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** Dte ®eer6tgnn<r unseres ver­storbenen Botanikers Herrn Geh. Hof- rat Professor Dr. Adolf Hansen fand am Diensta-g nachnrittag auf bart flauen Frieds .ftrrtl. Eine stattliche Trauerversammlung fand sich in der Kapelle des Friedhofes zusammen. Herr Professor D. Schian sprach am Sarge Worte des Trostes und der Erbauung, in denen er des Kerstvrbenen als eirws tiesreligiösen Menschen g> dachte. Der Rektor Se. Magnrfrzenz Herr Professor Dr Kalbfleisch sprach im Namen der Lan­desuniversität. Herr Professor Dr. Herzog wür­digte als Prodekan die Verdienste des Verstorbenen für Unterricht und Forschung-, er erinnerte an die Stiftung Adolf Hansens auf dem Gebiete der Pflanzenphysiologie, seine Forschungsergebnisse, zu welchen ihn seine Beschäftigung mit den Meeres­algen führte, sein lebhaftes Interesse an allen Fragen der Pflanzengevgraphie und fein ein drin- des Studium alles dessen, was Goethe für die Naturwissenschaften und insbesondere für die Bv- tamf geleistet hat. Im Namen des Botanischen Instituts fegten Herr Geheimrat Prof. Dr. Sie­vers und im Namen des Gartenpersonals Herr Inspektor R e h n e l t Kranze aus Blumen des Bo­tanischen Gartens nieder. Im Namen der Studen­tenschaft sprach stud. Störicke, sind. Spieß, Vertreter der Gießener Pharmazeutenschast, bildet,' den Beschluß.

** Oberhessischer Kun st verein. Zur Ausstellung der hessischen Künstler wur­den noch Orig.-Radierungen von Heinrich, Otto Düsseldorf und von unseren einheimi­schen Künstlern W. Barthel, H. Steinbach einige Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnun­gen neu ausgestellt. Die Ausstellung ist täg­lich, außer Samstags, von 11 bis 1 Uhr ge­öffnet.

**Der Gießener M arkt war heute morgen gut befahren. Kirschen und Heidelbeeren fehlten tedoch fast ganz. Einige Zentner, die von der Stadt ui 2 Mk. verkauft wurden, fanden schnellen Absatz. Die Stadt wird Lich <ur den nächsten Markttagen Obst zum Verkauf bringen. Auf das seit mehreren Tagen verbreitete Gerücht, daß Plünderungen be­absichtigt seien, war der Markt von einem starken Echutzmannsaufgebot überwacht. Tatsächlich kam es auch zu verschiedenen Gruppenansammlungen, unter denen gehetzt wurde. Die Gruppen konnten jedoch durch gütliches Zureden zerstreut werden.

** D ie Lebensmitteltabelle für bk1 Woche vom 5. bis 11. Juli ist im Anzeigenteil der Heutigen Nummer veröffmtticht.

** lieber die Ausgabe von Brenn­holz u nd Kahl ende zug s karten finden sich im Anzeigenteil zwei Bekanntmachungen, auf die wir hiermit Hinweisen.

** Wäschediebstahl. Von einer außer halb eines eingcfrichigten Gartens aufgehängter Wälche wurden verschiedene Windeln und Ein schlagtücher, gez. v. H. u. Nr., gestohlen.

** Steuer von staatlichen Zuschüs­sen. Stempel- und Gebührenfreiheit ist für die Ge Währung von BauGjftenzuschüsien bei den Eintra­gungen in das Grundbuch und die Schuldschein^ vorgesehen, die die Darbechnsempfängcr auszustelle haben. Die bcfeiligten Zentralbehörden haben abe

«nyanax'i, ueö Die Befreiung nur im Gnadenwege erfolgen könne. Ein gnadenweiser Erlaß dieser Ge­bühren komme jedoch bei Gemeinden nicht in Frage, weil für diese die nicht erheblichen Kosten Leine un­billige Belastung bedeuten. Zur Herbeiführung einer Verringerung der Strmpelgebühren bei Zahlung von Darlehen auf Baukostenzuschüsse hat sich aber der Minister für Volkswohlfvhrt damit einverstan­den eröärt, daß das Darlehen gegen Quittung an den Bauherrn unmittelbar zur Auszahlung gelangt, wenn die Gemeittde oder der Gemeindeixwband für die Tarlehnsrückzahlung die selbstschuldnerisch Bürgschaft übernimmt. Dann mürbe die Ausfer­tigung eines Schuldscheines und damit der Stempel nach Tarifstelle 58 fortfallen und für die Berstem- pelung der Beurkundung der selbstschuldnerischen Bürgschaft die Darifstelle 59 angewandt werden.

