Ausgabe 
30.6.1919
 
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Verein, dem Schröder seit feiner Gründung er

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werden, die ihm heute mit unbegründetem Mißtrauen gegenübecstehen.

0 Grünberg, 27. Juni. Heute tttertei Spenglermeister Friedrich Schröder imb

- Stell fu cinderatt -e einflercW,' ßJärtiuT unoj iviirWt gen»?

Huber V Lairdimrt, ,j $). Lottis tvuhcim, zil'te der G tner und Landl Tt, Johanne ... X W, inp ömüffti 1 <f,5irterj t Fnedver .-.hat er sm tlMHI iltai h di erfolgen ti der bislE

ausgeileüi 0 ÄuS dem Kartershai M: Lolm irb Loren;, '.er L, W Äscher, Lwn Oberbad, Sv (ü wurden gern Btt. Adam hüh

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abends sich in L. v,3 ------

zum Vormarsch in Bewegung zu setzen. Von hochzegangenen Luftballon'aus wurden den &' irrten Truppen um Punkt 7 Ubr dre redeten Zeichen entweder zum VormaNch oder - ^Rückkehr in die alten Quartiere gegeben. @3 T® um 7 Uhr vom Ballon nickst die kricgeruchen ro

Hute S) e i b 11 b e e r .

r-- - . . - - t<.Ru cy den letzten Markttagen wurden sie vereinzelt zu

Gesetz seine wohltätigen Folgen zeitigen, 2.50 Mk. und 2,30 Mk. verkauft. In unserer selche auch dielemgen Mit Om aussbAueu Lre«euL texten die KjMkü erü in etwa. 8 bis

erlas ses zu ersuchen. Ae Arbeiter- und Be° bmlterwerlueter erflärten übereinstimmend, ba& vann am Montag früh die Arbeit alP vernein ausgenommen werden wurde. Bei «naa zweiten Empfang in den Abend- Kunden erklärten die Arbeitervertreter und ver­ein zelte Berliner Veamlenvertrcter, daß infolge des Austreteiis von Paul Hoffmann neuerlich eine Erregung in die Arbeitecsclxnt hrneingetra- »ot sei. Der Stceikerlaß des Reichswehrministers wurde am Sonntag abend aufgehoben. Die Auf« &ng wurde a llcn Lerliner Eiicubahndienststellei'

i belanntgegeben.

Lkbcnsmittelunnihen.

Magdeburg, 28. Juni. (WTB.) Heute lvormittag fanden hier ernste Lebensrnittel- k« n r u h e n flott. Erngcleitet tourben sie durch Plünderungen auf dem Wochen markt ^Eie Menge versuckste dann die Lebensmittelge­schäfte in den Straben zu plündern, wurde aber -durch das Eüc greisen der Polizei und der sofort «alarmierten Truppen daran gehiiidert. Es kam auch - zu Schiebereien, wobei es «zwei Tote und einen Verletzten gab. Tie Lage ist poch nicht ge­klärt. Es werden weitere Zusammenstöße be- jürchtet. *

Berlin, 28. Juni. (Wolfs.) DieDeut- lsche Zeitung" wurde wegen des Aufrufs ^Rache für die Schmach von 1919" verboten.

Aus dem besetzten Nbcingcbiet.

tot. Diez, 28. Juni. Mit einer gdrtr tbcatralifdxm Ausmachmra, die mm einmal in M 'hzwf #| Franzosen steckt, war auch an der D i e z e r der angedrohte Vormarsch nach dem ^st^,,^« Szene gesetzt worden. 7 Kompagnien mit aller » yage standen am Montag nachmittag schon «cn den vorher bereit, um mit dem Schlage / v

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*» Krünbe Anzeiger über die »

er eit, um mit dem Schlage 7 v l h|n .

der Richtung Limburg, Staffel m [i \

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steht zu erwarten, daß bei der Aufhebung der Kauf- iiru) Hanoelsdeichränkungen mit >ui)|t i>u Stadt auch mit Heidelbeeren besser versorgt wird, als dies im vorigen Jahre der Fall war. Bedauernswert bleibt nur bei der Versorgung mit Obst, daß die Preise dafür so erschreckend hoch sind. Die Ernte in Bir­nen fällt gut aus, aber Aepfel und Zwischen, bie für uns wichtiger sind als Dirnen, gibt es nicht viel. Auch die Ernte in Jol-annis- und Stachelbeeren fällt in diesem Jahre schlecht aus.

