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1 bereit Motive aus der oberhessischen 6'dmat ent» I nommen sind und Volkstypen, Interieurs, Bauern-

manchem Herzen Nachhall en late die Berabschichung. An

be*

wie

iluna von Werken Ernst Eimer-Darmstadt

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bereiten.

leben sind.

** Launsbach, 4. März. Ein 95 ot al» und Jnstrumentalkonzert findet Lwnn- tag 7. Marz, nachm. 3V2 Uhr, im Saale des Gastwirts Rinn unter Leitung von Musiklehrer Fr. Leib, Gießen, statt. Siehe Anzeigenteil.

wecken. Darauf erfolgte die Berabschillmng. An dem Akte nahmen Mich die noch anwiendm Be­amten teil. Tie Schule ist also aufgelöst. Die prachtvollen Gebäude, in ihrer Vorzug. i:fen Ein­fügung in das Lands chaftsbrld eine Zierve der Stadt, werden also fortan verschiedenen Zn^ckm bien eit, die aber wohl nur als Notbehelf: anzu-

Ler Oberhessische Kun st verein nntag eine Kolstktiv-Aus-

tmb, können vorerst wöchentlich nur zweimal liefert werden.

Herabsetzung der Brotration für Selbstversorger in Hessen.

Veranstaltungen.

Donnerstag, 4. März: Lichtspielhäuser Mittwoch.

h aetner - f rd hierzu be

Kreis Wetzlar.

Auflösung der Unt-eroffi^ierfchule.

Wetzlar, 2. Niärz. Gestern nachmittag hat aut dem Hofe der Unteroffiziers chule dw Schlußappell der Anstalt stattgefunden, zu dessen 2lbnähme der Jnspetteur der ^nfantwte- schulen, Generalmaoc tzochnann, hiech-r gekom­men war Die noch awivefeufen OMzrer? und Mannschaften hatten Mstretlung genomnien und Inspekteur hielt eine Ansprache, fevm Abichieds- worte wdimütig in manchem Herzen nachhallen

Aus Stafrt und ltand.

Gießen, den 4. März 1920.

Die künftigen Postgebühren.

Hefei die ju fünft ..gen Postgebühr en, die gestern im Verkehrsbereich besprochen tourden und mit größter Beschleunigung an den Reichsrat und die siratronalversammlmlg gehen sollen, teilt

sprocken.

Zu § 3 (Befveiung fern der Steuer) begründen die Abgg. Tr. Dornburg (Dem.), Dr. Blunck (Tem-f und tzerrmann-Württemberg (Dem.) eine Reche von Anträgen.

Abg Guber (Z.) wünscht eine besondere Berücksichtigung der freien Berufe, zumal der Jour­nalisten und Schriftsteller.

Hnterstaatssekretär Mösle mallnt zur Vor­sicht bei weiteren Befreiungen von der Steuer.

Abg. Dr. Riefser<D-M>r'l): EinefeÄndere Berücksichtigung der freien Berufe wäre zu er­wägen, wenn eine angemessene juristische Form dafür gefunden werden könnte.

Nach weiteren Auseinandersetzungen wird 83 in der Ausschutzfasfung angenommen, ebenso einige Abänderungsanträge der Demokraten, darunter derjenige, daß bei den auf Grund des Reichs­stempelgesetzes an gemeldeten Betrieben nur der Uebersckuiß der Zinseneinnahmen über die Zinien- ausgaben im laufenden Rechnungsjahr der Steuer unterliegt, ebenso derjenige, daß die Sltrcfen und ntfigjen Gemeinschaften vom Gesetz ausgenommen

8 7 wird auf Antrag Blunck lDem.) in der folgenden Fassung angmomm-n: Steuerträger is der Gläubiger. Die Ueberwälzung der Steuer ist verboten.

Der Rest des Gesetzes wird angenommen.

Morgen 1 Uhr: Landes steuer und Gesetzent­wurf bett. Kriegsverbrechen. Schluß 6 Uhr.

Luisenstraße 33, zu richten.

Landkreis Gießen.

