Ausgabe 
31.5.1919
 
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drittes Blatt

M. 125

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen)

Samstag, Mai Vfto

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Au» Statt und Land.

(Siebte, 31. M« 1919

* 5 abrrabbiebUabl. Am 30. Mar, ettiag-' legen 12 Uhr. mürbe em vor dem Lebensmüt lamt auf turw .text autflritfllici Fahrrad entwendet Tafc 3lab cd MarkeCito", bar vorne cn.-it roten, hinten einer grauen Mantel, -ilbc tzolziclaen unfr ebenfalls dölzernes ediurblect) Sachdienliche Miitcttungen nimmt btt tiiminoloblcilung en karge«

Zwei Wäsche marderaefastt Der Polizei grlaitfl H, zweiicfamirn. weiche am hellen Tage in einer ' Strafte in den Hausgärten aufpebängte im Wette»von

mehreren 10()_ Mark uali.cn, caymebmen. Es waren zwei Sdnoeftern auv einer Ineiiqe« fo- stifte; bte geswdleucn Sadjen wurden ihnen wieder abflenommni und den Eigentümern zurück- gegeben

** Desitzwcchsel. August Momauus in Siegen verkaufte fein Anwesen Neustadt 19 an Ludwig Fcedler für 30000 Mk., desgleichen dtoetfjeftraBc 23 an Kaufmann Mankopf zu toOOO Mk. Aaufmaun und WertchLirdter tüdKl veräußerte das paus Ludwigspiaptz Ulm Preise von 34 000 Mk. an Schuhmacher Ärombad), fowre Ecke Gulcnbergsttave-Lud- rmgE.'ap zu 25 000 Mk. an Konrad Boß.

* Eine P o st wert ze i chen ve r steig e - runa des Reichs-Postmuseums wird am Mitt­woch den 25 3uni abgehalten werden Zur Serftvü gtrunst stciangeil Rcstbestände ungebrauchter Post- Wertzeichen der früheren deutschen Postanstalten in ter Türkei (Ausgabe 1906/12 mit Wasserzeichen). *4 werden sowohl kleinere Lose für Sammler, als iu4 größere für Händler käuflid) fein. Tas Nähere er-zeben die Dcrstcigcrunaöbcdurgungen, die vom AeichS-Posttnuseum in Berlin bezogen werden ' been

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Hcpseln vor, die ebenfalls bis jetzt gute AuS- itchlen bieten. Die wertigen Nachtfröste haben

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en Regen, sonst gibt es in jeder Hmsicht sehr schlechte Ernte.

stehtcn füülL'n! Unruhe tarn über ihn. Was -U barau-i narben?

ät per chob die Beantwortung drei« Frage.

Wo war bet Bries?

tut in ungeschützten Lagen Schaden ange­let, das übrige Steinobst sowie z. B. das Heerenobst, steht schlecht, dagegen zeigen Erd- xeren vorzüglichen Stand. Hoffentlich brin- gen die allernächsten Tage einen durchdrin-

Ilotan, in ben (irrten haust infolge der Dürre » Ungeziefer und lastt die Pflanzen nicht echt auFonnnen. Die Obstaussichten stehen

** Grenzen der An gest eilten der- 11 die rn n g Zur Ausdehnung der Angestcllten- ortfidKruiifl liegen einige neue Entscheidungen das Lb«-Schicdsgerichts vor Bersicherungootlichtia ist eine Laborantin, die in einer ärztlichen Bil- düng anstalt unter Aufsicht und Verantwortlich­hit von A«zten NÜHrbödd,'« und Jmvfswfe her- f.dlt sowie bakteriologisch-diabnosniche Unter­suchungen vormmml und für dielen Beruf aus- -ebiwct ist Nicht versicherungspflichtig ist da- eenen ein Werkstattschreiber, der lediglich zur Bei- tilse für einen Werkmeister die Akkortkarten aus- tziiüllen und für den Werkmeister Botengänge |M verrichten hat

Kreis Büdingen

Kirchlich* Nachrichten.

GMesdrenst am Sonntag ben L Juni (Craitbi).

Evangelische Gemeinde.

