Gluck jagen, wenn wir in Diesem yaiu nvcy etnmai ■ = (5 h i e 1 h ( a ft p § für hie aend roirrbc «'« Kommission bestimmt. ES ist su Mm. dnßder
die Reichsaetreidestelle in diesem Jahr keine mehr. Die Kartoffeln, die es wenigstens cm Dften hinten
unb Burschenschaft
53 Meter mit Um-
50,8 Sek., Rückn
Ausgaben
7 878 22,57 M k. 7 846 856^41 Mk.
verbleibt
verglichen 7 846 855,44 Mk.
tief in den Schach! und erlitt eint n doppelten i Fällen und des versuchten nm Schädelbruch, der den sofortigen Tod herbeiführte. I ren Diebstahls in acht Fallen.
1915/16: 964 817,81 1916/17: 1317 195,59 1917/18: 2 435 867,96
1918/19: 2 706 702,39
447 438,08
981 737,07 1 347,494,96 2 417 328,53 2 652 856,80
fd. Darmstadt, 4. reits von der M a u l - u n d
Mk.
Mk. Mk. Mk.
gen werden.
Aba. B u r l a g e (Z.) beantragt die sofortige Besprechung.
Das Haus beschließt demgemäß
Abg. Keppler (S.) sagt, wir könnten von Glück sagen, wenn wir in die'em Jahr noch einmal
letzten Vorlesungen dieses Semesters statt. Pros. Dr. Z y ch a von. unserer Landesuniversität, bis vor kurzem iroch an der deutschen Universität Prag, wird über das Deutschtum im tschechv-
O Fellingshausen, 4. SHi. Der 26- jährige ledige Bergmann Karl Wagner von hier stürzte aus der Grube Friedberg etwa 20 Meter
Berlin, 5. Juli. (Wolff.) Der Pressechef der Reichsregierung Ministerialdirektor Rauscher trat unter gleichzeitiger Entbindung von den Geschäften der Preßabteilung einen dreimonatigen Urlaub an. Der Wirkliche Legationsrat Heilbronn ist mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt worden.
Aschaffenburg, 5. Juli. (Wolff.) Der Streik auf der Gewerkschaft Gustav in Do t - ttn ge n wurde durch Beschluß einer neuen Betri ebsversam ml wtg heute nachmittag 4 Uhr abge- brochen. Pie Stterktage werden nicht vergütet.
Arrnst
, Waiim6u Mag mittag
Deutschland und Favan.
Amsterdam, 5. Juli. (WTB.) „Castern Service" meld:! -aus Totio: Die deutsche Botschaft und hie Konsulatsgebäude sind von Japan wieder an Deutschland z u r ü ck g e g e b e n worden. Die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind wieder hergestellt.
• Schleswig.
Paris, 5. Juli. Heute vormittag wurde im Mreustml am Quai d'Or'ay der V-rtrag zto-ischen den ailu-rrt.-it Mächten und Dänemark über die Grenz fest sc düngen in Schleswig unter» zeichnet.
Seite: 1. Jhuo Eck med. , _____ .. .
1. K. Jung meb. 51 Sek., Hand über Hand
1. Jhno Eck med. 45 Sek.
Mk.
Mk. Mk. Mk. Mk.
Frankonia
S chwim men, Strecke 50 ...O ü»
icfjren, Brust: 1. Bierrnger ver. not. 48 Sek.
Mannscha trm siegte Bur ch.nschaft Alemaimia vor Verein deutscher Studenten
fern brrm Dkntt-chland wHer sein Wirtsmaftsleben Mt.st».rue..., iKxh sei.ve Fiiantzen ordtien. Ohne Ord- mmg ieiltet Fümnzen ist b e pLrllliche Erfüll > ng seiner Brwpftiaüm'EN unmöglich. Wird Deutfch- fcnb seine leixt ckMlich- BcwemmgSlveiheit lmeder- ge,x«m, iii zu ^hossen, daß sein arbeitsgervohn-- tes Volk ar!. Kräfte zum Wied-.maufbru semes wjrt- fchaftlulfen Lebens einsetzen wird.
yochschulnachrlchten.
rm. Darmstadt, 5. Juli. Das int Jahre 1840 an der Techn. Hochschule dahier gegaünoete Korps „D a s s i a" beging am Samstag und Sonntag -die Feier ihres 80jährigen Bestehens.
