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Erstes Blatt

170. Jahrgang

«mutig:

des

5. September M

Staaten ftattfinbet

men Anordnung!» t Gemeindebehörl» ickt rechkzeili) ober unvollslänch erl>alb bet von bfi ngsamt bestimmt Mieter überlaß.

1920. tuselk.

.ul' Grund der 6i- iirt;d)ait§amld vo» 13547 -lüri* ifcer 1920, iml Tu-

i-Sleinberg.

wesenden Japaner sich naturalisieren lassen tonnen, vorausgesetzt, daß keine weitere Ein-

ifu» öcm Ueiche.

Der preußische Minister Levcring g!gen die Lrne ch.

Berlin, 1 .Nov. (WTB.' Der Minister

Innern, Severin g, erklärt in einem

gsberechiigi'u füi i^^net und bmuu 1 W aus Anruicr. a l- Tüt den An- cktcil zu bejürtiti abzcschloism, nm >m ölieteinijung«' druck erhebt.

e Gemeindebehördi gilt und berecklix nter zu verminen

Danzig.

Danzig, 1. Nov (Wolff) Am SamStag trat hier ßolg-ndeS Tel^ cmrm ler Danz g r Tele» galion in Paris ein: Die Bo tchrftcr.lon;evarz be­hängte der 2-cb?g>itirn schrif lich, daß wesent­liche Purckle des Vertrag.entwuifs der B-.'t- sck'aflerLonferenz nicht mehr diskutiert wer- i>cn dürfen und das; auch in den Nebenpunktcn keinerlei Bermwerirngen vorg^uvmmcn werden sollen, die nicht die Genehmigung der beiden Par­teien finden.

gesetzt wurde und die 5treitfräfte des gesamten Deutsctien Reiches aus 100000 levrbgesctzt werdet« sollen. Ihr Vertrag mit Belgien, den beim Bölterbund ein tragen zu lassen Sie sich groctgcr; halben, «nacht dieses Land zu em>rs, das ,"id) von iirem französisch.n Pvotestooat ne.irg ur.te.fdxv.'ct.

Ein 'osten zugcgchenes Ziel ist die Oeirnung der Schelde: bie'e Lefnung würde Antwcrpen y« cinein mächtigen Fb-nten st.ltzpunkt ma ei."

O^ardiner sähet bann fort:Ihre Politik führt zu einem unvermeidlrchen Brucl> mit Großbritannien und Italien und y; einer dauernden aktiven F.emrd'clxftl y.midrn Grn- inanen und Slawen. Ihre Politik ist ter Tddes- wc g für alle: sie führt zur allgemeine.! Anarän- und Auslsung. Tie Gesd-äte Europas ton,-en rtid>t werter fortgeführt werden, indein einer dem andern den Sols abschneidet: sie können nur fort-- gesetzt werd««'. >oie atic andern Gesd-ä'te: bnrd) g-g-nscitige Unterstützung und frenndsd-astlich n Kleist. Dve Zeiten des Halsabschneidcns ftnb vor­über!"

*(Ntne von bt. ^.ZNigtt 8k. iU.ällig.

We«ebcnihrn 'uptlrohuunguch - Uts §Ä bet ncn »egen &

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vor der präfibentenwahl in Amerika.

Am nächsten Dienstag, alsam ersten ustenStag nach dem ersten Montag im No^ rember", wird die Präsidentenwahl in den bereinigten Staaten statt finden. Gleichzeitig narben das Unterhaus des Kongresses (das Repräsentantenhaus) und ein Drittel des Se­nats, 32 Senatoren, neu gewählt: außerdem 'm bet eine große Zahl von Staats- und Mtischen Wahlen statt. Im letzten Kongreß jiben die Republikaner in beiden Häusern Hne Mehrheit gehabt, im Senat allerdings ine sehr kleine.

