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beizustehen.

Die nächtliche Nnsicherheit in Gießen.

rm. D a r m st a d t, 2. Juli. Heute ver­anstalteten die Gewerkschaften einen Demo n- strationszug wegen der Wohnungs­not und der Te ue r nn g, wobei Ansprachen auf dem Marienplatz gehalten wurden. Der Zug verlief in Ordnung, gab aber wieder eurer Anzahl Kommunisten, verstärkt durch di-' feu gestern streikenden Transportarbeiter, Anlas;, große Unruhe in die Bevölkerung zu bringen. Unter großem Gejohle versuchten sie wieder, nach dem Polizei am t vorzud ringen, wurden aber durch die Polizennannschaften zurückgehalten. Am iveißen Turm wurde der Janhagel zurückgehalten und verschaffte sich dann auf Umwegen Zugang nach der Schüt­zenstraße. Diese wurde später geräumt. .Ern Oberwachtmeister wurde von 56 Burschen mit Messern an gefallen und konnte durch einige Schreckschüsse vor der fanatischen | Gesellschaft gerettet werden. Zu bedauern ist immer wieder die große Zahl der Neugierigen, Vie die Aufrechterhaltung der Ordnung sehr erschweren. Bis gegen 8 Uhr war Ruhe, doch steht zu befürchten, daß es ohne weiteres Blut­vergießen nicht abgehen wird. Heute vor­mittag wurde ein auswärtiger Transporteur, der zwei Strafgefangene dem hiesigen Ar­beitsamt hier vorführle, von einer Anzahl Arbeitsloser ü b e r f a l l e n. Die Gefangenen wurden befreit und dem Transporteur die Pa­piere abgenommen und verbrannt. Die Be­freiten haben sich später wieder selbst gestellt, da sie ihre kurze Strafe noch verbüßen wol­len. Das Gesamtmini st erium hat heute in einem Ausruf die Bevölkerung zur

rm. Darmstadt, 3. Juli. Während der gestrigen Unruhen wurde bei dem ver­suche von 'Arbeitslosen und Kommunisten, das von der Sicherheitswehr besetzte Schloß am Markt zu stürmen, dec 22jährige Arbeiter Zulauf von hier durch verschiedene Schüsse, darunter einen Kopfschuß, getötet. Ver­schiedene Leute der Sicherheitswehc erlitten durch Revolver sch üsse der Menge Verletzungen.

bcn, in dem sie sich aii die Bevölkerung werwöt und sie ermahnt, sich nicht den Unruhepistern anzuschlicßen und jede Straßeimnmmnilung zu vermeiden. In dem Erlaß heißt es werter, daß der demokratische Staat die Herrschaft der Straße ablelpic und darum besorgt sei, daß rn der Frage der Herabsetzung der Lebensmittel die notigen Schritte baldigst unternommen würden.

In dem Bericht über die Feier in der Aula ist nachzutragen, daß nach der Rede des Rektors der Präsident des Landesamts für das Bildungswesen, Dr. Strecker,, die Glückwünsche der Staatsregierung über­brachte, die bereit sei, der Wissenschaft in ihrer gegenwärtigen schwierigen Lage nach Kräften

gesetzt 'werden. Beschlü s- Aschaffenburg,

Tie Versammlung, die der Gießener Bürger­verein am Donnerstag abend im Felsenkeller aV hielt erwies, wie notwendig cs ist, daß die Bürger­schaft sich um die städtischen VeiMMiftc mehr als biÄier bekümmrt und welch zwecLxenlrche An­regungen von Sentcn des praktischen Ledens ge­geben werden können. Tie diesmalige Ber»amm- lung befaßte sich mit der Einbruchs se fahr und ihrer Verhütung. Tie Einbrüche haben sich in,der lebten Zeit in erschreckender Zahl vermehrt

seife, frei........

200 Meter Nähgarn . .

1 Meier Hemdentuch . .

1 Pfd.mittelf Strickwolle

1 Her enanzug . .

1 Paar Stiefel.....

Eine Mahnung d:r hessischen Regierung.

