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Anspruch r» nehmen.

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setzung (Friedensschluß) hiufällig.

4. Mle Maßnahnren, bee bte Alliierte» im

4. Wähl«, bereit Zuname mit A-L einschließlich ginnt, wählen getrennt, aber in demselben Geb von denjenigen, deren Zuname mit M-g big Ueberzeuge Dich also, wohin Du gehörst.

5. Lasse Dir am Eingang des Wahllokals eine* umschlag geben und sieh nach, ob er leer, gestempelt ist und kein Kennzeichen trägt. Zusatz und lebe Durchstreichung macht den zettel ungültig und bedeutet einen Gewinn ftr sozialdemokratische Liste.

6. Begib Dich alsdann zu der im ' stellten Adsonderungsoorrichtung und stecke liiL- obachiet Deinen Stimmzettel in den Umschlag. W

Merksätze zur Wahl.

1. Gehe früh zur Wahl, nicht «st 'm der letzten

2 Sieh nach, zu welchem Stimmbezirk die Strak« hört, in der Du wohnst, und stelle danach fest das betreffende Wahllokal sich befindet. Vie lokale sind in Nr 120 bes Gießener Anzeigers Samstag den 24. Mai veröffentlicht.

3. Verschaffe Dir einen Stimmzettel, Stimmzettel durch die Parteien außerhalb des Wahllokal» teilt

Ferie«aufeuthakt deutscher «Svder i« Norwegen.

Kristiania, 30. Mai. (Wolff.) Ge­stern trafen die ersten deutschen Ferien­kinder, 67 Mädchen und Knaben, in Be­gleitung von vier deutschen Pflegerinnen un> des Sekretärs des norwegischen Komitees, des Redakteurs Rogens, der den Kindern bis Trelleborg entgegengefahren war, hier ein. Am Bahnhof in Kristiania wurden die Kin­der u. a. von dem norwegischen Komitee mit Frau Professor Holst an der Spitze, der Ge­mahlin des deutschen Gesandten v. M u t i u s und vgn Vertretern der deutschen Gesandt­schaft begrüßt. Nach der Bewirtung mit Milch, Schokolade, Kuchen und Butterbrot wurden die Kinder ihren norwegischen Pftegeeltern zu­geführt. Diesem ersten Transport sollen wei­tere folgen, da es der unermüdlichen Arbeit des norwegischen Komitees gelungen ist, dan der großen sDpserwilligkeit aller Kreise stkor- wegens über 200000 Kronen freiwilliger Bei­träge einzusammeln, von denen auch größere Mengen Lebertran für deutsche Kinder in der Heimat eingekauft und nach Deutschland ver­sandt wurden.

Titdfcüü®

Ä * «wibknd» 'M-«!« Mren utü> Sww yi< ms < jtllW , betont sei noch ijj dem Lor« ^bitaus Mber der (plt tllll,

FranzSstsche Trohungea.

Der PvovMöialdirektor ber Provinz- Rhein­dessen muß folgenden Erlaßan sämtliche unter­stellten Behörden" trjrbreürn:

Mainz, den 23. Mar 1919.

Der U-nte-MickMete ist von dem föerrn General- KvnnnLNdanten der Besatzun-ss-Armee beauftragt ttröben, folgendes zu Ihrer Stnntnid M bringen:

Wem, Deutschland den Friedensvertrasiucht unterzstchner, hört dir durch bat Waffen stiW«rd Aeschassenr Lage auf und es tritt wieder der Kriegszustand rin. Tamil treten namentlich W «nde Wartungen in die Erschimmg:

1. Wenn feindselige Lairdlungen oder Kund- «ebintgcn gegen die Besatzungsarm« Vorkommen

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BergLpe t würde \ fergbchörd hdt mit de ,He®et>mrt lljuMLD Nlhelm (Son Schmittzu1 üiBa |u Z Kolat 3u|ti$rc Älisen zum 9k chHiiijladt ernai "Oberhef! iWwärlige r ?«hdtei Tage uüofl geöffnet. M von Lir Girier

unirben nti H AlerS, D. M Mülles iGthiawgen Motive aad «t'J **M!

