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mäßig? Ablieferung der Waffen zu verhindern

Hauptauss

Hus dem besetzten Gebiet.

Das Ende der Festung Mainz.

werde er Uw, ---

rung nähme es ernst mit ihrer Ausgabe, .damit

wir wieder ein Kulturvolk werden und nicht langer

die wert in die Provinz Rheinhessen hinausge- schobenen modernen Befestigungen niedergelegt werden. Die Besatzungsbehörde hat genehmigt, daß ein Teil der Festungsgebäude, soweit es mög­lich ist, zu Wohnzwecken Verivendung finden sollen. Das durch die Schleifung der Forts freiwerdende Gelände soll entweder landwirtschaftlicher Be­nutzung wieder zugefühct oder aufgeforstet wer­den.' Mit dieser Festung verschwindet eine der ältesten und berühmtesten und strategisch wich­tigsten. Fcstungsmüagen Deutschlands. Die Festung Metz wurde in ihrer zum Teil noch bis zuletzt vorhandenen inneren Umwallnng unter dem Kur­fürsten Johann Philipp von Sckrönborn 164773 angelegt.

war nicht crfor

wird, ob die Wünsche der Eisenbahner erfüllt werden können, setzt man uns die Pistole aus die Brust. Wir sind es uns selber schuldig, erst die Klärung der Angelegenheit abzuwarten. Axt große Eisenbahnerverband will Nichts von der Sache wissen. , _ 3

Ministerialdirektor Bredow: Das Fern- pvechdarlehen muß beibehalten werden, wenn ein weiterer Ausbau des Fernsprechnetzes erfolgen soll.

Abg. I a u d (bayr. Vp.): Die Streckandrohung der Eisenbahner weisen wir als emen Versuch des Druckes auf Parlament und Regierung zurück.

Abg. Deythin (D. Vp.): Tas Ultimatum der Eisenbahner ist ein Verbrechen am Volke. Wir werden uns dadurch in keiner Weise beern-

ein Volk, das in Waffen starre. .

Abg. L ü b b r i n g (Soz.) erklärt die Bereitt Willigkeit seiner Partei zur Mitarbeit. Es muß-

... nachdem der h-utt beschlossen hat, die Beamten-

Ull, UUÖ VIC. iizc.inyu.ic --- . en Z,-,

erheblich bessere Gehälter beziehen als die Reichs­beamten. Heute morgen ivaren wir einem Aus­gleich schon ziemlich nahe. Meine Hauptsorge ist die, ob ich die großen Gehälter ^noch^ lange

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fd. Mainz, 1. Aug. Gestern begann gemäß den Bestimmungen des Versailler Friedensvertrags die Schleifung der Festung Mainz. Zunächst wer­den die inneren Werke gesprengt, später sollen

die Mannschaften lasse sich nichts lagen, woh. aber gegen die Führer, denen der größte äxu des Volkes großes Mißtrauen, entgegmbrmge. Sie seien fast alle von dem kappisttschen Geiste erfüllt. Er frage daher bei der Regierung an, ob dicie Verbände mit unter den -schätz des § i talLcR, zumal diese Verbände erklärt hätten, daß sie sich einer Entwaffnung mch Gefvalt widersetzen wur­den. Entwaffnung und Auflösung, ja sogar das Verbot dieser Selbstschuhtruppen sei notig imo müsse in dem Gesetz ausgesprochen werden.

Abg. Ernst (USP.) hält die Vorlage sur- unbrauchbar, daß sie von falschen Voraussetzungen, ausgehe. Heber die Frage, wo die Massen ver­steckt seien, herrsche noch heute Unklarheit, aber wenn die Regierung glaube, daß die Arbeiter Waffendepots angelegt hätten, so berulje dies au, einer Verleumdung und auf Spitzelarbeit. Man solle sich lieber einmal bei der deutschen Wirt- Milse oder bei Stinnes umsehen.. Das Gefttz "t ein Ausnahmegesetz gegen die unre. Es wird überhaupt kein wesentliches Resultat zeitigen, da die Waffen meistens nach dem Auslände ver­schoben worden sind. ,r t .

