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8. Januar 1920 liegt isKrei Ober-Bejjingen ithweges und bcr Vou» dazugehörigew Am- l offen.

idung des AusiHusses fischen Äürgermeisterei versehen einzureichen.

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Wiesen liegt in der 1920 aus dem Amts- letnhnm tut-.Wd)t

« Mzugslommission usnahme vsscn.

Gründen »ersehn ivah- ^sterei Tteinheim ein-

Wunsch^mrn. M ^Beteiligten elteni> machen wollen, ar 1920, 10 Uhr, und müssen angeben Menden Grundstücke »er alten Parzelle die schriftlich eingneickt chtrgung.

eine Meliorationsplan r Bekanntmachung in Mlichtnahme der Be>

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$et «teßnerr Kwid^et erscheint leiq(ich, auyet Sonn- und FeienagS. vezugrpreis:

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postschecklonto:

Srantfurt a. M. 11686

170. Jahrgang

Zrettag, 9. Januar (920

SieMerAMiger

General-Anzeiger für Oberhessen

SwiMngrr«nddr«ck ».Verlag: vrühlfche Univ.-Buch- u. Zteindruckerei R.Lange. Zchriftleltrmg, Geschastrstelle u.DraÄtreh Schulstr.7.

i»Huaymt po» Lizet-e» s. die iaflefliunmitet dis zum Nachminaq vorder ohne jed, Verbindlichkeit. Dreh fir 1 mm höhe für An<eiqen v.34mm Breite orih ti25 bi, an4ivärtS 30 Pi.; für Reklame- 9lnzeiqen von 70 mm Brene 90 Ps. Bei Platz- »or1rtirifi2Oe/ A "iscklag. Hauotschri tleiter: Aug. Goeiz. PeraiUivorllich sl'li Politik: Aug. Goetz: für de>i übriaenlctü Dr Ren,dolc> Zenz; sur den Anzeiqentell: v Beck, sämtlich in Gießen.

Der Reichspräsident über die wünsche der deutschen Industrie.

Herr Ebert, der Reichspräsident, hat zweifellos den besten Willen, mitzuhelfen, daß wieder Ordnung und Stetigkeit in unser Staatswesen und Wirtschaftsleben hineinkom- men. Das bewies sein Neujahrserlaß, sein eindrucksvoller Appell an alle Schaffenden in Dr .Hland Nun hat in Berlin zu diesem M es >rserlaß des Präsidenten ein interessan- t* viel stattgefunden, über welches das h- ^»amkliche Wolff-Bureau folgende Meldung r<rb reitet:

ui Berlin, 7. Ian. (WTB.) Der Reichs- Präsident empfing heute im Beisein des Reichs­kanzlers Bauer und dec Reichsminister Schiffer und Mayer das Präsidium des Reichsver­bandes der deutschen Industrie. Der Verbandsvorsitzende Dr. Sorge zeichnete in län- igeren Ausführungen die Lage der deutschen In­dustrie und brachte die einzelnen Wünsche der In­dustrie zum Ausdruck. Insbesondere lvies er auf die einseitige Berücksichtigung der Vcrbrauck>erinter- essen hin. Der Redner bat den Reichspräsidenten, seinen ganzen Einfluß mit allem Nachdruck dahin geltend zu machen, daß im neuen Jahr eine ein­heitliche und kraftvoll durchgesührte Produk­tionspolitik getrieben werde. Dr. Sorge fügte seinen Ausführungen noch hinzu, daß er sie nicht so aufzufassen bitte, daß mangelnder Wille zur Mithilfe darin enthalten wäre. Die Vertreter der Industrie gäben sich der Auffassung hin, daß, wenn der Weg, den sie empfehlen, beschritten würde, die Ausgabe zu lösen sei.

