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I

erteilt

Erstes Blatt

Zwllsingrnmd-rnck u. Verlag: vrühl'sche Univ.«Such- u. Steinbruderei R. Lange. Zchriftleilvng, Gefchäftrstelle il Vrodcrei: Zchulstr. 7.

he raus stellte.

Iwäre dies allein kein Grund, bic idmmhmg l änger zusammenKuhalten. C£uf bie Göx* bringung der Schul- und Iustr-gesetze erriMfcteM

is 31. Mälj hr irurgen», irunöen Mn

IftdjtnMflen, |ür jagten lichn öiije, glücksjallen)

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Von besonderer Wichtigkeit ist es, wie die Dktschädigutrgsfrage bei der Kommunalisie- rrna gelöst werden soll. Nach dem Gesetzen^ oirf ist von den Gemeinden

Der Fahr« -Serer Weist be nad)'

s ftjtfallf Qten Per-

2 führen milderest jen ertannt ohne Ail- ichl dem i&e des du* n sonstig« gnahml und egeben.

Aus dem rreicye.

Dir Erhöhung brr SisenLahnrarife.

Verl in, 9. Mürz. (Wolff.) Wie derLokal- ®^c;5cr' beridjtet, ließen in der ersten Märnovche infolge Der hmidertprozentigen Erhöhung der Eisen- bahntari>e nach Meldungen einiger Eisenbahndirek- du Einnahmen ans dem Personenverkehr erheblich nach Tie Abwanderung in dir dritte und vierte Wagenklasse verstärkte sich so, daß sich eine

Nr. 59

Ter Glefttter Anzeiger erscheint täglich, auuer 6omv und Feiertag-.

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poftschecttonlo:

Zrankfurt a. M. 11686

Entente.

els) der M etwa Mute

Aus dem besetzten Gebiet.

.Boppard, 8. März. (WTB.) In enter Versammlung brr Rheinisck-en Volksvercini- gung wollte Dr. Dorten für die Errichtung der rheinischen Republik sprechen. Er und seine Freunde fanden so heftigen Widerspruch, daß sie auf das Wort verzichten mußten.

Deutsche Nstionalversammlung.

Berlin, 9. März.

Biiepräsident Dietrich eröffnet be Sitzung mn 1.23 Uhr.

Aus eine Anfrage des Abg. Kunert MSP.) wird regierungsscirig geantwortet, daß seitens des Reichswehrkommandos NoSke aus Anlaß ter Flucht Marloh- Gelder nicht zur Verfügung gestellt wor­den seien.

Aus eine weitere Anfrage be5 Abg. Kunert MSP.) wird geantwortet, eS fei nieht wahr daß

Lchaisechott' ten 'int* 'je behördliche iui der Den i Entt'gmM

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errrnttlung der gemeine Wert der Unter- andere Zusammenstellung der Züge als notwendig nehmung sein. '

Die neue Entente-Nonsereuz.

Rom, 10. März. (WTV.) Titton i ist am Dienstag abend nach Paris abgereist. Er wird Italien auf der Konferenz des Völkerbundrates vertreten.

Eine Erklärung Wilsons.

W a sh i n g t o n, 10. März. (WTB.) In einem Schreiben an den Senator Hitch- cookerklärt Wilson, er stelle sich nur Vor­behalten entgegen, oie tatfädjfab Artikel des Frieden-vertrages anullierten. Amerika müsse entweder dem Völkerbunde ernsthaft beitreten oder sich so würdig wie möglich von ihm zu­rückziehen.

Die Aommunalisierung von Wirtschaftsbetrieben.