**Die Wohnungsnotundderüber- aus große W-oh n u n a s m a n g e l, unter dem auch ganz besonders die Eisenbahner zu leiden haben, hatte eine große Zahl Eisen- babner gestern ateitd im Eisenbalmllvtel zu einer zwanglosen Besprechung zusammen geführt. Br- triebswerkmeister Landmann, der bie. Ver­sammlung einberufen 'batte, erklärte zunächst, daß er sich bereits mit der Eisenba-n-irektion Frank­furt in Verbindung gefetzt und von dieser die bin­dende Zusage erhalten habe, test, falls es in Gießen zur Gründung einer Eisenbahn- Siedlungsgesellschaft körne, die Eisen- bcchndivektion diesem als Genossenschaft mit be­schränkter Haftpslicht gedachtem Unternehmen weit- gelzendst entgegenklommen und vor allem mit einem toben Siantszusämß unter bie Arme greifen werde, tote das bereits in Bebra, Betzdorf, Frankfurt usw. geschehen sei. Aach- in der Frage der Boden- bcsctoffung tobe er bereits, wenn auch zunächst unverbindlich, mit den beteiligItn Kreisen Fühlung genommen und es sei ihm für die Eisenbahner, die ja meist an die Nato des Bahnhofs gebunden sind, günstig gelegenes Baugelände in der Liebig straße zum Preise Von 4,50 Mk. pro Quadrat­meter an geboten worden. Wenn es zum Bauen käme, so habe die Genossenschaft 30 Proz. der Baukasten zu tragen, während der Rest, der sag. Ueberteuerungszuschlag, von Reich, Staat und Ge­meinde aufgebracht werde. StabtV. Erhard! warnte vor einer überstürzten Gründung, erklärte sich aber bereit, die Bestrebungen der Eisenbalmer in der Stadtverordnetenversammlung nach Kräften zu unterstützen and glaubt auch, daß sich die Stadt zu einem Zuschuß bereit finden werde. Stcdtv. Fourier gab zunächst einen Ueberblick über die jetzige Höhe der Baukosten, die gegen den Friedenspreis nm durchschnittlich das Vierfache gestiegen seien. Ein Fünfzimmerhaus, das vor dem Kriege 11000 Mk. gekostet habe, fet jetzt unter 40 000 Mk. nicht zu erstellen, während ein Treizirnmerhaus auf 34 000 bzto. 29 000 Mk. komme. Er betonte bann, daß auch die für die lieber- teuerungszuschläge verfügbaren Mittel nicht un- erschöpfnch seien. Auf Gießen entfielen 450 000 Mk. und von einer Erhöhung könne, wie der Reichs- orbeitsminister erklärt habe, mit Rücksicht auf die trostlose Finanzlage des Reiches, wie auch der Gli^staaten. und Gemeinden, leine Rede sein. Außerdem sei damit 311 rechnen, daß die Stadt von dem auf Gießen entfallenden Betrag etwa bie Hälfte beanfbrudjen werde, während der Rest nur einen kleinen Teil der Bedürfnisse der gemein­nützigen Baugenossenschaft von 1894 decken könne, so daß für eine neue Bailgenossenschast jedenfalls nichts verbleiben werbe. Er glaubte daher, von einer Neugründung abraten zu müssen, während er im übrigen den Bestrebungen der Eisenbahner sehr sympathisch gegenüberstehe. Als einzige Stelle, die jetzt zur Aufnahme von Hypotheken noch in Frage komme, wies er auf die Sparkasse hin, die 4 Millionen zur Verfügung habe, Stadtverord­neter Si m 0 n, der sich im allgemeinen, ebenso wie seine beiden anderen Kollegen vom Stadthaus, pessimistisch aussprach, ertlärte aufgrund einer Be­sprechung mit dem Beigeordneten Krenzien, daß für die Eisenbahner günstiges und preiswertes Baugelände für etwa 5060 Wohnungen zur Verfügung stehe. Er wußte ferner mitzuteilen, daß die Stadt zur Unterbringung der jetzt auf etwa 500 angewachsenen Wohnungssuchen­den schon im Laufe der nächsten Tage zu Zwangs maßnah men schreiten werde. Nach einem Vortrag eines Ingenieurs der Betonbau- Gesellschaft, der die neue U-Plattenbauweise feiner Firma empfahl, wurden aus der Mitte der Ver­sammlung die verschiedenartigsten Wünsche und Anregungen laut. Sämtliche Ausführungen gipfel­ten in Dem Verlangen, daß endlich etwas gescl>ehen müsse und zwar bald geschel)en müsse. Am Schluffe wurde ein llgticDriger Arbeitsausschuß gewählt, um die Gründung eines Eisenbahnsied­lungsvereins vorzubereiten, die dann in einer neuen Versammlung, Ende nächster Woche, end­gültig erfolgen soll.

