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ieftener Straftammcr.

® t e ß e n, ben 4 Mar 1930.

Ein Hochsdapler.

«leget en Urteil deS Seböilimgmcft» (jheßei, durch t>-S er toegrn umfangreicher* be­trüge teitn »u 2 fahren 5 IRa.uam (Äc- ränMns ve.-urteür worv.-n umi, halt- her start G. von Main^ Berufung eingelegt. tS., bat llS Mattvsc frfmai flüchtig genutben und mehmtb l>.« straft nur. nrurtx bei 'Jlus-brnd? her «cj )[uti)n Lesrcft und lebte nun oon sein m Linkrmmen ite öocklWpler. 3n Würzburg fd-übigk er einen Murn her Bahrchofswacbi' um 100 Mk, indem -r ihm i»ir- spiegelte, sein B-ater sei ern sch.ver teuftet ^-abn- fent hi Mainz, der ihm alsbald einen größeren (Geldbetrag testgraphisch anleisen wertte. . Xntani uurben ihm 100 Mk. geliehen inii> er ocr schwand aut Ninimerwied.'richen In ließen fielt er sich ron einem Oberkellner einen ^wilanzug, um cm- mal auszughhen. Auch damit verfcbnxrnb er und ließ seine abgetragenen Unisvrmstücke tutüd. In Würzburg gab er sich als Unterossizier auS, ih Gießen als Bi-cstünvcbcl. In Lang- G ö n 5 mohin er sich nun wandte, trat er als Leutnant aus. Es gelang ilchi, in tr.x Fumüic eines bortigtn Gastwirts Eingang zu fmben, und er brachte es durch seine gcidjicfi üargelragelten 5dm.inoctii.il über seine öerfanft, seinen Bann und sein. i.Biff' Stellung nicht nur fertig, daß ihm die ^edr kreditiert und 1000 Mk geliehen wurden, sondern daß sich auch bic Nichte des lfktstwins mit ihm verfobte und mit ihm zusmu-- men zu ihrer in Sachsen wvhnenden Mutter fuhr. Tiefe hatte zwar gegen diese plötzliche Verlobung einige Bed-mken, ließ sich aber durch das bescheiden? und zuvorkommende Wesen des verrn Leutnants, der sich natürlich auch einen falschen Namen bei» gelegt hatte, derart gewinnen, daß sie ihm sogar die Uni norm ihres gefallenen Uftmnes, der Offi­zier war. überließ, weil er sie, nne er behauptet', bei der Uebernähme eines Lebensmittelzuges in Breslau gebrauche. Später, nacktem die <schoieger- muttcr ibn bereits erkannt hatte, gab sie ihm noch­mals 500 Mk., damit er einen .stvfstr ihrer Tochter, den er versetzt hatte, -auslöse und sich srci.vrllig bei der Staatsamvaltsdust stelle. Tie Uniform versehe er schlemügst, den blosser löste er nicht aus, stellte sich aud) tridjt txrr Staatsanwaltschüft, sondern verbrauchte die 5-00 Mk. für sid» ebenso die tPtiteocn 500 Mk., um hie er einen Gastwirt in Eisenach gcvrrllt hatte.

Ter Angeklagte stammt aus einer einfachen, aber gut beleunutudelen Mainzer Familie: seine Behauptung es hätten sich bei ihm nach seiner Teilnahme an der Seeschlacht am Skagerrak Spuren non Geisteskrankhcft gezeigt, unter deren Einfluß er die Betrüg"reieu begangen habe, wurd.n durch das aussül^iche Gutachten des Ärnsasnstenz- arztes Tr. Schuppen »viderlegt.

Mit Rücksidft auf die genu-ingcsährlrcix' .Symo» lungsweise d?s Airgeklagt en hiolt das Gericht die vom Schöffengericht erk.nnte Strafe für durchaus angemessen, txrwarf die Benisimg -uw erkannte ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre ab.

*

Asgen Nichtablieferung o-on Speck wurde ein Einwo'hnrr von Ortenberg zu 50 Mk. statt 5 Mk, und ein L-cmdnn'rt von Bleidtenbad' )regen Nr'chtatnnelduug zum Biehkatastcr > t 5 Mk. stall Freisprechung, beides Urteil«- des Schöfinr- -nrichts Orten berg, verurteilt. Tie Berufung der steat&aimmltidMit gegen ein Urteil des Schöffen- lerichls Lauterbach, das einen Landenl-auser Land­wirt wegen unterlaffcner Karbosfeiablicserrmg frei-- -csprcxlm halte, wurde mangels Bewei es zuruch- «Viesen. - Ein roegk-n HechHetrugs ang-rKagtrr '.'ander wurde nringelv Beweises sreige-prochen, ein geftänöigvr Tieb der Wäsck^e gestohlen hatte, 'rhielt I Monate Gerängniö

kirchliche Nachrichten.