In der St ob tf i r che. S: Zugl. Christen! Lb. Neukonfirm cuS d Mark.-Gcm. Pfr.-Ajf. vchaefer 9^: Pfr Mahr; 11: ffinbrtfirdy für Oie Vkatth.-Gem Pfr. Mahr In der Io han nes- lirche. 8: Zugl. Christeul f. b. Neulonfirm. aus 1 Joh^Gem Pfr. Isfeld: 91.#: Pfr BecktolS-

; 11: Lindert, f. b. Luk Gcm Pfr. Beck- imer. Air d) berg. Vorm. 10 (Heil.

für Doud ringen.) Dau bringen. 1^. Lollar Nach»» l1/«.

bis jetzt weuigstenS etwas günstiger. Kirschen iititb Birnen chaben durchweg gut angesetzt, oroheu aber infolge der Trockenheit nod) viel- Ovch abzufallen; dieselbe Gefayr liegt bei

Do ,var her Bries? (5t trat ans Fenster öffnete die Brieftasche Ein heilloser Schreck tain ihn Die eine Hälfte b« Tafckte mar jrtüllt mit Bantnoten. Zum Teufel, bas nur eine sdieusttiche Geschicse! Er "barte einem tune eiiujt Brief wegnehuteu wollen, dem dieser »ich: gehörte, und der mit dem Brief Un* anridHru wollte. Aber er hatte doch kein

Der Doppelgänger.

Roman von CarlSchüler.

Fortsetzung Ar. 32.

,Jlnb tonn, mein Sohn, wachst du darüb«, >ni sch durch mdrte gestört werd !" instruierte er feitet ,^ch liy müde. 3dr will schlafen."

. Galdino kam dieser Entschluß leiuev $>crrn z kyr gelegen. Er war froh, baft Torinat das Loch M Teppi.b, über das er ein Tigerfell gebreitet Mfc, noch nidrt pvmerft hatte, und dann fühlte tt eine solche Müdigkeit tn allen Knoch-n. daß sr dem Bcifoiel seines Herrn zu folgen beschloß. er ged achte einen langen Schic' zu tun. *6 ehe er feinen Krauökopf zur Ruhe bettete, Mdjte er den Bries zum Briefkasten.

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jweiten, schlechter als im vorigen ^Zachr, »eit* Kartoffeln uno anberc Hackfrüchte können bet furchtbaren Trockenheit nicht recht

4 Ausdem Niddertal. Nachts kühl, clt bis dicht an den Gefrierpunkt, bei Tag trocken und warm, das ist nun seit Wochen 9 ykil t Eie Witterung. So erwünscht dem Land- aef J nann wannes Maiwetter ist, so sehr sehnt er . . noch im Mai einen warmen Regen herbei, dessen die Fluren drinaend bedürfen. Die stutteraussichten werden täglich geringer, was ch«a jiir Vieh und Mensch sehr zu beklagen ist, bas Horn steht dünn und niebrig und wartet iuf eine gute Blüte, die Rapsaussichten sind

Tvnval atmete auf, als er sich wieder in *Ttem Schlafzimmer sah. Das Abenteuer, in das Ütb ge'tiir\: bitte, trat überstanden Sein Plan geLmgen. Ec batte ahne fremde Hilfe den on sich gebracht.

All Tn Brief!

Er öffnete die anderen Fächer b« Tasche. Es kamen einige Wechsel zum Bon'cheiu, Offüver­wechsel, Knvali«wech'e!, einige Einensckieine, nniqr Büigsch-.rften, lauter Sachen, die auf die Geschlif.« des Bankiers Erich Labwcin kein günstiges Licht warfen, die aber für Torival ganz ahne Jnt«- effe waren

Er fand feinen Brief!

Reizend!" tagte Dorivat.Ta bist du also umsonst zum Sptvöubcn geworden, mein Lieber!"

Er legte die Brieftasche in du Schublade sei­nes Nachttisches, zog Rock uub Wcstc aut unö tvarY fick halb angeLebrt aufs $eti. Nach den Aufregungen der letzten Vierundzrvanzig Stunden verlangten ferne Nerven nach Ruh-? Er st.lost beibe Augen. Er wollte sich zwurgen, an nichts zu denken.

