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Rnd. Sach

Rod. Sach

Drillmaschinen sind unübertroffen in la. Am- führnng. Olelchmäflige Am- saat auf ledern Gelände.

Universal- u. Wendepflüge Zweischarpfiüge in allen Bodenart, glolchgnt arbeitend

/ Kartoffelerntemaschinen

Dttngerstroner, Acker- u. Saateggen, Gbstmählen Obstkeltern, Hicksolmascbinen, Habenschneider für Hand und Kraftbetrieb.

Janchefässor Jauchepumpen

Grasmäher Getroidemäher Garbenbinder

Vorderwagen, Pferderechan sowie alle anderen Easehlnen für die Landwirtschaft

Ständige Ausstellung

eigene Werkstitte ErsatzteUlager

M. Rosenthal

Fernsprecher 77 9257c Liebigstraße 13

Die Direktion:

Der-lufffchtSrat:

Prof. Dr. Krausmüller Dipl. Jng. BünningS

Darmstädter

Prot Brüning.

Friedrich itra»e 11.

in die Hand drücken, und fünf Kronen ftnb tes übliche Trinkgeld für den Kellner nach einer Mahl­zeit. Man schreibt diese Verhältnisse der Nähe zu, in der wir uns dem Bolschewismus gegen­über befinden ..."

tragen worden:

Deibel, August, Neuenweg Konsumverein, Schanzenstratze

Bleichstrahe

Neuen Bäue

Asterweg

Gießen, den 27. August 1919.

Wettervoraussage

für Sonntag:

Vorwiegend wolkig und trocken, Temperatur rvenig geändert, vorwiegend westliche Winde.

behördliche Anzeigen

Bekanntmachung.

Französischen Unterricht:

Grammatik, Literatur, Konversation, Handels­korrespondenz erteilt Bresicn, weiland Professor an der Handelshochschule zu Paris.

Apprenez ie fran^ais par la causerie. Methode fad le et tres expeditive. S'adresser ä M. Bresien, andcn professeur ä l'tcole des Hautes £tudes commerdales de Paris.

A propos: o*ro

le th£ franoais chez le professeur Bresien re- prendra le l£i Septembre. Tous les jours sauf le dimanchelt 5 h. s. On causera ä bätons rompus; ce sera vif et interessant.

Giessen, Ludwigsplatz 13 au 216mc.

und große MeNigen Butter und Eier verschwunden seien. Ter Oberbürgermeister habe sich seit langer Zeit monatlich 80 Eier und 12 Pfund Butter liefern lassen.

rt. Seckenheim b. Mannheiin, 29. Aug. Während einer Tanzunterhalttmg sprang eine 20- jährige Sckineiderin aus dem Fenster des 2. Stock­werkes auf die Straße und .brod> beide Füße. Tie Tat beging das Mädchen, weil es keinen Tänzer erhielt.

* Ein Fernheizwe rk in Berlin. Ein neues Fernheizwerk der Stadt Berlin- Neukölln soll, wie derGesundheitsiu- genieur" schreibt, mit einem Kostenaufwand von rund 21/" Millionen Mack erbaut wer-

Pädagogium! Telephon Nr. 2554 VKRIUMnHffl Privatschule mit

g dem Lehrziel des Gymnasiums, des Re- re alffymnasiurns und der Oberrealschule M bis Oberprima. Vorbereitung auf alle ra Scbulprttfangon auch für Damen. Eintritt jederzeit. bomD

RI. Ellas. Ilerdweg 86'/r-

Kurhaus Michelstadt i. Odenw.

(Linie Hanau-Eberbach.)

Behagl. Kurheim für Nervöse und Erholungsuchende

---------- Gute Verpflegung. --------- 9224ss Prospekt 5. San.-Rat Gigglberger

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde L i ch für das Rechnungsjahr 1919 liegt vom 2. September bis 9. Septemoer 1919 auf dem Geschäftszimmer dec Bürgermeisterei Lich zur Einsicht der Inter­essenten offen. Es ist die Erhebung einer Umlage vorgesehen, zu der auch die Ausmärker heran­gezogen werden.