"Das Wohltätigkeitsfestzu Gunsten der Lazarettinsassen Gießens fand gestern im Cafä Leib außerordentlich starken Zuspruch. Der Nach­mittag verging bei Konzert des Reichstoehr-Negi- ments 36, lebenden Bildern und Vorträgen des Humoristen Georg Brandenstein, die lebhaften Beifall fanden. Vertrauensmann Scholl hielt die Festansprache. Nebenher wurden verschiedene Unter­haltungen und Belustigungen geboten. Im (harten war ebenfalls Konzert. Eine Schießbude war auf» geschlagen. Am (Eingang des Saales ging die Tam- bolaverteilung Dor sich Bei Anbruch der Dunlel- beü wurden im Garten bunte Lampions ange­zündet und etwas später begann Oer Taug, der bis gegen morgen währte. Die Veranstaltung wird jedenfalls einen Ueberschuß von mehreren taufend Mark Mlszuwaisen haben, da bereits die Straßen- fammtung am vormittag ein reiches Ergebnis zeitigte.

♦♦ Im Lichtspielhaus gelangt bet fünf» rtTtige KriminalromanSträfling Nr. 113" oder die Ehre für den Vater, sowie das LustspielHof­gun ft", mit Hilde Wörner in der Hauptrolle, zur Aufführung.

** Wettervoraussa ge für TienS- t a g: Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temperatur nenig geändert, nordweftlicln Winde.

Landkreis Gießen.

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gehört und dessen erster Sprecher er fd)on fru einer Reihe von Jahren ist, überreichte tuti Ruhesessel, während die freiwillige Feuenochr ch Diplom überreichen ließ. Auch der Turngau Hesch ließ durch den Gauvertreter Pfeifer-Wetzlar her;, liebe Glückwünsd^ übermitteln und gleichzeitig mii< teilen, daß für den Jubilär der Ehrenbries fee Teutfchcn Turnersck>aft beantragt sei.

bz. Lich, 30. Juni. Bei den Gras v e r st e i g e r u n g e n der Gcmeindcwiefen i benachbarten Ober-Bessingen wurden Don gu< wärtigen Händlern bis zu 1000 Mk. für bt Morgen geboten. Die Bauern waren aber m Recht mit diesen Wucherpreisen nicht einve standen, vertrieben die Händler und ec- klärten die Versteigerung für ungültig.