Kreis Wetzlar. Hottlwrküufe.
wa. Wetzlar , 6. Julr. Das Gasthaus „Zur E r h o l u n g" ist von der Stadt ange- kauff worden und hat seinen Betrieb eingestellt. — Das „Hotel Kessel" ist an die Stahl- und Eisenwerke Aßlar bei Wetzlar verkauft und wird ab 1. August für Bureau- und Wohnungszweck von dieser Firma benutzt. — Das Hotel „H e r - mögliches Haus" ging durch Kauf in den Bentz der Stadt über nnb soll als Hotel weiter- gesüchrt, daß durch uns Einbrüche tetffrühet oder durch Kauf in Privatbesitz über und wird am 1. Oktober ihre Restaurationsräume schließen. — Der „Lahnho f", Restauration iini) Saalge- schäff, geht am 1. Juli ein und wird von oer Eigentümerin Buderus'sck)en Eisenwerke anderweitig verwendet.
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«31.
A«r Stadt tinö Land.
Gießen, den 6. Juli 1920.
Gießener Kleintinderhilfe.
Auf Wunsch haben sich die hiesigm Bank'n, die B.-zirksspackas e Gießen sowie di' Ver eger deZ Gießener Anzeigers und der ObeLl-ess. Volkszeitung zur Au l gnng ein r Sammelliste für die Gießener Kmderhllfc bereit erklärt.
Beranttaltnnaen.
Dienstag, 6. Juli: Katholisches Vereinshaus, 8V2 Uhr, Milgliederversammlung der Zentrumspartei. — Hotel Einhorn, 8V2 Uhr, Gastspiel Paul Buchwald. — Aquarium, 8V2 Uhr, Mitgliederversammlung der 50er. — Lichtspielhaus, „Die Frau im Doktorhut" und „Liebe, Haß und Geld". — Lichtspiele Seltersweg, „Der Muff" und „Ein Mädchen aus guter Familie".
** Am tliche Personalnachrichten. Am 28. Juni wurde dem Pfarrer Hermann H e ch- I e r, derzeit Verwalter der zweiten Psarrstelle zu Alsfeld, die erste Psarrstelle daselbst, dem Pfarrverwaltet Heinrich Schultheis zu Gelnhaar die evangelische Psarrstelle daselbst und dem Psarrverwal'.cr Friedrich Ziegler zu Mendels he im die evang-lische Psarrstelle daselbst übertragen. —' Im Landes-Arbeits- und Wirt- sck-aftsamt ist zu besetzen die Stelle einer Referentin für Frauenangelegenhei- ten. Bewerberinnm müssen u. a. hauptsächlich Erfahrung besitzen in allen aus die soziale Stellung der Frau bezüglichen Fragen, in allen ^rauenbildungsffagen sowie auf dem Gebiete der Fürsorge für die Frau und weMche Jirgrnd in gesundheitlicher Hinsicht. Schluß des Meldeter- mins: 15. Juli.
Deutscher Reichstag.
8. Sitzung.
Berlin, 5. Juli.
Haus und Tribünen sind trotz der Bedeutung der heutigen Tagesordnung für Allgemeinwohl nur recht mäßig besetzt. Vor Eintritt in die Tagesordnung überweist das Haus das Diätengesetz an die Geschastsordnungskommission.
Den ersten Punkt der Tagesordnung bildet die Interpellation der rheinisch-westfälischen Abgeordneten über die Schwierigkeiten der Brotversorgung in weiten Teilen Deutschlands, insbesondere im rheinisch-westfälischen Industriegebiet. Auf Antrag des Präsidenten wird diese Interpellation mit der Interpellation der Unabhängigen wegen der fortgesetzten Erhöhung der Erzeugerpreise für landwirt- schattliche Produkte verbunden.