= Grünberg, 3. März. Während in den Kriegsjckhren andere Städte Schulden machm mußten, eriHirigte die hiesige Stadtvwwalttmg 1919 bei 341809 Mk. Einnahmen noch einen Ueberschuß von 176 449 Mk. Dos ungewöhn­lich nünfiige Ergebnis ist auf ixe'.guten Ertragnisie aus fen städttschen Waldungen und Grundstücken

** Amtliche Personalnachrichten. Kreisamtmann W a l t e r in Friedberg ist mit Wir-

nrrt aller Deutlichfeit gesagt, welche Gefahr rn einer so Kilos a'en Vollmacht des Reichspräsiden­ten liegt. NoSte und sernesgleichen üfeu eine Dik­tatur der Minderheit aus.

Di- Anttäge wecken abgelehnk. Zwite Be- vattmg des Entwurfes eines KapitefertragSit«vn>

Dr. Braun-Franken (Soz.) als Be­richterstatter bespricht eine Reihe von PLittowm van WMlätigkeits- uck wi''en-lch.iftlichen An^l- ten Es sei fern Ausschuß W schwer gewvckm, diesen Wünschen sowie tenen dn Heinen Sparer und Rentner Rechrung zu tragen, da das Gesetz eigentlich feine Disferenzi-wimg vertrage. Wer durch die Einführung der Rückerstattung habe man diesen sozialen Forderungen einigermaßen ent*

rm. Darm stadt, 3. März. DasLandes- ernährungsamt nxrr heute im Saale der Vollskammer zusammengetteten, um zu der Frage der BrotgLtreidcVerforgrmg Stellung zu nehmen. Geladen untren auch sämtliche Kreisdirektvren, die Vertreter der Kommunalverbände u. a. Es wurde ausgeführt, daß ht verschiedenen Kreisen die B r Öl­versorgung auf das Höchste gefährdet sei, da die MelLvorräte nur noch für wenige Tage ausreichen. Es wurde vorgesästagen, daß bte ge- tteiLereichen gutversorgten Llreise hier eintret em und daß weiter zur Beschaffung des unbedingt noNvendigen Mchles für die weitere Bvstversor- gimg eine Vermin derungder denSelbst- »erforgern zustehenden Mengen erlol- gen solle. Nach eingehender Aussprache stimmten tie in Frage kommenden Kreise dem Vorschläge auf Unterstützung der bedürftigen Kreise zu und wurde außerdem die Herabsetzung der Ge­treideration für Selb stve r so rger von 12 a u f 9 Kilo, wie früher, pro Kvp und Monat beschlossen.

