Einzelbild herunterladen

«kitt' y Junten n*s beantrag! iu fys onbe- s,bn- btte '^genheit ,ein «ttrX UW lttjinben müfjen, Muglieder des ^rat verirr "Ebmec zu den .'"Kustragtec Zbb°«' ru den l|t- mit beraten.

S kann nur "nlung der Be- der Crschicnenen ^smitgiicber

'beit der «schie- 1 ötiinmengleick

gungsblatt.)

Einsammeln d)h

>en des Kreises. r Erledigung un- RilOandc sind, Erledigung. Fehl-

Nr. 55

Ter «letzeiier Luzelgrr rrfdieint täglich, anher Loun- uhö Feiertags.

Bciugspreis:

Monatlich Ml. 2.30, viertel jährlich Me. 6 90 einschließlich desBeslell- flflbe; öuvcb die Post vierteljäbrlich Mk. 6. ausschlicbUchPesteNqeld. Fernsprech - Anschlüße: für die Sdniftleitungl 12 Berlaa,i>'esch)äfkssleUe51 Anfckrist r Trachtnach- rechten: Anzeiger Oiehe«.

Yoftscheckionto:

Sranffuri a. M. 11686

Erster Blatt

170. Jahrgang

Zreitag, 5. März 1920

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderhesien

Zwttttvgrniud-ruck u.Verlag: vrühl'fche Umv.-Sach- a.Zteindruckerei 8.Lange. Zchristteittrng, SeschästsstvÄe ».Druckerei: Zchulstr.7.

Annahme von Anzeige» f. d»e Laqesnnminer t>t< zum yincbmüiaq vorder ohne >edi Verbindlichkeit, pttls für l mm höhe lür 'Jin.ei ich r'34mni ."reite drill 1) 25 Bi, auSioärtZ 30 Pi., für tHef lame- Anzeigen von 70 mm Breite 90 Pi. Bei Platz- ©orfctirif«20* A stscklag. Hauvtschristleuer: Ang. Goen- Perantwortlich füi Politik: Aua. Moe»; für den übrigen reib Dr. Reinhold jen»; lur den Anzeigenteil: 0 Beck, sämtlich in Gießen.

zwei der Beweis nicht erbracht fei. schließlich be-*

Häger der H a na zur Uii* t bestand. Ter Staat sanwatt

Sache weiter nichts

ÄMraniWfl'' fvr

icker.

5.

1fr.

die Kaufkraft Eiutrpas ängninbe.. Europa wewe

iU iz

ii' er t- m ID-

lU

Bl«

7.

er jt t< ia

!k-

u ist in n. u- ir. er tu- 5 ii. in­en se

halten Erzbergers im Falte des Briefes des Ma­jors Tüsterberg an den Kriegsminister wird vom

)ie des Loudmehi den des ünijes. r Verfügung tum . 27 iwm 24. Fk' n mir lncrmii an die nicht bis zum rücksichtigt bleiben.

Kriegsbeschädigten- :Tr.viß.

Ein Memorandum des Obersten Rates über die Teuerung.

Laag, 4. März. (WTB.) ^.LautNreuwe Courant" meldet derEventttg Standard", daß der Oberste Rat ein Memorandum über die Teuerung i>.röffeniliebt wird, dessen beide erste Abschnitte sich mit Tentschland besaifen. Es fcifjt darin, Teutsäiland sei für den gesamten Wett- hrushall unentbehrlich. Ohne die dcnmche Er-

dtö W=- 2. C'ttobit VJV.i rn wir ruchmats , dir Vsranschlägt sind.

um Hantel: biet: itn-Büseck.

tont 27. Februar ;en-Biiseä als fleisch und gleisch-

lisse: hier: Tür den

nöen des SW bdeckeceiverzrichnw- bt gescheh- ..... W hierzu beno.ig"

Sklaverei oder Bolschewismus?