It'rael. Religionsgemeinde. Gottes­dienst in der Synagoge (Süd--Anl-agc). Samstag d. 8. Mai 1920 Borabd. 7.45 morg. <8 30, abds ->.05 u. 8.45, Uhr

Z,ra«l. Reiigrons - Geteiltchast- Sabbatseier b. 8 Äai 1920. FvTitag a9b 7.30. öamsvag norm. 8.00, na dun. 1.30, Sabbatausg. 8.45. Äochengolre-r»tenst: morq. 0 3<» abds. 8.45 Uhr

a. M., 7. Mai.

Geld Brief

5. Mai

289,45

249,75

203,80

52,90

317,20 939,-

889,10

17,98

24,47

86,40

22,97

254,75

209,75

54,27

333,65

974,-

925,-

20,23

25,97

87,65

24,47

Frankfurt Devisenmarkt.

255,25 210,25

57,47

334,35 976,- 926,-

20,27

26,03 87,45

24,53

1998, - 2002,- 1943, - 1947,- 356,60 357,40 340,65 341,35

1043,75 1046,25 1013,75 1016,25 924,- 926,- 894,10 898,90

290,05

250,25

204,20

53,10

317,80

943.50

890,90

18,02

24,53

86,60

23,02

Geld Brief

6. Mai

Datum:

Amsterdam - Rotterd. ' Brüssel-Antwerpen .

Christiania......1

Kopenhagen .....

Stockholm......]

Helsingfors......

Italien........

London........

New.?)orK......

Paris.........

Schweiz........

Spanien.......

Wien (altes) ....

Deutsch.vesterr. adg.

Prag.........

Budapest.......

Bulgarien.....

Konstantinopel. . . .

1157,75 1160,25 1121,25 1123,75

292,20 292,80 ' -----

Handel

, . . ® c r 11 n, 6- Mai Börsenstrm mungS- b 11 d. Tie als Ür^echselwirlung der an txm Aus- landsbörftn sich wrnetzende Erholung des Mark- «.^5^ vollziehende weitere wesentliche

rlbschw-utnng der, Auslandüdernsen, die (rntrnmi fftuig, welche zu immer neuen Positionslösungen fübri. und ichliestlich die Befürchtungen vor einem lieber greifen der Streikbewegung t«r Banlangc- fülltet aud; auf B-rlin, bennrtitn eine jianlidz: Börse. Ta bei der bestehenden Geschrinsunlust die Aufnahmeneigung nur gering J?nntc angeblich nick'i ganz unbeträcht­liche Ware nur zu t-ilwrise wesentlich ermäßigten Shirien Aufnahme finden Tie .fturseinb-isten bc tnigen in ber Regel 510 Prozent, vereinzelt 25, wie bet Bochumer Gustttahl, Zarpener, L-o.l7rin.ger V.utte, Mannesmann, Phönft, Süjmbadrev, Rhei- mfebe Bnmichohlen, Oberschlesisch- ^bntaniverte, Bexliner und Badische Anilin, Elberfelder Kirben, Deutsche Waffen^ RheinmeluU, Iellstoff Wald hoi und «aliaftien. ürür Valuta Auslands .uO ..uuo nialirene erreichen sie bei Schwankungen GO -90 und bei Teutsch'Ucbersee schließlich 100 Pr^ent. xer bisher imderstandss-ähige Bankenmarll schloß sich ebenfalls der stärkeren rückläufigen Bewegung an. 2ftisnahmen m der allgemeinen Ermattung bilbeten lediglich Felten und Gui teaume, die bis M 5 Prozent zeitweise höher waren. Sximiidjc Rentenwerte sind fest. Oesterreich^nngariscde preis- haltend und Mexikaner scarier rückgängig Tie matte xxütung tra&gte fidj bei dem stillen Geschäft später noch stärker aus, besonders bei Valuta- und Mulanialtorrten. Ter EinheitSLirs der Industrie' werte war teilweise Wirf rüchzänch q. Fm Gegensatz zu den sonstigen, bisher flauen Börsen tagen schloß heute die Börse unerhvlt zu den niedrigsten Tages­kursen. Tiefe Feststellung wirkte ziemlich druckend auf die Stimmung der Berufsspekulati'on.

