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war gut beschickt, doch fehlten naturgemäß viele Sachen. Die Preise für die gehandelten Gegen- stände waren die auch sonst üblichen. In den Gastwirtschaften herrschte Großbetrieb, doch fehlte es an Speise und Trank keinen Augenblick, die Geschäfte waren überfüllt, die verschiedenen Tanzlokale konnten zeitweise infolge Ueberfüllung, besonders von den auswärtigen Dörfern, die tanzlustige Jugend gar nicht all aufnehmen. Alles in allem, der kalte Markt hat eine Anzugskraft wieder vollauf bewährt. Unser Städtchen kann in jeder Weise mit dem Ergebnis zufrieden sein. Zu wünschen wäre für die Zrckunft, daß auch einige bessere Unternehmungen, wie em leistungsfähiger Zirkus und dergleichen mehr, verpflichtet werden könnten.
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* Zwei Preisausschreiben werden soeben von der Elwert'sch-en Verlagsbuchhandlung, Marburg, im Kalender ,,Lessenkunst 1920" ver-- ösfentlicht. Das eine betrifft gute Landschaftsauf- nahmen aus Lessen, wofür 500 Mk. in Preisen ausgesetzt sind, das andere in Löhe von 1000 Mk. soll Schülern der Kasseler Akademie für künstlerische Landschaftsbilder zugute kommen. Tie Bewertung erfolgt durch den Direktor der Kasseler Akademie, Herrn Geheimrat Professor Tr. Bantzer.
* Ein HauS, mit dem man umzieht. Ern Haus, dessen sämtliche Bestandteile bequem in einem Möbelwagen unterzubrrngen sind, wird
Schweikert in Rodau bei Bensheim a. D. Das xter wurde anscheinend von dem Hofe durch em Auto weggeführt.
# Unbcnßeim (Är. Oppenheim), 29. Obt Die älteste Frau Rheinhessens dürfte wohl Frau "lelcr Jung von hier sein, die am 24. Oktober ihr hunderstes Lebensjahr in voller geistiger und körperlicher Frische vollendete. Sie verlebt ihren Lebensabend tm Hause ihres Enkels, des Gutsbesitzers Rudolf Jung, der 4 Geschlechter in seinem Hause beherbergt. Leider starb der Urenkel Rudolf vor Jahresfrist on der Grippe.
Hessen-Nassau.
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Limburg (Lahn), 29. Okt. (Wolff.) In Lim. bürg sind die Pocken ausgebrochen. Heute wurden hier bei Flüchtlingen aus Elsoß-Lothringen drei Fälle leichterer Pockenerkrankungen fsstgestellt.
Tie Sicherheit in Frankfurt.
— Frankfurt a. M, 29. Obt In der vergangenen Nacht wurden bei neuen Einbrüchen in Wohnungen und Läden für 46 000 Mk. Waren gestohlen.
Regeln unfcebingt dnrchsrMbven. So sollen Lcknellzüge unter keinen Umständen mehr als 44Achsen start sein. Nur bei besonders güxf 48 Achsen führen. _________ ______
schehen, wenn es sich um Strecken bandelt, wo jede Steigung keine besondere Schwierigkeit bilder. Unregelmäßig verkehrende Schnellzüge bringen den yan-en übrigen Fahrplan in Unordnung. Nicht mrr die Personen-, sondern auch die Güterzüge werden durch sie aufsehalten.
** Die Trockenheit, die schon seit Sommer ßerrfd-t, Kält bis in unsere jetzigen Herbst- tage an Allgemein sind die Klagen der Landwirte imb Gärtner darüber. Gerade bei der Aussaat von Roggen und Weiten wäre zur rascheren Keimung und zu besserem Wachstum ein durchweichender Regen erforderlich gewesen. Das Nmpflugen der ausgetrockneten Aecker ist zum Teil recht beschwerlich Bei vielen Aeckern, die vor Winter zu stürzen sind, wartet der Landwirr nvck auf Regen.
handel.
m ® I fe r‘ < 29. Oktbr. (W.B.) Die Friedr. Krupp- Äktien-Gesellschaft wird unter den neuen Fabrikations- Zweigen auch die Herstellung kinematogra- phischer Dorführungsapparate aufnehmen. Wir wir erfahren, ist zwischen der Friedr. Krupp, Aktien-Ges., und den Ernemann-Werken in Dresden eine Interessengemeinschaft zustandegekommen, die sich auf dem Vertrieb und die Herstellung kinematographischer Dorführungsapparate bezieht.