In seiner Erwiderung führte der Reichs- Präsident u. a. aus, die Erfüllung der Lebens- tGdnwendigleiten des deutschen Volkes habe heute allen anderen Aufgaben voranzugehen. Die Regie­rung sei sich jedoch klac darüber, daß die Erreichung dieses Zieles im Innern nicht nur von der mög­lichst freien Betätigung der Unternehmer, sondern auch von anderen Bedingungen abhänge, deren Erfüllung in gleicher Weise Voraussetzung des Erfolges fei. Eine dieser Voraussetzungen sei die Hebung der stark gesun^nen Arb-itssreudig- keit der Arbeitnehmer. Die Reichsregie­rung sei entschlossen, jeder unberechtigten Arbeits­verweigerung im Interesse der Allgemeinheit und tm Interesse der Arbeitnehmer selbst entgegenzu­treten. Sie erblicke aber auch ihre Aufgabe darin, die berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer so zu erfüllen, wie es zur vollen Entfaltung der ge­werblichen Produktion erforderlich sei. Im Inter­esse der Unternehmer lieze es selbst, Maßnah­men, die dem neuen Geist sozialer Fortentwick­lung der ganzen Welt entsprechen, bereitwillig auf sich zu nehmen, statt sich bis zuletzt dagegen zu wel-ren und sie sich erst aufzwingen zu lasten. Weiter I-rn könne ohne die Gesundung unserer zer­rütteten F-inanzen d« volle Entfaltung unserer Prvduktionsfähigkcit weder erreicht noch wirksam werden. Tie Finanzlage Deutschlands erfordere gebieterisch durchgreifende Maßnahmen. Ten Vor­wurf einseitiger Jnteressenpelitik wies der Reichspräsident mit aller Entschieden­heit zurück. Bon der vaterlänb.schen Gesinnung der deutsä-en Jndusttie erwarte er, daß sie in Würl'igung aller Schwierigkeiten und Hemmun­gen der.bitteren Notlage gerecht würde.

Im Ansckstuß daran wurde in längerer Aus- sprxrche die wirtschaftliche Lage des Reick>es nach den versclnetenslen Richtungen erörtert.

In dieser Darstellung erscheint die Aus­einandersetzung, die zwischen dem Präsidenten und den Jnduftrievertretern stattgesunden hat, etwas gemildert. In ausführlicheren Berich­ten einiger Berliner Blätter ist zu ersehen, daß .Herr Dr. Sorge ziemlich scharf auf die hrotenbe Gefahr eines industriellen Zusam­menbruchs hingewiesen hat. Seine Schilde­rung der Verhältnisse deckt sich so ziemlich mit den fesselnden Ausführungen des Fabrikanten Dr. Kltngspor, die dieser vor einigen Tagen in einer deutschnationalen Versammlung in Gießen machte. Herr Klingspor hat,'was sei- : cm Vortrag Bedeutung verlieh und auch politisch Andersdenkende interessierte, weniger als Parteimann denn als Praktiker der In­dustrie gesprochen. Und solche Praktiker der Arbeit gehören jetzt in die vorderste Reihe derer, die gehört werden müssen. Dr. Sorge hat bei seinem Vortrag vor dem Reichspräsi­denten nicht in dem Maße scharfe Kritik ge­übt, wie wir es in dem Gießener Vortrag ge­hört haben, aber man kann zwischen den Zei­len doch dasselbe herauslesen. Die Reichsregic- rung hat alle Hände voll zu tun, jum, wie der Reichspräsident es ausdrückt,die stack gesunkene Arbeitsfreudigkeit der Arbeitnehmer zu heben"; mit anderen Worten: es beschäftigt sie zu sehr die Jagd nach der 'Gunst, nach dem Augenblickseindruck der großen Masse, als daß sie wirksam unserer Jndustriearbeit im großen wieder die Wege bahnen könnte. Vieles blieb und bleibt da zu tun, um dem Ausverkauf Deutschlands", wie Herr Kling­spor sich ausdrückte, entgegenzuarbeiten. Ge­wiß ist es schwer für die jetzige Regierung, das Schiff unserer Wirtschaft wieder flott zu macken, und man darf da nicht zu ungerecht urteilen. Jede Regierung, wie sie auch aus- sehen möge, hat es heute in dieser Beziehung schwer. Aber über, die Notwendigkeit einer Wendung in unserer Praxis kommen wir nicht

herum; darüber kann auch die beschwichtigende und mahnende Rede des Herrn Ebert nicht hinwegtäuschen. Wir müssen mehr als bisher auf die Worte der Industriekapitäne hören, auf die wirklich Sachkundigen, über die heute allzuviel hinausgeredet wird.Eine einheit­liche und kraftvoll durchgeführte Produktions­politik", wie sie Herr Dr. Sorge verlangt, läßt sich auf die Dauer nicht bloß mit gut ge­meintem Appell an die Arbeitswilligen durch­führen. Die Richtung und die Wege müssen geändert werden, ehe es dazu zu spät ist! '

