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11,20

Lyrik.

Dramatik. tibrt. 2,60 Mk., in Künstler-Bunt

Uvrblidjer Arbeiter.

inen gegen un-

Lebcns der

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Brüssel-Antwerpen

Kopenhagen

Berlin

Schluß Abend- Schluß- Schluß-

Kurs

Kurs

Nachdruck verboten.)

17.

Fortsetzung

15,25

11,25

31.7.

13,85

Prosa, tt.wv.er

3ür1^ . . . Amsterdam Kopenhagen. Stockhol«. Wien Prag

2.8.

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i v 5

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24,78 24,03 84,70 24,28

ivSrsenlurs«.

Frankfurt

M«rk«»tterung»».

Datum:

344,35 665,70

660.70

893,40 150,20 227,25 158,20

42,55 323,35 720,75 650,65

24,03 23,90 84,70

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Der Klostermüller.

Eine Erzählung von Karl Neurath.

Studierendim nicht mir durch Beanspruchung der Dozenten, sondern durch Arbeitsgemeinschaften, in denen gleich interessierte Studierende verschiede­ner Fakultäten sich zusammensinden. Als Stu­dienzeit wurden 8 Seniester gefordert. Tie

Vuchertisch.

Die Neue Reibe.

Aus -cm Nrntsverkündigungsvlatt.

** Tas Amtsverkündigungsblatt Nr. 108 vom 2. August enthält f-olgenoe Bekaimt^ muchungen: Strafen sperre. Flei ch> srl a ucr für .it ('.cm.rinde Lpplivod. Ettvcrbsi>ostnfürsvrge: '.Uizarbei erunter ützungen gemäß § 9 Absatz 2 ut-r 9ieidsocrordnung vom 26. Januar 1920. C vwcr 1s. osen sirr sorge: Nachweisung für den Ado- nat Füll 1920. Regelung der Arbeitszeit ge-

KuHaiiDtlliliiz fit kiarhik n. flunftflcrotrlit in Butzbacb, vom L 8. August, Realschulgebäude. Geöffnet: Vtachmiltags von 4 7 Nhr. Sonninn- von 3 - 7 Uhr. [8304 D

stünden die Wissenschaft nach dem Bedürfnis der Prairis zurecht gemodelt werden dürfe. Beherr­schung der griechischen und lateinischen Sprache und hinreichende Mmntnis des Hebräischen seien un­erläßlich. Tie Studienzeit müsse ach Semester

Das mag so in Euren Buchern stehen! Bei mir gilt das nit. Ich laß mir nx$ enteignen! Wo ich Derr war, do bleib ich auch Herr. Und wenn Ihr meint, ich ging mit Euch und tat hier Platz machen, dann seid Ihr schief gewickelt!"

Zwingt mich doch nit zu Gewalt, Derr Dehrum! Kommt und geht gutwillig mit!" ver- luchtc der Gendarm ihn zu begütigen. ,Hch muß meine Pflicht tun und kann nichts dran andern."

Fangt mich doch, wenn Ihr könnt!" höhnte Wehrum und verscl^vand.

Verlegen rückte ber Landjäger im Sattel und suchte nach einem Ausweg. Blieb er, so kam er nicht weiter, denn alles Zureden war lffer ver­gebens: ritt er weg, um Hilfe zu holen, dann konnte der Mütter durck-gehen, wenn er es auch faunt annahm. Am besten war's, er versuchte Leute^ herbeizurufen.

^eme Stimme verklang, ohne daß ihn je­mand hörte. Nur die spöttische Stimme des Mül­lers gab ihm Antwort. Da zog er den Revolver und feuerte ihn ein paarmal ab.

Kehrum zuckte zusammen, als er die Schüsse 9<,rte ilnd spähte vorsichtig zum Fenster hinaus.