Im NeichswirtschastSministerium ist schon vor geraumer Zeit der Entwurf eines Rahmengesetzes über die Kommunalisierung von Wirtschastsbelrieben :ausgearbeite: wor- den, nach dem den Gemeinden anh.-irngestellt werden sollte,aus Gründen des öffentlichen Wohles bei Vorliegen eines dringenden Be­dürfnisses nach Zustimmung der Landeszen- iralbeliörden oder der von ihnen bestimntten Behörden Unternehmungen, die vorwiegend örtlichen Zwecken dienen, aus der Pcivat- virlschaft in ldie Gemeinwirlschaft zu über- lühren". Sofern es sich hierbei nur um oie Federführung gewisser, für die Allgeineinheil icbenstvlchtigcr Wirtsckwflszweige in den Ge- meindebentz handeln würde, wie Wasser-, Gas- Lild Elektrizitätswerke usw. wäre ein Bor- ßiehen, wie es das Rahmengesetz vorsiebt, wohl iegrünbet, schwere Bedenken erheben sny aber dagegen, daß das Gesetz den Kommunen freie Dahl für die in den Gemeindebesitz zu über* führenden Betriebe läßt, daß somit in diesem Drb das Schlächtergewerbe, in jenem das Lchuhmacherhandwerk, in einem anderen oie Milchversorgung usw. kommunalisiert werden können.

Die Erfahrungen der Kricgswirtschat haben zur tGenüge gelehrt, daß eine öffent­liche Bewirtschaftung der Lebensmittel ksin^ö- wegs eine ^Verbesserung in der allgemeinen Versorgung herbeigesührt hat. Angesichts des in erwartenden Drängens der radikalen Ele­mente nach einer sofortigen Kommunalisie­rung aller Betriebe muß die ^ordering ge­stellt werden, die auch seinerzeit der Reichs- verband der deutschen Industrie in einer Ein- oobe an den Reichsminister des Innern er­hoben hat, daß ber Kreis derjenigen Unter­nehmungen, die mit oder ohne Zustimmung anderer Instanzen in die Gemeinwirtschaft libcrgeführt werden dürfen, fest begrenzt und 'n jedem Falte eine gesetzliche Feststellung nach i ber Richtung hin getroffen wird, daß die. Er­zeugung und ber Absatz von Nahrungsmitteln wicht kommunalisiert werden dürfen.

Unbedingt gefordert muß aber auch wer- den, daß die Unternehmungen als Einheit behandelt werden, oder mit anderen Dorten, daß sie als ein Einheitliches entschädigt mer« den, damit nicht nach einem seiner Zeit von einem Vertreter des Deutschen Industrie- und Handelstages ausgestellten Baispiel bei Unter nehmungen, die dem Handel dienen, womög lich nur die Werte der Bureau-Utensilien, der Bleistifte und Federhalter entschädigt werden, während der Wert des Unterneh­mens doch in etwas anderem liegt: in allen den Dingen, die den Inbegriff des Unternehm menS im kaufmännischen Sinne ausmachen

Jedenfalls muß die Uebernahme einer Unternehmung durch die Gemeinden gegen angemessene Entsästidigung erfolgen, wobei beachtet werden muß, daß als eine angemes- fene EntsckMigung der gemeine Wert zu gel­ten hat, den die Unternehmung im Zeit­punkt der Uebernahme besitzt, und daß bei Feststellung dieses Wertes die Unternehmung als Einheit zu behandeln ist.

Ein französisches Gesetz zur Verhinderung von Streiks.

Paris, 9. März. Handelsmini strr Jour* dain bat der Kam mer heute einen Gesetz­en t w n r s über die endgültige 9taxlung der Strei­tigkeiten zwischen den Arbeitgeber irnt> Arbeit- neben em tar<rlcgt Darnach darf in Vettern Han­dels-, Industrie- ober Landwrri^af: sbetrieb die Arbeit nu^.-rgetogt werden, bevor nicht in einem genau umschriebenen Verjähren ErciKüursverband- lungen stvrtgefunden haben, die einem Schiebs- brudfe enden müßten. Gelb- und Freiheitsstrafen sind vvrgesefan.

Tcr Nufstand in Cilicien.

