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Dienstag, 6. April 1020

Erstes Blatt

170. Jahrgang

Deutschland mutz seine letzten

rourte Nach dem Abkomme» vom

964000 7857000

977000

12313000

4023000

894000

172000

inen. Akad.Kirw

er und Fachmann bl srswe« 73, ebener Erde.

Düngemittel Kohlen Minerale Erze unb Metalle

Diplom-Kaufmann y lipl-Handelsleiter »weg 73

l erreicht August sind

MölW n,iw t famtlid)c ickllfSMW ter TvaW

Schiffe behalten!

unterrichteter Seile wird uns von zukünftigen, auf dem Seewege zu Einfnhcbcdarf, selbst bei Auserle-

X)ca*e, Felle, Leder Zusammen

Von umemn leeeiAen

Künftige Soe-Einfuhr

Tonnen

4500000

300000 keine

570000

5450000

1000000

450000

250000

37103000 12500000

Wieset!

bei GieBei

See-Ern fuhr 1913 T»nnen

Lebens-- unb Futtermittel 9903000

lich, so ist dieses neueste Sabelgerassel noch Unverstand licl-er und empörender. Keine

Polizeiaktion ins Rnhrgebie, cnunirqdjierien Trup­pen das uns für die neu.rate Zone zugestan- dene Kontingent no

uns i i gesamt für die neutrale 3diu 17 500 Mann zug?billig. Im Industcftgeöie: befinden sich zur Zeit 13500 Mann, in der ädrigen neutralen Zone 3500 Mann. ES n?urte ferner Millerand mit geteilt, daß di? Aktion im Ruhrrcvier in etroa siebenTagenihr En de erreich: haben dürfte.

Paris, 5. Avril. WTB. Die militärischen Maßnahmen, welche Frankreich ins- Auge faßt, um Deutschland zur Ach.ung tc.- Z-rietensoertroges zu- riutfrubruigen, sind ausschftcftluh Zwangsmaß-

Spur, kein Hauch von Verständnis für dic urchtbar schwere und ernste Lage, in der sich das Deutsche Reich politisch und wirtschaftlich angesichts der gefährlichen inneren Unruhen befindet nur der alte, unveränderte Shl)- lock-Geist, der sich auf feinen Schein beruft! Und Frankreicy möchte uns ja am liebsten tatsächlich einige lebendige Stücke aus dem deutschen Leib herausschneiden. Tast die deut- chen Steuerungen protestieren, ist selbstver tändlich: wir sind nur gespannt auf die Aeuhcrungen oder Taten derBnndesgenos- en" Frankreichs, die diesem allein die Rege­lung der strittigen Frage überlassen haben.

LrFrauel ule die Konkurs" nham -cnenweg 2

mile i* und Muschelte Bn zu (rrößereu ^bm&lern * 8 K»nd*trahlgebli ,n fertl» POL Pyramiden uaw. i

Itr. 80

Der 6i<6tntr »wjdaer erscheint täglich, außer 5enn= nnfc Feiertags.

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pastfche «klont.:

Zrnntfnrt a. M. U686

geljcueren Verantwortung der Stunde bewußt ist, so wird sie in Paris das Letzte daran sct- Sen, mit dec Entente darzutun, daß der Rest innrer Flotte uns nicht genommen werden tann und darf!

Stettin, 3. Ülpril. (WTB.) Wie dieOst- ssto-Zertwig ' ilbn einem Dhtglidte der deutschen ^tegtenurgskom Mission, die in Varis über die Schiffsablicieruug verhandelte, erfäl-rt, lehnt die Wietergutmachungstommissiou den deut rtjen Vorschlag ab unb testest auf der Abliese- mng sämtlicher Schifte über 1600 Tonnen Inhalt rntb der Dälftc der Schiffe von 1000 bis 1600 Tonnen in Forth Pirrhof.

