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Zins Statt «ns Land.

® i e 6 e n, b_m 10. Jmü 1920.

Veritrtstaltnngen.

Donnerstag, 10. 3irii: Schöne Aus'icht, 7y$ Uhr, 1. Abomiementsko. - rt der Reichswcch,- tctfx'. 't. Aula der Uniuer i dt, 8i Ufe, sÄCj* demikerver.'ammlu.--. ^ichtspie.t eaier wie gestern.

** Persvnalnachrichten der Ersen- bahndirekiron Frankfurt a. M. Im Naneu der seichen Refterm'-g in der fe sich- Vrcul.i^ii Ci'.irou-nsemein chaft nmrbn im Mc- not Akai ernennt lz v. Ce.örb.rt: ju Eisenbahn- Oferfefrctä en: B.N. Kreger in Bad-Nau- heim, Paulenz irr Hattersheim; zu Ofer- @üierix>rfiej>crn: G.V. Schmitder in Alsfeld, D. Knapp in Bad-Nauheim: zu Untera- sislenten: f. Unkrass. Sack in Reiskirchen, I. Schlo'see in Hartmanns Harn, H. Sckmri- Ler 3. in Lauterbach, H Schwarz 1. in Als­feld, Zulauf in Grebenau: zum Weichen­steller : Bahnwärter Stedtmüller inO berr oden; zum Balmwär.er: Bahnwärter-Anw. Spieß in Griebel.

** Au S dem Militärwochenblatt. Ter AbschiH wurde Leutnant Stevhanim Jnf.- Regt. 116 mit der Erlaubnis zum Tragen der RegimentSun.ßirm bewckl gt.

** T i e Firma Rinn u. Clovs. Heu­chelheim Kannte am 8 ds. Mts. auf ein 2öj-ihri­ges Bestehen zurückblicken. Wie wir hören, fall am Samstag, den 12 ds. im Kreise der Angestellten., Vertreter und Arbeiter «in würdiges Gedenken dieses Tages sta tfinden.

** Zum Steuerabzug vo m L a hn teilt uns das hiesige Finanzamt mit, daß alle Arbeit­nehmer (Lahn- und GehaltsempfLug-r, Knechte, Ticnfhnäixfei usiv. !ü.Ausfertigungeiner Steuerwarte bet der Bürgermeisterei ihres W'-ehwrlcs besorgt sein müisen. Ter Ivprazontige Abzug van den Lohn- und Gefel.shezügen stellt jeiveib.- eine Vorauszahlung dar und wird' auf die endgllliiye Veranlagung aufgerechnet, die jc'ipeilö zu Beginn des Kalenderjahres erfolgt. Näheres siehe Anzeigenteil.

** Vom L ebensmittelamt wird un3 geschrieben, dast allgemein von den hie'igen Meg­gern Klage geführt wird, dast, die Bevölkerung die zur Verteilung Lommenden Fleisch- iQtb Wurst- nxtren verspcüet, mitunter erst anfangs der auf die Ausgabe folgenden Woche abhvlt. Infolge des .Kohlenmangels und des eisarmen Wruters sind weder Schach k»f woch Metzger in der Lage, die Fleischwaren bängere Zeit ausreichend zu kühlen. Es iiegt dafer irn eigenen Z'nteresse der Bevölke­rung, die Fleischwaren möglichst Freitag­nachmittag tobet Samstagvormittas abzuyalen, andernfalls die dNetzger keine Vevaut-- rovrtung für den guten Zustand der Fleischvaren übernelmten können.

** Freibank. Friag bn 11. 3u.ni von 13 Uhr von Nr. 33513500.

** Einen auten Fan g hat am ver­flossenen Montag die hiesige Polizei gemacht. Eine Pvlizeipatrouille hielt am hiesigen Bahnhof eine Person an, die zwei schwere Säcke mit sich.führte. Eine Durchsuchung ergab, dast sich zwei seidene Kostüme, ein Samtkostüm, ein weistes Kleid eine seidene Bluse und eine rttofce Anzahl Bettwäsche darin befand, und dast diese Sachen einem Land­wirt in Lang-Göns, ohne dast er es bis dabin - mustte, gestohlen worden waren. Der Dieb ist der Handlungsgehilfe Karl Weil aus Lang-Göns, der l auch noch.wegen zwei in einem V-Zug Giesten _ Frankfurt begangener Diebstähle von Gepäckstücken * gesucht wird.

