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denen Sowjet-Rußland olsdasLandderZu

rückzuhalten. Im sicheren Bewußtsein unserer

Marlbviez, erklärte, daß er diese Anreguu gegennehme, daß die Aushebungen nicht v

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vor den

licher Richtung zurü

deutschen Kabel.

der

Wrangel und die Polen.

Paris, 2. Sept. (Wolffs Nach einer Mel­dung der ,.Information" aus Warschau finden augenblicklich zwischen dem Abgesandten des Gene­rals Wrangel, Baglow, in Warschau und tat Polen Verhandlungen über ein gemein­sames Vorgehen der polnischen Truppen mit denjenigen des Generals Wrangel statt.

getötet. In Josephstal verscharrt liegen deut­sche Leichen im Walde. Von der staatlichen Au­torität verlassen uitb schutzlos den polnischen Banden freigegeben, suchten deutsche Führer eine Verständigung mit den polnischen Fütz-

Der Frenkampf.

London, 2. Sept. (Wolff.) Lxwas. Der Daily Mail" wird aus B e l f a st gemeldet, daß die Erregung der letzten Wochen das Ergebnis ge­habt hätten, das ganze katholische Irland zu ausgesprochenen Feinden Großbritan- rkiens zu machen. Tas Blatt glaubt zu wissen, daß die Regierung unter gewissen Vorbehalten das ?lnerbieten der Freiwilligen von Ulster, die Kontrolle des Staates zu übernehmen, angenom­men habe. *

Ter internationale Verkehrsmittel- tongreß.

London, 2. Sept. CWolff.) Nach einer Reutermeldung aus Washington bat Frank­reich, den internationalen Ver- kehrsmittelkongreß, der am 15. Sep­tember zusammentreten sollte, bis zum 1. Ok­tober aufzuschieben, weil die französischen Ver­treter nicht eher eint reffen können. Eine Hauptaufgabe des Kongresses ist die Zuteilung

Der neue Battanbmrd.

Belgrad, 2. Sept. (WB.) Der Lribacher Slovenski Navod" meldet aus Bukarest, König Ferdinand von Rumänien werde, i»n mehreren Staatsmännern und Politikern begleitet, demnächst Belgrad besuchen. Seme .Anwesenheit

Lin deutscher Notschrei in Gberschlesien.

B e u t h e n, 2. September. (Wolff.) Das Plebiszitkommissariat für Deutschland, gez. Dr. Urbanek, richtete gestern an den Vorsitzenden der I n t e r a l l i - ieiten Kommission, General Le- rond, ein Telegramm, in dem es einleitend heißt: Das Morden gegen die Deut­schen geht weiter. Zum Beweise hierfür werden die Mordtaten aufgezählt, die sich seit den Tagen des Beuthener Abkommens ereig­net haben: die Ermordung zweier junger Männer in Neudorf und dreier Gendarmen in Groß-Paniow, die Verstümmelung eines jungen Mannes in Bobrek, dem beide Augen ausgestochen wurden, und die furchtbare Miß­handlung eines im Vertrauen auf die polnisch­deutschen Vereinbarungen zurückgekehrten Ge­meindevertreters in Kars. Dann heißt es wei­ter: Der polnische Aufstand ist heute vierzehn Tage alt. Durch diese vierzehn Tage haben die Deutschen, obwohl zu bewaffneter Notwehr berechtigt, diese nicht angewandt. Ihre Macht, Herr Präsident, ist so groß, daß der Polenfüh­rer Ozapla imKatholik" Sie als mächtiger bezeichnete, als früher der russische Zar in sei­nem Lande war. Sie selbst haben feierlich eine neue Aera der Freiheit und Gereckitigkeit ver­kündigt, aber diese vierzehn Tage haben Mord auf Mord gehäuft. Mil« kalter Ueberlsgung wurden der Buchdruckereibesitzer Vater, der Generaldirektor Radlik, und Dutzend andere

Truppen gelandet hat, und zwar in der Nähe von pDpaltn. Wir haben den Feind auf das linke Birg- user zurück'gewvrfen. In der Gegend von Wladi­mirWolhynsk 'haben unsere Truppen bei der Entwickelung der Offensive nach heftigem Kampfe Grubeschow und mehrere andere Ortschaften ge­nommen. In der Gegend von Sokäl finb für-uns günstige Kämpfe im Gange. Zn der Gegend von Lemberg babeu wir unsere Truppen inö st- ckgezogen in ten rnie Lemberg'Brody.