Auf einmal sprang er an

Ein «euer furchtbarer Geoauke war ehm ge­kommen. Für seine Tat würde man ben an­deren verantwortlich machen! Emil Sch'Uvic' 3n die Anklageakten gegen Ennl Schnevst, bte im Geschäftszimmer des zkiminalkommusors Febl- hauer lagen, würoe ein neuer, schwerer Foll ein- getragen werden! Ein Fall, der dem Schnepfe ein paar Jahre Zuchthaus (inbringen mußte! ünb die wurde er unschuldig verbüßen!

Grüß'ich!" murm.'lte Torival.

Ter Schaden mußt? mög ichst nnrt>er gut ge­macht werden Turck- Ofclb vcelleicht.

Bor allem aber mußte tx noch heute bk Brief­tasche und ihren Inhalt an Labwein zurücksentx.n

Es schien ihm richtig, fcfQuttrttai, wieoicl Geld in der Briefcajche war, überyaupl ein Ber- zeichvis an*u egen.

Aolkwlische (Gemeinde Jubiläumsfeier btt hl Bouifaun-

6^t: Beichtgel.; 7. H| Meise, gemeiuscha'tl. otvmm. o. Iungsr . 8: Ausl d bl stamm 9; sHoci-aint m Pred.; 11: Hl. Messe m. Pred : 2'/»: Fmerl. Äufn in d 3ungir Äongr Donneratag, abds 8: Beichtgel Freitag, vorm 6».. Segcns- meiie. Samätaa, nadjm 6 u abos 8: BeiclNgel Diaspora-Gottesdienst am 1. Juni: Saulwidi 10, Lich 9y,.

* M ü ller'sche Badeanstalt. Wasserwürme bet Lahn am 31 Mai: 18° R.

Aus dem Amtzveriiindigungrblatt.

Ta# AmtSverkündigunasblatt Nr 37 vom 30. Mai enthält: Ti Wahlen zum Pro- vmzialtag. Betordnung über b:r Äfid<ial»e der aus Belchen und Frankreich entfernten Pbafchinen. Bom 28. März 1919 spnne vom 5. J1Jat 1919. Masnalmien gegen Iik>hnungsnu»rgkl Bvm 12. Mai 1919. Berbranrtisie^?lun.i der in die öffentliche Bewirt schäft ung anom menen Nährmit­tel: hier: Bestellung von Nrch-mitteln. Bor­sland brr Aassera.-nns enidas Nodlicimerw gseld- genosfenschaft Tiennnachrid^en des st reis amte* Faldbereinigung Rabertshausen.

Tie Wahlen zum P r o v i n z i a 11 a g sind auf Sonntag den 31. August festgesetzt. Es sind 35 Mitglieder zum Provm iartag zu wählen