** Da in letzter Zeit Klagen über Belästigungen des Publikums durch Fußball-, Schlagball- und andere Spiele auf der Straße laut geworden sind, sieht sich das Polizeiamt Gießen veranlaßt, darauf hinznweisen, dast nach Art. 292 des Polizeistraf- l^setzes und 8 366 Ziffer 7 des Reichsstrafgesetz- duch.es, derjenige mit Geldstrafe bis zu 6 0 M k. oder mit Haft bis zu 1 4 Tagen bestraft wird, der auf Straßen oder öffentlichen Plätzen mit Steinen oder anderen Gegenständen wirft, wodurch Menschen beschädigt oder verunrei­nigt werden können. Ist die mit Strafe bedrohte Handlung von Kindern begangen worden, so werden nach Art. 41 des Poftzustrafgrsehes die Eltern oder andere aufsichtspslich'ige Personen, die es an der erforderlichen Aussicht haben fehlen lassen, beim ersten Fall polizeilich verwarnt, iw Wiederholungsfall mit Oteldstrase bis zu einem Drittel der aus die Übertretung se bst anuedrohten Strafe belegt. Bei emtretenben Körververletzungen können ausserdem nach §$ 823 ff., 832 des Bücger- lidjen Gesetzbuch s für den Täter und aufsichts- pflichtig- dritte Persvnm (Eltern usw.), weitgehende zivilrecht.iche Sckfadenersatzverpflichtungen enl- üehen.

** Den Schornsteinfegern ist durch t>i8 Mini erimn des Jmtem bis auf weiteres bic Erfebuno ein s Teuerungszuschl'ges von 40 Proz. W den Feggebühren getvährt worben,

Landkreis Gießen.

Kalte.

-L AuS dem La'hntal, 9. Juni. In vo­riger Nacht sank das Thermometer unter Null, eS war gereift. In den tiefliegenden Gärten und

Aeckern sind ine Bohnen, Gurken und KLrwfseln erfroren.

+ Klein-Linden, 9 Juni. Gestern^und leutefuhren aus der Umg hungsbatz.t M-Hrere Son­de, zügc mit Wiener Minder n durch unser Torf. Die Kitder fahren nach Holl-and, wo sie den Sommer über bleiben. Morgen werben wei­tere Züge erwartet.

X Wiesect, 8. Juni, liniere am 2. Sep­tember d. I. 20 Jahre alte Kirche norge l, in die vor Wei nach.eu ne.e Pro Veto'eisen ei - ge"etzt worden waren, wurde letzte Woche ron i.,rem Erbauer, bec Firma Förster und Nicolaus zu Vtdt. einer gcü.d i irn Tv. in ging und In :and etzu g umeriojen Tie Wüchee.er el u gs o en be.i.uf>m sich auf 600 Mk. Ci..e Hinaus d/iebii g b?r Ar­beiten hätte die Zerüönmg fes Wertr-oLen Wri's beschleunigt. Erne.rife Stimmung der Org.l wurde vertragsmäßig vereinbart.

Kreis Lautr'rbach.

la. Qu eck, 9. Juni. 3n unserem Or:e sind auf Anregung einiger Gemevcderatsmitgirei.>er durch den .fltiegcnnrrein bis jetzt über 4090 Mk. zur C-rricklnng eines Kriegerdenkmals auf dem Friedhof durch freiwillige Oktben aufgebracht worden. Durch Wildschweine ist hier Scha­den an Kartoffeläckern augcrichtet worden.

Kfeis Scholten.

B. Burkhards, 8. Juni. Die fahrende Land post, wftche die Ort' Burkhards, Kaulstos und Sichenhausen mit Ge.> rn vcrounden hat, ist setzt emgegangen. Ihr Verschwinden wird mit den teueren Betriebskosten bei vechäünismäßig ge­ringer Benutzung begründet.

Kreis Fri'dberg.

bi. Butzbach, 10. Juni. Wegen den in der Umgegend ferrscfenden Viehseuchen daN b.T heutige 2 chweine markt in Butzbach nicht stuttsinben.