Die Anzeichen sprechen dafür, daß der kpublikanische Kandidat Harding aus der Iahl als Präsident hervorgehen wird, trotz­dem er als Persönlichkeit keineswegs bedeit- -ender ist als sein demokratischer Gegenbe- loerber Tor. Im Gegenteil: von den beiden ist Cox unzweifelhaft der geistig regsamere, behendere, der Mann mit dem weiteren Ge- sijtskreis: er ist auch nicht so fest und un- löslich an die Parteimaschine gebunden wie harding, der wiederholt öffentlich erklärt, ja nachdrücklich betont hat, er sei ein Gegner ,chies jedenpersönlichen Regiments": nach seinem Dafürhalten dürfe nicht ein einzelner hi5 Land regieren, dazu habe nur die Par­tei das Recht. Die Nominierung Cox' im stuli d. I. wurde vielfach sogar als ein Ab­fall von der Parteimaschine betrachtet: denn rtan wußte, daß Tox (damals!) mit dem lPeißen Hause und mit demWash/ngto)t- ^lang" nicht in Fühlung gestanden fyatte: es hieß sogar, daß Wilson über die Aufstellung Tvx' sehr mißvergnügt gewesen sei. Seither hat der demokratische 'Kandidat sich dem Präsidenten und seinem Standpunkte in der ffrage des Versailler Friedensvertrages und be$ Völkerbunds nicht nur eng genähert, sondern er unternahm es bis vor wenigen tagen auch, sich mit diesem Standpunkt und her Politik Wilsons im allgemeinen völlig il identifizieren. Vor ganz kurzer Zeit erst at er aus der Tatsache, daß dieses Zu-

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flössen gegen Cox austreten.

Zugunsten Cox mag vielleicht in die Wag- ufcale fallen, daß der republikanische Kandidat darding, namentlich in den letzten Wochen, ine Reihe böserblunder" begangen hat, aus taten die demokratische Parteileitung und Lsx selbst möglichst viele Vorteile zu ziehen ^suchten. So seine Behauptung, Frankreich hbe sozusagen offiziell bei ihm angefragt, n als Präsident bereit sein würde, dahin zu toirfen, daß Amerika sich an die Spitze eines , m zu gründenden Völkerbundes stellen I teürbe, der natürlich ganz anders geartet sein Tüffe als der Wilsonsche Völkerbund. Diese j ^vorsichtige Behauptung mußte er sofort I »ieber fallen lassen, da nicht nur Wilson, son- I b<rn auch die französische Regierung ihr ener- I'sch entgegentrat. Solcher Fehler hat Hacoing rrch noch andere gemacht: er ist nicht «onder- -ch geistesgegenwärtig, beherrscht das Gebiet Cfr auswärtigen Politik, das Wesen der inter- ff rationalen Diplomatie nur in sehr geringem pm fange, trotzdem er als Senator dem Aus­guß für auswärtige Angelegenheiten angs- titt. In der amerikanischen Wochenfchrtft -Icew Republic" war einmal zu leien, im Dierikanischen Senat gäbe es nur 6 Männer, etwas von auswärtiger Politik verstun- vrn.) Aber alle diese Fehler Hardings wogen i wiegen leicht im Vergleich zu den schwe-

Hemmnissen, die sich dem demokratischen Kandidaten entgegenstellen. (Man denke, ab- Ffeheu von allem anderen, nur an den Hatti- ^kandal.) Sogar der Umstand, daß William siandolph Hearst sich dieser Tage für Cox er­wart und seine sehr zahlreichen Leser aufgeforx hat, für Cox zu stimmen, dürfte dieies Erhebliche Minus zuungunsten Cox' bei wei- rrm nicht ausgleichew

Es wird dem republikanischen Kandi­daten vermutlich wenig schaden, daß er in der Frage des Völkerbundes, die nun einmal von den Leitern der beiden Parteimaschineu in den Vordergrund des Wahlkampfe-' gerücki worden ist, ebeiisowenig eine feste Anschau­ung, eine ehrliche Ueberzeugung aufzuweisen hat, wie Cox. Dieser hat feinem republika­nischen Rivalen vor einigen Wochen nachge wiesen, daß er (Harding) bisher in seinen Campagne-Reden nicht weniger als 13 ver­schiedene Standpunkte zur Völkerbundfrage eingenommen hat. Es mögen einige weniger als 13 gewesen sein, darauf kommt es aber nicht an.