Abg. Erkelenz (Soz.) begründet die erste Interpellation und schildert namentlich die ungesunde Zusammensetzung des Brotes, bei dem die Ersatzmengen das Mehl bei weitem überträfen. Bemühungen der Stadt Essen, aus Ostpreußen 2000 Tonnen Getreide heranzuschaffen, scheiterten an dem Einspruch der maßgebenden Behörden. Andererseits seien aber auch die in den Städten durch die Negierung zu liefernben Rationen unregelmäßig und in schlechtem Zustande angekommen. Das gelte für ga;.; Westfalen und das Rheinland. Mit Versprechungen sei die Regierung rasch bei der Hand, aber es geschehe nichts. Jetzt sei es soweit, daß in einzelnen Städten für die Zeit von etwa 14Tagen Zkein Brotgetreide mehr vorhanden sein werde. Der Redner evväynl barm eine große Anzahl von Städten aus allen Teilen Deutschlands, wo ähnliche Verhältnisse vorlägen. Diese Fälle reichen aber nicht an das Industriegebiet, wo das Brot
Gerichtrsaal.
rm. Darmstadt, 5. Juli. Der Kirchenraub in Sck-aflieim bei Babenhausen am 5. Febr. ds. Js., begangen durch den Raubmörder Wilh. Kreher, 20 Jahre alt, Schuhmacher aus Schafheim, der einige Tage später auch den Einbruch bet dem Landwirt Perschbacher beging und habet die ihn erwischende Ehefrau P. mit ihrem Halstuch erdrosselte, weshalb er sich in Kürze mit seinem Genossen bei der Tat zu verantworten haben wird, stand heute vor der Strafkammer zur Verhandlung. K., ein schmächtiger Bursche, gestand die Tat in vollem Umfang' ein. wobei er den 37 Jahre alten Korbmacher L. Wollbeck als Mitschuldigen bei der Ausfülwung des Diebstahls angibt, während W. ganz entschieden leugnet. W. ist aber bestimmt durch verschiedene Zeuaen erkannt worden. Die gestohlenen silbernen Leuchter usw., sowie das von Wollbeck außerdem unterwegs noch gestohlene Fahrrad wurden in Frankfurt vor-- kauft. K. erhält unter Versagung mildernder Umstände als Abschlag auf seine Mordtat zwei Jahre Zuchthaus, während W. mit Rücksicht auf ferne vielen Vorstrafen wieder vier Jahre dort zubrrngen muß, außerdem verliert er wieder btc Ehrenr-chtL
auf 5 Jahre. , . r _ , ,
Neuwied, 5. Julr. Das Schwurgericht hat den 26jährigen Schuhmacher Georg aus Scheuer-, selb (Kreis Al:enkirck>en) roeg.-n Mordes an einem gewissen Kühling aus Neuenrade, begangen vor Jahresfrist bei Katzwinkel an der Sieg, zum Tode und den gleichaltrigen Kriegsinvalrden Meister wegen Begünstigung bei dieser Tat zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Beide hatten verabredet, den Kühling, dem Georg beim Schleichhandel mit Zigaretten und Tabak behilflich war, zu berauben. Die Tat wurde von Georg allein ausgeführt und dabei dem Kühling 2000 Mark geraubt.