Sobm w ä btx 'Stmid tz W IV- ein Lonz ufiffolje: 1. M , R. i vptMerl,ed a r s , Ma ft ^urez.th - Ich Strc

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Genossenschaftswesens v. Freyberg upi für das Finanzministerium den BorsitzenLv der Frattiou. Speck. Die Demokraten setzen den Posten des Justizministers ihrem Fraktionsvorsitzenden Dr. Ern Müller und den des Handelsministers ir einer im Staatsdienst betoäl)tteu jungese Kraft, dem Legationsrat Dr. Hamm. Bauernbund wird an der Koalitionsregierwi durch, zwei Staatsräte beteiligt.

An» Hessen.

Der Siedetuugsausschuß der hessisches Volkskammer.

rm. Darmstadt, 29. Mai. Der Sied« lungsausschuß der Volkskammer tagte a«, Dienstag und Adittwoch unter dem Borsitz des Br» 'identen Köhler, teilweise bi Gemein,choft mit verschiedenen RegiernngsVertretern, und bebanbelt« in der HMiVlsrchc das von der gäMerungivorgel^ WohuungLgcsetz. Die Beratungen nxrhat am nach, sten Dienstag fortgvfeBL i

Trohrmg und Erpressung: damit soll der Friede zustande kommen 1

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Tardierr über den Friedentzvertrsg.

Paris, 29. Mai. (Wolff.) Heute wurde )ie Kriegshochschule in Beauvais, die für die dem amerikanischen Heere angehörigen Studenten gegründet worden war, geschlossen. Die französische Regierung war bei dieser Fei­erlichkeit vertreten durch den Unterrichtsmini- ter und den Minister der öffentlichen Kriegs- angelegenheiten, Andrö Tardieu. Dieser Ijiett eine große Rede, in der er sagte: Der Friedensvertrag, den wir vorbereiten, ist sicher nicht vollkommen, denn er ist Menschcnwerk: er hat aber drei Qualitäten: Erstens ist er ehrlich und entspricht unserem Kriegspro­gramm, unseren veröffentlichten Verpflich­tungen und unserer Auffassung vom inter­nationalen Leben: ferner wird er in allen sei­nen Artikeln getragen von der gemeinsa­men Anerkennung durch die amerika­nische und die alliierten Regierungen. Der Feind, der ihn jetzt ftuoiert und diskutiert, weiß also, daß er einen Grauitblock vor sich hat; diese Solidarität zu bet leugnen, würde beweisen, daß man aus dem Kriege nichts ge- ernt hat und der schöpferischen Größe un­seres Bundes teilte Bedeutung benmfet End­lich ist der Vertrag wirksam, weil er Deutsch­land tatsächlich unschädlich macht und cs zwingt, crlles zu reparieren, was es reparieren kann und muß und wozu Tirn es am 5. Roi- vember vorigen Jahres verurteilt haben, und was das Weltgewisse» »an Ihm verlangt.

Tardreu ging bann dazu über, twn intbnen Angelegenheiten zn sprechen, indem er sagte. Bei Ihnen in Amerika wirft man Ihrem Präsidenten vor, daß er zu sehr die Angele­genheiten Ihres Landes mit den Angelegen­heiten Europas vermenge. Außerdem gibt es einige Amerikaner, die leider auch in Frank­reich Unterstützung finden, die das deutsche Verbrechen, das an der gesamten Menschheit begangen wurde, nicht allzu hoch veranschla­gen und die den Frieden als zu hart für das unschuldige Deutschland verurteilen. Sie werfen uns vor. wir wollten einen impe­rialistischen Frieden. Zu gleicher Zeit gibt es Amerikaner, die behaupten, die ame­rikanischen Truppen hätten in Frankreich eine schlechte Aufnahme gefunden und würden systematisch von unseren Bauern und Ge­schäftsleuten ausgebeutet. Ich schäme mich, alle diese Lügen wiederzugeben: ich tue es nur, um ihnen ihre Wirkung zu nehmen. Tardieu verherrlichte zum Schluß Wilson und Clemen- ceau, die das größte Werk der Geschichte aus- gerichtet hätten und dafür sorgen würden, daß alle autokratischen, konservativen und reaktio­nären Mächte in Zukunft zu Schanden würden.