Wehrum, seid doch vernünftig und macht

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Handel

Berlin, 2. Aug. Börsenbericht An dec Börse herrschte als wesentliches Merkmal im allgemeinen Geschäftsenthaltung. Nur in einzel­nen Werten fanden lebhaftere Umsätze statt. Bie>- marckhütte waren bei Fortdauer des Kampfes um die Majorität über 20 Prozent höher. Spätec stiegen auch Bochumer wesentlich und stellten sich egen Samstag 6 Prozent höher. Im Gegensatz .erzu verloren deutsche Erdölattien von der Sams lagsteigerung einen beträchtlichen Teil, nämlich _lwa 175 Prozent. Kolonial werte sch rächten sich im Zusammenhänge mit der Ermäßigung der Tevisenkurse etwas ab. Sonst war die Kursbe- ivegung ungleichmäßig und wenig erheblich. Phö- iiir 5 Prozent niedriger. Lothringer Hütte unter Schwanlungen 5 Prozent niedriger. Lothringer Hütte unter Schwankungen 7 Proz. höher. Ter Anlagemarkt war sehr ruhig bei nur unbedeutenden

Kurs Kurs

Franks»- a. M., 3. August. Devisenmarkt.

Gew Brief

2. Aug.

praktische Ausbildung sei auf Prediger- semtnare zu verlegen und inhaltlich reinlich von der wissenschaftliche zu sck>eiden.

Tie Einzelsorderungen hatte der zweite Berichterstatter Bonn zu behandeln. Seine umjangreichen Aussührungen gingen von den all­gemeinen Pooblemen 'der Hochschulreform aus. Tie Reform des theologischen Studiums verlang? er­höhte Anforderungen an die iviftenschaftlichc Aus­bildung und stärkere Beschäftigung unb Ausein-- aniierfe6ung mit den Fragen imb iüuf gaben des

dauern. Praktische Einführung in den Studien- platt. Die Studienmittel und das wissensä-aftliche 62nLf.rtn,i

Geld Brief

Vertretertag der evangelischen Theologenschaften.

Gießen, 2. Aug. 1920.

Am dritten BerHandlungstag wurden nach der Andacht, gehalten von Prof Dr. E. W. Mayer, zunächst oie Beratungen über die Reform des theologischen Studiums zu Ende geführt Tie Verhandlungen hatten am zweiten Tage mi den Berichten der Berichterstatter begonnen. An die Stelle des erkrankten ersten Berichterstatter. Marburgs trat ein Vertreter Gießens. Er bespracl' Grundsätzliches zur Studienreform Der zukünftige Geistliche müsse wissenschaftlich ein- roanbfrei vorgebildet, aber schon während der Uni versitätsjahre unter Ausnützung aller Möglich feiten auch für das Leben borbereitet werden Turch Ausbau des Studiums nach hochschul pädagogischen und wissenschastlichen Gesichlspuni ten müsse sich eine engere Arbeitsgemeinschas i zwischen Dozenten und Studenten bilden: Starte Betonung der Seminare, Scheidung in Vor- unb Hauptseminare, Reihenfolge des Besuck>s der Se­minare sowie Abgrenzung der Seminare und Vor­lesungen stosslich bestimmt, Einschränkung des Um­fangs der Vorlesung n durch Beschneidung des historischen Stoffs in riirchnge schichte, altem Te­stament, praktischer Theologie, Stofferweiterung durch Studium eec Religionsgcschichte, wesentlich Vertiefung der philosophisckion Sck>ulung und Aus­gestaltung der Allgemeinbildung. Die Tüchtig­keit fürs Leben werde gefördett durch engeren

bürget Ruderverein 7 Min. 14 ©et 2. ©le­ge ne r Rudersport 7 Minuten 41 otfünben. ..Anfänger-Vierer". Beim zweiten Lauf standen sich die Gießener Rudergesell- s ch a s t unb der Wetzlarer Ruderklub ^Ätannschast ßauber) gegenüber. Ter ftampf endete mit einem außerorbenttich knappen Vorsprung (8/s Sek.) zu Gunsten der Gießener.G a st - V i e r e r" . Ter erste Lauf im Vorrennen wurde von der Gie­ßener Rudergesellschaft und dem Lim­burger Ruderklub von 1907 bestritten. Limburg sicherte sich schpn beizeiten den ersten Platz und fuhr als gewisser Sieger dem Ziele entgegen. mnzelrenr.en. Gießener Rudersport von 1913 ging allein über die Bahn. Hauptren- nen: Anfänge r-Bierer: 1. Wetzlarer Ruderklub 7 Min. G Sek., 2. Gießener Rudergesellschaft von 1877 7 ,Min. 10 Sek. Ga st-Vierer: 1. Limburger Ruderklub von 1907 7 Min. 26 Sek. 2. Verein Ruder­sport Gießen 1913 7 Min. 382/s Sek.