Berlin, 5. Imst MTB.) Heute begann vor dem Schwurgericht der Prozeß gegen den Falkenhagener Massenmörder Friedrich »L ck u - mann. Der Angeklagte wird beschuldigt des Mordes in sieben Fällen, des versuchten Mordes in elf Fällen, in zwei Fällen der vorsätzlichen Brandstiftung mit Mordabsicht, der Notzucht in vier Fällen, des Versuches dieses Verbrechens in %roei Fällen und des versuchten nnb vollendeten schwe-
dahingehende Wunsch unserer Sugenb bald erfüllt wird: als Gegenleistung von ihr erwartet aber die Gemeinde mehr Zucht und Sitte. — Die vor einiger Zeit einem vorjährigen Gerneinderats- I.eschluß gemäß angebrachten Anschlag stafeln loten manchrlei Narr nhänd n ein willkommenes Betätigungsfeld für allerlei Witze, die weiß auf schwarz zeigten, auf wie g-spanntem Fuß mancher mit dex Rechtschreibung seiner Muttersprache lebt. Alle Warnungen und Strafandrohungen halfen nichts gegen diesen Mißbrauch: nun scheint die Ortspolizei ein probates Mittel gefunden zu haben, indem sie bei weit.wein Beschmieren die Verweigerung jeder Erlaubnis für Tanz und Lustbarkeiten für ein Vierteljahr androhte. Verboten wurde auch das Singen des Ab.n)s auf den Dorsstraßen, gegen das bis zum Einbruch bet Dunkelheit bei einwandfreiem Text kein vernünftiger Mensch etwas einzuwenden haben wird. Wie bisher über Mitternacht hinaus geübt, wird dies Singen aber zur Plage. Hilst das Verbot nicht, so dürfte bei der Entschlossenheit unterer Ortspolizei, den Sinn für Sitte imb Anstand zu heben, unsere Jugend mit schärferen Maßnahmen auch hier, wie beim Kapitel der Anschlagstafeln zu r.chnen haben. Mle Freunde wahrer Freiheit wird die Polizei
herum gäbe, kämen nacb dem Westen Deutschlands überhaupt nicht. Trete aber eine Verkehrsstockung oder ein Streik ein, so sei der Zusammenbruch unserer Ernährung und damit der Bürgerkrieg da. Hinsichtlich der Aenderung der Preispolitik könne nur die Landwirtschaft den Anfang machen, und sie kann es, weil ihr die eigenen Lebensmittel von selber zuwachsen, und weil sie während des Krieges glänzend veroient hat.
Abg. Keppler schließt seine Ausführungen: Ist sie dazu bereit, so werden die anderen Volksklasten mit sich reden lassen und dem Preise entgegenkommen. Gegenüber dem Friedensstand haben sich die Preise bei der Landwirtschaft um das Zehn- bis Zwölfsache vermehrt, während die Löhne nicht annähernd um das Zehnfache gestiegen sind. Grund zur Klage habe die Landwirtschaft nicht.
Inzwischen ist ein Antrag der Unabhängigen eingereicht worden, der erklärt, daß die Bel-and- lung der beiden heutigen Interpellationen durch die Regierung nicht den Anschauungen des Reichstags entspreche.
Abg. Saucrbroy (U.S.) verweist auf die Unterernährung der Kinder und macht die Land- wirtschaff dafür verantwortlich. Der Politik des Reichsernährungsministers könne seine Partei kein Vertrauen entgegenbringen. Der Redner gibt bann eine eingehende Schilderung der Zustände im Industriegebiet und meint, daß angesichts der noch dazukommenden Arbeitslosigkeit es kein Wunder sei, wenn es zu Unruhen komme. Erst der Sozialismus könne da Wandel schaffen. Alle bürgerlichen Maßnahmen würden nichts nützen.
Hierauf wird die Fortsetzung der Besprechung auf Dienstag 2 Uhr vertagt.
Schluß 6 Uhr.
Berlin, 5. Juli. (Wolff.) Der Ae l te st e n- rat des Reichstags einigte sich dcchin, die Verabschiedung des Nachtragetats zum Notetat in dieser Woche nr>ch zu erledigen, um Ende der Woche zu einer längeren Pause zu kommen.
Berlin, 5. Juli. (Wolff.) Nach einem Beschluß des Aeltestenrates der preußischen Landes- versammlumg beginnt am Dienstag die Etatberatung, nachdem vorher der Notetat verabscknedet ist. Zwei Rednergarnituren werten sprechen. Man hofft, die Beratung am Mittwoch abzusMießen. Dazu soll eine längere Pause ein treten, wäh- rciti> der die Ausschüsse die notwendigen Vorarbeiten erledigen.