Jlmiltrbam, 9. März. (Wolff» Die tne Blatter mis London melden, erklärte Lloyd Ge- orge im Umerhuuse. in Cilicien seien den letzten Nachrichten zufolge 15 000 Armenier n iebcr gern e 6e 11 Morden. Di: fror 5 i che Re- gienmg falbe bringende Mahnäknen getroffm Ge- reral ® o u r a n b habe Denlär kungen ge atwt, um bt? £«(Te für die Franzosen ht Cilicien nneberfax* zu»teilen und die borhgen Armenier zu schützm. französische Kriegsschisf.- seien ber i S nach vJJUx» *mc gtiönbt nrorben. Ter größte Teil der alli­ierten Flotte werde sich an dieser Aktion nicht betriUgat, fonbrrn in Konstantinoxel beeibm.

chwrerrgr Gesetz nicht sehr schnell erlebigen können. 'Zuruf deS Abg. Schulen ^mberg: Tas ist j.i all-s al-semachte S«be. ydtertet ; mifen

Mert>m die &&.&> üver tzn Lolwrnrjch^i» ) bte Reiä^vrasideMemva A, ba5 neue Dehr- daS RcHsTisenbahnyesetz, der Swatsgerich^^ ber Wrr.schaftsvctt, die Brrrrnieuansschüfse. Da­zu nm men ferner die Neuregelung der Bezüge bec xnegitoittoen und Invaliden und das NeicbS-> audglcichSgefetz. Erwünscht wäre cs, wenn ge­länge, in die Etatbevarungen einyitretaL Doch

BetrtebSlaae. Es set der Eisenbahnvcrwaltung '.dinigen, bte Leistungen so zu steig'm, d« iw etzt in der Sage sei, alle Betriebe, namentlich auch dir Landwirtschaft, hinreichend zu versorgen.

Die Hrimkrhr der Gefangenen.

Berlin, 9. März Wie bic ReicbSzentrul- ^elle für Kriegs- und Zioilgeiongene mitleilt, ist >cr DeimtranSport auS Frankreich tm gMfeen und ganzen als beendet anzuselien. So­bald die noch in den Turck)g<rngslagem befindlichen veimkehcer girr Entlassung g Tummen seien, werde ein Aufruf au alle Angdböngen erfolgen, um fest- »stellen, welche Kriegsgefangenen iwch zurückge- alten, werden. Für die Heimbeföcdemng der si­birischen Gefangenen seien drei ja dänische Tamvfer cedtartert worden, nxtMx im Mai Wla­diwostok anliefen. Unabhängig davon erfolge be­reits der Abtransport durch dcn von ber deutschen Kommission in Wladtwoswi' gecharterten Schiffs­raum.

Eine Zerlr-umsberatung.

Berlin, 10. März. Der Neichspartei- Vorstand und der N e i ch s a u s s ch u ß drr deutschen Zcntrurnspartei treten am 18. Marz in Berlin zusammen, um, w:e die Germania sagt, zu wiclitigen politiidyai Fragmi Ztcllnng zu nehmen, vor allem -u dem ErgebitiS des §>elfferichprvzes'cS

Französische Wiloercr in Deutschland.

Berlin, 9. März. Die Gemeinde W e r m i tz war in den letzten Tagen dreimal von Wilde­rern heimgesucht ivorbcn. Als heute abermals Wilddiebe sestgeste'lt wurden, wurde die Ein­wohnerwehr zusammengerusen, die acht Wild­diebe, die mit einem Auto au5 Berlin gekommen waren, stellte. Die Wilddiebe wur­den ausgesordert, sich zu ergeben. Bier leisteten ber Aufforderung Folge, während die übrigen zu stiehen versuchten. Bon den Verfolgern wur­den Schreckschüße abgegeben, die von bm Fliel^n- den mit Gewehrfeuer beantwortet wurde». Zwei w-itere Wilddiebe ergaben sich, rin dritter blieb verwundet liegen, der letzte entkam. Dec Ver­wundete erlag spater seinen Verletzutigen. Die Vre- nrhmnng im Amtsgcbäude zu Warnitz ergab, bag' iric Wilderer, die sämtlich Zivilllridun) tru­gen, Angehörige der französifchen UeberwachungskommissionfürFlug- )oe f e u in Charlottenburg sind. Das Aus­wärtige Amt in Berlin hat den französistl^n Gc' sckwftsträgcr von diesem Vorfall sofort verständigt.