Also selbst bei der Beschränkung auf das Mindestmaß haben wir noch einen seewärtigen Einfuhrbedarf von 12,5 Millionen Tons. Er­füllen wir nun aber die Bedingungen des Friedensvertrages hinsichtlich der Ablieferung . des Restes unserer Handelsflotte, so verbleibt uns nur noch ein Schiffsraum von einer hal­ben Million Brutdo-Register Tons. Liegt es schon auf der Hand, daß diese Tonnage an und für sich nicht entfernt aus reicht, um diesen Be­darf zu decken, so wird dies noch umso klarer, wenn man sich vergegenwärtigt, daß dieser uns verbleibende Schiffsraum nicht etwa aus Uebc'rteefchiffen besteht, sondern mm aller­größten Teil nur Fahrzeuge darstetlt, die le­diglich für die K üsten schiffljhrt be­stimmt sind. Wir wären also zur Dickung un- f seves Einfuhrbedarfs über See so gut wie i ganz auf oie Hilfe der ausländischen Schiff- | fahrt angewiesen. Was aber wären oie Folgen davon?

Es soll hier nicht von den Nachteilen ge­sprochen werden, die der Rückgang der deut- sclnn Reederei in den Hafenstädten, die Rück- mrfmig auf die in iIrren zahlreichen Betrieben beschäftigten Angestellten und Arbeiter haben VÄLe, es soll hier lediglich die ungeheuere finanzielle Tragweite beleuchtet werden, die ber Urbergang des Frachtengefchäfts an die ensländisckie Seeschiffahrt haben würde. Bor dem Kriege brachte die deutsche Reederei un­terer Volkswirtschaft eine Einnahme von rund einer Milliarde Goldmark. Da die Fracht­sätze im Weltverkehr seitdem auf das Fünf­fache gesiegelt sind, so würde es sich heute also um einen Wert von 5 Milliarden Goldmark, oder, in Berücksichtigung des Standes un­serer Valuta, um einen Jahresverdienst von 65100 Milliarden Papiermark handeln. Diesen ungeheuerlichen Betrag würden wir ? also in Zukunft alljährlich an das Ausland j iahten müssen, wenn man der deutschen See- 1 lchiffahrt ihr letztes Handwerkszeug aus der II Hand nimmt und damit die Notlvendigkeit ichafft, unseren seewärtigen Bedarf ausschließ- I lich durch die ausländische Reederei zu decken I und an diese die Frachten zu zahlen.

Angesichts dieser klaren Zahlen wird es I keinem mehr zweifelhaft sein, was bei der Ab- I Lieferung des Restes der deutschen tzandels- | flotte auf dem Spiele steht. In der Woche nach [ Litern fallen hierüber in-Paris die Würfel. Es geht dabei um Sein oder Nichtsein oer $ deutschen Wirtschaft und damit des deutschen $ Kolkes! W<nn sich unsere Regierung dec un-

v**

Wie wir von zuständiger Seite erfahren, ind die Städte D a r m st a d t und Frank­furt heute nacht vonden Franzosen be­setzt worden. Französische Patrouillen gehen im Umkreis von 10 Kilometer um die genann­ten Städte. Die hessische Regierung und alle anderen Behörden bleiben in Tätigkeit. Es sei bei dieser Gelegenl-eit daraus hingewiesen, daß deutschen Militärpersonen die Ein­reise auch in das neuerdings besetzte Gebiet nur mit besonderer Genehmigung des franzö­sischen Militärbefehlshabers gestattet ist.