Amerikanische Truppe« für Danzig?

Haag, 30. Mai. Aus Neuyork wird gemeldet: DieTimes" teilen mit, daß die Landung amerikanischer Truppen i n D a n z i g b e v o r ft e h e, und daß Borbe­reitungen getroffeil würden, um die Frie­densbedingungen, waS Danzig anbe- trifft, durchzu führen.

Der polnisch-ukrainische Krieg.

Wien, 30. Mai. (Wolff.) Rach einer beim Wiener Korrespondenz-Bureau einge­gangenen Meldung der Polnischen Telegr.- Ägentur hat die viertepolnischeJn- fanterie-Division unter Führung des Generals Alexandrowitsch am 27. Mai Kö­ln s z unb H a lioz eingenommen und ist am selben Tage in Stanislau einnrarschiert. > Die ukrainischen Abteilungen wurden ent­waffnet.

Ei« Abkomme« iu der adriatische« Frage?

2tu* Statt Land.

Gießen, 31. Mai 1M»

Aufhebung de» Versandscheiuzwass» für Frühgemüse.

Die Landes-Gemüsestelle schreibt .

Im Hiitölic? aus die Richtlinien «2 Reichsstelle für Gemüse und Obst, nach ' für das Frühgemüse der freie Handel hn$ eingeführt werden soll, hat sich das hejff Landesernährungsamt entschlossen, den Bt sandscheinzwang im Sinne der k» kauntmachung des hessische« WinrsteruE ick

VersaiUes, 30.Mai. (WTB.) Wir der.Temps" meldet, ist in der abriatijchen Frage ent (Ein. oerstLndnis erzielt worben. Wilson, der gestern eine Zusammenkunft mit den südslawischen Delegierten hatte, habe seine Zustimmung zu einem Arrangement gegeben, das auch Orlando angenommen habe. Das Abkommen besagt: 1. Die Stadt Fiume außer Dorstadt und Zufahrt wird mit dem westlich an- grenzenden Gebiet einen unabhängigen Staat bilden, der unter die Aegide des Völkerbundes gestellt wird Dieser Staat wird mit Italien eine gemeinsame Grenze haben und wird die Eisenbahnstrecke Fiume- Laibach erhalte«. 2. Zara und Sebenico werden unter italienisch« Oberherrschaft gestellt. 3taüen »er.

fSflten, so werden die waifensähig^r. Männer der bet ces senden Gemeinde oder des betreffenden Be­zirks interniert .verden,

2 Die gesamte Bevölkerung sich" unter Kriegs- «sttz Demzuio.ge nxTbeit alle Zristörungen von Eisenbah icn, Delepl>on-, Telegraphenlimen und an Drücken und Bcrkkhcswcgen usw. nach Kriegs- «setz als feinbfidx Handlungen bestraft.

3 Zur RückbefördermtS der Gefangenen waren srivens des sranzösisckren Ob^kommandos Maß­nahmen ergriffen worden, daß tne krregsgefangnten Wi en in erster Linie w ihre Heimot -«LckbeAr-

Kriegsgcsanq.men in Frankreich wegen geringer Vergehen gegen die Disziplin gerichtlich zu langjährigen Freiheitsstrafen ver- urtrilt worden find. Dabei spielen eine besondere Rolle mehrjährige Straien wegen Gehorsamsver­weigerung, allo wegen eines Vergehens, das, an­gesichts der besonderen Verhaltntss« der Kriegs- gesanaenschast, auch den siegreichen Gegnern kein moralisches Recht gibt, di« Gefangenen über den Zeitpunkt des Friedensschlusses hinaus festzu- halten. .