Ter bayerische Gesandte weist daraus hin, daß die bayerischen Sicherheitslvehren auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruhen und nur zum Schutze von Ruhe und Ordnung aufgestellt svvrden seien. (Rufe: Reaktion.) Im übrigen habe er zu erklären, daß nach dem Ergebnisse der Ver­handlungen von Spaa, die bayerische Regierung sich nicht den Anforderungen -entziehen werde, welche die Reichsregierung im Zusammenhang mit den Verhandlungen von Spaa evtl, an die baye­rische Regierung stellen werde.

Abg Rösicke (D.-N.) stellt im Gegensätze zu dem Abg. Ernst fest, daß geradezu unter bm Augen der Regierung von roten Arbeiterbatail­lonen täglich exerziert werde. Zuerst müßten die unruhigen Elemente die Waffen abgeben, damit wir wieder zur Ordnung kommen. Damit es frei der Waffenabgabe ordnungsmäßig zugehe, müsse der Neichskommissar kontrolliert werden, vielleicht durch einen Parlamentsausschuß. (Lebhafter Beifall

Aus oem Ueiche.

Ein Ultimatum der Cisenbahnvcrbände.

Berlin, 31. Juli. (WTB.) Der Haus­haltsausschuß des Reichstags beschäftigte sich heute mit den Beschlüssen seines Unteraus­schusses über die Einstufung des Ber­ke h r s p e r s o n a l s in die Besoldungsord­nung. Die Vertreter der drei Eisenbahnver­bände hatten ein Ultimatum eingereicht des Inhalts, daß, wenn nicht bis heute nach­mittag 3 Uhr ihre Forderungen erfüllt seien, sie einen Demonstrationsstreik der Eisenbahner in ganz Deutschland in die Wege leiten würden. Im Hinblick dar­auf erklärte der Finanzminister, daß er nun seine Bemühungen um eine Verständigung einstellen müsse, weil er dem Druck dieser Or­ganisationen nicht weichen könne. Der Aus­schuß beschloß, die Verhandlungen abzu­brechen, bis die Sache geklärt und das Ulti­matum förmlich zurückgezogen worden sei.

Kundgebungen.

Berlin, 1. Aug. (Wolff.) Heute vormittag IO1/2 Uhr hatte sich eine ungefähr 15000Mann starke Versammlung am Lustgarten em» gefunden, um an einer vom FriÄ>ensbund dec Kriegsteilnehmer einberufenen Massenkund­gebung für Volke rversübnung und Weltfrieden teilzunehmen. Während die Redner, die auf der Freitreppe des Doms Posten gefaßt hatten, ungestört Ansprachen halten konnten, wur­den die Redner, die von den Treppenstufen des Museums sprachen, häufig durch Zwischenrufe von Angehörigen der K. P. D. unterbrochen. Allmäh­lich entstand ein derarttger Lärm und Tumult, daß es den Rednern nicht möglich war, die Reden zu Ende zu halten, und es gelang den Anhängern der K. P.D., die Versammlung zu sprengen. Die Teilnehmer formierten sich zu einem Zuge durch die Stadt, der sich schließlich am Belle-Älliance- platz in aller Ruhe auflöste.

Marienwerder, 2. Aug. (WTB.) Ge­stern fand hier vor dem Gebäude der interalliierten! Kommission eine Massenkundgebung ge­gen den Krieg und für den Völker­bund statt. Es wurde eine Entschließung ange­nommen, in der gegen die Bestrebungen, das Volk aufs neue in einen fo genannten Vergeltungs­krieg zu treiben, protestiert und von der Reichs­regierung die strikte Durchführung der Neutralität im Krieg ^zwischen Rußland und Polen verlangt wird.

Beratungen über die Ernährungslage.