Sämtliche aus Belgien und Frank- re i d) entfernten Maschinen, M afdunen- teile, industrielle ober landwirtschasllidie Betriebs- fictälc, Zubehörteile icbcr Art, lotoie allgemein industrielle ober lan^wirtsdmftliche Gegenstände jeder Art werden beschlagnahmt Beräuderuugen an bat beschlagnahmten Gegenständen, auch von Ott-verönderungen, find verboten, ebenso sind rechtsgeschäftliche Persüpungen übet sie ver­boten und nichtig. Die V-schlagnahme endet mit freihändigem Eigenlumsermerbe burd) das Reich, mit Enieignunn ober mit Freigabe Alle beschlagnahmten Maschinen sind unverzüglich bei der Reichcentschäbigun'.zskominif ion, ^"ca^chinen^ abteilung, in Berlin W 10, Vikkoriastraste 34, au- zuzeigen Ob die Aegenstänbe sich in Teutschlano ober im Ausland befinben, macht keinen Lltttfc- schied Alle lstegenstanbe sind pfleglich *u be­handeln Jedermann ist verpflichtet, auf Ver­langen des Reichsschatzminister. ober der von ihm bezeichneten Stelle Vlußfunft Über sie zu geben Zur Ermittlung richtiger Angaben dürfen schaftsbriefe ufiv einoefebcit weiden Die von den zuständig»n Stellen Beauftragten sind verpflichtet, über die Gesd)ästsverhältnisse, die durch ihre Tätig­keit zu ihrer Kenntnis ko in men, Verschwiegenheit zu beobachten. DaS Ergebnis der Auskünfte oder Ermittlungen darf nicht zu steuerlichen Zwecken verwendet werden. Der Reichsschahminister ist ermächtigt, die bezeichneten ^kgcnfiänbe, falls sie dem Reiche nicht auf Verlangen freiwillig gegen Bezahlung zu Eigentum überlassen^ werden, iür das Reich zu enteignen Dem Eigentümer ist unter Berücksichtigung feiner EsestehungSkosten ein angemessener Uebernahmepreis zu zahlen Die Borschrifteu der Verordnung über die Einwirkung kriegswirtschaftlicher Mastnabmen auf Reallasten, Hypotheken, Grunbschulden und Rentttiichulben vom 11. April 1918 gelten entsprechend, ohm Rücksicht darau', ob bat' Unternehmen. auS dem die EKyenstLnde entfernt werben, eingestellt wird ober nicht. Zwviderhandlungen werden mit Ge sängnis von einer Woche bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe von eintausend bis zu hundert- tausend Mar! bestraft Gegenstände, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, sind für das Reick einzuzieben Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu fünfzehntausend Mark wird bestraft, wer bei Mitteilung ober Ver­wertung von Geschäfts- ober Betriebsgeheimnissen sich nicht enthält. Mit Berorbnuiig vom 5. Mai 1919 ist ferner bestimmt: Unterbleibt auf Antrag des Eigentümers die Rückgabe einer der beschlag- nabmteit Gegenstände,^ weil im Einverstütrdnisft mit dem feindlichen Staate ein Ersatzgegenstand geliefert wird, so hat der Eigentümer dem Reiche gegenüber die durch die Beschafiung des Ersatz- gegenständes entstehenden Au Wendungen vorschust- tveise zu zahlen !pat der Eigentümer die ihm obliegenbnt Verpflichtungen erfüllt, so kann er vom Reiche die Erstattung des Betrags verlangen, den er im Falle einer Enteignung erhalten hätte Liegt die Unterlassung bet Rückgabe des Gegen­standes im öffentlichen Interesse, fo kann der Eigentümer au Berbern vom Reiche hie Erstattung eines angemessenen Beitrags zu ben durch die Beschaffung des Erfatzgegenstanbes eiüftanbcnen Aufwenbungen verlangen Streitigkeiten, die fidi ergeben, entscheidet endgültig das Aeichsschiebs- geiidit für Kriegswirtschaft.

Bestellung von Nährmitteln für du Landgemeinden Es sollen auSgegeben werden

1 für brotgetttideverforgungHberechtigte Kinder bti zu 12 Jahren rote Harte): auf die Marken 48 und 49 der Näbrmutelkarte B Nährmittel und Marmelade: 2. für die übnar broigtlrdbc' verforgungsberechttgte Nevölst rrmg blaue Karle): au) bie Marten 59 und M oeriähnniUel- fartc C Väbcmtttcl nab Marmel ad. SiJcr dre auf ihn entfallende Ware zu be;.irb<*n wünscht, bat unter Borleaung setner Marte bei einem Klein banbler feines Wohnortes bis zum 31 Mai p. I. eine Bestellung aufjugebeu

Als Porstand ber Wassergenossen fckafl Rodheim.rwegfeldg nof endiaft wurde Ludwig Kammer aus Stein bum erblick verpflickler

Die Rotlausseucke ist bei ben Schweme best8nd<m des Heinrich Peppel und Marl Rack V ,u Ober Lais fest gestellt worden QfcMitfoerrr wurde aiigcorbnci. ------ - - ------- -n ..............

Letzte Nachrichten.

Vie Aufnahmen der deutschen Vorschläge.

