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Unter der Schafherde Räude sestgesleckt worden, werden hiermit angcordnet.

Gießen, den 3. Mai Kreisamt Gießen.

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Bekanntmachung.

B e tr.: Ausbruch der Räude bei einem Pferde der Wilhelm Schepp Witwe in Saasen.

Bei einem Pferde der Wilhelm S ch e p p Witwe in Saaten ist die Räude sestgestellt worden. Tie Sperrmaßreg.ln sind von uns angeordnet worden.

Gießen, den 3. Mai 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: P. Gemmingen.

Bekanntmachung.

Betr.: Pserderäude in Grünberg und Stockhausen.

Tie Räude bei dem Pferde des Sebastian R i e d m a n n in Grünberg und des Heinrich B r ü u n i n g in Stockhausen ist erloschen. Tie angeordneten Sperr Maßnahmen sind 'hiermit aufgehoben. '

Gießen, den 3. Mai 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen.

Bekanntmachung.

Betr.: Ausbruch der Räude unter der Schafherde in Nieder-

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Bekanntmachung.

In Abärrderung des § 13 der Bekanntmachung, die Aus­führung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung betreffend, vom 30. Mai 1913 (Reg.-Bl. S. 131) bestimmen wir hiermit: Einziger Paragraph.

Für die Erhebung der Beiträge für das Jähr 1919 u. f. hat der Gemeinderechner eine Vergütung von 3 Prozent der einge­zogenen Beiträge zu erhalten. Er kann bei Einsendung der Beiträge an den Genossenschaftsvorstand die Vergütutrg abziehcn (§ 1020 Absatz 2 R. V. O.).

T a r m st a d t, den 18. März 1920.

Hessisches Landes-Arbei s- und Wirtschaftsamt. Raab.

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Bekanntmachung.

In der Zeit vom 15.30. April 1920 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Zwicker mit Futteral, 1 Paar Tarnenhandschuhe, 1 goldene Vorstecknadel, Ansichtspostkarten, 1 goldener Ring, 1 Nickeluhrkette, 1 silberne Rocknadel, 1 Zollstock, 1 Ketten­

abzugeben.

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Tie Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 11 bis 12 Uhr vormittags und 4 bis 5 Uhr nachmittags bei unttrzeschneter Behörde, Zimmer Nr. 1, erfolgen.

Gießen, den 3. Mai 1920.

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Detr.: Lehrerversammlungen.

An die Schulvorstande des Kreises.

Ts sollen folgende amtliche Lehrerversammlungen stattfinden:

1. für den Bezirk Grünberg am 12. Mai 1920, vormittags 9 Uhr, in Grünberg (Schulhaus),-

2. für den Bezirk Lich-Hungen am 14. Mai 1920, vormittags 8 Uhr, in Lich (Schulhaus)-

3. für den Bezirk Gießen-Land am 15. Mai 1920 in Gießen (Schulhaus Schillerstraße).

Wir empfehlen Ihnen, sämtlichen Lehrkräften von Vorstehendem alsbald Kenntnis zu geben.

Gießen, den 5. Mai 1920.

Kreisschulkommission Gießen. I. V.: Hemm erde.

Betr : Tie Ausführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung vom 30. Mai 1913.

An die Stadlkasse Meßen und die Herren Gemeinderechner ber Landgemeinden des Kreises.

Tie nachstehende Bekanntmachung teilen wir Ihnen zur Kennt- nisnahme und Beachttmg mit.

Gießen, den 30. April 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß.

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2. Für die Jnternierteubekleidung bat der Ar­beitgeber pro Kopf und Tag der Arbeitsleistung 0.80 yJcE^ vorn Lohn einzubehalten und wöchentlich mit besonderer Liste der Inter­nierten und der Arbeitstage an die Lagevverwaltung abzustchreu. Tie Lageroerwaltung stellt hierfür bei Verschleiß der ^nternrerten- bek.cidung ErsatzbEidung.

Für etwa notwendige besondere Berufskleidung hat der Arbeitgeber auszufornrnen. _ .... ,

3. Vertragliche Lohnabzüge sind nur gestattet für den Empfang von Bekleidung im Rahmen der Ziffer 2, sowie für die gesetzlichen KrankenPassen- und Versick-erungsgebühren. sonstige durch Gesetz angoordnete oder zugelassene Abzüge bleiben unberührt.

4 Tie Transportkosten für einmaligen HiMrausport zur Arbeitsstelle und Rücktransport zum Lager hat der Arbeit­geber zu tragen; ebenso die Kosten bei Auswechselung von Jntcr- ilierten auf Wunsch des Arbeitgebers.

5. Zur Ueberwachung werden die Internierten von den Lagern den Orts- und Polizeibehörden listenmäßig bekanntgegeben.

Für ausreichende Beaufsichtigung der Internierten hat der Arbeitgeber Sorge zu tragen.

