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Montag,

170. Jahrgang

Neubildungen von Heeresteilen zum Zweite einer

Fraye der deckung fei französischen Offizieren anoertraut fie den morden.

2.

3.

mehr

stattfinten wird.

Vie Kriegslage im Osten.

Von Eine traf

Paris, 1. Aug. (WB.) DerTemps" stellt fest, daß bisher keine Nachrichten über die Begegnung der Bevollmächtigten der Roten und der polnischen Armee eingetroffen sind. Man wisse nicht einmal genau, wo die Begegnung statt-

Nr. 179

Dec Siebener flnjeif« «scheint täglich, außer Sonn» und Feiertags.

Allenst ein, 31. Juli. (Wolff.) zuständiger Seite wird mitgeteilt: Schwadron bolschewistischer Kavallerie jenseits der Grenze bei Prostken ein. Auch an verschiedenen anderen Grenzstellen zeigten sich bolschewistische Patrouillen, so gegenüber Bor- symmen, Dlugossen im Kreis Lyck. Sie er­klärten der Grenzbevölkerung, daß sie die Grenze nicht überschreiten würden.

Frage mehr.

Das kaiserliche Deutschland hat em neues Verbrechen gegen das Völkerrecht begangen, als es im J-ahre 1914 die Neutralität und Unabhängigbeil Belgiens verletzte.

Tas repulüikanische Deutschland selbst halt sich für verpflichtet, zur Wiedergutmachung der Folgen des Angriffs, den das kaiser­liche Deutschland ausgclöst hat, nachdem das noch am Vorabend des Konsliktes mög­liche Schiedsgericht abgelehnt hat, nimmt der Kongreß diese Erklärung zur Kennt­nis und erneuert die Erklärungen der alliierten Sozialisten vom Jahre 1915, daß das kapita- liftische S y st e m durch die U e b e r s p a n - n u n g seiner Jnteressenpolitik und seiner Rasf- sucht eine der tiefsten Ursachen des Krieges ist, und erklärt gleichzeitig, daß sein unmittel­barer Anlaß hauptsäckstich, wenn auch nicht ausschließlich, bei der mit Kopflosigkeit gepaarten! Gewissenlosigkeit der jetzt gestürzten deutschen und österreichischen Machthaber lag. Ter Kongreß gibt die Ur^ber der abscheulichen Schläch­terei, die Europa und die Welt in Blut gebadet hat, dem Abscheu der Völker Preis und bekräftigt seinen festen Willen, alle seine Kräfte der Wieder­herstellung der durch den Krieg zerstörten Wett zu widmen und von nun an zu kämpfen gegen die kriegerischen Mächte int Geiste und im Dienste

gefunden habe.

Nach derChicago Tribüne" wird das ame­rikanische Konsulat in Warschau seinen Sitz nach Posen verlegen, wenn bis zum 2. August der Waffenstillstand zwischen Polen und Sowiet rußland nicht unterzeichnet ist.

Die Ausschaltung Polens als Pufferstaat.

Paris 30. Juli. (WTB.) Nach einer Meldung aus Newyork sollen die Bolschewisteu nach Informationen, die dem Staatsdepartement in Washingwn jugegaiigen sind, als Bedingung für einen Friedensschluß die Ausschaltung Polens als Pufferstaat zwischen Deutsch­land und Rußland fordern.

Eine neue englische Rote au Nußlaud.

Amsterdam, 31. Juli. (WB.) Nach einer Meldung derCentral News" hat die e n g l r s ch e Regierung am 29. 7. eine neue Note an Moskau gesandt, die die Freilassung der englischen Gefangenen in, Baku ver­langt. Die englische Regierung weigert sich, die Entschuldigung der Näteregierung, sie hätte feine Macht über jenes Gebiet, anzunehmen.

Ein rumänisches Ultimatum an Rußland.

Belgrad, 1. Aug. (WTB ) Südsla­wisches Pressebureau. Die rumänischeRc- g i e r u n g hat an Rußland eine Note in Form eines Ultimatums mit der Aufforderung gerichtet, die russischen Truppen in Bessa­rabien sofort zurückzuziehen. Der Sowjet­regierung wurde eine dreitägige Frist gestellt. Wie verlautet, wird Rumänien die Mobili­sierung anordnen.