.. Nur ganz ausnahmsweise und Üigcn Verhältnissen dürfen sie Es kann dies z. B. dann ge--
Frankfurt a. ML, 29. Okt. Durch die Ehrlichkeit von Eisenbahnbeamten wurde Dienstag früh auf dem Dorortbahnhof Sonanies ein Millionendiebstahl von Bahngut vereitelt. Auf dem Hauptbahnhof waren zwei Waggons Kakao und ein Waggon Leder gestohlen worden, die durch Falsch, zettelung mit einem Güterzug nach dem Bahnhof Bonames gerollt werden und hier ausgeplündert werden sollten. Der Wert der Ware betrug mehr als zwei Millionen Mark. Die Wagen wurden tatsächlich iN der Nacht zum Dienstag dem Bahnhof zugeführt. Frühzeitig schon hatten sich aber Beamte vom Wucher- Vnt, Schutzleute und zahlreiche Hilfspttiziften am ^ßaßngof eingefunden. Im Morgengrauen rollten mehrere Automobile mit den Dieben an. Als die Diebe, darunter der bekannte Ringkämpfer Peter, s e n als Hauptmann und drei bisherige Angehörige des Marinesicherheitsdienstes mit der Ausplünderung beschäftigt waren, wurden sie von der Polizei Überrumpelt und verhaftet. Petersen steht in dem dringenden Verdacht in den letzten Wochen die schwersten Schiebungen und Eisenbahndiebstähle begangen zu haben. Die drei Mattosen haben vor einigen Wochen schon auf dem Hauptgüterbahnhof schwere Güterwagenberaubungen vorgenommen.
_ „ «üchertisch.
n V^es cwer Rechtslehrer Professor Dr.
‘ tnghoven gibt in seiner
-6.n- J, München erschienenen
"• i f f ISrciö Mk. 6.— i eine (Sinfübnina in tnc Gegenwartsfragen, des StaS^Ä öcb im_g, Weien und Ausgaben des itaates? werden erörtert, dann werden, um einiac ^lUTtmmtrr hervorrukeben, Monarchie, RevE, P^^n tarismus, Rälediftarur, der nationale Gtchanke die önredensbewegung und der Völierbund eingehend ober durchaus allgemeinverständlich behandel! „ — Hessenkunst 19 20. Der von bent ?t. G. Elwertschen Versag in Marburg heraus gegebene Kalender ^Preis 3,10 Mk. ist längst über den ursprünglichen Zweck solcher Lette, ein hüb fcb^r Begleiter durchs Jahr zu sein, hinaus gewachten unü iit ein Büchlein von allgemeinem Wert geworden, die nicht mrr der Hesse sich zu dauernder Augenweide aufhebt. Den diesjährige, Schmuck lieferte der Maler und Graphiker Heinrich ^tto, der im Holzschnitt auch sein Selbstbildni< betrügt und in den Mvnatsbildern wie auf den ganzseitigen Blättern sich als ein Mmm von fcrnilem Können und tiereni Heimatgefühl auv- kveilt. Illustrierte Beiträge über Ludwig Iuppe We Frankfurter Kabütettt'cheiben, den Heppenheinter Salüttnenbcrg, zur 100jährigen Geschichte brr Wil Ilngshäuser Malerkolonie und das alle Zeughaus in Kassel bemühen sich sehr verdienstvoll nm die heimische .Kunstgeschichte.
Turnen.
— • Selters, 25. Okt. Auf Veranlassung unserer männlichen Jugend, die für die in Wegfall kommende militärische Ausbildung gern einen Ersatz wünschte, wurde ein Turnverein ins Leben gerufen, dem ast alle jungen Männer beitraten. Als Vorsitzender wurde Landwirt Siegel, als Stelloertteter Vorsitzender Pfarrer Hoch, als Schriftführer Gastwirt Kühnle, als Tumwart Eisenbahnbeamter Müller gewählt. Eine Haussammlung erbrachte das nötige Geld für Anschaffung der Geräte. Ein Mitglied der Gewerkschaft Marta machte dem jungen Verein eine größere Stiftung.
MarLte.
Kaller Markt.