Wahlen dort durchgeführt werden sollen. Turtrtt wurde der Antrag Spiegels angenommen.

D'Annuncio in Fiume.

Paris, 2. Sept. (WTB.) Nach ehret Meldung derInformation" aus Rom soll! d'A n n u n e i o die Absicht haben, Fiume zu verlassen, weil sein Regentschaftsplan von einigen Mitgliedern des Nationalrates und einem Teil der Bevölkerung wenig günstig ausgenommen worden sei und weil auch die italienischen Minister, besondern Giolitti und Sforza, wenig Begeisterung dafür ge­zeigt hätten.

ohne Gegenwehr, protestieren wir gegen die Fortsetzung des Mordens und fordern, daß Korsanty, der noch in dem Aufruf zur Beendi­gung des Aufstandes dasmännliche und ein­heitliche" Borgehstt der Polen zu preisen wagte, angesichts des weitergehenden Mordens von der Interalliierten Kommission gezwun­gen wird, öffentlich und uneingeschränkt in schärfster Form gegen die Fortsetzung der Ge­walttaten sich mit seiner ganzen Perlon ein­zusetzen. Wir fordern auch ein entschiedenes Vorgehen der bewaffneten Macht.

Görlitz, 2. Sept. (Wolfs.) Gestern abend fand im großen Saale der Stadthalle unter Be­teiligung der bürgerlichen Parteien eine Massen- prote st Versammlung gegen die Ver­gewaltigung Oberschlesiens statt, die von der Oberlausitzer Arbeitsgemeinschaft zur Er­haltung Oberschlesiens bei Deutschland und dem Verein heimattreüer Oberschlesier einberufen war. Am Schlüsse der von etwa 2000 Personen besuch­ten Versammlung wurde folgende Entschließung unter lebhaftem Beifall einstimmig angenommen:

Die Änwohnerschüft von Görlitz protestiert in einer Massenkundgebung am 1. September gegen die Vergewaltigung Ob?rschlesiens. Da die franzö­sische Besatzung in Oberschtesien nicht gewillt oder außerstande ist, die im Friedensvertrag zugesagte Gerechtigkeit und'Unparteilichkeit zu üben, so for­dert sie ihre Ablösung. Sie verwahrt sich feierlrchst gegen den polnischen Terror und'die Begünstigung der Polen durch die Franzosen und verlangt, daß die interalliierte Kommission das Land schützt, die Ordnung aufrechterhält und die Bewohner vor Schaden an Leben und Eigentum bewahrt.

Die Kritik am Versailler Vertrag.

Berlin, 3. Sept. Prof. Keynes in Cam­bridge setzt sich, wie das ,,B. T." mitteilt, mit seinen 'Kritikern auseinander. Er reiht aufs neue alle die politischen und wirtschaftlichen Tatsachen aneinan­der, die ihn zu seinem Urteil über die Ungerech­tigkeit, Unchrenhastigkeit und Unaus- führbarkeit des Friedensvertrages gebracht haben. In der Revision des Friedens- Vertrages sieht er das einzige Mittel zur Rettung.

Die Krieg im Wen,

Die Waffeustillstan-överhandlungen.