des Nies geführt hat. Der Forstgehilfe Meyer traf den Friedrich Nies und dessen Schwester beim Volz- diebstahl. Nies hatte bereits eine Buchenstange ge­schlagen und war dabei, mit der Act eine zweite zu fällen. Die Frage nach dem Namen beantwortete die Schnoester des Nies zunächst. Der Forstgehilfe hatte jedoch den Namen nicht verstanden und wiederholte deshalb seine Frage. Jetzt verhinderte Nies seine Schwester an weiteren Aussagen und oenueigerte auch selbst jede Auskunft. Nachdem er die Buchenstange fertig geschlagen hatte, nahm er sie auf die Schulter und wollte sich entfernen. Der Forstgelftlfe folgte aus etwa 15 Schritt Ent­fernung, um Wohnung und Namen festzustellen. Darauf warf Nies die Buchenstange fort und kam mit erhobener Art auf den ForstgAilsen zu. Dieser nahm jetzt sein Gewehr von der Schulter und nef dem Angreifer zu, er solle ihm 3 Schritt, vom Leibe bleiben. Nies hörte fedoch nicht auf den Zuruf, sondern drang weiter mit erhobener Axt auf den Forstgehilfen ein. Auf 3 Schritt Entfernung schoß dieser, um dem Angriff mtt*.fer Axt zu begegnen, auf Nies. Er richtete den Schuß, um ihn nicht zu töten, sondern nur kampfunfähig zu machen, auf die Beine. Nach dem Schufst holte Meyer sofort die in der Nähe beschäftigten Holz- hauer herbei, um dem Verletzten zu helfen. Dessen Mutter, die unbemerkt abseits gestanden hatte, war, als der Forstgehilfe mit den Holzhauern zurück­kam, schon bamit beschäftigt, ihrem Sohn das ver­letzte Bein obzubinden; die Tochter hatte fte nach Aßlar geschickt, um einen Wagen zu holen. Drotz- dem Frau Nies erklärte, die Hilfe der Holzhauer sei nicht nötig, ließ der Forstgehilfe 2 Leute bet dem Verletzten zurück. Das mit dem Forst- gehilsen ausgenvmmene Protokoll ist von der Ober- försterei der Staatsanwaltschaft eingesandt worben mit dem Ersuchen, festzustellen, ob der Forstgehilfe Aäeyer sich sttafbar gemacht bat. Jach dieser Dar­stellung, wie der Forstgehilfe fte dienstlich zu Pro- ' tokoll gegeben, hat er in Notwehr von der Waffe Gebrauch gemacht, um dem gefährlichen Angriff mit der Axt zu begegnen. Er hat bis zum leßtetf möglichen Augenblick gewartet und hat den Schutz, um den Angreifer nur kampfunfähig zu machen, aus die Beine gerichtet. Daß der Schuß den Tod des Nies zur Folge hatte, bedauert niemand mehü als der Forstgehilfe selbst, der durch feinen Dienst in die Lage gekommen war, in der Notwehr von seiner Waffe Gebrauch machen zu muffen.

50 Gramm. , ,

Tie Telegrammgebühren werden verdoppelt, ebenso die Telephonge­bühr e u, doch ist bei ihnen eine fvgenarutte feinere Staffelung vorgeschm, die fei den Gvogstädten mit größeren Fernsprechnetzen auf eine Beckoppe- lung der Gebtchren hiuausläust. Endlich ist man auf ein Mittel verfallen, die Fernsprech­teilnehmer zur Kapitalbeschaffung für die P o stverwa ltun g he ranzuzie- he n. Diese hat nämlich fein Geld, zur Unterböte ttmg und EiwrnKmig der Fernsprechanlagen und der Finanznnnifter läßt den Weg der Anleihe nicht zu. Der Betrieb selber wird auch narb Ein­führung der neuen Sätze immer noch mit einer Unter bilanz von etwa 1 Vrillrarde arb.itcn Man will tarn die Fernsmecksteilnehrner trerpflufeen, in Raten ober in ganzer Summe an bte Pofrrverwal- ämg 1000 Mark zu za hlen ^NebenanMuß 203 Mari), die trrMt werden sollen (ber Zinssatz steht noch tiichi fest) und die zurückgezahlt werben, wenn bei- Teilnehmer seinen Anschluß kündigt. Man rechnet auf diese Weise mit einem Aufkommen von 1 Milliarde.

Diese Erhöhungen sollen am 1. April in Kraft treten. Sie werden vorher den Reichsrat und die Nationalversammlung be­schäftigen.

Die neuen Brot- und Mehlpreise.

Mit Willrmg vom 8. März sind als Höchst­preise für Gießen festgesetzt wurden:

Brot: für den 1-PfutifeLaib 65, 2-Pfund- Laib 125, L-Pfund-Laib 190, 4-Pfund-Laib 250 Pfermig.

Brötchen: mit einem Berkaufsgcwicht von 50 Gramm 10 Pfennig.

Mehl im Kleinverkauf: 80pwz. Wei- zenbvotmchl Pfund 75, 90prvz. Wcizenbvotmehl Pfund 72, 90pwz Roggenmeh^ P,und 68, 85prvz. Gersten Niehl Pfund 72, 65pwz. Krankenmehl

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 3. März. (Wolff.) Am Donnerstag, Freitag und Samstag feerer Woche wecken bei der Güterabfertigung Haupt gu^balTN- tzof, Frcrnkfurt--Oft, -Sud und-West als Fracht­stück g u t lnur Betriebsstoffe für MotoiLNj wie Ben­zin, Petroleum usw. uiid leere Behälter.fewfur angenommen. Für Lebens- und Arzneimittel ist der Eilgutweg frei.