Aus der Wetterau, 8. Juni. T:e Kornselder fefen zum grob len Teile abgeb lünt. 2er Blüte kam das En^ferige trockene Witter sehr zu statten. Halm und Aehve versp eckxm eine gute Ernte, auch hat sich das Korn, b-J schwere Re,et - güf e bis er nicht voik-.men, nicht gelagert. G rste und Weizen sii.d im Schossen begriffen. Tw Kar­toffeln haben sich bis jetzt eben falls gut entwickelt. In manchen G^emarfung n La: b r Trast-mirm an der Sommer rucht grofyun S st den an gen ' 11. Ganze Aecker mußten neu le'.el.t li>erb?n. Viel­leicht fehlte feer dec in diesem Na-fevinter so massenhaft eingefangene Maulwurf. T n Sch-aden für eine solch unsinnige, von Geldgier ge­tragene Vertilgung 'hat stets die Lcmdwirtschost ^u tragen. Durch das feuchte Wctler im Früh­jahre haben die Wie en g tten An atz an Boden- gros gewonnen. Tie kevorstehende Erme wird reichlich die Scheunen füllen.

Starkenburg und Nhcinhessen.

oz. Offenbach, 9. Juni. Tie hiesigen Backer m ei st er vcranstal eten eine Protest- Versammlung, um Stellung zu nehnien gogew die Behörden, die ihnen das schlechte Meist zur Verfügung stellen. Nach häjugerer Aussprache wurde fo.gende Entschließung angiwmmen: Die heute im GastihauSZum goldenen Engel" versammelten Bäckermeister von Offenbach a. M. schließen sich den berechtigten Beschwerden über vas schlechte Brot an und protestieren auf las Energischste gegen das von der Sta'-t Offenbach gelieferte austevorbentlich schlechte Mehl. Sie er- llären gleichzeitig, daß sie in Zukunst nur noch Roggen- und Weizenmehl mit einer ä-ehuvrozen- ligen Streckung txm Hafer- und Gersten mehl ver­wenden. Misch- und Bohnenmehl usw. müisen im Interesse der Bolksgesundhieit rücksickstslvs zn- rticfgc'nriefen werden. Wir verlangen balxr, daß das Lebensmitlelamt sofort die nötigen Schritte unternimmt, daß die Bevölkerung Offenbachs wie­der unverzüglich mit gutem MeU und Bn^ ver­sorgt wird. In Anbetracht der Wichtigkeit des täglickien Brotes müssen wir toeitcrliin unbedingt verlangen, daß den Bäckern und Gehilfen im (5t«- nähr-unsbeirat unverzüglich Sitz und Stimme zu- teck wird."

n. Offenbach a. M., 8. Juni. Hier starb ganz plötzlich nach kurzer ftrairffeh der Stadtver- vrbucte Reck t^anwalt Dr. Rothschild, eisrigesi und langjähriges Mitglied der dtinokratischen Par­tei Ter Verstorbene stammte aus Alsfeld und genoß bei der 'lyieftgen Vürg^schast und in der Staotverordnetenversammlung seiner vuTägen be- fvnncnen Art wegen das größte Anst'l?m.

rm. O b e r r a m st a d t, 9. Juni Tie Bürger­meisterei erhielt dieser Tage einen Brief mit 200 Mark Inhalt in 5OMart-Scheinen, mit den Wer­ten :Dieses Geld ist abzugeben an Herrn GZ. Ehr- dardt für seine geklauten Schinken. Weiters Zahlung folgt spater. Ich bitte Sie, ersterem ans Herz ui legen^ in Zukunft vorsichtiger zu sein." Dem E. war im Februar aus seiner Hausschlacht alles Fleisch und die Warst gestohlen nxorb-jn.

fm. Mainz, 9. Juni. Tie Schi ifsbe- raubungen auf dem Rl^einsinom loaben einen derartigen Umfang angerammen, baß seit gestern zur II e b e r w o ch u n g i n N i e ' st e i n ein S n - der-Zcndarmeriejommando eingerichlet wurde.

Kreis Wetzlar.

wa. Wetzlar, 9. Juni. Zwischen Ang-bori-- gen der hiesigen Reicksrehrtrupve u d Zi . iii'en ßrm es gestern abend am Haarplatz ans uns noch

nicht bed'irnten Gründen zu Zwistiglei'.en bzw. einer Schlägerei. Ein Zivilist wurde Der» haf.et und die in ber Stadt anwesenden Soldaten in d.e Kaserne zurückgerufen.

Hessen-Nassau.

