e r go l denen Hochzeit statt, 9 Oktober, Wilhelm , und dessen Ebefrau Elisa-
Die Tätigkeit feer hessischen Schutzpolizei.
rm. Darmstadt, 6. Ott. Ein- Vorführung der Tätigkeit dec Hess. Schutzpolizei fand heute in Anwesenheit des Staatspräsidenten Ulrich und mehrerer Minister sowie wn Behörden und Ab- gevrdneten in der Dragoner kcherne, Esch-llbrücker- straße statt. Der Kommandant, Poiizeimajor Schröder, führte zunächst aus, daß der Dieost der Schutzpolizei und dir Skrroerhrng ihrer Leistungen für das Volk gez.igt lverden fofie. Die Truppe steht in erster Linie den Kreisoivettoren zur Ver- fügintg und hat mit dem Militär, insbesondere auch mit der Reichswehr, nichts gemeinsam und keine Fühlung. Sic untersteht auch nicht dem Reichswehrminister. Sie bterti in erster Linie zur Verstärkung der Aufsichtspolizei, der schilvmannschaft, zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in den Strotzen, zum schuhe der Regierung gegen Umsturzbewe- gungen noch jeder Seite: sie ist ausgebildet als .'kampfvolize, und dem entsprechend auf $rcunb der ölten Erfahrungen auch m der Gefechtsdisziplin, wobei sie die technischen Hilfsmittel, wie Räder, Autos, Panzerautos usw. benützt. Sie fteht voll nnd ganz auf dem Boden der jetzigen Verfassung und wird sie nach Kräften schützen.
Es folgten nun in nahezu dreistündigen praktischen Vorführungen aller Art die Erfüllung aller möglichen im Polizeidienst vorkommenden Aufgaben, u. a Stvaßengefecht mit Kraftwagen, polizeilicher Stveisen-Patrouitlendienst zur Ta gesund Nachtzeit von den einfachsten bis zu den Ichwierigsten Fällen. Es folgten Wald- und Feld- streifen durch Radfahrer und zu Pferde, Räumung von Strotzen und Plätzen bei Unruhen unter Benutzung von Barrikaden, Panzerautos, Angriffe gegen Aufrührer, rasche Anlegung einer telephonischen Verbindung unb endlich vorzügliche turnerische Frei- und Geräteübungen. Den Schluß bildete ein Wettlauf über etwa 2500 Meter, den ißt. Janz in der Zeit von 5 Min. 15 Sek. gewann. Staatspräsident Ulrich verteilte die Diplome und hielt am Schluß der Hebungen eine Ansprache, in der er den Beamten im Namen der Regierung Dank und vollste Anerkennung für ihre teilweise vorzüglichen Leistungen aussprach.
Hatten die Gewerkschaften von Anfang an diesen vernünftigen ^iwrdpunkt eingenommen, so wären Mühe, Betchcrudtmtgen und Aufregungen erspart geblieben. Zu dem, was hier angeblich für Ne Verbraucher nicht erreicht wurde, iraren du? ßanbnnrte schon wn Archrng an bereit.
Tie Dvohrmg mit der Tvansportsperve, die an einem bestimmten Tage einsetzen sollte, hat viele Händler vevanktzt, noch schnell vorher Kartoffeln zu verladen. Wo sie hingingen, weiß man nicht.
Hätte man weniger mit wertlosen Demon- stvatrmien gearbeitet, hatte man weniger gedreht und ruhigeres Blut bewahrt, so hatte sich die Kartoffetversorgung reibungsloser vollzogen.
Hoffentlich haben die Verbraucher für die Zukunft gelernt. An die Erzeuger mixten wir wiederholt die Bitte, daß sie die Kartoffeln m erster Linie direkt «n ine Verbrauch« ober cm tontnumafc Ledensrnfttelämter zu mäßigen Preisen abgeben und ba# sie vor allem daraus bedacht sind, solche Personen nicht zu beliefern, von denen ein Verschieben der Kartoffeln zu befürchten steht.
up. Vow vorderen Vogelsberg, 6. Ott. Die Kartoffelernte ist nun zu Ende. Wer es nicht zu eilig mit dem Aus machen gehabt hat, dem ist das Warten reichlich betoipit worben. Er bat den Eiliften gegenüber tatsächlich die doppelten Erträge erhell. Exemplare von über 1 Pfund Gewicht ftröb kerne Seltenheit. Bvn den Sorten werden „ater Rhein" und ,Lxvs«l" am meisten gelobt.