Frankfurt, 6. Mai. Börsenstim- mungsbild. Bei ruhigem Geschäft kennzeich­nete sich die Tendenz weiter schwach. Da das An­gebot jedoch geringer War, stellten sich die Rück­gänge nur vereinzelt höher Nordd. Lloyd waren ün Anschluß Berlin stärker gedrückt. 173Vz bis 173 ( 3 Pro-.). Schautungbakn gaben 9 Proz. nach 505. Schwach lagen auch Eanada 925. Deut- sche Petrolcnim 679677 Olaviminen gaben 35 auf 865 dto. GenußschTine 10M. auf 590 nach. Deutsch Uebersee Elektr. anfänglich 895 bis 905. Felten u. Guilleaume verloren mit 490 10 Proz., Ladmeyer mit 200 4Vs Pro;., während Siemens- Latste fester lagen 330V<. Unter den chemifchcn Werten standen Schndeanstalt im Angebot 540 minus 10 Proz., Farbwerke Mühlheim erneut 5 Proz. niedriger 228. Matte Haltung zeigten Taimler Motoren, welche 19 Proz. (226) her* loreit, Adlern»erke Sieber 251 minus 8 Proz. Bao. Zuckerfabrik 288 minus 2 Proz. Neu Guinea stell- tai sich auf 750 minus 20 Pro;. Ter Rentcnrnarkt lag still. Montanpapiere schwächer.

vehördliche Anzeigen.

Bekanntmachung,

die Wahlen znm Neichstag betreffend-

Di« Wählerliste für die zu der Wahl zum Reichs­tag in der Stabt Gießen mit der Gemarkung Schiffen­berg und Herrenwald stimmberechtigten Personen liegt vom

Sonntag den S. Mai 1920 bis einfchl.

Sonntag de» 16. Mai 1920

und zwar an den Werktagen vormittags von 77, bis 127, Uhr und nachmittags von 2'/, 5'/, Uhr, an den beiden Sonntagen und am Himmelfahrttag nur vor­mittags von 8-12 Uhr auf dem Stadthaus, Zimmer Ar. 11 (Sitzungssaal der Stadtverordneten-Derfamm- fang), zu jedermanns Einsicht offen.

Einsprüche gegen die Richtigkeit und Dollständig- lieft der Liste sind bis zum Ablauf der Auslegungs­frist bei Meidung des Ausschluffes bei dem Oberbürger­meister auf dem Stadthaus iZimmer Nr. 8) schriftlich anzuzeigen oder zu Protokoll zu geben. 5071B

Gießen, den 5. Mai 1920.

__Der Oberbürgermeister. S. D: vr. Seid.

Bekanntmachung.

Srasoerstelgerungöer5taötGietzen.

Tie Stadt Gießen läßt Dienstag den 11., M i ttwoch den 12. und Freitag den 14. Mai ds. Is. folgende Grasnutzungen 'ür das ganze Fahr öffentlickt meistbietend »ersteigern:

am Tienstag den 11. 9)tai

1-vormittags 91/; Uhr cm Ort und Stelle die Diesen beim städtischen Freib-ad in 5 Ab­teilungen, be&gL_bie frühere Ockel sche Wiese an der Rodheimer Straße in 4 Abteifturgen. hieran anschließend sam Hebe städtischen Jeldwoge, Grä­ben ujto. im Neustädler Feld:

am Mittwoch den 12. Mai ^vormittags 8 1 . Uhr an Ort und Stelle die Grasnutzung von dan Wieseckbösckmtgen, Zu- Wmmentunrt in her Gartenstraße an der Wteieck- brücke, ansch.'ießend einige ÄteeftürBe bei der Eii«t- ^hnbrücke am Wetzlarer Weg, der städtischen Grundstücke bei der Mir an läge und sämtliche <5<fiMDtge, Gräben usw. zwischen der Lahn und der streisstraße nach schrstienber» gelegen:

3. vormittags 11 7» Uhr an Ort und Stelle die Grasnutzung von bat städtischen Wiesen an der Liebigstraße in 5 '2£bteilungcn, ebenso die frühere Lxrubach'sche Wiese am Ähifsenbergcr Weg vvr dem Bahnübergang in 5 Abteiluirgrn;

4. nachmittags 3 Uhr an Ort und Stelle die Grasruttzmig von sämtlichen Feldwegen, Graben usw. zwischen der .>?reisstrasst nach Schiffenberg und der Wieseck. Zusammenkunft am Eisen­bahn Übergang am Schiffenberg er Weg:

5. nachmittags 4 Uhr die Wiesen im Ruß­land vor der veil- und Pflegeanstell in 24 Ab­teilungen :

6. n a ch m i 11 a g s 4 x/. Uhr die Grasnutzung vom Friedhof auf dem Nahrungsberg und rwn den Anlagen vor dem Friedhof:

7. n a ch m i l tags 5 U hr die Grasnuyung vom Obstbcmmstück bei der Kaserne zur einmali­gen Aberntung:

am Freitag den 14. Mai

8. vormittag - 8 V; Uhr an Ort intb Stelle die Grasnutzung von den Mesen beim Justi-- gebäude in 18 Abteilungen und beim Fürsten-- brunnai in 2 Abteilungen: anschließend sämt­liche städtische Feldwege, Gräben uiro. Mnschen der Wieseck und der Lahn:

9. vormittags 1 1U hr die Grasnutzung "Dom Friedhof am Rvdberg in 5 Abteilungen:

10 mittaas 12 Uhr die Wiesen in der Schwar^- lach m 20 Abteilungen

Gießen, den 1. Mai 1920. 51138

Ter Oberbürgermeister. ). B.: Dr. Rosenberg.

Bekanntmachnng.

Ter Voranschlag der Gemeinde Burkhards­felden für Rs. 1920 liegt v-om 11. I. Mtc. ab eine Woche lang zur Einsicht der Fmeressenten und Erhebungen von Einwendungen auf imfetgn Bureau osten. Es wirb eine Umlage erhoben, §u der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Burkhardsfelden, den 7. Mai 1920. Bürgermeisterei Burkhardsfelden.

______________Schmidt.___________5127

Bekanntmachung.

Ter Voranschlag der Gemeirtde Linden­struth für Rj. 1920 lieat vom 11. I. Mts. ab eine Woche lang zur Einsicv der Interessenten und Erhebung von Ernweudungen auf unserem Bureau offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizuirogen haben.

Lindenstruth, den 7. Mai 1920 Bürgermeisterei Lindenstrurb.

Fatum. 3128

(In einem Teil der Auflage wied»rh-tt.l Wirtschaftskonferenz in Mainz.

Mainz, 6 Mai. ^WTB.) Gestern nachmiliag sand hier eine Konferenz Reichsminister- Tr. David und anderer Ötegierung^üertrettr sonne des Reichskommissars für die besetzten Gebiete mit dem hessischen Gesamtministerium, dem hessischen Staatsiommister für das besetzte Ge­biet, der Kr-eisdiroktoren deo besetzten Gebiete so­wie mit d.m 3tabtüerwallimg5b?t)6rben statt um die inrrdt die Besetzung veranlaßten Anträge und Wünsche Rdemtestens und der Stadt Main-, zu besprechen. Rcid^minijter Tr. David ertläne, so groß auch die eigene Not des unbesetzten Teutsckx latst>s fei, werde eS doch nick4 achtlos an orr besonderen Belastung vorüber gehen, die die links- tl)etnifdx Bevölkcrung nicht nur materiell, son­dern auch seelisch tu tragen habe. So­weit irgend möglich,^ musst geholfen nxnden. Man müsse hoffen, daß die Beseimng nicht 15 Fohre andauern werbe, sondern daß es gelingen werde, auf dem Wege her Verhandlungen eine Revij10 n des Friedensvertrages intb eine Mil­derung seiner Bestimnnmgen zu erreichen. Staats­präsident Ulrich erklärte, daß die hessisch.' Re­gierung alles tun werde, um die Interessen der Stadt Mainz und Rheinhessens aviv wahrzuneh- men. Staatskommissttr von Starck versicherte nachdrücklich, daß er bet bet RheinLandkommisfwn in .stvblenz d:s äußerste tun werde, um Mainz und dem besetzten Gebiete .Hessens zu Helsen. Di' .Konferenz, die sich bann w.ntertnn mit den ver­schiedensten Fragen, wie Schadenersatzleistung durch das Reich, Einguartierungslasten, Linderung der Wohnungsnot, Niederlegung des Fons der inne­ren -itente von Mainz zur Gewinnung von Bau­materialien für ZKohnungsbauten, Verwendung von reichsftskalisckZem Gelände in Stadt imd Gemar­kung Main-, 5?asenongelegenheiten usw. beschäf­tigte, kam nach längerer Aussprache zu der Ueber-- zeugung daß das Reich und der hessische Staat bet Stadt Mainz und dein besttzten hessisckvn Ge­biet, die in Erfüllung des Friedensvertrages und

Bulin

Kurs

192,

310

251

325,-

327,50

173

173

427 510

381 337

490

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5.5. 10,30 5,06 11,25

8,76

Zürich . . . .

Amsterdam . flopenhagtn. Stockholm. . Wien ...

irfeehirfr.

FranKfur

6.5.

