Lichtspielhaus
FHeate letzter Tag „Jugendliebe“, 'Ab morgen bis einschließlich Dienstag.
Opfer der Wüstlinge oder: „Der gelbe Tod“.
Eine Tragödie der Menschheit in 6 fabel- L haft Akten. Sowie d. glänz. Beiprogramm.^ m. Für Jugendliche nnt. 16 Jahren^^ könn. wir obiges P rogramm^dä®5 nleht empfehlen-
Cafe Ernst Ludwig
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Heute ««”
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Heute Donnerstag Konzert der Chiemseer
Leü seiner Entwicklung; man brauche nur <m die Cchasfung des Partes, den Bau des Kurhauses ustv. tza denken. Tas ist richtig. Damals lasen aber auch
Freitag and Samstag fallen die Konzerte wegen Abhaltung von Vereinsfest- lichkeiten aus. Den verehrten Konzertbesuchern diene dies zur Kenntnis.
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steckung übertragen. Eine allgemeine Quelle für bte Erkrankungen liegt bis jetzt nicht vor.
Wz. Schriesheim i. <D., 29. Juli. Bor längerer Zeit schrieb ein russischer Kriegsgefangener aus Ungarn, ob er wieder hier auf seine alte Arbeitsstelle kommen dürfe; als ihm das zugesagt wurde, kam er dieser Tage wieder, und auch zwei andere Russen suchten ihren ehemaligen Arbeitgeber auf.
Starkenburg und Nheinhessen.
rm. Darmstadt, 30. Juli, lieber das Thema: „D armstadt am Ende d-S Weltkrieges, die finanzielle Lage und der Ausbau für die Zukunft" hielt gestern Oberbürgermeister Dr. G l ä V s ing in der eigens zu diesem Zwecke einberusenen StadUnmordnetensitzung einen etwa einstündigen Vortrag, in dem an Hand eines umfangreichen Zahlenmaterials die Tätigkeit und die außerordentlichen Kriogsmatznahmen aller Art eingehend beleuchtet und u. a. daraus hingewiesen wurde, daß der Umsatz der gesamten Kriegswirtschaft auf über 100 Millionen Mark geschätzt wird. Trotzdem stehen unsere Verhältnisse noch besser wie in vielen anderen Städten. Die Zukunft gehöre schassendem Willen, dem sittlichen Wagemut, der echten Tat und der Arbeitspflicht. Lebhafter Beifall dankte dem Redner; es folgte keine Aussprache.
rm. D a r m ft a d t, 31. Juli. Verhaftet wurde gestern der 28 Jahre alte Tanzlehrer Herrn. Wagner aus Hanau, dem erst kürzlich die Konzession zum Tanzunterricht durch den Provinzialausschuß entzogen worden war. Er hat sich erneut der Kuppelei, des Verdachtes der Zuhälterei und des DiebstaUs schuldig gemacht. W. hat eS verstanden, durch sein dreistes Auftreten viele Personen zu benachteiligen.
vz. Offenbach, 30. Juli. Im Laufe der sletzjten 4 Wochen sind 8 Fälle von Unterleibstyphus in Offenbach borge kommen. Es handelt sich um Einzelfälle, denn sie traten in 6 verschiedenen, nicht miteinander in Verkehr stehenden Familien auf. Nur in zwei biefcr Familien wurde die Erkrankung von je einem zuerst erkrankten Fa- milienmitglicd auf ein anderes durch direkte An-
tz. «ntz bvto oBeteti RogeWfet«, 80. Juli. Die in der vorigen Woche eingetretene V n v e r i o d e hat noch ihren erwünschten Ein
fluß auf oas Wachs Lvn der Sommer frucht, auf die Hackfrüchte, Kartoffel gezeigt, sowie auf eine gün- Mae Aussicht auf Grummet entwickelt, wie man ■fid) durch einen Gang durch unsere Felder überzeugen kann. Hafer, der kurz geblieben war, ist xoch ziemlich herausgeschoßt, die Kartoffel und der Flachs fangen an zu blühen. Nur die Heuernte, bre noch ziemlich im Rückstand war, hat viel gelitten; viel Heu ist schlecht eingserntet worden, und hat dadurch an seinem Nährwert verloren. Dafür ist eine bessere Aussicht auf Grummet vorhanden. Die Winterfrucht fieht ebenfalls sehr schön, das Korn geht seiner Reise entgegen.