B e r l i n, 31. Juli. (Wolff.) Im Reichs­ministerium für Ernährung und Landwirt­schaft haben gestern im Beisein des Staats­sekretärs beim preußischen Staatskommissar Besprechungen mit den Ernährungsmi­ni st er n der süddeutschen Staaten stattgefunden, welche die gesamte Ernährungs­lage und die für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen zum Gegenstand hatten. Die Ver­handlungen nahmen einen sehr befriedigenden Verlauf. Es wurde Uebereinstimmung in allen wichtigen Fragen herbeigeführt. Die Besprech­ungen der süddeutschen Minister im Reichs­ministerium für Ernährung und Landwirt­schaft werden heute noch fortgesetzt.

Willigkeit seiner Partei zur Mttarveir Es muv- Aus das peinlichste berührt

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flussen lassen. .. .. . ..

Abg. Geck (USP.) protestiert gegen die poli­tische Ueberwachung der Ferngespräche.

Abg. Höfle (Z.): Es ist mir aus Eisen­bahnerkreisen gemeldet worden, daß es sich um kein Ultimatum handele.

Reichsminister Giesberts bestreitet, daß Ferngespräche politisch überwacht werden.

Der Antrag der Deutschnationalen betr. das Femsprec^iarlehen wird abgelehnt. Die Ent­schließung des Ausschusses auf Hinausschiebung der Erhöhung der Post-Zeitungsgebühren bis 1. Januar 1921 wird bewilligt. Fortsetzung Montag mittag 1 Uhr, vorher dritte Lesung des Antrages auf Erlaß eines Amnestiegesetzes.

Schluß 6 Uhr.

Deutscher Reichstag.

Berlin, 31. Juli.

Haus und Tribüne sind nur schwach besetzt. Das Entwaffnungsgcsctz

verlangt Ablieferung aller im Volke befindlichen Militärwafsen an von dem Reichskommissar zu bestimmende Stellen. Wer innerhalb der festge­setzten Frist per Aufforderung der Waffenabliefe­rung nicht nachkommt, wird mit einer Gefängnis­strafe von nicht unter 3 Monaten und mit Geld­strafen bis zur Höhe von 300 000 Mk. bestraft.

Reichs Minister Koch weist auf die ungeheure Aufgabe hin, die uns in Spaa auferlegt worden ist. Sie lasse sich nur mit dem Volke lösen. Ties ist um so schwieriger, als die Frist so kurz bemessen ist, daß sich die Regierung nicht mehr mit den einzelnen Staaten ins Benehmen setzen kann. Tie Zahl der Gewehre, die sich noch unter dem Volke befinden, sei nicht mit Sicherheit an­zugeben. es werde aber angenommen, daß es sich ungefähr noch um 1900 000 Gewehre handelt, die abgolieferl werden müßten. Erschwert werde die Angelegenheit durch das Mißtrauen, das m einem Flügel des Volkes gegen den anderen be­steht. Es inüste daher in erster Linie darauf an tbni men, dieses Mißtrauen zu beseitigen, auch das Miß trauen, das gegen die Regierung besteht Tic Waffen dürfen nur an unpolitische Stellen abge liefert werden, daher käme and; die Reichswehr für die Wafsendelicserung nicht m Betrach!. Deutschland dürfe nicht mehr länger in zwei Lager gespalten sein, die sich gegenseitig iu> Bolsch-ewisten und Kappisttn hielten. Gegen jeb

rechts.)

Äbtz. Haas (Dem.): Die USP. ist es doch gerade gewesen, die für die Unterzeichnung der Bedingungen in erster Lime erngttreten ist, die uns in Spaa vvrgeschrwben worden sind. Tiefe Partei hat es jetzt am allerwenigsten notwendig, jeßt Schwierigkeiten zu machen, wo es sich darum han­delt, eine der Konsequenzen des Vertrages zu erfüllen. Wir Müssen soweit kommen, daß es Waffen überhaupt mur noch bei den einzelnen staat­lichen Sicherheitsorganen gibt.

Abg. Z e t kin (Kvm.): Das Gesetz macht Den deutschen Arbeiter wehrlos, es ist deshalb für uns unannehmbar.