Herr Hauptmann Damm, ein bekann­ter Führer unserer Baltenkämpfer, sendet uns folgende Ausführungen, die von einem angeb­lichen Plan Englands, eine Ost-Fremden- l e g i o n zu bilden, sprechen. Wir können nicht beurteilen, .ob eine solche, allerdings wideo- wärtige, Gründung wirklich im Gange ist, ge­ben aber die davor warnenden Zeilen als Stimmungsmoment gerne wieder:

Immer mehr sieht die Entente, in erster Linie England, ein, daß ihre Politik gegenüber Sowjet-Rußland eine falsche war. Durch die deut­schen Zeitungen gehen täglich Nachrichten, das; die führenden Staatsmänner der Ententestaatrn sich eingehend mit der Bolschewisten-Frage be­schäftigen. Zeit dazu haben sie jetzt, nachdem Deutschland gefesselt und geknebelt am Boden liegt.

Bor einigen Monaten hieß es in den Entente­blättern: Der Bolschewismus bedeutet keine Ge­fahr für uns, der kann nur auf den Boden eines besiegten Landes gedeihen. Sogar mit Waffen­gewalt unterstützte England die Bolschewisten, in­dem es feine Schiffsgeschütze vor Dünamünde gegen die russische Weftarmee^ des Fürsten Awa- loss Bermondt sprechen ließ, und indem es die lettische Armee bewaffnete und bekleidete, um die deutsch russischen Berrnoudt-Truppen bekämpfen zu lassen. Woher nun plötzlich dieser Umschwung? Die Bolschewisten, bisher im Süden durch Dene- kin, im Westen durch Benno ndt-Aw al off, im Nor den durch Judenitsch und die russische Murrnan- armec, im Osten durch Koltschak im Schach ge­halten, haben es verstanden, alle diese ihnen feind­lichen Streitkräfte zu zermürben und so gut wie zu vernichten. Nur Trümmer ohne einheitliche Lei­tung stehen ihnen noch gegenüber. Tiefes Ende lag aber nicht im englischen Plan, der in Ruß­land nur im Trüben fischen wollte, der hoffte, aus dem dort herrschenden Durcheinander die Taschen Englands füllen zu können Nun sieht sich Eng­land plötzlich durch den Bolschewismus in Indien bedroht! Irgendeine russische antibolschewrstische Armee, die d iesem Bormarsch entgegentreten könnte, ist nicht mehr vorhanden. Und England weiß: Ist Indien für das Mutterland durch den Bvlschewis- rnus verloren, ist England selbst vernichtet!

Aber nicht nur gegen Indien, sondern auch nach Westen gegen die. russischen Randstaaten, Polen, Litauen, Estland, Lettland richtet sich die bolschewistische Bedrohung. Marschall Fach hat wohl in Warschau festgestellt, daß die neu geschaf­fene polnische Armee unter keinen Umständen in der Lage ist, den Armeen Sowjet-Rußlands nen­nenswerten Widerstand zu leisten. Kennern der Berhältnisse ist das keine Ueberraschung, denn sie wußten, daß triefe polnische Armee nur über einige wenige brauchbare und zuverlässige Divisionen ver­fügt, der größte Teil ist ein schlecht bekleideter, mangelhaft bewaffneter und ausgerüsteter Haufen, bei dem von irgendwelcher Disziplin keine Rede fein kann, und der außerordentlich stark von bol- fchewisiifchen Gedanken durchsetzt ist. Demgegenüber stehen die bolschewistischen Armeen von 1920, nicht die von 1917: Wohl diszipliniert, gut ausgerüstet und bewaffnet, unter Führung der alten Zaren- Ossiziere. bei denen ausschließlich die Kommaudo- Gcwalt liegt, keineswegs mehr bei den Soldaten­räten, die ihre Rolle ausgespielt haben. Die Heere" der Randstaaten find aber kein Hinder-

Aur dem Aeictze.

Das Ertragssttuergesetz.

Berlin, 4. März. (239.) Der Zentoalver- hmb der deutschen Bank- uud BankierAewerbeS in Berlin teilt mit: Das Ertrags steuec- gefetz tritt bekanntlich am 31. März in Kraft, soll jedoch nach den Beschlüssen der National- rerfamrnlunL in zweiter Lesung aus die an diesem Tage oder später fällig werdenden kcrpitalertragS- steuerpflichtigen Zinsscheine nach dem 3. März 1920 Anwendung finden. Banken und Bankfirmen sonne sonstige stellen, wo solche Zinsscheine zur Einlösung oder Gutschrift eingereicht werden, müssen den Einreichern demnach für die Steuer 10 Prozent des Betrages in Abzug bringen.

