Ausgabe 
31.1.1919
 
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D- fotenbitj bt offenen Straf. T,7''"d-vn. Aei1 vom L" über. °°ufe der Der. S' ob alle in fcvNd)tn SS? ttftbcn- ^b-r erbeten, 7" sich jede- Tn enthalten. btt deirischen 4'°°rden jft, M^tn Stahl, ^os'schrn Der. *«9 g.Mt "ele neue Der. 15 .Protest ein. f 'st durch di, 8e>ahrdet vor. ommiflion hat ln9 des Kehl« 1 fischen Kehl fernerhin zu Eche kohlen, ßte die deutsche AdmiralDrow- ritschrine für M* zu über, einer weiteren t erwachsenden

wird gemeldet: :rleutnis erteilt rs und anderer ls von den bri. uir hörn, wer.

eingesührt. tbunetag.

Dom 28.3annat -feier im Trotzen zum 27. Januar, ng" feststellt, ist sich lediglich um ctaben. Dagegen malfklbmarschall den Marien des ildstverständl.chen chaften, die dem wärden es selbst uns scheuen woli- [ in Liebe, Dank- i tiefem Schmerz nser ganzer Sein wir allezeit bereit ee teuren Datei, und verleihe ihm 5 jein unerforsch- it diesen innigen, unsch wollen wir

IHM.

.j Der Reichs» t bekannt: -ländischen Fische it dem 1. Januar -sellschast m. b. kf.

Berlin, über- jung dieser Waren iben; jedoch wird >m Einfuhrhanbel medt zu Einfuhr- Den deutschen ebebingur.gen für Snnbikate Zuge- den einschlägigen >en zu lasten. We- Seteisigung an den -an Schh-nWN, nen und |onfhgen n, wollen M F Verbindung sehen »ru«T1919»W , Abteilung u., 1«. Spil"111" igt werden.

irot-S* rtjtw»

W k??ederl°usih« s%# b tlS verdient genug u gjirb >,.? S--'"

baU- -, Felbel' n ^"fSten^i in »"'LS» ien 'n

l«6 A ®,nb° VbalM0 uppen und b(rr[j)f 2fln«?S gefi^1?

Stz

«mtticher Teil.

«r. Sk. M. 13145.

T a r m st a d 1, den 14. Dezember 1918. JBetr.: Ungültigkeit von flnortminigai, die mit dem Reichsrecht in Widerspruch stehen.

Das Staatsminifteiium an sämtliche unter­stellte Ächörden.

t Unter dem Einflüsse der Geschehnisse der letz- ten 8tit sind vielfach für Teile des Reichs sSnordnungen ergangen, die einschneidende >Aen- berungen des Reichs rechts aussprechen. So Hal man Standgerichte oder Volksgerichte eingesetzt, ihnen unter Ausschaltung der ordentlichen Gerichte beflimmte Straftaten pir Aburteilung zaige- hviesen unb zugleich diese Strafften ent­gegen den Bc>c (feiten NeiäMrafgesetz- buch?- mit dem Tode bedroht. Auch sonst sind, insbesondere auf den Gebieten des Schleich- i-audels unb der Preistreiberei, Straflchänwi- gen bis zur Todesstrafe ausgesprockien roorbeit. Ver­einzelt ist man auch dazu übergegangen, dem Metchsrecht unbekannte Strafarten, wie z. B. die Zwangsarbeit, einzuführen.

Tiefe Anordnungen können nicht als rechtsgültig erachtet werden. Ihre Ungültigkeit ergibt sich daraus, daß auf dem Ge­biete der S.rafgesetzgebunt) das Reich ausschließlich zuständig ist. 3u der gleidjcit Auffassung werden bei richtiger Würdigung der Rechtslage c^ch die Gerichte imb die fon|t zur ixntbbabttng der Gesetze berufenen Stellen gelangen müssen. Anderseits ciü- lieht durch den Erlaß derartiger Anordnungen die ernste Gefahr, daß Urttctfe über Freiheit und Leben erlassen und vollstreckt werden, denen der gesetzliche ©oben fehlt. Auf die Gewissenskonflikte, in die ins­besondere die Richter und die zur Strafverfolgung unb Strafvollstreckung berufenen Beamten durch den jetzigen Zustand geraten förenen, ist bereits in der Presse und in Eingaben an die Behörden bin* gewiesen worden.

