werden.
Landkreis Gießen.
Der Nonflitt in Danemarl.
jgum Verkauf -er Grube „Friedrich ,> Luuaen an die Stadt Frankfurt a.
i" bei
Hungen an die Stadt Frankfurt a. M.
Fortsetzung 15.
(92odjbni(t verboten.)
oll
JU>
Kopenhagen, 6. April. (WTB.) Der bisherige Minister für Schleswig. Hansen, ro-urb? zum Genera l k-mmissar für Schleswig ernannt Ter Posten des BerkllrSminrsters ijt noch mckeietzt. Ds Ministerium bestellt ans Mann.nm, die sich politisch noch nicht betätigt haben. Seine euiüge Angabe ist die Turchfiihnmig des W a hl- gesetzes, das vom Ministerium Zahle im Rnchs- tag cingcbmcht morden ist, und die Abhaltung neuer FoLLet Ms-Wo!l)!len.
Sämtliche Forderun gen wurden erfüllt Dnrrmter die Forderung, nach Aufhebung der Ankündigung der Aussperrung, Einführung von Betriebsräten und Amnestie für alle politischen Vergehen. Die Neuwahlen für den Fottethurg sind für den 22. April festgesetzt.
vorgekommen siird. Bis jetzt würden 60 Polizei^ gmcn, wovon die meisten unbesetzt waren, durch t und Sprengstoffe zerstört. 22 Emkommen- rämter, davon fünf in Dublin, wurden über» rt und die Dokumente vernichtet.
Die Grskin.
Roman von G. W. App le ton.
Ares Stadt und Land.
Ließen, den 6. April 1920.
Scharfe Fahrkarterrkontrolle auf der Eifeubahu.
Juden und Mufelmaneu iu Jerusalem.
Jerusalem, 5. April. (WTB.) Wie amtlich gemeldet wird, kamen bei einem ersten Zusammenstoß zwilchen Juden und'Muselmanen am 4. April 188 Personen zu Schaden. Die Mehrzahl davon ist leicht verwundet. Die Zivil- und Militärbehörden haben die Lage fest in der Hand.
Die Gährung in Irland.
London, 5. April. (Wolff.) Reuter. In der vergangenen Nacht brach anläßlich des Iah res- tages des irischen Aufstandes 1916 in zahlreichen Re g ierun g s ä m te rn in Dublin, Cork und Belfast infolge Brandstiftung Feuer aus, u. a. in acht Einbrmmensleuerämtern in DM in, Cork und Belfast. Ville wichtige Doku- meicte wurden dadurch vernichtet. Belfast war anfangs infolge Zerschneidens der Telegraphen- drahte und des Kabels nach England isoliert. Es verlautet weiter, daß Ausschreitungen in Irland aus Grund eines groß angelegten Planes
** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 25. März der Stadtbaurat Professor Karl Roth in Mannheim zum ordent- lichen Professor für Baukunst und Bauwissenschaf- ten an der Technischen Hochschule in Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 an. Durch Entschließung des Landesamts für das Bildungswesen wurdet die Lehramtsrefcvendare Adolf Fischer zu Gießen, Dr. Hermann Schad zu Friedberg und Joseph Selzer zu Gießen zu Lehramtsasfesioren ernamst. — Am 31. März 1920 wurde der Bau- sekvetär Rudolf Schmitt zu Darmstadt zum Mi- nisteriolbausekretär bei der Abteilung für Finanz- wrrtschaft und Eisenbahnwesen ernannt. — Am 29. März 1920 wurde der Geheime Direktionsrat des Hessischen Landesthe>at»'rs Ludwig Winter zu Darmstadt mit Wirkung vom 2. April b. I. an auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. — Erledigt ist eine mit einem evange-
Beziehung kam mrr das Loch wie eine vffetd' Tür vor, inti) alles, was bisher so geheimnisvoll geschienen hatte, war mit entern Male klar. Di; seltsamen Geräusche, de ich am Abend zuvor im Zimmer gehört hatte, waren letzt leicht verständlich. Ter Weg, auf dem die Gräfin entsühn .norden n>ar, bot jetzt dem Verständnis ft. int' Schwierigknien mehr, und der von 2lnna gemachte Fund, die Busennadel, die wahrscheinlich im Kampfe mit der erschreckten, widerstrebenden Gräfrn zqi Boden gefallen war, bildete nur noch eine Evilvd' in einer sehr Fülynen, ganz außergewöhnlichen Ent- fülwung. Außer allem Zwei fiel war unsere Unt>r- haltmrg ihrem ganzen Umfang nach belauscht, waren unsere Bewegungen bichachtet tvorden. Aber dank der Geschicklichkeit der Gräfin war es der Wachsamkeit ü/rer Feind- entgcmgm, ba% sie nur den versicgllten Umschlag überg'tan hatte, unb ich tröstete mich einigermaßen mit dem Glauben, daß wenigstens diese Papiere vor räuberischen Händen in Sicherheit waren.