Die Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit.

Berlin, 4. Aiärz lWTB.) In der heutigen Sitzung des Reichsrates wurde der neue Etat für die Reichsbank angenommen. Hier wird die Bcr- mchrung der Beamten um 1123 gefordert. Es sollen 356 Bankbuchhalter und ebensoviel Geld­zähler angestellt werden. In dem Entwirrt über die Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit wurde int Ausschuß auf Antrag Badetts und Hessens eine Bestimmung eingefügt, wonach Baden unb Hessen das Begnadigungsrecht Vorbehalten sein soll für den Fall, daß die landsmännischen Verbände dieser beiden Staaten sich nicht im eigenen Lande befinden Knuten. Dagegen machte der Reichswehrminister Noske geltend, daß es heute nid>t mehr möglich sei, Truppen längere Zeil an demselben Ort slalwurmst zu lassen, da das

Staatsanwalt stark bemängelt.

Oberstaatsanwalt Krause tomml nochmals auf den FallDombvowski" zu sprechen und bv- zeichnet es als sehr bedenklich, mit welcher Leichte tvrtigfcit sclstvere 'Jlngriffe gegen prominente Per­sönlichkeiten erhoben worden seien. Durch solche Mißbräuch' werde das Vertrauen des Bslkes ut die Richli gleit und Subcrläffigteit am: lieber Mu-« teilten gen sehr erschüttert. Zur Begründung des Strafantrages übergehend, erflärtc der Oberstaatsan uralt, der An gesagte habe zweifellos beleidigen und verletzen nullen. Er habe den stampf immer wieder von neuem aufgetwmen. Mit tiefen Ausführungen wolle er nicht bestreiten, daß der Angeklagte von Beweggründen geleitet iwrtxne fei, die in erster Linie uneigemtützig gewelen seren. Trotzdem müsse der Staatsanwaltschaft die Ver­urteilung beantragen.

Zu berücksick-tigen sei, daß dem Angeklagten ein großer Teil des Wahrheits­beweises geglückt sei, wenn auch mele schweve Bes chuldigungen nicht hätten erwiesen werden können. Dazu komme, daß auch der Angeklagte Dom Nebenkläger öfters schwer belerdigt worden fei. Unter Berücksichtigung aller dieser Umstande und Inbetrachtziehung der Vermögensverhältnisse des Angeklagten beantrage er die Verurteil lang z u einer Geldstrafe von 300 M k.

Zum Schluß sagte der Oberstaatsamvolt, die Staatsanwaltschaft habe auf alle politischen Be­trachtungen verzichtet, sie bade sich streng auf den Boden der Strafprozeßordnung gestellt. Mögen alle Polittker, Parlamentarier und die berufenen Vertreter der Presse ihre Folgerungen aus diesem. Prozeß ziehen. Möge dieser Prozeß zur Reini­gung und Gesundung des öffent­lichen Lebens beitragen."

Darauf ergriff der Verteidiger Tr. Als­berg das Wort. Er ging die einzelnen Punkte ausführlich durch.

Dir Frage der Kabinettsumbildung.

Berlin, 4. März. Zu den Gerüchten über die Kabinettsumbildung sagt die Deutsche Allg. Zig., mit einem Abschluß des Prozesses Helsserich sei wohl kaum vor Mitte des Monats zu rechnen, ebenso nicht mit etwaigen Aenderungen im Kabinett vor Eintritt in das letzte Märzdrittel. Aw­zeichen für umfangreiche Aenderungen lägen nicht vor.

Hus dem besetzten Gebiet.

mc. Bad Homburg, 4. März. Der Feldberggipfel ist erneut von einer star­ken französischen Wache besetzt wor­den. Es soll dies anscheinend eine Strafe da­für ' sein, iveil am Sonntag einige deutsche Sicherheitspolizisten den Berg erstiegen haben. Der Frankfurter Verein für Jugendher­bergen (beabsichtigt, auf dem Feldberg eine Wanderherberge zu errichten.

