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zwei Tagen ohne Licht und Strom sind,lgen die Teuerung der Lebensmittel.

mit allen unabhängigen und mchrheits-

handeln.

Kreis Büdingen.

ver-

In einer Versammlung aus dem Marktplätze wurde beschlossen, die Lebensmittelpreise aut die Hälfte herobzusetzcn und diesen Beschluß den Händlern sofort mitzuteilen. In den Ge- schästen wurden die Lebensmittel daraufhin tatsächlich um 50 Prozent herabgesetzt und zu diesen Preisen von den Demonstranten sofort selbst verkauft. Zu Ausschreitungen kam es

itgliedern klubs auf

oen tpDi7eiuuyvu4/i, iw i*/ ^.reiben ent­

faltete. Die Leitung des festes hatte der Zwerg­verein Hoherodskopf.

Ter Volkskammerabgeordnete, wel­cher bekanntlich im vorigen Jahre bei Gelegenheit des Versuchs der Gründung einer rhein. Republik durch Dorten in Mainz ausgewiesen, wurde und jetzt in Offenbach wohnt, wurde dieser Tage in Wiesbaden, wo er zu kurzem Besuche war, durch die Franzosen verhaftet.

Bund hessischer G-erneindebeamten.

-4- Hirzenhain, 4. Juli. Der Imker- knrsus wurde gestern im Beis.in des Vorsitzenden des Oberhessischen Bi-menzückstervereins, Lehrer Buß-Leihgestern, geschlossen. Der Kurins dauettr eine Woche und zählte 18 Teilnehmer. Leiter war Lehrqx Hensel von hier.

Kreis Lauterbach.

Aus Stadt uttd EanH.

Gießen, Den 5. Juli 1920.

Veranstaltungen.

Montag, 6. Ium 5. Juli: Hotel Einhorn, M/» Uhr, Gastspiel Paul Vuchwald (Programm- Wechsel). Freiwillige Feuerwehr, 8 Uhr, Haupt­übung. Lichtspieltheater wie gestern.

Tie am 19. Juni in Frankfurt ia. M. lanstaltete Versammlung ton Vertretern der Ge­meinde beamten aller l-essischen Städte und Kreise hat die Vovarbeiten für die Gründung des Bun- des hessischer Gemeindebeamten be- endet und die Gründungspersammlung für S o n n-

sich, selbst als sie dabei betroffen wurden, mit Re- tiolctm zur Wehr. Erst als die Besitzer und das Feldschutzpcrsonal sich bewaffneten (mit Hacken, Sensen, Dreschflegel usw.) und zu größeren Trupps vereinigt waren, gelang cs an verschiedenen Aben­den, ine Kerle trotz ihrer Schußwaffen festzu- nehmen. An Ort intb Stelle bekamen sie dann jedesmal gründliche Prügel. Dieses System war wirksam. Die Plünderer jch.in.n vor den Prügeln einen heillosen Respekt bekommen zu haben und sind seit dieser Zeit spurlos verschwunden.

wz. Worms, 3. Juli. Wegen Beteili­gung an den Plünderungen sind bereits um­fangreiche Verhaftungen vorgenommen wor­den. Um eine Wiederholung der Unruhen zu verhüten, hat der Oberbürgermeister das Be­treten der Straßen nach IOV2 Uhr verboten. Hiervor sind nur ausgenommen Personen, die sich in dienstlichen oder geschäftlichen Angele­genheiten von ihrer Wohnung nach dem Orte ihrer Tätigkeit und zurück begeben und sich hierüber genügend ausweisen können. Das Umherziehen Neugieriger wird untersagt.

dt. Bingen, 5. Juli. Als Folge der A k - tion für den Preisabbau wurde hier in einer Versammlung von Vertretern der Gerne inde- behörden, der Kaufmannschaft und Verbraucher laut Rliein- und Nal>e zeitung beschlossen, für die Dauer von drei Wochen emm Preisabschlag von 25 Prozent eintreten zu lassen. Nach der Rhein- und Nahezeitung soll der ab Samstag emtretenbe Preisabsch ag von 25 Prozent für alle Bedarssartikel für drei Monate und für die ge­samte Bevö.kerung ol)ne Au. nähme gelten.