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mr. Frankfurt a. M., 6. Oft. Wie die Stadt mitteilt, .ist ein Kartvffelpreisab- schlag eingetreten. Der Ladenpreis beträgt 35 Pfennig pw Pfund, was einem Erzeugerpreis von 25 Mark entspricht.
** Treis a. d. L., 5. Okt. Die hiesigen Landwirte haben sich verpflichtet, die Kartoffeln zum Preise von 25 Mark den Zentner abzugeben.
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— Friedberg, 5. Okt. Das Kreisamt hat für den Großhandel it a. folgende Höchstpreise ^stgesetzt: Tafeläpfel, 1. Sorte, 70 Mk., Tafelapfel, 2. Sorte, 80 Mk., Kelberäpfel 30 Mk.^ Ta- tednmen 80 Mk., Kochbirnen 40 Mk. Daß das Kreisamt schon zeitig mit dieser Bekanntmachung hervorgetreten, wurde allenthalben begrüßt. Bedauerlich ist es aber, daß sich kaum jemand «an diese Richtpreise hält. So wurden für Kelterapfel durchweg 50—55 Mk. bezahlt, die im vergangenen Jahr nur 30—35 Mk. kosteten, trotzdem die Apfelernte damals nicht so gut ausgefallen war. Müßte man für Apfelwein in der gesegneten Wetterau tm letzten Jahve schon 1,50 Mk. für das Glas /bezahlen, so wird er dieses Jahr auf 2 Mk. und mehr zu stehen kommen. Eine Folge davon ist, daß sich viele Haushaltungen selbst ein Fäßchen Apfelwein in den Keller legen. — Für Kartoffeln werden von Händlern, ine die Dörfer der Wetterau geradezu überfluten, schon 32—35 Mk. pro Zentner gezahlt.
Die Kartofftfoerforgwtg.
Berl in, 6. Ott. (Wolff.) Amtlich. Dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft gingen Nachrichten darüber zu, daß der Vollzug der Vereinbarung, die zwischen den Organisationen der Landwirte und der Verbraucher am 28. September in der Reichs kartoffelstelle über die freiwillige Einhaltung der Preisbegrenzung von 25 Mark für den Zentioer Kartoffeln zustande gekommen ist, darunter leidet, daß infolge des ^fchlusses des volkswirtschaftlichen Ausschusses des Reichstags vom 30. September auf behördliche Festsetzung des Erzeugerhöchstpreises für den Zentner Kartoffeln von 25 Mark, Unsicherheit in die beteiligten Kreise gekommen ist. Demgegenüber erklärt das Reichs- Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft, daß nach den Erfahrungen der Kriegswirtschaft die behördliche Festsetzung von Höchstpreisen oh« gleichzeitige Erfassung der Ware dazu geführt habe, daß die Ware vom offenen Mark verschwindet und im Schleichhandel zu weit höheren Preisen abgesetzt wird. Diese Erfahrungen wurden vom Vertreter des Reichsministeriums in der oben erwähnten Sitzung des volkswirtschaftlichen Ausschusses mit dem Bemerken hervorgehoben, daß das Ministerium deshalb nicht in der Sage Jev, in Rückkehr zur teilweisen Zwan^wirtschaft behördliche Kartoffelhöchstpreise festzusetzen .Freiwillige Vereinbarungen zwischen den Erzeuger- und Verbraucherverbänden versprächen für die aHgemeine Senkung der Kartoffelpreise mehr Erfolg. Dieser Standpunkt ist übrigens durch eine weitere, vom volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reichstags gleichfalls am 30. September an- Smmcne Entschließung, die die allgemeine Stel-
nahme der Regierung in der Frage der Kartoffelversorgung billigt, anerkannt worden und die Regierung wird weiter an ihm sesthaftsi.
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Ein Aufruf des Gewerkschaftskarklls an die Derb räucher.