nis für die Sowjetarmeen, sondern sie werden in Kürze überrannt fein, sobald die Witterung die Benutzung der russischen Straßen den Bolschc- Misleu Leu Nachschub gestattet, und werden mit den Bolschewisten gemeinsame Sache machen. Auch dieses ist uns alten Baltenkämpfern nichts Neues, sondern war uns schon eine Selbstverständlichkeit, als uns die Reichsregierang im Herbst 1919 auf Befehl der Entente im Stich ließ. Jetzt beginnt die Entente emzusehen, daß zwifck>?n diesen russi­schen widerstandsunfähigen Randstaaten und den Knlt-nte floaten ja nur noch das von ihr zertretene Deutschland liegt und daß dieses Land ja selbst beim beften Willen durch die Beschränkung seines Heeres nicht in der Lage ist, den Westmarsch der Bvlscltewiki aufzuhalten, daß jubem durch den Frie­densvertrag von Versailles in Deutschland der Boden für den Bolschewismus in denkbar bester Weise vorbereitet wurde! Und in diesem Augen­blick beginnt das alte englische Spiel, besiegte Völker vor den englischen Wagen zu spannen: Es soll eine Art Ost-Fremdenlegion ge­schaffen werden, bei deren Zusammensetzung natür­lich in erster Linie auf den deutschen Soldaten gerechnet wird, die in Zkurland-Lttauen den linken Flügel der polnisck)en Armee gegen die Bolschewik bilden müßte! Gelnime Werbung für diese Frem denlegivn soll schon im Gange sein. Also, auf deutsch gesagt: Eine deutsche Armee soll im Bünd­nis mit der undisziplinierten bolscktewistifch stark verseuchten polnische!'. Armee die Bolschewisten von der Entente fcmbaltcn, im Bündnis mit dem Polen, an dessen Bestehen Deutschland auch nickt das geringste Jnter.'sse hat. Deut ches Blut soll wieder im Interesse der Entente verspritzt werden. Allen seinen Verpflichtungen aus dem Friedcus- vcnrag muß Deutschland selbstverständlich weiter nachtomme,:. Dieses Ansinnen ist so übel, daß man es nicht für möglich halten sollte. Nun aber lvach auf, deutscher Michel, und ruf deinen Peini- gern zu:Schafft euch eine eigene Armee in Kurland-Litauen, ivenn ihr eilte haben wollt, die im Bündnis mit Polen die Bolfchewiki zu be känipfen sucht! Deutsckstand hat kein Interesse mehr daran, den Bolschewismus vom Westen sern- iubalten, laßt ruhig den Bolschewismus nur kom-

ss'S?; es&s; bobs erfoM;

Direkter Eisenbahnverkehr

Basel, 4. März. (Wolff.) In Basel tagten am 3. und 4. Mär; etwa 50 Vertreter dcw fran- iöfiidm, belgischen, dutsckxn und fchwn-kwifch:n Eifenbahnverwaltungen, um die Bedin- Hungert für die Wiederaufnahme des feit Kriegs- beginn gänzlich unterbrvchenen direkten Gü­terverkehrs zwischen Frankreich und Belgien einerseits und Deutschland andrerseits sesltzufetztw. Nach längeren, unter den zurzeit noch b^ftebm.'en Verhältnissen begreislich.'nreie mühsamen Ber- handllmgen, die durch den Präsidenten der Gene­raldirektion der schlweizerisck)en Bunde/sbahncn, Winkelmami, geleitet wurden, ist schlief stich eaii? Einigung zustandegekommen, die es ermös/licht, den direkten Güterverkehr wieder aufzunchwen. Vom Zeitpunkt des Inkrafttretens der zustmtdegekoin- menen Dercinbarungen an werden alfp Güter- fenbungen zwischen Frankreich uv.d Bel­gien einerseits und Deutschland andererseits (auch über die Schiveiz) wieder wie vor iw?m .Kriege auf Grund direkter Frachtbriefe und auf Gnind der Beslimmungeit des Uebereinkommens über den internationalen Frachtverlchr (Berner lieberem- tont men l befördert werden können. Da aber mit diesen Vorlehrungen allein den BedürÜmsieii des internationalen Güterverlchrs nur zum Teil ge­dient wäre, sind nebenher auch Beck5andlungen über die Wiederaufnahme der gegcujeitiapn Wagen- Benutzung eingeleitet worden. Endlich ijt auch noch eine ^konferenz in Aussicht genommen,, welche bic Ofrunblagen für die Einrichtung des direkten Personenverkehrs schaffen soll.

Tast gegen Wilson.

