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Juli.

a. M-, 6. 3uh.

3. 3ufi

1331,15 1333,85 1341,15 1343,85

17. d.

7307c

340,65 621,85 642,35 835,15 157,30

233,25

149,35

37,85

323,65 680,30 614,35

Prag. . Budapest

333,65

629,35

619,35 831,65 162,30 227,25 148,97

37,45

316,65 675,30 614,35

341,35 623,15

643,65

836,85 175,70 233,75

149,66

37,95 324,35 681,70 615,65

ter: 1. Schki« : 1. Schloinunn Wilhelm med.

(Wolff.) Wie Reuter meldet, wurden bei einem St ra ßen bahnvn fal l in der NjLhe nun Pitt- ston 18 Personen getötet mrd 100 verletzt.

Marburg, den 2. Juli 1920. Stodtbauamt.

Gießen, den 2. Juli 1920.

Hess. SMturmfbrftion Gießen.

£>. Steindach, Vaurat.

Vermischter.

* Skranton (Pennsyldanien), 5.

1902 vollendet wurde: über die gigur, die auf einem reich mit Bildwerk verzierten Bvvnzcsesiel thront, ist eine ganze Reihe von Schriften ent­standen.

In wie hohem Mast Klinger im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens steht und in wie breiten Kreisen er als die vielleicht bedeutendste Persön­lichkeit unter den bildenden Künstlern Deutschlands anerbannt wird, ^eigt die Literatur, die über sein Werl erschienen tft.

334,35 630F5 620,65 833,35 162,70 227,75 149,27 37,55 317^5 676,70 615,65

Arbeitsvergebung.

Für die ^-eltoereintgintg .Heuchelheim sollen nachfolgende Arbeiten und Lieferungen ver- Scben werden.

Los 1 He-.strllen des Bvckerbachdurchstichs unter­halb Heuchelheim,

Los 2 Bau einer Belonbrücke,

Los 3 Herstellen eines Flutgrabens auf der

Gelb Brief

5. Juli

!chten.

Das int Zadre dahier gcgrW nt5ta<] und SBeiW-

Maste mit der Malcvei yu beschästtgÄi. 1887 ge­lang ihm zuerst ein Äeiwllde -prosten Stils:Tas Urteil des Paris". Hier versuchte der Künstler, wie später verschiedentlich, zum erstenmal den Rachme.r mit in das Wrr.üngss«k>des Kün'lerischeu zu ziehen, indem er ihn mit plastischen Figuren, die zum Gemälde in Beziehung sürnden, versah. Sein 1897 vollendetes BiloChristus int Olymp" erweiterte wieder durch seinen plastischen Rahmen die gemalte Darstellung.

5prvz. Reichsanleihe 79.60.

Frankfurt Devisenmarkt. Geld Brief

gewöhnliche Zartheit e- Seit 1883 fing K.

36,01 Meter,

10,60 Meter, t) 25,75 SDlcter, >1 1.48 Meier ,'ott dS Mell acststvtzen, IOC

Meter: 1 Btiv mitt 10 oft io. 10 X100 tid 2 Mia. 16,& jattin.

hiMchtn Herr iib im j. f. 9t es L.f.r. Mh

äw rocM am Sir.

Gebühr mm 2 Mk. für jedes Los bezogen werden.

Angebote sind bis yun Samstag, dem 17. d. M., vormittags 11 Uhr, auf dem Stadtbauamt mit entsprechender Aufschrift ein» zureichen, woselbst auch die Eröffnung der Angebote unter dem Beisein der etwa erschienenen Bewerber zu genanntem Zeitpunkt stattftndct.

Verdingung.

Die Ausführung von nachstehenden Arbeiten zu dem Neubau von 5 Häusern mit je 6 Kleinwoh­nungen am alten Kirchhainer Weg in Marburg soll in 5 Losen öffentlich vergeben werden.

L Maurer-, Steinmetz- und Asphaltarbeiten.

