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Scher Blatt

170. Jahrgang

Donnerstag, 4. November 1920

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Bo l schewi sten gegen bic Armee Brau

bnm er forderte an der Seite Roosevelt?

^ilte Dreiteilung und auf da? System der dem russischen Festland verbinde Pewichte und Gegengewichte zurückziehen auch mit schwachen Kräften gegen dird, die in der amerikanischen Verfassung legenen Gegner gehalten werden.

vorgesehen sind.

igen an

Sitzung zusammengetreten.

Reichsminister

In Dressen gebieten

ttett

Wahi des Reichspräsidenten könne-, aydere

'ungen geznnmgen, bnt Wagen, auf den 'ich jetzt

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dv Arbeiter gesetzt hatten, ru sieten. Sch'ieß'ich öffentliche Wahlhandlungen und Bolk^abstim- wurden die Landwirte roirixr freigelassen. Tic 1 mungen verbunden werden. Innerhalb eines

Poli-ei hatte nicht eingegriffen.

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Koch hieß die Kommission im Namen der Reichsregierung willkommen. Zum Vorsitzen­den der Zentralstelle berief der Reichsminister den Staatsminister a. D. Graf Rödern. Es wurde die Geschäftsordnung beschlossen und der Kommission der Name Zentral­stelle fürdieGliederung desDe irt* scheu Reiches gegeben. Die Aufgabe der Zentralstelle ist die Abgabe schriftlicher Gutachten. Die Verhandlungen sind ver­traulich. Ihre Ergebnisse werden in dem Ge­samtgutachten der Zentralstelle nach deren Erstattung veröffentlicht.

fcgcnen Gegner gehalten werden, zumal wenn diesem, wie bei den Bolschewisten der Fall ist, Seestreitkräfte fehlen, um etwa die Krim auch vom Schwarzen oder Asowschen Meer her anzugreifen. Wrangel hat sich bisher stets darauf beschränkt, seine Regierung in der Krim selbst auSzubauen, ohne zunächst an einen Vorstoß nach Rußland hinein nach

türliche Verteidigungsstellung, hinter der vor Jahresfrist der Rückzug Denikins Schutz fand. Diese Linie besteht aus einer ganz schmalen Landzunge, welche die Halbinsel Krim mir dem russischen Festland verbindet. Sie kann l einen über-

Londvn, 3. Nov. (WTD) Der Korrespon­dent de» ,,Daily Erpreß" beadtec: aus Koustan-

Jahres können Einrichtungen und Organe für die Reichstagswahlen usw. auch für die

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Die neue Zentralstelle ffir öic Gliederung öes Deutschen Reicher.

Berlin, 3. Nov. (WTB.) Amtlich. Die vom Reichsministerium des Jtrnern einbe- rufene Zentralstelle für die Neubildung der deutschen Länder ist in den Räumen des Ministeriums zu der konstituierenden

Aus dem Reiche.

Wie der Neichspräsivent gewählt wird.

Die Verordnung über die Wahl deS Reichspräsidenten liegt jetzt vollständig vor. Sie stellt mit ihren 72 Paragraphen und zahlreichen Listen und Anlagen ein ansehn­liches Heft von 52 Seiten in Großguart dar. Wenn sich die Vorschriften im allgemeinen auch an die Reichstagswahl anlehnen, so bringt die neue Verordnung doch eine Reihe von bemerkenswerten Abweichungen und Be- stimmungen. Wahlscheine können noch am Tage vor der Wahl ausgestellt werden. In größeren Gemeinden kann aber die Annahme von Anträgen am zweitletzten Tage vor dem Wahltag geschlossen werden. Man erhält gleich auch einen Wahlschein für den zweiten Wahlgang. Tie Wahlzeit dauert in der Zeit vom 1. April bis 30. September von 8 bis 5 Uhr, sonst von 9 bis 6 Uhr .Die Stimm­zettel sollen 9:12, die Umschläge dafür 12:15 Zentimeter groß sein. Zum Einstecken des Zettels in den Umschlag wird nur ein Neben­raum oder ein Nebentisch genannt. Es ist keine Rede von einem Verschluß. Mit der

Die obligatorische Arbeitsleistung in Bulgarien.