Paris, 4. März. (Wolff.) Der Berrcht-- erftotter desEckw tk- Paris" melbet aud Dafhing- ton, der el>enwl ge Präsident Taft klage Wil­son an, aut die Veriverfiiirg des Friedeins^-rtvi^'S von Versailles hrnzuarbeiteii, damit er fern: Ent­scheidung über die Lodge schon Vorbehalte zu treffen brauche. Senator üobge lagt, wmn das mahr sei, kännten Wilson und die.demokratischen Senatoren nicht die Verantwortlickstlnt tür den Mißerfolg des Vertrages von sich t-bnxren. Er frage sich, ob der verblendete Wilston aus p'r- sönlicheii Gefühlen wirklich fein cige»to W>rk zer- fÜJren wolle.

Deutschland uud der Völkerbund.

Budapest, 4. März. (WTB.) TerBester Lloyd" veröffentlicht eine Unterredung seines Ber­liner Sonderberichterstatters mit dem Reichs­minister des Auswärtigen, Müller, der u. a. er­klärte, die deutsch Regierung stehe nach wie vor uneifchütterlich auf dem Standpunkt des Völker­bundes. Selbstverständlich dürfe aber der Völker­bund nickt das Jnstturnent zur dauernden Nieder­haltung Deutschlands werden. Die deutsche Regie­rung würde natürlich nur der Aufnahme als voll­kommen gleichberechtigtes Mitglied näher treten. Er sei überzeugt, daß die aus den internationalen Beziehungen heute noch Lastende Atmosphäre des Hasses und des Mißttauens behoben würde unb daß die Bestimmungen der Artikel 11 unb 19 der Völkerbniidakte zu der Revision jener Ar­tikel des Friedensvertrages, die un­erfüllbar feien, führen würden. Es fehle sckwn heute nickt an erfreulichen Anzeichen einer solchen Sinnesänderung in einigen Ententestaaten. Ter Minister erklärte weiter, daß die vertrauensvollen Beziehungen Deutschlands zu den neutralen Staa­ten feit Kriegsende noch eine erfreuliche Stärkung erfahren hätten.

Beitritt Schweden» zum Völkerbund.

Kopenhagen. 5. Marz. (WTB/l Schwe­dischen Blättern zufolge sand am 3. Mäi^ m der Brodten Kammer des schwedischen Reichstages eure Ausspracke über den Beitritt Schwedens zum Völ- ferbimb statt. Tie Kammer war überfüllt. Auch ber Kronprinz war zugegen. Nach lebhaften Er­örterungen wurde spät in brr s)2xu^ mit 152 gegen 67 Stimmen der Beitritt Schwebens zum Völkerbund beschtefsen.. Die Erste Krimmer verhandelte gestern über dieselbe Frage. Da nun­mehr ber Beitritt Schwedens zum SBdTf'tlmnb Tat­sache geworben ist, erwartet man den Rücktritt cer Regierung jeden 2zg. Tie Politiker treffen bereits alle Vorbereitungen. Aus dem­selben Grunde batte ber König die Part erfuhr er zu einer Konferenz ein geladen. Wie verlautet, orottb sich das neue Kab.nett f stgendxrmaiz-i zu­sammen setzen : Staa:sminister B anting, Mmynn des Innern Palmstierna, Finan^minister Tyorston, Kriegsmiuister Albin-Hai^n. Tie Berteistnrg der übrigen Portefeulles ist noch nicht entschieden.

nehmen, daß die Beschuldigungen ErzdergerS in Sachen der Bestrebungen tn Belgien unter der Aegide Helfserichs zur Ausnahme der angegriffenen Personen in ber Liste ber Auszulieiernden führen mußten. Tie Staatsanloaltschaft hatte den Bor- ro u r f ber Denunziation für erwiesen. Im FallJahnke" Mtenbiebfabl im Deutschen Flottenverein, fei Erzberger mit nuäreben gekom­men, er müsse seine Aussage uenveigtm, weil er fürchte, luegen Verletzung des Urheberrechts zur Vorantwottung gezogen zu werden. Der Staatsanwalt fügte hinzu, er brauche über bie ' ' td ju fagen. Das Ber- Falle des Briefes des Ma-

itflU dt» , ii<

Dief0Ä* nWR*

stö

Gerückte über den früheren Großherzog.