Drilchslreik.

fm. Frankfurt, 10. Juni. Im Landkreis Höchst ist gestern die gesamte Kreisbauernschaft in den M i l ch l i e - feru ilgsstreik eingetreten. Es handelt sich um etwa 500 Landwirte. Sie erklären, daß sie mit dem gesetzlichen Höchstpreis von 1.50 Mk. pro Liter Milch ab Srall- nicht mehr auskom­men können und verlangen 2 Mark. Der Landrat wendet sich in einer öffentlichen Erklärung gegen ben (Streif, betont, daß die Bauernschaft zu der Milchlieserung gesetz­lich verpflichtet äst und weist ihre Behauptung, daß sie aus Notwehr handle, als frivol zurück. Unter den Konsumenten ist die Erregung sehr groß, denn ihre Kinder sind ohne Milch, besonders die Arbeiterschaft ist erbittert und sie ist, falls der Streik noch länger arr- dauern sollte, bereit, die Milchlieferung zu er­zwingen. In einzelnen Ortschaften ist es zu Tätlichkeiten zwischen Arbeitern und Bauern gekommen. In S u l z b a ch sind eini­gen Bauern die Fenster eingeworfen worden. Jedem streikenden Bauern wurde ein Straf­mandat von 150 Mk. zugestellt. Diese Straf­mandate sollen jeden Streiktag wiederholt werden.

Auch imLandkreisWiesbadenist die Bauernschaft in den M i l ch st r e i k getre­ten. Die Ernährung der Säuglinge ist, wie aus Wiesbaden gemeldet wird, nur durch Aus­gabe von Büchsenmilch und durch Abtretung von täglich 1500 Litern Milch durch die Stadt Frankfurt einigermaßen ermöglicht.

Die Arbeiterschaft hat sich bereit erklärt, die Polizei in ihrem Vorgehen gegen die Bauern zu unterstützen. Wie dasHöchster Kreisblatt" berichtet, sind in den Farbwerken schon Listen fm Umlauf, in denen Einzeichnun­gen zu gemeinsamem Vorgehen mit der Poli­zei gemacht werden.

Die Folge des ganzen Verhaltens her Be­hörde ist, daß die Bauern schon mit dem Verkauf ihrer Kühe begonnen haben. Die Ortsbauernschaft Ober-Liederbach bietet bereits 2025 Kühe zum Verkauf aus.

Ein grauenhafter Mord.

Frankfurt a. M., 9. Juni. Die 31jäh- rige Ehefrau Mar:arete Wendland wurde heute vormittag 8 Uhr in ihrer Wohnung, Alte Markt 21, von ihrem Lieblraber, dem Arbeiter Jvhannes Renner, ermordet. Der Täter rid^-te sein Opfer mit einem Schlächtermesser in solch furcht­barer Weise zu, daß der Körper nur noch eine einzige blutige Maste bildete. Er erzählte dann Hausgenossen in zynischer Weife von bet Bluttat, begab sich sodann in eine Wirtschaft am Gar-- küchenplatz und reinigte sich hier von den Blut­spritzern. Dann ließ er sich im Heiliggeisthospital die rechte Hand verbinden und ging flüchtig. Gegen 12 Uhr konnte er jedoch bereits oerhaftet werden. Ter Mann der Crmorbeten verbüße gegenwärtig eine längere Zuchthausstrafe.

r

ga. Fr ankfu rt, 9. Juni. Trotzdem die Schuhmacher-Zwangsinnung offiziell die Preise für Schuhreparaturen noch nicht herabgesetzt hat, sieht man in zahlreichen Auslagesenftern der Schuhmachereien bereits Angebote, die bedeutend unter die jetzigen Jn- nungspreise heruntergehen. So sieht man teil­weise Herren-Sohlen und Fleck für 42 Mk., Damen-Sohlen und Fleck für 35 Mk. angebo­ten, während bisher für die gleichen Arbeiten 70 und 75 sowie 60 und 65 Mk. gefordert wurden.

ha. Hanau, 9. Juni. Da die streiken­den Kinoangestellten mit ihren Arbeit­gebern zu keiner Einigung gelangen konnten, haben sie ein genossenschaftlich betriebenes Kino eingerichtet, um ihr Leben fristen zu können. Bei diesem sehr grosszügig geführten Genossen­schaftskino wirkt u. a. ein 16 Manu starkes Orche­ster mit.