Kreis Bötzingen.

# Vonhausen, 29. Juni. An der G r i p starb gestern ein hiesiger Einwohner iirnerha vier Tagen. Er war über 4 Jahre im Felde Wesen und hatte erst vor 14 Tagen geheiratet.

D Stockheim, 29. Juni. Endlich ist stbend und heute vormittag ein anhaltender k r äl tiger Regen über unsere Gegend n gangen, aus den die Landwirte fd>on lange i tcteiL Die Heuernte ist bis auf einige Feldwiel boenbet, unb jetzt ist der Land mann init dem der Gemüsv- und Dicktonrzpflanzen befchastj Hoffentlich erholen sich die ausgedörrten Kleeö rasch, damit der empfiitdliche Mangel an futter auf hört.

Kreis Schotten.

e., '-Ulfa, 27. Juni. Der hiesige Hilf4 hmi) Sparverein, der im abgelaufenen schaftsjahre einen Reingewimr von 899,87 Mk. zielte, hat in seiner Generalvversaimnlung den ^lstuß gefaßt, die Genossenschaft m. u. b. D. eine solche rnft beschränkter Haftpflicht r »uwandeln. Der Zinsfuß irmrde für Spareinlo üb 1. Januar aus 3V2 Proz. herabgesetzt. Die1 nvssenschaft zählt 106 Mitgliäxr.

Kreis Friedberg.

bz. B a 0 - N a u h e i m, 28. Juni. Geh. F. rat Schwarz zu Forsthaus Over-Eschbo feit 1879 Amtsvorstand der Oberförsterei DI Eschbach im Taunrrs, begeh 1 am 2. Juli sein 50jä Tienstjubiläum. Geheimrat Schwarz war läng Jahre Vor.itzender der vereinigten Beamt verbände in Hessen.

O. Butzb ach, 29. 3uni. Für alle deut! gesinnten Männer und Froueir der Umgebung beute nadwnitiag auf der Münzcnberger B ruine eine So n n e nw en d f ei e r statt, sangsvorträge, Reigen und Jugendsmele vorgesehen. Ter frühere Rrick^stagsabgcvr Prof. Werner hielt die Festrede. Abcirds tou ein Sonnenwendfeuer abgebrannt. Die We lalbahn hatte einen Sonderzug eingelegt.

ba. G a m b a ch, 28. Juni. Durch eine Stellt in der hiesigen Kirche wurden über 1000 Ä zum Besten unserer Kriegsgefangenen gesamin

O Friedberg, 29. Juni. Die Kirsche ernte am Taimnsrcrrtde bei Ober-Rosbach, stadt und Nauheim ist nun in vollem Gange find durchweg gute Erträge zu verzeichnen. Um mehr muß man sich übcft die hoben Preise die bezahlt wurden: 1,502,50 Mk. für das das ist doch zu viel. Bei einer Bersteigcru Bad-Nauheim rourbai bis zu 160 Mk. für Daum geboten, das sind etwa v Pf. für Kirsche. Mit Recht »vendet sich daher das, amt gegen den Preiswucher mit Kirf wie es zur Zeit bebanerlidwrniCT.ie infolge der gabt: des Verkehrs mit J-rühovst eingetretrn Gegen die auswärtigen Hanoier, die an Preistreiberei schuldig sind, soll daher mit Schärfe vor gegangen werben. Außerdem Richtpreise für den Verkauf von Krrscli-en fest werden. Auch eine verschiarfte Marktkonirvll« angeordnet toorben. Für Erdbeeren roc 46 Mk. das Pftind gefordert.

O Ober-Mörlen, 29. Juni. Bei abseits vom Dorfe wohotenden Kriegerswitwe wurde dieser Tage ein Einbruch verübt, dem Diebe die Uebcrrcfte der Hausschlackstung 1400 Mark in barem Gclde in die Hände^f«

O Aus der Wetter au, 27. Juni. Gc nachmittag ging hier der erste stärkere Re nieder. Er entsprächt aber durtluus noch^ nicht Wünschien der £anbtoirte. Mit dem -petzen Pflanzen tarnt immer noch nicht begw>nncit 1 da es dem Boden noch an Feuchtigkeit fehlt.