Aus Statt und Land.

Gießen, den 3. Juli 1920.

Helft uusern Kindern!

Noch immer finden sich skeptische Stim­men, die an die Not unserer Kinder in An­betracht der hohen Arbeitslöhne nicht glauben wollen.

Gibt es nicht Kriegerwitwen, Kranke, stilles Märthrertum?

Die Wohlfahrtspflege kamt nut dem besten Willen den vielen ' Hilfsbedürftigen nichts von all dem geben, was ihnen fehlt. E-> wird täglich unmöglicher, die Nahrungs­mittel, die Kleider, die Medikamente zu be­schaffen, die nötig wären, um wirksame Hilfe zu bringen. ,

Es ist ein Schimmer des Lichts, der den Glauben an Brüderlichkeit und Verbunden­heit der Menschen in diese Vereinigung für Kinderhilfe hineinbringt, und kann das, Be­streben, Kinderleid zu mildern, zum Buwe- glied aller Gesellschaftsklassen werden.

Um allen Vorurteilen gegen das Unter­nehmen am 17. und 18. Juli und besonders gegen die Verteilung der Mittel die Spitze abzubrechen, sei hier noch mitgeteilt, daß da­für ein Sonderausschuß aus den bewährtesten Kräften des Wohlfahrtsamtes upd sonstiger Vertrauenspersouen aller Stände gebildet wird. In der ernstesten und gewissenhaf­testen Weise wird hier zu Werke gegangen werden, um die Not zu lindern.

Die Mitteldeutsche Ereditbank, Filiale Gießen, hat sich in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt, die Büchsen in Empfang zu nehmen, den Inhalt zu zählen und unter dem Konto:Kinderhilfe" zu führen. Nicht allein hier, sondern auch an allen anderen Banken werden Sammellisten zur Einzeich­nungaufgelegt werden.

Hoffen wir, daß der 17. und 18. t<juh 1920 Segenstage werden für unsere Kinder und wir geeint sind für das große Liebes- I werk.

Jahresfeier der Universität.

aus Siegen.

Die Osann-Beulwitz-Stiftung konnte zum erstenmal Preise verteilen.' Es sind folgende Arbeiten eingegangen und entsprechend- dem Gutachten der Fakultäten mit Preisen bedacht worden: 1. Sic. Dell,Moderne Geschichts­forschung und evangelische Dogmatik"; 2. Dr. Berliner,Die Mechanik der Hirntumo- ren"; 3. Dr. Franz,Die Technik von Vic­tor Lugos £l)rit"; 4. sind. vU. Ernst o . :Dic Frage nach der Selbständig-

feit und der Arbeitsweise des Taertus soll da-

Ter Minister schloß mit einem dringen­den Appell an alle führenden Persönlichkeiten, aufklärend und beruhigend zu wirken, denn es handle sich um Sein oder Nichtsein des Reiches, um den Bestand vv-n Ländern und Ge­meinden.

Tic Ausschußdebatte wird am Samstag fort-

Darmstadt, 2. Juli. (Wölfs) Angesichts Aschaffenburg 2 Jul^ (AMck Tre der Unruhen, die gestern in Darmstadt unter füh-1 Beleglchast der Geiverkschift Gustav rn Tettingen render Beteiligung von Llommunisten stattfanden, ist 'heute nachmittag u Uhr m <etnci Protest-

Wa4 ist lebenswichtig?

