist untersagt. Eb.mso ist jede Beschädigung der Badeanstalten. der Uferbauten an denselben, der Nachen sowie aller dazu gehörigen Geräte und Einrichtungen unter agt. Das Mitnehmen von Hunden in die Badehäuser ist nicht gestattet. Von dem letzten lmterhalb der Pulvermühle gelegenen Bade- haust an stromaufwärts bis zum sogenannten . Schästrbruunen ist das Baden in der offenen Lahn iaußerlalb der Babehäustr), sowie das Entkleiden an beiden Ufern verboten. Bei dem Baden in offener Lahn sowie innerhalb der Badeanstalten haben sich die Badenden, falls sie sich nicht in einer geschlossenen Zelle haben, ohne Ausnahme der Bad.ch^st.i y.i bedien N. Di? Benutzung von Seife, das Waschen von Kleidungsstücken innerhalb der Badeanstalten, sowie jede sonstige Verunreinigung der Bade zellen imb Hallen ist untersagt. Die Bade- Häuser dürfen von Personen, welche nicht abonniert sind ober das Badehonorar nicht bezahlt haben, nicht betreten werden. In die Frauenbäder bürten' Knaben nicht mitgenommen werden. Zuwiderlwnd- lunge.n werden, soweit nicht di einschlägigen Straf- beftimmungen des Reichsstrafgesetzbuchs imb des Polizeistrafgesetzes zur Anwcndimg zu kommen • bähen, mit einer Geldstrafe von einer bis dreißig Mark geahndet.
engen Grenzen. >
Frankfurt a. M., 9. Juli. Börsen- ftimmungsbild. Die Stellungnahme der alliierten Mächte betreffs der Entwaffnung und Herabsetzung der Heevesstärke machte an der Mittagsbörse nur vorübergehend ungünstigen Eindruck, da man an dem Ausgange der Konferenz keine großen Hoffnungen setzte. Diese Auffassung, jdie sich auch auf die Börst über trug, batte zur Folge, daß sich ine Tendenz an der Ateirbborse bereits wieder fteundlicher gestaltete. Eine lebhaftere Bewegung machte sich in Lombarden zu anziehenden Kursen bemerkbar (433/i plus 3 Proz.), Oesterveichiscke Staatsbahn beststigt (229.—), Schanttmgbahn wurden ebenfalls rege umgefetzt (675 bis 673.—). Schtvächer lagen Teutsche Petroleum (865—8o2), Deutsche Erdöl (1500. ). Monttrnpopiere konnten sich behaupten. Harpener find tnit 302.— 3 Prozent niedriger. Nordd. Aohd wurden 1 Prozent höher (178.—) San »ftm- aftien zogen Scheideanstolt 8'st auf 509V,, Schustf. Aug. Wessels 5 Prozent auf 229 —, Elektt. Rer- niger Gebbert u. Schall ß1/* auf 210.—, Sektkellerei Feist 5 Prozent auf 290.— an. Holzverkohlung bei einiger Nachfrage 354.— plus 4 Proz. Es votierten ferner Zellstoff Aschaffenburg 345, Fränttsche Schuhfabrik 200, Adleriverfe Kleyer 2298A (Eniheit) plus 3V4 Prozent. Berliner .Handelsgesellschaft 212.— plus 3 Prozent. Mexikaner behauptet. 5 Prozent Reichsanleihe 79'st, 3 Proz. Reichsanleihe 60.—. 4ist Prozent Schuckert Obligationen 1031/a. Frankfurt a. M., 10. Fub.
Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Brief 8. Juli 9. Juli
1328,65 1331,35 1343,65 1346,35 ----- ----- ----- 343 35
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 11. Juli, 6. noch Trinitatts.
Stadtkirche. Bonn. 8 Uhr, Mgl- Christenlehre f. d. Neu konfirmierten a. d. Markusgem.: Pfr Becker. 9Vs: Vst. Mahr. 11: Kinderkirche f. d. Wattbäusgem.: Pfr. Mahr. — JoHannes- kirche. Bonn. 8 Ubr, zual. Christenlehre f. d. Neuklmsirmierten a. d. Jvhannesgem.: Pfarrafs. Ramge 9Vs: Pfr. Bechtolsheimer. 11: Kmderkirck)e : d. Lnkasgem.: Pft. Bechtolsheimer. ?Dds. 8: Bitcltesprech. im Johamressaal: Pfr. Becker. — Sonntag, den 11. Juli, vonn. 10: Kir chberg. 11: Christenlehre f. d. weibl.. Jugend. Nachm. I V»: Lollar, —
Katholische Gemeinde.