Berlin, 4. Marz. (Wolff.) Ist der hoNän- dischen Presse nxircn in den letzten Trigen vielfach Gerüchte verzeichnet, nach denen am 6. Februar, abends der Großherzog von He f 1 en und sein Sohn bei Zcveiiaar über die Grenze nach Holland geflüchtet sein sollen, nachdem be­reits cm 5. Februar acht Deutsche, deren Namen auf der Auslieferungsliste ftänbeit, gleichfalls über die Grenze gekommen seien Wie das deutsche Kon­sulat rn Zevenaar amtlich feststeNt, reiste am 6 Februar lediglich ber Prinz 23 ol f gang von Hessen aus Homburg nach Hollaifl>, kehrte aber fd)on am 9. Februar zurück. SBdxtr ber Groß­herzog von Hessen noch andere^ Fürstlichkeiteii passierten in diesen Tagen die hoffLirdische Grenze, ebensowenig Offiziere oder sonstig Militärper- sonen.

Der Prozeß Lrzberger-kielfferich.

Berlin, 4. März.

In der Fortsetzung der Plä-wvers erklärte ber Erste Staatsanwalt v. Clavsewitz, daß ber Fall Hettlini aussckieide, da Gras Hertlmg tot fei. Es könne nicht mehr bewiesen werden, ob er mit Recht Erzberger Unwahrhaslhgkeit vorwarf. Ebenfalls scheide ber Fall wegen der? belgischen Frage aus, ba die Erörterung im Einverständnis beider Parteien unterblieb. Es fei auch zweifel­haft, ob Heffferich hierin bestraft werden könnte, da er in Notwehr handelte. Im Salle Pöplau, wo die eidlichen Aussagen tLrzbergers im direkten Gegensatz zu den une,d- lichen stvnden, erAarte der Stcttsanwalt den Beweis von dem Angeklagten als geführt. In dem Falte, in dem Erzberger Helsierich vorwarf, datz er ber leichtfertigste Finanzininifter fei, roeil er nicht für Kriegssteuern sorgte, stützte sich ber Staatsanwalt auf bie Aussagen Spahns. Aus Grund dieser Aussage bezweifelt der Staatsanwalt auch die Richtigkeit ber Angaben Crzbergers betreffs bei: Konferenz, bei Bethmann-Hollweg. Erzberger teilte nach der kate­gorischen Abweisung bnrch Bethma°mi-Hollweg bi rekt hinterher oas Gegenteil Si/abn unb leina Partei mit. Ter Staatsanwatt betrachtet auch hierin ben Bewei s ber Wahr h ei tbu r ch den Angeklagten als erbracht. Ferner halt er für erwiesen, baß Erzberger erf andere Weift als über das auswärtige Amt zu btm c ze r nin - scheu Bericht kam. Bezüglich ber Aktion über den U-Bootkrieg kam ber Regierung ixto SSorgctrin Erzbergers ubervaftvei» Ter Staatsamvall kommt zu ber Ueberieuflung, baß ore Behauvtungen Helsserichs in dreier Be-.-ehung als wahr sich erwiesen. Der Staatsanwalt stellt ferner in Abrede, baß das Verhalten Erzbergers n a ch b e r F r i e b e n s r e s o 1 u t i o n ber Regie­rung gegenüber offen unb ehrl'.ck gewesen ist.

Ter Staatsanwatt beschäftigt sich dann mit ben Vorkommnissen in bet Verhandlung selbst, aus denen der Anoevagte den Benters ^er Lügen­haftigkeit führen wolle. Tie Beurteilung die-

Reichrianzler Bauer über die innerpoütiiche Lage.