** Gießener Hausfrauenverein. Der Verband Deutscher .Hausfrauenvereine, dem auch der Gießener Hausfrauenoerein angegliedert ist, will sämtliche Hausfrauen in einer großen Be­rufsorganisation zusammenfassen. Die Hausfrauen­arbeit soll als Berufsarbeit anerkannt werden. Bisher ist dies nicht in einer der wirtschaftlichen Bedeutung der Leistungen unserer Hausfrauen ent­sprechenden Weise geschehen. Zwar ist es dem Ver­band gelungen, zwei Plätze im Wirtschaftsparla­ment für seine Vertreterinnen zu erlangen, doch diese kleine Zahl genügt nicht. Darum müssen sich die Hausfrauen überall zusammen schließen, um eine ausreichende Vertretung zu erreiefen. lieber diese Fragen wird Frau Krauß, Kassel, Donnerstag den 8. Juli, abends 8V< Uhr, in der Neuen Aula sprechen.

** Dor Evang. Arbeiterverein veranstaltet morgen Sonntag in Gemeinschaft mit dem Evang. Gesellenverein Wetzlar einen Familien ausflug nach dem Jagdschlöß­chen Dutenhofen. (S. Anzeige.)

** Dämon der Welt. @in Film in der ähnlichen, vielleicht größeren Aufmachung wieDie Herrin der Welt" gelangt von heute ab in den Lichtspielen Seltersweg zur Vorfüh­rung. Der Inhalt, der teils kriminell und sensa­tionell, teils tragisch ist, befriedigt and) den ver­wöhntesten Besucher und wird den gleichen Erfolg haben wie der FilmDie Herrin der Landkreis Gießen.

-m. Inheiden, 2. Juli. Teuer zu stehen kam einem Hundebesitzer ein nächtlicher A u s- slug seines Hundes. In einer der letzten Nächte bemerkte eine hiesige Einwohnerin, nach- xm sie durch ein Geräusch im Hofe aus dem Schlafe aufgeschreckt war, einen großen Hund vor ihren Hasenställen. Sie begab sich in den Hof und wußte mit Brot den Hund in einen sicheren ^fewahrsam zu locken, wo sie ihn einscAoß, da sie nichts Gutes atynte. Zu ihrem Schrecken machte ie hierauf die Entdeckung, daß der Hund eine alte Häsin und mehrere Junge totgebissen hatte, ckls die Frau am andern Tage von dem Fehlen ?me8 Hundes in einem Nachbarorte Kenntnis -rhielt, ließ sie den Besitzer kommen, dem sie .ebenfalls eine sehr gepfefferte Rechnung über ihre oben Tiere vorlegte.

Meis Lauterbach.

Nrur Eisenerze in Oberhessen.

O Schlitz, 2. Juli. Seit einigen Wochen ioerben von der Zeche Luisa in Ober-Ohmen im

benachbarten Eisenberggcbiet Probeschürfun­gen nach Erz ausgemhrt. Tic Arbeiten zeigten bisher ein günstiges Ergebnis, da sie stark cifen- haltige Steine zutage förderten.

Kreis Friedberg.

O B n tzbach, 2 Juli. In seiner letzten Sit­zung beschloß der Gemeinde rat, daß die von Staat und Reich zur Verfügung' ftebenben Bau Zuschüsse in Höhe von 210 000 auf alle Falle!vevwendet und die Erbauung von Wolnuut- gen ausgeschrieben tverden soll. Man denkt an eins ober mehrere Häuser aus Schlucken ob« Back steinen. Hiesige Unternehmer n>erben zum Mitt bewerb aufgefordert. Die Wohnungsnot ist recht groß am Platze. 50 Familien suchen gegenwärtig Wohnungen. Schlimmer noch als bie Wohnungs­not sei das Wv hnun g seiend, wie verschiedene Sladtvenorbnete im Verlaust der Aussprache her- vorÄoücn

Kreis Wetzlar.