Auf Ersuchen der ReichSregierung weisen wir Sie an? darüber zu wachen, daß die Zuständigkeit des Reichs auf dem Gebiete der Gesetzgebung unter feinen Umständen angetastet wird. Rur so kann die

Meichretnheit bet Bteflfcf vor der ßerrttttem be­wahrt werden. Mil ihr würde ein wichtige» Band der politischen Einheit TeutschlondS zerrissen wer- den. Ernxiien fuf) strafgesetzli^he Maßnahmen als nötig, so wird unter Zurückstellung aller Smiber» maßnahmen der Erl atz der erforderlichen Anord­nungen durch das Reich bcrbeizusühren sein, ____________ Ulrr ch.

ftriega-Rohstoff-Abteilung.

Bekanntmachung

Nr. F. R. 1110/12. 18 ft. 91. Ä

3m Auftrage des Reichamts für die wirtschaft» licht Demobilmachung wird folgendes angeordnet:

Artikel 1.

Die Bekanntmachung Nr. W. I. 1772 5 17. ft. N. A., betreffend Beschlagnahme und Höchstpreise von Tierhaaren, deren Abgängen u> d Abfällen sowie Ab- fällen und Abgängen von Wollfeven, Haarfellen und Pelzen vom 1. Juni 1917 und die Nachtragsbekannt, machung zu der obigen Bekanntmachung Nr. W. 1. 1070,10. 17. ft. R. A. vom 15. Dezember 1917 treten außer ftraft.

Artikel II.

Diese Bekanntmachung tritt am 4. Januar 1919 in ftraft.

Berlin, den 4. Januar 1919.

______________Wolffhüqel._______________

Bekanntmachung.

Betr.: Denwbilmachungdausschuß Gießen-Land.

Als Stellvertreter des Borsitzenden des De- mobilmachungsausschustes Gießen-Land ist Regie- rungsrat Gebhardt in Girßnt bestellt worden.

Gießen, den 30. Januar 1919.

Kreisamt Gießen.

_________I. V.r Langermann.

Detr.: Erwerbslosenfürsorge.

An die Bürgermeistereicn der Landgemeinden dcS Kreises.

Wir sandten Ihnen die in unseren Amtsblättern Nr. 3 und 4 erwähnten Formulare und zwar 7 Frage­bogen und 6 NachweisUngen; ferner gingen Ihnen die besonders von Ihnen angeforderten Fragebogen zu. Soweit Sie mit der Bestellung derselben noch im

Los muüttsam Mnlcott bti Scrr» ßdlaiab ZlvcS.

Roman van H. A. Adams.

Nachdruck verboten. Fortsetzung 57

AIS er gemächlich cmfskmd, war das heiße Haus leer bis auf Em. Sein Sohn machte einen Ausflug, Ruth mackfche aucheinen, Kathie Ivar auf einer Landpartie; selbst Gra­cie und Li^ie waren mit zu einem Ausflug gegangen. Em und Galahad cntfd)Ioffen sich als würdige Eltern, die bte Zeit, Ausflüge zu machen, hrnter sich hatten, zu S^aufe zu blei­ben, das Federv-ieh zu füttern, verstohlen den dürren Rasen zu gießen, zu kochen und zu flicken und aufzupassen, daß leine Einbrecher kamen.

Aber nach dem frühstück und nach Ems Zanken über sein spätes Heim kommen wan­derte Galahad hinaus in die heiße Küche, wo sich seine El^egattin törichterweise mit Flufwascheu bescl-ästigte. Er kam in Socken und setzte Em dadurch in Erstaunen, daß er seine Stiefel verlangte.

Wozu willst du denn deine Stiefels knurrte ftc, zum hundertsten Male, überwäl­tigt von der eingeborenen Dummlfeit der EDiärmcr.Es ist Feiertag und diese Hitze!"

Gerade desl-a b," sagte btefer unbegreif­liche Mann.Es ist Feiertag, und du rackerst

dich ab, 61$ ob es kein Feiertag wäre. ES wäre besser, wenn du alt dies beiseite ließest und mitkämst."

Wo will der Mann dnin ff in ?' wandte sich Em an die stummen Küctpenvegale.