Zusammenhang zwischen Tozenlen und Studenten «Wirkung der Dozenten als Führer und Per- sönlichbeiten und Aufgeschlossenheit der Studie­renden für das Persönliche und in der wissen­schaftlichen Arbeit), Zusammenschluß der Kommi­litonen in der Fachschaft «Kameradschaftlichkeit, Veranstaltungen, die mit Männern der Praxis

Datum: 31. Juli

Amsterdam. Rotterd. 1448,50 1451,50 1438,50 1441,50

Plärrend stoben die Arbeiter auseinander unb starrten bestürzt.

Der Mütter lud gelassen seine Flinte wieder und sah gleichmütig zu, wie sich ber Wunde um Hilfe ächzend am Boden wälzte unb mit zitternber Hand das rinnende Blut zu hemmen ftrebte. Ein paar Beherzte leisteten ihm Beistand und trugen ihn sluchmd unb brohend davon.

Wehrum lachte ihrer. Mochten sie ihn ver­wünschen! Mochten sie tun, was sie wollten! Er ivar auf alles gefaßt Wenn die ihm sogar die Gendarmen aus den Hals hetzten, um ihn zu unter­drücken, um ihn auf plausible Art beiseite zu schaf­fen. bann konnte nichts mehr überraschend, nichts mehr unvermutet kommen. Aber ehe er sich denen in die Hand gab, ehe er sich gefesselt durch den Ort nach Mainz schassen ließ, eher tat et etwas, daß sie seiner gedenken sollten. Noch nach Zahr- zehnten konnten sie bann ihren Kindern mit Stie len und Grauen von dem Franzosenmüller erzo Icn, von dem alten Mann, den ein paar Spitzbuben um Hab unb Gut hatten bringen wollen, der sich gewehrt hatte bis zum äußersten ...

Turch die kupfernen Drähte, die über sein Haus gespannt waren. lief schon der Ruf um Hilfe nach Mainz, während er gelassen immer noch einmal die ganze Mühle vom Keller bis zum Speicher durchforschte. Mit ein paar wuch­tigen Axthieben zerstörte er den Steg an der Hinterpforte und sperrte diese sorgfälttg ab.

Handwerkszeug des Theologen müffeu am An­fang des Studiums stehen. In seinen Forderungen für Inhalt und Aufbau der Seminare und Vor- lesungen stimmte er weitgehend mit dem ersten Berichterstatter und den vorliegenden Marburger Leitsätzen überein. Jedoch möd^te er auch Fragen der kirchlichen Prazris im Studium behandelt wissen. In einer praktischen Sozietät sollen sich die Studievmden über wichtige Fragen des kirch- lid/cii Lebens aussprechen und durch eigene An­schauung Leben und Arbeit der Kirche sowie Werke allgemeiner Volkswohlfahrt kennen lernen. In der praktischen Theologie sollen während des Stu­diums schon Predigt und Katechsc beibehalten werden. Die Prüfungen 3c rf al (en in eine erste, wissenschaftliche, und eine zweite, mehr praktische. Für die erst.', wissenschaftliche, sei die Teilung in Zwischen- unb Hauptprlisung abzulehnen. Die Prüfung selbst müsse sich stärker aus bie Aus­einandersetzungen mit den Fragen der Gegenwart durch Prüfung in Religionsphilosophie und Re­ligionsgeschichte erstrecken, die praktische Aus­bildung zwischen der 1. unb 2. Prüfung durch Errichtung von obligatorischen Predigerseminaren ausgebaut werden und die 2. Prüfung unter Ein­schränkung wissenschaftlichen Stoffes praktischen Charakter haben und vor allem auch aus Apologetik im Sinne wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit den geistigen Strömungen der Gegenwart eingehen.