Sofia, 3. Nov. (HavaS.) DaS Gesetz über die obligatorische Arbeits­leistung ist bereits in mehreren Gegen­den Bulgariens angewandt worden. Die ganze männliche Bevölkerung im Alter von 2055 Jahren wurde in gewissen Vierteln der Hauptstadt für fünf Tage einberufen, um während dieser Zeit im' Rückstand ge­bliebene JnstandsetzungSarbeiten in der Um­gehend von Sofia auszuführen.

rirf n.

im Bach

1 W

gels in der Krim stärker ist, als man anfänglich glaubte. Die Bol'chewiskm warben bei bem Vor­marsch drei Armee^nps, vier Kaoalstriedivisimtat und mehrere Detachements aus Turkestan in oen Äampf. Sie hätten Melitopol und Pontziv und aridere bedeutende Städte erobert, Cha-oS? (?) werde geräumt

Englisch-russischer Handel.

London, 3. Nov. »'Havas) DieTimes" berichtet nach einem bolschewistisckxm Blatt: Die englische Neuerung unterzeichnete durch Vermute- lung der ruyischen Hemdelsdelegatton einen Kon­trakt über die Lieferung einer Million Grubenhöl­zer. Die englische Regierung liefere dafür Kohlen.

^Berlin, 3. Nov. (WTB.) Ziemlich über- ^Tiimmenb sind die B l ä t t e r u r t e i l e die Wahl Hardings. ES ist, genau he)en, schreibt dieVoss. Ztg.", nicht ein keg Hardings und nicht eine Mederlage

Demokraten Cox, sondern eine schwere i-tberfagc Wilstons. ImBerliner Sägeblatt" hi "

Senator Harding ist, wie es unser Ar­tikel in Nr. 258 vorausgesagt hatte, zum 'Lräsidenten der Bereinigten Staaten gewählt j-wrden. Das amerikanische Volk hatte die Autokratie Wilsons satt bekommen und seine

in der

f ^udibruin

Den 61 nfberfiau *r unterbrt* r erklärten,tz Ministern, über die lerimgszuM i die Prinzij gc der Gejih rng des äibe ntsprechen.

iurd) die Polt viertel- jjhrlich Mark 12. - -uslchl^ö. ch BerieUgeÜ». ^ern sprech. Anschlüsse: nröieSdjriflküungllS; Verlag,v)eschäs'sstelle 51. Anschrift für Drahinach- chten: 2nj<her Skfeen.

postschr Skonto: ^ankstirt a. M. U68b

_____ de? geschickten Ausgleiches den Rus rckkischer Beherrschung der Probleme ohne schema-

kanische Volk den Wahlzertel bemrtzen werde, I um in seiner Diehrheit daS BerdammungS- ......

urteil über Wilson ab^u^eben. DerVor-1 wropel tont 1 N^^mber, txn; der Twuck du

Annahme von Anzeigen lür d.e Taycsnummer bis zum Nachminag vorher ohne jedelicibint'IidjkckL Preis für 1 mm höhe iür Anzeigen p. 34mm Breit» örtlich 35 Pf., auswärts 45 Ps.; für Rehlame. Anzeigen von 70 mm Brcire 150'Pf Bei Plah- vorschriit 26* , Aufschlag. Haurtlchriftleitcr: '.'lug. Goch. Berai.trvortlich für Politik: Aug. Goetz; für den i.drigen Teil: Dr. Neinhold Zenz; für bcu Anzenzentell: H. Beck, sämtlich in Bietzen.

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Die irische Frage im englischen Unterhaus.