— £ r t e n b e r g, 27. Okt. Der heutige erste
^ag des ,,k a l t e n Marktes" machte seinem Namen wieder einmal alle Ehre. Es war kalt, aber cs war auch Markt. Glücklicherweise blieb cs iventgstens trocken von oben, so daß sich der Markt glatt entwickeln konnte. Der Pserdemarkt war besser als tn den letzten Friedensjahren, sowohl nach Menge als Güte. Wenn auch die genauen Zahlen der Marktkommission noch nicht vvrliegen, so dürfte doch der Auftrieb 600—800 Pserde, zum Teil erst- flüssiges Material, gebracht haben. Auch Käufer, lclbst von Bayern her, waren genug erschienen. Die Preise waren sehr hoch. Einjährige Pferde wurden für 3000—4200 Mk. gehandelt, leichtere Pserde galten 4000—6000 Mk., schioercre 8000 bis 10 000 Mark, für ein Paar besonders schöne Pferde wurden soaar 26 000 Mk. bezahlt, sogar Schlachtpferde wurden zum Teil für 2000 Mk. gehandelt. Infolge der hohen Preise entwickelte sich das Geschäft zunächst langsam, wurde aber im Laufe des Vormittags sehr lebhaft. Der Juxplatz und Krämermarkt sind schon gut besetzt, auch liegen noch zahlreiche Anmeldungen vor, so daß für die beiden nächsten Tage voller Friedensbetrieb zu erwarten ist, um so mehr als auch die hiesigen Geschäftshäuser und Gasthäuser sich reichlich eingedeckt haben und allen Anforderungen gerecht werden können. - Der 2. und 3. Tag brachte dem kalten Markt schönes Herbstwetter und damit eine ungezählte Menge auswärtiger Besucher. Schon am Morgen des 2. Markttages herrschte ein so reges Markttreiben wie kaum in den letzten Friedensjahren. Etwa 2-300 Stück Rindvieh waren angetrieben, die zu hohen Preisen abgesetzt wurden. Gute Milchkühe kamen auf 2500 - 3000 Mk, sogar mitunter noch höher. Die Schweinepreise, besonders die Ferkelpreise, waren zunächst verhältnismäßig niedrig, zogen jedoch bald stark an, Ferkel galten zuletzt ICO, Einlegschweine je nach Größe bis 800 Mk. Auch Pferde wurden noch eine große Anzahl gehandelt. Der Krämermarkt
..., J&ute Vorbereitung^ nfflje Prinz laber im Siebenjährig..,, ^«.y Göttingen gezogen war und die Stadt zur Ueber- Sibe eufforterte, richtete er auch an den Rektor der Urmwrsrtat, den witzigen K ä st n e r, ein Schreiben, m bem er ihm nahelegite, seinen Einfluß bei dem Kommandanten für die Uebergrtbe einzusetzen, '»veil er sonst dre Lebensmittelzusühr abschneiden und so die Stadt der Hungersnot aussetzen werde. Kästner anttvortetr dem Prinzen in einem sehr höflichen Brief, mdem er erftchrte, daß er sich in die militärischen AngelegrnI-eitLN nicht mischen könne, und schlog folgendermaßen: ,,Was übrigens die ange- d^vyte Hungersnot betrifft, so bin ich für meine Person deshalb außer Sorgen, weil ich 5 Jahre lang Professor extra ordrwarms in Leipzig gewesen und solgLich das Hungern aus dem rf gelernt habe."
Landkreis Gießen.
3 Golzheim, 28. Okt. Die Rorlanffeuch^ sst l^ter den Schweinen sehr verbreit«. In einer '.wche smd allein 9 Tiere daran eingegangen
~ 2ich, 28. Okt. Der Gemeinderat hat be- 'motten, das nördlich der Stadt gelegene Wallgelände (Der in den letzten Jahren geschleifte ehemalige Festungswall > vom Fürsten käuflich zu erwerben und für Siedlungszwecke zu verwenden, '.'can denkt an den Bau mehrerer Kleinwohnungen; nit dein Bau von drei Doppelhäusern soll schon in nächster Zett begonnen werden. — Ein Pachtvertrag suchen der Standesherrschaft und der Stadt ;ur Uebemabme fürfMidycn Geländes durch die >Gemeinde wurde genehmigt. Das (velande wird von der L>todt in kleinen Parzellen an Minder- '‘emittette verpachtet werden.
* Lollar, 29. Okt. Unser hiesiger GZang- ocrem, der unter tüchtiger Leitung sreht, plant in Dieietn Winter ein großes Wohltätigfettskonzert, worüber noch näheres berichtet rotrb.