Samstag, 10. Juli, nachm. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. — Sonntag, 11. Julc. 7 Sonntag n. Pfingsten. Bonn. 6V2: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. 8: Austlg. d. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m Pr. NackM. 2: Christenlehre; dar. Andacht. — Diaspora-Gottesdienst am 11. Juli. In Hunge: 9Vs, in Lich 7Vs Uhr.
handel.
Mainzer Warenbörse.
Mainz, 9. Juli. Auf der Warenbörse herrschte einige Beunruhigung, da das Gerücht umging, daß Gerste entgegen der bisherigen Bewirtschaftung durch die Kommunal verbinde nunmehr durch eine neu zu gründende Privatg-esell- sckraft ersaßt und verteilt 'werden solle, ^er^größte eTil der anivefenden Kommissionäre erklärte sich solidarisch, unter diesen Bedingungen als Kom- misswnäre nicht mehr funktionieren zu wollen, da die beabsichtigte Neuregelung nicht ern Abbau der Zwangswirtschaft, sondern eine Erweiterung bedeute. — Hafer Mk. 130 bis 140 per Zentner. Angebot nicht übermäßig. Tie neue ßrnte nnrb in zwei bis drei Wochen erwartet. Hülsenfrüchte wenig belebt. Es wurden geboten und erzielt für Rangoonbohnen Mk. 200 bis 220 und für deutsche Bvlmen Mk. 250 bis 300 per 100 Kg., Kleeheu Mk. 40 bis 43 und Stvoh Mk. 14 bis 16 per Zentner. Tas Geschäft in Raühfutter war wenig verändert. In Kleesaateir waren lediglich eimge Herbstsaaten etwas gefragt.
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Berlin, 9. Juli. Börsenbericht, Tie schroffe Stellungnahme der alliierten Mackste ui der Frage der Entwaffnung und Herabselmng der Heeresstärke bewirkte an der Börse nahezu em allgemeines Nächsten der Kurse, was tesvnders am Montan- und Kaliaktienmartt nach dm letzt- zeitigen Steigerungen z»i Kursrückgängen bis 13 P'vzmt bei ernigm und zwar oberschlelrschm Wer- ten führte. Bei Chemischen und Elektmaktieii halten sich die KurseinbußM im Rahmen von 6 Proz Bon svnstigm Papieren Hxir zwar die Mehrzahl bis 5 Pnozent riktgä,itgig doch waren für einige auch etensolche Erhöhongsii feststellbar. Kolonial- 'nerte warm bchauptet. Tas Hwiptgeschäft spielte sich voiederum in Deutschen Petroleumakttm ab, die ungefähr um 870 herum sckstvanktm. Deutsche Erdöl mit 1550 und Stecrua Romana nut 990 waren weitaus ruhiger alsbisher. Für Devisen ivarm weitaus ntbigcr als bisher. Für Devisen stellten sich gegut Schluß gogeir gestern fast durchweg höher. Auf Rückwirkung, hiervon neunen Sckantungbähn ihre Steigerung bis 680 wieder auf Rentenwerte stzill und unvepLndert. Dre grwrd-' sätzlickc Anna^hme der Entmtetedingungmi durck) die dmtscke Regierung bewirkte schließlich eine leichte Kurserholung, das Geschäft blieb aber in
ohne Brause in Rillen, die nachher nneber mit trockener Erde zugedeckt werden. So hält die Feuchtigkeit langer u.'id besser an als bei dem Gießen mit der Braust aus die Oberfläche der Beete, auch sei es dann nicht nötig, so oft zu gießen. Eine Sommerdüngung mit Jauche sei bet den Ko hl arten, Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, bet Sellerie und Gurken sehr zu empfehlen, aber niemals bei Erbsen und Bohnen und nicht bei Sonnenbrand. Nach dem halben Juli solle keine Jauche im Garten mehr verwendet werden: konservierte Früchte von stark mit Stickstoff gedüngten Beeten halten sich nicht im Glas. Wenn jetzt Beete im Warten frei werden, so könne man Krauskolst, Rosenkohl, Unterkohlrabi, Salat und Endivien pflanzen und etwas später auch Spinat säen. Der Rediter tierbrütete sich dann noch ausführlich über die Zucht der To-, malen, die Behandlung der Spargelbeete, dies
liegt der Schlüssel der Ereignisse nicht bei den Deutschen, sondern bei den Mliierten. Was werdeit sie ttm? Wenn da sde ut sche M i n i st eriu m zurücktritt, was aber unwahrscheinlich erscheint, so ist der Weg bereits vorgezeichnet. Wenn- sich die Deutschen füget, so wollen wir hoffen, daß die Westmächte dieselbe Strenge in der Kohlenfrage und in der Frage der Wiedergutmachmtgen bei? behalten werden.