Ihr Gemayl legte ihr die Hand aus die Schulter, was er sanft nie zu tun pflegte, mit der Ankündigung:Wir wollen einen Aus­flug machen."

Aber sie sind alte fort," sagte die arme Frau, nach Atem ringend, uno ^neifdbe an Gallys gesutrdem Verstand, oder, was noch schlimmer war, an feiner Nüchternheit.

Wer?" fragte er.

Die Kiirder."

Was foilcn wir mit den Kindern, Em?" Er wischte sie mit einer Handbewegung aus dem DaseinDie vergnügen sich schon selber; aber ich will dich hadeir. Hier rackerst du dich ab in einem stickigen Hause, und jeder- mami sonst in der Straße hat sein Vergnügen drunten an der See. Warum sollten wir nicht du und ich auch davongehen und ganz für uns einen Heinen Ausflug machen?"

Aber das Haus?" warf die verzweifelte Frau ein.Wir können das Haus nicht an einem Feiertage verlassen, wv alle Strolche unterwegs sind."

Was kümmert uns das HauS, Liebste?'" antwortete er leichtfertig und schaute sich in der Küche um, als entdecke er sie zum ersten

fbtb, eiwpfefftm wir Ihnen, diese binnen 3 Tagen bei uns anznfordern.

Gleichzeitig machen wir Sie nochmals darauf auf- merksam, daß die Nachweisung über gezahlte (Er- werdsloienunterstützung, unter Benutzung des über- sandten Formulars, spätestens dir zum 6. eines jeden Monat» bei uns eingegangen sein muß.

Gießen, den 30 Januar 1919.

Kreisamt Gießen.

I. D.: Langermann.

Betr.: Bergung von Heeresgut.

An den £)fctrbflrg?rmriftrr zu Gießen und hk Aürgermeistcrrien der Landgemeinden des Shvifes.

Verzeichnisse des von Ihnen in Verwahrung ge­nommenen fleeresgeräst., welches wegen Mangel an Transportmitteln usw. nicht an die Sammelstellen ab- gel cert worden ist, sind unS alsbald vorzulegen. Die Sammekstellen werden bann von dem Generalkommando mit dem Abtransport beauftragt werden.

Die Personen, welche das Heeresgut von den Gemeinden abholen, müssen mit einem mit Stempel und Unteischrift versehenen Ausweis des General­kommandos dez«. Reichsoerwertungsamts ausgeftattet sein.

Gießen, den 29 Januar 1919. fhei^amt Giesstm.

I V: Langermann.

Bekanntmachung.

Betr.: Berkchr mit dem besetzten Gebiet.

Das Staatsmimsteyum gibt folgende, Ge­suche zur Emreise in daS von den Belgiern be­setzte (Gebiet betrrflritde Bestimmungen bekannt:

1. Das A^bschnittKÄmmaitdo I in Wesel be- arbcidct nur bte Gesuche, welche die Einreise in das von den Belgiern besetzte Gebü't betreffen.

D»e Gesuche sind an das AbschinttÄommanbo I ber neutralen Zone (Paß-Abteilung) m Wesel zu richten, welches sie an das belgische Oberkommando wetderleitet.

2. Es werben nur wirklich dringende Gesuche, deren Dringlichkeit von dem suftänbigen Ober­bürgermeister oder LkreiSamt bchcheuügt fein müsten, weitergrgeben.

Male. Und wirklich, als er das billige Ge­schirr sah, die vielgebrauchten Geräte, das abgenutzte Linoleum, die fleckige Tapete, die schmutzigen KückMrhandtückfer, den zer­schrammten und rauh gewordenen Tisch »var da irgend etwas, oas wegzutragen ein Einbrecher von nur einiger Selbstachtung sich entwürdigen würde?