4x53 Meter Lagenstaffel: 1. KorpZ Teutonia 3 Min. 36 SÄ. unter 6 Mannschaften vor Frankonia und Staufia.
Leichtathletik 100 Meter: 1. Schlot- manu jur. 12,2 Sek., 400 Meter: 1. Schloimanri jur. 59 Sek., 3000 Meter: 1. Wilhelm med. 11 Min. 4,4 Sek.
S peerwe rfen: 1. Stern 36,07 Meter, Kugel stoßen: 1. Gwtewold 10,60 Meter, T is ku swerfen: 1. Gvvtewold 2.5,75 Meter, Hock.sprung: 1. Kolb med. vet. 1,48 Meter, Wei t s pru n g: 1. Krapping meb. vet. 5,46 Met.. T r e i r a m p f (Hochsprung, Kugelstoßen, 100 Meter): 1. Kolb meb. vet.
Sta ff el läu se ,4x100 Meter: 1. Bur^ schenschast Germania (52 Sek.) unter 10 Mann-1 sck^aften Var Freischar und Ehattia. 10 X100 Nieter: 1. Burschenschaft Germania 2 Min. 16,& Sek. vor Has o-Rhenairia und Ehattia.
Fußball wett spiel (Schiedsrichter Herr Tietz, Merkur): Aöad.-Spvrt-Club im V. f. R. 1900 gegen Akad. Abteilung des V. s. B. nach scharfem Spiel 3 zu 2 gewonnen.
Tie Ruder- und Temriswettvärnpfe werden am 21., 24. und 25. Juli ausgewogen.
aus 10 Prozent Grundmchl und 90 Prozent Ersatzstoffen bestehe. Dabei gebe es genügend Weizenmehl, da» zu Wucherpreisen, 130) Mark für den
Juli. Zu den be- __________________ ____Klauenseuche verseuchten 319 Orten haben sich in ber letzten Woche 43 weitere Gemeinden gesellt.
AM
M.) Wie A vttabenbah M 18 Person«
slowakischen Staate sprechen.
** Von der Eisenbahn. Nach einer Verfügung der Eiscnbahn.ücektion an die Dienststellen- Vorsteher ist in ber nächsten Zeit mit der Ent.aftung ber bei ber Eisenbahn beschäftigt- n kaufmännischen Bediensteten zu. rechnen. Die Entlassung erfolg, auf Grund eines Ministerialerlasses.
** Freibank. Mittwoch, 7. Juli, werden von 1—3 Uhr die Nummern 351 bis 450 beliefert.
Landkreis Gießen.
X Bettenhausen, 4. Juli. Heute fand hier unter äußerst reger Beteiligung die Wahl der Vertrauensmänner ber Landbe- Werber statt. Als Landbewerber hatten, sich ein.ragen lassen Arbeiter, ficinc Landwirte, sämtliche größeren Landwirte, die bis zu 80 Morgen ergenes Land bewirtsclraften (und znm Teil eigenes Land ver.pach8et halchr), sogar Auszügler und Rentner. Ein. Zeichen, daß hier der Landhunger sehr groß ist. Es waren zwei Listen dec Vertrauensmänner ausgestellt, eine Liste von den Arbeitern und Sleinbauem, die andere von den größeren Lano^oirten. Gewählt wurden drei Ver- trauensmäriner und vier Stellvertreter von der Liste der Ersteren, 1 Vertrauensmann von der Liste der Letzderen.
X Lollar, 5. Juli. Am Samstag abenb versammelten sich im Lokale ihres Altersgenossen Hch. Schabeck VII die 50jährigen vom Jahrgang 1870.
x Wieseck, 3. Juli. Nachdem die letzten Wochetl wieder einmal zu deut ich bewiesen, daß die derzeitig uns zur Verfügung stehenden W a s s e r in e n g e n nicht genügen, beschloß ber Gerneinderat, mit dem Kr.isbaiiamt we »en Er- sckNießnng weiterer Quellen in Verhandlung zu treten. Für die von der Gemeinde in Angriff genommene Bautätigkeit zur Be- kampsung ber Wohnungsnot wurde ein weiterer Kredit von 100 000 Mk. bewilligt. Zur Errichtung
ein Rest von 32067,13 Mk. Das Vermögen besteht in fünfpwzentigen Kriegsanleihen im Nennwerte von 105 OOO Mk.