ra. Aus Nassau, 8. Jmn. Das Jagd­schloß Platte, bis ron Herzog Wilfrlm 1. von Nassau im Jahre 1824 an b?r alten Posl- strasze Wiesbabmüimburg erbaut und im Jahre 1913 mit tei Wi t'ch istsgebäub n, 2> Morgen Feld und 50 Morgen Wa d, an bi.- Stadt Wi?s- Exben veräußert wurde, ist ton die er auf ric Tauer von 15 Jahre i für jähr ich 25 000 Mk. an ben Ingenieur liebt (e in Fr nlfurt a. M., den Inhaber ei er Breunlolz-entralc, mit A»rs- nähme d.s Walb^ s verpach.et und dem PäckKer am Samstag übergeben worben.

dz. Treysa, 8. Juni. Angeregt durch den günstigen Verlaus des Festes im letzten Jahre wird am Sonntag den 13. und am

Die Gräfin.

Roman von G. W. App le ton.

(Nachdruck verboten.) Fortsetzung 54.

Wir öffneten die Schranktür ki e uns lausck^ ten, bis bis Haus wieder in tiefster Nu!>c bi» lag. Dann schli jen wir die Trpp' hinab, et ihn birrdi b.S imn t; noch o fenfe e de Fnster t s Freie unb tappten, so gut es ging, durch den wrleit zum Tor. Dort Miebcn wir einen Augen'- blick feien, um au lauschen, unb schließlich beton» den unr unS wieder heil und gestmd in der Hollo Trec Lane.

TW- meinte Dick, dieses Mal fhto wtr mit knappci Not e.ubmmen.

5«nrb(. es ging »rns schon ntbc an den Hals, erwiderte ich, aber ich bin trobbem mit ber Polizei höchst urjuinetim.

Weil sie uns nicht gefunden tmb 'reingtbangt hat *

Nein, sondern hril sie iricht em.' Sdmbe früter erschienen ist. In die ern 5nl < 5ättr iic di> »uit Baute ab e abt. int) die 0> in wäre ,etz- in Freiheit. Jetzt tappe ich mehr af? \c im Tuüfrln Die Spur ist verloren und ei:ie M- nm

Zeit völlig l>erg-.mh;t. E- ist ein fad > sch u-ckich.

Jawotl, unb tdt Eii niedertrö 'it durchnäßt und durchfwiert und durstig, fügte Dick pic-h«. Erue

solche Nackt jeden Monat würde mir völlig ge- nüaen Laß uns etwas Warmes gen'esten, in O'o-tes Nameri, und mit dem nächsten Zug nach Hause fahren!

BierundzwanrigsteS Kapitel

Todmüde, enttäuscht und är»at ich tätigte ich an jenem Abend zu Haufe an. Pe.kins hatte, nne ick hörte, ztoei Stunden lang auf mich g-m>artct und war eben w ggegrngen^ Ich bedauerte br.8 nicht, br ich m mej. er g gemuärt gen se t dxm DersassunA niemarch zu se.e., wünschte Ick zog meine naisen Schule aus imb sch üvfte in meine Pantokie n, bic Ta k b.r FürH ge d s 3immer» mübd-ei^ Marie ai g nehm durchrärmt waren. Tann übe.stob ich i.,r mct'.icn Ueierzi her, der d rch den stiegen- ei.i E'e.ricktt rctbourelt bät e, utti> wies sie an, ihn in der Küche für den Fall, daß ich feute noch ausgefen müg e, zu trocknen.

diereuf zürchetr ich meine Pf» ife an, machte mir» in meinem Le'n^uchl bequem imb sch ck c mich an, über das Problem «a z b'nBrr, das sich setzt rar mir aufgexm Latte. Plötz ich kam jeni r b '"'s Zimmer. Ich ufnfre mi um und sah, daß en >tc c.ncn urrlximiich ause7>e b.n Mei he.', em' Blent-

es ilrr unmöglich sei, sie mit diesen Sachen darin in be richtige Form zu bringen.

'e b üfer in int Ge>mtenlo'ig'ert sprang ich auf, nahm ihr die Aergernis erregenden Gegrn- stänfe ab, und daß ich sie auf een Boden schieu- berte, so baß sie birch k-as ganze Zimmer flog-m, brauche ich wol)i nicht beiorvfers zu betonen. Als ich Manes erstaunten Blick fernerft<, sagte ich:

Halten Sie sich ntcfrt auf, Marie, ich bin feute nacht abge pannt und ärgerlich!

Tas hab' ich mir gedacht, Herr T>oktor, er» nriferte sie. ES geht allen Vkenschen bisweilen so.