Berlin, 3. Juli. In Berlin kam es

gesetzes.

Bezüglich der Ueberschüsse aus der Zwangs­wirtschaft haben die Abg. Herbert, Hofmann und Genossen eine dringliche Anfrage an die Re­gierung gerichtet, in welcher sie um Auskunft bitten, ob die Regierung bereit ist, dem Landtage über den Vermögens st and der Landes- Milch- und Fett stelle, der Landes- Eierstelle, der Landes-Kartoffelftelle sowie der L a n d e s - O b st st e l l e zu erteilen und welche Verwendung dieser Mittel beabsichtigt ist? Abg. Hofmann richtet ferner eine Anfrage an die Regierung bett, die Verzögerung der Verhandlun­gen bei dem Verkauf von fiskalischem Gelände in Seligenstadt zur Errichtung von Kriegerheim- 'tätten. Eine dringliche Anfrage des Abg. Dr. D e H4'in g er betrifft den Holzbedarf der hessi- chen Wagnermeister, welche das Recht verlangen, hren Holzbedarf direkt zu beziehen und durch einen Vertrauensmann rechtzeitig im Walde aussuchen zu dürfen, auch verlangen sie dieselben günstigen Zahlungsbedingungen, wie die Hvlzhändler.

Aus Hoffen.

Vorlagen und Anfragen.

R. M. K. Darmstadt, 4. Juli. Das Mini­sterium des Innern hat dem Landtag einen E n^t - warf zur Genehmigung vorgelegt, der den An­kauf eines Hauses neben dem Regierungsgebäude in der Schillerstraße in Mainz um den Kaufpreis von 300 000 Mark betrifft und dem eingehend dargelegten Raummangel abhelfen soll. Eine wei­tere Regierungsvorlage betrifft eine Verordnung über die H^u- und Grummetverfteige- r ungen 1920, die den ungeheuren Preistrei­bereien, die ins Ungemesfene gehen, von vorn­herein entgegenzuwirken. Danach sind die ge­werbsmäßigen Händler von der Versteigerung ausgeschlossen. Die Zahl der Steiglose kann für ortsansässige und fremde Bieter beschränkt werden. Eine weitere Vorlage betrifft die Verlängerung der Ermächtigung für die Gemeinden uui> Gemeinde- verbände, nach Maßgabe des Bedürfnisses Wechsel­verbindlichkeiten einzugehen. Ein Antrag des Abg. Riegl betrifft die Aenderung des Fürsorgttassen-