3. Die alliierten und assozirerten Regierungen erklärten in ihrer Note vom 20. Mai, daß kein Vergleich erzogen werden könne in der Be­handlung der Kriegsgefangenen durch bie deutsche Regierung einerseits und die alliierten und asso- riierlen Mächte andererseits. Tie deutsche Frie- de»rsdelegation muß diese einseitige Behauptung, die die Gmndlage für eine objektive Feststellung der Wahrheit nicht bilden kann, mit aller Entschiedenheit zurückweisen. Die dkmtsche Regierung hat das Urteil der Welt hin­sichtlich der Schanb'ung der Kriegs- und Zivil- aefangenen in Deutschland nicht zu scheuen. Sie tft jederzeit bereit, die Frage der Behandlung der Kriegs- und Zivilgesangenen durch die verschiede- Sten kriegrührenden Mächte der Prüfung einer aus neutralen unbeteiligten Mit­gliedern bestehenden Kommission zu übertragen. Sie würde die Einsetzung einer der­artigen rmparteiischen Stelle nur warm begrüßen, der sie mit dem gesamten Material auch zahlreiche Beweise v»n unmenschlicher Behandlung vorlegen Wmnte, wie deutsche Kriegsgefangene in Feindes sand, namentlich in einzelnen Teilen NordasrrkaL-, in gewissen Lagern, Strasaefängnissen und Laza- re£trn iw Lytroöa, sowie in der Armeezone erdulden vtäfcbm und ynn Teil noch erdulden müssen.

In diesem Zusammenhang lenkt die deutsche lFriedensdeiegation ihre Aufmerksamkeit bet aUtier» Len und assoziierten Mächte auf das in der Ab­schrift bergefügte, an das Internationale Rote Kreuz gerichtete Schreiben vom 15. Februar 1919 hinVItt diel em Schreiben erheben die französi­schen Arbeiterinnen als Frauen und Mütter eingezogener Franzosen ihre Stimmen gegen den Anblick grauiamer Behandlung deut­scher Gefangener im Departement Seine-Jnfö- Titure, das in der Tat nicht geeignet ist, die in der Note der alliierten und assoziierten Mächte -vom 22. Mai aufgestellte Erklärung zu recht- fertigen.

Genehmigen Ste, Herr Präsident, die Ver- ftcherung meiner ausgezeichneten Hochachtung.

gez. Brockdorff-Rantzau.

Anlage 2.

St. Etienne du Rouvray, 15. Februar. Mein Herr!

Etttschuldigen Sie, wenn wir Frauen von XSinbcruienen uns erlauben, Ihnen zu schreiben Wir möchten Jlmen mitteilen, was sich in unserer Stadt St. Etienne abspielte,: Tie deutschen Ge­gangenen, die auf den Eisenbahnen beschäftigt sind, toerben wie Sträflinge behandelt, werden wie Hunde geschlagen und schlecht ernährt. Tas -richt uns Frauen und Müttern von Sin berufenen das Herz. Wenn wir sehen, daß diese Männer vor Hunger sterben, trotzdem es uns selbst an Brot fehlt, können wir nicht anders, als ihnen von Zeit zu Zeit, wenn es der Zufall gestattet, Brot Vuzuwerfen. Sie stürzen sichdarauf wie ausgehungerte Tiere. Die französischen Wächter behandeln sie roh mir wegen des buchens Brot. Wir hoffen, mein Herr, daß Sie in dieser Ange­legenheit einschreiten werden, um ihr Los zu ver­bessern. Wir haben deswegen schon an mehrere Stellen geschrieben, leider aber ohne jeden Erfolg. Wir begrüßen Sie!

Eine Gr-uppe Arbeiterinnen ans St. Etienne du Nuuvrey bei Rouen (Seine-Jnssrieure).

reichen zu lassen:

Die schweizerische Regierung erlaubt sich, ihr Erstaunen bar über auszudrücken, daß die Regie­rungen der Alliierten sich aus finanzielle Gründe berufen, um die gewünschten Abände­rungen des S. S. S.-Systems hinauszuschieben. Nach Ansicht der schlocizerischen Regierung kann die Frage, ob bestimmte Waren für das Wirt­schaftsleben Deutschlands unentbehrlich sind ober nicht, in dem einer Würdigung bet alliierten Negierungen unterbreiteten Begehren keine Rolle spielen. Die Grundsätze, unter denen während der Kriegszeit die Ausfuhr nach den Zentralmächten geregelt und ausnahmÄmnse erlaubt war, bestim­men folgendes: Folgende Ausnahmen können im Hinblick auf den schweizxrisä-en Charakter der be­treffenden Industrie gestaltet werden, nur dann, wenn es sich nicht um Waren handelt, die dazu dienen könnten, krieg er i sche Unterneh­men zu erleichtern. Aendernngen. die der Gang der frtegmfcben Ereignisse mit sich bringt, blei­ben Vorbehalten. Di« Auslegung ist des öfteren von den alliierten Regierungen selber bestimmt worden. Sie berufen sich Sei den auftr(egten Beschränkungen auf den militärischen Nutzen. Als daher die schweizerische Regierung glaubt, erkennen zu können, daß die Regierungen der Alliierten die Verhältnisse nicht mehr in glei­cher Weise verurteilten, zu einer Zeit, wo der Schweiz die erwähnten Beschränkungen auferlegt wurden, insbesondere als sie feftftcllcn konnte, daß den Kaufleuten in den alliierten Ländern Ab^ weichungen von einem Verbote des Handels mit dem Feinde zugestanden wurden, ersuchte sie die Negierungen der Alliierten um eine Aenderung der Bedingungen. In der letzten Zeit hat nun der Handel mit dein Feinde einen Umfang angenom­men, der in der Schweiz schwere Besorgnis wach- ruft, und die öffentliche Meinung ist sehr erregt. Die schweizerische öffentliche Meinung glaubt in dem Handel mit dem Feinde Beweise zu erblicken, daß die alliierten Regierungen selber die Grund­lagen der S. S. S. verlassen haben, und verlangt beim Bundesrat, daß er kurzer Hand ixe Auf­hebung der S. S. S. verfügen solle. Der Bundes­rat vertraut aus den Geist der Gerechtigkeit und der Billigkeit der alliierten Regierungen und zwei­felt nicht daran« daß sie erkennen können, daß diese Vereinbarungen jetzt feine Berechtigungen mehr haben. Der Bundesrat ist der Meimmg daß der Augenblick gekommen ist, die Frage der S. S. S. m ihrer Gesamtheit zu be» handet«. Er glaubt sich daher rW mehr mit teni fngjartE Begehren und) einer Beschränkung zufrieden geben zu können und ist genötigt, weiter zu geben. Da sich die Verhältnisse unKveifelhaft von Grund aui geändert haben, schlägt er heute den alliierten Regierungen die restlose Re­vis«» n btt S S. S vor. indem er der ®fet- Rimg ist. daß rinzig diese Lösung der gegenwär- tigen Lage entspricht. Der Bundesrat vvfft, daß bte alliierten Regierungen sich feiner Auffassung werden «mschließen tonnen. Sollten diese entgegen dieser Erwartung dem soeben formulieren Be­gehren nicht entsprechen können, so muß sich der Bundesrat freie Hand oorbebalten. Er fürchtet, dem berechtigten Begehren der öffentlichen Mei­nung nicht mechr länger widerstehen zu können, und ist entschlossen, volle Handlungsfreiheit wieder

1*6 leben

7. Tritt beim an ben Dorstanbstisch beten, w*1 laut unb deutlich Zunamen, bann Vornamru, <« sich Wohnung. Watte, bis Dein Same in Nn 2Bäf)Urlifte aufgefunbep worden ist.

8. Uebergib den Umschlag bee Wahlvorsteher, W ihn in hie Wahlurne wirft _

9. Die Abstimmung beginnt nm 10 Uhr notmtW unb wirb nm 8 Uhr abends gefchlogen. _

besetzten Gebiet zur Ernährung, der Bevölkerung ergriffen hatten, werden in Wogsall kommen. Dies sckwn aus dem Grunde, weil alle Transportmittel zur Versorgung der Armee benötigt werden.

Es ist envünscht, daß jedernurnn im besetzten Gebiet sich der Tragweite der Aböehlmng d« Friedensnugepors bewußt fei Die Beamtensck-rff, die Geistli-äkkeir, die Bürgermeister, Handels- und Wirtschaftskreise, sowie bee Bepölferuns sind über die Sachlage aus-ukläoen» jedoch unter Vermri dun« einer Sffenttrchor Bekmrntgabe (Ausschellen ober Bekanntgabe in der Presse). Die Bevvlferung ist namentlich banmf ln-nznwcilen, daß im gegen­wärtigen Zcilpunv (die Harrdlungcn, die der fean- zösiscltierr Armee zum Nachteil gereichen können, wie z. B. Beschädigunjwn an Eiserchahnen, Trieftbvn- crnlagen, Ikbcrmitrlintq von s^aäwichten usw., jetzt schon als seindselige Akte auf gefaxt und dement­sprechend bestraft werden können.