Lich, den 28. August 1919. 10050B

Hessische Bürgermeisterei Lich.

Fuhr.

den, um in Verbindung mit dem städtischen Elektrizitätswerk eine Reihe von städtischen Gebäuden und auch einige Mietshäuser mit Wärme und z. T. mit Wacmwasser zu ver­sorgen. Das Heizwasser wird aus einer Kessel­anlage mit Koksgrusfeuerung gewonnen und mit Temperaturen bis zu 120 Grad durch Um­wälzpumpen in die Fernleitungen gedrückt. Diese Leitungen befinden sich in Betonkanch- len, die den Straßenzügen der Stadt folgen. Das Heizwasser mischt sich in den Gebäuden dem in dem Heizkörper umlaufenden "Wasser zu und wird durch besondere Wärmeverteil­stellen mit der üblichen Temperatur der Schwerkraftheizungen verwendet. Durch die Erhöhung der Heizwassertemperatur auf 120 Grad wird die mit 1 Liter Wasser fortleit­bare Wärmemenge bedeutend vermehrt. Das Werk versorgt etwa 13 städtische Gebäude, die bis zu 2,5 Kilometer vom Kraftwerk enb- fernt sind, und wird auch einige städtische Mietsyausneubauten heizen, so daß zum erstenmal Mietwohnungen in größerem Um­fang öffentliche Wärmeversorgung erhalten. Die Anlage soll schon zum großen Teil im kommenden Winter in Betrieb genommen werden.

* Die teuerste Stadt Europas. Den zweifelhaften Ruhm, in diesen Zeiten der Teue­rung die teuerste Stadt Europas zu sein, soll S to ck ho l m für sich in Anspruch nehmen können. Wenigstens ist dies die Anschauung des Stock­holmer Berichterstatters derDaily Mail", der darüber schreibt: ,-Jch bin in den letzten fünf Jahren in vielen Städten gewesen, in Moskau und Bagdad, in Bombay und Saloniki, in Kairo und Rom. Paris und Petersburg, Brüssel uuo Mailand, London um> Monte Carlo. Monte Carlo war die billigste aller dieser Städte, Stockholm aber ist zweifellos und bei weitem die teuerste. Die Grundmünze ist die Krone, etwas mehr als unser Schilling Ein Zimmer in einem Hotel mit Bad und Frühstück kostet 32 Kronen. Das einfachste Essen kann man nicht unter einem Pfrrnd haben. Weine sind unerschwinglich teuer: man be­zahlt 80 Kronen für die Flasche ,scAechtesten Kriegschampagncrs. Eine Droschke kostet für die Stunde 35 Kronen, und die Kutscher besitzen eine Virtuosität, durch einen angenehmen Trick das Doppelte von dem herauszuschlagen, was der Taxameter zeigt. Die Höhe der Trinkgelder läßt einen erschaudern. Dem Mann, der einem bic Tür öffnet, muß man wenigstens eine Krone

Das Backen von Weißbrot für den Monat September 1919 ist nachstehenden! Bäckern über- 100338

Letzte Nacyrichten.

Der beschlich über die Heimsendung » der lttlegrgesangrneir.