Bisher waren stets die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke als lebenswichtige Betriebe erste, Ordnung angesehen worden, was wohl auch be­greiflich ist, wenn man bedenkt, daß heute die BEk-rung auf diese Werke zur Sidxt|tE(Iunff ihrer primitivsten Lebensbedursnpse. Waper, Licht und Wärme angewiesen ist. Es sei dabei ganz abgesehen von der ..völligen Mangigkert der Krankenhäuser, Spme-und Fürsorgeanstalten usw, von dem glatten Funktionieren dieser Be­triebe, um ihre Aufgaben überhaupt erfüllen zu können Tementspreck-end waren diese, Betrieb« in den Vorschriften des Reichsmimsterulms des Innern für das Eingreifen der Technischen Not- Hilfe in erster Linie als lebenswichtig bezeichnet worden. Ter Magistrat der Stadt Hallebat je* doch darin eine von der übrigen Allgemeinheit abweichende Auffassung beftmdet, rndem er ba» Eingreifen der Technischen Nothille beim. Streck der Elektrizitätsarbeiter ablehnte, daer.die Auf­rechterhaltung. des Betriebes der Elektrizitätswe^e nicht als notwendig ansähe. Man mag Über sollhc Beurteilung denken wie man will eine Er­höhung sozialen Empfmdens kann ledenfalls dar­aus Mm besten Willen nicht gefolgert werden'

Veranstaltungen.

Samstag, 3. Juli: Stadttheater, 7 Uhr, ESfSÄSS. - (wSM. stHäsä k ess liche Versammlung des Internationalen Kriegs- beschädigten-Bundes. Lichtspieltheater wie ge- stern.

Sonntag, 4. Juli: Liebigmusemn, IlVi Uhr, Volksvorleftmg über den roten Blutfarb­stoff. Philosopl-enwald, 3 Uhr,^Sommerfest des S taa tseis eiiba hn Vereins. ^>tadtmission, Löbersttaße 14, 8 Uhr, Vortragsabend Probst Wegener, Rußland. Hotel, Einhorn, 8V2 W, Gastspiel Buchwald. Lichtspieltheater wie Sams-

So ging denn auch ursprünglich vom Tetallliton- vereiu die Anrcgung aus, durch freiwillige bürger- lidrc Hilsskvifte die Schutzleute bei ihren, nächt- lid^eii Patrvu'llcngingeii zu ücr)tarl-en. Tie Ver­sammlung des Büig-eroereins sollte über die Ver- nnrtlidmng des Planes beraten.

Obwohl eine große Anzayl der Anwesend«, für diesen Seldstsc^itz eintrat, der völlig uuocki- tisch:sein soll, erhoben sich auch gmnchtrgie Sum­men gegen, die nicht zuletzt geltend machten, daß'die nächtlichen Bürge rwuchen nickst ohne, Waffen einem Berbreck)«r gegunübertreten förnticiL

Tie Polizei ist in ilyretn augenblidlicbcn Be­stand zu schrvach, um die Sicherheit der -Straßen garantieren zu können. Wir haben darauf bereits vor längerer Zeit hrngewiesen. Während in Darm­stadt auf 300 Einwolmer ein Schutzmann kommt, entfällt in dem weitläufigen Gießen erst auf 1100 Eii.wvhner ein Schutzmann. Bisher waren nur! 36 tvor Händen, üon denen 12 im Nachtdienst tätig waren. Nun ist zwar die weitere Einstellung von 78 Schutzleuten genehmigt, von denen 36 den Nachtdienst versehen würden; diese können aber nur allmählich eingestellt und herangeb lldet werden. Einstweilen 'sind sie in dem unwürdigen-Loch in der Weidengasse", wie das Polizoiamt treffend bezeichnet wurde, überhaupt nickst unterzubringen. Erst -muß als zweites Revier die alte Ohrenllmik eingerichtet werben, worüber aber auch noch einige Zeit vergehen wird. Tie kostspielig.' tobt. Sicher- l?eits'wache sist bereits von 40 auf 26 Adurn herab­gesetzt und soll in dem Maße verschwinden, wie neue Schutzleute eingestellt werden. .

Tas Ergebnis der Besprechung war, daß eme Kommis ion laus dem Vorstande des Burger- und' Tetaillistenvereins eine dringliche Eingabe, die fol­gende Forderungen enthält, der Stadtverwaltung übermitteln 'soll: . r ,

Ter Ausbau der Polizei muß nach Möglich- feit beschleunigt werden. Der Umbau der Ohrew llini? ist sofort in Angriff zu nehmen.

