Aus M Vrovinzialtagrwahl! Zur PMMMAOW»!
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Noch einmal rufen wir Luch zur Wahl!
Stimmzettel sind vor allen Wahllokalen zu haben.
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Der Wahlausschuß der veutschen volkpartei
Deutsche demokratische Partei.
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Am Sonntag, den 31. August sollt Ihr entscheiden, in elchem Geiste die Verwaltung der Provinz Oberhessen in den nächste: drei Jahren geführt werden soll.
Die letzten Wahlen haben gezeigt, daß viele Wähler und Wäh lerinnen der Mittelparteien der Wahlurne fernbleiben und damit ausdrücken, daß sie der politischen Entwickelung unserer Tage keine große Bedeutung beimessen. Das ist ein schwerer Fehler, rer sich rächen muß!
Täuschen wir uns nicht! Schon erheben die Reaktionäre von rechts und die Radikalsten von links mehr und mehr das Haupt und glauben, daß ihre Stunde gekommen sei. Eben gilt es, den kaum neu gezinimerten Staat über die nächsten schweren Zeiten hinweg- zubringen. Nur auf demokratischer Grundlage erscheint uns die Schaffung geordneter Zustände und die Sicherstellung der Volksrechte möglich. Dagegen laufen die äußerste Rechte und die äußerste Linke Sturm. Was sie wollen, ist die Herrschaft einer Gruppe über das Volk. Die können sie aber nur erlangen durch eine neue Revolution. Wer eine solche vermeiden will, gehört zu ans.
Wähler und Wählerinnen! Die Wahlmüdigkeit, die gerade bet ren Mittelparteien so stark hervorgetreten ist, muß überwunden werden. Am Sonntag muß jeder, dem die Erhaltung der Volksrechte am Herzen liegt und der unserem darniederliegenden Volke neue, chwere Erschütterungen ersparen will, zur Wahlurne schreiten.
Wählt die Liste der Deutschen demokratischen Partei, beginnend mit dem Namen
Wilhelm Grünewald, Zustizrat, Gießen.
Die Männer, die wir Euch Vorschlägen, bürgen dafür, daß sie eintreten für Stadt und Land, für alle schaffenden Stände.
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Deutsch-nationale Volkspartei
Ortsgruppe Gießen.
Mitglieder, Parteifreunde, Mitbürger und Mitbürgerinnerr.
)n letzter Stunde! Letzte Mahnung! Alle Mann an Deck! Das mutz die Losung sein für die morgige provinzialtagrwahl.
Daß die Wähler des unerträglichen Druckes müde find, den die Minderheit von links mit ihrem MachtdünKel und ihrer Derncinungssucht auf unser ganzes Volksleben ausübt, hat die Kreistagswahl durch ihren gewaltigen Ruck nach rechts bereits gezeigt. Dieser Ruck muß aber bei der morgigen Wahl noch deutlicher, noch sichtbarer in die Erscheinung treten. Dazu müht Ihr alle helfen! Laßt Euch nicht irreführen durch Wahlmanöoer, von welcher Seite sie auch kommen mögen! So ist es nicht wahr, datz wir Sturm laufen gegen die Volksrechte, wie die Deutsche demokratische Partei in ihrem Aufruf vom Donnerstag behauptet - gerade das Gegenteil ist der Fall! Wir sind es, die Schutz der persönlichen und polittschen Freiheit und des Privateigentums wollen, wir verlangen wirksamen Schutz gegen spartakistische Umtriebe und Beseitigung der Willkürherrschaft. Wir vertreten die Rechte des Handwerkers und des Kleinkaufmanns, des Bürgers und des Bauern, des Beamten und des Arbeiters gegen jede Vergewaltigung. Wir Kämpfen für das deutsche Volkstum. Wir fordern mit einem Wort: Gleiches Recht für Alle! Darum latzt euch durch nichts täuschen! Klärt die Irrenden auf, rüttelt die Gleichgülttgen wach, sammelt die Säumigen und gaghasten! Weckt neuen Lebenswillen, damit das deutsche Volk nicht in den 2lbgrund versinkt, an dem es steht! Der Ernst der Stunde Klopse an Aller Gewissen. Auch an eures, deutsche Frauen und Mädchen! (Euer Gefühl sagt euch, wer das Rechte will und das Gute! Frauenwille ist stark. Helft mit eurem starken Willen, helft uns siegen und wählt! Und auch du, deutsche Jugend, auf deren Schultern die Zukunft unseres Volkes ruht, darfst nicht Zurückbleiben. Opfere die wenigen Minuten und wähle!
Darum:
Arif znr Wahl! Alle Mann an Deck! Gs ist klar znrn Gerecht! Gr gilt eine Tat! wählt alle einmütig und geschloffen die Vereinigte Stadt- und Landliste beginnend mit den Namen
Otto Schneider I., Landwirt in Utphe
Dr. Paul Gisevius, Professor der Landwirtschaft in Gießen.
Der Wahlausschuß.