** Lollar, 29. Okt. Viele irreführende, in Mieter kreisen beunruhigende Gerüchte über oen hier bestehenden Lausvcsitzerverein toerden hier verbrettct. Der Bewein ist aus der Not der Zett geboren, seine Ziele sind ganz andere als vielfach angenommen und verbreitet wird Die für bic Mitglieder verlangte erlstihte Miet, wrderung ist in dieser teueren Zett unbedingt be- recbttgt, ne bleibt immer noch streng dem Verhältnis vor dem Kriege angepaßt. Man hat frier Löhnungen, bestehend aus 3 Zimmern und Küche, 14—20 Mark im Monat kosten, solch? be- -whend aus 6 Zimmern und Küche, die 35—40 Mk. itn Monat kosten, dabei in n;u gebauten Häusern mit.Storribor, elektrischem Licht, Wasserleitung und allem iDuftigen Zubehör an gu.cn Straften gelegen. Das sind Mietpreise, die noch lange nicht die storrtalanlage verzinsen, ganz abgesehen von Heu- ngcn Reparaturkosten. Zahlt man doch für Herrichtung eines Zimmers 100 Mi. und für eine einfache Dachreparatur ober dergleichen 40, 50 Mk
mehr. Eine Mietpreisechihung ist daher un- erläßltch, sollen nicht die Wohnungen verwahr- loien, zum Schaden von Mieter und Hausbesitzer Diechilrch denkende Mieter sitzen auch diesen berech- iigten Forderungen ihrer Vermicter feilte Schwie- rigfeit entgegen und zahlen im eigenen Interesse i'rn das geringe Mehr.
** Lollar, 29. Olt. Ein Volksbil- i dungskursns sindet unter Leitung unserer 1 Lehrerschaft wöchentlich statt.
Kreis Büdingen.
Usenborn, 29. Okt. In einer der vergangenen Rächte wurden aus dem hiesigen Schafs- pferch 3 wertvolle Hümmel gestohlen und abgeschkachtet. Leider konnten die Täter nicht gefaßt werden.
Kreis Lauterbach.
O Schlitz, 27. Okt. Der hiesige Bolksbil- üungs verein, der die Pflege des Heimat- gedankens in den Vordergrund seiner diesjährigen Arbeit gestellt hat, unternahm gestern bei guter teütgung seine zweite heimatkundliche Ä ander-» n g, die nach .Hartersbausen führte, 'Ur Besichtigung der „Alten Mauer", einer Kernen Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, und des „Burback", einer mit einem Steinwall um» geboten vorgeschichtlichen Grad- und Thingftätte. Die erste Wanderung hat unter der sachkundigen Führung von Oberpfarver Knodt mit dem Schlackemvall auf dem Sengersberg, den Resten einer frühgeschichtlichen Flichburg, bekannt gemacht. Der Vogelsberger Höhenklub beteiligte sich an beiden Wanderungen.
Kreis Schotten.
B. Stckenhausen, 26. Oft. Bei gutem belud) wurden h<cr im Schulsaalc zwei von Lehrer Bernhard und dessen Frau einstudierte Märchen- otele. Aschntputtel und Genoveva, von Scbul- ttrtdern m Kostümen aufgefüTjIrt. Musik,tttcke füllten «e Pausen aus.
Kreis Friedberg.
_ . O Langenhain-Ziegenberg, 28. Okt. •^etn öOjäbrigeg Amtsjubtläum konnte der hiesige Pfarrer Jacobowski feiern. Dekan Wahl reterte den Jubilar in öffentlichem Gottesdienst.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm Bensheim, 29. Okt. Ein Ochse gestohlen wurde m der letzten Rächt dem Landwirt Wilhelm
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Neudietendorf, 29. Okt. (WB.) Dem zwischen Naumburg —Erfurt —Bebra verkehrenden Personenzug 810 fuhr kurz hinter der Station Neudietendorf ein aus entgegengesetzter Richtung kommender Gü° terzug in die Flanke. Sieben Wagen des Personenzuges wurden umgeworfen und zum Teil schwer beschädigt. Drei Personen wurden getötet und etwa 20 verletzt, davon 6 bis 8 schwer.
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Es ist nur zu bedauern, » werden konnten, [iit« ®tt*ftw 6 K Da 6«alaiä; tbem «“ä'ÄsS da MkRto'Ä di-
ponjttuem chl haben- um NN- , n Sofmart»81 .a^. n . oero leiu-
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(Für Form und Znlwlt aller unter dieser Rubrll - stehenden Artikel übernimmt bic Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantworttmg.) Langsdorf, 29. Okt.