Ter Aktionsausschuß der gewerkschaftlichen Or- gmnsationen für Heften und Hessen-Nassau, hat m seiner gestrigen Sitzung, nach dem gegebenen Bericht seines Vertreters auf der Berliner Konferenz, den dort getroffenen und'bereits durch die Presse veröffentlichten Vereinbarungen nt der Kartoffclpreisfrage zugestimmt
Danach ist für ganz Deutschland als Höchstpreis für freie Kart'o)feln ab Verlade- statvon pro Zentner 2 5 Mark ftstgelegt wor- bpt. Für den Freistarrt Hessen bleiben daneben bie Wewnbarungen mit dem Hessischen Bauernbund bestehen, bge eine Abgabe von 10 Zentner pro lM-wgen für 20 Mk. an die wirtschaftlich schmal gcMfenmg vmfteht, und mit deren Lieferung bereits von den Landwirten begonnen wurde. Tiefe Vereinbarungen entsprechen dem Punkt 1H der Berliner Abmachungen und sind ant<h in den anderen Kreisen mit den Bauern zu treffen.
2-andwirte von Rheinhessen haben ähnliche Abmachungen ausdrücklich abgelehnt und auch die Bez,rkÄ»auernschaft von Nassau hat bisher für w noneibenbe Bevölkerung kein Entgegenkommen gezeigt. Einer Einladung zu Ttxfjntatiger Ver- ^ndlung hat fte nicht Folge geleistet. Durch unser Borchen ist erreicht worden, doch ein einheitlicher Pveis festgefttzt und die bisher hohen Forderungen der Landwirte als mcherschtigt angesehen wurden.
Es besteht deshalb für die angedvohtr Transp.ortsperre keine Notwendig- keit Ehr und wird nach dem .obigen Ergebnis davon Abstand genommen.
Sollten aber die Berliner Beschlüsse tum Mr- tung lern, so muffen alle Steife der verbrauchenden Bevölkerung den vereinbarten Preis von 25 Mark unbedingt festhalten. Keine lieber- bietungen keine Angstkäufe! .Höhere Forderungen der Landwirte ablelmen und diese, sowie Preisüberbierungen der Aufkäufer, den Krets- stellen loder örtlichen Mrtellen wegen Bewuckecung zur Bestrafung melden. Hier muß das einmütige Handeln aller einfttzen, sonst sind die besten Vereinbarungen wertlos. Werm je, so gilt es hier gemeinsam vorzugehen.
Wertlose T em on stra ti-onDn , bet denen den Landwirten andere Zusagen abgepretzt werden, die sie dann nicht halten, sind intbebtngi zu unterlassen, sie nützen dem Einzelnen wenig, schädigen aber die gesamte Bevölkerung.
Der Aktionsausschuß der gewerkschaftlichen Organ ifattvn en.
Hierzu bemerkt die agrarische „Reue Dages- Zeitung'" Friedberg-
feiern nächsten Sams iRtnn, Badrutrbeiter, • betb aeb foetier. Mei,
Stadt rrnd Land.
Gießen, den 7. Okt. 1920.
Für die «reazspeade
warben bt5 jetzt bei unserer Geschäftsstelle gezeichnet: von E. H., Lollar 3 Mk., Dr. KlÄ, Nidda, 10 Mk., Lehrer Artz, Ober-Widders- heijm 5 Mk., L. P. ,10 Mk., H. Hettler 15 Mark, Kl. 1, StadtMädchenschule, West-Anl., 18 Mk., 6. Batterie Rw^A.-R. (11, Hptm. Lpncker, 600 Mk. (für das oberfchlestsche Ab- stnnmnngsgebiet).
Beransta linngen.
Donnerstag: CafL Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-MeiLinqer. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, BfcrristSe und RrngkLnrPfe. — Augustiner, 8VZ Uhr, Hauptversammlung! des Eisvereins. — Lichtspieltheater wie gestern.
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** Militärdienst Nachricht. Hauptmann Morneweg, zuletzt in der Nachrichtcn-Ab- teil-ung 7, in den Stab des ReichSwcho-Gruppen- kommandos 2 (Kassel) versetzt.
** Aus dem Stadttheater-B u- reau. Auf zahlreiche Anfragen sei bemerkt/ daß noch, gute Abonnementsplätze an allen Spieltagen zu haben sind und daß Bestellungen auf neue Abonnements in allen Geschäftsstunden an der Theaterkasse entgegettgenonv- men werden. — Die Einakterfolge von Curt Goetz, „Menagerie", darf sich zu den erfolgreichsten Darbietungen auf bem i Gebiete der Komödie rechnen. Die witzigen Stücke haben monatelang den Spielplan des Künstlertheaters Berlin beherrscht und haben auch am Frankfurter Neuen Theater (eine Reihe
erfolgreichen Aufführungen erlebt.