Ten Schutzleuten soll die Möglichkeit geboten werden, Pol zrihunde zu halten, für deren Unter­halt'-sie entschädigt werden. Obwohl per Preis eines Hundes sich aus 1503 Mk. stellt, wird sein Nutzen die Ko ton bei weitem aufwiegen.

Tie 'Schutzleute sollen nicht mehr mit Ar- betten beschäftigt werden, die sie ihrer eigentltdien Aufgabe entziehen (Steuerzettel austragm, Er­hebungen Wsw.). _

Die nächtliche Beleuchtung muß unter allen Umständen verstärkt werten, zumal ihre Einschränkung nach statistischen Nachweisen nur eine ganz minimale Ersparnis bedeutet. Eine bessere Beleuchtung ist die wirksamste Hufe gegen lichtscheue Elemente.

Sodann ist vor allem der Bahnhof, von dem aus die Einbrecher ihre Beute in Sicherheit bringen, nachts von einer erfahrenen Patrouille scharf zu überwachen.

Zur Verstärkung der Schutzmannschaft sollen ; Verhandlungen mit der R e i ch s w e h r angeknüpft werden, da man nicht einsehen kann, warum )ich in einer Garnison nicht das Militär am Schutz

Die Bearbeitung der Preisausgaben scheint auch diesmal noch unter den Nach­wirkungen des Krieges gelitten zu haben. Die Aufgaben der theologischen, lurfttischen uno veterinärmedizinischen Fakultät sind nicht be­arbeitet, ebenso die Aufgabe der medizinischen Fakultät für den akademischen Preis. ,

Dagegen hat die Aufgabe der medtzntt- schen Fakultät für den Balserpveis eme Be­arbeitung erfahren. Sie lautete:Dte histori­sche Enttvicklung der Operation am Sinus sigmoideus und an der Vena jugulams . Die Fakultät erkennt den Fleiß des Verfassers rühmend an und erteilt seiner Arbeit den Preis. Verfasser ist cand. med. Wilhelm ! K r e i d e w 0 l f aus Hanau a. M.

Von den in der philosophischen Fakultät gestellten Preisaufgaben sind bearbeitet wor­den' 1 die Aufgabe aus der Deutschen Philo­logie. Sie lautete:Es soll für eine Gruppe !von Speisebezeichnungen die Verbreitung im deutschen Sprachgebiet festgestellt werden." Der Verfasserin, cand. phil. G e r t r u d F l 0 - rin aus Magdeburg wurde der volle Preis zuerkannt. 2. die Aufgato aus der englischen Philologie:Das erste Auftreten der Perso­nen im älteren englischen Drama". Auch dem Bearbeiter dieser Aufgabe, Lchramtsreferen- dar Jakob Roßbach aus Alzey, wurde der volle Preis zuerkannt. Die für den Diez- preis eingegangene Arbeit,Lat audire im Französischen" wurde von der Fakultät als des Diezpreises würdig bezeichnet. Verfasser ist cand. Phil- rec. Walter Gottschalk

der Stadt beteiligt. r . _

Endlich soll man versuchen, bekannte zweifel­hafte Elemente, die in letzter Zeit zugezogen ftnd, zu entfernen. * .

Wenn diese Forderungen erfüllt werden, so glaubt man, daß damit ein genügender Schutz der Stadt Gießen gewährleistet ist. r.

Die Versammlung wurde vom Vorsitzenden des Bürgervereins, Stadtv. Müller, geleitet. Von Stadtverordneten waren ferner anwesend und be­teiligten sich an der Aussprache die Harren Kraus­müller, Noll und Winn. Ferner sprachen bte Herren Frensdorf, Wohlmuth, Schmieder, Ernst Ludw. Sack, Horn, Rahnefeld, Dirlamm, Mohr, Brück, .Boller, Inderthal.