2. Ausstakung der FachwerVwände.

Die Unterlagen können vormittags zwischen 11 u. 1 Uhr auf dem Stadtbauamt eingesehen oder von dort, soweit der Borrat reicht, gegen eine

ft Ter usen am W- Paubmördec

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zkersänyer" unb «Ü einem Zyklus von acht Feder- zeichnu-ngenRatschll^ zu enter Kvnkurrenz über das Thema Christas" jetzt in der Berliner wati>- nalgalerie) beNUtert 'hatie, arbeitete er die nächstcn Jahre fast nu-schlrestlich Feder^eichnrm^u unb Ra­dierungen. diomarrusche Erfindrung und starke Phanüisie bei naturalischchcr Auöfüpnrng zeichnen diese Arbeiten, von beten meist mehrere^zu Zyklen zusammen gefußt »wurden, aus Sem Hauptwerk, das in diese Schaffenspwvrde füllt, sind fLoch die (1894 vollendetcry 41 Sütter zurBrachms Pchart- tchic', in denen sich eine gvostrrtis: ©tcytrunfl alter in seinen ersten Zeichnungen angedeuteten Eigenschaften offenbart. Technisch bemerkenswert bei lernen Arbeiten ist, daß er öfters die Radier­nadel mit dem Gvab(nchel verbrndet: firne Ar­beiten mit letzterem allein chrben eine ganz auster-

Pferdeweide.

Die Verdingnngsunterlagien liegen auf der Hess. Bürgermeisterei Heuchelheim offen, wo die Angebote in Prozenten des Kvstenanschlags mft entsprechender Auffch'.rft versehen verschlossen und tostfrer emzuveichen sind. Eröffnung Dienstag »en 13. ds. Mts. norm. 9 Uhr aus dem Rathaus zu Heuchelheim, freie Austvahl unter den Bietern tochHalten.

U StrnVerg, 4. KK. D-s Schwurgerrcht verurteilte den L^ahrig-.n Rielker Fritz Schulze <nrf Ueberau bei Darmstadt wegen Raubmor- t> e S zum Tode und dessen Bruder wegen ^Bei­hilfe zu vier Jahren Gefängnis. Das Brüber- paar hatte am 20. April Den Melker Kalin von hier gemeinsam ermordet, die Leich: in die Lahn geworfen und dann die Wohnung des (Srmorbeten auSgeraubt. Dem Hmchttäler Fritz SchnUe konnte in der Verhandlung eine Anzahl krimiwstler Ver­gehen aus früherer Zeit nachgewiesen werden.

M 192o

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Zeter mit Um« not. 48 Sek., Eel., Rückn: ld über Hund:

sei: 1.

6 MunMsten

Aunst und Wissenschaft.

Max Klinger t.

Naumb urg (Saale), 5. Juli. (Wolsf.) Arn Sonntag mittag erlag auf seinem Sommersitze in Grob-Jena an der Unstrut, wo er, wie alljährlich, seit Mai 'weilte, der Maler und Bildhauer Ge­heimrat Professor Max Klinger einer Herz- Kühmung. Max Klinger erlitt bekanntlich zu An­fang dieses Jahres einen Schlaganfall. Infolge­dessen war man schon damals auf sein Ableben eefa&t. Der Kunst der Aerzte war es jedoch ge­lungen, den 63jährigen Künstler soweit herzustellen, daß er wieder schaffen konnte. Wie bekannt, ist der Zünftler auf seinem Krankenlager nochmals eine <?be eingegangen, und zwar mit seiner langjährigen Pflegerin. Die sterblichen Ueberreste Max Klingers werden am Mittwoch auf dem Besitztum Klingers m Groß-Jena bei Naumburg beigesetzt werden.