* Ter Akademische Gesangverein beginnt am Montag, 11. Ott., mit den Proben zu „Bachs Johannes-Passion". Siebe Anzeigenteil.
Beschlagnahmt wurde, anscheinend von einem Diebstahl herrührend, ein IVs-schläfriger, weiß-geblümter, hochfeiner Damast-Bettbezug, gez.: Monogramm S.L., m Hoch- und Lochstickerei. Etwaige Eigentümer wollen sich auf der Kriminalpolizei melden.
* * Ein nachträgliches Geständnis hat der am 30. September wegen Mordversuchs und schweren Raubs zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilte Gelegetelieitsar beiter Johs. Köppel abgelegt. Köppel hatte bisher, selbst nach ung noch, die Tat geleugnet, trotz ert>rü(f€rtben Beweismaterials und trotz des Geständnisses sen«s Helfershelfers.
** Kohlenbelieferung. Die Be- zugsborechtlgten (Haushaltungen und Kleingewerbetreibende) werden dringend ersucht, bis spätestens 1. November d. I. sich mit den biö jetzt freigegebenen Kohlenmcngen be- llesern zu lassen, da eine Gewähr für spätere Belieferung nicht übernommen werden kann Ein Anspruch auf Belieferung mit einer be- Ihmmtert Kohlensvrte besteht nicht. An Kohlen lagern zur Zeit bei den Handlungen Stein- kohleftbriketts, Anthrazit und Koks in ge- nügertber Menge. Welche Kohlemnengen auf die freigegebenen Nummern bei- ausgegebe' nen Karten bezogen werben können, ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich.
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^wen wer > Auszuge, toatn nicht ht die Versen kmrg, h) doch daß ba bei 1 sinter die Kulissen verschwinden lasten. zz.
dungs kämpf Gehrmmm gegen Alt siegte Gehrmann in 28 Minuten. Dieser Kampf wurde sehr auf» St geführt, da beide Ri m haben und keiner na
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die Ohren gern wollte.
dir 8eiüdiou| geragten erfi HruildsaS' ,/ int" gelten 1 M und schc Hrrickk W fchms.
lm.Dar «uirteilte ivtrcKrej en 9. tJtbruo heim etbroifi ltbenslar Än Zuch ter «nbem ei? 'Sitterfi «W 2D
X. Bad Orb, 6. Okt. Bei dem $r?nA^em€rr «roßen Scheune im Weiler Neuhof (Unterfranken) sind drei Hamsterer auf tragische Weise ums Leben gekommen. Sie haben «den Tod in den Flammen gefun- ittn. Es smd dies drei männliche Personen aus Fürth und Nürnberg, die sich gegen Aushändigung von Getreide erboten shatten, beim Dreschen mitzuhelfen. Sie waren auf dem Speicher der Scheune beschäftigt und konnten ich infolge des raschen (Umsichgreifens des Feuers nicht mehr retten.
mc. Frankfurt a. M., 6. Ott. Der Verband hessen-nassauischer gewerblicher Genossenschaften r ' ~ -
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Siebener Stadttheater.
Gießen, 6. Oktober.
Meoea.
Tvauerspiel von Franz Grillparzer.