tag, den 11. Juli, zu Darmstadt an- bevaumt. Hinsichtlich der Besoldungsord­nung wurde eine Entschl ie ßrm g einstimmig angenommen, bte feen Ministerien sofort übergeben worden ist und in der eS u. a. heißt: Die hessische Gemeindebsamtenschast vertritt grundsätzlich den Standpunkt, daß mit Rücksicht auf die Eigenart des Gemeindedienstes die Sätze der Reichs- und Staatsbesoldungsordnung mindestens and) für die Gemeinde bamten Anwendung zu finden haben. Diese Forderung wird auch von der Großorgani­sation dem Reichsverband der Gemeindebeamten Deutschlands erhoben. Gegen den Versuch Der Staatsregierung, die Staatsbeamten über die Ge­nleindebeamten Ruauszüheben und die einzelnen ^meindebeamtengruppen je eine Gehaltsklasse niedriger einzuvei'hen als die gleich zu adjtenbm Beamten gruppen beim Staat, erhebt bte Versamm­lung entschi Ärmsten Protest. Tie Herabwürdigung der Gemeindebeambm zu Beamten zweiter Klasse ist durch nichts begründet und auch auf sa chl i che Erwägungen nicht zurückzuführen. Tie Gemeind - beamtcn in den Städten waren immer besser be­soldet als die Staatsbeamten und können diesen Anspruch auch heute nach mit voller Begründung erheben. Tas Vorgehen irr Sta-atsregierung, das nebenbei einen Eingriff in die durch Geetz feftgekgle Selbstverwaltung bedeutet, hat in der Gemeinde- beamtenschast die größte Beunruhigirng hertor- rerufen. Die 'hiesige Gememdebsamtenschaft wird mit allen NackDruck gegen das beabsichtigte Unrecht Stellung nehmen und auch eine Stellungnahme des des Reickjsvwbandes der Grneinl ebsa mten Deutsch­lands auf seiner Berteterverfammlung am 3. Juli d. Js. in Dresden ^herbeizuführen. Die Gemeinde­beamtenschaft tun Hessen emxtrliet jedoch noch in letzter Stunde von der Staatsregierung, daß diese der besondwen Eigenart des Gem?iin»ebermteildien- stes Rechnung trägt und nicht die Hand zu einer Degradierung der Gemerndebamten bietet.

sozialistischen Stimmen gegen die Stimmen weniger Kommunisten auf das atler- schärfste verurteilt. Diese lokalen wilden Streiks schädigten nur die Arbeitersache und die Arbeiter selbst. Morgen soll in einer er­neuten Versammlung Stellung gegen den Streik genommen und die Möglichkeit eines Abbruchs des Streiks erörtert werden. Die sozialistischeVolkszeitung", die schon den jüngsten wilden Streik auf der Gewerkschaft Gustav" verurteilt hat, schreibt von der neuen lokalen Aktion der Hanauer Kommu­nisten, sie sei direkt antisozialistisch. Wie das genannte Blatt erfahrt, wurde der Dettinger Streik in einer kommunistischen Parteiver- san.mlung bzw. im kommunistischen Gewerk- schasiSlartell am letzten Mittwoch beschlossen.

Wie dasBerliner Tageblatt" aus München meldet, wurde dort der unabhängige Sozialist Lining, der im Gewerkschafts- haus ben Plan eines neuen General­streiks vortrug, verhaftet.

Bergarbeiterstreik in Niederschlcsien.

Waldenburg, 3. Juli. (WTB.) Der Verein bergbaulicher Interessen teilt mit: Tie Streitigkeilen zwischen Arbeitnehmern und Ar­beitgebern der niedenchlcsischen Steinkohlen neh- men jetzt eine sehr bedrohliche Gestaltung an. Tic Arbeiter verlangen Entfernung von 2 5 Beam­ten aller Klassen. Die Grubär gaben nickst ohne weiteres nach und verlangten eingehende Prüfung der Beschwerden. Ohne das Prüfungsergekmis ab» zuwarten, traten die Arbeiter der Fuchsgrube, etwa 6000, in passiven W i der st and. Die Kohlenförderung beträgt nur ein Fünftel gegen früher. Der Widerstand hat gestern auch auf die Nachbargruben übergegrifsen imd droht das Ge- samtrevier von 25 000 Bergarbeitern zu erfassen. Schon jetzt ist die Gasversorgung des ganzen In­da sttiegcbietes mit über 30 Ortschaften unterbun­den. Welche Folgen der Streik für die deutsck)e Kohlenvcttorgung haben wird, ist nicht abzusehen. Den Gruben, die in Niederschlefien bis an die äußerste Grenze des Entgegenkommens gegangen find, ist es unmöglich, verdiente Beamte auf die Sttaße zu setzen.