= Frankfurt a. M., 3. Marz. Beamte des Lanke polizeiami s nahmen einem Großschtefer für 300 000 Mk. Gmnmiwaren, einem Bärfer- meifler 25 Zentnerausländisches" Weizen- mehl aus Oberhessen, einem Ganzer 103 Pfivck ©übergelb und einem anderen bt-ier Zeitgenosseii etn>i 80 Pfund ©ilfergeräte ab

me. Frankfurt a .M., 3. März. Infolge der weiteren Verbreitung der Grippe ist in den Frankfurter Krankenhäusern ein empfind­licher Mangel an Betten eingetceten, fo daß alle Kranken, die nicht unbebrngt der Pftege des Kran­kenhauses bedürftig sind, enttasfen iverden mntzten.

mc Frankfurt a. M., 3. Marz. Der Auf­trieb auf dem heutigen Pferdemarkt an der landwirtschaftlichen Halle blieb hinter dem vori­gen zurück Rund 1200 Pferde standen zum Ber­kaus. Tie Preise stiegen, obnxM das Material nicht immer eritklassig war, Weiter aus schwindel­hafte Höhe Unter 5000 Mk. waren überhaupt feine Pferde zu haben. Pfecke m Preislagen von 50008000 Mk. waren meist über 12 Jahre alt. Jüngere erstklassige Pfecke kamen auf 15 000 bis 17 000 W zu ftefen, Mittelpferde kosteten 9000 bis 12 000 Mk. Das Geschäft luar äußerst flott imb ein Nachlassen der Preife Barn überhaupt mcht in Frage, vielmehr wurden die Pfecke zwei- und dreifach gehandelt uiid die fett. Händler machten im .Hanbumbtefen Gewinne von 5 01000 Mk. Brkäufe lvurdan nritifer in erschreckendem Maße getätigt und Landleuten, die firne Pfecke zion Mar t brachten, die Tiere buchstäblich aus ter Hand gerissen, wobei sich die Hündter gegmsettig überboten. Einige Russenpfecke und Ponys ko­steten die Kleinigteit von 800010 000 Mk. Auch das Geschäft in Wagen und Gesurren, das sich immer weiter airsfehnt, War flott.

mc. Frankfurt a. M., 3. Marz. Unter Lei­tung des Oberbürgermeisters Voigt und des Bür- gerausschusses wird eine politisch vollkommen neu­trale Vürgerwehr gebildet. Man hofft die Borarbeften soweit zu fördern, daß die Wehr am 1. Mai ihre Tätigkeit aufnehmen kann. Ter Kriminalpolizei ist es gelungen, eine 1 4 köpfige Diebes- und Hehlerbande zu verhaften.

für Brandstiftung, Bes-chDigmrgen von Mfenfechnen ui'w. in Todesstrafe innjWX'.nixIn, fenb ha gtotixHadteerfennnhrng erst vor acht Das^n zu- g^gangen. Sie sftrd zu^uUfeen «Nif die Gesetze gegen die Unab ftrngig-m i in ListhbutzMi bte Länge am Reichs^ ©je richten sich Werst nur ^i dte Jndusttr-fezirfe, dann ab«.gegen.das ganze Reich mte Ausnaftne von Bayern, Sachsen Württemberg und Baden. T« Ntarn^M lEtz also von neuem gp3'ogen. D«MatznoH»nM deö MWrrfefetzlöhafeN auf der, Grundlage des Be- lagmmgszuuarides richten sich gegen ixe Unafe IjZw mw arbeiten mtt den alten MrttAu des 8citmigs»erbotes und der Versamuittmg^frer- Hxt Vom Standpunkt der Regterung aus durfte ciaattlicb nur em Redeverbot erfolgen, nämlich em solches gegen den Münster NoM, der tue Auslands- und Jnlandspllntt für d-m Por^llan- laden anzuschen sckstint, auf den er m mit In- und AuÄünferii lvsschlagm darf. Tw VvrblTreteungszeit für die BetriebsratswaWen nnrb ltenuyt, um bte unbequemen Pers^M aus der Opposition festzusetzen. Bei der Bernttmg dr Br- fessimg ist es rrieirbflnfen eingefallen, mit dnn Artikel 48 dem Reichspräsidenten ober gar dem Reichswelwmrnister das Recht «chizm^rnmen, m einem Bezirke des Reiches wie m Dus.^ott fe- sonfere Gerichte ernzufetzen, die nur am Todes- sttase erkennen sollten. Tie So-ia dmokvatt' un­terstützt diese Richter. Tie feuttge Regierimg mrfe fa-zTiirfit ihre Machmrirtel genau fo rote ine alte.