Weder Republikaner, noch Demokraten l)aben der Wählerschaft bestimmte Ansichten, fest umrissene Programme zu bieten gehabt. Keine der beiden Parteien ist näher auf die dringenden inneren Probleme eingegan- gen, für die das amerikanische Volk jetzt allein Interesse hat. Beide Parteien, beide Kandidaten sind vielmehr diesen Problemen sorgfältig aus dem Wege gegangen. Beide Kandidaten haben ihren Wahlfeldzug haupt­sächlich in der Richtung geführt, daß sie die andere Partei, den anderen Kandidaten in der öffentlichen Meinung möglichst herab- zuwürdigen suchten. Trotzdem scheint das amerikanische Volk in seiner großetz Mehr­heit für den Republikaner stimmen zu wollen.

Paris, 1. Nov. (WTB.) Aus Wa­shington wird gemeldet: Der Wähl­te l d z u g , der in den letzten Monaten mit besonderen Heftigkeit geführt worden ist, bat gestern Abend fern Ende gefunden. Jede 6er Parteien behauptet, daß ihr Kandidat die Mehrheit der. Stimmen (532 Stimmen) erhal­ten werde, die zur Sicherung der Wahl not­wendig ist. Senator Hardrnge und Gou­verneur Cox führten eine der nachdrück­lichsten Wahlkampagnen, in deren Verlauf sie in Hunderten von Ansprachen vom Stillen Ozean bis zum Atlantisck)en Ozean das Wort ergriffen. Ihre Redei; nahmen am letzten Tage einen persönlichen Charakter an, auch in der Frage des Völkerbundes.

Die Zeitungen sagen einen sicheren Sieg Hardings voraus, obwohl man keine große Mehrheit erwarten könne, denn es trat in den letzten Wochen zweifellos ein Um­schwung zu Gunsten Cox' ein, der zum größ­ten Test auf ein Schreiben Wilsons an Cox znrückzuführen sei und in dem dieser dem Gouverneur Cox seine vollste Unterstützung zusage. Die Zahl der^eingeschriebenen Wähler ist größer als jemals und das Wahlergebnis wird erst spät bekannt werden.

ltt. 258

Der Sietzcllti ofaänt täglich, außer Sonn- und Feiertags.

Bejugspmfe:

Dlonatlich Mark 3.60 .«ZMk.-SoTrägerlohn, oierieljuu l-chMaik 1080 andMk.I.95Trägerlohn: durch die Post viertel- ährUch Mark 12.- rusichlietzlich Bepellgeld. -r,rnipr eck-Anschläge: Ar die Schrift lettung 112; Verlag,GeschLftLsteäe 51. Hn|*rift für Drahtnach- ichte* Artiger Sietzen.

posttchealvito: jronffun a. M. 11685

Dienstag, 2. November 1920 Annahme von Anzeiger für d e Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Perbindllchkcit. Sreis für 1 mm höhe für »zeigen v. 34mm Breite

«in englischer Brief üder Zranireichs militärpo i!if.

Amsterdam, 1. Nov. (Wolff.l In einem offenen Brief an Poincarö, der nach Ansicht der Engländer den ..mächtigsten persön- fteben Einfluß in der französischen Politik" habe, schreibt Gardiner in derDaily 9lero§' :Tre Politik in Paris, für die Sie vielleicht mehr als andere Personen verantwortlich sind, hat über die Poli:ik tim Washington triumphiert. Der Haupt- gtoed Ihrer Poli.il ist ei-rfach, nämrich bie wirtschaftliche und politische Zer­stör u n g Deutschlands. In ganz Europa haben Sie dieses Ziel verfolat nnt Geichrcklichkert, Kühnheit, Energie, die ebenso glänzend wie ver­hängnisvoll und kurzsichtig ist. Aus der einen Seite wird Deutschland unter der Drohung einer schrankenlosen Entschädigung gehalten, »vodurch seine finanzielle Wioderherstellung so gut wie aus- geschlossen ist, aus der anderen Snte wird eS mit dem Raub der Quellen seiner nnrtschastlichen Kraft bedroht, die es chm ermöglichen würden, eine vernunftme Wiedergutmachung zu leisten. Bon seinen drei Ko h l e n g ebi e t en ist ihm eines genommen. Im Falle Oberschlesien arbeiten Ihre Militäragenten unaufhörlich, um zu erreichen, daß Oberschlesien an Polen fällt. Im Falle des Ruhryebietes ist Ihre offen zugegebene Polittk, das Ruhrgebiet mit Ihren Heereii m beictzm. unb es SBertyniq für de politische Zerstücklung Deutschlands zu gebrauchen, für die Absonderung einer süddeutschen Konföderation unter französi­schem Protektorat. Die deutsche B-.kernng Alt- Oesterreichs wird in Bruchstücke zerteilt und zur Verarmung und Unterdrückung verurteilt, um eine Vereinigung mit einem Volke einet Sprache und Rasse zu verhindern, die Oeiterreich wünscht. Zugleich mit der fßerfolaung di ei es Zieles, Teuisch- land mit Gewalt niederzuhalten, bauten Sie das aus, was dieNew Republu: den