Alle diese (Mxrnten durchkreuzten in einem Augenblick mein Gehirn.
Na, das Loch da erklärt alles, Herr Ättmms, erwiderte ich.
Nein, so 'was hab' ich mein' Lebtag raxf> nich geieheri, bemerkte Mimms' Freundm in Freud und Leiv, mit vor Ueberraschung .verdaufgerissenm Augen Gott im Himmel! Wir l-ätten in unteren Betteit ermordet werden tÄrn.m, Anna und wir alle, und hätten nich 'mal gewußt, was geschehen is Was nützen da noch Schlösser unb Riegel? Es is dasselbe, als wenn wir alle Nacht die Haustür specrangelw.it hätten ofstnstchen lassen.
switerievatwrvn 20 Hrrndgrrmvten, 1 Schrapnell. Stzrdt Hamm: 1264 Geivchre, 100 Revolver, rn schweres M -G., 8055 Schuß Munct on, 3 Handgranaten, 30 Seitegcwehre. Auch aus vielen andren Ortet! kommen Nachrichten über die Waffen- abaabe Llus anderen Orlen und Kreij-m wird mtt- qeteilt, wtz die Wa?fm»abgata nur W .langem vor sich geht, ja hartirärkig verweigert Mrd. Im großen und grnzen muß leider feUg.'Uellt werden, daß hinreiclxnd eWa sftw.ibgabe nur dort 'rfolgt, wo die Reichswehr sie ano ebnen und üb.'rwnyen konnte.
Ich bin mit dem Zeug beinahe im Deinen, Herr Doktor, wandte sie sich an tnich. Hier Kleider, da Wäsche und — o Wilhelm! gib mir einen Tropfen, ich tan so nervös und aufgevegt. Horch! Hast du's gehört?
Wir hörten beide eine Katze im Zunm:r kläglich miauen.
So gcht's nun sckMi eine halbe Stunde fort, erklärte Frau Mimms, ich falle noch in Krämpfe, denn ich weiß, es is die Katze von der Gräfin, und doch kann man nirgends was von ihr sehen.
SM einen Augenblick! sagte Mimms. Nicht «den!
Das Miauen wiederholte sich. Die Töne schi> neu aus unheimlicher Nähe zu kommen.
Na, meinte Ndimms ur<b riß die Tür am Bertilto auf, da drin steckt sie! Nein! Da is sie nich dvm. Aber jetzt miaut sie doch schon wveder! Beim Henker, ich will — was bedeutet dum das?
Er zog das Bettibo von der Wand weg ins Zimmer und schaute dahinter. Da sprang eine Katze mit glühenden Augen und A^träübtem F'.ll ins Zimmer.
Na, da soll doch gleich — soviel is sicher! rief Admms ans.
Siebentes Kapitel.
Mrnrms zog das ActtiAo so weit hervor, baß es mit der Wund einen rechten Winkl! bildete.
Da, sehen Sic her, Herr Dotton und oom jagen Sie mir aufrichtig, was Ste davon ifaltk-r'
Was sollte ich denn auch davon denken? Es blieb mir nichts übrig, als auf eme Oeffnung starren, die etwa einen Meter up Quadrat ge«demvo8s ms MmchcmS führte. In pita
So! sagte ich, jetzt wird mir's allmählich iki- stündlich. Und nun, Herr Mimms, was sagen dazu? Sollen wir einen Mick ins MtarchUlS wÄen?