Abg. Gildemeister (D. Vp.): Da das Gesetz ein Polizeigesetz ist, so bedarf es außer­ordentlicher Leistungen, um es ausznführen, was durch einen parlamentarischen Ausschuß nicht ge­fördert würde. Daß das Gesetz paritättsch ausge­führt werden muß, ist selbstverständlich. Die Revo­lution, der es zuzuschreiben ist, daß unser Schwert zerbrochen, darf nicht weiter wirken.

Präsident Löbe ruft nachträglich die Abg. Küppler und Wolst (Soz.) zur Ordnung, wegen unparlamentarischer Zurufe während der Rede des Abg. Rösicke.

Abgeordneter Unterteibner 1 (USP.): Er zweifle nicht an der Ehrlichkeit des bayerischen Gesandten, aber Herrn v. Kahr stehen wir zwei­felnd gegenüber. Wir halten es für ausgeschlos­sen, daß die Entlvaffnung in Bayern widerstands­los durchgeführt werden nrirb.

Der bayerische Handelsminister Hamm er­klärt, daß die Angriffe gegen Herrn v. Kahr vollkommen gegenstandslos sind. Bayern wird treu am Reiche festhalten, solange ha£ Reich demokra­tisch ist.

Reichsminister Koch: Das Gesetz muß ord­nungsgemäß durchgeführt Iverden, sonst stehen wir vor der Gefahr der Besetzung preußischen Ge­bietes. Es muß gelingen, die Waffen überall da herauszuholen, wo sie verborgen sind. In Preußen haben die Oberpräsidenten die volle Verankwor- ttmg, daß die Selbstschutzorganisationen sich nicht anders entwickeln, als es im Willen des Reiches liegt. Es biete sich zum letztenmal dem deutschen Volke Gelegenheit, in ruhige Verhältnisse zurück- ziikehren. Er hofft, daß diese Gelegenheit nicht verpaßt Iverde.

Abg. Simon-Franken (USP.): Die Re­gierung Kahr ist nur durch einen Staatsstreich zur Herrschaft gelangt. (Widerspruch s Die Einwohner­wehren dienen nicht zur Beruhigung, sie führen im Gegenteil erst Unruhen 'berbvi.

Nack, weiterer Debatte gehr die Vorlage an einen Ausschuß. Ohne Debatte wurde in zweiter Lesung eine Verfassungsänderung ange­nommen, wonach für längstens 1 Jahr die preußi­schen Reichsratsstimmen von den Mitgliedern der preußischen Regierung abgegeben werden können. Ferner eine Vorlage zur Erhaltung des helgo- ländischen Gemeindrwahlcechtes.

Tann wird in zweiter Beratung die Debatte über den ergälizenden Nothanshalt bei der

Neichspostvenvaltung fortgesetzt.

3 i e ß (USP.): Die Beamten und Arbeiter lind von großem Mißtrauen gegen die Regierung erfüllt und bezweifeln, daß die neuen Tarifverträge auch gehalten werden. Die Personal­akten der Beamten sollen beseitigt werden

Reicl/spostminister Giesberts: Die persön­lichen Ausgaben der- Post sind enorm gestiegen, noch mehr als bei der Eisenbahn

Staatssekretär Lew al d: Ohne Personal­akten kann fein Verwaltungsbetrieb auskommen.

Abg Bruhn (D.-N> empfiehlt einen An­trag seiner Partei auf Beseitigung des Fernsprech­darlehens von 1000 Mk. bae seiner Zen nur mit einer sehr knappen Mehrheit beschlossen worden ist

Re.chs'.nanzminister Wirth. Die Rede der

A«s Stafct rrird lkand.

Gießen, den 1. Aug. 1920.

Der Bolksbririd Deutscher KriegSgräber- fürsorge zum 2. August.

Vorn Vvlksbund deutscher Kriegs­gräberfürsorge erhalten wir folgende Auf­ruf:

Gedenkt unserer toten Helden ans dem großen Kriege, hilft uns ihre Grabstätten schützen und pflegen, tretet dazu ein in unsere Rechen! Tas ist der Ruf, mit dem in diesen Tagen des Gedenkens an die große Erhebung des Augusts 1914, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfür- sorge auch an die hessische Oeffentlichkeit herantritt.