Mit Frankfurt ist jeder telephonisch' Verkehr unterbrochen. Nach Mitteiftmg bei Gießener Fern­amtes soll das Frankfurter Amt überhaupt nute arbeiten. Der Zugverkehr mit Frankfurt jedoch bat, rote roir vom hiesigen Bahtboftvorttetzer criatrrn, bis zur Stunde (10 Uhr) noch feine Stockung er­fahren. Kur; vor RedaktionSsch' ist uns ge­lungen, Darmstadt teiev! «misch in, erreich'n. Wte unser dortiger Mitarbeiter meldet, ist D a r m - stadt heute früh zwischen 5 und 6 Uhr von don Franzo sen bese uturorten. Biszum Wormittag waren etwa 50 Offizieie und 1000 Mann eingetrvsfen, für die Quartier befchafft wer­den mußte. Wahrscheinlich werden aber nnd) weitere Truppen ein rüden. Die Franzosen begründen ihre ^Besetzung mit dem Vorgehen der Reichswehr im sttichrgeläet. Sofort nach ihrem Eintreffen nahmen sie Post und Bahnhof unter ihre Kontrolle. In Darmstadt einlau stnte Züge werden aufgehalten. Sie gehen also nicht nad;' Heibetberg-Mamchrim roeitcr. Auch der Odemvaldverkehr ruht voll- ftänbig. Nur die Züge nach dem eben­falls besetzten Fvankfurt sowie nach Worms tind Mainz wrfe'bron weiter. Die in Darmstadt liegende Reichsloete ist nach Babenhausen abgerückt. Sn einem Ausruf des Staatsministers und des berbürgermeisters wird die Bevötterung ersucht, die Ruhe zu tewahien. Ter Staatspräsident (yat gegen die Besetzung Protest eingelegt. Ilm 10 Uhr findet eine Bespvechinrg zivischen dem Staats- rnvtifter und dem französischen Befehlshaber statt. Regierung, Behörden und Beamte bftiben zunächst unbeteiligt in Tätigkeit.

Von einem Augenzeugen, der heute früh um 8 Uhr von Mainz in Gießen eintraf, werden uns zu der Besetzlmg Frankfurts folgende Einzelheiten mitgeteilt: In Mainz sammelten sich gestern nachmittag gegen 5 Uhr größere TruppenfvrMa­tronen, hauptsächlich Tankabteilungen alarmbereit in den Sttaßen an. Am Abend begann der Vor­marsch in Ridstung Frankfurt; Kavallerie und In­fanterie in großen Lastauto-Kolonnen. In Ö ö chst und Griesheim standen heute früh ebenfalls große Infanteri-abteilunigen, Gewehr bei Fuß, marschbereit. Auf dem Höchster Sfcbntof l'tcmben mehrer« Trancportzüge mit Trup­pen abfahrtbereit. Ans dem Frankfurter Bahnhof dagegen toaren nur französische Patrouillen zu sehen. Ein Anscistaq der Tfrar.-roten teilt mit, daß di? Besetzung keineswegs, eine ftind- selige Handlung fei; ite sei nur ein Pfand gegen­über dem Vorgehen der Reichswehrtruppen im Industriegebiet. 3u beiden Seiten der Strecke Frankfurt Gießen waren kurz nach 6 Uhr bis nach Bon a mes stärkere staral'eciepatröuiNen und Infanterieabteilungen zu sehen.

B er litt, 5. 2lpril. lWolif.) ObwohÜ die deutsch? Regierung in Paris wiederholt die dring heben Gründe darle^m ließ, die sie zwangen, eine Pvlizriaftion im Ruhrgebiet zu untcri.einnen, ge­lang es ihr bisher nicht, das EinDerständniS der französischen Regierung zu dem Einniarsch zu er­zielen. Millerand wies vielmehr in seiner Eigenschaft als französischer Mmist.-roräschent die deutsch' Regierung in seiner Note auf die besonders feierlich? Fassung des Llrcktels 44 des Frieoens-- vertrages lün, der jeden Verstoß Deutschlands gegen die mit der neutralen Zone sich befassenden Ar- titel 42 und 43 als feindselige .Handlung unb Versuch einer Störung tes Weftftietens kenn­zeichnet und steifte in Llusftchc, daß uns die Ent­scheidung der französischen Regierung spater über» mi:relt werden würde. Demgegenüber kann heute festgestettt roerben, daß dürft) Li? zum Zweck einer

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oung dec größten Beschränkung für den In landsverbrauch, folgendes statiftiscl-e Bild ent-

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Ordnung zu erhoffen. Die Führer der roten Trup- Den können dazu entscheidend beitragen, indem sie ihre Anhänger zur strikten Befolgung des Bielefelder Abkommens anhalteir

Der Reichspräsident an die Reichswehr.