Im Zusammenhang mit dieser Lage ge­winnt ein Münchener Telegramm Interesse, das wir heute in der Köln. Ztg. finden und in dem es heißt:

Mit Bestimmtheit verlautet, daß der baye­rische Finanzminister S p e ck, der gleich- ilig Erster Vorsitzender der Bayerischen Volkspactei, also der stärksten Partei des Landtags, ist, von seinem Amt zurückzutreten beabsichtige, weil er die Verant­wortung für die von Berlin aus getriebene Finanzpolitik nicht länger zu teilen vermöge. Speck hat seinen An,chauungen über die verhängnisvollen Wirkungen der Erzberger scheu Steuerpolitik schon öfter in sehr deutlichen Wor­ten Ausdruck gegeben."

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Per Austausch berRa'ififationsurtunben.

Paris, 8. Jan. (WTB.) Wie derJn- transigeant" mitteilt, kann der Austausch der Ratifikationsurkunden weder am 10. noch am 12. Januar, sondern frühestens Don­nerstag den 15. Januar stattfindcn.

Ein von der Entente abgclehnter deutscher Vorschlag.

Berlin, 8. Jan. (WTB.) Wie wir von z-istänteger Stelle Höven, ist unter dem 24. Of ober von der deutschen Regierung eine Note an den Obersten Rat in Paris gesandt worden, in der darum ersucht wurde, der inter­alliierten Gvenzkommission für tie deutsch-polnische Grenze erweiterte Vollmachten und eventuell die Möglichleit zu geben, von der im Friedensvertrag vorgesehenen Grenzlinie abzuweichen. Herr von S i m s o n l)at diese Angelegenheit kürzlich in Paris noch einmal zur Sprache gebracht. Daraufhin ist ihm in einer 9dotc vom 6. ds. Mts. mitgeteilt worden, daß den deutschen Vorschlägen, die den Fliedensvertrag von Versailles in Frage stellen würden, nicht Folge gegeben werden könne, und daß die alliierten Mächte sich an die Bedingungen des Friedens Vertrages halten müßten.

Amerika und der Friede.

P a r i s, 8. Jan. (WTB.)Chicago Tribüne" meldet, daß Amerika weder an der Unterzeich­nung des Protokolls, noch an der Zeremonie des Austausches der Ratifikationsurkunden noch an den Sitzungen des ausführenden Rates des Völker­bundes teilnehmen wird.

DerJntraMigeanl" sagt, das kennzeichne die augenblickliche diplomatische Lage.

Haag, 8. Jan. (WTB.)Nieuwe Courant" berichtet aus Washington: Die Anhänger gemäßig­ter Vorbehalte erltiiren, eine Lösung des Kon­flikts in der R a t i f i k.a t i o n s f r ag e fei endgültig in Sicht. Man vertraut darauf, daß Bryan, dessen Einfluß die Schveickung in der Haltung der Demokraten zu verdanken ist, eine Lö­sung herberfüh.-en wird. Große Bedeutung wird dem heute stattfindenden politischen Abendessen dec Demokraten beigemessen, bei dem ein Brief des Präsidenten W i l s o n, der vom Müßen Hause als wichtig bezeichnet wurde, vorgelegt werden soll. Wemi Wilson sich weigert, den Ausgleich anzu­nehmen, so bedeutet das zweifellos, daß dec Frie- densvertrag dem Urteil der Wähler unterbreitet wird.

Auszeichnungen für Lloyd George und Asqui-h.