O Hochelheim, 2. Juli. Am vergangenen Sormtag feierte unser Turnverein, von herr­lichem Wetter begünstigt, sein 15. Stiftungsfest. Außer unserem Krieger- und Gesangverein hatten 13 auswärtige Turnvereine der Einladung Folge geleistet. Um 2 Uhr bewegte sich ein langer Fest- zug durch bas Dorf zum Festplatz aus der Gänse weide. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden Joh. Engel und einem Siebe bes Gesangvereins traten bie Turner zu Freiübungen an unter Leitung des Turnwarts Joh. Reitz. Die Hebungen sowie bie Leistungen an Reck, Barren, Pferb und Sprung­geräten unb bie Ballspiele fanden reichen Beifall.

Hessen-Nassau.

f1 Marburg, 2. Juli. Bei Sterzhausen überraschten Feldeigentümer Leute, die unbefugt mit dein Dreschen des Samens aus dem Felde beschäftigt waren. Sic mußten sich jedoch zurück­ziehen, weil die Felddiebe Schüsse abgaben und einen Mcnrn dabei verwundeten.

s I Marburg, 2. Juli. In der Nähe von Cappel wurden in der Lahn eine große Menge verendeter Fische gefunden. Jedenfalls ist dort mit Explosivkörpern gefischt worben. Erhe düngen sind im Gange.

si Marburg, 2. Juli. Unter gewaltiger Beteiligung der oberhessischien Lanbiugend, die sich auf diesen Tag schon das ganze Jahr freut, wurde heute dec althistorische MarburgerKirschen- markt abgehalten. Sobald Kirschen Verkäufer auf­tauchten .wurden sie von den buutgetTcibeten klei­nen Jahrmarktsgästen scharenweise umlagert und in wenigen Minuten war ausverkaust. Das Pfund Kirschen kostete 2,05 Mk.

Mrche und Schule«

"(P L i ch, 2. Juli. Das Hess, evangelische Sonn­tagsblatt bringt in seiner letzten stummer aus be­rufener Feder ein ausführliches Lebens- und Sck»f- sensbild über den int Frühjahr verstorbenen Kir­chenrat unb Stiftsdechptten Otto Klingclhäf­fe r, der als ein hervorragendes unb einflußreiches Glied ixs hessischen Pfarrerstandes über 50 Jähre im Dienste Irr Kirche gestanden. Otw Klingelhöfstr war als Sohn des Justizrats August KlingÄhöfstr ein geborener Gietzener: sein jüngerer Bruder lebt heute noch als Generalleutnant in Gießen.

In jungen Jahren war der Bevewigte noch Besuch des Gymnasiums und der Untoeriität in Gießen und des Friedberger Predigerstminars mHamburg, Lang-Göns (wo er am 27. Juli 1870 dm zkpstas- bußtag anorbnete), Butzbach, Burtscheid bei Aachen ttmb Altenkirchen bei Hohcnsosms tätig, von wo er int Jahre 1877 vorn Fürsten zu Solms-Lich als zweiter Stistspfarrer nach Lich berufen wurde. Hier Wirkte Otto ftlingcfböntr über 40 Jähre im unter- brockten segensreich im Pfarramt, seit 1891 als er wer Pfarrer und StiftÄechant. Außerhalb der ordnungsmäßigen Amtsarl»eitcn crroe.tcrte sich seine Tätigkeit durch den Unterricht in der Präparcuueu- anftalt unb die nicht geringe Tätigkeit im Vorstände des Arnsburgec Rettungshanses. Außerdem war die Einführung der Kinderkirche, die in diesen Tagen ihr25jährigesBcstehenfeiert. sein Werk., Otw Klingelhöfstr war Mitglied bei 'JäcbernröUitäbtcr Konferenz unb ein gern gesehener Gast der lutherischen Konferenz in Grünberg.

Sport.

'Wettkämpfe bet Universität Gießen Am 3. unb 4. Juli finden in dbesem Semester bie Wettkämpst ber Universität statt. Samstag nachmittag 6 Ubr ist Wettschwimmen in der Anstplt bes Männcrbad-Viweilts, Sonntag nach­mittag 4 Uhr sind bie Hauptkümpfe in Leicht- attstctik und Fu^all auf dem Sportplatz an der Rvdheimer 'Straße. Vor allem bie Stofstlläufe, zu benen die meistert Korporativiren genu-tbet haben, versprechen interessante Kam pst. Dem Fußball- kämpf 'stehen sich die Mannschaften des Äladeini- schen Sportklubs unb ber aLrdemischen Abteilung des Vereins für Bewegungsspiele gegenüber, zwei gleichwertig tgutc Mannsthaswn, berat Zu^ammen- treffen spairnende Kämpfe erwarten läW.