Ueberschichten im Bergbau.

Essen, 9. Marz. Die Verhandlungen betr. dieUeberarbeitimBergbau lzaben zu einer Vereinbarung geführt. Danach werden vom 15. März die Delegsckzaften unter Tage wöchentlich zweimal im Anschluß an eine regelmäßige Schicht je eine halbe Ueberschicht fahren. Tie Ve- legschastsmitgliedern wird für die in dieser Weise forderlich, entspreckrcnde lieberflunbcn. Allen Be­leg schftsmitgleaidern wird für die in disser Weise geleisteten Ueberstunden unter Tage ein 100 prozcn- tiger Lohnzuschlag, über Tage ein solcher von 50 Prozent gezahlt. Außerdem werden für die an dieser Ueberarbeit beteiligten Belegschaftsmitglieder Lebensmittelzulagen festgesetzt.

Die Hauplkaorttknanstalt Groß-Lichterfclbc i geschlvsscu.

Berlin, 9. März. (Wolff.) Gemäß dem Frie- densverirage wurde heute die Hauptkadet­tenanstalt Groß-Li chterselde ge­schlossen. Die Schlußseier bestand in enter großen militärischen Kundgebung, zu der zahl­reiche ehemalige Zöglinge der Anstalt, darunter auch General Ludenborff, erschiene waren: dem General war eint Ehrenkompagnie mit Fahnen des Kadettenkorps gestellt. Aus der Kuppel der Anstaltskirche war neben ber schwarz-ioeii^raten Fahne auch die schwarze Tvaueriahne gehißt.,Rach dem Festgottesdienst sand ein Appell vor dem historischen Flensburger Löwen auf dem Kasernen­bost statt. Am 12. März wird ein? Entento- kommisswn erscheinen, um die Durchführung der geforderten Maßnahmen nachzuprüsen.

B-uchdruckerausstand in DüsftDirf.

Düsseldorf, 9. März. (Wolff.) Die B u c^> bruder traten heute vormittag in den AuS- stand, da die verlangte außertarislickc Lohn­erhöhung von 60 Mark wöchentlich ihnen nicht zu- gestanden wurde. Tie bürgerliche Presse erjcheint nicht.

Umarmt Hn Iwjrigti f. die XagHnummec M* zum Nachmittag vorher ol>uefedcperdm»lichkett. Preis ftr l rom hshe Mk Anzeigen v.^4 örtlich« Ist . nulHNkte 80 Pi.: für Reklame Anzeigen »an 70 *w BreuctzO Vi. Bei Platz- Borfehri|i20*;.fUifkbia(U Haupftchri tleitar: log. Goe»<. Vc.ank»arttich Ku Politik: lag. Gtaey; für den übrigen Teil: Dr Remhott» Ze»z: für den Sliijeiiiented: H. Beck, sämtlich in Gießen.