Ter Aussprache lagen die von Marburg ausgestellten Leitsätze jugrunbe. Sie brachte Klä­rung unb überraschende liebe re inftimmung der Ver­treter in allen entscheidenden Fragen. Die man­cherlei Verschiedenheiten der Referenten und ihrer Leitsätze wurden beseitigt. Die Hauptgegenstänbe der Aussprache waren das Verhältnis zwischen Allgemeinbildung und Differenzierung in der Aus- bilduna (Betonung der ersteren), Studienzcit (grundsätzliche Forderung 8 Semester), Ausvau der Seminäre und Hebungen, Schaffung von Assi­stenten stellen (oft Repetenten genannt), Behand­lung des Stoffs in den Vorlesungen, Abgrenzung der wissenschaftlichen und praktischen Ausbildung und dementsprechend der ersten und zweiten Prü­fung. In einer Reihe von Beschlüssen wurde die Stellung festgeleat und mit der sofortigen Bear­beitung ein Ausschuß beauftragt, der rote die an­deren Ausschüsse am Nachmittag des dritten Tages seine Ergebnisse vorzulegen hat.

Stockholm.....

Helfingsor«. ....

Italien.......

London.......

New-Horb. .....

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Schweiz.......

Spanien . . . . .

Men (altes) . . .

Deutsch-Oesterr. abg.

Prag.....

Budapest. . . .

Bulgarien ....

Konstantinopel. . .

erlaubte Beschäftigung und Beherbergung russischer rbriegsgefaugener. Verordnung über den Saat- gu verkehr mit Oktreibe vom 10. Juli 1920. £effentlid)c Bewirtschaftung der Frühlär vsftln aus ier Ernte 1920 und deren Höch iprcise. Ver­sorgung mit Herds kartvffeln aus .er Ernte 1920.

Maul- uno Klauenseuche in Gießen. Schweineseuch. - Tienslnachrichlen. Verord­nung zum Schutze ber Preslluftarbeitcr. (Forts.)

Wegen Vornahme txni Walzarbeiten wird bie KreiS ll raße Gießen Reiskirch ' n vorn Sm. 2,130 bis Km. 3,130 für den Fuhrivcrks- und Autoverkehr vom 2. August bis 12. August ge­sperrt.

Tie Stelle eines Fleischbeschauers für die Gemeinde O ppen rod wird dem Flejsch- brschauer zu Burlhardsselden tibirtragen.

Zur Sicherung der Volkseim,ät.-rung hat der Stoatskommissar für die wirtschaftliche Demobil­machung in Hessen den Besitzern von Mühlen mit wenigeralSo Arbeitern bie jederzeit imterruflidje Genehmigung erteilt, die nach ber allgemeinen Landarbei ttrordrmn g übliche Ar­beitszeit von 11 Stunden mit Zustimmung ihrer großjährigen Arbeiter bis svätestens 15. Ok­tober auch auf ihre Betriebe auszu^ hnen. Ten Arbeitern ist während der Arbeitszii eine ein» stündige Mittagsvause und je eine l/albstündig: Frühstücks und Vesper pause zu griv-ähren, sofern im (Muvernehmcn mit den Arbeit tu nicksts an­te res bestimmt ist. Diese Gmshmiguug erstreckt iixf) nicht auf jugendliche Arbeiter (unter 16 Fah­ren). Sonntags haben die betreffrnben Betriebe zu ruhen.

Tie Beschäftigung van Russen im Bereiche deS Landesamts für Arbeitsnachweis in Heften, Hessen Nassau und Waldeck darf nach einem mit dem Kriegsgefangenenlager in Niederzwehren qetvoffenen Abttommen nur mit Gencklstnigung die- !es Landesamts erfolgen. Tie Anträge der Ar­beitgeber sind auf besonderem vor geschriebenen Erdrück bei dem Landesamt für Arbeitsnachveis cinzureichen und tverben nur genehmigt, falls ge­eignete deutsche Arbeiter im Zusammeuwirfen mit teil angeschlossenen Arbeftsnackittvisen nicht de- ididftt werden können.

Tie Verordnung über den Saatgut- verkehr für die Ernte 1920 ist in der Fassung wie für die Ernte 1919 geblieben und .Hafer ist wieder in oie Zwangsbewirtschaftung mit einbe­griffen. Somit müssen auch bet Bezug von Saat­hafer Anträge auf Ausstellung von Saatkart en ein gereicht werden.

Nach der Verordnung vom 21. Mai über die Versorgung mit Herbstkartoffeln ans ber Ernte 1920 wirb bekanntgemacht, daß zum Abschluß von LiefcrungsdertiMgen die Zntr.rlge- iVfteaschaft G. m. b. H. in Tarmstadt und die ver- emigini Getreidehändler in Gießen zugelassen sind.