Rerch^.nrnisier Schi fser: De Ausführun­gen des Borrckners wdersprechm fern Geiste des Artikels 48 der ReichÄxrfassung. Es istm dem Artttel genau vor gefeiten, weich' Pmugvapyen dr Reick'K'erfes-mig durch Lerockmr-gen deoRelchL- präsidmien behus Aufvechteich-ttmig der OrLmung außer Kraft gesetzt werfen fallen. L-ti demo­kratische Regierung muß, stark fern und wax> unter Verantwortung vor dem Parlament alte Mittel anweiiden, um die Verordnung zu wattvrn.

Reichsmrmsrer Noske: Dte nxfen Eisen­bahnerstreiks, die Vorgänge vor fern Reichs­tag zwangen die Regierung zu emwgi'chm Acatz- nahmen Tte Berordnrcng richtet si ch gegen b>- toaffnete" Banden, nicht gegen lohnstoeifenfe Berg­leute Die Lofesftvofe, von der so vi-ll fee Reve ist, ist von fer Bestätigung des Reichspräsidenten abhängig. Bedroht wird lediglich, 'wer an etrem Avftmhr teit-immt. Wir haben mit ber Dnwni- dmrg ernster Mittet bis zum Amfersten gewartet. Mrfiam gemacht von der Vevocknmrg ist lefelich der erste Dell, der die auhworfentlicfen.Gerichte betrifft.

Es ist nur Verhetzung der Bergleute, Wenn be­hauptet wird, Streikende feien wegen ihres ©4rriB vor feefe Gerichte gckracht werden. Ein Kriegs­irrteil ist nicht gefällt worden. Ms die Unab­hängigen im Ruhrgebiet die Herrschaft hatte»., war es schlimmer als unter dem BelagerunkB'- Alstcord. Der Beb^erung'^cstand im Zndusttie- bezttk bleibt bestehen, solange dort Gewalt unt> Terror etnrr Minderheit abgavehrt werden muß. Der furchtbare Ernst der Lage unseres Landes .gestattet nicht, aus schnelle Anwendung ernster Mittel zu verzichten. Alle bee über Gewalt schreien, wägen selbst auf Gewalt verzichten. (Beifall.)

AÄg. Löb« (Soz.): Wir stimmen gegen den

Gießener Strafkammer.

Gießen, den 2. Marz 1920.

Die Taglöhner Wilhelm R. und Gustav von Vilbel arbeiteten dort bei. eurer Dresch­maschine: fte entwendeten dem sie hatten dreschen helfen, entert Sack Gerste, indem sie nachts in seine Losreite stiegen. K.allem hatte vorher schon bei Gelegenheit 4 leere Fruchl- fäcbe und 2 Säcke Bohnen mttgehen het^n. Strafen von je 3 Monaten Gesängnrs abzüglich 1 Monat 1 Woche Untersuchungshaft wurden erkannt.

Gegen ein schöffengerichtliches Urteil » das den Handelsmann Julius M. von Gambach wegen verbotener Schlachtung von Pserden und Verkaufs von Pferdefleisch ohne Genehmigung zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt hatte, verfolgte dieser Berufung mit dem Ergebnis, daß er statt zu Gefängnis zu 2000 Mk. Geldstrafe verurteilt

roommtn itnv uuv , ' x .