Berlin, 30. Aug. (WTB.) Von zuständiger Stelle wird zu dem Beschluß des O bersten Ra­tes betreffend die Kriegsgefangenen er­klärt: Die Nachricht, daß jetzt endlich ter von uns allen so sehr ersehnte erste.Schritt zur Freilassung unserer gefangenen Brüder getan werden soll, roiti) in ganz Deutschland freudig begrüßt werden. Es ist jedoch lediglich der er ste Schritt. Dre Kriogsgefangerven werden nicht, wie man aus der in einem Berliner Blatt erschienen Meldung viel­leicht entnehmen könnte, sofort entlassen werden. Das geht schon aus der weniger erfreulichen Be­stimmung des Obersten Rates hervor, daß ter deutsche Vertreter an den Verhandlungen ter VorbeveittrngsKommission erst teilnehmen soll, wenn der Frietensvertrag in Kraft getreten ist. Aber die Tatsache, daß diese interalliierte Kommis" fion, deren Einsetzung von ter deutschen Delegation immer wieder aufs dringlichste gefordert wurtei, jetzt endlich zusammentritt und sofort mit den Vor­bereitungen des Rücktransports beginnt, gibt uns die Hoffnung, daß die Vorarbeiten so schnell ge­fördert werten, daß die Entlassungen unmittelbar nach dem Inkrafttreten des Friedens Vertrages be­ginnen können. Unsere Delegation in Versailles wird auch weiter nach Kräften bemüht fein, die Freilassung noch mehr zu beschleunigen. Das deut­sche Volk kann diese Bemühungen um baldige Er­lösung seiner Brüder am testen dadurch unter­stützen, daß es in wahrer Erkenntnis seiner ur­eigensten Interessen an dem baldigen Wie­deraufbau der deuts ch eu Produk­tionstätigkeit mitarbeitet und dadurch dem Deutschen Reich die Möglichkeit zur Erfüllung seiner Verpflichtungen gibt.

Berlin, 30. Aug. Nach temBerl. Tagebl/ erfährtCorriere della Sera", daß ter Beschluß des Obersten Nates der Alliierten, sofort mit der Nückseirdung ter Kriegsgefangenen zu beginnen, hauptsächlich durch die Haltung Italiens ver­anlaßt -.wurde, daß Italien als erste Macht.die Gefangenen heimsenden werte, ohne die Ratifika­tion tes Frictensvertrages abzmvarten.

Nach ter gleichen Quelle ist dieser Tage aus Vertretern ter Gewerkschaften, aus Kreisen ter Arbeiter, Architekten und Arbeitslosen ein Volks- arbcitsamt gebildet worden, das sich mit der Frage tes Wiederaufbaues der zerstört en Gebiete in Frankreich zu beschäftigen haben werte Eine Nachrichtenstelle erfährt hierzu, daß nach einer Berechnung tes Volksarbeitsamts tee Kosten für ten Wiederaufbau auf 4 0 M illiardeni Mark veranschlagt werden. Tie gesamte Material­beschaffung soll in eigene Regie genommen werten. Tas Volfsarbcitsamt habe feine Pläne bereits in

Bekanntmachung.

Die Hessische Hauptfürsorgestelle ter Kriegs­beschädigten- und Kriegshiitterbliebenen-Fürso rg« zu Darmstadt beabsichtigt bei genügender Beteili­gung in der Zeit von Mitte No vember bis März die Abhaltung eines landwirt - s cha ftlichen Lehrgangs für Kriegs­beschädigte au der landwirtschaftlichen Win­terschule zu Michelstadt.

Den Kriegsbeschädigten, die längere Zeit in der Landwirtschaft beschäftigt waren und Volks schulbildung nachweisen können, ist die Teilnahme an diesen Kursen gestattet. Es ist ihnen ins­besondere Gelegenheit geboten, sich als Verwalter oder Aufseher in landwirtschaftlichen Betrieben auszubilden. Der Unterricht an sich ist für die Teilnehmer kostenfrei. Unbemittelten werten außer­dem dre Lehrmittel geliefert. Den Teilnehmern, die am Ort des Kursus Wohnung nehmen, werden, wenn sie bedürftig sind, Zuschüsse gewährt. Ver­heiratete erhalten unter ter gleichen Voraussetzung entsprechende Unterstützung für ihre Familie.

Die in Frage kommenden .^Kriegsteilnehmer werden hiermit ausgefordert, ihre Meldungen um­gehend unter Darlegung ihrer Familienverhält­nisse an die Fürsorgestelle ter Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen Asterweg 9 ober unmittelbar an die Hauptfürsorgestrile Darmstadt, Altes Palais, einzureichen.

Gießen, den 28. August 1919. 10041B

Stöbt zürsorgestelle der Kriegsbeschädigten

und Kriegshinterbliebenen.

fcfar ftl-tew.

Ausbildung von Kindergärtnerinnen und Kinder- Pflegerinnen. Aufnahme Herbst und Frühjahr. Seminarkiudcrgarten: Ausnahme iederzett.l9/56v Vrospckle »u Auskunft durch L.Moeser,Gartenstr.30.