Stimmzettel sind vor den Wahllokalen und im Wahlbureau Kaiser-Allee 27, Wirtschaft zum Krokodil, Fernsprecher Nr. 348, zu haben. Helfer und Helferinnen werden am Sonntag dorthin gebeten.
Abends 872 Uhr Mitgliederzusammenkunst daselbst. 10063D
♦ Wiederum muß gewählt werden, wiederum müssen wir Euch an Euere Wahlpflicht erinnern. Am Sonntag, den 3 7. August findet die Wahl zum Provinzialtag statt.
Zur Kreislagswahl sind Tausende der Wahl fern geblieben, das muß jetzt bei der Wahl am Sonntag ganz anders werden! Solche jämmerliche Wahlbeteiligung darf nicht mehr Vorkommen. Ihr aber müßt helfen, daß unser arm gewordenes Land geordnete Zustände erhält, daß diejenige Wirtschaft, die im „neuen Deutschland" einzureißen droht, nicht länger dauern darf!
Wen sollt Ihr wählen? Deutsche Männer!
Männer mit erprobter Sachkenntnis, klarem Blick, festem Rückgrat, warmem Herzen und kern- tÄÄTäÄ»*-Stadt und Land. Hand in Hand!
Diese Vertretung erreicht Ihr durch die Wahl des Wahlvorschlags „Schian" der
Deutschen Uolkspnrtet
beginnend mit den Namen:
1. Dr. Martin Schian, Professor in Gießen 4. Leonhard HooS, Fabrikant in Lauterbach
2. Heinrich Schudt, Müller u. Landw. in Görbelheim 5. Ferdinand Rabenau, Oberamtsrichter, Geh. Justiz-
3. Friedrich Heck, Oekonomierat in Alsfeld rat in Büdingen
6. Ferdinand Pfannstiel, Land- u. Gastw. in Ulrichstein.
Darum aus zur Wahl! Wählt diese Mauer! für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, für alle ehrlich schaffenden Stände! Helft alle weiterbauen an dem Schutzdamm gegen die linke Flut, die bereits gebrochen, aber vollends zurückgedrängt werden muß in die ihr gebührende Ruhe!
Hilf zur Proviizialtagswalil!
Wähler und Wählerinnen!
Wiederum müssen wir Euch an Eure Wahlpfftcht erinnern.
Sonntag den 31. August KÄÄÄ die Angelegenheiten der Provinz betreffende Angelegenheiten zu erfüllen, eine Bedeutung ist deshalb nicht zu unterschätzen. Wer deshalb will, dab der Wille des werktätigen Volkes auch in dieser Körperschaft zur Geltung kommt, der freien Entwicklung und der Gesamtwohlfahrt die Wege geebnet werden, der gehe zur Wahl und gebe den Stimmzettel ab mit dem Kennwort: Sozialdemokratische Partei beginnend mit dem Namen Anton Lnr, Mitglied der Volks!., Rieder-Uorstadt. Unsere Kandidaten anS allen Streifen der schaffenden Bevölkerung in Stadt und Land ausgewäblt, ftnd:
der Volkskammer, Nieder-f^lorstadt Dr. Albert Aaron, RechtSamvatt, Gtesten Wilhelm Pebler, Lehrer, Büdingen Hans Brann, Krankenkassenbeamter, AlSfeld Emil Selbmann, Kupferschmied, Lauterbach Wilhelm Schimmel, Privatier, Heuchelheim, Kr. Bietzen Bruno Wittig, Buchdrucker, Butzbach Heinrich Knaf, Techniker, Büdingen Dr. Felix de Bra, Arzt, Schlitz Georg Merz, Händler, Schotten
Heinrich Mehl, Werkmeister u. Beigeordneter, «r.-Anden Adam Becker, Gastwirt, Groh-Felda
Karl Henze!, Wirt und Beigeordneter, Obbornhofen Martin Reck, Krankenkassenbeamter, Vilbel Valentin Dillemnth, Maurer. Hainchen Karl Giller, Kaufmann, Homberg an der Ohm Heinrich Zinn, Maurer, Landenhausen, Kr. Lauterbach Peter Zeitz. Landwirt. Nidda Albin Mann, Gewerkschaftsbeamter, G testen Ludwig Scheibet, Bureauangestellter. Ober-Mitrlen Heinrich Hölscher, Schneider, AlSseld Wilhelm Stecker, Mechaniker, Alten-Bufeck Heinrich Kipper VIII., Wethbindermeister, Ober-Seeme^ Heinrich Lachmaun I., Maurermeister, Schlitz Heinrich Ostwald DL, Bauunternehmer, Wieseck Jakob Möller, Modellschreiner, Btlbel Georg Revv, Maschinensetzer, Scholten Heinrich Weber in.. Schlaffer, Steinberg bei Gedern Richard Strobwig, Geschäftsführer, Gießen ____
Franz Diener, Geschäftsführer, Gießen. 10068D
Var sozialdemokratische wahlkomttee.
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