Häuser, enge winklige Gassen, Fachwerkbauten Niensäfen uiid Tiere bei der Arbeit und Bl um en- swcke zeigen, ferner noch eine Reihe seiner Inlngen uiid von tetdfer Erfindungsgabe zeugenden Mar- chenbilder, die bei unseren Kunlffveunfen eine freudige Aufnahme finden werfen. E. O. T ha ei­ne r-Frankfurt, ein junger zukunftsreicher Kunu- [er, dessen liebenswürdige Kunst in kurzer Zeit in allen Kunstsalons Frankfurts^kstwiche. Verehrer gefunden hat, bringt eme Anzahl Bi der zur Schau, bei denen man glaubt, der Frühling und Sommer hätten im Kunstverein Erntehr gehalten. Auch unsere einheimische Künstlerin Marie Feloy- ner wird wieder mit einigen liebevollen Kinder- porttäts vertreten sein, so daß man dieser stellung, deren Eröffnung am Sonntag erringt, mit besonderem Jnteresfe entgegensehen kann.

** T i e Ar beit sge meins chaft der A n g e ste l l t e n in Gießen hat, wie Dom Reifes- arfeilemmitterinm mitgeteilt wird, beantragt, oen zwisckfen ihr und den Arbeitgeferveremigungen m Güßeii am 19. Dezember 1919 abgcschlonenen T<nnfvertrag zur R^clung der Gefells- urw An- stellungskedingungen der ürufnunmfidren unb texfe uischm Angestellten gemäß 8 2 der Vevorfemng vom 23. Tc^emfer 1918 R rckssMsctzbl. S. 14o6, für das Gebiet der Stadt Gretzen fiir allgemein verbindlich zu erklären. Einwendungen gegen fie­sen Antrag können bis zum 20. Marz 1920 er­hoben werden und find unter Nummer 3- -Ö. Jt. 2351 an das RrichsarfeüsNiinistermm Berlin,

das Wölfische Bureau mtt: t

Es soll erhöht werden das Porto für den einfachen Brief auf 30 Pf., fier fen Brief von 20 bis 250 Gramm aus 50 Pf. .Uitterfcfeiining zwischen Orts- und Fernfertcl-r fällt in Zukunft weg. Tie Po stkarteng.ebü hr beträgt 20 Pf. Tas Paketporto wirb bei Pa­keten bis 15 Kilogramm um 66-/3 Prozent erhöht, bei Paketen von 15 bis 20 Kilo verdoppelt Drin­gende Pakete z-Men die dreifache Gebühr der ein­fachen Pakete. Tie Enifchreifegcbühr betragt alte gemein 50 W., die Bersicherungsgebt'chr wirb auf 1 Mark bei Werten bis 1000 Mark erhöht. Bei Wertpaketen bis 500 Mark wird eme Ge­bühr von 1 Mark, bis,1000 Mark von 2 Mark erfeben. Tie Gebühr für D r u ck s a ch e n wird verdoppelt, die Gebühr für Päckchen aus 1 Mark erhöht. Tie Gebühr pur Postanweisungen bis 50 Riark soll 50 Pf. fragen, btä WO Stan 1 stNark, bis 500 Mark 1,50 Mari, bt3 1000 Mart 2 Mark. Jrn Po stscheckverkeh.r imfert ftch nichts. Tie BorzeigegebM für Briefe wrrd ans 50 Pf. erhöht, für P<äete auf 1 Mari. Tie E1 l- bestellgebü hr Wirb verfe'pfelt. Für um­lagernde Sendungen wird eine Gebühr erfeben, fee für Briefe 10 Pf. beträgt und vom Absender zu entrichten ist Pakete zahlen, wenn fie über emen Tag nach der Ankunft hinaus lagern, für den Tag eine Gebühr von 30 Pf. Auch ein neuer 3 et» tuugstarif soll emgefüfet werfen, der fee große Presse zu Gunsten der öeweren und nrütleren stärker belastet. Es sollen berech­net werden für eine Zeftungsnummer tm Gewicht bis zu 20 Gramm 3 Pf., von 20 bis 50 Gramm 4 Ps, für schwerere einen Pfennig mehr für

