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fiad neue Sortimente in mob. Formen eingetragen.

Fritz Nowack

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Heuchelheim, den 10. Juli 1920.

Kletn-Ltnben, 10. Juli 1920.

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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiben unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit innigsten Dank.

3m Namen aller Angehörigen.

Familie Heinrich Schmidt VI.

bcitern, Dorfjugend und wer sonst immer cS hören will, deutsche Lustspiele (Hans Sachs, Tbeobor Körner, Kleist) aufzuführen, schone alle und neue Lieder zu singen und alte gute Reigentänze zu tarnen gegen Verpflegung bet den Bauern und billiges Eintrittsgeld. Um den Eindruck nachhal­tiger fru machen, werden Blätter mit Singweisen ausgeteilt.

Hl. Marburg, 9. Juli. Wie wir hören, ist der Vertreter der praktischen Theologie an der Marburger Universität Pros. Dr. cheol. Eduard Simons um seine Emeritierung eingekommen.

Meiningen konnte die Hinrichtung des Rodacher Mädcktenmörders Schreppel bisher nicht erfolgen, da btt bcjragten Scharfrichter in Halle unb München denUrteilsoollzugab- lehnten.

*Schweine meistert'. In unseremn ucn republikanischen Staatswesen räumt man j.u .-eit mit ben alten Titeln auf. Manche hit schon s i c lieble wo rdcne, erworbene oder eresene Te !i- bezetchnung mit einer anderen nertau'cheii rnüs en. Das Neueste aber auf diesem Geb.et wurd" di er Tage bei einer V^Handlung vor dem o er Schöffengericht sestgestellt Ein Zeuge bezeichnete seinen Berus mit dem schönm Tit lSchwein e-

noch das Ami, das der Mann b.'kleidct', geläufig war. stellte durch näheres Befragen lest, das; der Zeuge im Dienste d:r Stadt Frank urt einen sclchnen Posten bcKctbet, den man (rüber ganz einfach mit dem AusdruckSauhir t" ber zeichnet hatte. Heute, wo dao Schw in >o enorm in der allgemeinen Achtung und ^Wertschätzung gestie­gen ist. kann sein Behüter mit Recht auf einen schöneren Titel Anspruch erheben.

Lingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik sichenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

ZurSchlagsahne".

Der Schreiber des Entrüstungsrufes über Der- -abreichung von Schlagsahne in Konditoreien, ist mit denFeistheiten" der Kriegsküche wenig ver­trant, sonst imltzte er, kost man denTraum der Kriegskinder" nach ganz einfaäzer Vorschrift aus Magermilch in vorzüglicher Qualität fcrfteUen kann, ohne also, daß Rahm verwendet wird. Warum soll in diesem Falle den vielen jungen Leuten, die nicht an Mutters Tisch sitzen Eönnen, diese kleine Setftrrei nicht gegönnt werden. An­ders steht es mit dem Wuchergewinn, den die Kon­ditoreien daraus ziehen! M. K.

Die Wohnungsno. auf dem Lande.

Vom Lande wird uns gefcfjirieben:

Es ist wirklich zeitgemäß die Wolmungs- Verhältnisse auf dem Lande kritisch zu beleuchten und die Nöte in dieser Hinsicht einer Betrachtung zu unterziehen. Wer jetzt geznnrngen ist in Miete zu wohnen, befntbet sich zweifellos in einer ganz erbärmlichen Lage, denn noch nie war ein solcher Mangel an Wohnungen, wie es gegenwärtig der Fall ist. Biele Vermieter, die früher auf die Einnahme, die sie durch Vermieten eines Teils ihrer Häuser erzielten, angewiesen waren, haben das heute nicht mehr nötig, da ihnen der Krieg geradezu glänzende Verhältnisse gebracht hat, sie haben Gekd in Hülle und Fülle. Deshalb wird der

e Büdingen: Hof VLarienborn, Hof limbad), Li-nvhcim, Lamgen-Bergheim,

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wert die Brflhl'sehe Unlv.-Breeigr»!, 3. Lange, Sieflea

Spsrtt.

** Fußball. Aus dem V. f. B.-Sportplatz auf dem Trieb finden morgen folgende Wettspiele statt: Um ir/s UHr spielt dre aioette Jugendmrnn- schaft des V. f. B. gegen die gleiche des Wetzlarer F.-E. 05; um 2y2 Uhr die erste Jugendmannschrft gegen die gleiche von Wetzlar und um 4 Uhr die dritte Jugendmannsch ift gegen die dritte Wetzlirrer. Um 5 Uhr tritt die zweite Stammannschaft der Bewegungsspieler gegen die erste Mannschaft des Turnvereins Butzbach zum Gesellschaftsspiel an.

