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Tas geänderte Formular ,,Nachweisung der Ausgaben usw." (Muster I) ist für die Nachweisung für den Monat April 1920 zu verwenden. Sofern dasselbe Ihnen inzwischen nicht zugc- qangen sein sollte, ist es umgehend durch uns zu beziehen.

Gießen, den 4. Mai 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger­meistereien der Landgemeinden des Kreises.

Sie wollen so schnell wie möglich die in ihren Gemeinden beschäftigten russischen Kriegsgefangenen befragen, ob sie die Ab­sicht haben, für immer in Deutschland zu bleiben, und daun schnellstens der Kommandantur des Kriegsgefangenenlagers Kassel die Anzahl melden getrennt nach Landwirtschaft, Gewerbe uno Industrie. Gleichzeitig wollen Sie die Russen belehren, daß sie sofort ein entsprechendes Gesuch an die Kommandantur Abteilung la. 6 zu richten haben.

Gießen, den 30. April 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß.

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Bekanntmachung.

Betr.: Schweinerotlaus unter dem Schweinebestande des Ludw. Schadeck zu Lo llar und des Friedrich Hofmann zu Steinheim.

Unter dem Schweinebestande der Obengenannten ist die Rot­lausseuche festgestellt worden. Tie erforderlichen Sperrmaßregeln sind angeordnet.

Gießen, den 28. April 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen.\

Betr.: Tie Gebühren der Bauschätzer.

Au den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger­meistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir verweisen auf die in Nr. 11 des Regierungs­blattes erschienene Betänntmachung in obiger Sache vom 14. April 1920 und weisen Sie an, v o m 1. April d s. I s. ab bei der vorlagsweisen Anweisung der Gebühren gemäß §§ 2, 3 der Tienstanleitung für die Bauschätzer die erhöhte Taggebühr von 28 bzw. 24 Mk. zu Grunde zu legen.

Gießen, den 1. Mai 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß.

Nachweisung

über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 18. bis 24. April 1920.

Am 18. April waren verseucht im Kreis Bensheim: Bens­heim, Hochstädten, Hüttenseld, Fehtheim, Hofheim i. 91., Groß- Rohrheim, Wattenheim, Nordheim. Im Kreis Dieburg: Groß- Umstadt, Reinheim. Im Kreis Heppenheim: Neckarsteinach, Ober-Laudenbach, Bonsweiher, Unter-Hambach, Heppenheim, Neckarhausen, Sonderbach, Tarsberg., Im Kreis Alzey: Wöll­stein. Im Kreis Worms: Frettenheim, Westhofen.

Vom 18. bis 24. April sind 'nen verseucht im Kreis Bensheim: Lengfeld. Im Kreis Groß-Gerau: Erfelden. Im Kreis Oppenheim: Ober-Hilbersheim.

Vom 18. bis 24. April ist die Seuche erloschen in Talhof bei Balkhausen, Hüttenfeld (Kreis Bensheim). In Wallerstädten und Worfelden (Kreis Heppenheim).

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Bekanntmachung.

B e t r.: Todesursachenstatistik des Kreisgesundheitsamts Giegen.

Ali die Standesämter der Landgemeindeu des Greifes.

Wir bringen unsere Bekanntmachung vom 6. November 1J19 (Amtsrerkündigungsblatt 9h:. 117 vom 7. November 1J1J; noch^- mals in Erinnerung und erwarten deren genaue Befolgung.

Gießen, den 3. Mai 1920.

Kreis amt Gießen. I. V.: Weicker.____________

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Bekanntmachung.

B e t r.: Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirts Äckstung genommenen Nährmittel: hier: Bestellung von Nahr-

Gemäß § 5 unserer Bekanntmachung vom 17. März 1917 (Kreisblatt Nr. 48) über die Verbvauchsregelung der in bie offent-. liche Bewirtschaftung genommenen Nährmittel wird für die Land­gemeinden des Kreises folgendes bestimmt:

Es sollen ausgegeben werden:

1. für brotgetreideversorgungsberechtlgte Kinder bis zu 1 i ^>ay- ren (rote Karte): _ ,

nut die Marke 65 der Nährmittelkarte B Nährmittel,

2. für die übrige brotgetreideverforgungsberechitigte Bevölkerung au^di/Marke 75 der Nährmittetkarte C Nährmittel.

Wer die aus ihn entfallende Ware zu beziehen wünscht (Art und Menge wird noch bekanntgegeben) hat unter Vorlage >emer Karte bei einem Kleinhändler seines Wohnortes, bis zum 14. Mai ds. Is. eine Bestellung aufzugeben. Tabei ist darauf zu achten, daß der Kleinhändler nur die betreffenden Bestellmarken abtrennt und aus der gleichziffrigen Quittungs- und Bezugsmarke die Bestellung bestätigt. . . ,

Wer die vorgesehene Frist für die Bestellung nicht einhalt, verliert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware.