sonst nicht. _ ,

ntz. Kreuznach, 5. Juli. (Mz.) Infolge des Arbeiterstreiks hielten zahlreiche Ge- sMstsleute gänzlich gusckstvssen. Andere hatten aus- verkauftt weitere sind ständig überfüllt, so mb em großer Teil der Bürgerschaft, namentlich der M 11; telstan b, ohne alle Lebensrnittel bastelst und ohne die MöglrchLeit, solche zu erhalten. Tie Pr.rs- heral'setzung beweist -also, daß , das eingistchlag-ene Verjähren eine recht verderbliche Wirkung tat. Uetrigeiiy macht das Per sona l einer hiesigen Gvoßfirma bekannt, daß es sich nicht weiter an der Ruinierung ihres Ehefs beteiligen werde, zumal deshalb nicht,, weil der Arbeiter ldii- sum- und der Beamtenkonsumverein bic Waren nicht für die ermäßigten Piteife, 50 Piwzent Nacl)- laß, abgebe. Um sich daher nkcht stlbst stellentas zu machen, legt das Personal bet Firma bis MM Eintritt gaort-neter Verhältnisse die Arbeit nieder. Weiter wird in Ergänzung, unserer Notiz in der Samstagsnummer noch gemeldet, daß die von der Arbeiterschaft erzwungene Herabsetz.'nig oc.r Preise um 50 Prozent nur f ü r 0 r g a u i s i e r t e Arbeiter Geltung habe, der meist viel gck-lechter gestellte kleine Beamte tiber Angestellte hat also leinen Teil an der Vergünstigung.

F r c i b u r g i. Br., 3. Juli. (WTB.) Zu einem Akt der Se l b st h i l f e des Publikums kam es heute auf dem sWochenmarkt. Eisenbah-, ner und organisierte Arbeiter erschienen heute morgen aus dem Markt und setzten die Preise für die Waren fest. Es ereigneten sich aber sonst keine Ausschreitungen.

rr. Schlitz, 3. Juli. Die Klage des Vor- standes des hiesigen Wahlvereins der Deut­schen Volkspartei gegen den Vorsitzenden der hie­sigen Ottsgruppe des Hessischen Bauernbundes wegen einer angeblichen Beleidigung, die in einem von diesem verfaßten Flugblatt anläßlich der Reichstagswabl enthalten g.w.stn sein soll, wurde nunmehr noch außergerichtlich durch einen Ver­gleich erledigt.

Kreis Schotten.

4- Schotten, 4. Juli. Das Hoherods-- ko Pf fest lockte beide tausende von M und Freunden des Vogelsberger Höhen' den Hoherodskopf, wo sich lebhaftes Tre

Die Lebenrmittelteuerirng.

n Friedberg, 3. Juli. Heute nachmittag Z Uhr" fand in der großen Allee auf der Kaiser- ftrafc eine von der sozialdemokratischen Partei einberufene Versammlung statt, welche eine Pro­testkundgebung gegen den lOprozen- Ligen Steuerabzug vom Lohn und be­sonders noch gegen die hohen Preise aller Lebensbedürfnisse, b sonders der Lebens­rnittel, sein sollte. Nachdem vier Redner, darunter der Stadtverordnete Raube gesprochen hatten, wur­den zwei Entschließungen gegen die erwähnten Punkte angenommen: darauf zogen die Teil­nehmer, deren Anzahl wohl einige Hunderte be­trug, in geschlossenem Zuge auf das Kreisamt und das Rathaus, wo sie von Regievungsrat Her­berg und Bürgermeister Dr. Segel empfangen wurden: von beiden Heroen wurde möglichste Be­rücksichtigung der vvrgebrachten Beschweren zu­gesagt. Don allen Rednern wurde betont, daß die Teilnehmer sich zu keinen unbesonnenen Schrit- ' ten hin reißen lassen sollten und daß vorerst der Abbau der Preise auf gütlichem Wege versucht werden solle. Tatsache ist es, daß hier in Fried- > berg, im Herzen der gesegneten Wetterau, Obst und Gemüse, beispielsweise die Kirschen, teu­rersind wie in Berlin und anderen Groß­städten und daß in dieser Beziehung wohl eine Besserung mit Recht angestrebt werden kann.