Die borfhfrtibe Mitteilung erfolgt, damit die Behörden daraus hinwirfen, daß in der gegen» niärtig gespannten Situation die Bevölferung ihre Ruhe bewahrt und daß namentlich alle Hand­lungen von Personen unterbleiben, die nach dem oben Angeführten als feindselige Akte gegen die französische Besatzung auf gefakt werden und nach dem Kriegsgeseh. bestraft werden können. Selbst­verständlich müssen sowohl jetzt, wie auch nach etwaiger Ablehnung des Fri bensverttags im be­setzten Gebiet jederlei Kundg^bunge»r unterbleiben.

Die Veröffentlichung des Inhalts dieser Mit­teilung in der Presse ist strengstens mttersagt.

Best.

Ans M Wahl!

Gießen, 31. Mai 1919

DaZ Bürgertum heraus! Aber nicht tif die Gärten und Felder, so schön auch der erste ; Jumtag locken mag mit Vogelsang und Soni, mergrün! 9!och einmal ruft die Wahl« § pflicht. Gießen soll nicht mit einer Mau« gegen den neuen Geist umgeben werden, text es die Zopfträger lieben, auch wollen wir nicht für bie Bürger das Wort führen, die, mit dem jungen Wetzlarer Goethe bildlich gesprochen, nur um ihre Gartenhäuschn, Tulpenbeete und Krautfelder besorgt sind uni aus beiden Seiten des Ufers lediglich mit Dämmen und Ableiten die künftig drohendi Gefahr abwehren wollen nein, es gilt ne zu pflanzen und zu schaffen, wie es die ko menden Verhältnisse, der Friede, gebieten. Nur darf niemand denken, daß etwa die Kan- ridaten der Sozialdemokratie den daherbrau, endenStrom des Gerries" repräsentieren Die traurige Wirttichkeit wird uns in den kommenden Jahren manchen Verricht lehr es muß an allen Ecken und Enden gespart werden, und der .Etat der Stadtvenvaltu muß mit Einsicht und kritischem Blick au gestellt werden, darf nicht ein Versuchsfeld fi reine Parteipolitik fein. Das geeinigte Büv> gertum, das sich dem Radikalisnms nicht e» gibt, mutz aus seiner Ohnmacht auferstehen, mutz wieder mitschasfen, neue Werte herv bringen, alles auf die Grundlage treuer Ar­beit und gerechten Lohnes stellen. Das mu im Zusammenwirken geschehen mit den tretern der -Sozialdemokratie, die künftig größerer Zahl an den Geschäften der St Verwaltung teilnehmen werden. Eine drei, jährige Probezeit beginnt. Die kurze Spa Zeit ist für den Anfang vielleicht Vas Rich» tige. Wir werden sehen, hne irc Dinge gehen, können nach drei Jahren Vie Folgerun ziehen. Gerade bei der morgen bevorstehsi» den Wahl ist es ungeheuer wichtig, daß l>iv ftaatSerhaltenden, vorsichtig ausbauent» Kräfte treu zusammenstehen, und darum > ben wir die politische Einigung de» vur» aertumS begrüßt und bie gemeinsam Liste der bürgerlichen Parteien unterstützt. Aendernngen, auch Streichun­gen und Umstellungen, so nahe sie vielen W lern liegen mögen, sind, soll der Stint zettel Gültigkeit haben, mrstatthast. Jeder muß wählen und sich e scheiden, wenn wir jetzt auch die Fehl« des Wahlsystems offen vor uns liegen seheit Die politische Ueberzeugung, der Gedanke, über persönliche Wünsche und Verstimm ungt» hinausgeht, muß Führer beim Wahlgang sei .Hosfentlich wird das Ergebnis der mor Wahl zeigen, daß unser Stadtvolk Inter und Wille hat, Ser kommenden Eutwickl eine Richtung zu geben l