Kreis Schotten.
400 Mk. Lereitgestellt hat.
Hessen-Nassau.
Der Eisenbahimnsall bei Kassel.
hl. Kassel, 30. Juli. Nach erfolgter Abräumung und Gleisausl^sserung tonnte der Bahn- verkehr bei Guntershausen am Samstag nach- mittag wieder durchgehend ausgenommen werden. Tie Unfall Reite bietet einen trostlosen Anblick. Mehrere Wagen sind beim Sturz von der 40 Meter hohen Bogendrücke in die fast trockene Banne in» einander gestürzt und bilden nur noch ein unkenntliches Gewirr von verbogenen Ach.sen, Eisenteilen, Holzsplittern und bergleiüyen. Tie in diesen Wagen befindlichen Güter sind völlig vernichtet. Tie Unfallstelle ist bestreut mit Zeug, Weinflaschen und dergleichen. Tas Mobiliar eines von Treysa fvtt- gezogenen Majors ist mit einem Wagen vernichtet worden. Gewaltige Mengen Buckttckern, mühselig in Zeiten der Fettknappheit gesammelt, sind in die Wiiü>e zerstreut. In der Nähe des Gaftlmuses ist einer der Wagen im Absturz auf der Böschung durch einen Baum aufgehalten worden und so der Verwüstung durch den Absturz vorgebeugt. Einer der Wagen hangt ziemlich unversehrt neben einem Brückenbogen in die Tiefe hinab. Tie darin befindlichen Güter, eiserne Oefen, werden kaum Itarl gelitten haben. Das Umsteigen war namentlich ür die mit großem Gepäck versehenen 3teisenden ehr beschwerlich. Tie Züge mußten auf der strecke vor der Brücke verlassen und der ziemlich weite Weg bis zum Bahnhof zu Fuß zurückgelegt werden.
Vie Uommunalwahle».
*♦ Freienseen, 29. Juli. Die hiesigen Gemeindewahlen verliefen ruhig. Für die Gemeinderatswahl war ein gemeinsame Wahlzettel vereinbart worden, der 8 Landwirt! und 4 Arbeiter Vorschlag. Von den vorhandenen 385 Wahlberechtigten gaben 35 diesen Wahlzettel ab. Bei der Bürgermeister Wahl fielen auf den bisherigen Bürgermeister, Landwirt und Eisen- hä'Mer .Wilhelm Jmmelt, 317 Stimmen, 83 Prozent. Tie Gemeinde wollte ihm auf diese Weise für feine sreurckliche, verständige und unparteiische Amtsführung ihren Tank aussprechen. Es war kein GoKenkandidat aufgestellt. Vorgestern wurde, da der bisherige Beigeordnete Dan. Jung IV. wegen vorgerückten Alters auf eine Wiederwahl verzichtete, als sein Nachfolger Land^ wirt Karl Otto .Christian Jmmelt nnt 166 Stimmen gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht ausgestellt.
O Gedern, 28. Jfutt. Nach überaus heftigem, sogar in der Presse geführtem Wahlkampf siel gestern die Entscheidung in der Beigeord- neten-Stichwahl. Gewählt tourte Schremer- meister Karl G r i« m e tz mit 370 Stimmen, während aut den Gegenkandidaten Bäckermeister Wilhelm Wahn 356 Stimmen entfielen. — Ter dunb die Wahl von Karl Gricmetz zum Beigeordneten offan gerooebene Platz im Gemeinderat wird nun infolge Aufrückens nach den neuen Wahlbestimmungen von Karl Henkel HL, Schreiner, eingenommen. >
** Großen-Buseck, 30. Juli. Der hiesige Ortsziegenzuchtverein veranstaltet am Sonntag, 3. August, eine Ziegenprämiierung. Im Anschluß an die Prämiierung wird nachmittags 3 Uhr Landwirtschaftslehrer Dr. Lung (Alsfeld) im Saale des Gastwirts Wagner einen Vortrag über Ziegenzucht halten.