Vermachtes.

tta. P forzheim, 29. Ang. Dem hiesigen Oberbürgermeister Hab er mehl war nahegelegt worden, einen vierwöchigen Urlaub anzutreten, um da? Ergebnis einer Untersuchung wegen Unregel­mäßigkeiten bei ter Lebensmittelversorgung abzu- wrrten. Nach stürmischen ?luseinantersetzungen int Bürgeraus schuss« und in einer Volksversammlung hat darauf ter Oberbürgermeister sein Amt nietet* gelegt, wälzend ter zweite Bürgermeister einen längeren Urlaub antrat. Zn ter 23<on£teTfamnv= tung tourte erwähnt, das; 28 Zentner Kartoffeln

ümtato Gießen.1 Sauabteilung u. Maschinenbauabteilung mit staatlicher Abgangsprüfung.

kunstgewerbliche Maste. Töpferfachilaste Beginn des Wintersemesters 3. November Anmeldungen bis 11. Oktober an die Direktion.

fteertett und ein GeWl"dtt Beunruhigung: des­halb sei ein fester Gehaltssatz vorzuzietzm.

Von Artettgeterseite war die Woche zwtschen tem beiden Verlwndttrngstagen ausgenutzt Worten, entern unter Anlehnung an die Bestimmungen des Frankfurter Tarifvertrags ein Gegen­vorschlag ausgearbeitet morden war, ter die be­tonteren Gießener Bedürfnisse berücksichtigt wissen wollte.

Den Hauptteil der Besprechung nahm nun ein bto Erörterung über: GelMssvala, WirisckMftsbev- »hrlfe, Kalkulation tesExistenzminimums', Wockenarbeitszeit (vb 2 Sttmten-Kürzung am Samstag), Urlaub, Rückwirkung ter Gel)altserhvh- ung, Einreihung des Angestellten (gehobene Stel­lung, Vertrauensposten, Zuschilägr),Aufwands- ,-ntschädigung" ter Lehrlinge und Lehrmädchen und dergleichen. . .

Zugegeben wurde, daß die bisher m Gießen gezahlten Gehälter vielfach nicht ausreichend ge- nxfen seien, sei es, weil manche Firmen nicht mehr bezahlen konnten, fei es aus gewisser Rück- itiiLbigfcit. Z-rankfuttcr Großstadtverbältniise feien über aus Gießen nicht anwendbar, deshalb wur­den auch die Entgeltsätze tes Frankfurter Tarifs abgelehnt; eher glaubte man die Fuldaer Ver­hältnisse mit denen Gießens in Vergleich fetzen zu tonnen, wobei Fulda wegen seines größeren Hinterlandes noch günstiger abschncide, als Gießen. Bei äußerstem Entgegenkommen müsse doch immer die Leistungsfähigkeit der Firma die Grenze bilden. Namentlich die Angestellten in jüngerem 'Alter, bic meist bei ihren Eltern lebten, müßten sich mit einer entsprechend bescheideneren Entlohnung zu­frieden geben. Zu einer hohen Bezahlung des Lehr- sersonals könne man sich fd>on deshalb nicht verstehen, weil sich sonst ungeeignete Elemente verführen lassen würden, sich tem Kaufmanns­stande zuzuwenden, ter doch besonderes Augenmerk auf die gute Qualität tes kaufmännischen Nach­wuchses richten muffe. . ... . a

Die Wirtschaftsbeihülfe wurde in Höhe eines .neuen) Monatsgehaltes beschlossen.

Für die Gehaltsfrage tourte die Abstufung nach den beiden Fuldaer Kollektivver­träge n zu Grunde gelegt und zwar die ten An­gestellten günstigere des Vertrags vom 13. Mai 1919 (beginnend mit 150 Ml". Monatsgehalt im erflen Gehilfenjahr) gewählt, die Dreiklassenerntei- (ung jedoch abgelehnt und die Zuschläge für ge­höre Posten auf mindestens 25 Prozent fest­gesetzt.