Berlin, 3. März. rSESoIff.) Der Verfassungs- ausfchuß der Nationalversammlung hat den Gesetz- entimirf zur Ergänzung des Gesetzes zur Ver­folgung von Kriegsverbrechen und Kriegsvergehen fern 13. Dezember angenom­men. Der Ausschuß fer NationÄversamm- lung für auswärttge Angefegenfeiten hielt am 2. und 3. März längere Sitzungen ab, in denen u. a. die O st f r a g e einer eingehenden Be­sprechung unterzogen wurde. Als Ergebnis fer Aussprache stellte der Vorsitzende © che ide- inan n folgendes fest: Der Ausschuß ist nach em- «»gehender Prüfung und Besprechung unseres Ber-

Jn den Stammkneipen fer Bande wurden ge­stohlene Waren nn Werte von 250000 Mk. be- schlagnäh-mt. Durch fee Polizei werfen hier täglich im Durchschnitt 30 Schieber verhaftet. Tie letzten 8 Tage brachten eine Schieberbande von 224 Personen, darunter zahlreiche Frauen.

U Marburg, 3. Marz. Eine größere An­zahl Sttifenten und sonstige junge Leute, die der Technischen Nothilfe angehö-ren, finb in das Wester wälder ©trcifgcbiet abgereist.

** Ro d hei rn a. d. B., 3. Marz. Von fer Ofersfesterei Strupbach werben wir um Wieder­gabe folgender Darstelttrng gebeten, die den am 25. Februar erfolgten Zusammenstoß des Forst- gehilfcn Meycr aus Hohensolms mit dem Fabrik­arbeiter Nies aus Aßlar betrifft, der zum Tode

wurde.

Das vielfach wegen E i gentu m s ver­gehe ns vorbestrafte Dienstmädchen Frieda M. aus Großsahner hatte im Juli v. I. ihrer Dienst- Herrschaft in Frankfurt ein Handtuch und mehrere Tasck>entück)er entwendet, außerdem einen ihr von einem anderen Dienstmädchen in Oferteemcn an- verttauten Schließkorb mit Kleidern und Wasche unterschlagen. Urteil: 1 Jahr Gefängnis abzüg­lich 7 Wochen Untersuchungshaft.

Wegen Diebstahls zweier Hasen würfe ein jugendlicher Taglöhner von Assenhenn, ber bereits zwei Vorstrafen wegen Diebstahls hatte, zu 4 Adonaten Gefängnis verurteilt; ein Kamerad von ihm, ber sich der Hehlerei schuldig gemacht hatte, erhielt 2 Monate Gefängnis abzüglich der erlittenen Untersuchungshaft, zwei weitere im Verdacht bet Teilnahme stehende Angeklagte wuo- den mangels Beweises freigespvochen.

Das Schöffengericht Grünberg fette die Eduard L. Witwe von Elpenrod zu 200 Mk. Geld­strafe verurteilt, weil sie in fer ersten HälfteE Jahres 1919 nicht ein einziges Ei ihres »ter die Zahl 20 hin ausgehenden Hühnerbestanfes a 0 - geliefert hatte. Auf Berufung fer Staats, anwaltschast wurde die Strafe auf 500 Mk^ erhöht

Die Arbeiterinnen Lina und Marie Sch. aus Frickberg fetten sich wegen Urkundenfäl­schung und Betrugs zu verantworten. Sie w- erhielten für geleistete Putzarbeiten fer Lina Sch. von dem Hochbauamt Friedberg einen Guftctem über 10 Mk., fertigten aber nach dem Mustv der echten eine falsche Zahlungsanweisung über 25.20 Mk. an und liehen sich diesen Bettaa a»s- zahlen. Bei einem Versuch, eine wettere gefälschte Anweisung über 15.40 Mk. einzulösen, wurden 1* überführt. Die mehrfach wegen Diebstahls W bestrafte Lina Sch. erhielt unter Eixfezummg einer früheren Strafe 10 Monate, ihre Schneller 10 Tage Gefängnis.