Ob Medea nicht deshalb in den Gesichts kreis der Theaterüeitung gerückt wurde, weil man es kürzlich in Darmstadt gegeben hat? Die BermutM liegt nahe. Denn wollte man den zu wenig gk- faselten Grillparzer bringen, so komfte man ein blutwärmeres Werk bringen, es brauchte nicht „Des Mveves und der Liebe Welle" zu sein, aber die „Sappho", oder die ,^Züdin von Toledo", ober eines seiner Lustspiele. Nicht jedoch das Schlutz- stück einer Trilogie, deren Telle notwendig in- emmider greifen und sich wechselseitig bedingen. Das Verhängnis des „go(betten Vlieses" einer griechischen Parallele zum ftuckchela denen Nibelungenhort sollte nach Grillparzers Angabe eint Illustration des Schillerschen f^i-ses sein: „Daj ist der Fluch der bösen Tal, daß sie fortwährm- Böses muß gebären". Aus dem Schlnßstück'geht diese Mmcht kaum IjerDor. Auch die seelische 6itt> Wicklung Medeas, deven ursprünglich reine Seelt von dem Grauen, den das Blies für sie im Gefolge hat, verdüstert wird, bis sie selbst das M schafft, wird nickst deutlich genug. Man könnte fast meinen, es handle ftch, modern gesprochen, um eint Mesalliance, von der sich die gute Gesellschaft zu- rückzieht, bis die Deklassierte auch von ihrem Galten verstoßen wird und sich auf niederträchttge Weist rächt, in dem sie die Nebenbuhlerin aus der Sanft voll? mit Kupfervitriol übergießt und ihre eigen« Kinder ermordet.
Diese Art der Darstellung ist selbstverständliä Grillparzer Unrecht angetan. Aber daß man zu ihr versucht wird, zeigt, wie innerlich kalt man bei dem auf hohem Kothurn schreit enden Pathos, der glücklicherweise auf vier zusammengezogenett fünf Auszüge bleibt. Die vorherige Auf- ßührung der „Wtfreunb" und der „Argonauten" und „Medea" würde sicher das ganzc Werk näher bringen, weil es die seelische Verfassung der Hauptgestalt verdeutlichte. Darm wirrten auch die Greuel des Schdrsses, die in der Medea- Tragödie des Euripides ganz anders als letzte Auswirkung eines unabwendbaren Schicksals erscheinen ans der sich fvrtzeugenden Blutschuld verständlich« Dann wären fte das graufiae Sinnblld von Me deas Schlußworten: „Was ift der Erde Glück? -7 Ein Schatten! Was ist der Erde Ruhm? — Ein Traum."
Schade, daß man nicht warm werden tonnte denn auf bie Aufführung war sichtlich viel Müht betten bet. Diesmal -fei zuerst die szenische Ein- Reibung hervorgehoben. Sie brachte uns endlich den längst ersehnten Rundhoritzmit, der auf der Guckkastenbühne eine p"asrische Raumwirkung ek- möglicht. Die Bühnenbilder waren denn auch f6 eindrucksvoll, wie man es nur wünschen konnte und dem technischen Personal, das den Rund horipont in der Thsalerwerkstätte angefertigt hat, gebührt aufrichtiger Dank.
Unckatzftenervfticht die Warengenvffenschaften bot Konsumvereinen und Füialgeschäf.en glftch geachtet werden und nur mit dem Hauptgeichäftsumsc» besteuert werden.
X Hanau, 6.Okt. In der Sammel- wafenmeifterei bei Hanau hatte man feit längerer Zeit den Abgang von Fleisch gefallener Tiere bemerkt und die lieber» zeugung gewonnen, daß das Fleisch für unlautere Zwecke Verwendung finden würde. Die Kriminalpolizei hat Licht in diese dunkle Sache gebracht. Der in der Sammelwasen- nveisterei tätige Metzger Weichkopf h<E das Fleisch in größeren Quantitäten entwendet und zusammen mit zwei anderen Personen nach Hanau und Frankfurt verkauft. In Frankfurt haben angeblich unbekannte Personen das Fleisch an gekauft, in Hanau dagegen konnte ermittAt lverden, daß eine Gastwirtschaft und eine Metzgerei den Ankauf vorgenommen hatten.
UlMarburg, 5. Ott. In nicht geringe Aus- remarg wurde eine aus Mutter, Tochter und Kind bestehende Familie hier versetzt. Als sie sich abente zu Bett begeben hatten, tarn ein fremder Mann aus einem Versteck heraus und gab anscheinend mit einer Gaspistole einen Schuß ab, der das grmze Zimmer ui Dunst einhüllte. Die zwei Frau« nahmen schnell ihr Kind und liefen um .Hilfe her^ beizuholen, in das Nachbarhaus. Der Embrecher der sich nur einen Fünfzigmarkschein «ureignen konnte, war mittlerweile entkommen.
wehr hielt am Nhnttag ihre diesjähMrge Schluß- übiutg, bestehend in Geröteexerzieren. auf -Os- malt-j^arten und anschließendem Branoangriff auf das Geräiehaus ab. Die Leistungen der Wehr legien Zeugnis ab, daß auch in diesem Sommer fleißig geübt worden ist und die Wehr imstande ist, bei wirklicher Gefahr auch das Schiwerste zu vollbringen. 9drch der Hebung vereinigten sich die Kameraden bei ihrem 2. Haupmiann Sauer zu einem gemürlichcn Zusammensein. — Samstag, den 16. Oktober, begeht die Wehr ihr un un t erbrochenes 65jäbriges Bestehen durch eine Feier in der Turnhalle des Turnvereins am Oswalds- garten.