B. Vaulstoö, 30. Juli. Znm Beigeordneten wurde ber Land.virt Wilh. Kirchner gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht vorhanden.
0 Lauterbach, 30. Juli. Zum zweiten Beigeordneten wurde gestern Hermann Schiebelhuth mit 585 Stimmen ohne Gegenkandidat gewählt.
e R u ppertsburg, 29. Jul». Ter bis- herige Beigeordnete Friedrich Fritz wurde wiedergewählt.
fn. Fulda, 30. Juli. Die Mühle des Müh. lenbesitzers Julius Kltngebiel zu Rex wurde im März von einem Mühlenrevisor revidiert. Dabei wurden 30 Zentner Brotgetreide entdeckt, die ohne Mahlkarten zur Ausmahlung angenommen »varen. Ausgemahlenes Mehl war nicht vor- schristsgemäß zu 94, sondern nur ziu 50, 60 und 80 Prozent ausge mahlen. Die ohne Mal/lkatteu Vorgefundenen Mengen Getreide und Mehl wurden zu Gunsten des Kommunalverbandes beschlagnahmt, waren aber plötzlich während der Nacht spurlos aus der Mühle verschwunden, angeblich durch Einbruch. Das Schöffengericht verurteilte Klingebiel zu 500 Mk. Geldstrafe. Um dem Müller aufzuhelfen, hatte ein Bürgermeister von einem lnahen Dorfe für sich einen Zentner und für verschiedene aiibere Leute noch mehrere Zentner Getreide zum Ausmahlen ebenfalls ohne Mahlkarten dorthin gebracht. Auch der Bürgermeister wurde zu 500 Mk. Geldstrafe verurteilt. Drei weitere Einwohner von Margretenhaun und Keulos hatten insgesamt 127 Kilogramm Ge- treide zum Ausmahlen ohne Mahlkarten zu dem Müller gebracht. Auch sie wurden zu Geldstrafen, von 60, 50 und 40 Mk. verurteilt. Der Bäckermeister Sennefelder (Fulda) hatte 100 Kilogramm Brotgetreide zum Äusmahlen ebenfalls ohne Mahlkarten in jene Muhle geschafft und muß dafür 300 Mk. Geldstrafe zahlen.
-(Marburg, 30. Juli. Tie Ferienkammer des Landgerichts beschäftigte sich heute mit einer eigenartigen Sache, nämlich mit der Beraubung einer Anzahl Bienenstöcke in der Gießener, Glrchenbacher und Wetzlar:r Gegend. Ter Angeklagte der aus Rodhetm stammt, wurde auch in sechs Fällen für überführt erachtet, Honig und Zucker aus den Kästen und diese selbst zum Teil mitgenommen zu haben. Es muß jedoch, nachdem eine ganze Anzahl Zeugen vernommen waren, aur Einstellung des Verfahrens erkannt werden, weil der.Amnestie-Erlaß in Betracht kam.
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uns haben.