Paris, 2. Sept. (Wolff.) Nach einem Radio- telegramm aus Warschau hat der polnische Minister des Aeußeren erklärt, daß Riga endgültig als Ort der weiteren Waffen still st andsver Hand» lüngen zwischen Polen und Rußland bestimmt worden sei. *

Paris, 2. Sept. (WTB.) Ein Radiotele­gramm aus Moskau übermittelt folgendes Kom­munique: Im Nvck>en von Sokolka lokale Kämpfe ohne Bedeutung. In der Gegend von Eholm stan­den unsere Truppen im Kampfe mit dem Feind, welcher auf -der rechten Seite des Zapadni-Bug

Abschnitt längs der Bahnlinie LembergBrody. Im KvimMchnitt in btk Gegend,von Borislaw und Orechow stehen unsere Truppen im Kampfe mit dem Feind, tvelcher harmäckig Widerstand leistet.

Warschau, 2. Sept. (WTB.) Davas. Pol­nischer General st absbericht vom 1. Sep­tember : Die ArmeeBu d'j enn y, die den Befehl erhielt, die polnische Front in der Richtung Zanocz M durchbrechen und mit der 12. roten Armee auf Lublin zu marschieren und in der Richtung auf Eholm zum Angriff vorsing. strurde vollstän­dig vernichtet. Die Offensive der 12. Armee längs des Bug wurde vereitelt. Die Bolschewisten konzentrierten sich in der Gegend PiczczaSmo- leryJazdyne. Auf ihrem Rückzüge ließen sie zahl-, rxiche Gefangene zurück. Andererseits erlitt Bud- jjenny am 31. August in der Gegend von Rabcwiec, wo eine bolschewistische Brigade vernichtet wurde, ehre Niederlage. Es wurden 200 Gefangene gemacht. Die Gruppe Datier, die der Nachhut Budjamys stark zusetzte, führte am 31. August einen Angriff in der' Richtung aus Zamvoz aus. Btldsenny würbe umzingelt und begann den Rückzug, wobei er überall auf energischen Widerstand stieß. Er machte trotz der enormm Verluste mehrere Kavallerie­angriffe, um sich den Durchgang zu balmen. Im Laufe dieser Kämpfe wurde die Armee Busiennp vernichtet, mit Ausnahme einiger Detachements, beneu es gelang, sich den Durck^ang zu bahnen. Sie zogen sich vollständig in Unocömutg zurück. Tie Verfolgung dauert an. Es wurde große Beute gemacht, darunter 11 Kanonen und eine große Anzahl Maschinengewehre und Munition. Unter den getöteten Bolsc^wisten befinden sich zwei Bci- gabefommtmbcHce, mehrere Regimentskomman­deure und zwölf Kommissare. OesÜich von Lem­berg wurden die Bolschewisten hinter den Bug zurückgeworfen und verloren drei Kanonen.

manns und seine Laufbahn befier kennen als jene armen nach Kölomna versckstagm-en deutschen Pro­letarier, wir meinen, daß er den Mut zu dieser' ürchtbaren Anklage nur aus der Tatsache schöpft, daß er selbst auf derschwarzen Liste" Moskaus teht. Und weil ihm feine politische Zu­kunft im l in ks radikalen Lager mehr bevor steht, spielt er jetzt den Enthüllenden gegen Sowjet-Rußland. Die U. S. P. sollge­warnt" haben? So! Und wie erklärt sich denn die Tatsache, daß von den 69 Anwesenden in dec Versammlung nicht n>eniger als 40 Unabhängige toarrit? Wodurch haben sie denn ihre Vorliebe zu Sowjet-Rußland gewonnen, wie ist ihr Entschluß zur Auswanderung gereift, wenn nicht durch die Lektüre derFreiheit"" und durch den Besuch der unabhängigen Versammlungen?""

Die Reichskonferenz der Unabhängigen.