Berlin, 3. f?lpr,l. (WTB.^ Ter Reichs­präsident richtete teigcnten, bum Reick>stenzler ttegeng^zeicknicteil Erlaß an d-.m R eid>s wehr* nuni|ter zur Bekanntgabe an die 9teid>iivdX: Eine tiefg'h.mde Beunrulngunii Hal im Anscisluß an den S^a.ttsscrei^> vom 13. März in der Reich)- ntehr um ,ich gegriffen. Die Fra^e der Bestrainng d?r um Puftäe Beteiligten, ionnc der Verhütung ähnlickier Voritommnisse in Zukunft, Hot in den ersten Tagen unter den Cfitjieren und Mann­schaften eine begreifliche Erregung geidKiifcn, bie an versckicdenen Stellen zu yauHiingcu ber ^elbste hitse führten. Durci» die Erlasse des Reichslve!-r- Ministers ist kein Zweiftl gelafiau daß all im Putsche Beteilig en militimteten Borgeietz'.en ge- riditlidynt Besnafungen unterliegen nx'rten, daß aber die Bcriülrtcm feine Verautwortmig trifft für die Ausführung der ihnen von trculufcn Füh­rern gegebenen Befehlen Ferner nnirbe in dem Erlasse gesagt, daß ein eigenmächtiges Eingreifen in die Untersuchung von mite retteigter Seite, ober eine Neubildung militärifd^r Formatio­nen kernesftüls mehr geduldet werde Der- artige- Uebcrgriffe gefäl-rden den Bestand ter Reiäisw.-Hr, die zur Anfteckst?rteltimg von 9hil')C imb Srdnung uuentte^hrlich ist. Ich erin­nere nochmals daran, daß jede £>aniHunq wie Ab­setzung von Ofiiziercn, eigenmächtig' Neuwiblen von Fül/rern als Verl tzung der Ti'sziplin unb -rls Ltergeten gegen B-»rlassung und Ge'etze auznsete'N ist unb nm den Gang einer ordmingsgemäs^n Untersuchung stört. Ich bin entschlossen, um jede Politik aus ber Reichswehr fernzu- halten, keinerlei polittsche Bttättguyg in irg-md- einer Richtung in ihr zu dulden, unb die Truppr zu einem in sich geschlossenen, von v'rfassnngstreuen Führern gd-iteten Maclstmutst zum Sckxutze ter Ordnung zu gestalten. Ich rrivarte, daß die R?iciv- il'eltr im Bertrauen auf die von mir und der Re­gierung ringeiefrten Führer, sich rückbaltloö und in straffer Disziplin ber schw.ven Aufgabe ter ©idyerung bes Reick»es und teiner Becfassung zur S^erjügung stellt. Nur so wird vs möglich sein, das burd? den Staatsstreich erschütterte B?rtrauen des Boltes zur NeichSnxil/r lmcderzugewvmen, »tew

^ereien Manien Runkel. n8amen bn Utztzß, Mi lolfcAn* V Olllengas8e

xg Di*neten.

daß sie ihrer schweren Aufgabe niete gerecht wer­den kann Allen Offizieren, Unter cm ifri ien unb Mannschaften, die in beit Tagen der Rtvolution ihre Psticht getan haben, und unter den fdmn?eigen Berhältnissen nxitcr tun, sage ich im NaEN des Reiches meinen Tank.

Gilt Aufruf

dcS Reichskommiffars Severinq.