3«mahl. Nichts zu ntaden. B'cifen Sie noch ein paar Minuten auf, Marie! Es hat auf gehört zu regnen. Sie svl.'ien noch einen Bucf für mich zum Br^e kasten tragcn. Ich werde lauten, sobald er geschrüfen ist.

Taten seifte ich mich am m-inen Schreibtr'ch. Aber schon cei br Anrede stockte ich Nun ja, »nenn sie ,A!i ber Tok.ar!" schrieb, durste ich mir auch be AnredeLiebe Gräfinerlaubett. Und so schrieb ich denn:

Liebe Gräfin!

Ich habe fe tfe r.adxt etwas Se't'ames er'ebt.

Ich füge d -.cn Brief (-ei. den ich heute ab nd von de alten Grä'in e-ckielt. so stet hibe ich mick mit meinem ulten Votumi ito- en 11 Be.- Htiirntg ge'etzt. und ko sind ItHr He tn einem Hause in Putney erngebrochen. Leider tunen

Montag den 14. Juni wiederum ein Schwal- m e r Vo 1 ksfest abgehalten werden. Tas Fest ist als Heimalssest gedacht und wird des­halb eine große Anziehungskraft aus die hie­sige und auswärtige, besonders die Schwätmer Bevölkerung, die dabei in ihrem Feststaate er­scheinen wird, ausüben.

Akavcmischer Gesangverein.

G i e ß e n, b.n 10. Juni 1920.

Eine große Aufgabe hatte der Akademische Gesangverein sich zur nachtcäg.ickxm Beg-.-hrmg bet hundertue.t W.eoerk he ivine5 Ent^e. ung.tageo >üc ben 9. Juni ui der Stadtkirche gestel.t: fit wurde unter Leitung der fiaitoolien und bedeutenden musckalischcn PerEön.ichteit Trautmanns in großem Zuge _ gelöst.Tröstet!" beut Händels M essias" an;bejern V* »oar die Antwort des Meisters auf die Frage seines Königs nach dem Siel gebauten des Werkes. Schioerlich waren jemals Trost und Besserung einem Volke bitterer not als in der Gegenwart dem z rriss-enen und tief gesun­kenen deutschen Volte. Stunden der Grfevirng und Gt-quidung hat diese Jiwüäumsleier den Hörern feivitct..:del iit bei -.illcr Mäimlichünt unb Straffheit seiner Kunst eine sonnige Natur: er reißt nicht wie fein Zeit- und Schass nsg-enos.e Bach das Letzte im Menschenh rzen zu Ojerich: und Läu­terung auf: aber an Anschaulichkeit, Eindringlich­keit, .Ursvrüngftchkeil ist seine Ton pcach unüfer- trofsen. IrnMessias" hat Händels Genius sich in vollster 9leife ausgewirkt. Es ist das Oratorium der Oratorien, eine Schöpfung, die nie altem kann.

Von den vorzüglich geschulten Darmstädter Solisten, die für die Auiführung gewann n waren, kamen wohl am überzeugendsten Sopran und Baß zur Geltung. Frau ein Hilde Walther forderte durch die tresfsich re Intonation ihrer Laren, auch im Forte der hohen Lage jede schärfe glücklich vermeidende Stimme Beivundernng seraus. Herr Josef Schlembach ist ein Länglich in noch höherem Maße als rhythmisch ausgezeichneter Sänger. Sein prachtvoll hallender Baß brüdte mit erstaunlicher Leichtigkeit besonders in der Arie Warum entbrennm die Heiden" das lebhaft be­wegte Orchester in den Hintergrund zurück. Für einen schnell wieder verschwindenden Anmtz von Rauhheit im Piano e-itschädigte die nicht meho zu überbietende Vollkommenheit der Aussprache­technik. Die wie durch einen leichten Schieier ge­dämpfte, in der Tiefe an Fülle gewinnende, groß­artig kultivierte Altstimme von Fran Anna Jacobs bot besonders in der Arie ,/kr ward rerschmäfet" höch'e Ge aigssstmst. Se ver­mochte die grelle Färbung, die sich in den abgerisse­nen Tonfolgen dieses schwieriien Stücke- le-ctzt entstellend bemerkbar macht, lig fern'.u alten. Herr Oratoriensänger Müller, der für Herrn Walter E schner tingesprung n war. sand in ,.Er weidet seine H-rde^^ Töne von ergreifender Innig­keit; zeigte andererseits inDu zerschlägst sie" daß sein weicher Tenor auch erschütternde Wucht aufzubieten vermag.