London, 4. Nov. (WTB. Die Er­eignisse in Irland geben dem Unter­haus fortwährend Anlaß zu erregten Szenen. Tie nationalistischen Abgeordn'ten bemülxm sich, die Aufmerksamkeit auf die angeblichen Ausschreitungen der Regi:rungSstr itkräfte zu lenken. Sie richten zahlreiche Anfragen über bestimmte Ein^elfalle an die Regie­rung. Die regelmäßige Antlvort des Chef­sekretärs für Irland, (sreenwvod, geht dahin, daß die Mordtaten und Mordversuche gegen Polizisten andauern. Bei den Nachforschungen nach den Verbrechern sei es zu Unruhen ge­kommen. Er habe um ausführliche Berichte ersucht, doch sei die Verständigung infolge Durchschneidens der TelegraphcmdrähLe er­schwert.

Nr. 260

Der Lietzener Anzeiaer rscheint tag lut), außer Sonn- und JT- er tags.

wärts" sagt: Als Gegner Wilsons ist Har- bing kein Freund des Völkerbundes in seiner heutigen Form. Er wünscht seine Umgestal­tung unter der Mitwirkung Amerikas, dessen Präsident dieses Gebilde gesckzaffen hat. lieber Hardings Stellung zum Versailler Fried«: ist uns nichts bekannt.

Die Niederlage Wilsons

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tntm h sm 5 foinjj ldn. Em ® unb di?

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Neuyo rk, 4. Nov. (WTB.) Obwohl der ripLblikanische Sieg erwartet wurde, ist doch 'st von Har ding erzielte Mehrheit "öb-erra s'ch e n d. Harding hat jeden Staat v der Ostküste und nördlich der Mason- ,^ran-Linie, desgleichen alle Mittest und ^kststaaten für sich. Er erzielte sogar Ge- Wirne im demokratischen Süden. 'An; Kalifornien fiel den Republikanern zu. '^er Kongreß wird vollständig republikanisch mr und Harding eine ideale SteUung geben, ''-d das republikanische Parteiprogramm krchzuführen.

--v rabä Wiederholten Blamagen, die Widersprüche seiner Friedenspolitik, hatten dem demokra- ! I tischen Kandidaten die Niederlage vorbereitet, lltzs interessiert an dem neuen Präsidenten Ährt kMptsächlich seine Stellung zum Krieg und

m cffiiiZ? zum Fr jede ns vertrag von Versailles. Er war

i Montag ursprünglich kein deutschfreundlicher Mann,

3um Rückzug Wrangel;.

Zu der Meloung, Wrangel ziehe sich hinter die Perekop-Linie zurück uno die aus­ländische Presse sei zum Teil der Ansicht, daß. eine völlige Vernichtung der SBrangel- schen Armee vorliege, bemerkt dieKöln. Zeitung":

Tie bisher vorliegenden Nachrichten rechtfertigen eine so pesftmislische Auffassung von der Lage der Wrangelschen Streitkräfte, wie sie die holländische Presse bekundet, nicht. Die Perekop-Linie bildet Wrangels na-

? «inendes Th oretisieren. In den letzten Jahren t Harding dreimal in Europa gewesen, so daß er T tt- Sachverständiger in euroväischm Angelegen­sten gilt, besond-rs in Tarif- und Lohnfragen.

Grund seiner verglrich'-nden Studien enroväi- P*r Regierungsformen uri> sozialer Verhältnisse ter aber auch zur uneina schränkten Uebeneugung b»m überragenden Werte aller entsprechenden inerikanischen Errungenscha't'n gelangt. Im Ber- grr des >krie'es, vor Eintritt der Vereinigten' - Graten, war idarding einer der populärsten Ver­lier der Roos veltsch-n Preparedneß-Kampagne: ^oieveit be^ ichnete Harding als den Eommenben u-nm von 1920.

gleichfalls den Eintritt Amerikas in den Ihneg gegen die Mittelmächte. Immerhin ist in in diesem Sinne nicht so stark vorbe­lastet wie Wilson, und er hat gegen dessen Mitwirkung in Versailles stark opponiert, pro auswärtigen Ausschuß des Senats ver­langte er die Ablehnung der Völkerbundakte; n bezeichnete den Versailler Völkerbund als rin Bündnis der Siegerstaaten zur dauern- iten Unterdrückung der schwachen Völker und terlaitgte statt dieses Versailler Bundes den ilusbau des Haager Schiedsgerichts. Im übrigen ist anzunehmen, daß Harding streng lonstitutivnell regieren, daß er sich auf die