Max Minger ist am 18. Februar 1857 in plagwitz bei Leipzig a's Sohn eines Kaufmanns geboren. L-chon mit siebzehn Jahren ging er nach Karlsruhe, wo er die Kunstschule besuchte. B-n da ging er 1875 nach Berlin, wo er bis 1878 » Kunstakademie besuchte. Nebenher bildete er sich oudodidakistch als Radierer aus. Nach einem vier jäbrigen Aufenthalt in Paris übersiedelte er rauf) Leipzig, wo er 1897 Pvofessvr an der Akademie tourte. Tas Wer? Klingers läßt sich im Wesent­lichen in drei Perboden teilen, in denen er nach­einander in der Hauptstich: als Gra pH i ke r, als

AuS dem AmtSverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt 3h. 92 vom 5. Juli enthält: Sitzung des Pco- vinzialtags. Provi'ion».n. Maßnahmen gegen Wohimngsman,«!.F:eischversorgunA. T-ru:ch- kohlen. Viehseuchen. Pm iz.n-Vero rdnung betr. die Badeanstialten in Gießen. Bekannt­machung der neuen Fassung der Reichsgetveide- ordmmg (Fortsetzung).

Die ordentliche Sitzung des Pro­vinzialtags im Jahve 1920 findet Montag den 12. Juli, vormittags IOV3 Uhr, im Sitzungs­saal des R.gierungsqebLudeS zu Gießen mit fol­gender Zflgeuorbnung statt: 1. Rechnung und Ber- walttmgsbericht der Provinzialkaise für 1918. 2. Vorlage über die Besoldung der Beamten und Angestellten der Provinz. 3. Voranschlag der Pro­vinzialkasse für 1929. 4. Rechnung jmb Verwal­tungsbericht des Provinzial wa,serwcrks Inheiden 1 für 1918. 5. Voranschlag des Provinzialwasser­werks Inheiden für 1920. 6. Rechnung und Ver­waltungsbericht der elektrischen Ueberlandanlage für 1918. 7. Rechnung und Verwaltungsbericht über den Bau der elektr. Ueberlandanlage (vom 1. Oktober 1911 30. Juni 1918). 8. Voranschlag der eieftrischen Ueberlandanlage für 1920. 9. An­trag des Provinzianusschus.es auf Erhöhung bet Tagegelder für die Mitg.ieder des Provinzialaus- schus'es und des Pcovinzialtags. 10. Mündliche Berichterstattung über die Elettrizitätsverforgung der Provinz.

Provisionen. Die HändlerprovisLon wird festgesetzt für Rinder, Schweine, Schafe auf 2 Proz., für Kälber aus 14 Mk. pro Stück. Die Gesamtver- gütung, die die Kommunalverbände der Provinz Ober Hessen an den Ober hessischen V ieh handel s- terbanb zu za^en haben, wird festgesetzt für Rin­der, Schweine, Schafe aut 4 Proz., für .Kälber auf 17.50 Mk. pro Stück.

Ausführung bes Reichsgesetzes Lber Maßnahmen gegen Wohnungs- mangel. G gen eün* von derGemeiMebehördeim Einzelfall getroffene V^rsügung steht den Beteilig­ten innerhalb von fünf Tagen seit Zustellung der Verfügung das Recht bec Beschwerbe zu. Die Be­schwerde ist bei ber Gemeinbebehörde einzureichen: sie bat anfschiebenbe Wirkung. Ueber die Beschwerbe entscheibet das Mielliniglmgsamt nach billigem Ermessen: es kairn insvewndere eine Beschlag­nahme für unwirksam erklä.c.n ober eine Frist für die Ueberlassung bestimmen ober besondere Bedm- aimgen festfetzen. Das Verfahren ist gebührenfrei: das Mirteinigungsamt bestimmt, wer die Auslagen des Verfahrens zu tragen hat. Die Entscheidung des Mieteinigungsamtes ist unanfechtbar.

Um Fleisch- und Wurstwaren vor dem Verderbet! zu bewahren, ordnet das Kreisamt an, daß sic spätestens Freitag abmd einer jeden Woche von den Versorgungsberechtigten bei den Metzgern abzuholen smd.

Die Räude unter den Pferdebeständen des Wilhelm Wallenfels II. in Albendorf a. b. Lda., Nikolaus Seip in Beltershain und August Sehrt m Ober-Bessingen ist erloschen. Die Sperrmaß- nahmen werden ausgehoben. In dem Gehöfte des Jakob Von-Eifs in Grünberg ist die Rotlauf- senche (Backsteinblattern) festgestellt worden. Die Sperrmatzregeln sind angeordnet worden.