Starkenburg und Rheinhessen.

bi. Darm stadt, 28. Juni. Darmstadr Ue be rn ahme ft a tio n für die aus fnne fischer Gefangenschaft heim kehrenden Kri.'ftl gefangenen. Tie Vorbereitung für t» Empfang ist in vollem Gange, und der beivär® Opfersinn unserer Stadt läßt hoffen, daß N Schwergeprüften ein würdiger Empfang zuteil W den wird. . w

s Nieder-Jngclheim, 28. Ium. »» dem hiesigen Obftmarkt kostete das v? Spargel 1. Sorte 1,10-1,20 Mk., 2. 30 Pf., Rhabarber- 25 Pfg., Kirschen 1LV^ 2,50 Mk., Erdbeeren 4 Mk., Stachelbcecen 90 B 100 Pf., Johannisbeeren 1,301,35 Mk.

Hessen Nassau. . .

Frankfurt a. M., 29. Juni. Bn Feuergefecht zwischen Schmuggl^, und Franzosen an der Rödellieimer G'»' wurde ein Einwohner aus Nied fdjtocr verletz-

- Weilburg, 29. Juni. Bei der Aus»K laus dem Bahnlprf wurde auf den Limburger M tzug ein scharfer Schuß abgegdxn, b« J Eisenbahnschlosser Karl Kramer aus schwer am Kopfe verletzte. Krämer mußte dem birrger Krankenhaus zngeführt werden.

L ag. GroheNl '# Vürgerm Beteiligung. ? 997 zur Wah 'rig. Es erhielt e i. Tiaummeiile lonzamtsgc!

Emschciüu bat höben ^vührschcinlich m chrsmil ist bie «tischen Er gab t ° Nugblaü Herr lswahl

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. Harbach Htmeiftei Di

AUA Stadt und Land.

Gießen, den 30. Juni 1919.

Maßnahmen gegen den Preiswucher bei dem Frühobst.

Allgemein werden bereckftigte Klagen laut, daß, nachdem die Reichsstelle für Gemüse und Obst die Bewirtschaftung des Frühobstes aufgehoben und von einer Festsetztrng von Höchstpreiseir Abstand genommen hat, sämtliche Frühobstarten zu geradezu ungeheuerlichen Preisen ab­gesetzt werden. Jitsbesondere soll auch der nrcht- Ifessischer Handel Srülwbst zu jedem Preise in graßert Mengen aufkaufen und nach außerhessisch.m Bedarfsgebieten abführen. Um zu Verbindern, das; die infolge der Sperre des befehlen Gebietes knap­pen .Frühobstmengen imch auswärts abwandern und dadurch die einheimische Bevölkerung fdjnxren Schaden leidet, hat das Landeserttährungs- am t durch Betanntntackl'ung vom 28. Juni d. I die Ausfuhr von Frühobst aus dem un­besetzten Gebiet des Freistaates Hessen verboten. Ausnahmen können in Städten von dem Ober­bürgermeister, in den Landgemeinden von: den Bür­germeistereien zugelassen werden.