Nach einer anderen Depesche des „Echo de Paris" aus Spaa wurden Deutschland bezüglich der militärischen Klauseln des Versailler Vertrages folgende Zugeständnisse gemacht, die die Mitteilungen über die getroffenen Ent- cheidungen vervollständigen: 1. nicht eingeschlossen in die 4000 Offiziere, die durch den Verttag Deutschland genehmigt sind, sfttd die dlerzte unb Veterinäre, deren Zahl auf 300 bzw. 200 festgesetzt wurde; 2. nicht emgeschlosseu sind ferner in die genannten 4000 Offiziere 735 Berwaltungs- offizier'e; 3. Deutschland kann eine Reserve von 5000 Gewehren und 2 Millionen Patronen halten, um die Verluste auszugleick>en, die feinen Kriegs- Vorräten durch eventuelle innere Kämpfe entst.'hen! können- 4. eine geringfügige Erhöhung der Zahl der Maschinengewehre, so daß alle Formationen in der Lage sind, sich zu verteidigen. Deutschland hatte aufeer&em ein fünftes und scchsfes Zugeständnis verlangt: VermelTrung der Waffen und Munition derart, daß alle Formationen, Ergänzungen und Schulen mit Waffen versehen werden und Angriffe zurückgewiestn werden könnten; ferner die Wiederherstellung einer kurzen Militärdien streit mit der Garantie, daß man diese Vergünstigung nicht mißbrauchen werde, um eine große Anzahl Deutscher militärisch aiiszubilden. Diese beiden letzten Verlangen sind nicht geiväh-t worden. Anr-erers-its e-hielt Deutschland das Recht, vorübergehend in der neutralen Zone 10 Bataillone, 5 Schwadronen imb eine Batterie zu unterhalten.
Spaa, 9. Juli. (WTB.) Wie der Lwnder- berichterstatter der Agentur Havas glaubt Mitteilen zu können, werden die deutsck>en Delegierten nxibrfdxernlid) heute das UebereinEommen unterzeichnen. " hr enbach und Simons batten bei eine .nterredung mit dem Generalsekretär der Konferenz erklärt, daß die D r 0 h u n g, neue Gebiete zu besetzen, eine Aenderung der Besttmmungen des FrieHensvertrages bedeute und befürchten lasse, daß auf Grund dieses Präzedenzfalles ihnen in Zukunft neue Besttmmungen zur Ausführung des Vertrages auferlcgt werden. Dementspi'echend sei offiziell Dcrembart worden, eine formelle Aenderung der Uebereinkunft vorzunehmen, deren Jiihalt jedoch selbst aufrecht erhallen Aeibt. Diese UeLereinkunst wird dem Versailler Vertrag angegliedrt werden. Unter diesen Umständen wird die deutsck-e Delegatton das.Ueber- einkommeu Heuteunterzeichnen. Es ist aber sehr wcchrsckvrnlich. daß die Antwort der b'ivagten Berliner Stelleii diese Disposition ändern kann. Weim das zutrifft, so ist der Wert der von Mll- lerand befürworteten Methode bewiesen imb die Alliierten würden dann das richtige getroffen haben. Nach der Entwaffmmgsftage wird die Konferenz an die Frage der K 0 h l e»l i e f e r u n g e n, an die Frage der Bestrafung und an die Wiedergutmach u n g s frage heran treten. Tie Verteilung der Wiedergutmachungssumme sei bis in die kleinsten Einzelheiten festgelegt. Belgien werde 8 Prozent unb seine Pri-orität, die bis 50 Prozent der ersten internationalen Tlnleihe geben Faun, erhalten. Ml- l er and wird Spaa spätestens am Montag abend verlassen.___________________________________
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— Südtirol. Zur Erhaltung unb Kräf- ttgung des Deutschtums in Südttrol erscheint seit einigen Tagen in M e r a n die „Südtiroler Landes- zeitung". Mit ihr tritt ein neuer Kämpfer für die Rechte "Drutsckstüdttrols und ein Anwalt frei'teit» litten Gedankens auf den Plan; ein langer und schmerzlich vermißter Führer für die große Gemeinde derer, bei denen sich die Liebe zur Heimat und zum deittschen Bolld vereint mit ferner zur Freiheit des Worbes und Gedaulms in Gesinnung unb Tat. Das Unternehmen wird keinen leichten Stand 'teben, da Italien mit allen Mitteln das Teuffchturn auszulöschen sucht.