* Radsport. Der Gcm do. des Bundes deutscher Radfahrer HKt morgen sein Gaumann- schasdssahren itm die Meisterschaft dos Gaues 9a über 50 Kilometer ab. Der Start ist morgens 7 Uhr auf der Karlsruhe bei Gießen.

Airehe und Schule.

B. Gießen , 8. Juli. Die theologische Konferenz, die alljährlich am Fronleichnams- tage hier stattfand, wurde heute in dem Johamns- faal abgehalten und war zahlreich besucht. Rach einem von Pfarrer Lic. Peter gesprochenen Ge­bet eröffnete der Vorsitzende, Prof. D. Krüger hier, die Konferenz, indem er des verstorbenen Vorstandsmitgliedes, Superintendenten (Seibel und der Professoren Eck, B o u s s e t und P r e u - scheu in ehrenden Worten gedachte. Sodann lädt sind, theol. Daum die Anwesenden zu der vom 28.31. Juli stattfindenden allgemeinen Konferenz der Theologenschaften Deutschlands ein. Prvsei'.or Schian bittet um Mittvirkung der Pfarrer zur Unterstützung der Universitätsbibliotheken durch Ausländer. Dann hält Prof. D. Gunkel seinen angekündigten Vortrag übereine prophe­tische Liturgi e". Er behandelt das 33. Ka­pitel des Propheten Jesaja, das scheinbar ein großes Durcheinander ist, nach Ansicht des Red­ners aber als eine prophetische Liturgie angegeben werden muß, das ist eine ekstatische Propl-ctenrede, eine prophetische Weissagung, untermischt mit lyri­schen Stellen in Klage- und Gebetsform. Sie wurde im Tempel aufgeführt zwischen Priesterchor und Volksmenge, wie es sehr häufig im Volke Israel vorkam. Der Prophet verkündigt die Vernichtung des herrschenden Weltreiches seiner Zeit durch die Kraft Gottes und verlangt als Dank die Be­kehrung des Volkes zu Gott, der eine herrliche Friedenszeit herbeiführen werde, Nach einer kurzen Pause sprach Pvos. O. Mayer, hier, überBlei­bendes und Vergängliches in der Theologie Albrecht Ritschels". Ritscl>el hat auf alle theologischen Parteien eingewirkt, wie einst Schleiermacher, ist sozusagenKirchenvater" geworden. Seine bleibende Bedeutung beruht nicht auf einzelnen dogmatischen Formulierungen, son­dern auf seinen neuen Gedanken, 1. Aussclfeiden der Metaphysik aus der Theologie, 2. Zweck der Religion als Bedürfnis der Menschheit nach Glück, als Vertrauen zu GSott, 3. Einführung der Psycho­logie in die Theologie, Betonung der religiösen Erfahrung u. a. m. Äls religiöse Erleben darf sich nur auf Bibel und Bekenntnis gründen, daher lehnt er die Versöhnungslehre ab. Den Glauben an Jesus hält er nicht für Selbstzweck, sondern als Mittel, sich der christlichen Gemeinde an­zuschließen. Als echt christtich läßt er nur gelten, was als Weiterbildung alttestamentlicher Gedanken erscheint. Seine Lehre von der Universalität des Christentums wird nicht mehr allgemein anerkannt, seine Theologie kann aber auch heute noch mite Helsen, unserem Volke neue Kräfte im Kampfe dieser Zeit zuzuführen. An der eingehenden Aus­sprache beteiligten sich mehrere Redner, die die ausgesprochenen Gedanken noch weiter ausführten.

U Lang-Göns, 9. Juli. Sonntag den 11. Juli findet hier ein Missionsfest statt.

tat, Mittel gründau. Im Kreise Friedberg: MUnzenberg, Rendel, MaHeühenn, Hewenbergen, Tortettveil, Gambach. Im Kreise Lauterbach: M«ar, Reuters, Waklenrvd.

**EineftudentischeWanderbühne. An der Universität I e n a hat sich unter Führung des außerordentlichen Professors für deutsche Milologie Dr. Hans Naumann für deutsche Studenten zu einerVereinigung für pr aktis che Volkskunde" znsarnmengefchlos- sen, der auch die Regierung in Weimar ihre Unter­stützung zugesagt hat. Prof. Naumann nahm domft einen Gedanken auf, der schon vor dem Kriege in Freiburg, Straßburg uitb anderen Universitäts­städten mit der Einrichtung von sogenannten ,-Stu- oentischen Wanderbühnen" erwacht war. Studenten und Studentinnen ziehen gruppenweise aufs Laub, um an Sonn- und Feiertagen vor Bauern, Ar-

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Dertni festes.