Tas Landesernährimgsamt wird dem unver­antwortlichen Preiswucher, welcher den breiten Schichiten der Bevölkerung den Bezug von Obst geradezu unmöglich mad< unb darum eine bedroh­liche Gefahr für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordimng msbesondere in den Städten be­deutet mit allen gesetzlichen Mitteln entgegen­treten. Eine Handhabe hierzu bietet die Vor­schrift des 8 1 der Berord«ung gegen die Preis­treiberei vom 8. Mai 1918, toonad) mit schweren Strafen bedroht wird, ioer vorsätzlich für Gegen­stände des täglichen Bedarfs Preise fordert oder sich von einem anderen gewähren oder versprechen läßt, die unter Berücksichtigung der gesamten Verhält­nisse einen übermäßigen Gewimr enthalten. An die beteiligten Kreise wird dal-er die d r i n g e n d e Mahnung gerichtet, im Interesse der Frühobst- Versorgung der Bevölkerung dahrn zu Wirker,, daß die derzeitigen Wuchervrcise auf ein erträgliches Maß zurückgefuhrt werden.

Verlängerung der Rcisebrotmarken- gültigkeit.

Tie Gültigkeit der Reisebrotmarken alten Musters wird, wie Wolff auS Berlin meldet, bis zum 27. Juli einschließlrch verlängert. Bis dahin werden auch den Verbrauchern die alten Marken gegen neue umgetauscht.

Gültige Lebensmittelmarken

für die 27. Woche, vvin 30. Juni bis 6. Juli 1919.

Brot: 2250 Gramm Boot ober 1680 Gramm Mehl. Brot Kilogramm 50 Pf., Weizenbwtmehl Kilogramm 58 Pf., Krankenbvot Kilogramm 72 Pf. Krankeichrotböcker: Jak. Horn Nachf., Stoin- fttaste, jGarlo BrM, Neuenweg, KarliH<ras, Bleich- ftraße, Ludtvig Weber, Fvankfurter L>traße.

Butter: Marke 27, 40 Gramm Marga­rine zu 27 Pf.

Eier: Marke 7, ein Ei zu 33 Pf., für die Bezirke 5, 6, 11 und 12.

Fleisch: Wock«rabschnitt 27. Metzger für Fremde und Urlauber: Gustav Sack, Seltersweg.

Nährmittel: für Juli noch nicht ringe» troffen.

Zucker: für Juli noch nicht ein getroffen.

Für Zugezogene unb Nackyügler: für Lebens­mittel, Nährmittel und Zucker: Hernr., Kalbfleisch, Liebichtraße 71, Otto Nachtigall, Steinstraße 65, Ernst Noll, Roonstraße 2, I. Maternus, .Ainik- straße 22, Konsumverein, Schanzenstraße 16. Für Urlauber: Borger, Wetzsteingasse 15.

Seife: Marke für Jull 1919, Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpulver zu 15 Pf., 50 Gramm K.-A.-Seife zu 20 Pf.

LandrSkonferenz der Sozialdemokraten.

Darmstadt, 29. Juni. Die Landes­konferenz der Sozialdemokrat en Hessens begann gestern abend im Gewerk schaftsbaus unb wurde heute früh bei guter Beteiligung fortgesetzt. Bon der Tagesord­nung sind zu erwähnen der von ©en. Neu­mann erstattete Bericht des Landesvorstan­des, sowie der Bericht der Landtagsfraktion, erstattet durch Gen. Adelung. Es folgte die Be­sprechung der Aenderung des Organisations­statutes. Die hierbei geltend gemachten Wün­sche, Anregungen und Anträge werden dem Landesvorftand überwiesen, der die geeigneten Vorschläge der nächsten Landeskonferenz vor­legen wird. Von den hieraus zur Erörterung stehenden Anträgen wurden verschiedene zu­rückgezogen. Das Vertrauensvotum für den Landesvorstand wurde einstimmig ange­nommen, der Antrag betreffend das Miß­trauensvotum Jür die Landtac,sfraktion betr die G e n e h m i g u tt g d e r Z i v i l l i st e für den früheren Grobherzog wurde nach längerer Aussprache, die zum Teil recht lebhaft wurde, mit großer Mehrheit abgelehnt. Danach fand die einstimmige Wahl des Landesvorstandcs statt.