Zur Sicherung der Neutralität.

Berlin, 31. Juli. (WTB.) Wie erinnerlich, wurde dem Präsidenten der Friedenskonferenz in Paris am 21. Juli eine Note überreicht, in der die deutsche Regierung um Zustimmung zu den zur Wahrung der Neutralität an der Ostgrenze erforderlichen Maßnahmen gebeten hatte. Unter anderem war gebeten worden,, zu gestatten, daß zur Wahrung der Neutralität und für den Schutz der Grenze die ersvrderlichen Truppen durch die Abstimmungsgebiete von 'Ällenftein und Atarstn- werder gesandt werden könnten. Nach Meldungen aus dem Osten, zogen sich die interalliierten Trup­pen in den Abstimmungsgebieten von der Grenze zurück. Gegenwärtig 'ist die Lage die, daß an der Grenze der deutschen Abstimmungsgebiete feine ge­nügende Wehrmacht 'steht, um Zwischenfälle zu verhüten. Eine auf deutsches Gebiet übergetretene polnische Truppenabteilung wuroe von der Sicher­heitspolizei entwaffnet. Mit Rücksicht aus die z-u- ne'hmeichen Schwierigkeiten wurde jetzt von der deutschen Regierung in Paris die Bitte ausgesprochen, die Antwort auf u n sereNvtezube schleunigen. Tie Mili­tärbehörden in den Grenzgebieten tourten ange­wiesen, je nach ter Lage und ten Umständen zu verfahren. Tas Uebertveten weiterer polnischer Truppen und ihr Aufenthalt im Osten kann zu un- erwünschteii Folgen führen. Tie Entente tourte deshalb gebeten, für ten Abtransport ter über- getretenen Polen nach dem Inneren von Teutsch- land Schiffsraum Sur Verfügung zu stellen.

Monatlich Mart, J.bU «w Md.- 65Trägerlohn, merleljchrlichMari, 10 80 rndMr-l.SSTrägerlohn; burd) die Post viertel« jährlich Mark 12.- Ejchtiehlich BesteÜgeld. Hernsprech-Anschlüsse: strdieSchriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richte«: Siqdger Sietztn.

Psyche Skonto:

Frankfurt a. M. UM6

Uebergrtfte der Tfcheschcu.

Gmünd, 31. Juli. (Wolff.) Nack) einer Zei- tungslvrrespondenz erfolgte die Ue der nähme des Bahnhofs und der Vororte von Gmünd durch die Tschechen ohne Zwischenfall. In d<m be­setzten deutschen Bezirken Gmünds touren zum Zeichen des Pwtestes Trauerflaggen gc'bi: r. Auch mehrere reichsdeutsche Bezirke wurden von Tschechen besetzt, obwohl über die schließrche Staats'mge'lwrigkeit dieser Bezirke er)t die Grenz- tommiIlion zu entscheiden haben wird.

Der türkische FricdeuSvertrag.

Paris, 2. Aug. (WTB.) Nach dem^Echo de Paris" glaubt man, daß ter tür k i sche F rie- densvertrag am Freitag unterzeichnet wer­ten wird. ---

Wahlen iu Dänemark.

Kopenhagen, 31. Juli. (Wolff.) Bet sehr geringer Wahlbeteiligung fanden gestern die Wahlen zum L a n d st i n g statt. Nach den Ergebnissen zu urteilen, wird das Landsting nach den endgültigen Wahlen sich folgender­maßen zusammensetzen: Gemäßigte Linke 22 (3 Mandate gewonnen), Sozialdemokraten), 15 (unverändert), Konservative 11 (2 gewon­nen), Radikale 4 (6 verloren), Erwerbspar­tei 1 (1 gewonnen). Das Landsting, das <2 Mitglieder zählt, von welchen 54 durch Wah­len und 18 vom Landsting selbst ernannt wer­den, wird danach folgende Zusammensetzung haben: Gemäßigte Linke 29 (22 durch Wahl, 7 durch das Landsting gewählte), Sozialdemo­kraten 19 (15 durch Wahl, 4 durch Landsting), Konservative 15 (11 und 4), Radikale 7 (4 und 3), Erwerbspartei 1 Sitz.

Ansprachen zwischen dem Reichrpräft denken u. dem italienischen Botschafter.