Ich denke schon, sagte er, kommen Sie ttw mit, Herr Doktor!
Dabei schlüpfte er in die gähnende Orffmmg in der Wand. Ich folgte ihm auf dem Fug »no stand im nächsten Augenblick in einem Raum, der das genaue Gegenstück zu d»m Wohnzimmer der ß)räftn bildete, nur Keinerlei Möbel oder sonstige Mnrichtnngsgegenständc aufwies. .Gui HauttN Schutt — Bachieine, Gips, Lattenstücte, TapetiM- stteifen — war in einer Ecke aufg"türmt, lonn waren nur nackte Wände und ein schmutziger Bretterbodeti zu sehen. Wir Eri-m ewm Mick ins Nebenzimmer und fanden daselbst dttselbe trostlose Leere vor.
So steht es mit dieser verteufelten Rcrnbeivi, bemerkte Mimms. Mathilde und Anna komm herüber und seht euch die Zimmer an! Obacht auf
O^^ott, o' Gott! Wer hätte auch das gedacht, sagte Frau Mimms, die, nxtB wie ein; Kalkwand, il/re Blicke durch die leevm Zimmer wandern liest. Wein einziges Möbll m der ganzen Wohnung. Ich möchte wissen, wie eä drunten aussieht Geh' du voran, Wilhelm — du und der Herr Doktor. Ich und Shnta wollen oben auf der Treppe warten.
Mimms lachte.
Wovor fürchtest du btd) denn, Alte? fragte er.
Ich fürchte mich nid), nein wahrlich,' nur bin ich ein wenig nervös und von all dem Kummer uu0 der Aufregung angegriffen.
Na, Dtachilde, ich setze eme Million gW eins, daß außer uns nich 'ne Saelr in dem .Haust ftetft.
G-ut; geh zu!
Mimms eröffnete den Zug über die knarrend: Stiege hinab, und W folgten ihm in das unterr -tockwork. lFsrsetztws hotgt^
JL Ettingshausen, 4. April. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde dieser Tage dem Leutnant der Landwehr 11 Hermann Keil zugesandt, welcher 1914 mit dem Landwehr-Infanterie-Regiment 116 ausrückte.
_L Klein-Linden, 4. April. Ein schwerer Unfall stieß dem Landwirtssohn Schmidt zu. Soldaten fuhren in sckfarfem Trapp in sein Fuhr- mcrf. Schmidt wurde vom Wagen geschleudert und geschleift. Er erlitt erhebliche Verletzungen am Lopfc. ftrutfr, 4. April. Ein Wa hr-
zeichen unserer Gegend, die frier mächtigen Pappeln an der Straße Gießen—Grünberg, sind nun auch ein Opfer der Holzcknapplxit geworben. Bei der BcrsdeiKwung wurde dafür die Summe von 24 000 9)tart gelöst, der ftarti'le Baum kam auf. 8000 Abart.
Kreis Schotten.
Der Bismarckturm auf d-em Taufstein gesperrt.
e. Schotten, 6. Aprll. Nach einem Beschlüsse des Gesamtvorstandes des Vogelsberger Höhenklubs soll der Bismarckturm auf dem Taufstein abgeschlossen urch für jede Besteigung gesperrt werden. So sehr btefe Maßnahme im Jutereise aller Wanderer und Naturfreunde zu bedauern ist, so war sie nach Ansicht aller .Kenner der Verhältnisse leider zur Notwendigkeit geworden und bedingt durch das Verhalten so vr lec Rohlinge, die ihre Zerstöimngswut unb Van^aieir-Mutwillen an allem Bestehenden glauben auslassen zu müssen. So wurde ein großer Teil der neu finge* zögeren FenftrrfciieiL-n wieder --erschlagen, wodurch das Innere des Turmes der Unbill der Witterung erneut ausgesetzt ist. Eisenteile wurden mit GaE heransgerissen und verschleppt. Die automatisch schließenden Drehtüren mußten herausgenommm und entfernt werden, weil sie immer wieder nut Gewalt verbogen wurden und dann nicht mehr funktionierten. Wegbezeickurungstafeln und Bänke kim Wandergebiet des B.-H.-C. sind größtentm^ zersckstagen, und eine Erneuerung fft bei solch roher Betätigung kaum zu empfehlen. Für alle Envachse- neii Mid wahren Freunde der Natur ergibt frch hier die Pflicht, led'n auf frisckM Tat ertappten liebel- tätet auf der Stelle tüchttg herMi^unehmeil — an ungebrannter Asche ist im Vogelsberg ia kein Mangel. Auch Lehrer, Förster, Waldarbeiter,'Landimr e sollten den V.-H.-C. in seinem Beftteben, all- mählig wieder Ordnung zu schaffen, nach Kräfte» unterstützen.