Nach Erledigung der Frage dos Selbstfchu^s wurde darauf gedrungen, daß in Zukunft all­monatlich Versammlungen des Bürgervereins statt finden sollen, da eine Reche wichtiger Fragen der Klärung harrt. So die Heranziehung von In­dustrie nach Gießen, die Nutzbarmachung der Lahn, die ^ankenwache, der Kommurmtbeitrag der Stadl zum Kreise und sodann als wichtigster Punkt bic Lebensrnittel versorgungund Nah­rungsmittelpreis kontra Ile.

Um hier sofort Maßnahmen beraten zu können, soll eine Sitzung in den ersten Tagen der nächsten Woche stattfinden, zu der die De-,erneuten der Preisprüfungsstelle, des Lebensmittelamtes und die Vorstände der einzelnen Fachoerbände hinzu-I awogen werden sollen, damit man in einer eben­falls in nächster Woche ftattfinbenben öffentlichen Versammlung mit praktischen Vorschlägen hervor - treten kann, die der Möglichkeit vorbeugen lollen, daß von radikalen Elementen Unruhen inszenierl werden.

etiral Lev.'i rur, Mrnitor t'Tvocquer Pom Minu- torium der i jcnllid^n Arlx'iten. Louis Tubo:s, Piftchdei' i; it-i e :\"rgu t nvi aruugsti'o!liM iftwn, Frr- nag^iot, chu 1tL.1v des Lluswärti<xii Amis: von Italien q raf Sftv>i, Commaiüxi!ore Pagliairf, Bcrtoliui, der Pariser Vettrct-ei bei der Widdergut- mackungsllrmmis i n: "für Pole n Mim.iierp.ün- deut Pater' Gon-- 1 RWvrdowsft und Mmislenal- direklor'Olsczoivstt vom Auswlrtigeii Amt.

Die oeut?chen Veiiischriflen.

P a r is, 2. Juli. (Wolff.) Der Havas-Sondcr- herichterstatter meldet aus Brüssel:

Heber die deutsckMi Denkschriften hätten die Chefs der alliierten Delegationen gestern abend gesagt, es laubcle sich um Fühler. Wenn die deutsch?n Vertreter fcl^n würden, daß diese Art Begrüiiduirg von bcn Alliierten offen geniißbilligt werde, so würden sie in Spaa ihre Taktik ändern. Nidstsdestwm'niger zeigten die Denkschriften eilten Oppositi.ousgeist hiusiMlich der Aus­führung ' bed Vertvagtes. Wemt fte wrrrlich aufrechterhalten werden, dann wird die Begeg­nung von Spaa zwcifelSolMe durch die Unmög­lichkeit abgekürzt werden, in der sich die Alli­ierten befinden, den Boden der Verständigung mit den Deutsck^n zu finden.

Kritische Lage in Polen.

Paris, 2. Juli. (Wolff.) DerMattn" mel­det aus Warschau: Die Polen haben angesichts der kritischen Lage einen Ober ft en R a t der na­tionalen Verteidigung eingerichtet.

Lenin über Sowjet-Rnßland.

Die HSP. und ^Kommunisten ergehen sich in heftigen Anschuldigungen gegen die mehrheits­sozialistische Partei. DieReckstssozmllsten' men es gewesen, die durch chrenVerrat" den eteg des Proletariats verhindert hätten. Ohne diesen Verrat wäre auch in Deutschlmid dieser Sieg erkämpft worden, gerade so wie in Rußland Folgerichtig werden von dieser Sette die Zustande in Rußland dann auch als Jdealzustände hm- gestellt. Es ist interessant, hierzu die Aeutzerungen der gegenwärtigen Akachthaber in Rußland heran-

Pfund Reis......

Zentner Kartoffeln. . Li...........

Liter Milch......

Pfund Butter, rat.. . Pfund Butter, frei. . Pfund Schmalz.... Pfund Rindfleisch, frei Pfund Schweinefl., rat Pfund Schweinefl., frei Pfund 6affee.....