Berlin, 31. Juli. MTB.» Bei dem Empfange des neuenunmten italienischen Botschafters de Martino durch een Reichspräsidenten, bei dem auch ter Rerchsmmiltm des Aeußern, Dr. Simons, zugegen wac, Hutt der Botschafter eine Ansprache, in bet er jagte:

In Erfüllung der nur durch das Vertrauen meines Herrschers und meiner Regimung anver­trauten Aufgabe werde ich alle Kraft nnic-fren, um die Beziehungen zwischen unseren Lautern herzlich und fruchtbar 511 gestalten. 3d) vertraue dabei auf die bereitwillige Mitwirkung der deutschen Regierung. Dache. stehen nur vor der hohen Aufgabe, zum gememiamen Wohl ter europäischen Nationen den allgemeinen imrtichaft- [icfcn Wiederaufbau vorzunehmen! , Tenn nur st besteht Hoffnung, die gegenwärtig gefahrvolle ^affe auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet ziun Besten zu wenden.

Der Reichspräsident erwiderte u. a. fcIgo~te*^r Tat erfordert bie (Munbung ter oon den Schrecknissen des KAeges heim ie.uch.en i die verständnisvolle und zielbewuyte Zwammen- arbeit aller Nationen. Gleich;ung >oll^i aber aiich I die historisch begründeten geistigen Beziehungen

ter Genfer Sozialistenkongreh.

Der internationale Sozialistenkongreß in Genf fiat unter Teilnahme eines deutschen Vertreters bereits begonnen und eine sensatio­nelle Kundgebung über die Schuldfraaen zum Kriegsausbruch an die Spitze seiner Verhand­lungen gesetzt. Ist es schon auffällig, daß die Vertreter der deutschen Sozialdemokratie nicht vollzählig zu Beginn der Tagungen in Genf erscheinen konnten, so wirkt es noch peinlicher auf die deutsche Oeffentlichkeit, daß in der Be­urteilung der Schuldfragen am Kriege bereits eine Entschließung gefaßt worden ist, die das ganze in der Welt angerichtete Unheil in erster Linie wieder in die deutschen Schuhe schiebt. Die Entschließung wurde vorbehaltlich der Zu­stimmung noch eintreffender deutscher Ver­treter gefaßt, aber schon wird in dem Wort­laut dieser Kundgebung hervorgehoben, wel­ches Eingeständnis die deutschen Sozialdemo­kraten über die Schuld Deutschlands bereits ge­macht hätten. Statt mit allerEnergie unD Ziel­bewußtheit alsbald auf die sichtbaren Gewalt- unb Ausbeutungsmethoden der heutigen Re­gierungen Englands und Frankreichs loszu­gehen, wird auch in Genf anscheinend vorwie­gendalliierte" Politik getrieben, wobei es nur sonderbar erscheint, daß die deutsche So­zialdemokratie sich selbst solche Zeugnisse oer Unzulänglichkeit ausstellen läßt.

Verantwortlichkeit anerkannt haben, datz fie den Fehler begangen haben, nicht frühzeitig und nicht energisch genug das System des Militarismus und Imperialismus bekämpft zu haben, vor allem hinsichtlich ter Leitung ter auswärtigen Ange­legenheiten, die ter Kontrolle ter Bolksvettreter entzogen war, in weiterer Erwägung, daß die deutsche Sozialdemokratie selbst sagt, daß bte teilt sche Revolution zum Unglück der ganzen Welt und besonders auch des deutschen Volkes lelpit um 5 Jahre zu spät gekommen ist, und baß barm, ihr nicht schon srüher ten Weg gebahnt zu haben, bie Schuld liegt, deren die techlche Sozialdemo­kratie sich anftagen muß, in weiterer Erwägung, daß ter Vertreter ter deutschen Sozialdemokratie in der Kommission über die Schuldfrage die nach-

ter Internationale.