M ü n st e r i. W c st s., 5. April. (WTB) In einem Aufruf des Reichs ko mmissars Severing an die Bevölkerung des rteinisch- nxstsälischm Fndustriegebietes, ber fick) ge'en die­jenigen wendet, die der Negierung wegen des Ein- marsckies der Truppen Worlbruch vorwerfen, sowie gegen diejenigen, welch? sie schwächlicher Nach­giebigkeit gegenüber den Linksrabilalcu bezichtigen, heißt es: Die Regierung sei b:rcit gewesen, von dem Einmarsch der Truppen abzusehen. Doraussetzung sei aber gewesen, daß die verfassungsmäßigen Be­hörden in ihre Aemter wieder emge'Cbt, die Waffen und Munition sofort an die Gemeindebehörden abgegeben und die (Gefangenen sofort fteigelassen würden. Trotzdem dies bis zum 25. März ver­sprochen worben sei, sei selbst am 24. März abends von ber Durchführung biefer Bedingungen, wie bie Behörden von Arnsberg, Düsseldorf und Münster berichteten, feine Rede gewesen. Dagegen nnirbe übcreinftimmcitb berichtet, daß die Aftions^ ausschusse oder Vollzugsräte meistenteils keinen Einfluß mehr auf die bewaffneten Arbeiter hätten, die plündernd und erpressend von Oct zu Ort zögen. Jetzt habe die Regierung den Be­fehl zum Einmarsch nicht mehr zurück­halten können. Die Truppe, die vom 31 März bro 3 April j-de Vorw.rrt.benegung - i.stellv,aus^c da, wo bewaffnete Arbeiter sie ang?grif en hatten, marschiere aber nrck-t auf Grund militärischer Eigei'.mächtigkeiten, sondern int ausdrücklichen Ein­verständnis mit den Zivilstelftm, die lediglich die Ruhe unb Cronung wieder Erstellen wollten. Söe käme nicht als Feindin des -Äolksrech-ts, sondern als Schützerin der Verfassung un*? ji^ieruingsgewalft Die Truppe habe vor allem schärsslr Manneszucht zu wahreit und alteinmötigeu Härten' sowie jegliche llebergriife unb Herausforderungen zu oermeioen.

Was in dem B iele felder Abkommen an notwendigen Reso rmen byeidmet fei, werde trotz des sciweren Beriassungsbruches der bewafftteteit Arbettermass-m, der insbefinftere m ber Beschießung von Wesel zum Ausdruck gekommen sei, von der Regierung burdjge- führt werden. Wenn ihre Durchführung sich letzt verzögere, so seien allein diejenigen bewaffnetes Thrtcttro dafür verantwortlich, die allen 'Ermate n ungen ter Regierung und Führer mcht mehr zugängig gewesen seien.

Die Waffenabgabe.

Münster (Wests.), 5. 2lprck. (WB.- Ms zum 3. April tonnten über die Wa sfenabgabe nach- stehcnte Einzelheiten sestgestellt werben: ftriis Gel­senkirchen :3 Maschinengewehr?, 226 Gewehre, 68 Seiteng-wel're, 83 Darchgranatm, 1857 Jn- ianttriepatronen, 700 M.-G.-Patronen, 2 Erosl- wLgen, ein Feld'chrapnell. Stobt Gel'.München: 5 M -G., ein Minenwerfer, 350- Gew?hre und Munition . Stadt Lüdenscheid: 1 M.-G., 122 Ge- weh.e, 22 184 ZnfantTrteparlvnen, zwei Kisten mit M.--G. -Patronen. Kreis vager,: 55 Gewehre, zwer schwere M-G., 4000 M.-G,-Gatwnen, 1000

lungen zivischen Berlin und Paris nnbeHreif-I na hm en. Die bacchfrchttgte Besetzung der Zone ...... . . - - - - - ' von Fran ksurt, Darmstadt unb !o an a u

I tezrveckt inrytg unb allrrn, als Aruwort auf die Ber letzung des Vertrages Pfänder zu erhalten. Werm die Alliierten in Deutschland neue Gebiete

Darmstadt und zrankfutt von den Zranzojen be^tzt!