Glas Bier....... Zigarette ....... Schachtel Streichhölzer Zentner Briketts . . . Zentner Briketts auf Landbezugschein. . . . Liter Petroleum . . . Pfund einfache Wasch-

Am'17. Mai hielt Lenin auf dem dritten Fluß- schiffahrt.-kongreß eine längere Rede, in der er den Arbeitern den Ucbcrgang von dem Rate- system in den Fabriken zur Wiederherstellung der Macht der individuellen Leiter, die jetzt tu Ruß­land mit einer unbeschränkten Gewalt ausgestattet sind, plausibel macfrk- Bemerkenswert aber ist, wte Lenin selbst die Lage Sowjftrußlands schildert. Wir können nicht warten sagte er, das Land ist zerstört, das Elend, die Kalte, der Himger imb bit allgemeine Desorganisation haben einen solchen Grad erreicht, daß es nicht so weiter gehen kann. v ______________________________ (

Keine Selbstaufopf-rmig kann uns retten, wenn RuheundZur.ückhaltung aufgefordert. | wir nickt die physffche Existenz der Arbiter sicher- u v tollen, wenn wir ihnen nicht Boot geben, wenn wir mcht SalMwräte beschaffttl werden, die wir 4 Bad-Nauheim, 2. Juli. Die HetLb- den Bauern an Stelle von bunten Papierfetzen s^ng der Marktpreise durch bte Polizei am geben können. Wenn die Verwallung, nicht tn ^gangcncn Dienstag Hot di- Znftchr von Ge- Händen von Fachleuten liegt, wenn £eiamatmal mül-c unb Obst nicht beeintrüchtigt. Im Gegenteil, nickt rechtzeitig eintrifft wenn Lokomvttven, ^ute früh war der Markt starker denn je beschickt, Dampfer und Barken nicht repariert werden, so besonders auck mck Kirschen, die 1.80 Mark ist die ganze E istenz Sowjetrußlands aufs Spiel s P f u n d kvsteten. Mrn rech et in de-nt npch en gesetzt. Dre Bevölkerung wird noch ettwn Winter, | Xagen mit euict iveiteren Herabsetzung' der Obsd- wie der letzte war, nicht ertragen fönnen, rein un^ GEÜftVreise.

Heroismus der Arbeiter kamt st: instand setzen, die Qualen der Kälte, des Typhus, des Hungers fd. Kreuznach, 2. ^ult. Dte Arbeiter- -usw auszuhalten. schäft erzwang hier die H e r a b s e tz u ng d e r

Aus Cüina. Preise für alle Lebensmittel und Bedarfs-

1 , , . OQ artikel um 50 Prozent. Infolge dieses Zwan-

'^i? S» 9^ entwickelte die Bewohnerschaft, besonders F "an wütet ^ be'>m ^Jnst>lge^^sI aber auch die Landbewohner, eine außeror-

' terroristisch.^ Auftretens der Banden in den Be- dentliche Kaufkraft und deckten sich auf Mo- zirkeii von Hankau unternahmen die englischen, nate hinaus mit Lebensrnitteln und allen amerikanischen und jrpanischen Yangtsegeschavadei möglichen Gegenständen ein. eine gemeinsame Aktion. . I ---------

Peking, 29. Juni. (Wolff.) Nach einer Reihe Ä A ,

von Befprechiungen der gegnerischen Parteien ®CT StCUCTÖbjUQ DOÜl ist die Neubildung des Kabinetts so gut wie sicher- R-rlin 2 Juli (Wolff) Im ©teuer»!

-getollt. Cho ushu man wird MmisterPrSftdent, I u /'Rei^stages gab 6ei der Be-

bir bisherige C^ny un pe n her Anträge über den Steuerabzug Reichs-!