Friedrichshafen, 9 Juli. (WTD.) Hettte Twrmtrtag mochte üasneuestegrößteZcppe- ltn-Luftschifs ,L. 72" das vor Ausdruck) der Revolution vm der Mariueverwalmng imb erst fetzt fertiggestellt worden ist, seine gttmzend ver­laufene Pribcsahrt. Tas Luftschiff nuiB in Bat« an Frankreich abgeliesert werden.

** Streik der Scharfrichter! In

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L^1. ^bnheitr- '«nntuh mb des einmali. ags.EssindSla- l- datz zahlreiche >er'g!eilen haben, M Ausbau des für einen hauvt- r itben Nebenan- e Schwierigkeiten Vernehmen nach chspostministerium ui&igtn Unttrneh- Geü> auf Antrag ns von etroa 3d. nng jux die M iiesten. Sobald die )schlutz gelomMn ich bekanntgegeber

wozu ihr der Stand der Reichssesetzgebung aus­reichende Machtmittel gewährt. Alle anderen in Bettacht kommenden Behörden haben weitgehendst.' Hilfe zugesagt. Das Programm des Vereins ent­spricht den bodenreformerischen Grundsätzen. Im Anschluß an die Grlindung dieses Eigenhandbmc- vereins haben sich sofort 15 siedlungslustige Mit- titeber zu einer Bau Hütte Burgsv lms zu- fammengeschlossen, die sich gegenseittg verpflichten, nach Rkcnbtgung ober vor Beginn ihrer täglichen Beruftartxil durch gemeinsame Arbeit sich solange m helfen, bis jeder Ernzttne sein Haus fertig hat. Jeder erhält die oben angeführte finanzielle Unter- Wtzung und baut auf seinem eigenen Grund und Boden sich selbst sein Haus. Was er an eigenen Mitteln und Arbeft von sich und seinen Verwand­ten und Freunden einbringt, nrirb ihm gutgeschrie- ven. Die Bauausführung wird einem Unterneh­mer übertreten, der hauptsächlich die 15 Ge­nossen beschäftigen muß. Der Eigenhandbouverein hofft, her Bauhütte besonders billige Baustoffe zu beschaffen. Die Kpntrvlke des Unternehmens über­nimmt in Brirgsolms als Architekt der Kreishoch- bamnafter. D,rrch diese gemeinsame Art der Ar­beit imb bes Bmiswffbez-u«s, sowie ber Landbe­schaffung, ist mit einer Ersparnis von min­dest ens 2025.Pro», der Baukosten zu rechnen. Die 15 Häuser sollen im nächsten Jahre bezugsfertig fein.

lieber die Gründung anderer Bauhütten, be­sonders in Wetzlar, schn-eben schon eingehende 'Rci- handluite» Da das Reich seine Unterstützuns davon abhängig macht, daß am 1. August mit

Mieter fortwährend gedrängt, die Wohnung zu räumen und sich eine andere zu suchen. Weil der Vermieter oft iricht weiß, was er mit dem vielen Geld anfangar soll, so kauft er sich allerlei Möbel, die er momentan gar nicht braucht, und hierfür muß Platz geschaffen werben. Da eS aber dem Mieter mit dem besten Willen nicht möglich ist, eine andere Wohnung zu frühen, muß er eben notgedrungen in seiner alten Wohnung bleiben, und es ist ein Glück, daß der Vermieter den Mieter !,um Verlassen der Wohnung nicht zwingen kann, onft würde letzterer in vielen Fällen einfach auf >ie Straße gesetzt. Und weil man genau weiß, wie die Dinge liegen, treibt man den Mietpreis fortwährend in die Höhe, zieht also aus der herr­schenden Wohnungsnot irocb finanzielle Vorteile. Ja, man scheut sich nicht, den Mietpreis aus einmal über 50 Prozent zu erl-öhen, nachdem man ihn früher schon mehrmals in die Höhe ge­schraubt hat. Ist der Mieter damit nicht zu- man ihm einfach:Wem: tl

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frieden, dann sagt

Ihnen nicht paßt, ... .