Maul- und Klauenseuche in Gie­ßen. Nachdem in dem Gehöfte d:s Gärtners Wilhelm Bernhardt die Maul und Klauensouch: festgestellt worden ist, wird ein Sperrbezirk ge- bilt-et^ ber umgrenzt wird von dem ^rialwkörper der Strecke GießenFrankfurt einerseits, der Straße am Weiler nach Norden imb ber Frank- furter Straße nach Osten zu.

Tie Schwei ne seu che in Trais-Horloff in dem Gehöfte dos Luirivig Schneider ist erlosch n, ebenso die in dem Gehöfte des Ludwig Schadeck zu Lollar.

Zn den Gemeinden Nieder-Efchbach, Klein-Karben, Kloppen heim und Sta­den ist die Maul- und K1 a u e n f e :i rf? c aus- fltbnodien. Tie genannten Gemeinden bilden je einen Sperrbezirk. Tie Gemarkung (tzroß Karlen wird zum Deobachtungsgebiet erllärt. Tie übrigen umliegender. £rie sind ber?it5 Beobackchnngsgebiet. 2n Ke 1 sterbach ist die Maul und Klruenseuch: ausgeb rochen. Tie «Gemarkung wurde zmn Sp'rr- bezirk erklärt.

(3n einem Teil der Auflage wiedkrholt.) Das deutsche Kabel zwischeit Vonntiftii und Ostpreußen.

Stol pmünde, 2. Äug. Der Leiter der Reichstelegraphie, Dr. Bredow, begab sich in Begleitung ber Geheimräte Feyerabend unb Crä- mer an Bord eines Torpedobootes, um an der Legung des Telographen-Fernfprechkabels zwischen Leba, Pommern und Tenkitten, Ostpreußen, teil­zunehmen. Nach glücklicher Verlegung des KobelS beablichtigt bet Postmin.st-n: zur Eröffnung dieffes politisch unb wirtschaftlich für die abg et rennten Reichsgebiete hochbedeutsamen Verbinbungsmittels, sich nach Königsberg zu begeben.

Die Danziger Eisenbahnangestelllen gegen polnische Schikane.

Danzig, 2. Aug. (WDB.) Die Organi­sationen ber EisenAahnbedien steten im Freistaat Danzig beschlossen als Ver­geltungsmaßnahme gegen den Beschluß ber polnischenArbeiterorganisatiionen, bieLebensrnittel- zufuhren nach Dan-ig zu sperren, die Einstel­lung des gesamten Güterverkehrs, eirlschließlich der Lebensnrittelsenbungen aus dem Freistaate nach Polen in Aussicht zu nehmen. Die Eisenbahnbebiensteteir. seren nicht gewillt, noch immer Repressalien ber Polen ermuftietferr Diese Vergeltung könne sehr nachteilig für Polen wir­ken, aber Vertragsbrü chigen gegenüber, und als solche hätten sich bie Polen schon wieder­holt ausgezeichnet, müsse jede Rücksicht aufhören. Dies sei der feste und unabänderliche Entschluß aller Eisenbahnangestellten des Danziger Frei­staates.

Der polnische Heeresbericht.

Warschau, 2. Aug. (tu.) Polnischer Front der icht vom 1. Mgnst : An der beut* fdjen Grenze längs ber Flüsse wissa, Narew bis Tykocin ist die Lage unverändert. Südlich davon nahmen unsere Tnrppen die Linie der Flüsse Slina, Siemiat r;e, Bre> ein wo Vor eldkämpfe stattfin- uen. x\n der G g nd von Broda entroiddu sich unsere Aktion weiter günstig für uns. In ber Schlacht bei Toborwiecz fiel ber Stabschef der bolschewisti­schen Reiterei: es wurden bei ihm wichtige Ope­rationspläne vorgefundLN, außerdem siel ansehnliche Beute, Unter anderem die Fahne der 2. bolsche- wislisck)en Kavalleriebivision, in unsere Hände. Am Sereth wurden alle feindlichen Angriffe abgewiesen.

Die polnischen Bedingungen zum Waffenstillstand.