Tie Kleinhandelsgeschäfte haben die Bestellmarken auf die in Betracht kommenden Bestellbogen aufzukleben und spätestens am 20. Mai ds. Is. der Groß Handelsoereinigung e. G. m. b. H. m Gießen, West-Anlage 31, einzusenden.

Nichteinhaltung dieser Frist zieht den Ausschluß des betreffen­den Kleinhandelsgeschäftes von der Beteiligung an dem Vertrieb der Nährmittel nach sich. rr

Bei Einsendung der Bestellmarken an die Großhandelsver­einigung Gießen ist von den Kleinhändlern auf der Rückseite der Bogen anzugeben, von welchem Großhändler die Ware geliefert werden soll.

Den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung sofort ortsüblich zu veröffentlichen.

. Gießen, den 3. Mai 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert.

Bekanntmachung.

Be 1 r.: Brennstoffversorgung der Haushaltungen, der Landwirt­schaft, des Kleingewerbes in den Landgemeinden des Kreises. I

In unserer Bekanntmachung vom 23. April 1920 (Amtsver- kündigungsblatt Nr. 54) wird infolge der aüf unseren Einspruch erhöhten Zuteilungsmenge folgendes geändert:

§ 2.

In der zweiten Spalte ist statt 5 Zentner 8 Zentner zu setzen. § 3.

Im zweiten Absatz ist in den Spalten 4 und 6 statt 5 Zentner 8 Zentner zu setzen.

Gießen, den 3. Mai 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert.

Betr.: Wie oben. ---

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Vorstehendes ist ortsüblich zu veröffentlichen und sind für bereits ausgestellte Bezugsscheine über 5 Zentner Nachtragsscheine über 3 Zentner auszustellen.

Tie angegebene Menge von 8 Zentnern ist zum Bezüge bis 31. Oktober 1920 die Höchstmenge.

Gießen, den 3. Mai 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Dr, Siegert.

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Bctr.: Verwendung von Traß als Streckungsmittel von Zement, ^der in Verbindung mit Kalk als Traßmörtel.

Infolge der dauernden Kohlennot können die Zementwerke nicht derart mit Brennstoff beliefert werden, daß ein Vorrat an Zement für die in Aussicht stehenden Bauvorhaben gesäiaffeu. werden kann. Ich empfehle daher als Ersatz bzw. als Streckmittel, auch für Kalk, Traß zu verwenden.

Traß ist ein bewährtes Zusatzmittel zum Kalkmörtel und zeichnet sich durch hohe Dichtigkeit, Ergiebigkeit, große Elastizität niu> Raumbeständigkeit aus. Er kann zum Mauern, sowie za Äußert- und Innenputz veriverwet und ohne Schaden zu leiden, bei jeder Witterung im Freien gelagert werden. Tie Erfahrungen mit diesem Ersatzmittel siird bisher gut gewesen.

Für den Bezug von Traß im Kreise Gießen kommen nach< stehende Firmen in Betracht: .

1. Tern, Jean u. Co., Zementwarenfabrik, Gießen,

2. Sack u. IugHardt, Zementwarenfabrik, Gießen,

3. Kahl, Gebr., Bau Materialiengroßhandlung, G testen,

4. Walther, Hermann, Jndustriebedarfshandelsgesellschaft, Gießen.

Gießen, dm 28. April 1920.

Ter Bezirkswohitungskommissar (Kreisamt). I. 93.: Dr. H e ß. Betr.: Zurückführung rumänischer Kriegsgefangener.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger­meistereien der Landgemeindt.i des Kreises.

Sie wollen umgehend hierher berichten, ob sich in Ihren Be­zirken noch irgendwelche nicht nach Rumänien zurückgeführte ehe­malige rumänische Kriegsgefangene befindm. Fehlanzeige ist nicht erforderlich.

Gießen, den 4. Mai 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß.

Betr.: Teuerungszulagen an Beamte usw. (Ausschreiben des Staatsministeriums vom 15. April 1920) und den Mangel an Kleingeld (Ausschreiben des Staatsmini­steriums vom 21. April 1920).

An die Schulvorstände des Kreises.

Tie Ihnen mit nächster Post zugehenden obenbezeichneten Ausschreiben des Staatsministeriums sind allen Lehrpersonen zur Kenntnisnahme zuzustellen.

Gießen, den 30. April 1920.

______Kreisschulkommission Gießen. I. V.: Hemmerde._______ Betr.: Erwerbslosenfürsorge; hier: Nachweisung für den Monat April 1920.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Tie Nachweisungen für den Monat April 1920 sind uns um­gehend vorzulegen (Vgl. Amtsverkündigungsblatt Nr. 3 und 4).