Um den Frieden zu wahren, wird es unterlassen, ein MietenngimMnrtt ar^uni^n, was in solchen Fällen aber sicherlich doch das richtige wäre, denn dann würde dem Vermieter mmrchinal der Stand pimkt klar gemacht. Jedoch sind es nur einzelne Vermieter, die ihve Mieter in solch unverschäntter Weise in die Höhe schrauben, jene Sorte Men schm, die nicht genug bekommen können. Biele rechtdentende Leute halten ihre Mietpreise in ver hältTnsmäßig bescheidenen Grenzen. Me steht es nun mit den Wohnungen selbst auf dem Lande viel­fach aus? Es handelt sich meist um alte Häuser, in herosn bas gan-e F-hr über irichts 5txx nur hxmifl mteurrt wird. Ter Mieter ist befrfyfocn in sei­nen Ansprüchen. Dies fotlte aber auch bei dem Ber Mieter der Fall sein dezügl. des Mietpreises. Die Zimmer sind meist klein und ntebrtg, oft schließen Fenster und Türen nicht, wodurch im Wmter eine Menge Heizkraft verloren geht, die Aborte sind sehr primiliv ober es besteht nur ein solcher gemeinsam für das ganze Haus, Keller raum ist nicht abgeteilt und nicht verschließbar, Bodenraum hat der Vermieter für s-.ch nötig usw. Auch sonst fehlt eS meist an allen Annehmlich feiten, die man von einer anständigen Wohnung verlamqen muß. Uni) trotz alledem noch fort während Steigerung des Mtetpreises der in den meisten Fällen in par keinem Verhältnis zu der Wohnung stcht. Dws ist auch Wucher imb zwar allerschlimmster Art, der behördlicherseits aufs schärfste bekämpft werden müßte imd sich bei ge­gebener Gelegenheit, früher ober später, vielleicht bitter rächt

4 Yad-Nauheim, 8. Juli. Unser Kur- ibeattr das unter der rührigen Leitung von Lofrat Steingoetier in der gegenwärtigen Saison schon eine Reihe Neuheiten gebracht, erwirbt sich ««mz besondere Verdienste auch durch die Einfüh­rung von Schülervorstellungen. Nachdem kürzlich eine treffliche Märchenausführung für die Kleinen gegeben, brachte es geilem in dem bis zum letzten Platz gefüllten großen Konznt- faal des Kurdauses MsliöresDer Geizige" für Schüler sämtlicher hiesigen unb Friedberger Schul- aattungen unter- großem Beifall zur Aufführung. AIS weitere Schülervorstell ungen sind in nächster ^ZeftMax und Moritz" undMinna von ®<irn» Mm" geplant. Das erste Feuerwerk seit U14 wurde gestern abend auf der Terrasse und im Park von der Kurdirektion veranstaltet. Biele Tausende von Menschen wohnten der farbenpräch­tigen Deranstaltung bei.

= Bad-Nau heim, 9.Juli. Der nahezu 80jädrige Louis Steeb konnte dieser Sage sein SoiährigeS Jubiläum als Vorsteher der israeliti­schen Gemeinde besehen. Als nachträgliche ffreisumlage hat unsere Stadt noch 50000 Mark zu zahlen. Zur Deckung dieser Summe wird noch ein halbes Gemeindesteuerziel erhoben, nachdem die Steuerzahler schon durch ein 7. und 8. Ziel stark belastet worden sind. Gärten und Felder dürfen von 9 Uhr abends bis 5 Uhr mor­gens nicht betreten werden, nach dem 1. August sogar von 8 Uhr abends nicht mehr.

Friedberg, 8. Juli. Die Stadt­verordnetenversammlung beschließt in ihrer heutigen Sitzung eine erneute Erhöhung des Preises für ctekttischen Sttwm und erteilt dem Gas- und WafserwerkSausschuH die Berechtigung, die Preise automattsch zu erhähen oder zu senken. Der Ankauf einer Wage von dem Diehhandeks- verband zum Preife von 2500 Mk. wird be- Soffen, um eine schnellere Abwicklung des stödtb m Holzverkaufs zu ermöglichen. Dem Gefach Wetterauer Reiter Vereins um Ueberlassung des Prvmenadenwegs während des Reitersefies 'wird entsprochen unter der Bedingung, datz nicht mehr als 50 Pf. Eintrittsgeld erhobeir wird. Anderen Vereinen soll bei Festlichkeiten ber Weg auf Antrag ebenfalls überlaffen werden. Dem Landwirt Loth in Fauerbach wird die Hal­tung der beiden Zuchtbullen gegen eine Ent- schämgung von 7000 Mk .übertragen. Der An­trag des Fmanzausschusses wird angenommen, den städtischen Beamten und Angestellten einen Mo- natsgehatt nebst DMevunF-Mlagen als Vorschuß auszuzahlen vis $ur endgültigen Regelung der Defoldungsordnusvg. Den städtischen Fuhrleuten wird ein Wock)enlohn von 200 Mk. bewilligt. -Serschiedene schlecht bewirtschaftete Kleingartengrundstücke werden den Päch- tern entzogen und anderweitig vergeben.

Startenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 8. Juli. Ungefähr tausend volnischeund slowakische Untertanen, die anö Amerika auSgewiesen jetzt die Rückreise nach ihrer Heimat antraten, sind heute mit Frauen, Kindern unb ihrer geringen Habe in Mainz an* gekommen, um von da den Anschluß nach Warschau tusw. -u nehmen. Anscheinend sollen sie auch bei der Abstimmung mitwirken.

Kreis Wetzlar.

Wohnungsnot und Srlbsthilfr.

DerWetzl. Anzeiger" veröfftntlrcht unter dieser lieberfdrrift einen Artikel des Herrn Dr. Scheuermann -Wetzlar, dem wir folgendes entnehmen: Auf Anvegiing der hiesigen elsaß- lothringischen Ortsgruppe haben sich zunächst über 50 siedlungsfrohe Männer etwa je zur Hälfte Vertriebene und Alteingesessene zu einem Eigenhandbauverein :Neu lo thringe" im Kreise Wetzlar zusammengeschiossen. Der Verein bezweckt, in gemeinnütziger Weise Perso­nen, die Wohmmgen selbst mit zu bauen wünschen, zusammenzuschließen imb im Wege gegenseitiger Hilfe Sieolimgen von 510 Ar zu beschaffen. Der Verein vermittelt ben Siedlern Reichsunter- siützung in Höhe von 15 000 Mk. und von ver­schiedenen Arbeitgebern unverzinsliche Hergabe von Darlehen etwa in gleicher Höhe auf längere Zeit. Die KleinsiedlungS-G. m. b. H. bes Kreises unter­stützt den Verein bei der Grundstücksbeichasfuug,

tzochschulnachrrchtcn.

Die schwarz-e Schmach.

Berli-n, 9. Juli. Am 14. Juli soll in ber Berliner UniversiE vsn den in Berlin lebenden Amerikanern eine Protestkundgebung gegen die farbige Be satzung am Rhein stattfmden.

Der Fall Nicolai.

Berlin, 8. Juli. Der Minister für Wissen­schaft, Kunst unh BilksbiÜmng, Hani sch, richtete an hen Rektor der Universität Berlin emen Erlaß, warm er zum Fall Professor Nicolai erklärt: Er, der Minister, meine, als er zu der Besprechung der durch die Demonstration her Studentenschaft geschafferten Lage im Senat riet, damit keineskveys, daß der Senat in dem Streit der beiden Parteien ben SchstS>sspruch fällen solle. Er vertraue darauf, daß, wenn Mcalioi nach weiteren Verhandlungen mit ihm den Wunsch nach der Miederaufnahme seiner Vorlesungen äußere, der Senat für den un­gestörten Verlaus der Amtstätig Leit Nisobais jede lutttjonfeige Vorsorge treffen werde. Der Rektor ber Universitär, Professor Edwrrv Meyer, richtete ans diesem Anlaß die dringende Mahnung an die Studentenschaft jede Störung der Vorlesungen Moolais zu imMertafien, für ben Fall, daß dieser sie wieder «ufttehmen sollte.

Stenographie.

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Heinr. Ä« (©.); 2. Pr. Emilie 2-hr (D- B ) 1 60Sil ben: 1. u. Ehrstprris Helene Peter (G): 1 Pr ^aSob '5&mürt, Liesel Lich <®). Gwtel Hübner (T.-V.), Emll Grobe (B.) 180 Silben: 1. w*b Evosrpons Elfriede Win^r (T -V ): 1 Pr Heimftch Müller '93), «Elli Binget (&.) 2OÖ Silben: 1. Pr Start RShm iG.l Anmer kung: V. = Devöm 1861, D.-B --- TaMen-Vevein, G. = Grtelffchast. Fast sämt­liche Teilnehmer konnten mit Preis« ausgezeichnet ivnten. -----------------

dem Bau angefangen wird, werden die Verhaud- Iungen wohl beschleunigt Mm Abschluß gebracht werden.