dt. Worms, 5. Juli. Eine richtige Schlacht mit Kirschenräubern haben seit Wochen die Besitzer imd das Feldschutzpersonal im nahen Klein-Niedesheim auszuf.chten. Zweifel- - haste E.emente. bah n die dortigen umfangreichen Kirschenamagin allabendlich geplündert und setzten

abends 8V4 Uhr, in die neue Aula ein, wo Frau M. Kraus am; M)'d über jede Hausfrau intern essierende Fragen sprechen wird.

* Lichtspielhaus Bahn h 0 s st r. 34. Ein Film, der schon einen besseren Besuch ver­diente, wird nur noch beute zur Vorführung ge­bracht.Harikari", die Liebesgeschichte einer klei--' neu Zapanerm. Hauptdarstellerin Lil Dagoocr als Osakr San ist in ihrem Spiel ausgezeichnet. Ihre gemessenen Bewegungen harmonieren wundervoll zum ganzen osdasmtijchen M.lieu. Besorrders ber- vorzuhebeil sind die japanischen Baitten und Aus­stattungen sowie sehr reizvolle Wasserfest.

0 Grünberg, 3. Juli. Aus Grünberg be­finden sich noch zwei Mann in russischer Ge­fangenschaft, Schreibgehilfe Georg Schombett und Landwirt Karl Henkel. Nachdem nun kürzlich Schombert durch einen zurückgekchtten Gefangenen den Seinen ein Lebenszeichen geben konnte, traf am Freitag auch Nachricht von Henkel ein. Ein Heimkehrer teilte der Fran mit, er befinde sich in dem Lager Djelabad in Ostturkestan (Asien).

Landkreis Gießen.

-m. Hungen, 5. Juli. Am Samstag nach­mittag entluden sich mehrere schwer-e Gewit- t e r teilweise über unsere Gemarttmg und brachten uns im Gefiolge endlich, nack) monatelang.-r Trocken- Ijeit, einen recht ergiebigen, wenn auch wicht durch­weichenden Regen. Auch bte folgende Nacht brachte noch geringere Niederschläge und in der Sonntag- nacrt folgte ixntn ein melyrere Stundensancholtender, sthr ausgiebiger Regen. Tie Gewitter.zogen, ohne Sckaden anzurichien, weiter. Im benachbarten Biliingen riß der stark einsetzende Sturm mehrere Obstbäume um. In Feld und Garten stecht nun alles wieder frisch und neugeftM, so daß man nun mit etwas größerer Hoffnung der baldvM Ernte entgegienfeb-en kann. Auch die Futteraussuch- ten sind besser geworden und das Obst, das unter der Trockenheit sehr gelitten hat und teiüveise ab-> fiel, kann mm auch noch einen befriedigenden Er­trag liefern.

0 Grünberg, 3. Juli. Hier macht die JugenoJagdauf die Kohlweißlinge. Um einer drohenden Raupenplage zu beggnen, hat nämlich der Obst- und Gartenbauverein bekannt- gegeben, daß er für jeden Schmetterling 1 Pfennig bezahlt. Ter Verein hat zu diesem:Zwecke von der Stadt den Betrag von 100 Mark erhalten. In den ersten Kriegsjachren ist dieses Mittel schon ein­mal mit gutem Erfolge angewandt worden, nur wurden 'damals erst für je 5 Kohlweißlinge 1 Pf. vergütet.