Berlin, 2. Sept. Die Reichskonfevarz der Unabhängigen dauerte bis in den späten Nach­mittag. Crispien schilderte im Verlauf semes Referats, daß Stöcker keine einwandfreie Rolle gespielt habe, weil er der Delegation in den Rücken gefallen sei. Trotzki habe für die schärfsten Be­dingungen plädiert, damit die bisherigen Führer der Unabhängigen unschädlich gemacht würden; und gerade bei den schwierigsten Verhandlungen, darüber fei Stöcker zusammen mit Wilhelm Herzog ihm und Tittmann in Den Rücken gefallen. Nach Crispien sprach T ä u m i g. Er nannte Deutschland das Vorgelände im Kampfe des Ententekapitalis-- mus gegen den Bolschewismus. Ein Zusammen­gehen mit den deutschen Kommunisten sei not­wendig, ebenso ein klares Bekenntnis zur Diktatur des Proletariats. Als dritter sprach Ditt­man n, der ähnlich wie in seinen Artikeln russi­sche Verhältnisse schilderte. Er geriet in heftige Auseinandersetzung mit Stöcker, der nach ihm sprach und heftige Kritik an derFreiheit"" unb derLeipziger Volkszeitung" übte, die nicht ge­nügend Offenftvgrist in die deutsche Arbeiterschaft hineintrügen.

Selbst ein so Radikaler wie Kuner t wandte sich gegen die Annahme der Bedingungen. Zu­nächst müsse unter den heutigen Verhältnissen die deutsche unabhängige Sozialdemokratie ihren Weg ohne Moskau weitergehen, denn eine Spaltung der Partei bedeute nur eine Stärkung der Feinde der Arbeiterklasse. Die Abgeordneten Könen und Kurt Geyer, die seit langem den rein kommu­nistischen Standpunft verfechten, waren für An­nahme. Sehr eneppsch wandte sich der alte Ledebour gegen das Moskauer Diktat. Er kehrte den Spieß um und verlangte den Aus­schluß Däumigs, dem er Disziplinbruch vorwarf. Däumig habe der Mut zur Verantwort­lichkeit gefehlt. Er erhob gegen die Bolsche- wiki den Borwurf, daß sie keine sozia­listische Agrarreform durchgeführt und dadurch die Verwirklichung des Sozialismus ver­hindert hätten. Leute, die eine solche gefährliche antifozialisttsche Polittk in ihrem eigenen Lande betrieben, könnten nicht beanspruchen, anderen Ländern die Bedingungen des revolutionären Kampfes vorzuschreiben. Ledebour fand mit seinen Ausführungen sehr starken Beifall und von Teil­nehmern der Konferenz hörte man, daß die Gruppe um Däumig die Masse der unabhängigen Partei nicht hinter sich habe. (Frkf. Ztg.)

..Wie ost hat gerade dieFreiheit", die eme Berslanoigung mu oen po

fcute den lehrreichen Dittmampchen Artikel ab- tem, um bfly deul)chgeftnnte Volk durch 2)0n- andere Aufsätze veröffentlicht, m>nung wenigstens von Verzweiflungsakten ru-

Hus dem besetzten Gebiet«

Bauernsorderungen in der Pfalz.

Speyer, 2. Sept. (Wolff.) Der Regie­rung der Pfalz ist am 1. September folgen­des Schreiben der freien Bauern­schaft der Pfalz zugegangen:In der heule am 31. August in Kaiserslautern abge­haltenen Vorstandssitzung der freien Bauern­schaft der Pfalz wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Durch das Verhal­ten der Regierung ist eine Stockung in der Versorgung mit Brotgetreide, un­ausbleiblich. Um der Oeffentlichkett zu zeigen, daß die freie Bauernschaft der Ps-alz bered

Der große Betrug".

Der unabhängige Abgeordnete Wilh. D i 11 m a n n erzählt in derFreiheit", dem Zentralorgan der U.S. P., von den Erleb­nissen jener 120 deutschen Industriearbeiter, die sich hatten dazu verleiten lassen, nach Sow­jet-Rußland auszuwandern, in der Hoffnung, sich dort als freie Menschen eine neue, glück­liche Existenz gründen zu können. Der Zu­fall fügte es, daß die vier deutschen Delegier­ten für den Moskauer Kongreß gleichzeitig mit diesem Auswanderertransport die Fahrt von Stettin nach Reval machen konnten. Spä­ter erfuhr man, daß die Industriearbeiter nach Kolomna bei Moskau geschickt wor­den seien, um in der dortigen Maschinenbau­anstalt zu arbeiten, daß sich aber sofort D i f- ferenzen mit ihnen ergeben hätten. Die beutfdjen Arbeiter waren alle erbittert über die Enttäuschung aller ihrer Erwartungen; zudem wurden sie von den russischen Arbeitern unfreundlich empfangen mit der Frage, Iob sie ihnen das letzte Brot wegessen wollten. 'Diehier U.S. P.-Diplomaten", wie der Vorwärts" ein bißchen ironisch sie nennt, fuhren selbst nach Kolomna und sahen in der dortigen Fabrik eine kümmerliche Wirtschaft und Faulenzerei.