Amsterdam, 2. Aug. (WTB^) TieTi­mes" melden aus Warschau: Der Vizepräsident des polnischen Ministeriums erklärte in einem Interview: Polen kann nur unter folaenden drei Voraussetzungen einen Waff en- still ft a n b mit Sowietrußland abschlie feen: 1. Beibehaltung eines vollkommen unab­hängigen polnischen Staates ohne Einmischung ber Bolschewisten in die hmeren Angelegenheiten,- 2. keine Entwaffnung des polnischen Heeres: 3. bie alte polnische Grenze wird Demarkationslinic. Everrtuell werde Polen bereit sein, bie bei Ab schluß des Wafsensttllstanbes bestehende Frontlinie als Demarkationslinie anzuerkennen.

auf, oder ich laß, weiß Gott, das Tor einschlagen! Seht doch, dort kommen schon ein paar Arbeiter heran." Wehrum lachte ihn aus.

Ta schoß er noch ein paarmal in die Lust unb rasch sprangen nun bie Vermessungsleute über bie Wiese herbei.

Schlagt das Tor ein, Ihr Männer!" for­derte der Genbarm sie auf.

Wag's einer!" brüllte ber Müller.Wer auch nur einen Finger an mein Tor legt, den knall ich zusammen!"

Nur keine Angst, Leute!" ermunterte der Gendarm, indem er vom Pferd sprang unb einem Arbeiter die Zügel zuwarf.Ich fordere Euch dienstlich auf, mir bei ber Verhaftung bieses Mannes da zu helfen, ber Euren Kameraden niedergeschlagen hat!" Tic Arbeiter näherten fick dem Tor."

Hände weg!" schrie Wehrum unb schob seine Flinte durch das kleine Fenster.

Laßt Euch wcht bange machen, Leute!" eiferte der Gendarm sie an.Ich farm auch schießen!" Unb er zog den Revolver von neuem. Tann sprang er gegen das Tor, daß es krachend in den Angeln erlchütterte.

Weg da!" kreischte ber Müller, aber heftiger stemmte sich ber Landjäger gegen das Tor. Da drückte Wehrum ab unb lautlos brach ber Gen­darm im Feudr zusammen

Ingrimmig und doch mit einem Lachen regte er die Hände an fernem Werk.

Ta formte nun feiner mehr heran unb auf ber anberen Seite, wo das Rad lautlos in den Angeln hing, gab's weder Tür noch Fenster. So konnte iym keiner in den Rücken fallen, wenn er die beiden anderen Seiten überwachte. Und wie wollte er wachen!

Breitspurig stieg er zum Speicher hinauf unb spähte mit scharfen Augen vom Taubenschlag aus bunt) bie enge Dachlaube bie Straße hinauf, bis et weither Helmspitzcn aufblitzm sah uno olattö' Säbelscheiden.

Ausatmend kehrte er wieder in die Mchl- Eammer zurück unb zog bie schweren Laden vor die Fenster. Durch bie herzförmigen Ausschnitte, aus denen breite Lichtbäuder in den rieselnden Mehl- svaub stossen, sah er, wie sich die Gendarmen in gestrecktem Galopp quersAdern der Mühle näherten und sie mit schußbereitem Karabiner in weitem Bogen umzingelten.

Wehrum lachte gellend auf.

Ein ganzes Gfcnbarmerieaufg tbot fWaten Jie, um ihn einfangen zu laffen, aber bte sollten ttch in oen Finger schneiden. Nicht nagelSbrnt vm der Kostermühle sollten sie fortbrmaen .noch feinen Laien, wenn es nach rhm gut9. Uno Utner sollte es kosten, blutige Opfer. Nmr war bie Rache sein . . . für alles, was fte rhm angetan hatten seit triefen, triefen Jahren (Forts-, folgt.)

gebunden 4,25 Mk Roland Verlag, Mir 1- Pasing. Diese der jungen Generation ge;t.ri?mcie Buchfolge will nur das (fhtte unb Echte, Kingcbe imb nocki Wahrhaftigkeit Strebende in seiner un­verbrauchten 3mienofraft in einem Roman znsa .!- fasscn und in em Verhältnis zur einzelnen Ge- ftalttmg bringen. Neu ersäßen en sind: Georg Kaiser Jnana", Einakter. Oskar SchürerDrohertber Frühling", Gedichte. Fr. Bursche! 1Die Emsatt des Herzens", Prosa.