OGrünberg, 3. Juli. Am Samstag nach­mittag ging endlich, wül-rend hier meh.ere Ge­witter vorüberzogen, ein schwacher Regm nieder. Ein Regen in der Woche, am Dienstag, war kaum von Bedeutung. Ein flioßer Teil der Titkum^, die schon lange hätten fttzen.sen, war noch nicht gepflanzt, da man immer auf Regm 'hoffte. Aber schließlich waren die Leute gmötigt, dve Arbeit doch vorzunehmen und dabei Wasser zu geben, da ein längeres Hinausschieben nicht mehr gut anging. Hoffentlich sorgt der heutig' Regen, dem nock> an­dere trachfolgen mögrm, dafür, daß die geletzten Pflanzen anwachsen. Auch die ausgedörrten Wie­sen sowie die Felder bedürfen noch ausgiebig des Regens.

4- Lich, 4. Juli. Sicherem Vernehmen nach will Bürgermeister Fuhr nach erst kurzer Amts­dauer sein Amt niederlegcn. Gestern hatten wir ; einen ausgiebigen Gewitterregen, der endlich das ; ersehnte Naß brachte. _

tt. Treis ab. Lda., 3. Julr. Du btefige Ge­meinde erlöste bei der Versteigerung der Kir- ' sch en, die auf Wunsch der Steigerer baumweise : vorgenommen wurde, 2500 Mk. Hier scheint : sich eine Diebesbande aufgetan zu haben. . Während in der vorigen Woche einem Arbeiter 1 durch nächtlichen Einbruch der ganze Rest feiner ; Hausschlachtung entwendet wurde, erbrachen du ' Diebe in einer der letzten Nächte die Arbeiterbude t der Firma H. Amend und stahlen die dort aufbe- . wahrte Arbeitskleidung der dortigen Arbeiter. In : beiden Fällen scheint es sich um mehrere Täter zu

** Den langersehnten Regen hat nun endlich am Samstag auch Oberhessen erhalten. Von 5 bis 7 Uhr entluden sich mehrere Ge­witter mit kräftigen Niederschlägen, so daß aus den Wegen und in Ackerrurchm noch längere Zeit das Wasser stand. Nun ist auch wieder auf beiRres Grünsutter zu hoffen, und die Landwirte können ihre letzten Gemüsepflanzen und Nunkeln letzen. In der Samstagnacht setzte sich der durchweichende Regen bis in die frühen Morgenstunden fort. Nach einem schönen klaren und warmen Sommersonntag setzte gegen abend wieder kräftiger Regen ein, der abermals bis gegen morgen anhielt.

** Ein Waggon Kirschen kommt am Donnerstag, 8. Juli, nachmittags 3 Uhr, an der städtischen Verteilungsstelle in den Marktlauben voraussichtlich zum Verkauf. Die Kirschen werden in kleineren Mengen und korbweise (etwa 30 Pfund) abgegeben. Preis l,85 Mk., korbweise 1,80 Mk. das Pfund. Näheres siehe Anzeige.

** Unterschiedliche P r e i s e In Fraickfurt a. M. tostet das Pfuiild Schmalz 19 Mk in Kronberg 15 Mk. und in Wiesbaden, das sich sonst nicht durch billige Preise gerade auszeichnet, kann man es in diesen Tagen ischon für 12,50 Mk. erhalten.

** Auch höhere Neb en gebühren beim Fernsprecher. Die Einführung b;T hohen Fernsprechgebühren am 1. Juli wird von Ausführungsbestimmungen und Verwaltungsvor- schristen dazu begleitet, die viele neue wichtige Be­stimmungen und weitere höhere Gebühren briMcn. ^Nebenanschlüsse der Berivattung kosten 80 Mark jährlich, bei Reihenschaltungen je nach der Zahl oer Amtsleitungen 140 bis 180 Mk. Für jede Ne- benftene in den Wohn- oder Geschäftsräumen einer anderen Person ioirb ein Zuschlag von 40 Mk. er­hoben. Im Teilnehmerverzeichnis kostet lebe Zett', über, brei je 20 Mk., die Verlegung einer Sprech­stelle in demselben Raunre 24 Mk., im selben Ge­bäude 40 Mk., nach einem anderen 100 Mk., em besonderer Wecker 12 Mk., ein zweites Mikro­phon 20 Mk. Die Mindestdauer des Vertrages be­trägt ein Jahr. Ein Vorortgespräch kostet 80 Pf., das Herbeirufen einer Person 1 Mk. Bei nachweis­barer Mittellosigkeit des Änschlußsuchers wird Vor­auszahlung des Jahresbetrags der Grundgebühr verlangt. Die Uebermittlung der Wettervorhersage kostet im Monat 4 Mk., ein Vierteljahr 9 Mk., ein halbes Jahr 16 Mk., einzeln 40 Pf. Die Gebüh­ren für die Genehmigung von Privattclegraphen betragen 20, 40 und 80 Pf.