Von Männern aller Stände, Parteien und Bekenntnisse gegründet und gefördert, von den Regierungen unterstützt und in allen deutschen Gauen am Werke, will der neue Bund unsere Kriegsgräber jenseits unserer Grenzen vor Zer­störung, Verödung und Verfall bewahren, auch bei der Pflege der Grabstätten in 'heimatlichem Boden mit Rat und Tat helfen, den Angehörige der fürs Vaterland Gestorbenen in allen Ange- legenheiten der Gräberfürsorge an die Hand gehen, insbesondere auch deren besondere Wünsche für die Jnstandlwltnng der Gräber vermitteln.

Tas sind Aufgaben, deren Losung Pflicht, Herzens- und Ehrensache des ganzen Volkes ist. Sv rechnet denn der Bund auch auf die Unter­stützung alter Kreise der Bevölkerung. Wer möchte zurückstehen in der Dankbarkeit gegen die, die ihr Leben ließen für ihre Brüder!

So laßt uns dann im gemeinsamen Liebes­werk für unsere Toten allen Hader vergessen, laßt uns in ihm wie eine einzige, große, treue Fa­milie fühlen und handeln.

Nur dann, durch Mitarbeit des ganzen Volkes, wird der Bund seine großen und schönen Auf­gaben zu lösen vermögen. Tann wird aber seine Arbeit auch mehr für unser Land "werden: Zu einem Werk der Versöhnung der Lager unseres Volkes und zu einem Wahrzeichen für unsere Feinde, daß bei uns Vaterlandslieb.' und Einheits- gesühl noch leben, daß sie wachsen und witk.'N.

Anrnewung von Ortsgruppen, weiteren Nach- fragen und Druckschriften und sonstiger Art, Bei- trittscrtlärungen (Mindestbeitrag 6 Mk. jährlich) vorläufig erbeten an das Geschäftszimmer d sRoten Kreuzes, Darmstadt, Altes Palais, Fernspr. 25. Weitere organisatorische Schritte der Landesgruppe sllhen bevor.

Errichtung neuer PreiöprüfungSstetten.

Wie wir hören, fand am Mittwoch im Ministerium des Innern eine Sitzung sämt­licher Preisprüfungsstellen des Landes statt. In dieser Sitzung wurde in Anwesenheit der zuständigen Kreisdirektoren die Errichtung neucrPreisprüfungsstellenfür die­jenigen. Kreise beschlossen, in denen solche bis jetzt noch nicht bestehen. Im übrigen wurden in eingehender Aussprache die Richtlinien für eine gleichmäßige Bekämpfung des Wuchers und für beschleunigte Herbeiführung eines Preisabbaus bei Lebensmitteln und Gegen­ständen des täglichen Bedarfs festgelegt. Ins­besondere sollen nunmehr allgemein Kommis­sionen tätig werden, welche die Preise über­wachen, und weitere Kommissionen, welckie zur Herbeiführung des Preisabbaues mit den ein­zelnen Berufsständen in Verhandlungen treten.

Spart Kohle!

Das Spaaer Kohlenabkommen wird sich bald in der Kohlenbelieferung unserer einhei­mischen Industrien fühlbar machen, die durch­schnittlich mit einer 20prozentigen Kürzung ihrer bisherigen Mengen werden rechnen müs­sen. Als einziger Ersatz kommt zurzeit wohl Rohbraunkoble in Frage. Alle Be­triebe, welche bisher Rohbraunkohlen nur als Streckungsmittel verwandten, müssen in der ernsthaftesten Weise prüfen, wie sie in Zu­kunft allein mit Rohbraunkohle arbeiten kön­nen Wer bisher allein mit Steinkohlen ar» bettete oder^teinkohlen gestreckt durch Bri­ketts bzw Rohbraunkohle verwandte, muß untersuchen, wie er in Zukunft mit geringeren

zwischen unseren beiden Völkern die aufmerksamste Pflege finden. Mit Genugtuung darf ich nament­lich die Tatsache erwähnen. daß unter allen Staats­männern ixe Lenker Italiens ben Gedan^n der europäischen Solidarität als erste klar ausgesprochen und vertreten haben. .In btefem Geiste des allgemeinen Niederaufbaus, aber auch in dem Benmßlsein unserer Pflichten auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet wollen wir den Fne- densverttag erfüllen.