Kreis Schotten.
b. Eschenrod, 5. Juli. Der erste Sonntag im Juli, ber Tag des Hohewbskopfsestes, hat seinen alten Ruf als Regentag bewabtt. Die Nachmittage des 3. und 4. Juli brachten ben seit Wockien ersehnt n Regen, lieber all sind die Bauersleute eifrig am Dickwurzsetzen.
Kreis Friedberg.
fd. AusderWetterau,4. Juli. Unter oen Kleinbauern regt sich wachsender Widerstand gegen die beabsichtigte Wiedereinführung der Drusch Prämie, da sie in dieser lediglich ein Geschenk für die Großgrundbesitzer ersehen. Die Bauern verlangen in ihren Protestversammlungen, die bereits an verschiedenen Orten abgehalten wurden, gleiche Bezahlung für alle Getreideerzeuger.
Starkenburg und Rheinhessen.
Gebiet habe versagt.
Tr. Hertz (U.S.) begründet die Interpellation ber Unabhängigen. An ben Wucherpreisen Tür Obst und Gemüse sähe man, daß der freie <0anbei bie Produktive Bevölkerung ausbeute. Deshalb widerstrebe seine Partei der Aufhebung der Zwangswirtschaft. Wenn bie Lockspitzelarbeit der Reaktion, die an den Unruhen der letzten Tage die Schuld trage, leider ben gewünschten Erfolg gehabt habe, so sei das aber auch ein Beweis dafür, bis zu welchem Maße die Berzweislun^ der Massen gestiegen sei. Die Regierung sage, sie wolle den Arbeitern versöhnlich cutgegeiiEoinmen. Ihr Verhalten bei ber Verschlechterung ber Lebensmittelpreise gebe aber Anlaß zu großem Mißtrauen. Seine Partei sage ihr ben schärfsten Kampf an. An ber Kalamität sei aber nicht die Reickrsgetteide- stelle allein schuld. Lieferung von (betreibe an das Ausland, Verfütterung 'an bas Vieh und ber Schleichhanbel trügen die Hauptschuld. Der volks- wirtschaftlick>e Ausschuß könne nicht mehr als gesetzmäßig angesehen merben.
Unterstaatssekretär Dr. Huge beantwortet beide Interpellationen, er ist aber nur sehr schwer Verständlich. Im Jndnsttiegebiet müsse zur Zeit schon eine wesentliche Entspannung ciugetreten sein, da 6000 Tonnen Getreide größtenteils dorthin entsandt worden seien. Dem Abg. Hertz enuibere er, daß Gemüseeinfuhr vom Ausland eingeleitet worden sei. Gegen Wucherer solle energisch vorgegan-
für das Wirtschaftsjahr: Einnahmen
1914/15: 454 338,83 Mk.
dann auf ihrer Seile haben.
Kreis Alsfeld.
Einnahmen und Ausgaben eines Kommuual- oerbandrs.
dz. Alsfeld, 5. Juli. Nach ben von dem Kreistag des Kreises Alsfeld genehmigten Rechnungen des Kommunalverbandes Alsfeld für dicl Wrtschaftsjah e 1914/15 bis 1918/19 betragen die Einnahmen und Ausgaben
8
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Ausiühr Aber Matzn mangel. ® <r ki^hall getro’ tei innerhalb v Verfügung das sihloerde ist bei sie bat anjschteb« entwikt das ßroteikn; es nahm für M die WMaWa Mgm festfetz das Mieteimg des Berfahm -es Mietetnig
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Irland.