Jedenfalls ist die Gründung als em erfreu­liches Zerchen für das wiedererwachende Vertraun in die eigene Straft jedes Einzelnen und als Be­weis für ine alte gvgenfeitige Hilfsb^ceftschaft alln Volksgenossen freudig zu begrüßen. Ein berar- ttges Beispiel dürfte auch in Gießen Nachahmung inden, wenn sich entschlosferre Leute zusammen- inben.

Hessen-Nassau.

mc. Frankf ur t a. M., 9. Juli. In der gestrigen Stadtverordneten-Bersarnm- lung wurde die Steuervorlage des Magistrats eingehend erörtert imb einer scharfen Kritik unter­worfen. Mindestemkommen und Dicnstbotensteuer riefen die größten Bedenken l-eroot, jiber man bemängelte mehr oder weniger nur die Schönheits­fehler der Vorlage, ohne sich mit Ausnahme der USP. grundsätzlich gegen die Steuerplane aus- zusprcchen. Die Vorlage wurde dem Hauptaus- sckmß überwiesen. Als seinerzeit das Thcaterdefizit austanckste, hieß es, man solle die Theater schließen. Taß aber bieioon keine Rede sein kann und wird, ergab sich aus der Diskussion über dieses städtische Schmerzenskind, dluch diese Vorlage ging an ben Hauptaussckplß zur Beratung.

fb. F r a n f f u r t a. M., 9. Juli. In der Nacht zum Donnerstag hat ein städtischer Hilfsseldschütze zwei Getr eidcdiebe auf einem Grundstück am Henrichsweg abgefaßt. Als die Diebe auf wiederholten Anruf nicht stehen blieben, feuerte der Jeldschütze und traf den Glaszuschneider Hans Weigle r, Wol- taftraße 44, mit 2 Schüssen am linken Arm und im Rücken. Weigler brach nach dem zwei­ten Schuß zusammen. Er kam ins Krankew- haus und starb kurz nach seiner Einlieferung. Wie sestgestellt wurde, haben die beiden Diebe ungefähr 60 Pfund Gerstenähren abgeschnitten und in einem Sack entwendet. Der Erschossene war Ehrenwachmann der Kleingartenkolonie Kusw-aldverein" und hat das in ihn gesetzte Bertrauen schmählich mißbraucht.

Aus -em Amtsverkün-igungsblatt.

* Tas Amtsverkündigungsblatt Nr. 95 vom 9. Juli enthält: Pflegesätzc in den LandeS-Heil- unb Pflegeanstalten. Statistik der Streiks und Alisfpernmgcn. Vikh'euchem Tienstnackrichton. Maßnahmen den Wvl>- nungsmangcl. Preistteibetei beim Verruf von Frül^bst. Swaßen sperre. Bekanntmachung betreffend die jetzige Fassung des Gesetzes über Mochenhilfe und Wvcheirfürforge.

S ck w e i n e r o t l a u f ist in dem Gehöft des Heinrich' Lich VII. und Ludwig Schmidt $u Londorf festgestellt worden.

Tien st nachrichtendes Kreisamtes. Unter dem Viehbestände des Landwirts 3üFob Orthivein in Kölbe, Kreis Marburg, ist die Maut- und SÄauensenche cmsgebrochen. Stand der Moul- und Klaiiensenche in Hessen am 3. Juli 1920 (Ogt. Darmstädter Zeitung Nr. 154 vom 5. Juli). Sämtliche Kreise Hessens sind verseucht. In Ober- folgende Gemeinden: Im Kreise Gießen:

Keine Wanzs mehr.

Nlcedaal. Erfolff verblüffend. Vertilgung.

W Beste Zeit zur ÜrntvermchtoHg.

Kinderlricht nnzuwond. r^.

Mk. 5. Verkauf b. »reg. Corl k>»nkf. 8tr. .J9.

Bitte ausdrücklich nur Nicndaat zu ver n?en.

Für die vielen Beweise herzlicher Seiht ab me bei dem schweren Leiden und unersepllchen Berlmt unserer mnlgit- oellebtcn

Emma

lagen wir hiermit Herrn Pfarrer Jrle für die lrokreichen Worte und den Schülern der ShH>erf<bwte für den er­hebenden Gntbzefana, der Schtvesier. allen Vertvandlen unb Bekannten für die unscVjUgen Kr-anz- und Blumen- spenden unseren tiefgefühlten Dank.

ImJianten

der trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp Weigel XXIH.

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