Die Leistungen unseres Chores unter ber ebenso klassischen wie temperamentvollen Leitung Professor Gustav Trautmanns heischen rest­lose Anerkennung und berechtigen Dirigenten wie Misführende zu hohem Stolze. Scharses unb sesteS Einsetzen, elektrisierende rhythmische Zuverlässig­keit, sorgfältigst ausgefeilte Dynamik und Phrasie­rung scheinen zum unverlierbaren Besitz dieses (Tfone-3 geworben zu fein. Das zeigte sich rn dem Vieli»erschlungr7neuTer Herbe gleich" tn fern tulit anremrften w b mit mäd/tigem SchSrmng kurch- gesührtenHallelujab", und in dem zu hinreißen­der Wirkung gesteigerten Schlußchor. Am deut lichsten aber trat, was ber Chor an feinster Ab tönung in ber Schattierung und an absoluter rhythmischer Präzision zu leisten vermag, vielleicht in dem Weihnachtschor (Uns ist ein Kind ge­boren") hervor, hier um so staunenswerter, als die Orchestergrundlage ein leichtes Beben zeigte Auch die unbeirrbare Art. wie dm Anfang de» Hallelujah" der Chor mitsamt seinem Dirigenten in die Zügel griff, zeigt, daß eine ganze Arbeit getan war.

Tas Orchester, die durch hiesige und au: toärtige Kräfte verstärkte Rcichswehrkapelle, unb mit ihm unser einheimischer Organist taten ihr Bestes, um ber ans ben Zeitverhältnissen erwach - senen Schwierigkeiten Herr zu werden. Ging es auch nicht ohne die eine ober andere Unstimmigkeit ab, so muß doch wiederum anerkannt werden, daß die Begleitung zu den Arien große Feinheiten in ber Zurückhaltung aufwies, unb die Streicher ber aufleuchtcnden Figur imWahrlich" nichts von ihrem Glanze schuldig blieben.

In erster Linie aber bleibt es ber glänzenden Chorleistung zuzuschreiben, daß die Jubiläumsfeier des Akademischen Gesangvereins eine ivürbige unb edle gewesen ist. Pros. Trautmann, wenn er auch mit Recht hohe und höchste 9lnfprüche an sein Werk stellt, darf mit voller Befriedigung auf die feiner zielfewußken Führung e t pw c:k Auft .'rin-g rückbiicken. Wer es mit dem Gießener Musikleben gut meint, wirb sich durch den neuen großen Erfolg in dem Dimscfe fe" äift' len, Itv'axrm die Vor­besprechung des Stiftungsfestes Ausdruck gab: baß das Wirken des Vereins fernerhin unter Gustav TrautmannS Leitung bleiben möge! R.

wir zu spät. Tie er Erz cbuft von dttem Erl- ffrafen, fer Sie so niederlrächlig cmgcl.'gen hat, baß Jfe Br "es mich halb und ha b von seiner Unichuld üferzeugte, ist mir zu: o gekommen Ter Kamin war noch nxirm. Das Zimmer, das nicht mefe als eine Ge ängnisze le für sie n«r, befand sich in dec größten Unordnung. Er bat sie iviebt forlgeschlepp', Gott weiß wo'in dieses Mal. Es war sckwu eine aufr-genbe Erdichte: mein Freimd und ich sind um eit Haar ter P-rl zei in die Häiwr ge al e t. Mr kn.ipfer Not si d nir en fjmmet. Ich möchte I nen gerne unsere Erleb is e persön.ick erzä ckcn Wol­len Sie so srnmd ich sein, mir zu drahten, ob es Ihnen angenehm ist, meint ich Sie mvrgrn um vier UTyr fefudr? Bis dckhin hgfe ich zu tun

En toute bonne camaraderie

Ihr ergebener Tier-er

Julius Terigorb.

Ich flefee ben Umsch'ag zu, fr n terte den Brief unb sandte ibn "of)rt zum nächfen Brief- raf.cn. Als meine P eise aus raucht war, ging id> zu Belt, u b selfain g itug unter den o'- w2l e:.den Um"ä bn sch'tef ich we ein Stück Hol,, bs um sie en Uhr, wv mir Marie geroofm* heilögemäß nut. en Morgentee hcreinbrachte.

lFortsetzung folgt.)