- ----------an die betrefsen-

ö<it Unternehmungen eine Entschädigung zu sciljlcn, bic nach dem Sachwert ber übernoin» «eiten Gegcnftänbe unter billiger Berücksich- ? H jung bes Ertragswertes des Unternehmens n^b einer etwaigen Abfindung für die Tätia- 8 tut des Unternehmers, sowie unter Berücksich- Hflung ber übernommenen Verbindlichkeiten gjn bemessen ist: der Sachwert bestelst bei bsitund und Boden sowie bei Vorräten in.dem H inneincn Wert, bei Anlagen unb sonstigen eichen in ber Summe, bie notwendig sein i^ irbe, um sie neu herzustellen ober anzu- itiaffen, abzüglich eines billigen Betrages für < öMii^unfl; vorübergehende Werlfteigerungen, Iji'i.f auf außerordentliche Verhältnisse zurück- rühren sind, dürfen bei der Berechnung des J".t3cTtc5 nach dem Gesetzentwurf nicht berück- Dlkchligl werden.

. Die Unmöglichkeit einer Durchführung u'ser Bestimmungen nmrbe in Anbotracht schwankenden Wertes der deutschen Mark Wbald bei den hierüber stattfrndcknden Be-

'tungen erfannf, da man einerseits den Se­ifern her Betriebe nicht zumuten konnte, '^e Werke unter Wert abzugeben, anderer­seits aber von ben Kommunen nicht erwartet

.-erben konnte, Summen zu zahlen, bie sich |tei einer Erholung ber Mark als übermäßig

>vch Herausstellen würben.

Mit bem Hinweis barauf, daß er btc Vor- ' :e eines Gesetzentwurfes über bie Kom- Ti malisierung von Wirlsck-aftsbetrieben als ^litisch notiöcnbig unb unvermeidbar er­btet, beschloß per Reichsminister des In- nacn im Oktober 1919 trotz ber'feiner Zeit zsäußerten Bedenken bic Ausarbeitung eines nanien Gesetzentwurfes. Somit gewann nun- r hr bie Frage ber Entschäbigmrg wicbcr sondere Bedeutung. Wie schon oben gesagt, )üefen nach bem vorigen Gesetzentwurf vor- L.'rgehenbe Wert steig emngen, oie auf außer- n -entliche Berhältnlsse zurückzuführen sind, x ber Berechnung be§ Wertes nicht berüd- idhtigt werben. Eine solche Maßnahme t>cr- ragt sich aber keineswegs mit ber tm Errt- v-rf ausgestellten Erklärung, baß bieser den Ittnschen ber Jnbustrie foioeit wie irgenb ^3üch entgegen komme. So heißt es in einer Jt^gabc bes Rcichsverbandes ber deutschen Mustrie vom 2. Januar 1920, baß eine «nübergehenbe Wertsteigerung in eine birne" Cntschäbigung ebenso unzweifelhaft ilneingehöre, wie eine Summe für ent- 'Qrgelten Gewinn. Der Reichsverbanb will ^dessen nicht an ber vollen Ersatzpflicht ber i di nmunen festhalten, nach seiner Meinung I chsr muß bie Grundlage einer jeden Wert- l

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i der Rnchswehrminisier sich über Mc Immunität von Abgeordneten hiiuveggcsttz'. habe

Ergänzende Fragen des Aba Kunert wcr- 1 den vom Vizepräsident^ als unzulässig abgriehnt. i was dieser als geschäflSmidria bezeichnete.

Auf eine Anfrage deS Äbg Dcalcrk (D. ' > N.) näti) geantirortct daß in den DurchgantzS- lagern Druckichriften netid^icbciKr Richtung au?- liegen. Ein Drud auf die Soldaten zur Entnahmt von Schriften besonderer Richtung werde nid>l an» ' geübt. Dontschnationale Fluchchriften amtlich ztr ; verbreiten, sei nicht angämno.

Aus eine Anfrage des Abg. Dr. Beck« r-Hei- ' len (D. Vv.) wird Geantwortet, daß der Entwitri einer Verordnung ausgearbeitet werde, um ben- Mißständen bei der Veräußerung vvn to.untiftiidm ' entgegenzutrrtcn.