** Der M itteldeutsche Kanin chen- zuchtverein hielt am Sonntag in Gießen seine Hauptversammlung ab. Es wurde beschlossen, am 30. und 31. Ottober in Alten-Buseck die Herbst- Berbandsausstellung abzuhaften.
** Der Naturheilverein Gretzen veranstaltet am Sonntag im Saale des B-weinshauses einen muftkklrfthen Unbcrhaltungs- Abend. csie Anzeigendell.
** Die Ringkärnpfe im Hotel Einhorn erfreuen sich täglich eines guten Besuches. Hitzler, Altmeister, siegle Dienstag nach schönem Kampf über Afthoff in 3 Minuten. Schneider siegte über Werner in 11 Minuten durch Ueberraschung. Werner oerlangte einen Revanchekampf. Im Efttfchei-
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Vie Zranlftirter Neffe.
Ein ständitzkr Kunstpalaft in Frankfurt.
fd. Frankfurt a. M., 5. Okt. Das Messt- bauprogramm sieht die Errichttung einer Kunst- Halle auf dem Fefthallengelände in Verbindung mit dem Deutschen Werkbund für das Kunstgewerft und Kunst vor, der, ähnlich tote in München ba Glaspalast, eine ständige Kunstausstellung enthalt«» soll. Die Ausführung ist in der Art des Hause- Offenbach geplant. Die für die Messe vorgesehene« 10 Millionen Mark sollen gleichzeitig bei Nol-- stundsarbeiten Verwendung finden.
** Oftmarkenverfammluntz. Um das Interefse für die Osrmarken, insbesondere Ober- ftUesisi, in immer weitere Kreise der Bevölkerung zu tragen, veranstaltet der Deutsche Oftnvarken- »eretn in Gemeinschaft mit dem Deutschen Schutzbund am 14. Oktober einen Vortragsabend und hat hierzu Herrn Studienassessor Kries mann «ms Lübben gewonnen, der über das Thema „Die Polen und wir" sprechen wird. Näheres wird noch rechtzeitig beflanntgegeben.
** Die Freiwillige Gails cheFeuer-
®ensüfenfäaften hat sich von 56 auf 63 erhöht Ende 1919 bttuigbte Geamthaftsumme 10007 550 ^tt^^ <SeschZtsMt«le der augeschioi'senen Ge- rwffensckaften beliefen irch auf 5 445 797 Mark, die Reservfto-nds 1 49180Ö Mark, der Rftriaewmn «80360 Mwk. Die Ämahme> HaftL^ tvrg 2 560 950 der Geschöf.santeile 1 656 753 Mark, an Reservefonds 68 507 Mark an Rem- gemwi 293 631 gj&f. ^er
feem betrug 2355 der Abgana 302. Die Gesamt- mngliederzahl belauft iuh auf 7886. Nach einem Referat von ZuAzrat Dr Mbertr-WieSboden übet eleucrfcagen, trat hwi dafür an, 1 "
Landkreis Gießen.
i. Langsdorf, 5. Okt. Das hiesige Rat- baus, d«rs vor Jahrhunderten der Stolz der Altvordern war, aber in der nationalistischen Zeit nuten und außen verunstaltet, und später noch sehr vernachlässigt wurde, geht zur Fvvide derer, die an der Erhaltung alter Baudenkmäler ein Interesse haben, der Vollendung seiner WiederherstÄlung unb stilgemäßen Erweiterung entgegen.