** Postsendungen nach Otten in den Kreisen Eupen und M a l m e d y, die nach dem Friedensvettrag u. 11. an Belgien abzutreten sind, sind nach den Weltposwereinstaxen frerzumac^n. Unzureichend sreigemacht: Sen>ungen verursachen den Empfängern erbchttch: Unkosten. Bei Zweifel über die Sage der Bestimmungsotte oder über die Höhe der Gebühren wende man sich an die närhste Zostanstalt.

** Der Gießener Reiter verein ver­anstaltete gestern vormittag in der Universitäts­reitschule auf dem Brandplatz eine kleine, aber würdige Gedenkfeier zu Ehxen, ferner bem Kriege zum Opfer gefallenen Mitglieder. Näben den Angehöttgeii dieser Kriegsopfer und den Mit­gliedern des Vereins hatten sich auch eine An­zahl Gäste eingefunden. ,Die Feier wurde durch em der Sttmmmig angepaßtes Diusikstück eingeleitet. Ter 1. Vorsitzende des Reidervereins, Herr Schwan, begrüßte darauf die Erschienenen, ge­dachte der Gefallenen und übergab die an der Reitbahn angebrachte Gedenktafel, die mit ebönem Flaggenschmuck umrahmt war, dem an­wesenden Vertteter der Landesuniversität, Herrn Pros. Dr. Gisevius. Dieser übernahm die Tafel im Romen der Universität und gedachte dabei der guten Beziehungen, die Universität und Reiterverein verknüpften: beide sähen in der körper­lichen Ertüchtigung .der Jugend eine ihrer vor­nehmsten Aufgaben. Die Gedenktafel toetn fol­gende Namen auf: Kttegsfreiwilliger Werner Bick>ler, Leutnant Adolf Fischer, Stabsvetettnär Professor Dr. Gmeiner und Hauptmann d. L.

Kreis Friedberg.

== Bad-Nauheim, 2. Juli. Stadtv. Emil gtosenthal, der aus einer größeren (Stiftung seines in Amerika wohnenden Bruders schon rme- berbott größere Summen zu wohltätigeii Zweckm, verwanbt, &it iieiierdings wieder ansehnliche Be-. träge an die Ortsgruppe des Reichsbun«S der z^negsbeschädigten für bedürfttge Kriegsbe,chlttngta und Hinterbliebeiie überwiesen. ^m Parrl)vdel haben Kurgäste gelegentlich etner Veranstaltung im Hotel 1600 Aiark gesammelt, die dem Elisabethenhaus zugcführt wurden und dazu ^r- wandt werden, armen Kindern eme btefige Kur zu ermöglichm. , . ... u

4 Bad-Nauheim, 3. Juli. Unser Bad ist um eine Unterhaltungsstätte reicher geworden: dasKleine Theater", das seit Winter als größerer Neubau im Garten desEuropäischen Hofes" entftanben ist. Die gestrigen und vor- gesttigen Eröffnungsvorstellungen, die gebiegertie Kleinkunst und prächtige Lichtspiele boten, waren stark besucht und versprachen dem neuen Unter­nehmen eine gute Zukunft.