Ter Arbeitgeber hat die erfolgte Losung des Arbertsoerhrlt- nistes dem russischen Internierten ordnungsm'ißig zu bescheinigen. Ter Rücktransport erfolgt auf Kosten des Arbeitgebers durch die Ortspilizei. Mitteilung an die Lageroerwaltung ist erforderlich. Besondere Vorkommnisse siiid dieser und der Ortspolizerbchörde mitzuteilen. Bewachungsmannschaften werden durch die Lager­verwaltung nicht gestellt.

6. Jeder russische Internierte muß im Besitze einer von der Lagerverwaltung ausgestellten Ausweiskarte sein, welch? die Bezeichnung der Arbeitsstelle enthält, auf der er sich zur Zeit befindet. Internierte ohne oder mit falscher Ausweiskarte sind sofort der Ortspolizeibehörde und der Lagerverwaltung zu melden.

7. Ter Umtausch von B e k l e i d il n g s st ü ck e n für In­ternierte ist stets durch den Arbeitgeber oder dessen Beauftragten vorzunehmen, jedoch nur dann, wenn die Stücke nicht mehr instand- gesetzt iverden können. Tie Kosten für Instandsetzung der Beklei­dung, soweit sie von dem Internierten nicht bewirkt werden kann, werden gegen Vorlage der von der Ortsbehörde beglaubigten Belegie (Quittungen) durch die Lagerverwaltung soweit verrechnet und erstattet, als die Lohnabzüge für Bekleidung ausreichen.

8. Tie Zurückziehung von Internierten kann jederzeit ohne Kündigung durch die Lagerverwalttmg erfolgen, wenn der Ab­transport in die Heimat unmittelbar bevorsteht. Tie Benach-ich- tigung des Landesarbeits-amtes erfolgt durch das Heeres- bzw. Hauptamt gleichzeitig mit Benachrichtigung der Lagerverwaltung. Tauernde Zurückziehung von Internierten, soweit es sich nicht um Heimtransport handelt, darf nur mit Zustimmung des Landes­arbeitsamtes erfolgen. Ausstehende Lohnforderungen sind durch die Lagevoerwaltung einzuziehen.

9. Ter Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, daß die Internierten über sämtliche empfangenen Lohn betrüge durch Namens­unterschrift oder Handzeichen quittieren, und daß die Quit­tungen aufbewahrt werden, da erfahrungsgemäß von den Inter­nierten häufig noch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, vielfach kurz vor dem Abtransport, Lohnansprüche gestellt oder Beschwerden über angeblich ungerechtfertigte Lohnkürzungen vor­gebracht werden.

10 Tie Kosten für Verpflegung an Tagen, an Denen Internierte ohne stichhaltigen Grund die Arbeit der­weil) e r n, mit oder ohne eigenes Verschulden in der Arbeit ausiallen, dürfen nur in dem Umfange einbehalten werden, wie dies bei deutschen Arbeitern aus Grunv tariflicher oder orts­üblicher Vereinbarungen zulässig ist. Arbeitsstreitigkeiten infolge derartiger Lohnabzüge sind der Lagevverwaltung mitzuteilen, sofern! gütliche Schlichtung unmöglich ist. Beurlaubungen vo nrussischen Internierten sind in demselben Umfange zulä'sig. wie dies orts­üblich oder tariflich bei deutschen Arbeitern vereinbart wird. Tem Internierten ist ein Urlaubsausw"is vom Arbeitgeber zu behändigen.

11. Internierte, die der Arbeitgeber nicht mehr benötigt, oder solche, die Arbeit nach erfolgten Schlichttingsv'rauchen end . gültig ohne anerkannten Grund Vettv-agam. sind möglichst durch einen Begleiter trm Lager zuzuführen, in letzterem Falle auf Kosten der Iittemierten.

12. Für Schäden, die durch Internierte verursacht werden, kann weder das Landesarbeitsamt noch die Lagevverwaltung haft­bar gemacht werden, fällt dem Geschädigten die Veranlassung der strafaechtlichen Verfolgung zu.

13. Arbeitgebern, die vorstphmde Bedingungen nicht innehalten, können die Internierten sofort entzoaen werden. Tie Zustimmung des Laudesarbeitsamtes ist hierzu erforderlich.

Betr.: Förderung der Volksbildung in Hessen.

An die Schulvorstände des Kreises.

Mit nächster Post wird Ihnen die von der Zentrale zur För­derung der Vosksbildung herausgegebene Broschüre,,Volksbildungs­arbeit in Hessen" zugehen. Wir empfehlen Ihnen, sie alsbald bei den Lehrpersonen Ihrer Gemeinde in Umlauf zu setzen.

G i eb en. den 4 Mai 1920.

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