frechsten Jmperiolistenplan, «eitdcm das AU- deutstdtu'in feinen Zenith crreidxt-', gcnaint^ tat. Ter Kontinent wird mit Ihren militari­schen Allianzen und SÄvärmen JwerMr- [itärmifftonen ültrfät. Tv nxm»o tfd» P- fitiT bat Pvlen zu dem wähnsrnnigen Impermus- mns ermutigt, der bi? Aus'ich'en d ^.e^un^lck- licbcti Haides vernichtet. Die wa"-)!'sche P->rtiI untz-tstützü Wrangel und mit Rußland unmöglich. Tv gn.^ßen W^t nsabrr- ?en von S k o d a sind unter V«^si^er^tvo^ ! Ungarn ist 'letzt ein Birrpo ren Militar- wste^is- man läßt ihm 350000 Morn, watrrnd f dos österrrichische Heer m4 30 000 Mann bejab-

immengehen mit und fern Eintreten für lie Wilson Politik seinen Aussichten außer­ordentlich schade, die Konsequenzen gezogen rnö sich von Wilson getrennt. Diese Ein­sicht ist aller Wahrscheinlichkeit nach zu spät celommcn. Die persönliche Unbeliebtheit Wil­sons, die schon in den Versailler Tagen deut- lich zutage trat, die seither durch seine 'Rümpfe mit dem Senat, durch seine in­folge der Krankheit aufs höchste gesteigerte Eigenwilligkeit und Willkür sehr erheblich mgenommen hat, war sicherlich der stärkste lxmmschuh auf dem Wege, der den demokra­tischen Kandidaten ins Weiße Haus führen sollte. Ein weiterer Fehler, den Cox beging, h>ar seine beinahe zur Gehässigkeit gesteigerte isiindseligkeit gegen die Deutsch-Amerikaner. 5t rechnete unzweifelhaft damit, daß der haß des amerikanischen Dolles gegen alles Rutsche seine Wahlaussichten steigern würde, falls er sich möglichst schvoff gegen das Äkutsch - Amerikanertum wendete. Das t>utsch-Amerikanertum wird ohne Zweifel ge-

Ein neuer Märtyrer für die irische Sache.

Rotterdam, 1. Nov. (WTBI Der Nientoe Rotterdamsche Courant" meloet aus London: Der 19jährige Student der Medizin, der in Dublin wegen Teilnahme an einem Angriff auf die Polizei zum Tode verurteilt worden war, ist beute vormittag gehenkt worden. Man fiept in ihm einen neuen Märtyrer für die irische Sache. Gestern abend beteten tausende vor seinem Gejäugnis.

-tus Irland.

London, 2. Nov. (WTB.) Zur Vergeltung von Angriffen auf die Polizei wurden gestern Abend in verschiedenen Ortschaften Jrlan ds scharseRepressalien ausgeführt. In Tralee wurde die Landcshalle niebergebrannt und zahl­reiche Geschäftsläden durch Bomben und angelegtes Feuer zerstört. In Bungannon (Ulster) wurden zahlreiche Läden geplündert und demoliert. In Tipverary wurde die Ortschaft Ballyduft tellweq'e zerstött.

Die bolschewistische Gssensin« gegen wrangel.