Die Gehaltsneuregclung wurde mit Rück­wirkung vom 1. Juli 1919 vereinbart.

Den schriftlichen Austausch des hiernach in manchen Punkten abgeänderten Nnd ergänzten Ent­wurfes ihres Tarifvertrages werden die Parteien untereinander vornehmen.

großen Umrifsen dem Deinistevlüm nr&geteift. Im Laufe der nächsten Woche werde eine Konferenz stattftnden, an der außer tem Arbeitsminister auch ter Reichskanzler teilnehmen werte.

Ebert und Noske in Darmstadt.

Darmstadt, 30. Aug. (WTB.) Heute früh 9,50 Uhr trafen Reichspräsident Ebert und Reichswehrmrnistcr Noske mit größerem Gefolge zum Besuche ter hessischen Regierung inDarm - stadt ein. Sie wurden am Bahnhof von Minister­präsident Ullrich, ten Ministern und Präsidenten der Landesämter sowie dem preußischen Geschäfts­träger begrüßt und nach dem HotelZur Traute" geleitet, too die Herren abstiegen. Um 11 Uhr fand im Staats Ministerium offizieller Empfang statt. Hierbei begrüßte Ministerpräsident Ullrich den Reichspräsidenten mit einer Ansprache, in ter er den Präsidenten herzlich willkommen hieß und ter Hoffnung Ausdruck verlieh, daß das Erleben ter letzten Jahre ruhigeren Zeiten zu weichen beginne, wovon der Besuch tes Präsidenten Zeugnis ab­lege. Der Ministerpräsident sprach im tatteren über die Lage Hessens, von dem ein Drittel durch die Feinte besetzt sei, wodurch in der Verwaltung große Schwierigkeiten entständen, die durch die Umtriebe eigener Landesgenossen erschwert würden. Sache tes Reiches und ter Läuter, die unerschüt ter lich treu zueinander stehen, fei es, diese Ge­fahren zu beseitigen. Reichspräsident Ebert ant­wortete in einer längeren Ansprack-e, in der er die schwer: Not hessischer Landes teile betonte und ter- ftn-ack, seinerseits alles zu tun, um ter großen Rot des Volkes zu steuern. Ter Reichspräsident sei der festen Ueberzeugung, daß alle Angehörigen tes deutschen Volkes, wenn sie auch teiftocnc mit Gewalt vorübergehend vom deutschen Reiche bos- gerijsan würden, wieder z u ihrem Deutsch- turne zurück kehren würden. Deutschlaird merte nie untergehen. Mit einem besonders herz­lichen Glück- und Wohlergehenswunsche für Hessen schloß ter Präsidmt. Nach ter Begrüssung fand eine interne Besprechung innerhalb ter Regierung statt.

Die Verräter aus dem linken Rheinufer.

Berlin, 30. Aug. Zum Ludwigs­hafener Putsch meldet derBerl. Lokal­anzeiger" : Daß Die Sonderbündler zu ten Draht­ziehern gehören, beweise die Anwchteheit tes Füh­rers ter Landauer Verräter Dr. Haas. Als fest' stetend werde gemeldet, daß ter Putsch von Fran­zosen in Zivil ausgeführt tourte. Sie verlangten um 12 Uhr nachts Einlaß auf dem Postamt, um die Ausrufung ter Republik in die Welt zu telegraphieren, wurden aber durch den Widerstand ter treuen Beamten daran gehindert. Sämtliche öffentliche Gebäude sind gesperrt. Die Straßen­bahn verkehrt nicht. Heute abend soll der General­streik verkündet werden.

DieKöln-erAktidisten haben ihre Tätig­keit jetzt an den Niederrheni verlegt. In München- Gladbach fand eine Versammlung von Anhängern zur.Errichtung eines rheinischen Freistaates statt. In Cleve sprach der Vorsitzende ter Kölner Akti­visten, Dr. Müller.

Streik der Damenschneider.

Berlin, 30. Aug. Die Zuschneider des Damenschneider-Gewerbes ter Ortsgruppe Ber­lin II haben lautBerl. Lokalanz." den Streik beschlossen. Zuschneider und Direktricen werten am 1. 9 die Arbeit niederlegen.