Auf Berufung fer Staatsanwaltschaft gw» ein Urteil des Schöffengerichts Ortenberg, das den Landwirt Heinrich N. von Mittelieemen »oegen Hinterziehung von 31 Ztr. Brot- getreib e zu 400 Mk. verurteilt hatte, war« die Sttafe aus 1000 Mk. erhöht.

Eingezogen würfe eme falsche 50*3* Reichsbanknote.

ichen und I ** D -

nkornll eröffnet kommenden Sor ien Lage I ftd'

Pfund 90 Pfennig.

Tas Verkaufsgewicht von Bvot und Brötchen muh 24 Stunden nach fern. Backen noch verbanden ein.

** Abmeldung aus der Lebens­mittelversorgung. Beim Wegzuge von Giehen.sind bei fer Abmeldung aus fer Le­bensmittelversorgung, die auf fern städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 3, zu erfolgen hat, sämtliche Lebensmittelmarken zurückzugeben, andernfalls darf ein Abmeldeschein nicht aus­gestellt werden.

** Milchversorgung. Infolge inigenü­gen fer Belieferung der Stadt ©vfeen mit Milch iamt für Freitag fen 5. ds. Mts. für fee auf fee 3/4 Liter lautenden Milchkarten Deine Milch ge­liefert werfen. Milchrnar'.en auf V2 Liier lau-

Vermischtes.

Keim Sommerzeit.

Berlin, 3. Mürz. (WTB.) Tie EinfÄnms der Sornmerzett kommt, wie dieVoss. Ztg. er­fährt, auch für 1920 nicht in Frage, nachdem fe Nationalversammlung im Vorfahre den betrefiev den Gesetzentwurf mit großer Mehrheit abg? lehnt hat. w

* Berlin, 3. Marz. (WTBft meldet aus Karlsruhe: Finanzminister Wirth teilt- im badischen Landtag mit, daß infolge der V e raubung von Eisenbahnen aus dem Nan- cfterbahnhof in Mannheim 76 Beamte und w® Staatsarbeiter sich in Untersuchung befinden. Tie Ortsgruppe Mannheim des Verbandes ot» deutschen Verkehrspersonals ersuchte fen Minister, weitere BerHallungen zu unterlaßen uro alle zurückliegenden Fälle zu amnestteren. Falls dem Wunsche nicht etttsprochen werfe, würfe ins Rangierbahn hofpersonal den Dien« einstellen. Ter Finanzminister erllärte, « müsse es entschieden ablehnen, fer Justiz m d« Arme zu fallen. ___ _

^Brandenburgs. März. (WTB.) nacht ereignete sich auf fern Walzwerk der DeutsM

zurückzufülwOi.

x Londorf, 2. März. Unter zahlreicher Beteiligung der ganzen Gemeinfe wurde heute fer IstjÄrige Sohn fes Mullers Jakob Becker zu Grabe gebracht. Zwei Brüder von ihm find kurz nacheiiianfer im Kriege gefallen. Seme Wttt- etr starb erst vor ein Biertcliahr.

hältnisfes zu Rußland zu folgendem Ergebnis gelangt: 1. Der Beschluß der Rrichsvegierung, mit einem Delegiert.m der ©otojetregi-rung in «tcWamtmann x» a 11 e r in priewtip m reu ^nr- Verhandlungen über den Austausch der iüng vom 1. März 1920 an das Kreisamt Lauter- Kriegsgefangenen einzutveten, wird gut-! back versetzt worden. . . gcheihen. 2. Die Absicht der wirtschaft!'' finanziellen Kreist, eine Studi Mission zur Prüfung fer wirtscho t rt nach Rußlaist) zu entsenden, wird begrüß wird fer Regierung empfohlen, ihr Fall angedeihen lassen zu wolle», um damit btt nächstige Aufnahme fer HandrisbeLehmigen

Frankfurt. Von bm rmertt : Der bekannte essische >tünstler Ernst t wohnt, bringt eine n nahezu 60 Bildern,