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Am 6. Juni soll das deutsche Volk entscheiden, wer in den nächsten 4 Jahren seine Geschicke leiten soll, wem es die unendlich schwierige Arbeit anvertrauen will, unser Volk und Vaterland wieder in die Höhe zu führen, Niemals hat eine Reichstagswahl eine größere Bedeutung gehabt.

Noch machen sich viele deutsche Männer und Frauen nicht klar, wohin uns der Krieg mit seinen Wirkungen und seinem furchtbaren Ausgang geführt hat und wo wir heute stehen. Noch bluten wir aus 1000 Wunden, noch drohen uns von außen her die schwersten Gefahren, und noch immer ist die Gefahr neuer Erschütterungen und blutiger Bürgerkriege im Innern nicht überwunden.

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as ist da die Forderung der Stunde?

Nur eines bann uns retten: Stetigkeit in der inneren Politik, langsame, sichere Aufwärtsentwickelung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse.

Nur Toren können erwarten, daß heute irgend eine Regierung in Deutschland imstande sein könnte, in kurzer Zeit Zustände zu schaffen, die den Verhältnissen aus der Vorkriegszeit einigermaßen gleichkommen. Dazu find wir zu tief gefallen, dazu waren die Verwüstungen von 5 Jahren an Menschen, Gütern und Moral zu furchtbar.

Wähler und Wählerinnen! Seit Monaten erfüllen die beiden Rechtsparteien Presse und Versammlungen mit einer maßlosen Kritik der Regierung und der Regierungsparteien und machen ihnen Mangel an Erfolgen nach außen und im Innern zum Vorwurf. Aber gerade sie tragen durch ihre Kampfweise dM'i bei, daß unser Volk nicht zur Ruhe kommen kann und daß der junge demokratische Staat auch heute noch so schwer um seinen Bestand ringen muß. Ä Uni) doch vermag nur dieser demokratische Staat allein uns wieder nach oben zu führen und eine ruhige Entwickelung zu gewährleisten. Weder die Reaktionäre von rechts, die durch ihre Haltung im März in den Tagen des Kapp-Putsches so schwer belastet sind, noch die extremen Gruppen von links, die den Boden der Demokratie verlassen haben, würden verhindern können, daß neuer Umsturz im Lande mit neuem Blut­vergießen und neuer Vernichtung von Gütern über unser schwergeprüftes Volk hereinbrechen, - und noch weniger, daß uns neue Nackenschläge von dem Auslande her treffen.

Unser junger, von der deutschen Demokratie in der Zeit schwerster Not geschaffener Staat kämpft am 6. Juni um seinen Bestand, kämpft gegen den wütenden Sturmlauf der Feinde des demokratischen Gedankens rechts und links.

Wähler und Wählerinnen! An Euch ists, ihn zu stutzen. Seid Euch bewußt, daß es geht um das Schicksal unseres Volkes, und daß die Entscheidung, die Ihr fällt, unser Geschick bestimmt auf Jahre hinaus.

Laßt Euch nicht verärgern durch so manches, was uns heute nicht gefällt und was allein überwunden werden kann durch geduldige, selbstlose Arbeit an unserem zerschlagenen Volk und seiner erschütterten Moral. Dazu aber ist niemand mehr berufen als die deutsche Demokratie.

Stützt die Demokratie!

Die Deutsche Demokratische Partei Gießen.

Unsere Kandidaten find:

1. Pfarrer Adolf Korell, Meder-Ingelheim

2. Prof. Dr.-Ing. E. Heidebroek, Darmstadt

3. Eisenbahnarbeiter Wilh. Hilberg, Daubringen

4. Alice Dullo, Offenbach a. M.

5. Pfarrer E. Weidner, Ober-Lais

6. Landwirt PH. Obenauer VI., Meder-Flörsheim

7. Schneidermeister G. F. Fröhlich, Grotz-Iimmern

8. Fabrikant Dr. Jul. Thilo, Mainz

9. Schirrmeister a. D. O. Brambach, Darmstadt

10. Apotheker W. Hetz, Bad-Nauheim

11. Sozialbeamtin A. Keller, Darmstadt

12. Fabrikant Dr. Sauer, Zwingenberg.

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Deutsche Männer! Deutsche Frauen!

Noch nie hat eine Wahl so große Bedeutung für unser deutsches Volk gehabt, wie die am 6. Juni ds. Js.

Unsere Grundsätze und Ziele sind euch allen bekannt!

Dor allem gilt es aber, Front zu machen gegen einen Terror, wie er in den letzten Tagen gegen die National- gesinnten ausgeübt wurde. Gedenkt der Vorgänge in Bensheim, Alzey und Darmstadt, wo unsere po­litischen Gegner vor Gewalttätigkeiten nicht zurückschreckten.

Gebt hierauf am 6. Juni die richtige Antwort und wählt die Liste der

MMMtii (MM um beginnend mit den Namen:

L MIM MU II.. MIMM

2. toffior Dr. Mi« »mm. BUM

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Wahlbureaus in Dietzen:

Für Wahlbezirk 14

Smerdehms, Arm. 16. M. 535

Für Wahlbezirk 59

wer

für den Abbau und die allmähliche Beseitigung der Zwangswirtschaft eintritt, will, daß eine übertriebene Sozialisierung der Betriebe verhindert wird

Für Wahlbezirk 10,12,16,17,18

Mof MenM. lernfpre^r^lis68

Für Wahlbezirk 11, 18, 14, 15

Berow 21 ll., MsMN 2195

Jede Auskunft erteilen die Wahlbureaus und die Hauptgeschäftsstelle Vergstrahe 21 ll., Fernsprecher 2195.

der wähle die Liste

W - AlM

der

6186

Sonntag abend 7 Uhr im Saale des

Gasthofs Hindenburg, Seltersweg 68:

ZMnoWMlMMk Entgeaennahme der Wahlergebnille und Änsprache des Herrn Professors D. Dr. Schian. 6179c

Ich habe mich hier Bahnhofstraße 54 L als Arzt für innere Krankheiten niedergelassen.

Sprechstanden: vorn. 911 Uhr nachm. 34llt Uhr Dr. med. Siegfried Klein Fernruf 40.

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Die Firma R. Oppenheimer Sohn, G. m. b. H., Gießen ist in Liquidation getreten. Zum Liquidator wurde Herr GabrielSpier ernannt. Gläubiger der Gesellschaft werden ersucht, sich bei dem Liquidator zu melden. R. LMchimr 6o|n G.m.b.S.

in Liquidation. S Pier. 61Rl

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M.24. m. 28.50 DL 31.50

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