Starkenburg und Rheinhessen.
sw. Darmstadt, 4. Avril. Gasherde für Minderbemittelte haben die Verwaltungen der Gas- und Wasserwerke in eurer großen Anzahl beschlossen. Die Monatsmiete soll für drei- ffammige Herde 12,50 Mk., für vierflammige 16 Mark betragen.
*♦ Lee he im, 2. April. In der Nacht vM 30. auf 31. März wurde dem Landwirt Jam Brun VII. aus seinem Stolt sein P s e r d, em
Gießen in der Gröste von 90/120 cm und rnt Maßstäbe von 1:3000 hergestellt worden. Er macht, w s lieber sichtlich^ it und betoniert ‘ süchrung anlangt, den Boaniten des Vermessungs- amtes, welch? ihn angefertigt habm, alle Eiwe. Dielet SL.dtPl.in enthält die einzelnen Geläudv- komplexe mit b?ren Hvfräumen und läßt bat>?r als Orientierungsmittel nicksts mehr zu wünschen ichrig.
** Oberhess. Kirchengemeindetag, Der Gemeindetag, der Ende September fr. Is. zu Darmstadt gxhllten worden i)t, hat gezeigt, wie weite Kreise, ve-icmdets in den Kirchenvorständen und kirchlichen Kfrrpersck>aftcn, empfinden, aß eine Neubelebung unserer evangelischen Gemeinden notwendig und daß sie möglich ift auf den Bahnen, die der im Jahre 1910 bcgrürldete „Deutsche Evan- gelistlie Gemenidetog" weist. Nun soll für dir ober hessischen Gemeinden ein besonderer Kirchen-, gemeindetag zu Nidda veranstol er werden. Tie Veriaminiung soll Montag den 12--April statt-« finden. Pvofessor D. Tr? Schian, der Vorsitzende der ,Hesfijck)en Landesgruppe des Deutsch?n Evangelischen Gemeindetages", wird wie in Darmstadt einen Bortoag lallen über „Tie neue kirchliche Lago und bis efrangelischen Gemeinden in Hessen". Auch dir Aussprache, die auf den Vortrag folgt, wird dem Ernst der Gr^gewwart entsprechend bedeutungsvoll werden Ties mal wird sie durch Pvitselretär Lein in Güßen eröffnet werden
** Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie. Die Einlösung der Lose zur 4. Klasse muß unter Vorlegung des Vor klassenloses bis zum 7. April, abends 6 Uhr, geschahen. Auch müssen bis zu diesem Termin die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose in Empfang genommen
Der Hess. Volkskammer ist folgende drmgltche Anfrage des Wg. Fenchel zugegangen:
Was gedenkt die Regierung zu tun, um der dürch den Berkaus der Grube Friedrich bet Hungen entstandenen Beunruhigung in der Provinz Oberhessen entgegenzuwirken? Ist sie im besonderen bereit, diese Grubenfelder dem etaat durch Kauf zu sichern, um dadurch Schaden von der Bevölkerung Hessens abzuwe^iden?
Beranstaltungen.
Dienstag, 6. April: Stadttheater, 7 Uhr: Ein WalKertvaum. — Lichtspielbaus^,,Das Nacht- telcgramm" und „Die Herrin der Welt, 1. Xeu, die Freundin des gelben Mannes". — Lichtspule, Seltersweg, „Die Herrin der Welt, letzter Teil, die Rache der Maud Fergusson".
Ans fctm Reiche.
Die Barrernbewcgung in der Pfalz.