Steinkohlensorten arbeiten kann, oder auch ganz ohne solche durchtomrnen kann. Be­triebe, welche diese Umstellung unterlassen, werden unter allen Umständen mit schweren Störungen in ihrer Brennstoffbelieferung zu rechnen haben. Man scheue die Kosten von Um­bauten nicht, sie werden sich durch die Möglich­keit eines ungestörteren Betriebes rasch bezahlt machen. Wer nicht die fachmännischen Kennt­nisse besitzt, um die wärmetechnischen Unter­suchungen seiner Feuerungsanlagen selbst vor­zunehmen, der ziehe einschlägige Organisa­tionen, in erster Linie Dampfkessel-Re- visionsvereine, zu Rate. Es wird da­für gesorgt werden, daß etwa erforderliche Kesselumbauten mit der größten Beschleuni­gung ausgeführt werden können, und die Fir­men, welche das benötigte Material zu diesen Umbauten liefern, werden in jeder Weise hier­bei unterstützt werden. Auskunft hierüber, so­wie über die sonst einzuschlagenden Wege er­teilt die Preuß. Kohlenwi r-tschafts- stelle, Frankfurt a. M., Obermain- ftrafee 51.

Veranstaltungen.

Montag, 2. August: Hotel Einhorn, 8% Uhr, Gastspiel Buchwald. Lichtspieltheater wie gestern. *

** Amtliche Personal Nachrichten. Uebertragen würbe am 24. Juli dem Schulamts- ama'irter Franz Kühn aus Ober-Wöllstädt (Kreis Friedberg) eine Lehrerstelle an der katholischen Vollstchule zu Birkenau (Kreis HeppeKheim), bem Schulamtsanwärter Arnold Süßmuth aus Ober-Widdersheim (Kreis Büdingen) eine Lehrer- stelle an der Doltsschule zu Treb nr (Kreis Gwtz- Gerau). Erledigt ist eine mit einem evange­lischen Lehrer zu besetzende Lchrerstelle zu El im- b a ch, Kreis Gießen. Mit der Stelle ist! Organisten- unb Lektordienst verbunden. Erledigt ist ferner die Stelle eines Landobersekretärs bei bem Land- amtmann zu Lauterbach. Von den Bewerbern wird die Ablegung der Prüfung für die mittleren Stellen im Justizfach verlangt. Meldefrist bis 15. August ds. Js. Bei der Zellenstrafanstalt Butzbach ist die Stelle des GefängnisinspeÜvrS (Detbnomen) zu besetzen. Meldungen sind bei dem Ministerium der Justiz bis zum 6. August ein» zureichen.

** Aus dem Stadttheater bureau. Nachdem durch Beginn der Ferien die auswärttgen. Opern- und Operettengastspiele eingestellt werden müssen, kommt am Samstags 7. August, unser einheimisches Schauspiel wieder zu Worte. Die IVorftellung zu Gunsten der Ferienkasse der Mit- tzlieder bringt einen äußerst interessanten Suder- mann-Abend.Es lebe das Leben" ist ein selten gegebenes Werk, das vergangene Woch bei glänzend besuchtem Hause in Bad-Nauheim einen großen Erfolg zu verzeichnen hatte. _ Dir Nachfrage wird sehr stark werden. Interessenten werden gebeten, sich zeitig durch Vorbeitellungen an der Kasse des Stadttheaters Plätze zu sichern.

* Diebstahl. Dem Gärtner des Herrn Niemann, der außerhalb der Stadt wohnt, wurden in der vergangenen Nacht 25 Stallhausen gestohlen und zum Teil bei den Ställen abge» schlachtet.