Sodann erzählt Dittmann von einer eigenartigen Versammlung, an der er und seine drei Mitreisenden teilnahmen und die von jenen achtzig (von 120!) deutschen Arbei­tern organisiert war, die schon nach acht Ta­gen von der ganzen Sowjet-Herrlichkeit ge­nug hatten und zurück wollten:

Als Wortführer der Unzufriedenen schilderte umädjft Genosse Fähnrich-Oberschöneweide die Lage. Er gab an, daß 80 Mann zurück wollten, 69 seien anwesend, 11 arbeiteten in der Fabrik. Don den Anwesenden seien 40 Mitglieder der US. P. D., 13 der K. P. D. und 6 der K. A. P D., von 10 Parteilosen seien 8 Mitglieder ?ewerkschaftlick>er Organisationen. Sie seien be- ogen und betrogen worden von den Aus- wanderungsvgenten. Die russische Regierung verweigere jetzt die Rückreise. Die Lebensmitlefveckhältnisse seien so, daß sie nicht leben könnten. Einige seien schon im Kranken­haus, hätten Blutspucken und Blut in den Abgängen.Hier müssen wir verhungern. Das Brot ist schlecht und ungenießbar, es ist voller Häcksel. Die Unterkunft ist ebenso schlecht. Erst haben wir hier 4 Tage im Bahn wagen liegen müssen öhne Decken, dann hier in den Häusern, in denen wir jetzt zusammengepfercht sind, 8 Tage ohne Stroh. Wir arbeiten, indem wir für die Gemeinde Notstandsarbeiten verrichten. Wir wollen aber zurück. Man hat uns alsEindringlinge"" und ..Konten evolutionäre" bezeichnet."" Hier ist kein Kommunismus, was hier ist, taugt zu nichts."

In ähnlicher Weise sprach dann Genosse Grimm-Planen. Er habe D<ms und Hof mit Gärtnerei in Deutschland aufgegeben. Ihm sei gesagt worden, in Rußland brauch? man kein Geld, er sei deshalb mit 8 Pfennig nach Rußland gekommen, und nun zeige sich, daß man nir­gends mehr Geld brauche als in Ruß­land, denn es fehlen selbst die nötigsten Lebens­rnittel. Brot und Suppe sind nicht zu essen, dazu die heiße Temperatur, das sei nicht zu ertragen. Durch alle Strapazen seien sie so entkräftet, daß sie außerstande seien, produktiv zu arbeiten. Er habe 35 Jahve für den Sozialismus gearbeitet imd sei ausgewandett, Rußland aufbauen zu helfen und der Weltrevolution zu btienen. Aber der Hunger mady? ihm das immöglich.

Der nächste Redner, Genosse Hartmann- Hamburg, wandte sich scharf gegen die Ver­treter der A u s wanderervereine und dieR äte ze itung", durch die bei ihnen ganz falsche Vorstellungen über die Verhältnisse in Ruß­land geweckt worden seien.Wir sollten in die Moskauer Gegend kommen, in eine Fabrik im Salbe, die wir allein übernehmen sollten. Für euere Familien werde gesorgt werden, bis sie Luch hier seien. Die russischen Arbeiter trügen Lederanz üge, d ie Bourgeois gingen in Lumpen. Jetzt ist alles ganz anders. . . . Wir wollen zurück nach Deutsch­land!""