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Tanzunterricht

Mein diesjähriger

Winter-Tanzkursus

beginnt am 6. Oktober 1919.

Gefall. Anmeldungen nehme ich von heute an täglich in meiner Wohnung

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Bekanntmachung.

Die Auszahlung der F Emilien - Unterstützungen an die Angehörigen Ge­fangener, Vermißter, im Ausland durch feind­liche Maßnahmen Zurückgehaltener, sowie von Ge­fallenen, falls deren Hinterbliebenen-Versorgung noch nicht geregelt ist, findet für die Zeit vom 1 bis lo. September 1919 statt:

Montag den 1. Se ptember 1919 in der Zeit von 912 Uhr vormittags im Stadt­haus, Zimmer Nr. 7.

Gießen, ten 26. August 1919. 10066B

Ter Oberbürgermeister: Keller.______

Bekanntmachung.

Tie städtische Fn h rwerkswage in der Frankfurter Straße ist vom Mon- tag den 1. September an bis auf weiteres wegen Neueichung außer Betrieb.

Gießen, den 28. August 1919. 10065B

Der Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien.

Süd-Anlage 7 10051 Süd-Anlage 7

Unterricht in Anfertigung von W&schegegen- st&nden aller Art. auch Blusen. Weiß- und Bunt­stickereien, Filet, Schiftchenarbeit, Klöppeln und allen neuen Handarbeiten. Beginn des Unter- richts: Montag den 1. September.________

SrtpMlchtt tonkiits Beginn Llnsang September. 19961

Anmeldung in der Sprechstunde norm. 111 Nhr,

Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).

Bekanntmachung

Nachstehenden Klcinhantelsg.schäften ist die Abgabe von Weißmehl und Nährmitteln, bic auf Grund von ärztlichen Attesten ausgegeben tarben, für den Monat September 1919 übertragen worden: , 100328

Weißmehl bei Arnold, Heinrich II., Kaiser-Allee, Nährmittel Becker, Heinrich, Löwengasse.

Gießen, ten 28. August 1919.

Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).

Bekanntmachung.

Bett.: Frühbirnenversteigerung der Stadt Gießen.

Montag den 1. September 1919 kommt die Frühbirnenernte von ten Bäumen ter Stadt Gießen in kleinen Losen zur öffentlichen Versteigerung, und zwar vormittags von 9 Uhr an von tert Bäumen am alten Krof- dorier Weg, Wiesecker Weg, im Lärchenwäldchcn und am alten Steinbacher Weg; Zusammenkunft um 9 Uhr vormittags am Schlachthof.

Ter Verkauf findet nur an Verbraucher statt; Bezugsscheine sind nicht erforderlich; Obsthändler, sofern sie nicht Kriegsbeschädigte find, sind vom Mitbieten ausgeschlossen.

Gießen, den 27. August 1919. 99878

Der Oberbürgermeister. I.V.: Krenzien.

Bekanntmachung.

Die Obst- und Gemüsetrockenanlage der State Gießen wird von Mittwoch ten 3. September aff wieder in Betrieb gesetzt weiten.

Anlieferungszeit täglich von 8 bis 10 Uhr vormittags bei den städtischen Elektrizitätswerken Lakmstraße 28.

Elektrizitätswerke u.Strafirnbahnd.StadtGießen

Stolte.__1007IC

Bekanntmachung.

Auf Grund der am 19. und 26. August über den Antrag der Wirtschaftlichen Ver- einigun g der Privatangestellten von Gießen und Umgegend gegen Gießener Firmen des Großhandels uftv. wegen Gehaltsaufbesserung und Tarifvertrags vor tem Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gießen gepflogenen Verhandlungen ist nach beider­seitigem erheblichem Nachgeben unter den Par­teien eine Verständigung herbeigesührt worden. Das Nähere ergibt der von den Parteien verein­barte Tarifvertrag.

Gießen, den 29. August 1919. 10043c

DerSchlichtungsausfchvßdel'ProvinzOberhksieu.

Klingspor.