London, 8. Jan. (WB.) Auf Wunsch des Königs wurden Lloyd George und A s q u i t i) beute Auszeichnungen verli.hen, nämlich der Errnnerungstecn von 1914, .die englische Erin­nerungsmedaille unb die Siegesmedaille.

Englische Furcht vor der Leffcntlichkcit.

Amsterdam, 9. Jan. (WTB.)Daily News" mellet: Wenn die Mit.cilung, daß Be­richterstatter Berliner Blätter nicht nach England zugelassen werten sollen, ben Tatsock-en entspricht, so müsse die gesamte eng­lische Presse inu> alle diejenigen, die eine unein­geschränkte Veröffentlichung als Bürgschrft für die Demokratie halten, liefe Hal.ung der britischen Regierung verurteilen. Tas Blatt fragt, was die Regierung denn vor beit Deutschen verheimlichen wolle und sagt:Je mehr deutsche Berichterstatter noch Englano kommen, um die Engländer Bennen zu lernen, und iljre Lebensgewvhnh i en ifjreii deutschen Mitbürgern zu schildern, um so besser ist es für die Welt."

A m st e r d a m , 9. Jan. (WTB. ) Laut Times" erklärte Montagnes im britifdx-n Pari.ment, daß dec Zeitraum, während des en Deutsche nicht nach Indien gehen dür- dürften, noch nicht be'immt festge'etzt morgen sei. Er werde aber keinestoegs weniger als drei Jahre betragen.

Die Arbeitsuuluft in den engrifche» Häfen.

L'ondon, 9. Jan. (WT.-B, Havas. Dir Times" schreibt : Wie wir vemehnen, liegen im Loudv«er Hafen 33 Dampfu: mit einer Ge-

flmttoniuge von 361000 Tonnen, die der Ent­ladung harren. Tie Fracht dieser Schiffe stelle einen Wert von I6V2 M llionen Pfund Sterling dar. Einige Fahrzeuge liegen schon seit einigen Wochen im Hasen. Tie Stauung ist nicht bloß im Sontuncr Hafen, sondern auch in anderen englischen Hafenplätzen vorlrmdcn.

Eine Rühmung der deutschen chemischen Industrie.

Amsterdam, 9. Jan. (WTB.) Wie die englischen Blätter melden, fand in London eine Tagung der chemischen Industrie statt, bei der dacgclegt wurde, wie eifrig die Deutschen die wissenschaftlichen Metl)oden erforscht und an­gewandt hätten. Tie deutschen chemischen Werke mußten beinahe den gesamten Borkriegsbedarf an Farbstoffen decken. Großbri annien, die Schweiz und Amerika, sogar Frairkreich, machen alle An­strengungen, um nicht nur den eigenen Bedarf für ine chemische Industrie zu decken, fonbern um sich auch einen einträglichen Ausfuhrhandel zu verschaffen.

Deutsch-holländische Wirtschafts- Verhandlungen.

Amsterdam, 8. Jan. (WTB.) Der Telcgraa^ meldet, daß zwischen den Nie­derlanden und Deutschland Verhand­lungen über den Abschluß eines Wirt­schaftsabkommens statlfinden. Auf hol­ländischer Seite besteht der Plan, einen Kon­trakt abzuschließen, der den Niederlanden für mehrere Jahre eine gesicherte Kohlenzufuhr verbürgt. Große Schwierigkeiten bietet die Frage, ob Deutschland durch den Abschluß eines Kohlenkontraktes nicht in Gegensatz zu den verschiedenen, die Kohlenlieferungen tetr. Bestimmungen des Friedensvertrages gerät. Die niederländischen Unterhändler find nicht Bevollmächtigte und leisten nur die Vorarteit.

Frankreich» Besitzergreifung von Gyrieu.