— Martin Lampel, Wie Leutnant Jürgens Stellung suchte. Roman. Verlegt bei Dr. P. Langenscheidt, Verlag, Berlin W. 15. — Der vorstehende Roman erscheint als eine ganz eigenartige Schöpfung. In ihm wirb — ohne jede politische Tendenz — erzählt, wie der Fliegerleut- nant Jürgens nach der Revolution gleich Tausenden seiner Kameraden sich genötigt sieht, Arbeit und Brot zu suchen.
— Zum Tode verurteilt.-Äeues vom Fremdenlegionär Kirsch. 9Lack;erzä'hlt Don Friedrich Hnssong. Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin. Preis bvosch 8 Mk., geb. 12 M7. An der Spitze einer utrüberfe'bterat Kriegsliterattrr stand das Buch vvm Fremdenllgionär Kirsch. Nun schließt dieser wilde bunte Reigen mit den neuen sMenteuern Kirschs, des zum Tode Verurteilten, des in Kerkern Verschwundenen, des schcm Dot- gefagten, und doch immer wieder Springlebendigen.
(In einem Teil der Auflage wiedwhalt.)
Annahme unter Vorbehalt.
Spa«, 9. Juli. (WTB.) Me ter Vertreter des Wolffbureaus erfährt, ist die deutsche Regierung einstimmig zu dem Entschluß gekommen, die von der Entente in ter gestrigen Konferenz gestellten Bedingungen in der Frage bvf Entwaffnung und der Herabsetzung der Heeresstärke anzunehmen. Tie vorgefehenen Stvasbestim- mutigen bei Nichterfüllung dieser Bedingungen feien jedoch eine Abänderung des Versailler Friedensvertrages, zu deren Unterzeichnung die teutsche Regierung ter tatterigen Zustimmung ter rrichsgesetzgeberischen Faktoren bedürfe. Man 'hoffe, daß in der heutigen Sitzung ter Konferenz eine Formel gefunden werte, die diesen Bedenken ter teutfeten Regierung Rechnung trägt.
Die Verhandlungen in Spaa.
Paris, 9. Juli. (WTB.) Havas. Pertinax meldet im ,,Ech) te Paris" aus Spaa: Infolge ter Mitteilung ter Deutschen auf die Antwort ter Alliierten wurden alle möglick)en 9?euigfeiten im Laufe des gestrigen Abends verbreitet: Demis-- sion Fshrenbachs, ein letzter Schritt Dr. Simons bei Lloyd George und Millerand und sonstiges. Nichts von beiden ist richtig. Heute rote gestern
a b c d e f g h Matt in drei Zügen.
Lösungen tan Nr. 11 und 12.
Nr. 11. F. Dittmar (Dt. Dagesztg.).
1. Ld8-h4, f7 — f6. 2. Te4Xe5ü 3# - - , Kd6-c5. 2. T c4Xd4!! 3.# Nr .12. (Kling unb Horwitz.) LTh2-h8, Ka5. 2. KXc3, blS-fe!! 3. K b2, Sd2' 4. Th4, Sfl. 5. Kc3, Sg3. 6. Tg4, 8 kl! 7. K d3' S h2. 8. Tg3, Sfl. 9. Tg2 und gewinnt.
Schachecke.
Der Drei-Üger tan Sam Lohd ist eine leichte, gefällige Miniatur. Nr. 14 tan F. ©tatet) ist ein Zwillingsstück dazu, nur mit ter geänderten Frrte der beiten Könige.
Nr. 13. Sam Loyd. (Stord 1887.) a b c d e f g h