In einer zweiten Rede sagte Fähnrich noch, weitere Transporte nach Rußland müßten ver­hindert werden. Was seien 11000 bis 12 000 Rubel monatlich, wo ein Pfund Butter allein 3500 Rubel koste und alle übrigen Lebens- w.ittel, auch Kattofseln. ähnlich teuer seien. Sie seien von allem abgeschnitten, nicht einmal Briefe könnten sie nach Deutschland senden. '

Nun ergriffen nacheinander die vier Ab­gesandten das Wort, um je nach ihrer allge­meinen Stellung zu Sowjet-Rußland die Enttäuschten in ihren Klagen zu unterstützen (Dittmann-Erispien) oder sie zu beschwichtigen (Däumig-Stöcker). Zwischendurch sprach auch ein russischer Kommissar Makarow in seiner Muttersprache in beruhigendem Sinne, seine Rede wurde von den eingewanderten Deut­schen jedoch wiederholt heftig unterbrochen und die Wahrheit seiner Behauptungen leb­haft bestritten.

Zu all diesen Dingen bemerkt derVor­wärts":

in der Residenz Jugoslawiens gelte den chungen über die Gründung eines neuen Balvan- bundes.

Ein tschechischer Minister über die politische Situation in Europa.

Prag, 2. Sept. (Wolff.) In der heutigen Sitzung des ständigen Ausschusses sagte der Minister des Aeußeren Dr. B e n e s ch u. <r.: Das lieberrintommen wischen ter Tsck-echoslowatei, Südslawien und Rumänien ist politisch em außer* ordentlich bedeutendes Faktum. Die allgemeine politische Situation in Eu r opa ist heute schwierig, und wir dürfen uns k inen Illusionen bingeben, daß binnen kurzem eine völlige ?len- berung eintreten wird. Die europäische Situation wird auch weiterhin, vielleicht mxb lange Zeit hindurch Don einzelnen grüßen politischen Blocks bestimmt werden, unb zwar zuerst von dem En­tenteblock im Westen, dem deutsck>en SMod im Nor­den und dem russischen Block im Osten. Dec deutsche Block strebe heute nameittlich die Kon­solidierung im Innern und die Heilrmg der Wun- ben an, die ihm der Krieg versetzt, oersvlge je­doch die Ereignisse in Europa aufmerksam, um zu geeigneter Stunde mit seiner ganzen M'raft m die internationalen Verhältnisse einzugreisen uno in der Politik Europas jene Rolle zu spielen, die seiner Stärke angemessen ist.

Prag, 2. Sept. (Wolff.) Tas Tschechoslo­wakische Pressebureau meldet: Nacktem die Rede des Außenministers Benesch in der gestrigen Sitzung des ständigen Ausschusses zur Kenntnis ge­nommen war, wurde in die Tagesordnung einge- treten. Bei der Verhandlung des Berichtes über die Ausdehnung der Militärgesetze auf das HultschinerLündchen wandten sich die deut- selten Redner gegen die Aushebungen in Hullschin. Senator Professor Spiegel sagte, die Hultschiner Deutschen hätten ncftf das Option 2 reckst für Deutschland, welches Recht au ch btn Ausgehobenen nicht genommen werden konnte. Mittdestens dieHälfte derStelliingspflicht,gen werde sich der Stellung durch die Option entliefen, so saß die Wirffmg des Geldes eigentlich unbedeutend fei. Ter Antrag des Senators Spiegel, die Ab­stimmung zu vertagen, wurde abgelehnt. Ter Se­nator Spiegel stellte dann den Anttag, btt Aus- bebungen im Hultschiner Ländchen zu verschie­ben. Ter Minister für nationale Berteibigtmg,

tun ft gepriesen wurde, das für die deutsche Ar- moralischen Position, gestärkt durch die hero- beiterschast das gegebene Auswanderimgsgeblet Geduld von vierzehn Tagen voll Blut und brlde usw. usw.! Und wir, die wir dre Seele Dttte - - -

Nr. 207 170. Zahrgcmg greitag, 3. September 1920

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