Zu ix?m Raubmord selbst i|t noch das folgende mitzuteilen: Ter Mörder bat sich bekanntlich als Leutnant d. R. Volkmar angemeldet und wohnte in der Villa Melitta. Er befaß and} einen von Noske unterzeichneten Freifalmchein twn Berlm nach Frankfurt a. M. Der Fortgang der Untersuchung hat nun aber ergeben, daß der Mörder überhaupt nicht Offizier ist, sondern sich im Besitze gefälschter Papiere befindet. Seinen richtigen Namen hat er bis jetzt noch nicht angegeben, ebenso wie er die Tat immer raxfci mit Hartnäckigkeit leugnet. Kurz nach seiner Verhaftung mwchte der angebliche Leutnant einen -selbst- Mordversuch. Er nahm eine Dosis Morphium, die aber zu gering war. Das Pulver hatte er in feinen Kleidern versteckt. Ter Leiche gegenüber- gestellt, zeigte er keine Reue.
h. Bad-Nauheim, 30. Juli. Eine beachtenswette Neuerung hat der Kurdirektvr mit Bezua auf das Kurorchester durchgeführt. Mit Genehmigimg des Ministeriums erhalten von letzt ab 25 Musiker ganzjähttge Verträge. Während für die Sommerkur Verstärkung des Orchesters erfolgt, tritt für die Winterkur, die nunmehr gesichctt ist, das ständige Orchester in Tätigkeit.
oz. Friedberg, 30. Juli. Nach dem Genuß von durch den Lebensmittelausschuß bezogenen und durch die hiesigen Kolonialwarenhändler verkauften Fischen erkrankten am Sonntag in einer hiesigen Familie sämtliche fünf Personen, die von den Fischen gogeisen hatten, schwer. Der Arzt hofft jetzt vier Famillenglied^ durchzubringen, das Dienstmädchen schivebt noch in Leben Gefahr. Die Fische waren geback-n worden und diesem Umstande gibt der Arzt die Schuld mi der Erkrankung. Wären die nicht mehr ganz frischen gische gekocht worden, so wären die Krankheitserreger abgetötet worden.
ba. Friedberg, 30. Juli. Dem Kreis Friedberg ist vom Nrichsernährungsamt eine wertere Menge amerikanisches Weizen me hl zugewiesen nwrden, das demnächst zur Verteilung gelangt. Auf den Kopf der getrerdeversorgungs- berechtigten Bevölkerung entfällt etwa 1 Kilo Mehl. Der Preis des Mehles stellt sich auf ungefähr 80 Pf. für daS Pfund.
-m. Laubach, 31. Juli. Heute früh verunglückte im hiesigen Bahnhof der verheiratete Bahnarbeiter M o h l aus Gunterskrrchen, iir Ruppcttöburg wohnhaft, dadurch, daß er beim Rangieren zwischen die Puffer zweier Waggons geriet. Hierbei wurde ihm der rechte Oberarm vollständig zerquetscht, so daß seine fafartige lieber« fthrung in die Gießener Klinll notwendig wurde.
e Schotten, 29. Juli. Ter altbekannte rnb stets gut besuchte Scholtener ,,So mm e r- markt" wird in diesem Jahre Meder abgehal- ten. Er findet am 4„ 5. und 6. August statt. — Ter neugewählte Bürgermeister trroin Menget ist verpflichtet worden und bat die Amtsaeschäfte bereits übernommen. — Hier hat sich eine Ottsar Lippe der Krie gsbefchä- btg te n und Kriegshinterbliebenen gebildet, die sich dem Einheitsverband der Kriegsbeschädigten tSitz Leipzig) angcschlossen hat.
Kreis Friedberg.
Hasardspiel und Raubmott).