Konstantinopel, 1. Nov. (WTB.) Bolschewisten haben auf der ganzen Front die Offensive ausgenommen. Die Truppen Wrang eis müssen sich zurück­ziehen ; sie haben Berdjansk und Alexandrowsk geräumt.

Unruhen in Moskau.

Helsingfvrs, 1. Nov. (WTB.) Man bestätigt, daß in M o S ka u s ch w e r e Un­ruhen ausgebrochen sind. Mehrere rote Re­gimenter sollen gemeutert haben. Die Regie­rung in Moskau mußte aus Petersburg bolschewistische Detack-ements zur Wiederher­stellung der Ordnung herbeirufen.

Rußland und England.

London, 2. Nov. (WTB.) Krassin hat gestern dem britischen Auswärtigen Amt die Abschrift einer Note der Moskauer Re­gierung zugestellt, worin dagegen Einspruch erhoben wird, daß brittsche Kriegsschiffe Be­fehl erhielten, die p v l s ch e w i st i s ch e n U-Boote im Schwarzen Meer und in der Ostsee anzugrerfen, da sich die Moskauer Regiernny nicht als im Kriegszu­stand mit Großbritannien befindlich be­trachtet. _. ,.

Eine andere Note protesttert gegen die Streifzüge von Balahowitsch und Petljura in Weißrußland und der Ukraine und verlangt, daß die englische Regierung die Opera­tionen der Genannten nicht unterstütze oder begünstige.

10 000 Armenier niedergemetzelt?

London, 2. Nov. (WTB ) In arrnenislhen Kneifen Lvndcms ist cm Telegramm aus Marsivan vom 27. Oktober eingegangm, das meldet, daß Hadichin gefallen ist. 10 000 Armenier du den türkischen Nationalisten seit März 19^0 Wider­stand geleistet haben, wurden niedergemetzelt.

Japanische Forderungen in Washington.

London, 1. Nov. Reuter meldet aus Tokio: Ein japanisches Blatt meldet, daß der iapanische Botschafter in Washington am 7. 11. der amerikanischen Negierung einen formellen Protest gegen den japan- feindlichen Gesetzentwurf bett, den Besitz von Immobilien überreichen soll. Der fragliche Gesetzentwurf befindet sich augenblicklich bei der kalifornischen gesetz­gebenden Körperschaft in Vorbereitung. Der japanische Botschafter werde ferner ersucht, ein vorläufiges Abkommen zwischen Japan und den Bereinigten Staaten zu schließen, das hauptsächlich darauf hinausläuft, daß die bereits in den Vereinigten Staaten an-

örlhd) 35 Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz, vorschritt 20u ? Austcklag. Hauptschristlelter: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinvolb Zenz: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

Erlasse an die Oberpräsidenten, Regie­rungspräsidenten und Polizeipräsidenten die Betätigung und Wirkung der Organisation Escherich für eine immer mehr wachsertde G e- f a h r für die öffentliche Ruhe, Sicherhcit^und Ordnung. Die von der Presse erwähnte Stel­lungnahme des I u7t i z m i n i st e r s , der in einem Gutachten erklärt hat, vom juristischen Standpmikt könne gegen die Orgesch nicht eingeschritten werden, fei nicht endgültig. Der Minister des Innern toeroe ihm werteres Ma­terial .übermitteln. Jitzwlscheit sei ein so­fortiges Eingreifen, wenn nicht schweres Un­glück eintteten solle, geboten. Selbstverständ­lich solle ebenso wie gegen die Orgesch auch gegen alle auf entgegengesetztem Boden stehenden Verbände und deren 23eräffent* lichungen vorgegangen werden.

Die Zusammensetzung des Mctzlstrats von 23er in.

Berlin, 1. Nov. (WTB.) Wie die Blät­ter melden, erhielten Löwe n st e i n und Eichhorn nicht die Bestätigirng als MitglieLer des neuen Magistrats von Groß- Beriin.

Pläne der U.S.P.

Berlin, 1. Nov. LautFreiheit" hat die Zentralleitung der U. S. P. D. bcfchlossen, 23ertreter von revolutionären sozia- listischen Parteien der ganzen Welt, die aus der zweiten Internationale ausgetreten sind, zum 5. Dezember zu einer Konferenz nach Vern einzuladen.