Versailles, 30. Mai <'VTB.) Tie Auf­nahme, ivelcke die deutschen Öie g e n o r r lckläge in der Pariser Presse finden, ist nicht fo sckvoff und abfrfmenb, als man es nach den Presseäusterungeii in den letzten Wock-en hat.e ann.hmen tonnen Zwar sind auch heute roteber ickars.' Stimmen au finden, namentlich im jffi ziösen natr.malistischen Lager, aber e- ist kad) tenS'vert, da st jaWrcidx Blätter diese» Lagers heute kein etgtmtltAe» Urteil fällen, fjnbrni sich mit einer JlnifdinibunQ der Inhaltsangabe der deutickren Tenlftbrift begnügeu. Selw scharf äufn rt fick natürlich der ,Matin", «ueldKr die Lenk schrist als outen Versuch Deutsdstaubs betrachtet, LniW moralisch wie materiell den Folgen des von il)m gcjuo.'llai Krieges zu entgehenPetit Journal erMvfl in den Okgruoorfdjlägcii nur einen neuen Versuch, die Alliierten zu nftwvien Ta^_ fccutdje Manöver wäre nicht geftrbr'.o', wenn Wilson an den Kvnserenzarb.it en nicht teilgon.'m-- mrn hätte. Jetzt ad r iwrbe es Brocketts fdrocr fallen. Wilson, welcher eiirer ber hauptiachliehswn Urbebu. des Vertrages war, davvtt zu überyugm, (oft er (Willon) seine wrundiäye selbst nicht ver­standen !>abc. TasI ournaI" meint, das', die deutschen Vorschläge vor allem bezweckten, Teutsdstanb aus b.-m Zustand iirterna tonaler Lbv terfegi-irbeit zu bringen, in nx*ld)ni cs durch ben Vertragsentnmrf der Alliierten käme Auf die Jrage, ob die Alliierten sich auf Verhandlungen einlassen werden und Abäichrrungen voniehmerr wollen, Dormcibct die Presse nach Möglichkeit ein-« zugeh<m. Selbst Hutin imEryo de Pari»", welches über den gestern abend in Konferenzkreisen herrsdrenden Eindruck berichtet, erklärt Irbiglid)!, man glaube nicht, daß die Alliietteu in den ber- schiedetren prinöipiellen «Punkten nachgeben wür­den. Tie Frage, ob man unterlxniöeln werde, lässt er überhaupt unbeantwortet Tiefe Un- sicherlieit ber Presse, welche vielleicht daraus zu- rüekzussthren ist, haft die Friedenskonferenz den genauen Wortlaut ber deutschen Vorschläge noch nicht tennt und infolgedessen vielleicht noch nidX Zeil aefunben hat, ein S ichmort auszugeben, spic, gelt fid) auch m den Blättern mit dieser Partei- ridtung wie ,,Heure" undRappel" wieder.

Die sozialistischen Blätter bringcr aufter der Humanitä noch keine Kommentare Tu gegen ist ein Artikel Sembats in der Humaniti austervrdentlich beachtenswett. Er schreibt, man müsse hoffen, dast der Viererrat sich dtesmal nicht von den Sdyreicm und Hetzern beraten lassen werde, wie dies schon mehrere Male ber Fall gewesen fei Er fähtt dann fort, schlimmster Wahn^ sinn wäre es, die Diskussion zu verweigern und brutal zu verlangen, haft Deutschland nachgäbe und sich schweigend unterwerfe. ,,Man stelle den Wortlaut ber vierzehn Wilsonschen Punkte bem Wortlaut des Präliminaririedens gegen,Iber. Ta gibt es in bie Augen springende Widersprüche Tie wahren Richter Wllhelmö II. können nur

Tiunentr Sc notwendig, um dem dochsa.>rrnden Urteil Clrmenccau» einra lebendigen x-aoei. ur bee UnbaUt*arreü »eurer yaii< miniul tuiielL h

llon Der brundKii FrtcdcncHelcgation

8<r(<4((<e. 81 Mat (tSTV . tvvai Brockdorrf-Rantzali ard-.> rte am Wrertag vv» 9-11 Ubr mit hnt 'Haien, die in Brr.'.nlrvid» Milben »irre n au b-r Abi. n^ng <v e Mi morattdum.' über chie Att>. rten d r ':»»», insti.» oat, insbesondere übi-r bie He»iz unt Xo'nh"» fragen. Diese Kommissionen Insten in b. :t nädtfiru Togen zusammentritrn Xu'ieniiicn Herren - . seit der Ueb-Tflnbi d>r Gegenoorscktäge i.Hu ntei.r benötigt iverdin, sollen sobald als möglich heim r .sen Lderst Sj < g r u br ubtx am frrettag m t h an 100 (Siemt'laie d r Ah'flmuoddjläge nach Pari.-, die für bte Prüfungrlommission Ixftimnti b