Es wird uns von einem Mitarbeiter geschrieben :
# Bad-Nauheim, 28. Juli. Der Dad- Slauheimer Raubmord bat die öffentliche Ans- vvttfamkeit auf die Spielklubs gelenkt dis Vie in den meisten Badeorten auch hier leider ihnen Einzug gehalten haben. Die Tatsache, daß das Hasardspiel auch hier wieder aufgeblüht ist, soll nicht weggeleugnet Iverden, auch der Raubmord steht in unmittelbarem Zusammenhang damit, aber eine Reihe anderer Ereignisse, für die die Spielklubs verantwortlich gemacht werden, sind buri>nt§ noch nicht erwiesen, und mußten daher teilweise auch schon nieder berichtigt ober widerrufen werden, llcberhaupt hat sich bis jetzt die Sensation der ganzen Sache zu sehr angenommen, speziell auch des Raubmordes. Tie nähere Unten uchung hat bisher zu ganz anderen Feststellungen geführt, als sie ursprünglich im ZusammenlMig mit dem Mord gebracht wurden. Wir sind die letzten, die den Spielklubs auch nur mit einem Wott ein kristenzrecht zugestehen möchten. Mit der über- tmegenden Mehrheit der Bad-Nauheimer Bevölkerung bedauern Nur es im Gegenteil, daß die Spielhöllen nicht geschlossen werden können.
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« aus bewegte rgmufliferei, mo Allste mmingn aurgmnfliter ggop n9 der Zwanaz. l9 H Siegemriiteri i mrisaml bnvirTen u) btt 3ug mch txoi cin Korb Eier bp t wurden m die hio w zum Preise wi nd nnbet anv twiteB die neuen Erzeu. werden sollen. 3u- > eine Kommiffion w »öchstmise übertocufa i Erzeugeril und Ve» bringen mnd. Kem der neuen lernte ön Gettcidc wie die Kn diefert wird und nid, reits ein Lerttnrr M Stelle, um die 8c ten entgegmjunkhina andtsenllbrung-Md Belegen hat tenfarrtfl h auf dar 8odai bd ange nüfjt «Üt 8/» «nW. nm Luf« temng da Zwai^ gescheueü «Vlßha
noch «am andere BerhSltnisje vor. Dazu war die ehemalige Sptelbank öffentlich und stemd unter 'taatlicher und polizeilicher Kontrolle. Außerdem war die Spielzeit aus gewisse Sturiden befajuänft und wurde bei Ablauf dieser Zeit abgebrochen. Nauheimer Einwohnern loar nur am letzten Tage der Spiclsaisvn das Spielen gestattet. Heute liegen die Verhältnisse anders. Bad-Nauheim ifLein Weltbad geworden, das nickst mehr einer Spielban» bedarf, um Besucher heranzuziehen. Im Gegenteil., es hat in seinem Charakter als Bad für Herzkranke zur Wahruklg seines Rufes Interesse daran, daß zweifelhaftes Publikun,, wie es sich stets auch um Spieltische scharen wird, von hier fern bleibt. Und es faxt zum mindesten Interesse daran, daß der (5faelbetrieb nicht Auswüchse zeitigt, wie wir ie im Raubmord in der Ludwigsttaße vor
Kreis Wetzlar.
** Krofdorf, 30. Juli. Wie uns mitgeteilt wird, erreichte beim Gartenfest der Burschenschaft Krofdorf nicht der Uedcrschuß, sondern die gesamte Einnahme die Hohe von 1100 Mk., so daß nach Abzug der sehr erheblichen Unkosten dem Verein ein vechältnismäßig geringer Ueber- schuß verblieb. Weiter sei bemerkt, daß der Verein lürzlich für die Kriegsgefangenen annähernd
Sport.
** Fußhallsport. Auf dem Sportplätze an der Härtst traten am Sonntag die dritten Mannschaften des Sportvereins 1917 Marburg und B. f. R. 1900 zum Wettspiel an. Ta- Spiel wurde in überaus forschem Tempi und fast lautlos ausgettaqen, ivas der sportlichen Erziehung der beiden Mannschaften alle Ehv^ macht. Tie Marburger Mannschaft war im Sturm etwas zu schwach und mußte sich mit 5:0 Toren geschlagen bekennen. — Nach> diesem Spiele begann das Spiel der «ckademischen Mannschaften des Frankfutter Fußballoereins und des B. f. R. 1900. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an, kurz nach Beginn schied der rechte Verteidiger von Frankfurt aus. Franksutt spielte hierdurch etwas zerfabren und mußte am Schlüsse den Hiesigen mit 6:0 Toren den Sieg überlassen, Eckenoerbält- nis 18:3. Nach dem Spiele in gesellschaftlA,em Beisammensein ward das mit den Frankfutter Akademikern angebahnte BerhAtnis bekräftigt, und mit dem Wunsche „Auf Wiedersehen in Frank- firrt" trennten sich die beiden Vereine. Gerade dieser Erfolg sollte den hiesigen Studierenden ein Ansporn sein, tatkräftiger als bisher sich dem Spott zu nüdmen, um die Ludoviciana auch nach außen hin würdig zu bertreten und die Scharte gelegenllich des Zusammentreffens mit der Universität Marburg aus-ugleichen.