Aus ein« Anfrage de» Aby. Dr. Herr man» - ' Posen (Dem.) wird gecmtwortct, daß bie ReichV- regienmg wegen ber Notlage der Presse monai' ' lich 10 Millionen Mark zur Verfügung fronte, ' unter der Voraussetzung, daß die Luirder billige* Holz zur Verfügung stellen. Hierüber fcbiwfcei ' Verhandlungen.

üiri eine Anfrage bcs Abg. Obers.-»Hren (T.-Natl.) wirb geantworter, daß die Llrichsvegi»- . rung den lanbesverrätcrifkhen VestrebuiiGM in- . Schleswig mit aller (Energie nitgcgwitret.n werbe

Lluf eine Anfrage des Abg. E r re l c n^(Dem 'mrd geantioortct, daß die amllidie Prrisstatisti? vorläufig nur zum Gebrauch ber sachverstrndigen amtlichen Stellen vorbehaltcu bleibe. Sie soll cdl- moimtlich wiederholt werden und später allgcmenr bctannlgegeben worden.

Auf eine Anfrage dotz Abg. Philipp (D- Natl.) wird geantwortet, daß gegenüber trnnul- tuarifdren VvrHommnisscn bei Denammlungen bc 9)i edlen bürg die Rrichsrogierling ber Einsicht sei, die Versammlungsherhoit zu schulen.

Am eine Anfrage der Abg. Frau R öHl- Köln, (Äz.) wird flcantnroriet, daß bic A.-G. für Slicksstssworko in Knapsack bet Köln die Ec/Ongnng von Slickstvffdünger wieder uusgenvmmen habe.

Es hißt die Beratung des Antrages Ar«- ft-adt (T.-Nall.) betreffend BelanMgabe ber der , Nalirnalperfammlung vor il-rer Auflösung vorzn leqenben Gefetzenlivürfe, schleimigste S^rlcyintn des neuen MahGesetzentwurfes usw. und Auslösung . ber Nationalversammlung mit dem 1. Mai 192fr

Abg. Graf Posadowkky (D.-N.). Die Na­tionalversammlung war bestimmt, die Verfassung fit schaffen, die drinaendsten Uebergaiigsverordnungen, da-5 Wahlgesetz für den Reichstag unb pas Wahl ßefeb für das Reichsoberhanpt, das würde genügt haben. Statt dessen tagen wir feit fünf Vierteljahren und loificn nicht, wic lange wir noch tagen werden, und was uns noch vorgelegt werden soll. Das ist ans die Tauer eine Unmöglichkfeit. Das Volk will das nicht länger. Ter Anttaa ist nicht parlripoli- tischer, sondern, staatsrechtlicher »nh Verfassung^ > redjttid^r Natur. AuS parteidvlitff?»c!i Gründen könnte es uns nur erwünscht (rin, wenn die BaW- ir erst in sechs Monaten srattfinden sollten. Aber ber jetzige Zu stand ist verfassungswidrig. Soll etwa au(b unter Deuderung ber Verfassung ber Reichspräsi­dent nicht vom Volke, sondern von ber Mehrheit dieses Hauses gewählt werden? Wir sind mit einer Masfengei'etzgebung uberfchüttet worden, die nie­mand mehr überleben kann. Wir von der Rechten vertreten durch unseren lut rag den bemakcit rfdxit Standpunkt (Heiterkeit und Zwischenrufe), unh^ie (zu der Mehrheit) bw Herrenstandvunkt. Ter :)Mo- lutionstaumcl ist verflogen. Man beginnt, die neue Freiheit fritiM) zu betrachten. Die National­versammlung hat ihre Ausgabe gelöst. Sie hat sich überlebt. (Brisall.)