Ein Anaspntch Lloyd Grorgro

London. 30. Mat. tWTB.) Reul, t Llovd George erNätte in einer kürzlich tit Amstn gehaltenen Rebe, die Deutschen mussten den A e venvvettrag unterzeichnen, wenn nick! in Bcr faillti?, bann in Berlin 2Benn fick oer Pter. r rat nach Berlin begebe, müsse et iedoch eine Armee hinter sich haben

(Slrmrnffüu und dir ArdciM.

Versailles, 30. Mai ^WTB) DieBa taillc" meldet, haft der von dem Rational ivmitee der s ran z ö si sckren Gewerk schäften ernannte Äusfdruft unter den, Vorsitz von Joubaux sich gestern uachmitlag |u Clernen, ccau bcg-'b-cn hab., um mit ihm After bie Demo b i I m a d) ii n a, '.lmneftie und Inder vention in Rus'land RücklPracks zu nebin.m Jonbaiir legte Clemenceau den Standpunkt der Arbeit, rsa»aft in diesen drei Fragen bar. Elemencean er co i b e r t e ausiührlich und erklärte, bati augenblicklich ctiva ztvei Millionen Mann bnuotn lifiert wurden, und da st sosott nach Unter teidnuni-i des FricbenSvertratz s bie voll stündige Temobü 1110(1)11 ng burchgesnbrt werbe Er v,'rsichi'rtv ferner, bap. für alle militärischen Vergeh n aufter füi ^sfirat "bbtr einschlirstlich Meuterei eine Amnest" erlassen werdin würde. Elemeneea» erklärte, ei set der Ansicht, duft keine Einmischung in in, inneren Aimelgenh.iten Rustlands grübl werden bürie. Die Räumung russischer Gebiete, namentlich von Odessa sei kürzlich von der französischen R« fnerung angeordnet iwrbtn Sobald diese die Zu idfeninfl habe, bafj btt Frankreich befreundeten und Rus'land benachbarten Länder frei vor ben Angriffen russischer Legwnen würden leben föitnen. würben die augenblicklich an der Grenze 'Bolent- unb Rumäniens stehen den französischen Truppen nach Frankreich znrückgebracht werben.

Die Adriafrage noch unaelösl.

Lugano, 30.Mat. Das neue Proiekt über Fiume und Istrien, welches bn Temps" veröfsentlicht, ist nack einer ossiziv fen italienischen Meldung nichts weiter al eine Privatarbei t des Herrn T a r d i e u. lvctche durchaus nicht den $ctfalM>er Italien» scheu Delegierten finbet.

Mannheim ohne Wasser, ftsas und ElektrtzikSt

Mannheim, 31 Mai (WTB Die stübu sck)en Arbeiter des Olas-, Wasser- und Eb ktrizftät wertes sind seit gestern nachmittag ivegen Ford« ning einer Teuerungszulage von 3 Mk. pro Tag in ben Ausstand getreten Die städtischen Betrieb liegen still und Mannheim ist ohne Wasser, Aa uno (Skftriiüät; auch der Strabenbahnoerkelu ruht

Trinkgeld aufhedung.

Berlin, 31 Mai. Die Inhaber der aroft r Berliner Bierlokale ertlärlcn sich mit 213 gegen ISO Stimmen für die endgültige Trink gelbaushebung uno damit für ben neuen Lohntaru, der morgen in Straft tritt.

revolutionäre Teutsche ober in ihrer Ermangelung kann es nur bie wahre Gesellschaft ber Nationen sein, nicht etwa die Äesellschaft ber Nationen, wie sie im Versailler Vertrag errichtet nriro, sondern die wahre Gesellschaft, wcld)e alle Volker, alle Neutralen unb alle Kriegführenden, umschließt."