M a l e r und B i l dHau e r tätig toar.

Nachdem er 1878 auf der akidemischen Kunst-1 'ßulqariert

Ausstellung in Berlin mit einem OelgsemLdeSpa- Aonftcmhnopel. . .

Datum: Amstervam Rotterd. Drössel-Antwerpen . (Ihristiania Kopenhagen Stockholm Helfingfors Italien London New-PorK Paris Schweiz Spanien lukn (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg.

Gegen 1890 begmn der Künstler sich mit BiK>- hauerei zu beschäfcisen, der er sich in neuejkr n ausschlietzlich widmete. Diese Arbeiten finten Krömmg in der Marmars'igurBeetl-oven",

fianöel.

Berlin, 5. Juli. Börsenbericht. Die schon am vergangenen Samstag hervorgetretene feste Haltung bet Börse übertrug sich auf den heutigen Verkehr, wozu einerseits die starke Kurs- ftetflennig ber Deutschen Erdöl, die bei knappem Angebot 1500 erreichen konnte, später aber starken Schwankungen unterlegen waren und andererseits die Hoffnung auf einen angeblich günstigen Ver­laut'ber heute in Spaa beginnenden Verhand­lungen beitrug. Neben Petroleumwerten, von denen Deutsche Petroleum 810 als stark gchefsert hervorgegangen find, setzten besonders Motan- werte ihre steigende Bewegung fort, wobei auch Gerüchte von dem Abschluß der bekannten Kon- zentrationspläne -wischen einzelnen Untemeh- mungen in Rheinland-Westfalen eine Rolle spiel­ten. Die Kurssteigerungen betrugen hier bis 15 Prozent. Bei Färb- und Eleftroaktien, die ruhiger lagen, bis 10 Proz., vereinzelt auch darüber, wie bei AEG. Leichde Besserungen der Devism- kurse bewirkte eine Befestigung der Valutawerte, so besonders Mexikaner nnb Schantungbahn. Sonst noch .wesentlich gebessert waren Kaliaktien, deut­sche Waffen, Rheinische Metall unb Adlerwerke, wogegen Kolonialwerte ziemlich unverändert und vernachlässigt waren. Rentenwerte unverändert. Feste Haltung erhielt sich auch später bei geringen Schwankungen.

Frankfurt a. M., 6. Juli. Börsen- stimm ungsvild. Im Vergleich zu dem großen Geschäft an der Mittagsbörse, besonders in Mon­tanpapieren, gestaltete sich der Abend verkehr ru­higer. Die höckLten Kurse konnten sich bei man­chen Papieren nicht voll auftecht erhalten, doch ist die Tendenz im allgemeinen als fest zu be­zeichnen. Deutsch Luxemburger gewarnten mit 294. 3, Gelsenkirchen mit 305. 3 Proz., Oberbevarf scksivächten sich 3 Proz. auf 208V2, Phönix Bergbau 1 Proz. auf 424., Adlerwerk Kleyer büßten 4 Proz. ein, 230., P. E. G. minus 2 Proz., 283., später anziehend bis 285., Kali Westeregeln stiegen um 14 Proz. (599.), Lothringer Hütte 9 Pwz. (269.). Zuckerfabrik Frank^ithal notierten 345., Metall Brngwerke 209V2, Zellstoff Aschaffenburg 325., Schuhs. Aug. Wessels 220. Später trat er­neute Aufwartsbewegnng in Aiontanpapirwen ein, wobei Bochumer 8V2 auf 289.. Harpe,.rev 4 Proz. auf 309. an zogen. Bergmann Werke stiegen 9V2 auf 227., Farbwerke Höchst 5 auf 350 Scheideanstalt 63/i auf 50734. Banken sowie Aus­landsrenten fest. Deutsch: Erdöl 1430, Deutsche Petroleum 812., Steaua Romana 1100 plus 50 Proz. Julius Sichel lebhaft, 1320 bis 1350.