Neue Parteifpaltungen in Frankfurt a. M.

fd. Frankfurt a. M., 1. Nov Der Auf­lösungsprozeß der U. S. P. .und K. 91. P. T. zieht immer totvert Kreise. Seit ein hm Tag n frnben unter dem Vorsitz von dem ftül>eren Reichstags­abgeordneten Otto Rühle Verhandlungen statt, in denen die Grundlage »ur Bll düng einer neuen Par­tei geschaffen werden soll, die wahrscheinlich ein Mittelding zwischen den K. 91. P. D. und zwischen der U S. P darstellen wird Tie 3 International kommt nach Erklärungen Rüdles für die neue Par­tei unter keinen Umstänoen in Frage, dr 3iühle den Aio.'kaum: Kongreß, als er die unbal bnat ntzrt- schafllid>en und politischrn Zustände Sowjet Rn^ lands aus eigener 9lnschmmng kennen lernte, flucht­artig verließ.

Streik in den Berliner Vorsigwerken.

Berlin, 1. Nov. (WTB.) In den Ber­liner Vorsigwerken sind seit etwa 14 Tagen die Facharbeiter ausstän- d i g , weil die Direktion die neuen Lohnforde­rungen nicht bewilligen äu können erklärt. Infolgedessen ist die Führung deS ganzen Bettieb^s mit 5000 Arbeitern derartig be­einträchtigt, daß der Bettieb heute abend gesch lv ssen wird.

Streik in Halle.

Halle, 1. Nov. (Wolff.) Tie Magistrats- Hilfsangestellten uno städt:schm Arbeiter nahmen gestern in einer V.'rsammlu.tg zum Ver­halten des Magistrat? gegenüber ihren Lohnforde­rungen Sellung. Das Ergchnis war, daß sich 90 Prozent der An gestalten für den Streik erklärten. Die Hillisangestellten des Magistrats traten demzuiolge hmte in den Streif. Die Vrot- markmausgabestellen wurden teilweise geschlossen. Der Streik der Maurer und 23ai«arbeitet, der am Frei'ag begonnen hat, dau'rt noch an.

Tagm:g deS Reichsnusschusscs der Zentrmns- Partei.

Berlin, 1. Nvv. (WTB.) Unter sttrrter Beteiligung aus al^en Reick>st llen trat ge'e n in Berlin der RerchSausschußder deutschen

Zcntrumspartei zusammm, um :eben wich­tigen Fragm der inneren und äußeren Politik auch OrgamsatiTnsfragen zu verhandeln. U. a. wurde, derGermania" zufolge, auch bi: Ange­legenheit Erzberger erörtert. Die Verhand­lungen führten in bie'er An^Äegrnheit zu einem allseits befrijbigcnben Eraebrns. Erztinger erklärte aus freiem ETllschluß. daß er sich bi) auf wrrteres an den Reichs' ayiveThandlungen ^un?) den Verhand­lungen in her Frcck im nicht b 1 ll gm. wrrit-L, Heute n*irr >en i=ie Beratungen des Reich-saus dju" les fort­gesetzt. An den Bi'<ch>f tim Trier, der mo-cgcn seinen 80 Gebuirs ag feiert, vmirte bureb Den Mg Trimborn ein teleg«raphr.cher Glückwunsch gesandt. Zur Frage der P r ovi n «a l a u to- namie beschb>ß, terWermania" zu ft Ige, btt rheinische Z-ntrumsvarter en imm g, dap t . . _ . . . nach ihrer Meinung tne Nmg.^erung nur dann

Wanderung Don Japan in bie Vererntgten, -r ^h:ichen Ende grmf-rt we.ien tonne,

wenn sie durch eine klare, encschtoNene Initiative , . c der Reichsregierung in die Woge geleitet wurde.

GietzennAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Crid und Derlag: llnw.-vuch- und Stein&rntferei B. lange. Sd)riftleihmg, SeschäftkfteSe und vruterei: Schulftratze r.

Allein, ÄsS w ,°llen. 6 xtofitnuS an

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