Denikins Vorbild zu denken. Wenn er in der letzten Zeit sein Gebiet zeitlveilig auch über den Dnjepr ausgedehnt hatte, so war das mehr ein versuchsweises Tasten ohne unmittelbare Angrifssabsicht und entsprang wohl lnehr der Pariser unb Warschauer Ini­tiative als Drangels eigner kühlen Ueber- leguna. Die Trupprm, bic Wrangel in biesem Vorfeld beschäftigte, waren zudem nicht seine eigentlichen Kampftruppen, sondern unsichere Kosakenstämme und ein Heer von planlosen GclegetcheitSkämpfern, die sich heute dieser, morgen jener Seite anschließen. Wrangel hat sich auf diese Elemente niemals verlassen, sondern die zweifelhafte Haltbarkeit der mit ihnen abgeschlosseiten Verträge sehr wohl durchschaut. Wenn die Bolschewiken nunmehr wirklich größere Truppenmenaen nach Süd­rußland geschafft haben, so ist dieser unbe­ständige Vorfeldtroß in Taurien zwischen P r kop, Clerson, Jeuteri tof äw und Ber­djansk einfach übcrgetaufen; Wrangel hat an ihm zunächst nichts verloren; vielmehr wird diese Erfahrung ihn in seiner bisherigen Taktik bestär'ken; nicht agressio gegen ' Rußland vorLugehen, sondern abzuwarten, bis der bolschewistische Krater ausgebrannt ist, und in dieser Zeit feine Verwaltung auf der Krim weiter auszubauen. Der Anblick dieses geordneten und bis zu einem gewissen Grade glücklichen kleinen Staatswesens übt auf das bolschewikische Rußland eine stärkere Wirkung aus, als es ein militärisches Vorgehen zuwege brächte. Das hat auch Trotzki wiederholt zugegeben. Daher die Anstrengungen her roten Armee, kaum daß sie nach der polnischen Umklam­merung wieder die Gurgel frei hat, gegen diesen Gegner, der trotz seiner Passivität der bolschewistischen Sache mehr Abbruch tut als sein Vorgänger Denikin mit seinem Feld­zug bis fast unter die Mauern Moskaus. Wrangel hat etwas Positive-5 geschaffen Das bloße Bestehen dieses Positiven zieht wie ein immer stärker werdender Magnet die Hoffnungen des russischen Volkes an sich, das den ganzen Leidensbecher des bolsche- wikischeu Negativen bis zur Neige aus­gekostet hat.

Moskau, 3. Nov. (DTB0 Der Heeres­bericht Dom 31. Oktober lautet:>frvnt: Am Ufer oes Schivarzen Meeres besetzten wir den Hasen SkadowSk. Im Wschnitt von Perekop über­wanden unsere Abteilungen den Wideriband des b^egners, besetzten Peretzoy unb kämpften hartnäckig südlich dieser Stadt. In d-n Ähruwex nördlich von Pere^op machten wir 50 Geimrgene. Im Ab­schnitt von Berrölaw Nmp'en unsere Truppen bartnäckig westlich und südöstlich von Benslaw mit dein Gegner, der yu Gegenangriffen übergeht. Im Abschnitt Nikopol besetzten untere Abbeiümgen eine Reihe rum Ortschaften 4050 Werst südöstlich von Nikopol. Abschnitt Melitop?l: Uifere Abtei­lungen besetzten am 30. Oktober die Stadt Melito­pol. In den Kämpfen.blich dieser Stadt nahmen wir 39 Offiziere und 320 Mann gefangen und erbeuteten zehn Maschinengewehre unb anderes

Ausschreitungen fieren Landwirte in Schlesien.