P a r i s, 8. Jan. (Wolff.) DerTemps" glaubt zu wissen, daß das gestern zwischen dem Emir Fessa l und der französischen Regierung abgeschlossene Abkommen, das der Genehmigung der Konferenz unter­breitet wird, aus folgenden Punkten bestehe: Der Emir Fessal schließt sich dem französi­schen Mandat über ganz Syrien an, wogegen Frankreich in die Bildung eines arabtschen Staates einwilligt, der die Städte Damas­kus, Hems und Aleppe umfaßt und von Fessal mit Hilfe von französischen Beiräten und In­spektoren verwaltet wird. In der Gegend von Bekaa, die gleichzeitig vom Libanon und vom arabischen Staat beansprucht wird, soll die Polizeigewalt durch arabische Gendarmerie unter französischen Militärinspektoren ausge­übt werden. Die endgültige Zuteilung dieser Gegend wird durch die Konferenz erfolgen. Aber es scheint, daß der Anspruch des Libanon alle Aussicht hat, durchzudringen. Fessal hat die finanzielle und wirtschaftliche Mitarbeit Frankreichs unter Aussch ießung jeder an­deren angenommen. Seine bevorstehende Reise nach Syrien verfolgt den Zweck, die Stim­mung für die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und den syrischen Muselmanen vorzubereiten.

Erregte Stimmung in 5er Türkei.

Paris, 7. Jan. (WTB.) Nach einer Meldung desTemps" aus Konstantinopel erklärt die ZeitungAllerdan", daß die Nachricht, die Türken sollten aus Euro­pa ausgewiesen werden, wie ein Ka­nonenschuß gewirkt habe. Das Blatt sagt: Wir wollen keinen türkischen Staat ohne Konstantinopel. Mustafa Kemal Pascha ver­vollständigt seine Vorbereitungen zum Wider­stand der kleinasiatisä-en Armee, namentlich in Smyrna. Die türkische Negierung bereitet ein Manifest an die Kammer vor, in dem die Anwendung der Wilsonschen Grundsätze ver­langt wird. Auch die Thronrede, mit der die Kammer eröffnet wird, wird im gleichen Sinne gehalten fein. In Konstantinopel _ ist nichts zu befürchten, aber in dem nicht besetz­ten Kleinasien ist die Lage ganz anders. Nach den Nachrichten, die das armenische Patriar­chat erhalten habe, sind mehrere armenische Dörfer des Wilajets Vrussa von bewaffneten Türken umzingelt worden, die auf die Christen schießen.

Au» dein Ueiche.

Keine neue Verkehrssp-rre.

Berlin, 8. Jan. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt: Die Nachricht eines hiesigen Kor- respondenzbureaus, nach der das Reichsver­kehr sministerium eine neue Verkehrs­sperre zu verhängen beabsichtige, ent­behrt jeder Begründung.

Die Teu rung.^'agm.

Berlin, 9. Jan. (WTB.) Morgen, Samstag, findet im Reichsfinanzministcr:um eine Besprechung über die vorläufig zu tref­

fenden Maßnahmen hinsichtlich der Teue­rungszulagen statt, bis die Besoldungs­reform in Kraft getreten ist. An der Be­sprechung werden Vertreter der Beamten­schaft jteilnehmen. Weiterhin wird in einer auf Montag den 12. Januar festgesetzten Be­sprechung mit den Gewerkschaften und ande­ren Vertretern der ArteitnehmerorganisaLio- nen über die Neuregelung der Taris- und Lohnfrage beraten werden.

Berlin, 9. Jan. (WTB.) Am 3. Ja­nuar hatte eine Abordnung des deutschen Be­amtenbundes erneute Besprechungen mit dem Reichskanzler sowie mit Vertretern bee Neichssinanzministeriums und des Reichs­ministeriums des Innern bezüglich der Er höbung der laufenden Teuerungs- z u l a g e n. Der Reichskanzler erklärte, daß in kürzester Frist neue Verhandlungen mit dem Reichsrat und mit Vertretern der Länder unfc der Nationalversammlung unter Hinzu­ziehung des deutschen Beamtenbundes geführ- werden.

Der Streik der Persicherungoangestelltrn.