Den Verhandlungen der Kommission, die diele Resolution einstimmig beschloß, wohnte deutscher­seits ter Reichstagsabgeordnete Braun, Mit­glied des Vorstandes ter deutschen sozialtemokva- tisck>en Partei, bei. Die Resolution soll am Mon­tag in einer Vollsitzung des Kongresses zur Be­handlung kommen. Soviel bekannt, hat sich je* doch ter Kongreß bereits dahin geenngt, daß eine Diskussion über die Resolution nicht r^

Tas Bismarcksche ' Deutschland hat, wie schon Marx und Engels crEmtnt haben, den Weltfrieden auf das stärkste erschüttert, in­dem es Elsaß-Lothringen 1871 mit Gewalt annektiert hat. Für die deutsche Soznal- temofratie gibt es keine elsaß-lothrmgische

Der Papst über die Gefahren des Sozialismus.

Rom, 30. Juli. (Wolff.) Stefans. Der Osservatore Romano" veröffentlicht ein MotupropriodcsPapstes, worin an­geordnet wird, daß anläßlich des 50. Jahres­tages der Ausrufung des heiligen Joseph zum Schutzheiligen ter katholischen Kirckst in ter ganzen. Welt feierliche Zeremonien veranstalt tet werten sollen. Das Motu proprio weist auf die Gefahren und Verwüstungen hin, die weit schlimmer als die des Krieges, der Welt durch jene Lehren drohten, welche die Menschen allein zur Eroberung materieller Gü­ter antrieben, die Klassen ter bürgerlichen Gesellschaft gegeneinander stellten und so Un­ordnung und Unheil unter den Menschen hcr- vorriefen. Der Papst verurteilt das Nachlas­sen der Sittlichkeit und fordert die Christen auf, für den Kult des Kirchenpatrons Sankt Jcseph zu werben und die Arbeiter unter sei­nen Schutz und Schirm zu stellen, damit sie vor ten schweren Gefahren des So- z i a l i s m n s bewahrt würden, der der grösste Feind der christlichen Lehre sei. Der Papst for­dert die Gläubigen auf, die Verehrung der heiligen Familie zu verbreiten, deren Ober­haupt ter heilige Joseph sei: denn die Familie sei die Grundlage der menschlichen Gesell­schaft.

Ein ungarischer ttcberfall auf österreichisches Gebiet.

Wien, 30. Juli. Der Bürgermeister von Fürstenfeld in Steiermark bat drahtlich dem Staatssekretär für öeertoefen bestätigt, test ctnxi 500 in Zivil gekleidete ungarische Soldaten Fürstenfeld überfielen, sämtliche Straßen und Häuser der Stadt besetzten, Passanten feitnate men und mißhandelten, das Wafferwepot erbrachen und nacb Mitteilung des Grenzschutzkommanbos von Fehring 21 Maschinengewehre, 40.90 Gewehre und sehr viele Munition raubten. Die von den Eindringlingen verhafteten Personen wurden bis an die ungarische Grenze mitgejchleppt.

Wien, 1. Aug. (Wolff.) Die Verbaliwte der österreichischen Regierung gegen den Waffenraub in Fürstenfeld wurde gestern in Budapest bet ungarischen Regierung überreicht Diese sagte schleunigste Untersuchung des Vorfalles und Be­antwortung des Protestes in kürzester Frist zu.

Genf ,31 . Juli. (WB.) Generalsekretär Huysmans eröffnete heute vormittag 11 Uhr ten Internationalen Sozialislenkrongreß in Genf. Anstelle des infolge Erkrankung am Erscheinen verhinderten Arthur Henderson und des durch dienstliche Geschäfte zurückgehaltenen schwedisiten Ministervräsitenten Granting empfahl das Bu­reau dem Kongreß, den englischen Delegierten Shaw als Präsidenten und den holländischen Delegier ten V l i e g e n als Vizepräsidenten zu te- zeichiken. Einstimmig wurde dieser Vorschlag an­genommen. Präsident Shaw nahm hierauf das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Arbeit des Kon­gresses zu einem einigermaßen positiven Ergebnes lühren möchte. Ter Präsident schilderte die trost­lose Lage der verschiedenen Staaten Europas und erklärte in Bezug auf Rußland, aus toeldjem Lande er erst vor kurzem als Mitglied ter eng­lischen Delegation zurückgekehrt sei, daß in dem Gebiet der Sowjettepublik die Bevölkerung kaum die Hälfte der ihr normalere »reise zu kommenden Ernährung er- bal t e. Er kam sodann auf die in der Interna­tionale eingetretenen Gegensätze zu sprechen und erflärtc, daß die Internationale ten Gedanken aitigebeu müsse, ein einheitliches, für alle gül­tiges Arbeitsprogramm in allen Ländern durch- zilführen. Jedes Volk müsse seine vollkommene Freiheit behalten in ter Verwirklichung des so­zialen Zieles. Es erscheine als die höchste Zeit, daß die Internationale zu ihrem Wiederaufbau schreite, wobei sie sich auf gewisse Hauptpunkte be­schränken müsse, da doch niemals eine Einigung aller Gruppen erzielt werten könnte.