L udwigshafen, 6. Achril. (WTB.) Verhandlungen zwistlZen der Regierung und den landwirtsckxrfilichen ör^nriiatwnen der Pfalz, l-aben dahin gesühtt, daß der ofÄzistt-e Bauerliverern von der Teilnahme am Streik Abstand nimmt. Der Bund der Landwirte wird ’fcute Tieiistag zu der Lage Stelluiig neltzinen. Die Freie Bauernschaft ist der Aufstislung, daß wenigstens der Teil rlyer Foiderungen, für deren Erfüllung die bayenichc Regierung ein trat, in der seit den Neustadter Besprechungen frTrsliosfenen Zeit hätte erfüllt werden toimen. Es ist damit zu rechnen, daß in einigen Tei'en der Pfalz die Bauernschaft am Kutinen Tienstag in den Streik euurrten wird. Die Regierung der Pfalz hat die Vertreter sämtlicher landwirtschaftlicher Organisatiionen und der Lebens- mittelstcllen, pvwie die Vorsitzenden der Kvmmimal- rerbände für heute zu einer Bespoechwig nach Neu- shadt an der Haardt einseladen.
** Opern gastspiele des Landestheaters am Mittwochund Donners- t a g. Generalmusikdirektor Balling wird außer dem „Fliegenden Holländer" auch wieder den „Fidelio" dirigieren und diesmal im Zwischenakt auch die Leonor^ni-Oufrertüre Nr. 3, die beim Gastspiel am 18. Februar nickst gespielt wurde, zu Gehör bringen. Sitzplätze zu „Fidelio" sind noch in größerer Zahl an der Theaterkasse zu haben. (Siehe Anzeige.) _.
** Oberhessischer Kunstverein. Die ert Sonntag zum größten Teil erneute Anstellung wird am Freitag wiederum deckweise ge- änbert. Diese Räume sind morgen Mittwoch, von 11 bis 1 Ulst und nachmittags wit 3 5 Uhr,
und am Donnerstag Don, 11 bis 1 Uhr geöffnet, Freitag und Samstag geichlossen.
Tie Wochenkartoffelmarlen Nr. 1 bis 18 der 14. Woche werden beliefert bei I. Krack, Riegelpfad, Konsum-Verein, sämtliche Filialen, I. Weisel, Sonnenstraße. Tie Marken können bis einschließlich Samstag den 10. April 1920 eingelöst werden. . _ ,
** Photograph Ludwig Orth ist am Gründonnerstag in Ausübung seines Berufes, auf dem Wege von Wißmar nad) Lollar infolge eines Schlaganfalls gestorben. Der Verschiedene feierte am gleichen Tage sein bOjähriges Geschäftsjubiläum
*♦ Rotes Kreuz. Amerikanische Lftches- gckben, bestthend aus 50 Kisten Speck, sind beim Hessischen Roten Kreuz eingegangen und tverden sofort durch die Verwaltungsbehörden im Lande vetteilt werden. ,
** Kriegsanleihen als Zahlungsmittel. Nemr>ings werden bn Warewstkäuien häufig Kriegsanleihen in Zahlung graebm. Hierbei wird vielfach nicht beachtet, daß dv Hingabe von Wer'friP^eren an ZaL-lwigs/att für Warrn der Reichsstemvebabgabe auf Wsttparstcrumsatz (Schlnßsiotensteuer) unterliegt, d. h. daß b.idc Teilnehmer am Handel über den Umsatz d;s Wertpapiers eine doppelte Schlußwof mit Angabe der TeilnelMer, der Wertpapiere ihres Kurses und Betrags, des Otts und Tagcs ausslellen und di^'se Schustno e. rveiit k in amtlich ge empllter Vordruck verwendet wird, durch Au'llcben fron Nrck.s- stempelmarkm versteurm mü":en. Die Abgabe beträgt bei deutschen Krirgsiuleichw in der Regel 20 Pf. von je an gefangenen 1000 Mk. (bei andren Wertpapieren hölere Beträge'). Die Marken und Vordrucke sind von den Zallste'len zu bezvchen. Bei Unterlassung die er Verstzwettmg setzen sich alle Beteiligten empftndlichm Strafen aus