Kriegsmmcher. Man hofft baß das finawzminister Dr. Wirth eine Erllärung ab,

zeitig in Shanghai und Kanton Verhandlungen h^ßt'

Enun werde, um zu einem Friedensschluk -Nit worin » deck

bent ^üben zu gelangen. I bisherigen Bestimmungen lediglich diel

--------- ! Vorschriften der Paragraphen 45 ft. des Einkom-

ArL» dem Ucidßt« mensteuergesetzes ausgeführt, die das Prinzip der

^Steuererhebung an der Quelle ent- Ertr elNftty-rfret. halten. Trotzdem alle Mängel, die mit der Steuer

Frankfurt a. M., 2. Juli. (Wolff.) 2Bie erbebung an 'der Quelle verbunden sind, vom der Handelskammer Fvankfurt a. M. mit- Steuerausschuß der Nationalversammlung am | geteilt wird, sind laut Reichsanzeiger Nr. 142 vom erkannt und gewürdigt worden waren, hat man sich | 30. Juni Eier und E i p r 0 d u kte aller Art angesichts der furchtbaren Finanzlage des Reiches^ ab 1. In': einsuhrfrei: desgleichen die Zen-! hoch zu ihrer @infüf)rung entschlossen. Von diesem tralisatiorisverordnungen auf gehoben. wohl geprüften Befchlusse werden Sie auch letzt

wohl nicht zurückgehen können, denn erstens würde ein Steuerausfall eintreten, der so erheblich ist, daß das Reich ihn einfach nicht tragen kann, und zweitens würde, wenn wir die Durchführung der Steuergesetze in diesem wichtigen Punkte diirch- brechen, jetzt und tn Zukunft mit gefährlichen Steuersabvtagen gerechnet werden müssen. D i c erfolgreiche Sabotage der Steuer würde aber da s Cha0s bedeuten. Wird

Die LebensmiLlelteuerong.

Preise für wichtige Bedarfsartikel in den Jahren 1914 nnd 1920.

Zusammen-getollt unter ZugrmÄellgung der amt* llchen Prri:e in Leipzig und derMttteilnngen des Stansftsck-en Amtes der Stadt Leipzig".

Es kostete , Pfund Roggenbrot. . 1 Pfund Mehl, frei . .

jetzt der Steuerabzug nicht durchgeführt, so wärm tut für die nächste Zukunft der Hauptleidtragende nicht r . das Reich, sondern die Länder und Gemeinden g. 1 cj Ich weise darauf hin, daß die Bestimmungen über ^nV^rhen' daß sein Bericht über

Gültig zu Zahlende Einkommensteuer großer sein quellen verglichen wird , 5. ^r. iseorg wird eine sofortige Erstattung des zu viel erhöbe- «Funk,Das Bewegungsvermo^n bet Al- nen Betrages erfolgt. Die Zahl dieser Fälle roirb gn"; ß. Dr. phil. Helmut Becher, cand. aber, glaube ich, überschätzt. Eine Aufhebung des meb au§ Remscheid,Dte Entwicklung des Steuerabzuges würte, abgese^n von den mcht Mesoplacentariums'" tragbaren Ausfällen für den Fiskus, einen Verzicht | tfu>Ttr

auf eine vollständige Erfassung des Arbeitsein­kommens überhaupt bedeuten. Die jetzige Bewegung im Lmide gegen den Steuerabzug beruht zum großen Teil auf Mißverständnis der gesetzlichen Vorschriften, auf Unterschätzung der staatlichen Notwendigkeiten und auf einer völligen Verkennung der migeheuren Tragweite, die eine ©teuer) abotage gerade im gegenwärtigen Augenblicke für den Be-

l stand des Reiches, der Länder und Gemeinden haben müßte.

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schaftsversanimlung, die bcn otvett be)d/.JB, ftnro o'fxttc Einwilligimg des Betriebsrats statt. A.er Streik soll bis morgen nachmittag 2 Uhr dauern Aschrsfeiiburg, Offenbach, Darmstadt, etwa 40 größere und Ffeinrere G.'meinden und eine Anzahl don Weiten, die von. Telttugen mit Sivom txwrga meröen, sind für diese Zeit ohne elektrische Kraft

1914

April bezw. Mai 1920

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