Eine demütigende Oslerüberraschung hat ind das verbitterte Frankreich beschert: es tat die dem Mainzer Brückenkopf nahe ge- fegenen Städte, also besonders Frankfutt tnb Darmstadt, von seinen Truppen besetzen trssen. Wie c^s angiot, soll es sich um ein Zwangsmittel handeln, nnd der Ziteck oieses tlnternehmens wird mit dem WortFaust­pfänder" bezeickptct. Ettrige Hwtdert Mann teutschcr Wehrtrnppen haben angeblich die cmtlichen deutsck-en -Stellen bestreiten es tie Zahl der in der neutralen Zone vertrags­mäßig geduldeten deutschen Truppen über- IHrieren. War schon der starr ablehnende fran- HlMche Standpunkt bei den letzten VerhMid-

jfXTTÄ-.w fu Sr.agr Annahme von Anzeigen

JDÄSr r^r für die Tage i nummer bis

l9lv|iulvl4IKvlUus£ H A / Vorschrift 20', Ausschlag.

WUr Z)auptschristle,ter: Aug.

General-Anzeiger für Gberheffen ZW

Vrnck und Verlag: vrülsi'sche Unn>.-V»ch- unö SteiwöriMkrei R. Lange. Zchnftleitimg, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. sämtlich i" Gießen.

egen

|e- und iebstalil

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T&--' lieMW- . Seiten febLf-J

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besetzen, wird das außerhalb des Ruhrbeckens, ivo die ReidBwelp: tvrgecht, erfolgen. Dic deutsche Re- gierung, die übrigen-.' am 28. März davon benad>- riditigt wurde, roetd).1 Bürgschaften Frankreich für miertaßlich hält, falls die 9ieieteirrf)r das Rutew biet betritt, muß sich auf die Besetzicilg von Frank- furt a. M. gefaßt madjen, die aller Watescheinlick)- keit nach ohne Zwischenfall vor sich geben wirb. Die Unternebnnnw begann noch nicke. Man iveiß nicht, zu wrichem Zcitptmkl sie durchgeftihrt juerbeu wird, obwohl sie nahe bevorswh.md sein muß.

Ein Schreiben MitteraudS.

Paris, 5. April. (Wolfs.) 5)avas. Minister­präsident Mill er and richtete gestern atend an beit deutsclien Oleschä tsträger Mäher ein Schrei­ben uw rin er Warans hinwies, baß er gestern die sofortige Zurückz 'hung ber im Ruhrgebiet in un rechtmäßiger Weise ecnrückenden Truppen dringend verlangte und erklärte, Fr an kreid) könne keine Abweichung von Artikel 41 des Versailler Ver­trages gestatten. Millcroand fügte hinzu, es sei heute amtlid) festgestellt, daß die Z a hl d e r d e u t scheu Truppen im Ruhrgebiet die er lanbte Stärke überschreite unb daß ter Reichslommissar von der Regierung volle vand- lungsfreiheit ft'ir ihre Verwendmtg im Ruhr-gcbiet erhalten hate. Sck>Iießlich betonte er, daß ber An­griff ter Reichswehr am 2. April begonnen habe. Milleranb stellte fest, baß bie beutfdx? Regierung durch einen plötzlichen Angriff den Artikel 4 4 bes Vertrages verletzte, was einen feind­seligen Akt bedeute, ter den Frieden ter Welt stören müsse. Riillerand erklärt, er werte später Mayer bie Emtscheibung Frankoeichs zur Kemünis bringen.

Oie Lage im Rshrgediet.