Tie englische Delegation hat zum Kongreß der Zweiten Internationale eine Reso­lution gefaßt, in ter die Regierungen Europas cufgeforbert werden, die notwendigen Mittel zur Erhaltung unb zum Ausbau der vorhandenen Ein­richtungen zur Ernährung der Kinder be­reit zu stellen.

Genf, 1. Aug. (Wolff.) Zur Tecknahme am internationalen Sozialisten-Kongreß sind nachttäg­lich noch zwei ungarische Delegierte ein­tet rossen . Die toitr Kongreß eingesetzten Kom­missionen begannen gestern nachmittag ihre Ar- leitcn. Die erste Kommission schlug vor, eine Kommission zu bestellen mit dem Auftrage, Ver­handlungen mit den Gruppen, die der Zweiten internationale nicht angehören, einzuleiten, um nit diesen zusammen eine einheitliche ft arte internationale zu errichten auf ter Grund­lage ter traditionellen und demokratischen Grund­sätze des Sozialismus. Die zweite Kommission prüfte bie Frage der Schuld am Kriege. Sie beschloß nach Anhörrmg der Delegierten der am Krieg beteiligt gewesenen Länder eine Unter- kommission mit ter Ausarbeitung einer Resolutton zu beauftragen . Diese Kommission ist zusammen- «esetzt aus van Col (Holland) als Präsident unb Rozier (Frankreich), le Fontaine (Belgien >, Hill (®nglanb), Braun (Deutschland) und Engberg ischweten). Die dritte Kommission, welche die Sozialisierung und das politische System ies Sozialismus zu prüfen hatte, beschloß, zwei 'InterkomMissionen dafür zu ernennen. Jnbezug euf die Sozialisierung verlangte die Kommission hre allmähliche Durchführung, unb in Bezug auf das polittsche System des Sozialismus em­pfiehlt sie die Anwendung demottatischer Grund- iätze bei Industriebetrieben, d. b. Gewährung des Einflusses ter Arbeiter auf die Gestaltung ter betriebe. Die vierte Kommission, welche sich mit 8er Prüfung ter Mandate zu befassen hatte, und <m welcher kein deutscher Delegierter teilnahm, -beschloß, die Frage der Zulassung ter in Genf «mwesenden französischen Delegierten dem Kon- «reß selbst zur Entscheidung vorzulegen, da von terschiedcne'l Seiten die Eigenschaften ter ftan- zösischen Delegierten als eigentliche Sozialisten in Zweifel gezogen wurden.

Eine einseitige Stellungnahme zur Schulö- frage.

Genf, 2. Aug. (WTB.) Die Kommission für bt£ Verantwortlichk. itSfrage des internatta- «alen SozialistenkongresseS nahm nach sch wie -

2 e n Verhandlungen unter V o rbe-

Eiu neuer Gcwaltbeschluß der Botschaftertonfereuz.

Ratibor, 31. Juli. (WTB.) TieNene Oberschlcsische Zeitung" meldet: Die Botschaf- terfonferens in Paris hat über bte Grenz­führung zwischen ter Tschechoslowakei, tein Dult­schmer Ländchen und dem o be r s ch lesi l.che n Abstimmungsgebiet eure neue Enlschrdung getroffen, daß die Grenze, die tee polnisch-tschecho- slvtoattl'che Gren-festsetznugswmnttssion festlegte, bis zur Beendigung der Absttnrnmng als Grenze zlm- schen oer Tschechoslowakei und Oberschrefien gilt. Wird das oberschlesisck»e Abstimmungsgebiet durch die Msttmmung polnisch, bann ist die Grenze end- gültig Bleibt das Abstrmnumgsgebiet deutsch, so toirb nochmals in bie Prüfung ter Grenzführung eingetreten werten. Tie Entscheidung bedeutet, daß die Crtfdxiften Saattch, Landau und Oschatz Vvr- [änfig bis zur Beendigung ter Abstimmung unter tfdiedtoiloroafifd^ Verwaltung kommen. Das Reichs­ministerium des Aeußeren tn Berlin wird gegen diese neue Vergewaltigung scharf protestieren. Tie Gemeinteporstel)er der drei Gememten begaben sich zum Vorsitzenteat ter Interalliierten Kom­mission, General Levond, undbaten um Abänderung der Entscheidung.