Spielpla» der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 4. Juli: Die ersten Menschen. Montag, 5: Der Bettelstubent. Diens­tag, 6.: Figaros Hoheit. Mittwoch, 7.: Aiba. Donnerstag, 8.: Tie toten Augen. Freitag, 9.: Cavalleria rusticana. Hierauf: Der Bajazzo. Samstag, 10.: Die ersten Menschen. Sonntag, 11.: Fidelio. Montag, 12.: Ter Bettelstudent. Dienstag, 13.: Tie ersten Maischen. Sonntag, 14.: Undine. Donnerstag, 15.: Tannhäuser. Frei­tag, 16.: Die Rost von Stambul. Samstag, 17.: Tie Meistersinger von Nürnberg.

« Deutschen Schutzbund Annahmestelle:

Geschäftsstelle dieser Zeitung

tflF-Im Interesse der vielen Bruckleidenden sei an dies. Stelle nochmal ganz besonders a d. Inserat des Hrn. Ph. Steuer Sehn in heutig. Nr. hingewiesen."

Lichtspiele Ssltersweg Ngmnn rior Walt oasSchicksaiÄarMortc» Ö

Ab heute der große Sensations-Fortsetzungsfilm WS ö w Wfil WS W w WS V ® 6 Akte g Akte. iöf

August Biehl Rosa Biehl geb. Bessert

Vermählte

Gießen (Drandgaffe 6), 3. Juli 1920.

Brich Völker

Oberleutnant ber ftaatl. Polizei Duisburg Oberleutnant a. D. llnfant.-Regt. Nr. 116 u. Frau Annelotte geb. Sievers zeigen hiermit ihre Vermählung an

Dießen, den 3. Juli 1920.

n 11 n r 11 r rt r 111«- - - n 111,,, 7, r r. T, t,, |t T1, 9,'^

Statt Karten.

Ihre Vermählung geben bekannt

Deterinärarzt Willy Mehl Frau Kathy Mehl geb. Schneider

Lang-Göns Dießen

| Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen

Adolf Kramer und Frau Emilie geb. Rau

Aumenau Gießen

Juli 1920.

......... r'-'itiiT

iSa aller Sri

wert die Brikische Üniv.-Dreoeerei, B. Lange, fließe»

Statt Karten.

Tilly Schmidt

Michael Kretz

Verlobte

Gießen, 4. Juli 1920.

OtlTOI

Statt Karlen.

Rosa Sundheimer Julius Pfeffer

Verlobte

Offenbach a. M. Gießen

| Statt Karten.

| Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Henriette Simon Bernhard Theisebach

| Großen-Linden Ebsdorf

| bei Gießen bei Marburg

Juli 1920.

1 . oy«?«

Stott Karten.

Clara Bareitz Georg Lind, Rechtsanwalt

Verlobte

Heidelberg Grünberg

Gießen (Heffen)

Juli 1920.

.............-.........................................

Statt Karten.

Manschen Schmidt

Heinrich Dröge

Verlobte

Großen-Linden, im Juli 1920.

...........................................................

Statt Karten. |

Maria Spies

Ludwig Engel

Verlobte

Großen-Lmden Lützellinden

Dezi.nattnnd UM,

Tafelwaagen MU SSftßffä

k. R-hsmcii.

fioniumotrtiii ll Watztuborn t. k. m. b.

in Liquidation.

Der Konsumverein II Watzenborn e. ®. m. b. H. ist lt. Beschluß der außerordentl. Generalversammlung vom 24. April 1920 am 1. Juli 1920 in Liquidation getreten.

Wir fordern deshalb alle Gläubiger auf, etwaige Forderungen an die Genossenschaft geltend zu machen. Konfunwtrein II Wafcenborn e.S.m.b.h.in Liquidation.

Die Liquidatoren:

I. Günderoth. Gg. Fung IV. 7,,. Meiner verehrten Kundschaft zur Kenntnis, daß ich » Ä WcijMbttti, «euftfli)t59p. na» Rodheimer Str. 41 verlegt habe und empfehle mich bestens im Gerben sämtlicher Häute n. Felle. Sveztoltrat: Pelzfelle: Kanin, Fuchs, Marder ufro. Schuhleder: Boxkalf u. Chevreau. Chromleder für Riemen und technische Zwecke, Transparent- und Futterleder.

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