Amsterdam , 5. Juli. (WTB.) Wie das „AlgMeen Hand^lsblad" aus Ändon meldet, hielt am Freitagabend bas irische republikanische P a r [ a m c n t eine Sitzung ab, an ber etwa 60 Mitglieder teilnah',neu. Das Parlament hat ein Dekret erlassen, durch das zur Einrichtung repu blikauischer Gericht-Höfe die Ermäckstigung erteilt wird. Dre „nationale Anleihe" in Höhe von 250000 Pfund ist mit 50 000 Pfund überzeichnet.
Die Politik Rußtauds.
Berlin, 5. Juli. (Wolff.) Aus Moskau ist juL'c-b'r Fim(sprach effigcgmgeir: „Hiermit wirb an e icksts bösnllliger BeHcrilpl'UNgLN mit voller (SntHi.n-Wirrt nn^meuxutig crilärt: Den Sow etreist' nmgsvertrel-em im Auslande wirb jede Einmischung in die inneren Verhältnisse der bt'tücff'.'ir .'ri ©'b'ijteu Mrsdrücllich untersagt. Dikror Kopp in Berlin ist die Jnstrntlion erteilt worden, ic?.<r Berülwimg mit ber dmttschen inneren Polittk sich völlig feint zu halten. Ter Volkskom- Wisjar Auswärtigen. Ttschitscherin."
dem Ikicbc»
Die Orgaui'atton der Rottn Armee.
München. 5. Juli. Die „Münckxnr-Augsb. Aben^tg." LTiitgt 'freute über vier volle Seilen Enthüllungen aus dem La-ger ber Kommunistischen P rtei Deuffchstrnd's. Für Münck^in bzw. Tavern -arbeitet di' K. P. D. nach fulgenbem Plan:
Cs wur'-e eine Geheimorganisativu geschtffen. ä),-.stich dem System ber U.S.P. Tie Bil -ung einer neuen Rtoten Armee wurde in Angriff genommen. Zur Zeit ist diste Organisation soweit gediclxm, baß alle Sektionen ber K.P.D. ihre bestimm en Truppen stellen, wie Infanterie, Artillerie, Minenwwfer, Telcpl<on- und Telegra- Zchen-ZerstVrer. frjlvr eigene Truppen zur Verhaftung non Gestern usw. Aach soll sich eine eigene Alsteilung -bei der Entwa fsnun g b;r Einwohner w ehr in folgender Weise betätigen: Zu einer Kimm en Zeit taafrrmb der Nacht rücken von allen Sektionen di' einzelnen Trupps^ aus, überfallen die Entwohnervattwuillen, woK olles ods lut geräusch'os vor sich ge'hen muß. (NieKst^ck-g-en mit Schlagring ober Gummiknüppel, dann bemächtige man sich der Waffen, leg? -• die Armbinde Der Erttwolmerwehr an, um in ben einzelnen Ouartüreu Einbiß zu bekommen und .dort euch die Entwaffnung rorzunel>men. Wieder andere Trup:s sollen g"grrerische Ver ammlungen t sprengen. Kommt ein Mitglied der K.P.D. in ben Verdacht, 'gegen bie P»ortei zu arbeiten, so tritt ein F Parteigericht ^stammen, das in ben meisten Fällen mit dem Ausschluß aus ber Partei btzw. '» Todesstrafe sein Urteil fällt. Bei der K.P.D. ■ liegt auch eine Geiselliste auf, in ber hauptsächlich Gerichtsbeamte, Offiziere, Adelige stehen. Von den Münchener Bürgm ßollen mehrere st>un- bert aus Mche für L^winä-Nisien erschossen.werden. Sollte es der K P.T. geUit^n, rbk Macht zu erobern, fo würbe sie sofort eine rote Militärdiktatur errichten Mle Platze werden bann militärisch besetzt. Zu dem neuen Generalstreik jinb neue Richtlinien aus gegeben worben.