Berlin, 6. April. Nach terBoss. Ztg." erklärte Reick^kommissar Severing noch einen Zeitraum von etnxt sechs Tagen für er- sorderlrch, um oie S äuberungsa ktion im Ruhrgebiet durchKufüftren.' Duisburg hat seit dem Einmarsch ter Reichswehr sein normales Aussehen wieder angenommen. In Düsseldorf hat eine Baute von versprengten Roten iroch am Ostersamstag die Jnsanterietaserne vollständig aiisgepiändert. Die Räuber wurden sämttich von ter Sicherhritsroehr sestgenonnnen. Jetzt ist die Lage normal.

DerLokalanzeiger" berichtet aus Damm Efti^elheiten über den roten Schrecken. In Pelkum tourte die 2 2jährige Tochter eines Landwirts von den Rotgardisten er» schossen. Ln ©anbbod>um wurde ter Land­wirt Römer durch einen Bauchschuß verletzt und ein anderer Einwohner erscho ssen. Plüntencte rote Truppen verlangen mit vorgehal- lenem Revolver bie tzcrausgabe von Le­bensmitteln unb Gelb. Auch Arbeiter­familien wurden mckst verschont, namentlich solche, deren Männer geflüchtet sind, pim nicht in die rote Armee eingereiht zu werden. Beim Angriff auf den Friedhof von Pelkum siel ter seiner jtompagnie voranstürmeirte Öauptmann Spatz. Insoesamt roerbrn die Verluste ter roten Armee Lei Pelkum auf über 3 0 0 Tote angegeben. Zwei 'Iknrterauto-j und ein FlugzeuggesckMater nahmen dort am Kampfe teil.

tz a m m, 3 Llpril. (WTB.) Nach h:er einge- irofimen Meldmrgen terrorisiert der Mob i v Essen die Npufickttons-, Schüstvarcm- und Lebensqrfttelgrtck>äfie Der angmdneic Schaden be- h":?gl vundcrtteuischrde Vom Poste«ettor uuirden mi. rorgri)d:ener Pistole 120000 Mark er» preßt. Post- unb Tel-egraphma.gestellten und Arbeiter sind in einen Protestsirrik eingetreten. Der nach Barmen geflüchtete Essener Zentralrrtt ert:arte, daß er feine Truppen nicht mehr in ber Lwnd habe. Tie Zugänge von Mülhrim nach Oberhausen und Duisburg sind von den Bolsche­wisten besetzt.

Am 1. Feiertag blutige Kämpfe bei Bottrop.

Nach einem Berichte desBerl. TageÜl." aus Wesel ist der Nordrand des Industriegebietes an ber Ruhr von ter Reichswehr besetzt. Der erste Feiertag brachte blutige Kämpfe bei Bottrop. Nach Aussage tes Namborner Voll­zugsrates waren rufjidje Offiziere vor unb hin'er ber Front tätig. Der Herd ter Unruhen ist jetzt Essen.

Ter Widerstand der roten Banden.

Berlin, 5. April l'DTB.) Anstatt sich für bie Durchführung des Bielefelder Abkommens ein­zusetzen, sucht bie i »genannte n am psl er- tung ber roten Truppen deren Widern and noeb zu steigern, indem behauptet wird, baß dic Reichswehr durch Sperrfeuer hinter den roten Linien deren Auflösung verhindere und daß Ab­teilungen der Reichswehr selbitändlg vorgehem Demgegenüber wird nachdrücklid) festgeitellt, baß alle militärischen Operationen nur im Ernver- nehmen mit dem Reid/skommissar L<v?rmg er­folgen, der sich lediglich von dem Geiichtspunkt leiten läßt, baldmöglichst die Ruhe und Dehnung wieterherzustellen. Alle noch nettvendigen Kampf­handlungen sind allein dem sinnloien Widerstand ber roten Kampfleitung ober der verbrecherischen Gesinnung ihrer Führung entglittener Banden zu^uschreiben. Noch immer werten Plünderungen unb Gero al traten gemeldet. Infolge des raschen Fortganges dec Beftiedung des gefährdeten Ge­bietes ist in Kürze Die Wiederkehr von Ruhe und