23,47

28,53

23,22

23,28

25,97

26,03

25,97

26,03

86,02

86,22

86,27

86,47

23,47

23,53

23,84

23,90

Berün

152,75

207,50

283^0

285,

284,

5. 7.

14

80

16

12

270,

230,

16,25

12,10

174,75

150,50

295,

289,

3.7.

14,70

5.7.

79,60

3.7.

79,73

350,

285,

Zürich . . . ,

Amsterdam .

Kopenhagen.

Stockholm. .

Ubien .. . .

Prag . . . .

Vörseakrrrse.

Frankfurt

STbenb- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs

289,- 29t,- 306,50 309,- 208,50 265,-

424,-

410,-

431,- 343,- 272,50 166, r-

MMrlnotieruugeu.

Datum:

186,75 183, 273,-

5. 7.

79,60 72,30

60,80 69,40

154,25 259,- 204,-

174,50 150,25 140,-

186, - 178,75 284,- 285,12 304^0 304,-

207,75 266,-

417,50 444,50 351,- 287,-

175, - 387,50 215,50 273,- 230,-

3.7. 79,70 72.60 62,50 67,70 153,- 257,50 203,- 174,- 148,50 141,50 186,50 180,50 230,- 279,- 301,50 298,- 194,- 256,- 410,- 429,- 311,- 274,75 168,- 385,- 209,75 261,- 226,-

Datum: 5/#*Deut.ÄriegsanL 4'/,Deut.Reichsanl. 3"/D«ut.Reichsanl. 4° 0 Prenß. Konfols Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto» Vesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Treditbank H.'Amerik.-Paketf. NorddeutschecLloyd Doch. Bußstablwrk. D -fiufemb Bergw. Delsenkirch Dergw. Harpener Bergbau Obe schl. Eisend.-B. Oberschles.Lisenind. Phönix- Brgo.-Akt. Dad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elektr. A. E. G. . . Schuckert-Wcrke. . Felten ° Guilleaume Daimler Bud-Eifenw.-Akt. Adlerwerke . . . . 4°/05efi. Staatsakt Electron Griesheim

** An Meldefrist für Geldforde- ran gen. Die Zweigstelle Frankfurt a. M. des ReichsausglcichLamtes teilt uns mit, daß die An­meldefrist für Geldforderungm gegenüber Ange­hörigen ber am Clearingverfahon teiinehmenden ehemals feindlichen ©tonten bis zum 31. Juli b. I. verlängert worden ist.

Müller'sche Badeanstalt.

Wasserwärme der Lahn: 17 Grad R.

(In einem Teil der Auflage wied.'rdolt.)

Aeutzerungen drs deutschen Autzeirminifters.

Spaa, 5. Juli. (WTB.) Jules Sauerwein, ber Vertreter d.sTemps", hat gestern den veut- schen Außenminister Simons gesprockien. Si­mons erfiärte: Natürlich werden >vir Vorschläge machen. Kein vernünftiger Mensch kann von uns aber verlangen, daß wir eine feste Summe oder feststehende Jachreszahlungen Vorschlägen. Ueber- tegen Sie dock-: wenn wir den 'augenbLicklichen Stand Deutschlands und seine gegenwärtigen Zah­lungsmöglichkeiten in Betracht ziehen, würden Mi­sere Ziffern bei unseren ParMern nur Spott herausfordern. Man würde dann über unseren schlechten Willen entrüstet sein. Wenn wir aber Ziffern neunen, die sich mehr ober weniger den­jenigen nähern würden, was wir als die For­derungen der Alliierten cmschen, dann würde man mit Recht sagen, wir bluffen ober wir sprechen nicht ernft. Wir werden Jahreszahlungen Vorschlägen, bie im Verhältnis zur Wiederherstellung unseres Landes .stehen. Laßt uns wissen, welche Existenz man uns bereiten will, bamit wir ernstlich sagen kön­nen, wieviel wir zu bezahlen in der Lage sind. Behalten wir Oberschlesien ober nicht? Die Frage soll durch eine Volksabstimmung entschie­den werden. Aber es ist Jebt einleuchtend, daß von dem Ergebnis dieser Bolksabstimmimg eine Steigerung ober eine wesentliche Minderung un­serer Zahlungsmüglichkert ab'hängt. Werden wir Kredit bekommen und die Möglichkeit haben, Roh­materialien zu kaufen? Wenn bie Jahres-alylen im Verhältnis zu unserem Einkommen stehen, dann werden wir natürlich diese Borsch^äAe an­nehmen. Ackhnkiche Aeußerungen machte Simons auch Vertretern anderer Aätter

Spaa.