X Mainzlar, 5. Ott. Ludwig Kreilina und Friedrich Becker von hier gerieten während des Weltkrieges in russische Gefangen- chaft. Kreiling gelang es tm Mai ds. Js., sich durch Flucht aus der Gefangenschaft zu befreien und in die Heimat zurüc^ukehren. Heute nun langte auch Becker daheim an. Gesangverein und Gemischter Ehvr brachten ihm ein Bändchen. Mit Becker kehrte der letzte Gefangene aus unserer Gemeinde wieder zurück.
tt. T r e i s a. d. L., 5. Okt. Gestern nachmittag wurde der 17jährige Arbeiter Ludwig Theis von hier im Nuhn'schen Sägewerk zu Lollar so unglücklich von einem absprinHenden' Holzstück gesen den Leib betroffen, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. In der Nacht darauf trat eine schwere Blutung ein, die den «Arzt veranlaßte, ihn zur Klinik bringen zu lassen, hvo er heute verstorben ist.
Kreis Alsfeld.
up. Aus dem Ohmtal, 6. Okt. In den Ohmtalorten herrscht gegenwärtig ein erhöhtes Interesse für elektrische Lichtanlagen. Das Beispiel der Gemeirrden Merlau und Groß-Eichen, die ihre Wasserkräfte zu diesen Anlagen wutzbar machen, wirkt ermunternd. In Ober-Ohmen hat man es mit der elektrischen Anlage so eilig gchabt, daß man schon mit der Installation in den Hausern begann ehe noch die behördliche Genehmigung da war.
Kreis Büdingen.
-L Büdingen, 6. Okt. Nächsten Sonntag trifft das neuvermählte Fürstenpcrar hier ein. Die Einwohnerschaft trifft Vorbereitungen für einen würdigen Empfang. Auch die Schulen und Vereine werden sich an der Empfang feier und dem Fackelzug beteiligen.
_l_ Wenings, 5. Ott. Die Maul- und Klauenseuche tritt hier sehr heftig auf und hat große Lücken in die Viehbestände gerissen. Es sind berefts 20 Kälber, 9 Kühe, viele Ziegen und Schweine auf den Schindanger gekommen. Ter Schaden ist sehr groß. Auch nt der gesamten Nachbarschaft mit Ausnahme von MerSeAftitz und Steinberg wütet die Seuche.
Kreis Friedberg.
-L Büdesheim, 6. Ott. Eine allgemeine Kaninchenausstellung fmbet nädtftat Sonntag hier statt. 300 Nummern sind gemeldet.
Kreis Wetzlar.
va. Wetzlar, 6. Okt. Tie beiden Kreis- deputierten, Pft. Bausch-Ädlschhausen und Direktor Adolf 5Ähler-Wetzlar, wurden als Abgeorbnete für den Priovinziallandtag gewWt.
Hessen-Nassau.
Als Medoa stellte sich Rose Ettka von B ra r>" deck erstmals vor. Unsere Bühne bat in ihr al^ Hewine eine gute Kraft gewvnnen, bereu W Vorzüge echte Leidenschaft ein ttMtgvvlles Osgan uni- plastische Gebärden sind. Was ihr gclang, war seelischer Aufruhr und ttxiflt1*61 Schmerz. Dagegen war der dämonische Einfchlan. ohne den Medea nicht zu denken ist, viel zu schwach Auch blieb sie in den beiden letzten Men zu btt uni) ui lange auf der gleichen Gefühlshöhe, W ermüdend wirkte Artgemäß als Kvlchervi staue neben Medea ihre Amme (Auguste Marcke- Else Koop blieb auch in der Kreusarolle tenv pevamentlos, tn der Bewegung unfrei und kam über nüchterne Deklamation nicht hinaus. D« beiden unmämtlichen Schwächlinge, bet Held Jasov und der König Krcvn wurden von Mrl Z uhnk« und Harry Noebert gegeben. Es ist schwierig einen Helden zu mimen, der im Grunde ein 3äm> merling ist. Karl Juhnke versuchte sich daran mit chrlickiem Wollen, das sich belohnt machte Der König hätte imposanter sein dürfen. Unerträglich wird auf die Tauer das Ansingen kber Satzes von einem tieferen Tone aus Kail Bola sprach als nnhtoger Hevvld der Ämphiktyonen Adolf T e l e k y als Spielleiter sei für erfreulich« Streichungen gebankt. Seine versländnisoolle Regtc muß auch diesmal vvll aner&cnnt werden. Nui möge er den störenden Rest von des Königs Ge- folgc während her Zwiesprache mit Jason im erftö
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