derdnen wrrd. DeuisckKrnb htt wehveve Tausend ben alliierten und assoziierten Machten angehörige gs- und Zivilgefangene freigelassen, die wegen oer, während der Gesanqrnsämft auf beut» Boden begangener gementer Verbrechen ober beit verurteilt worden waren. Unter ben heim befördert en Angehörigen einer einzigen der alliierten und assoziierten Mächte berauben sich allein sieben Personen, die sich während der Gefangenschaft der Tötung von Men­schen schuldig gemacht haben. 135 der gleichen Nation Aatgehörige Wien wegen Sittl ich- Veits der breche n , nrÄiesorrdere Notzucht und ^inderschändtmg. verurteilt worden. Emer der schwersten Fülle ist bet des Soldaten Vikke- aues, Emile, vom 35. französischen JmfaMerie- Stcgünent, der eine alte deutsche Bäue­rin in bestialischer Weise mit Axt- Hieben e r s ch l u g. Die deutsche Friedensdclega- twn will mit dieser Aufführung keinerlei Vorwurf flogen ein einzelnes Volk erheben. Sie würde es für ungerecht halten, die gesamte Nation für das Verbrechen einzelner verantwortlich zu machen. Sie kann barum auch nicht zngeben, daß der in der Note vom 20. Mai erwähnte, von einem Einzelnen begangene verabscheuungswürdige Dvppelmord als Begründung dafür bienen darf, bett deutschen Kriegs- und Zioilgesangenen die Vorteile vorzuenthalten., biie den- Kriegs- imb Zivil ge s a n genen der alliierten unb

assoziierten Mächte ohne Vorbehalt zu gestanden worden sind. Tie deutsche Friedensdelegation muß um so mehr auf ihren Standpunkt verharren, als der deutschen Regierung aus ben ihr vertrags­mäßig von der ftanzösischen Regierung über» gebettm Straflisten bekannt ist, daß die deutschen

Aus dem Reiche.

Die BMung eines neuevKoalitioll-minifterimes iu Bayeru,

Bamberg, 30. Mat. Die Verhandlun­gen über die Bildung einer bayerischen Koa- IrtionSregieruna sind heute tn später Abend­stunde zum Abschluß gekommen. Die Mini- fberlifte wird morgen bem Landtag unter­breitet werben. Bon den mehrheitssozialisti­schen Mitgliedern der bisherrgen Regierung bleiben im Amte: Ministerpräsident Hoff­mann, der bas Ministerium des Aeußern unb bas für Kultus beibehält, Militärmini­ster S ch n e p p e n h o r st, Minister des In­nern Segitz und der bisherige Justizmini- ster Endres, der das Ministerium für so­ziale Fürsorge übernimmt Gleichfalls ver­bleibt auf seinem Posten der wiir^emokratisch« Verkehrsminister Frauendorffer. Das Zentrum stellt für bas Landwirtschaftsmim- sterium den Leit« deL laudwirtschaftlfthev

Londoner Vertrag enifpri&t, der Italien sowieso einen vorherrschenden (Einfluß zudilligt.

Eine schweizerische Kritik der Blockadepolitit.

Bern, 30. Mai. (W. B.) Schweizerische Dv- Peschen-Agenkur. Angesichts der für die Schweiz durch bie Aufrechterhaltung der Blok- lade unerträglich werbenden Ver­hältnisse beschloß der Bundesrat am 24. d. M.. den alliierten ^Regierungen solgende Note über»

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beril werden Wen. Dfeft Maßpmym« Werden 1 Miet ab« auf jeden anderen Tril d« dolmatintschen selbstverftandlich mit ban Wegfall bes Voraus-1 Rüst« und bas Hmterlanb. 3. Endlich wirb Italien - - *' ' r-'-- bte (»genannten fttotsgifchen Inseln erhalten, also bie

Inseln Cheffo unb ßujfln sübwestlich von Fiume, sowie bte Insel Lissa unb bie ihr benachbarten äußeren Inseln. Der Völkerbunb wirb ferner Italien das Mandat in Albanien zugestehen, was dem