Tit Rott Rantzaus über bie sniegsgefangenen

® er ff n, 31. Mai. Zur Note desGrafe n Rantzau in bet Ariegsgesangenenivage heißt es in derVofsiichen Zeitung", oaß sie in Ton und Haltung völlig bem Empfinden des deut­schen Volkes entspreche Darüber hinaus sei sic ein Dokument, das bis. zur letzten Zeile vor icbem Menschen des Auslandes bestehen könne Ter Schluß ber Note mit dem Hinweis auf das Zeugnis französischer Arbeiterfrauen wirke erschütternd Die Veröffentlichung deS Do-

Er holte die Brieftasche hervor, setzte stck auf das Schlai'ofa und zählte neben ftch bafl Geld auf. Es waren icälftaufenb dreihundert Mark Dann machte er von den anderen Papieren eine lung.

Nun chielt er bie leere Brieftasche in der Hand Er drehte lie hin unb her Es war kein weiteres Fach in ihr zu entdecken. Aber, als er sie befühlte, bemerkte er, daß bk schwarze Ledernmchüllung unaleich stark war. DJn ber Halste, btr sich bufer ansühtte als bk andere, tinstette etwas. Er betrachtete bie ükwftakfe genauer und fand daß die äußere Hülle eure doppelte war Zwischen tivfeii beiden Hüllen batte nch früher ein Fach befunden, daß fich über die ganze Breite bet Taick erstreckte. schwarzem Znftcn war nady träglich dies Fach am oberen Rand der Taschc znk.näht worden

Torival txeraxlt mi: feinem Taschenmeskr b« Nah. auf und zog zwischen ben beiden Hüllen einen Bries hervor.

Es war der Brief, ben et gesucht ftottr

Er betrachtete ben Bries genauer Tie Abteile auf dem Mauen Umschlag lautete: Herrn Werner Mesner, in Firma Rosenberg u Mcftner Metzner war der Mann, der von ben Horden des Alvarez ermarbet worden war. Er hatte diesen 8rtcf ntt zu sehen bekommen

Torival zog das Schreiben ans ben» ümschtag Tas war also die Schn ft des Ä'jmule Rvlenberg Ter Mann schrieb fest und klar. Nach einigen kurzen Bemerkung-m fiter geschöft.ich^ ,-^inge hatte SRortnbetg an seinen Teilhaber geschrieben:

Beunruhig' bin ick über die Nach-ncht, baft Alvarez .neber bas Land mi' ferner $äitber(anbe

ouSranbt. Er ist der gefährlichste von den r.cht reichen Banditen, die unter bem Vorgeben, für dir Rechte des Volkes zu kämpfen, nur bestreift find, die eigenen Taschen zu füllen. HosfeEi h trifft ihn bald das Los, das er verdient Ich rcürbt mich sehr freuen, roenn Sie mir schon in Ihrem ^nSchste,' Schreiben berichten köimtt». daß dieser geiDÜfenlofe ßkiuner an einer Tele- grcphenstanne anfgeftängt worden ist. Es i i eine Schande, dost solches nur auf Mard uiib Plünde rung ausgehende Qkitnbfi immer wieder den i «Ingen Fortgang in der Entwicklung des Landee ftöiCÄ kann!"

Na ia' Tiefer Brief mar wirtlich sehr richtig

Er schvl- bat w^volle Stück Papier in seine eigene Brieftasche unb packt dar Ge b, bi' Wechsel imd Elrrcnschrtne bei Direktors Labweuc wieder in dessen Btteftasche Er wollte \v gut o-rrockt durch die Post dem Eigentümer wieder zusenden Da .am ihm m Bedenken Wenn et bie Vn-ft- laiche mit den W.rtiache« Aurüdqab, unb nut f den Brief behielt, jo lag für Labwern ov Ver­mutung sehr naftr haft ber Mann, der -hn (v ftotyfen hatte, ein Beauftragter bce Lonsul- berg gewesen war

Er zögerte, unb fchliestlich verschloi er etr Brieftasche mit ihrem Inhalt in seinem Schreibtisch

tikgen Abend kleidete Dvttval fick zum Äu. - gehen an unb das Hau. ie- hart-' her ton der Pali'^er für ihr» aus - ' t- ^girmatuv*- lartc zu ich 5- steckt nnc f iuf, unter ihvm Sckutz.' fick-er

(Fortsetzung folgt.)