Berlin, 8. Jan. (WB.) Wie dieB. Z." meldet, hat ter Streik der Versickerung^ an gestellten begrrnnen; doch ist ein bald,per Abbruch ter Verhandlungen währicl,°'nlich. Euli- endgültige Erllärung des ArtectgeterverbandeL liegt noch nickt Dor, doch ist man ter Ansicht, daß.das Reicks-arbeitsministerium bie beiten Par­teien noch heute atend zu Verhandlungen zusam- mentekommen wird. Enlsmeck-end den gestrigen Besckcküssen ter Berliner Organization der Der- sicherungsangestellten, hat die Ütergroße Mehrzahl des Burcaupersonals ter großen Gesellschaften heute früh die Arbeit nicht ausgenommen. Vor den Gebäuden der großen Gesellscha den stanien schon in den frül^n Morgenstunden ganze ftttten von Streikposten, die ein Betreten ter Bureaus durch Arbeitswillige unmög'.ich machten. Dabei kam es zu hestigen Auseinondersetzungen zwischar beiden Parteien, in einem Falle foaar vorüber­gehend zum Handgemenge, so bei der Zürichr.c Versicherungsgesellschaft in der ToubenstDaße und in der gleichen Straße lei den BureausAle­mannia", deren Angestellten zum größten Teil ar- britswrttlg sück.

Di« Arbeitsruhe m den Siemensroerken

Berlin, 8. Jan. (WD.) Bei den Siemens- werten sind beschränkte Mengen von Kohlen eingetrosfen. Mit Rücksicht auf die heute ate-ck zu erwartenden Kahnladungen soll der trieb in den stillgelegten Werken Freitag früh Mieter ausgenommen werten.

Admiral Meurer verabschiedet.

Berlin, 9. Jan. (WTB.) Admiral Meu­rer, ter bisherige Chef ter Marineftation in bei Ostsee, machte in feinem b.kannten Nenjahrsbefehl Ausführungen, die nur als Angriff auf die Politik und die Autorität der Reichs­regierung angesehen werten konnte. Meurer reichte fein Abschiedsgesuch ein, das ihm be­willigt wurde.

Ein Aufruf zur Hilft für die Rheinländer.

Berlin, 9. Jan. (WTB.) Ter HÜfSans- schuß für die Rheinländer (Berlin W 10. Siegis-- mnndstraße 7, Banckäontz Teutscha Bank' Ar Hoch­wassers chäden erläßt svlgenten Aufruf: (Eine schwere Hochwasscrkatastrophe hat das Rheinland betroffen. Gewaltig sind die Verluste an Hab und Gut. Unabweisbare und vornehme Psticht aller Volksgenossen ist es, unseren rhei­nischen Brütern und Schwestern in dieser Stunde zur Seite zu steten. Unsere Bitte geht an alle: (tebt und gebt schnell!

An» Hessen.

Wahlen in Rheinhcsse«.

Das Abkommen unter den Parteien für die Kreis- und Provinzialtagswahl ist abge­schlossen. Die Sozialdemokraten verzichten auf zwei Mandate zum Provinzialtag, ba* Zentrum auf eins, die Deutsche Bolkspartei. bekommt drei Sitze mehr, als sie nach dem Ev> gebnis ter Volkskammerwahl erhalten hatte. Zu den Kreistagen der Provtnz werten ter Deutschen LZolkspartei 8 Mandate mehr zugestanden, das Zentrum verzichtet auf 2, die Sozialdemokraten auf 3, die Demokraten ebenfalls auf 3 Plätze.^

rm. D a r m st a d t, 7. Jan. In der Vorstandssitzung des Verbandes der Beam­ten-und Lehrervereine Hessens wurd: mitgeteilt, daß in den Eingaben an die Re­gierung als Mindestsatz in Ucbereinstimmung mit dem deutschen Beamtenbund eine Hin- aufsetzung der laufenden Teuerungszulagen um mindestens 150 Prozent verlangt wird. Auch wurde eingehend über die zu erwartend Besoldungsreform beraten. Es steht zu hoffen, daß auch in Hessen die Beratungen der Re­gierung in aller Bälde beendet werten.

Die LisenbahnecheVeeun-,

Duisburg, 9. Jan. (WTBZ Die Eisenbahnarbeiter Grotz-Duts- b u r g s beschlossen gestern abend in einer Ver­sammlung, heute früh in den Streik zu treten. Die Notstandsarberten wllen ausge- süHrt wertem