»Äu8bemrtefTe 6»»lieft, 2^guIL Von deutsch-nationaler Seite war der Veriuch gemacht, für die kommende Kreistags wähl eine gemeinsame Liste aufzustellen. In einer Reche von Sitzungen, welche von Führern und Mitgliedern aller Parteien besucht waren, tfi e8 gelungen. dem Kreis eine Wahlagitation und sogar eine Wahl zu ersparen. Man ging von dem Gedanken auS, daß nicht Patteiinteressen, sondern lokale Interessen zu entscheiden haben, und daß es darauf ankommt, dafür geeignete Personlicl)- feiten zu bestimmen. In Einzelversammlungen ui Schotten, Ulrichstein, Gedern und Laubach wurde die den Bezirken zukommende Anzahl von Mitgliedern für die Liste präsentiert, die dann schließlich in gemeinsamer Beratung bei dem allgemeinen Verlangen nach Verständigung angenommen wurde und die einzige blieb, welche am Samstag offiziell eingereicht wurde.
** Volkartshain, 30. Juli. Der bisherige Bürgermeister W i n n e ck e r und der bis- berioe Beigeordnete Karl Müth wurden wieder- gewählt; außerdem erhielten GIrfrau Friedrich Schäfer I. und Frida Schmidt 3 Stimmen. Die Gemeinderatswahl erfolgt noch einmal, da die erste für ungültig erklärt ist, weil sich auf der Vorschlagsliste der Schwiegersohn des Bürgermeister-
Obwohl das Hasardspiel durch das Gesetz verboten ist und unter Strafe steht, konnte man bis jetzt noch nicht polizeilich einschreiten, da es sich bei ten hiesigen Eptelbettieben um geschlossene (^eseil schäfte n hondell, in die alverdings durch Zahlung eines .Mitgliedbeittags jeher ausgenommen werden kann. Spielklubs sind gerade für te Zukunft Bad-Nauheims in seiner Eigenschaft als Sveziqlbad für Herzkranke besonders unerwünscht. Es ist daher begreiflich, daß sich hier der größte Teil der Einwohnerschaft und des Vermieter- und Hotelgewerbes sowie die Delwrden und die gesamte AerHteschaft gegen die bestehenden Spielllubs wenden. ES gibt hier nur wenige, die sich mit den Mr Zeit hier bestehenden drei Spielllubs — Internationaler Sportverein im fcotri Bristol, Klub von 1919 im Grand-Hotel unö eine Gesellschaft in der Pension Heinemann — befreunden wollen. Davon chndett auch die Tatsache nicksts, daß die Spielllubs bereits aus dem Gebiete der Wohltätigkeit manckMs getan haben. So stifteten dieser Tage sämlliche drei Gesellschaften für die olympischen Kampfspiele Geldbeträge von mehreren Tausend Mark, ebenso hat man schon der Kriegsgesangenenfursvrse bettächt- liche Summen überwiesen, auch hat der „Club von 1919" schon 3000 Mark für Zwecke der Volks» ernäfcrmtg ausgckwvrfein. Tie wenigen Anhänger der Spielllubs weisen die Gegner immer wieder aus die alte Spielbank in Nauheim hin, die im Jahre 1872 ausgehoben wurde und nach Monte Carlo
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