10 Tagen mf. Bald werden nun in den Haupt- krrsck^norten bie Brrsteigeurngen beginnen. Tabei glaubt jeder, auf billige Art zu Kirschen zu kom- men, und so überbieten sich die Leute, die bei dem schönen Anblick der reisen Kirschen auf dem Baume be5 Quantum meist sehr übersckwtzem Deshalb tret» steigern die betreffenden Gemeinden liebüc ihre üftrscheu, als daß sie diese selbst ernten ober aus bet Hanb auf dem Baum verkaufen. Da bei den hoben Arbeitslöhmm das Ab ernten bet Kirschen in »icsem Jahre große Ausgaben verursacht, so wirb der Preis für bas Pfund wohl kaum unter 2 Mk. kommen. Immerhin dürfen bie Hausfrauen, die sich mit Kirschen trerteben wollen, beruhigt fein, es' kommen in etwa 1<> Tan-'n nnch Kirfck>en ge» trug auf den Markt. In diesem Jahre steht eine

Vas hessische Landgesctz Im Siedelungsausschuh.

Darmstadt, 28. Juni.

In 19 Sitzungen hat der S i e d lu n g s- «usschuß das Landgesetz in drei Lesungen einer gründlichen Durchberatung unterzogen. Die erste Lesung nahm der Ausschuß allein vor, die zweite Lesung erfolgte im Beisein der Regierung, die dritte Lesung galt der endgültigen Fassung. Der Ausschußbericht, mit dessen Vorabfassung Abg. U r st a d t (De­mokrat) betraut wurde, wiro noch in einer Schlußfitzung genehmigt werden.

Im großen und ganzen wurde der Ge­setzentwurf in der Fassung der Regierung cngenommeii. Die Aussprache hat ergeben, daß die vielfach laut gewordenen Befürch­tungen, als sollte das Bauernland angetastet werben, völlig unbegründet sind. Ist es doch gerade die Aufgabe des Landgesetzes, Bauern­land zu schaffen. Die Befürchtungen wurden vielfach hervorgerufen durch eine Verwechs­lung der Bestimmungen des Gesetzentwurfes mit den Forderungen des Antrags Borne- -maim (Soz.). lieber diesen Antrag wurde twch gar nicht im Ausschuß verhandelt. Es dürfte sich nicht einmal die Partei des An­tragstellers geschlosseu hinter diesen Antrag stellen.

Vielfach haben auch die Vollmachten für die Regierung, die dem Gesetzentwurf vor­gesehen waren, durch ihre allgemeine Fassung IBeunruhigung im Lande erregt. Der Aus­schuß hat diese Bestimmungen schärfer um» schrieben unb da, wo ein gewisser Spielraum beibehalten werden mußte, durch Heran­ziehung und Erweiterung des Beirates Ga­rantien geschaffen, die alle Bedeitken gegen solche Vollmachten zu zerstreuen geeignet sind.

Ursprünglich hat man das Fideikom» Mißgesetz mit dem Landgesetz zusammen als ein Ganzes behandeln und im Plenum verabschieden wollen. Sie stehen ja auch im engsten Zusammenhänge miteinander. Man ist aber trotzdem davon abgekonlmen und hat .das Fideikommißgesetz zurückgestellt, um durch die schwierigen Beratungen, die sich bei dem Fideikommißgesetz ergeben werden (man denke z. B. an die schwierige Frage der Errichtung von Geldsideikommissen, die zu grundsätzlichen Erörterungen Anlaß geben wird), die Verabschiedung des Landgesetzes, Die als ein brennendes Bedürfnis angesehen werden muß, nicht zu verzögern. Der Aus­schuß ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß das Landgesetz auch ohne das Fideikommiß- gesetz schon Handhaben bietet, den fideikom- niissarisch gebundenen Grundbesitz für seine Zwecke freizumachen. Außerdem ist mit einem Reichsfideitommißgesetz zu rechnen. Das Siedlungswerk soll dadurch auf keinen Fall aufgehalten werden.