** B e i der städtischen Obst- undGe- m ü s e st e l l e, Marttlauhen, kommt täglich Frisch­gemüse und Obst zu den bllligsten Tagespreisen zum Verkauf.

** Oberschlesische Grenyspende. Die Koutonummer der hiesigen Beztrksgruppe h e r m a 11 r e u e r O b e r s ch l e s i e r bei der Bezirkssparkasse Gießen ist nicht 178, sondern 785. Die Bezirksgruppe bittet uns, jetzt schon auf das von ihr für den 14. August ge­plante O b e r s ch l e s i e r fe st hinzuweisen.

** Kriegsgefangenenfürsorge. Tic Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener bittet um Veröffentlichung folgender Flamen, die sich, durch ihre Vermittlungstättgkeit aufgesputt, wohlbehalten in sibirischer Gefangen­schaft befinden: Im Lager Barnaul befinden sich aus bi ef iger Gegend: Waldemar Ritter und Vizefeldw. Prietzel aus Hessen. Im Lager Semipolatins'k: Weingärtner, Maurer aus Hessen, Häunschild, Bankbeamter Artur Uhr, Kaufmann. Im Lager Ustkamenogorsk: Untevoff. Christ, Wiesbaden. Auf Erkundigungen bei der zustän­digen Stelle erfährt die Rcichsvereinigung, daß auf Anordnung der franz. Regierung in die Hei­mat entlassen werden: Aus dem Depot Avig- non-Vaucluse: Otto Garde, Wilh. Hammer- schmidt, Karl May, Heinr. Kilbinger, Georg tpa/S, Christoph Gumpel, Peter Pfeiffer, Pins Volk, Otto Lehmann, Rudolf Siegeler, Hartwig Eckert. F«mz Stablein. Eugen Weise, Bruno Kunert irnb Her­mann Rinke.(Aus . em Lager Roan n e (£»ire): Hans Wendlandt, Ernst Kölle. Willi Ranieckers, Paul Lisse und Oskar Eberhardt. An die noch in Avignon befindlichen Gefangenen ist durch die Zentrale der Reicksvereinigung ein Betrag von 15 000 Mk. auf diplomatischem Wege übermittelt worden. Spenden werden auch weiterhin entgegen» genommen.

** Neuerung im Po st sche ckverke hr. Eine zweckmäßige Neuerung wird jetzt im Postsche-l- verkehr durchgeführt. Tie Post gibt neue Vor­drucke für Ueberweijungen aus, die den Lastsckwist- zettel mit enthalten. Er ist vom Aussteller bet Ueberweifting mit Betrag und Namen des Emp sängers, der Nummer feister Postscheckrechnung «nb seinem Scheckämt auszustellen. Ter Lastschriftzettcl geht, durch Stempel vom Postscheckamt bestätigt, an den Aussteller zurück. Es ist die Anwendung des Grundsatzes, daß der Absender die Quittun- ausstellt und die Post diesen ledigl^ 'vollzieht, wie dies bei der Postanweisung, der Zahlkarte, dem eingeschriebenen Brief usw. geschieht. Die S&orteile der Neuerung liegen bei der Hand. Die Post spart die Ausstellung des Lastschriftzettels. Dieser enthielt bisher nur die Nummer des lleber- weisungshestes und des Blattes mit dem Betrag. Jetzt erhält der Ueberweisende einen vollständigen amtlichen Nachweis über die Zahlung noch dem Empfänger und Betrag. Es war auch nicht aus-' geschlossen, daß der ^ammabschnitt der Ueber- weisnng verloren ging, ehe die Uebettveisung wirk­lich ansgeführt war.

** Die Einäscherungen in Hessen erfahren von Jahr zu Jahr eine ganz gewaltige Steigerung. So sind im letzten Jahre 598 Feuer­bestattungen vorgenommen worden. Davon ent­fallen auf Darmstadt 73, Friedberg 33, Mainz 321 und Oftenbach 171. Im gaiuen sind \ät 1399 der Eröffnung des ersten Krematoriums 1 Offenbach) in Hessen 9471 Feuerbestattungen Dor» | genommen worden.