Spaa, 4. Juli. (WTB.) Havas meldet noch zu der Ankunft der deutschen Delegation, daß sich nur wenige Neugierige euigcfimbcn hatten unb es zu keiner Kundgebung kam. Es regnete stark. Die deutschen Bevollmächtigten haben in der Billa Sorbier im oberen Stadtteil Aufnahme gefunden. Der Reichskanzler habe sich geweigert, Journa­listen irgendwelche Auskunft 111 erteilen. Die Mit­arbeiter des Kanzlers und die technischen Sach­verständigen und Sekretäre wohnen ttn Hotel An­nette et Lubin in der oberen Vorstadt, wo für sie mehrere Stockwerke reserviert wordm warm. Die deutsche Delegation umfaßt etwa 20 Beamte und 40 Sachverständige und Sekretäre. Dem Kanzler stehen zur Seite Minister des Aeußern Simons, Postminister Giesberts, ErnLhrungsmr- nister Hermes, Finanz Minister Mrth, Schatzmi­nister Scholz, der Unterstaatsseftetär für den Die- berauflbau Müller, der deutsche Gesandte in Brüs­sel L-ndsberg unb Finanzrat Melchior.

Lloyb George verbrachte den Vormittag auf dem Schlachtfeld von Warerloo, Milleranb war nach Lölven gefahren. Auf der morgigen ersten Sitzung in Spaa wird es sich, wie Havas meldet, darum handeln, die Ansichten der deutschen Re­gierung zu erfahren. Die erste Fra^, bie ge­stellt werden wird, werde bie drei Noten be­treffen, die von der Konferenz in Boulogne an die deutsche Regierung gerichtet wurden unb auf die Deutschland noch nicht geantwortet hat. Tann

Iwn man über He Fruge der Entwaffnung, ber Wiebergutmachung, der Kohlenliefenmg unb nxihr- schernlüh über Danzig und über bie tüihoort ber Türkei bezüglich des Fricdensvertrases sprechen. Die Sachverständigen für die lürfifrfxn Angelegen­heiten begleiten die Delegationen der alliierten Mächte in Spaa. Die Frage der Verteilung der Entschädigung wird allr oortäufig erledigt be­trachtet.

Brüssel, 5. Juli. (WTB.) Der Sonder­berichterstatter desDiatm" will wisftm daß mau von Deutschland 110 Milliarden Gold­mark verlangen wird. In Brüssel habe man diese Summe nunmehr srstgclegt. Franftr-ich werde demnach von der beutfdwn Ents^chüdigungsfumm« 71V2 Milliarden Goldmark erhalten.

P a ri s, 5. Juli. (WTB.) Pertinax, ber Be­richterstatter desEcho de Paris" meldet aus Brüssel, daß bie englische Regierung den Vor- scküag machen wird, daß das von Deutschland ge­lieferte Eisen bahnmaterial und die von Deutschland gelieferten Schisse noch dem b?u tigen Tagespreis berechnet werden und nicht nach dem Preis, der bei dem -lugenblick des Waffenstillstandes mahgebcnd gttvcsen war Perti- nax meint dazu, daß dadurch bie Schisse, die England erhchten habe, im Werte sinken, wäh­rend das Eisenbahiimaterial, das zum größten Teil nach Frankreich gegangen ist, bedeutend im Preise steigen wird, wodurch also eine Denach- teiliaung Femifteichs zustande kommt

. Brüssel, 5. Ju!r (WTB.) Nach ein« Mitteilung Brüssel« Blatt« ist auf englischem Wunsch hin die Kunbgebung abgesagt nvr- den, die man in Spaa für Marschall Foch bcab sichtigt hatte. Diese Kundgebung soll erst ftatt- finden, nachdein die deutsche Delegation die Stabt wieder perl affen Ijat. Auch alle anderen Festlich teilen sind abgesagt worden. Nach demyntran sigeant" soll die belgische Regierung erklärt haben, die Delegationen seien nach Spaa gekommen, um zu arbeiten.