Die Agitation gegen das Landgesetz hat vielfach in die Bestimmungen des Gesetzes einen Sinn hineingedeutelt, der nicht in ihnen lag. Es muß noch einmal mit allem Nachdruck betont werden, daß die Enteig- nung von Bauernland gar nicht IN Aussicht genommen war, die ja dem Zweck des ganzen Gesetzes, Bauernland zu schaffen, direkt widerspr«l)en würde. Auch ein Anbauzwang, wie er vielfach aus dem iGesetz herausgelesen wurde, war niemals be- -absichttgt. Die Fassung, wie sie jetzt im Aus­schuß vereinbart wurde, schließt jegliche der- -artige Deutung vollkommen aus. Der betr. Artikel (Art. 49) soll nur verhindern, daß Land, welches zur Umwandlung in Bauern­land ausersehen ist, diesem Zwecke dadurch -entzogen wird, daß man Veränderungen an demselben vornimmt, die es für diesen Zweck ungeeignet machen, z. B. indem man schnell den Bau eines Gebäudes auf demselben in Angriff nimmt.

rau Marie, geb. Bock, in voller Rüstigkeit tw Fest, der goldenen Hochzeit. Ter Tum-x^

Speck au, SW" S verlos d

** Eine Sitzung der Stadtverord- neten-Versammlung ist auf Mvntacf den 30. Juni, nachmittags 5 Uhr, in bas Stadthaus, Zimmer Nr. 11, an beraumt. Ans bet öffentlichen Ta<kesorbirung stehen svlgenbe Pmckte zur Be­ratung: 1. Mitteilungen. 2. Errichtung einer städ- tjifrfrn .Steinfabrik. 3. Wahl eines Volksbilbungs- (rusfchirsses. 4. Ernennung der Wahlvorsteher iinö deren Stellvertreter für die Kreistagswahl.

** Aus dem Stadttheakerbureau. Am nächsten Samstag, 5. Juli, wird Hanne- loreZiegler einen Tanzabend mit neuem Pro­gramm geben. Vorbeftellunlien bittet man in den Brieflasten des Stadttbeaters einzmoerfen. Bei der ungemeinen Beliebtheit, deren sich Hannelore Zieg­ler, die wohl als eine der ersten Tanzkünftlerftmen- der Gegenwart gelten kann, hier wie überall er­stellt, dürste der Abend großen Zuspruch finden^

** Pakete nach Breslau werben wegen Stockung des Eisenbahnverkehrs vorläufig nicht angenommen.

** DieKirs chenernte ha (begonnen. Die ersten Kirschen, bie hier auf den Markt kamen, wurden zu 6 Mk. verkauft, bald sank der Preis auf 5 und 4 Mk. bis auf 3,50 Mk. herab, unb an

Es kann festgestellt werben, daß auch auf der rechten Seite des Ausschusses durch die Aussprache die Bedenken, als ob durch das Gesetz die Enteignung von Bauernland oder die Einführung eines Anbauzwanges besei- .tigt wurden. Es werden von dieser Seite nur noch gegen das abgekürzte Ent­eign un g sv erfa h r en , welches zur Be­schleunigung des Siedlungswerkes vorgesehen fft Einwande erhoben Trotzdem ist zu hoffen. Daß das Landgesetz in der ihm jetzt vom Aus­schuß gegebenen Fassung in der Volkskammer ^Annahme finden wird. Damit dürfte sich fcie Beunruhigung im Lande legen und das

y Bettenhausen, 29. Juni. Bei der gestrigen Ki r s chen v e r ste i g e r u n g wurden fthr hohe Preise erzielt, so daß sich das Pfund am omgvi uimtitn tiiciujicu «ui, v- Baum auf 23 Mk. stellt, manche Bäume vmr-j-ic grimmig auf gebetene Soldateska irre«« derr ju.it 10Q M. hezohll, bie alten. Quartiere iuriUflebde,

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