-7 Drei Hefte mit Zeichnungen aus hessischem £ an b hat neuerdings die N. G. Elwertsäie Verlagsbuchlwndlung erscheinen lassen, die mit dem Verösientlickvn ber Zeickmungen tvn Otto Ubbelohde sich bereits ein großes Verdienst um hessische Heimalskunst erworben hat. Von ben vorliegenden Heften sind zweiAus dem Vogelsberg, Jeberzeiänrutigen von dttbrecht Risdesel Frhr. zu Eisenach Preis 4 Mk > intb A u s d e in R h e i n g a u", Feberzeichmmgen non Wilh. Zador (Preis 4 Mk.) Ubbelohdeschnn Geiste so stark verivandt, daß sie der gleichen Schüfe zngezählt werden müffen, während bie Federzeich­nungenM ain Spessart 91 b ö n" von Friebr. Stern, Frankfurt (Preis 5 Mk), eigen» nnlliger in ihrem Charakter sind. Allen Freunden« der hessischen Heimat sind die preiswerten Hefte angelegentlich zu empfehlen.

Veränderungen.

Frankfurt a. M., 2. Aug. Börsen» st i m m un g s b i l d. Die mäßige Befestigung ber Mark im Auslande beeinflußte den Markt ber Valutapapiere, wobei jebock» mehr bie lustlose Hal­tung auffiel. Deutsche Erdöl gingen aus 1975 zurück. Teutsche Petroleum 835. Schautimgbahn 637. Bochumer, welche an ber Nachbörse mit 308 schlossen, lassen bei regerem Interesse eine weitere Befestigung erkennen. Sie stellten sich auf 413.50 Pius ö/o Proz. Tie übrigen Werte lagen ruhiger. Nottrd. Lloyb stellten sich auf 178.50 plus 2 Proz., an bet Nachbörse 17-8. Hamburg Paketfahrt 180.50 minus 1 Prozent. Unter den Jndustriepapieren blieb bie Kursbe­wegung beschiden. Ein^lne Werte wie z. B. Schlihfabrik Aug. Wessels mürben lebhaft gehan­telt 245 plus 5 Proz. AEG. behauptet 291.50. Zellstoff Asckwffenburg notierten 388.50, Metall ar . ------, r riit . <w Bingsverke 225. Bab. Zuckerfabrik 415 plus 5,

Austausch ermöglichen , Diel stärkere Auswertung Frankenthaler Zuckerfabrik 328 plus 3 Prozent, der Universität als Brlbungsgememsä-aft sür alle ( unb Spiegelglas waren stark gesucht, .XX.VM »1. Ax* ««»«* hu ivk 'MftiVM\ rtr»ien 1 mA Aot . . . ziv , r. 1 f___

mangels Angebotes wurde der Kurs gestrichen. Im freien Verkehr ca. 410 plus 25 Proz. bölxr. Mansfelder Kuxe besser 4175, auch Kabelwerke Rheydt 440. Laurahütte gewannen weitere 6 Pro­zent auf 291. Mannesmann 366 ( 1 Proz.). Lothringer Hütte 316. Im weiteren Verlause zogen Bochumer bis 314 an, gegen Schluß 312.75. 5proz. Reichsanleihe 795/g- Mexikaner lustlos. 5prozeitt. Tehuantepcc 211 plus 1 Proz. 5pwz. Silbermerikaner mit 300 unverändert.

mc. Höchst a. M., 3. Aug. Tie Hessen- Nassauische Gasaktiengesellschaft be­antragt bei ber am 25. August stattsindenden Ge­neralversammlung eine Erhöhung des Aktien­kapitals um 2 Millionen. Die Stammeinlage der Aktionäre beträgt augenblicklich 1 Millian.

Sport. Hlibirnfrst. Anzeigers.) - 14. Rhön.

950 Meter hcha bet Rhön abgt* isen Dberwefa, is dem bescha >s Fest unter bc 1 leiben, Ditz, n, Gewittn unb 1, als das M mnenschem rnü iem bot sich am ihr festes Slus- ar noch ein s, tjbarten Mittel, jen des Jahr« f)tm Mtnmi, M waren au» send Festbesuchc Fulda-GeE rkehrs Sonde rn^au tzes. lpfnchter rooic l-Giefpi, W mbein undV«' n Oberlhff ra Lsd., Mffl mb in

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