B u da pe st, 4. März. (WB.) Reichskanzler Bauer äußerte sich zu dem SonderberiaftritTOtcr des Pester Lloi^>, die inncrpoftttsche Lag: kömv.' im Augeiiblick als außervcdeiit.ich befestigt an* gesprochen werden. Die wegm brr "Aus^ieierimgs- angclegenbeit tn»'beni? Rrgterungskrite fei durch rie Leipziger Lvsioig torübergegangen. Noch nte ei in Deutschland die innere 'Politik so eng v.'r- (od)ten gewesen mit d.'r äußerni wvr gegenwärtig. Z. B., sagte der ReichSkernzter, ist die Möglickzkeit, den notroenoigsten ^nnenbebarf an Kohle zu decken mtb gleichzeitig die im FriebeiiSvertrag Borge« ehenen 5tkyblcttltefenaig.il an di: Entente zu lei­ste.!, an eine arbeiterfreimdlicl-e R'^ierung ge­knüpft. Nicht nur jetzt, sondern, auch für ine näd>» ten Jahrzelmte wird eine deiftsche Regierung, bie in ber Arbeiterpartei nicht Sitz, (Stimme und Einfluß, 'bat, unmöglich sein. Wenn die Wahlen vielleicht auch eine Verstärkung der Opposition im Parlament auf der Rechten oder ber Link'n dringen, ist eine Aenderung der Zusamm'ns'.tzung der Negierungskoalition doch nicht zu erwarten. Tie Regierung hat bisher das Betriebsrätig?fttz geschaffen und bai Achtslundentag ein geführt Sf ttachtet mit ihrer Fii:anzPolitik di-' schwache Schultern der Arbeiter nach Möglichteil zu ent­lasten . Tie Anzeichen einer 1 a n gsamen B e s - ferung der wirtschaftlichen Verfäftniisc haben sich in den letzten Monaten erfr'ulich gfr- mclyrt. In einzelnen Jnduürü-weigm kann schon wieder eine recht beachtmsnterte Produttivität sest- gefiellt werden. Die Auwaffung ans der Wirt-- >astsiwt hängt vom Kahlen-, Rohstoff- und Va- lutaproblein ab. Stile drei Probleme können nicht von Deutschland allein gelöst werden. Die ll.'bte- ivinbung der Kohlenmrs ere l)ängt von ben Lieferungsforderungen der ANiiettm ab. Tie Einfuhr genügender Rohstoffe ist abhängig tun ber ReLinstruiernng des deutschen Kredits. Tas V al u ta Problem ist verflochten mit der Volks- unb Finanzwirlschaft der gesamten Welt. Tie Valutamisere ist von ähnlich verheerender Wir­kung wie die fünft ährige Blockade. Der Tiefftand der Mitteleuropäischen Vattften wirkt wie eine Säugpumpe, die den Rest des Wohlstandes unserer Völker saft automatisch in bie Länder der Sieger hinuberzieht. Tas ist aber nur ein vorübergehender Vorteil für den Sieger, dem der schwere Nachteil, tafj Teutschland feine Verpflichtungen nicht er- fütten kann, auf dem Fuße solgt. Tas allgemeine Dalutaeleiid Teutsckstands und der Länder der früheren Donaumonarchie muß düse M neuem wirtschaftlichen Zusammensckstuß zwingen. Es ift zu hoffen, daß bie internationale Valuteckomerentz versuchen wird, auf dem mternatwnalen Wäh- rungsmarft das Gbrichgewicht tmuftellat, ohne das eine wirtschaftliche unb politische Beruhigung in Europa nicht möglich ist.

von Amerika und l)apan überflügelt . Tic AM- ser Fälle überlasse er dem Gerichtshof Ter Staats-» ierten müßten Deutschlanb bc\ dem Wiederaufbau anwalt geht die einzelnen Fälle durch, für der« behilflich sein. Wenn man Deutschland und Frank- zwei ber Beweis nickt erbracht fei. Schließlich be­reich nicht ungefähr in denselben Zu stand zurück merkt er, für bic Staatsanwaltschaft ergebe bringe wie vor dem Kriege, damit die Ilnduslric daß bei dem Nebenkläger ber Hang jur U u* beiter Länder wieder fort fallen könne zu arbeiten, j Wahrhaftigkeit bestand. Ter Staalsanwatt Lonne das wirtsckwftliche Gleichgewicht lftchtMieder- verbreitet sich sodann über den Vorwurf der ge* herqestellt werden. meinen Denunziation. Man müsse an-

men, er wird ben Friedens vertrag von Versailles

«rreißen wie einen Fetzen schmutzigen Papicres." I hrus'yatt mtemdehrttch. Vtow ae iranta^ ^r- Lieber tot als Sklave, lieber Bolschewist als zeugungskraft unb die deutsche Organratron gehe Entente-Sklave. ' zs £*=* ---