Grünberg (Schlesien), 3. Nov. (Wolfs.) Den Blättern ru^olge Derfammdten sich gestern wähamd der Si'vna des KreiswirtschaftS- oerbandes Arbeiter vor dem Lokal, in dem die Sinnig statknrnd. Nachdem eine Abordnung den Bauern Vorwürie über bi* hohen Preise gemacht hatte, drang die Meng? m den Saal ein und schleppte die Landwirt' auf einen Wa^en, der mtt Schildern, die die Au'schriften trugen:Hier fkrfe Ducchwer" und derglrichm umhängt war. Aus dem Ring wurden die Pferde au5 dem Waren gespamrt und die Bauern wurden unter M'ßland-

Die Stellung der Reichsregternng zur Grgcsch.

Berlin, 2. Nov. In dem heute ver­öffentlichten Erlaß deS preußischen Ministers des Innern Severing über die Betätigung der Organisation Escherich (K. Z. Nr. 924) heißt es, die Reichsregierung haue in einer Kabinettssitzung vom 23. August 1920 aner­kannt,daß öie Orgesch als eine Um­gehung der Einwohnerwehren an­zusehen sei, so daß ihr Fortbesrehen mit dem Versailler FriedenSvertrag nicht in Ein­klang zu bringen sei". Zur Klarstellung der Angelegenheit gibt die Reichsregierung den Beschluß, den sie am 24. August 1920 gefaßt unb damals in der Presse veröffentlicht l)at, noch einmal bekannt. Dieser Beschluß lautet:

Das Reick^?abinett bat sich mit der Behand­lung der Orsmisatvon Escherich besaßt. Die ReichS- cegierung war einmütig der Ansiäst, daß dieier Organisa rxn keine Ausnabmeliehmststlmg zu ge­währen sei, imb daß der ReichSstvmmissar Tür die Entwaffnung die 9btgebvrjyir die er Organisation bei Durchführung der En n» ff nun# schon mi Rück­sicht aus den fX-riebenAxrrtrag und die Abmach ing-n v-vn Spaa nicht embeti zu behandeln habe als andere Staatsbürger. Zu dem Verbot der Or­ganisation Eschersth durch die preußi'che Regie- iamg Stellung zu nehmen, lag bei dem föde­ralistischen Charakter des Reiches für die Reick/S- regierung kern Anlaß vor, da die .^andhabmig des Vereins- int) DersammlungSrech s in den £)än>en der Länder li?gt und eS dm Beteiligen frei (lebt, über die RechtmäßigLit des VerdnS eine gericht­liche ot<r vTrwalttrnytzgerichttiche Entscheidung ber- beiMsühren."

Der neue Präsident.

Senator Warren C. Harding ist ein au5 lern ZliMngsgeschäft hervorgegangener Politiker Hit legislativer Routine unb unqeivöhnlich viel- iririaen Beziehungen zu kommerziellen und inbu- ^iellen Interessen, ohne allzu durchsichtige 9Üb» tärrgiakrit von her Hochfinanz. Er ist von den Lei- tnn ferner Wahlkampagne als ein Mc-Kinlev-Tvp ineiebnet worden, eine Bezeichnung, die offenbar -. ßr die Popularisierung Hardings sehr wirkungs- atzMll gewesen ist.

Geboren am 2. November 1865 in Corsica Cbio) als Sohn eines noch heute, in der jestigen Weimalstadt .Hardings, in Marion (Ohio) tätigen Wrztes von schottisch-holländischer Abkunft ist .Har- nn in der Pioni'ratmosphäre des mittleren We- mit der strengsten konservativen Tradition! Weu-Englm'ds als ideellem Hintergrund auf» W»r»achstn Bereits auf der Uiriversität ist er Re- «lceur einer Studentenzeitung, ist dann kurze Zeit Mis Schullehrer tätig, fehr poimläres Mitglied tiner lokalen Musikkapelle, Schriftsetzer, Ma- to^r unb später unter finanzieller Beihilfe Ünes Vaters, beziehimgstoeise durch Ileb.w- nhmc der Schulden der ZeitungStar" kigentümer dieses Blattes Es wird hervorg>e- hben. daß in dem Betriebe feiner Druckerei nie ft eik.' oder Lobnbifserenzen vorgekommen lind. Eching ist heute der tvvi'cheangesehme Bür- ' . kr" seines Wohnortes Marnon (30,000 Einwvh- tr), Direktor einer Bank, im Auft'ichtsrat meh­rer Falwiken unb Aellester der Baptistenkirche, k'ine größte Popularität hat er in den letzten fahren als Risner mis den verschiedensten Kon­nten, Tagungen, Bankette im Milieu der tv- K'ben an erikanischen Geickiäftswest erworben. Viel- fitig imb anpassungsfälng genießt er aus deu