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5,30

11,50

9,20

312,- 219,25 192,-

149,75 156,50 185,12 180,- 320,- 325,- 326,-

305,50 219,75 275,- 454,- 530,- 395,- 345,-

198,50 503,- 250,- 343,- 263,-

Berlin, 6. Mai. (WTB. Ludwig Löwe u. Co., Attien-Gesellfchaft: Tividendenvvrschlaq 18 Prozent gegen 20 Prozent im Bvrjahr.

Wertnotifrunflcn.

Datum

530,

393,

345,

310, 216, - 185,- 149,25 155,- 255,- 172,50

293,76 311,50 318,- 290,- 210,- 262,- 430,25 510,- 890,-

339, - 195, - 501^- 230,- 337,25 257,-

Abent>> Adcno- Schluß- Schluß- Kttrs Kur» jhirfl

493,-

250,-

344,-

261,-

324*50

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5. 5.

6.5.

5.5.

6.5.

79,75

79,75

79.7c

79,75

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76,-

"8,-

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74,75

74,75

76,25

76,-

161^5

159,86

160,50

159,-

de* :i lanfMbtonnwita ntihrrr teanm ju nagen haben, tatkräftige Hnterflüßung angebeflrn Tnffen müssen

Vom Bokschafterrai.

P a r i», 6. Mai. (WTB.) Der Bonrllas lerrat, -er gestern -en Bericht des Präfidett ten der interalliierten Äommission für die A te ft i m m u n g in Schleswig über die Fest fetzung der deutsch-dünifchen Grenze entgegen- nahm, wird am Samstag mit der Prüfung dieser Frage durch Sinterung des französi­schen Delegierten dieser Kommission, Claudel, fortfabren.

Von der mehrheitssozialiftischeu Reichspartei konfrrenz.

Ber 1 in, ö. Mai. lieber die künftige Srxl lang der Mehrdeitssozial isten zur Rr gtenuigebilbimg machte der 'Jlbg. Bar 1 he 1 s, der an Stelle des Denmglütften Parlervorsltzciiden Wels als Vorsitzender der fowribemoftatifdim Fraktion in der preußischen Larchesoersammlung dte softaldemotratischk Reichskonferen; rr öffnete, bemerkenswerte Mitteilungen:

Er TrNärte: Bringt die Wahl eine aiibcrd Parteigruppierung. bringt sie uns eine f 0 zia 1 istische Mehrheit, so werden wir mit Freude unb Erleichtenmg von der Koalition Abschied nehmen Bleibt aber das Stärke vTihältnis der Pancicn bestehen, fo wird auch weiterhin eine jkoalitionS Politik gemad« werden. Air werden darnach fttcbnt, sie «a d» links zu verschieben. Eine 'Jlu^bebmmo bet jdoalitionsvolftik nach rechte käme für un-$ mdu in Frage

Das Referat Scheidemanns drehte sich nm das Verhältnis zu den Parteien, die Wahl und die Koalition. Letztere bezeirhrlere Schetde-.uantt als $ 11 f i fa n ftr u ft t on, ohne bic die Re­publik nicht einmal roenige SDlvnatr hätte leben können. Natürlich würde eine rein *

stische Restier una ohne 3$oali t iv 11 er­strebt. Mit einer sozialistischen Remerung fex aber wohl der Anfang, jedoch nicht das Ende def Weges gesunden. Auch eine sozialistische Regcernng finrae die notroenhigen Entwicklungsstufen nicht über springen. Das Rätesnstem lehnt Scheidemann ab, solange dies nur ein politischer Taichenfpielertrick sei, um einer Minderheit die Macht zti verftbaffen. Daß es ohne Koalition nicht gehe, hadc- das Ver­halten der U. S. P. während des letzten Put'che :- bewiefen. Semem Parteigenossen Rosst, den er br­üt diesem Tage mit Angriffen überhäufte, bereitet Scheidemann eine Ehrenrettung, indem er öiffiu iidi erklärte, daß er dem früheren Reichswehr Minister als Parteigenossen und als Menfdi alle Achtung solle. Tie Herren von links, dst Roske schmähten, hatten am wenigsten das Recht gehabt, denn sie hätten ihn 31t feinen Fehlern g- zwungm.

Die anfdjlicBcnofir Auöfttbrtmgen Rook e sollten eine Rechtfenigung feiner .'dalnmg als ReichswchrminMr sein. Taß die Rcakliou cinru so großen Umiang annebmen tonnt:, wie gescheh!-,!, sei zum Teil daraus zurückzufschren, baß die (4c- noffen der U. S. P. nicht auf dem Posten waren und selber Fehler machten.

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