Starkenburg und Nheinhessen.

wz. Worms, 3. Juli. Gestern vormittag stürzte in der Gewann Kelterhohl, Gemarkung Hochheim, ein brennendes Flugzeug ab. Die beiden Insassen haben sich durch rechtzeitiges Abspringen gerettet.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 3. IM. (Wolff.) Der Regierungspräsident in Wiesbad.n hat durch Ber-. iügung vom 18. Juni 1920 die P0lizei.stunde

K. Schön.

** Der Verband Deutscher Eisen- bahnwerkstätten-Werkführer, Orts­gruppe Gießen, hatte am 2. Juli die Vorstände der Gsenbahnervereinigunaen zu einer Versammlung im Felsenkeller eingeladen, um die Gründung einer freien Eisenbahner-Fachschule in Gießen zu besprechen. Diese Fachschulen, von denen zur Zeit 25 bestehen, sind im Einverständnis mit ber Eisenbahnverwaltung ins Leben gerufen. Me Schulen haben den Zweck, sowohl dem Bildungs­bedürfnis der Eisenbahner Rechnung zu tragen, als auch gleichzeitig Gelegenheit zu geben, das fjir die Prüfungen erforderliche Wissen zu erwer­ben. Großes Interesse weckten vor allem die Aus­führungen des Werttührers Uckert aus Berlin, ber Mitbegründer der ersten Fachschule in Berlin ist. Man mußte aus [einen Worten die Heber» zeugung gewinnen, daß der Gedanke großartig organisiert ist und sich zugleich unter sachgemätzer Leitung in die Wirklichkeit umsetzen läßt. Wir fügen noch an, daß die Gießener Gewerbe- nnd M as ch in e nbau s chu l e Räume und Lehrkräfte für die allgemeinen und technischen Fächer zur Verfügung stellen wird, die übrigen Lehrer sollen aus den Reihen der Eisenbahnbe­amten gewonnen werden. Die Schule wird vor­aussichtlich am 1. November eröffnet werden.

** Der Deutschvölk. Schutz- und Trutzbund, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am Donnerstag, 8. Juli, a6enb5 8/2 Uhr tm Hotel Grobherzog einen öffentlichen Vortragsabend. Pfr. Werner-Frankfurt a. M. (Paulskirche) wird über den Edelgehalt germanischer Götter- und Heldensagen sprechen.

* Die Deutschnationale Juyend- grup pe veranstaltet am Mittwoch, 7. Juli, abds. 8 Uhr, im Postkeller eine Mitgliederversammlung. Auf der Tagesordnung steht u. a. ein Vortrag des Herrn Oberst v. b. Goltz und ein Bericht des Vor­sitzenden über die Reichstagswahlen und die poli­tische Lage.

** Der Gieß euer Haus fr auenverein fordert die Hausfrauen auf, sich zusammenzu­schließen und lädt auf Donnerstag den Jun,

heute laut Alendb'ätter auf dem Obstmarkt auf dem Winterfrldtplatz zu Ausschrei­tungen der Käufer. Marktstände wurden umgeworfen und das Obst am Boden ver­streut.

Braunschweig, 2. Juli. Ms Rdißnahme gegm die fortschreitende Teuerung und die bedroh­liche Erregung der Bevölkerung beschloß die Stadt- vewrdntten-Versammlung aus Veranlassung des Oberbürgermeisters die Einsetzung eines Preisüber- iraÄung Ausschusses Diesem aus Verkäufern und Konsumenten zu bildenden Ausschuß wirb die Fest- setzimg imb Uederwach'.mg der Preise für Lebens mittel und 'onftige Be'xirfsartikel übefragen. Je­der, Der bic sestBchetzlen Preise in ber Stadl Braun­schweig überschre t t, wirb sofort dem Wuchergericht zur Bestrafung Üvefviesen.

Ilmenau, 3. Juli. (Wolff.) Gestern nachmittag kam es hier zu Kundgebungen ge-