' Die Ausführungen des Herrn Unteraffiftenten ' Stephan in der Versammlung der Beamten-, An 1 gestellten- und Arbeiterausschüssi am hvrigen Mon ' tag verraten ein so geringes Verständnis für di« 1 derzeitige Lage der Landwirtschaft, baß auch von bäuerlicher Seite Herrn Stichhan für eine gerrd>ir fSeurteilimg der iinxrünftigen Lage der Kartoffel Versorgung der Städte eine 'Jütfflärung zattefl n*cr den muß- Wir verkennen dabei nicht, baß auch von bäuerlicher Sette aeseblt worden ist. Mb-to aus welchen .Kreisen rekrutieren sich hauptsächlich bi? Kartoffelhamsterer, die fett vier bis fünf Wochen die Dörfer des Kreises Gießen überschwemmen? Es. sind zu einem großen, wenn nicht zum größten Teile Eisenbahnbedienstete oder deren Frauen. Diese Leute müssen im Gelde schwimmen, bc.tn sie bieten unaufgefordert so hohe Preise, wie sie fein Bauer zu fordern wagen würde; und nicht zur menschlichen Ernährung verlangen sehr viele di. Kartoffeln, nein auch das Ein legeschw c i n soll mtt Kartoffeln gemästet werden. Herrn Stephan dürfte wohl kaum bekannt sein, daß man sich in bäuerlichen Betrieben den Luxus der Karrosiel fütterung kaum noch gönnt, ausgenommen Kar tosielabfälle und die kleinen, zur menschliche^ Er nährung nicht geeigneten Kartoffeln. Schon längst sind imfere Wirtichasten auf die Aufzucht der Schweme mit Klee, Rüben und Möhren eingestellt, y?™?* Stehen nicht auch die Eisenbahner ihre Schwerne mtt berartigen Futtermitteln auf, anstatt b^. den Landwirten für ihre Schweine unt Kar löffeln anzuhalten? Wenn jetzt die Kommissionen mit Äartosfelrevisionen in den Bauernhöfen be gnmen, so müssen diese gerechterweise auch in den ^ndustriedörfern um Gießen und vielleicht in meßen selbst bei so manchem BerufSgenossen de Derrn Stephan Umschau nach Karlo nein halte».
Erfolg würde sicher verblüffend groß sein Und so mancher, der jetzt noch mit Herrn Stephan in dasselbe Horn bläst, würde große Augen machen, wenn er ein Opfer von Recht und Gerechtigkei- wurde und von seinem Übermäßig gehamsterten Kartosfelvorrat der Allgemeinheit einen Teil zu- fließen lassen müßte. Herrn Stephan selbst, bei nns Bauern Licht, Wasser und noch so manche-'- andere Schöne entziehen möchte, geben wir den guten Rat, seine weltbcglückenden Ideen in absch barer Zeit nur unter Gleichgesinnten zu verbreiten. 4^nnes wlll uns doch so scheinen, als ob er am mentgüen dazu berufen wäre, Pflichtvergessenbeir bei Bauern zu rügen. Wenn wir uns recht ent linnen roar gerade Herr Stephan bei dem Eisen babnerstrerk, den Gießen in diesem Frühjahr erlebte, enter der Haupthetzer. Wenn schon die Eisenbahner, ohne es zu wissen, warum, sich den Luxus eines mehrtamgen Stteifes gönnen dürfen, so Tann er, toenn ihm tegischrs Denken eigen ist, der Landwirt schäft das Streikrecht wohl kaum absprechen. Aber kem Bauer denkt an Streik, er verlangt nur Gc rechligtett für nd) und muß sich dagegen wehren, daß in feinem Betrieb von Leuten hereingesprocheu wird, denen nickt nur das Verständnis dafür ab W, ine auch keinerlei Sinn für Unparteilichkeit zu besitzen schemen.
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Orte. Das Haus hat sich bisher vor- rrestftch bewährt und kann auch für dauernde Be- wohmcng verwendet roerdcn. Eine Sockelmauer oder enffvrechendc Sockelpseiler schaffen die Auflage Tür den tragenden Balkenrost. Diese Balkenlage der Fußböden sowie die der Decke unb des werden durch eiserne Bolzen verschraubt
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