** Eine Osterfreude brachte eme Ziege des Lohnkutschers Waaner, Nord-Au läge, in Gestalt von frier jungen Lämmern.
** Ein neuer Plan von Gießen Mit Umgebung ift im Vermessungsaml der Stadt
Zur Herbeiführung einer einyeitlu^n Handhabung der Bestimmungen und zur Bekämpfung der vielfach bestehenden Neigung des Publikums, sich ungeiechtfertigte Vortelle bet Benutzung der Eisenbahn zu verschaffen, Und auf den Preußisch-Hessisästn Staatseifenbah- nen die Zugbediensteten angewiesen worden, fortan in allen Fällen, in denen Reifende eigenmächtig, d. h. ohne vorherige Meldung und ohne bestimmte Anweisung der zuständigen Zugbediensteten einen ihnen nach ihrer Fahrkarte nicht zustehenden Platz ,eingenommen haben oder einen höher tarifierten Zug benutzen, ausnahmslos die Bestimmungen des § 16 Absatz 2 der Eisenbahnverkehrsordnung anzuwenden, also das Doppelte des Fahrpreises, mindestens jedoch 6 Mk., zu erheben. Die in den Händen der Reisenden befindlichen Fahrkarten bleiben bei dieser Berechnung außer Betracht; sie sind als ungültig anzusehen.
lischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Ober- Lais, Kreis Schotten. — Ernannt wurden ferner am 25. März die Pttvatdozenben P.of. Dr. Julins Goldstein und Pwf. Dr. Ernst Schrader zu außevetatsmäßigen autzerordmtlrchen Professoren an der Technischen 5^vchschule m Tarm- üabt. — Am 4. März 1920 wurde der Bahnchoss- verwaltec in bei Hcssi ch-Preußisck>m Eitzmbahn- geineinschvft, Ludwig Freyitzann zu Lotton, auf jein Nachsuchm vom 1. Aprll 1920 an m den Rulstsiand versetzt. — Erledigt ist eine mit EM ecaiiöelifdjen Lehrer zu b? e^enbe Schulstelle zu Wetterfeld, Kfreis SckZotien. Mit dst stelle ist Organistendienst verbunden. — Erledigt ist 'Nnc mit einem evangelischen Lehrer zu be etzssnde Sck-ul- stelle zu Schlitz, Kreis Lauterbach.
** Personalnachrichten. Der Anstaltsarzt Dr. Heinrich W a g n e r zu Butzbach wurde zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Grotz- Gerau ernannt. Der Kveisassistenzarzt Dr. Georg Schäfer von Atainz wurde als Anstaltsarzt nach Butzback) versetzt. Beide mit Wirkung vom 1. April d. I.
** Verregnete Ostern. Die Tage des Fruhlmgsfestos waren heuer nicht durch eine freuudlickie Wllterung auLgezeichiiet. Die milde Temperatur der vorhergehenden Woche schlug um !und es tfrurde kalt und naß. Vorübergehend brach ja die ötmne durch, aber sie verlockte doch tfrentge zia dem beliebten Oster gang in Feld und Wald.
** I m April, dem O stermonat, sagt der hundertjährige Kalender ein richtiges, launisches Aprilwetter voraus. Darna^a beginnen die ersten drei Tage im April mit unbeständigem Wetter. Die folgenden Tage sind schön und sonnig. Bis zum 11. ist dann das Wetter überaus veränderlich, bald Regen, bald warm, bald rauhe Witterung. Vom 11. bis 18. sind schöne Tage, und vom 18. bis > zum Schluß des Monats gar Wind, Sturm, Schnee Und Frost vorausgesagt.
Eine neue Spaltung der Kommunisten iu Deutschland.
Berlin, 5. April. (WTB.) Wie uns mitgeteilt wird, konstituierte sich am 4. und 5. April die K o mm u n i st i s ch e A r b e i t e r- partei Deutschland, da die Zentrale des Spartakusbundes durch ihr Eintreten für Parlamentarismus, Gewerkschaften und gesetzliche Betriebsräte mehr und mehr ins reformistische Fahrwasser gelangte. Die K. A.- P.D. stellt sich auf den Boden der dritten Internationale. *
Der Räuberhanptnrarrnn Max Hölz.