Reichsrat.

Berlin, 5. Juli. (WTB.) In bi« öffent­lichen Samstag-Abmdsitzung des R e i ch s r a t e S standen bie Berichte der Ausschüsse über den Ge­setzentwurf zur weiteren vorläufigen Regelung des Reichshaushalts für das Rechnungsjahr 1920 auf der Tagesordnung. Der Reichstag soll aus Wunsch ber Regierung den neuen Notetat unter allen Umständen noch vor ber Vertagung verabschieden. Wie d« Berichterstatt« mitteilte, hat sich ber Reichstag dazu bereit erklärt, lieber eine '.Reib Einzeletats haben die Ausschüsse des Neichsrats bereits Beschlüsse gefaßt. Bereits erledigt sind bish« bie Etats des Reichspräsidenten, des Reichs­tages, des Reichsministeriums, d s Reichskanzl«s, ber Reichskanzlei, ferner bes Reichs)ustizministe-- riums, des Patentamts, des Ministeriums für den Wiederaufbau und des Arb^tsminisberiums. In allen diesen Etats wurden Bnminderungen Ser geforderten Stellen angenommen. Die Voll­versammlung des Reichsrates erklärte sich mit diesen Beschlüssen ein verstau den. Angenommen wurden ber Gesetzentwurf üb« bie Anwendung ber Meistbegünstigung auf nicht meist begünstigte Länber, unb ber Gesetzentwurf betreffenb bas Ber­ner Abkommen vom 30. 6 über bie Erhaltimg oder Wiederherstellung b« durch den Weltkriegs betroffenen gewerblichen Eigentumsrechte.

Die Abstimmung in Ostpreußen"

Swinemünd e, 5. Juli. (WTB.) Gegen-' über anbCTdlautcnbtii Behauptungen wird von unterrichteter Seite fefhg-efteut, daß bie Züg^ ber Abstimmungsberechtigten sofort von ber Einschiffungskommission unter Leitung bes Kapitänleutnants .^boch in Empfang genom­men, hinreichenb verpflegt unb ben bereitstehendA Schiffen zugeführt werden. Bisher sind täglich 56000 Menschen glatt befördert worden.

Ausnahme österreichischer Bürger in den Deutschen Bürgerrat.

Leipzig, 5. Juli. (Wolff.) Auf der Tagung des Reichsbürgerrats wurde nach einer Ansprache von Dr. Bernhard (Wien) die Austiahme der österreichischen Bürger­räte in den Deutschen Bürgerrat beschlossen und ein herzliches Begrüßungstelegramm an den Reichsbürgerrat in Wen gesandt. Ferner wurde die Absendung eines Telegramms an bie Brüder im Osten beschlossen, worin man ben beutschen Volksgenossen in der Ostmark Grüße senbet und die Hofftlung ausspricht, ihre Vertreter bald wie­der in der Mitte des Reichsbürgerrats willkommen heißen zu können.

Ein Bombenatttntat.

Wien, 5. Juli. (Wolfs.) DieNeue Freie Presse" meldet aus Sofia: Während eines Vor­trages zu Gimsten ber Opfer bes bolschewistischen Tenors im Odeontheader in P h i l i P 0 pe l explo­dierten mehrere Bomben, »vodurch bas Theater teilweise zerstört wurde. Unter den Trümmern blieben ettva 150 Seißen. Aus den Straßen kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonsttan- ten unb ber Polizei. Man vermutet, baß ein Attentat gegen ben Minister Präsidenten ©tarn» bulins ki beabsichtigt war, befjen Besuch im Odeontheater erwartet würbe. WflWO! 17. !IHÖ 18. M

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