Rcichsurinisttr Koch:

Es ist erwünscht bte Arbeiten der National-* ocriammümg möglichst bald zum 'Abscbluß ;it 5ringt.li. Ich will auch nicht darüber recht-.n, ob die Nationalv«chammluna iwch ben Willen des: Volkes barflellt. Es ist der Vorzug des uarUmcn- tarischen Systems, bie Vorlagen in Fül-lung mit der Mehrheit ät einer Pforrn einzubr-.ng n, bte fd/mere Niederlagen auSfd-ließ: Das ist tän Ab­solutismus. Die Steuergesetzgebung hnv brina-v^. Ta rüber war auch die Necht-r rmt imi> einig Wäh­rend der Erntezeit töimcn Wahlen nicht abg chatte», werden. Ter Negierung scheint es unmöglich, bic Wahlen vor ber Ernte abzuhallen, weil ein Dnl des Landes noch besetzt ist. Hier würden Part»-' fragen unb nationale Fvagen c i: rchrinanderspietM zum Schaden des Tautschen Reiches. Viülricht könnten auch bie Wahlen in den bc fetzt m v je biete* verboten werden. Tann würden bie wohken ber Kreise, zu denen diese Gebiet- gchöo», ungültig werden. So liegt es bei Vhwn^talm Sy», bei Schleswig, M-asuren, WefttR^ußen unb Ob *r- schlesien. Wir können überall hoffen, baß im Herbst bie Absttm mmigÄvcckXcn in biefen Gebiet,i nbr- schlosfcn fein werden. Nur bri DberfdX;>ien ist Nett mxb ctwis ungewiß. Tas müfpac wir hrnnehmr». Im Herdjt können auch bie .^urückaev-hrten ftrr.gS- ortanflenai an hat Mahlen teiln chmen. Uub*n# erledigl werden muh bas Gefatz xuor Rrichvtag, bas tn ollemächster Zeit txxx Rrichstoge zugcht, nad&nn der Reichsrrt es erledigt Hit. Tas Kabinett P-at sich bereit?

170. Jahrgang Mittwoch, 10. März 1920

er Anzeiger

Anzeiger für Gderheffen

Das wirtschastsprogramm der Entente.

Rotterbam, 9. Marz. (Wk.'lsf.) Saut Wcmw Rotlerd.imsch: Eouvant" mrf-.etDailv Elivnicle", bah das angekündigte Wirtschafts­programm Mgenbe Haj'dttunk.e entfalten wird. Tie Heere und F l -o t t c n m..sfo nauf das Min- bcstmaß herabg?fctz! werden. Tie frcundsdmf!lichen Dozichungcn zw sckxn den Regierungen sollen ge­pflegt und äußcrsie Sparsamkeit den Regre- rungen und Völkern zur Pflickst gemacht werden. Deutschland soll Zeit gelassen werden, seine Enlschädigunaen zu besoblcn. Tie'« Entsck)L)ig.m- gen gölten als VÜrgsck?af en für die Anleihen, btc die Alliierten im Aus lande unterbringen, um Kapital zu beschaffen, das zur Wieder'h.'rstellilng der verwuistlen Gebiete notwendig ist. 2entfd)lanb mird ebenfalls gesbattet, Anleilien im Anslandc miterzubiingen. Man wird il)m bri Bcsck-affang von Lebensmitteln unb Rohstoffen -;ur Söi-bermtg seines ErzeuIuugsderinögens behllslich lehL c^obamr soll eine intcrn/rtivHnie Fr missmn gebildet weiden. Zur Erzielung des Gleich- gen'idfi-s der Wechselllrrsc soll der Mckftuß Don internalwnalen Haiidelsireoiten gefördert nvrbcn.

Paris, 9. März. (WTB.) Habas. Wie die Blätter melden, haben Englmrd unb Italien bic Abänderungen Millerands zum W i r t- schaftsmanifest angenomm n Der enbgülivi festgcfetzde Text wird Vycu'e veröffentlicht. Wie berMalin" meldet, ist in dem Wirisck-aftsmanisest die Stelle über die Anleihe Deutfchlands unterdrü<lt worden.

Berlin, 10. Mär». Minister i sprach in Düsseldorf über Die Verkehrs