Brötchen und Weißbrot daraus backen sollten. Diese > das Institut für Deutschtum im Ausland bte Mengen müßten beschlagnahmt werden. Hier ver -' ftwArS 'statt. Bros
halten sich aber bte Behörben passiv, ebensowenig wie sie gegen städtische Beamte vorgehen, bie in ihrer Eigenschaft als Lebensmüteldezernenten Privatgeschäfte treiben. Das ganze Systent ber Ew- treibeyerforgung bedürfe überhaupt einer Revision. Die Neichsgetreidestelle habe ihre Pflicht ntclst getan, inbem sie sich nicht beizeiten eingebeckt und bafür gesorgt habe, daß wir jetztstvenigstens roieber Getreide bekämen. Die Zwangswirtschaft auf diesem
** Das Den tschtum im tscheckoslo- waktscheu Staate. Am Dienstag uno Mitt- - - . . . - l wach dieser Woche finden abends von 7—8 Uhr
Doppelzerttner, an die Bäcker abgegeben werde, die! im Hörsaal 10 der Marburger Universität für
Sport»
W-ettkanrpfe der Unioersität Giesten.
Gießen, 5. Juli 1920.
Tie am 3. und 4. Juli veranstalteten.Wett^ lämpse ber Universität Gießen zeigten, daß in dem vergangenen Jahre trotz der z-ahlceick^iv Widerstände, die in unserer ganzen Lag- begrünbet sind, auf unserer Hochschule au der körperlichen Ausbildung ber Studenten fleißig gearbeitet worden ist. Tie Beteiligung Ivar etwa sechsmal so stark wie im vergangenen Jalwe, die Leistungen standen auf einer höheren Stufe. Absolut genommen, fehlt reilich noch viel, bis Teilnehmerzahl tüti> Leistungen gut genannt werden fönnten, w baß ein Vergleich etwa mit ben Wettlsämpsen einer schwedischen oder ameriLanischen Hochschull- gejiogm tvertxm könnte: aber bie Wettkampf > hab.n gezeigt, daß mir uns auf dem richtigen Weg: befütixm und baß wir vorwärts llommen. 9uod> 'haben zwar, vor allem aus den Kreisen der Nrcb'fftkorp'orierten, viele für den Adel der Leibesüoungen kein Ver- 'lündnis, aber auch hier mehrt sich die Zahl der Anhänger dieses jüngsten Zweiges der Hochfckpübil- bung. Bei den Berbmdungis>rudente-n sffid wir bereits soweff, daß sich dieiesmal alfe' Gruppen ber verschiedenen Verbrndun^-n aktiv beteiligen und auch unter den Zuschauern stark tx-rta-ten waren. An erster Stelle nach Zal-l, Sportsg.nst und Leitung standen hierbei bie Gießener Burscl-ensä-aften. (Sine Anzahl Pvofes.vren unter den Zuschauern be* Eimbete, baß auch unter ihnen bte Notnx'ndigkeit, bie Pflege der Lechesübungun in den Hochschulbe- trieb einzug iebern, erkannt ist. Auch von der Stadl waren am Sonntag nachmcttag> Ver.rrt-r erschienen, was im Interesse der weiteren, Pliäne der Hvckschnle bezüglich der Pjl.'S' ber Leibesübungen! besonders M begrüßen istz, da die Univeriitüt bei ihren Absichten auf ein weitgehendes Entgegenkommen der Stadt angennefen ist, das seinerseits wieder Früchte tragen wird, da LandesuntversitÄ und Stadt in ihrem Gedeihen aufeinander angewiesen sind.
Sämtliche Kampfe, Fcmstiball, Schwimmen, Leichtatt/letik und Fußball wickelten sich unter Leistung des akodemischen Sport- imb Turnleiters Tr. Werner bei selbstLofer Mithilfe von Herren der hiesigen Sportvereine glatt ab. Namenllich bie Kämpfe am Sonntag nachmittag ftxrren in ihrer Iiotten Aufeinanderfolge ohne Pausen und Rei- ningen bei vollkommener Freihaltung des Innen« raumes muftergütig. Laufbahn und Spielfeld des V. f. R. 1900 waren trotz des vvrangegangenen Regens fn gutem Zustand.
Tie Ergebnisse der Kämpfe sind:
Fa u st ba l l: «Nach hartem Kamps von fiebert >