Aber Em kam ihres Mannes leichtfertige Verachtung des Hauses wie eine Lästerung fror, wenn ihr auch seine Tollheit ganz und gar nicht unangettehm war. Er beabsichtigte tatsächlich, mit ihr einen Ausflug zu machen und es war Jahre her, seit er selbst nur vorgefchlagen hatte, mit den Kindern nach Manly zu gehen. Wenn er nicht recht bei Trost war, so durfte sie ihm nicht widerspre- ckfen; aber sie erkannte mit einem seltsamen Schauer des Entzückens, daß es ihm wirklich Ernst war. Im ganzen genommen, brachte dieses übermütige Ausschlagen ihres Gatly ein Element der Erregung in ihr Leben, das ihr, wie sie nun erkannte, unbewußt gefehlt hatte. Unzweifelhaft war ihr Gally im Be­griffe auszuwachen. Em glaubte einen schwa­chen Nachglanz ihres wundervollen Honig­mondes ausdännnern zu sehen einen Alt­weibersommer, um so schöner, weil er so spät gekommen war. Boller Glück lief sie fort, um ihre selten getragene beste Sommerdluse zu holen, während Galahad ein kaltes Huhn,

3. Alle Gesuche schriftlich, kurz und dmttlichtz in lateinischer Schrist. Angabe W $Rcife* zieles ist erforderlich. Telegraphische Ctov reisegesuche sind zwecklos.

4. Dem Gesuche sind beizilfügen: a) daS fac Ziffer 2 geforderte Dringlichkeitszeugnißs des Obcrbürg^'rmcisters oder Kreisamts, b) eert Lichtbild der Persönlichkeiteu, für welche Em- reiie^NLhmipung beantragt wird, c) em postfertige Briefumschlag mit der Adresse des .Gesuch­stellers.

5. Bor Ablauf von 14 Tagen ist auf Erledi­gung der Gesuche nickst zu redeten.

6. Es ist nicht notwendig, Geld oder Driek- marken den Gesuchen beijufügen.

7. Gesuche, bei welchen vorstehende Dedm- aungen nicht beachtet sind, können weg« zu aroßer ÄrbeitSanHäufung (täglich 600800 Gesuche) in der Regel nicht beantwortet werden.

U l r i ch.

An den Oberbürgermkister zu Gießen und die Bürgermeisteerten der Landgemeinden des Kreises.

Wir empfohlen 3Inten, vorstehende Bekannt­machung ht der üblichen Weise zur allgeilteinen KennNlis zu bringen.

Gießen, den 28. Januar 1919.

Kreisamt Gießen.

I. V.: Pennrich.

Bekanntmachung.

Seit.: Feldbereinigung Röthges; hier: das Wiesen, vrojekt.

In der Zeit« vom 14. bis einschließlich 28. Fe­bruar lfd. Is. liegt auf der Bürgermeisterei Röthges das Wiesenmelioralionsprojekt nebst LUrschrist des Beschlusses der Dollzugskommission vo« 13. Januar lfd. Is.

zur Einsicht der Beteiligten offen.

Einwendungen hiergegen sind bei Meidvng des Nusschluffes während der vffenlegungszcit bei der Bürgermeisterei Röthges schriftlich einzureichen.

Friedberg..den 26. Januar 1919.

Der hessische FeldbereiniMmgSkommissLr':

S ch n i t t s p a h n, RegicrungSrat.

das die Kinder hatten haben sollen, wenn g' nach Hause kamen, einpackte. Run, für die nder war kaltes Hammelfleisch auch gut genug. Em sollte nicht darben, unb wenn es sich um ein Dutzend Kinder gehandelt hätte. So zogen denn diese beiden ältlMfen, närrisch aufgeregten Leute auf ihren tounber- lichen Ausflug aus, Em in ihrer besten Sjlufe, mit kühn gepufftem Qaar, das sie wechsel­weise mit Entzücken durMchauerte unb iw Furcht versetzte, und ihr Gally, geziert und ausflugmäßig in weißen Hosen und mit ele­gantem Stvohhut. Niemand konnte sie für einen Bankbeamten und dessen Ehefrau, Mut­ter von fünf Kindern, halten.

Natürlich war es ^Galahad ttnb seiner Frau, die üt der Menge der schwitzend« Ausflügler eingcteilt standen, nicht möglich^ auf daS erste Dampffchiff nach Manly, daS am Kai wartete, zu gelangen. Auch nicht auf das zweite. Aber sie brachten es fertig, sich an Bord des dritten zu quetschen. Es war rum Ersticken auf dem vollatchsropften Bei deck, bis der Doppelschraubenoampfer abfuhr. Dcnrn spielte der kühle Lufthauch auf ent­blößten Köpfen und nackten Ellbogen, unb überall war Musik, Geplauder und Feier- tagsfrieden.

sForlsetzrmg folgt.)

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