Berlin, 6. Apttl. Wie Mdrgenb'ätter brin- igen Berichte fron neuen Taten und Reden bes Ranberbaiiptmanns M a x H ö l z wis Plauen. Am «ersten Feiertag erfchten er, wie üblich, mit fünf Automobilen von Falkenstern in Dlauen und hielt eine sehr verworrene und bombastische Rede, m der « sich zum Terror fron links bekannte und den bürgerlichen Zeitungen, die ihn einen Räub.r nennen, Recht gab Aber er raube nur das, was die Bmrr- Vsoisie selbst geoanb-t ^habe. In einem großen Wftrt verbittet sich Hölz sehr energisch die Bezeichnung Herr Präsident". Wer dem entgegenhandelt, solle verhaftet wetten und muß eine (Mbfiimme zahlen. Eton den Bemühungen der Aktionsausschüsse des Chemnitzer BezWs, die den Räuberbaupttnann auf unblutigem Wege da-u bringen wollten, sein sclb- ständiäes Vorgehen aufzugeben, rückt Hölz energisch ab.
Dem „Lok.-Anz." wird aus Dresden beachtet: In Planen wird die Meldung perbreittt, die, Reffe- rmvg habe die Aussetzung der Prämie fron £0 000 Mark auf den Kopf des Hölz Äurückgezvgcn. In Falkenstein, dem Hauptcp'attier des Hölz, ist nicht das Geringste hiervon bekannt. Auch über die Gerüchte, daß am Mittwoch zwisstzn Dölz mid Vertretern der Reichs- unb sächsischen Regierung VerlMidlungen ftattfinben sollen, weiß mau in Fallenstein nichts.
Mimms, toll, sag' ich. Es is nxorben, und die Raubn woll- noch fron Anna, noch oai mir. i iiv> frohen — ittto die habw ntia iccfrf es io aus, nich?
— zum wenigsten sollt' ich mich darin ausöennen — mib was ich, wie gesagt, nich verstelle, ist das: wie 'fragen sie dieses Lock) macken können, o-hne daß es icmanb gefrört hat? Die Mauer ift hin nur zehn Zentimeter dick, das weiß ich, und der Morte! von derselben Att, wie man ihn in di-ttm billigen Häusern benützt. Aber sie haben di: Latten durck)- hauen oder durchsägen müfen, und zehn gegen eins is zu wetten, daß ein Backstein odw ein Sjück Gips heruntcrfatten mußte. Das kapier' ich nich — nein. Tas is schon ein famoses Stück Arbeit — ich selber hätte es nich taffer fertigbringen können. Das hat sicher ein Kollege fron mir gemacht. Ein anderer hätte es nich gebannt. Und trotzd'm müßte er doch reichlich Lärm gemacht haben. Backstein' uni> Gips sind ferne Butter, Herr Doktor. ?lber ich glaube, daß die Gräfin einen festen Schlaf gchabt hat.
Nunmehr erklärte ich, daß s« in der l'tztem Zeit öfters seltsame, völlig unerklärliche Laute mitten in der Nacht gefrört hatte und fügte hinzu:
Was das anlangt, wie kommt es denn, daß weder Sie noch Ihre Frau letzt' Nacht im Sckftaf gestört wvcden sind? Diese Geschicht' kann doch nicht in aller Stille Var sich gegangen fern!
Sck>an recht, Herr Doktor, aber, wie ich Jtpien. schon gesagt habe: ich und meine Alte fratan einen schrecklich schweren Schlaf. Das is der Witz!
Gewiß, erwiderte ich, aber di: Leute im Nebenhaus? Wenn Sie so nafre dabet wohnen, müssm Sie fron Ihren Nachbarn doch sicher Näheres wissen?
Das hab' ich nie hevausgebrwcht! erklärte Fvau Mimms Ich frafr' noch Deine Seele hrnnngehcn ober herausvommen sefren. Zch hab' auch dm Verteilter gehxigt, mid der sagte mir, der Hauszins sei dem H-ru^herrn direkt im voraus ausbe-todlt ruocoen, und auch er habe nie lemxmb im N'ben- frairö geickhen, nur glaube er, br. Mieter feien Ausländer und hätten das Haus etwa vor drei Wochen gemietet. Vorher h»t es «u» Jahr taug teer ge--
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