'M. Mtütt ; einer

Der $riei>CH$Derb'ü<* und der fjauptausftiiun des Reichstags

Berlin, 3. Nov. (WTB.) Der Haupt- a u S s ch u ß des Reichstage? ist in bic Besprechung über die Ausführung de? Frie­densvertrages cingctretcii. ReichSschatz- minister v. Raumer machte vertrauftchc Mitteilungen unb beantragte, hie Kosten für den BeschmngSausschuß von 20 auf 40 Mil­lionen zu erhöhen. Er führte aus: Es wurden Verhandlungen mit bett maßgebenden Stellen der Besatzungsmächte aufgeiiommen, unb es steht zu hoffen, baß auf biese Weise eine Milberung der Besatzunasquote zu erwarten ist. Um dies zu erreichen, sei es erforderlich, auf eine Herabsetzung der Be- sayungsslärke hinzicwirlen, ferner bic Gktrnt- fönen enbgültig festzulegen. Der ReichSschatz- minister gab mehrere Erläuterimgen ber außerorbentlicheu Posten, bic bisher erwach­sen seien und noch zu erwarten stehen. gibt weiter bekannt, daß trotz ber erst kürz­lich erfolgten Erhöhung auf 1.5 Milliarden eine weitere Heraufsetzung be? Etat? leider erforderlich sei. Neue Forderungen ber Be­satzungsmächte unb daS AbschlußcrgebniS be? ersten Halbjahres verlangten diese Erhöhung.

Berlin, 3. Nov. (WTB) Im Hau Pt- auSschuß des Reichstags bem^rfto Dr. Helfferich (D-Na1l0, tven.n die Angabe deS NcichSsckTatzministerS richtig fei, d- Amerika die Kosten seiner 17000 Mann staick-m OkLipatioirStrupPen aur täglrch 12 20000 Dollars beziffere, fo feien das rund 9 0 Mil­li >0 n e n Papier mark täglich oVr rund 32 Milliarden Mark säl/rlich für 17 000 Ameri­kaner. Dass er doch die vollendete Un­möglichkeit. (All scitch Zu ni nrung.) Nach dem heu igen Kure seren 500 Milia-dm Frmiks an Frank,eich zu zahlen. ES handle sich frier gar nicht nrelyr um frnaou-iielle, '"onvent um a'ln komi­sche Zahlen. Was heute besetzt sei, gehe weit über die im WaffonstillstandsLertvog errat . tten strnre- gischen Punfte hinaus. Wir'üen Festhaltung an dem' ursprünglichen Sinne ft.rdeun

Kriegsmaterial.

In einem späteren Berichte frir* es: Der

_ (Stegner, verstärkt durch zahlreiche von der polni-

wgeblatt" heißt es: Es mar schon vor ber I ,^en Froni l>erübergetvvnene Infanterie- und :E).^vlkonventeu unb erst recht nach der I -avallcrievivisioneir, setzt seine hirtnäckiscn An- wchidatenaufstellung klar, daß bas amen - griffe fort

sTregcrlohn, VLla-.hlOÖO Tiägerlobn;

ie( rAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck muö verleg: vrübl'sche Umo.-Vuchr urzö SteindkL^erei 8. £attgc. SdfriftleUitog, Heschäftsftelle und Druckerei: Schulstratze 7.

? -rr'chieoenslen it:1i(brand'e, ruftrie, in ki'enbahnern

IK ein Mann

Stahl-, Ei en- und Hütten­der Landwirtschaft, bei den unb Arbeiter Gewerkschaften