Tic Londoner Konfcrcn;.

L o n d o n, 31. Juli. (Wolff.) Reuter er­fährt, daß Italien auf der Londoner Konferenz der Alliierten mit den Bol­schewisten vertreten sein wird.

Der Völkerbund.

London, 31. Juli. (Wolff.) Reuter. E h i k c. wurde eingeladen, zu dec am 15. No­vember stattfindenden Völkerbundsversamm­lung Vertreter zu entsenden. 1

2. August 1920 Annahme von Anzeigen für bie lagcsnummev bis zum Nachminag vorher ohne jede ÄerbinbUchkert. Dreis für 1 mm bähe für Anzeigen d. 34mm Breite örthd) 35 Pf., auvtoärts 45 Pf.; für Reklame» Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz» Vorschrift 20'9 Aufschlag. Hauptschnftleiter: Aug. Goctz. verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: fj. Deck, sämtlich in Gießen.

halt der Zustimmung der deutschen vallerre beftnte sich ungefähr 3 0 Kilo- Telegat ion, die noch nicht vollzählig er- m e ter von Warschau entstrnt. Die pol' schienen ist, einstimmig folgende Resolution nische Leereslertung habe rnztoftchen perschretene

Aut 5t r i c g 5 I en u i o r u g c <in. >v^***'u»*'**-* ** - * v

Fn Erwägung, daß bie teutscten Sozialtemo- Reorganisation ter Armee angeordnet. Tre Rücken- lraten in ihrer Denkschrift über die V f---« nw,hrm.t

Warschau wird geräumt.

Paris 2. Aug. (WTB.) Wie dieTimes" aus Warschau meldet, haben der englische, ter amerikanische und ter französische B o t schaf ter in Warschau ihre Staatsange­hörigen aufgefortert, Warschau aus dem schnellsten Wege zu verlassen. Diese Aufforderung ter Botschafter hat m Warlchauer Kreisen einen sehr peinlichen Eindruck hervor­gerufen.

Augustowo besetzt.

Kopenhagen, 31. Juli. (WB.)Ber- lingske Tiden de" meldet aus Kowno: .Hier em- gegangeiTen zuverlässigen Nachrichten zufolge haben die Bolschewisten Augustowo besetzt. Die Polen haben sich auf Suwalkr zurückgezogm, dessen Bevölkerung bie litauischen Truppen tm Gebiet von Mariampol ersuchte, die Stadt zu besetzen, ehe bie Bolschewisten es tun.

Die Taktik der Sowjelregierung.

P a ri s, 31. Juli. (Wolfs.) Tie Pariser Mor- genblätter berichten, die Takttk ter <^oioietregrc» rung gehe, wie ein abgefangener Funkipruch be­weise, darauf ^hinaus, die polnischen rele­gierten bis zum 4. August hrnzu zre Yen. Erft an diesem Tage wolle sie i'hncr:«)re Watten-' stillftanbsbebingungen mit teilen. .

Paris, 1. Aug. (WTB.) DerPattt Parr- fien" crflärt anläßlich der Veröffentlichung des aufgefangenen bolschewistischen Funkentelegramms, wonach bie russische Heeresleitung vor dem 4 Aug kein Mkommen mit ten Polen schließen falle, es beständen sehr ernste Grünte dafür, daß die Rm- sen weit davon entfernt seien, einen aufrichtigen Frieden mit Polen zu wüchchen, sondern nur Daran bädnen, ihre Erfolge immer werter I a u s zu d e hneu , bis die Polen schließlich ge­zwungen seien, zu kapitulier en. Inzwischen bringe I die russische Armee weiter vor. Dre runiiene Ka-

GkhenerAnjeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

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