Ausgabe 
28.7.1919
 
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lusgabe. Derbeit«i»

fimben, es ist

ter in einen

Kreis Lauterbach.

' rWi nerzt wocden seien. AlLdann verbreitere sich

Verantwortlich für Politik: I. V.: Dr. Reinhold Zenz.

i **3m Lichtspielhaus wird ab morgen ft mschlicßlich Freitag ,Lugendlieb e", ein 6kl von Lieb und Leid in 6 Akten nach dem

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Kreis Friedberg.

Der Raubmord in Bad-Nauhcim.

fn. Bad-Nauheim, 26. Juli. Die

ilif jung durch die Ernöhrungsschwierigkeiten be- worden ist.

Kreis Schotten.

NSettervoraussage

_ für Dienstag:

Vorwiegend 'wolkig, meist trocken, Temperatur wenig geändert, westliche Winde.

1 in Empfang genomin ! Anzeigenteil. - Trr ~ ^sichtlich Anfang Äuff ! Ausgabe anschließend a [gen tarn, hm nicht Zufuhr hemmen.

Spsticht der vankto.

6**1 in 3 Akten, nach dem Gleichnamigen Bühnen- ir:| von Georg OkonkowÄi gegeben.

EinEinbr chsd iebstahl wurde Sonntag, gegen 6 Uhr nachmittags in dem lr.'n, Bismarckstr. 11, begangen, wobei dem >eb 20 Stück französische Toilettcnscife und Taieln Sck-okolade, Marke Peters u. Köh- , in dieJpänbe fielen. Der Täter, von'dcm vch jede Spur fehlt, wurde gestört und hat

SHmbeBTarnmertaggabir i Laden durch den Eingang nach der Lud- mn Gesetz, betreib die:' m.slraß»* zu verlassen. Sachdienliche Mittci- imri d. 3 einstimmig ich« tiripen nimmt die hiesige Kriminalpolizei ent» *im, insbesondere bittet sie um Mitteilung,

schel, Friedberg über die Norwendigkeil der De- feitißung her ZwangSbcwirtschachiing der landw. Erzeugnisse. Bürgermeister Tiedl, 'Jhebermäid

, Äli: Muke 1 1 Ä ^tabrit« I I®ncB,?oo®mimnJ wrg.ritcnjiL-It, au-'W lMn.WGrMmr^ sy*te1 MMgft. 71, Ofc , MM

miumiercin, Sfcj ubet: Borger, ilSetzstm mntmachung folgt ke für 3nit 1919. Am cnMver zu ISU.LOtz-, Pf.

»cd-, 2u fcrbt m fbwet btt Veranstaltung auf der I der Redakteur derOberhess. Tagesztg." Dir fNaldbutme Uatt. 3n bet Paule werden wreder' sche 1, Friedberg über die Norme!

* Schotten, 28. Juli. Am Samstag

1 Uhr sand in der hiesigen Turnhallc eine '____'..j des Hessischen Bauern -

Wes statt. Ter Saal der TurnhaUe war von biwirtcn aus Schotten und Umgebung stark ch. Die Versammlung leitete Gutsbesitzer Th. 8f fiter vom Hoi Zwiefalten. Ms erster Redner der Abgeordnete der Hess. Volkskammer ',-rfich über das hessische Landgcsetz und wies auf W; Gefahren für die Landwirtschaft hin; be- IM."IS hob er die gefahrvollen Artikel im Ent-- i«r !»cs Gesetzes hervor, die auf seinen Antrag

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ur Ergänzung des Gesc^ < em 24. Juni 1919 |i» 3 tng der zu stellenden ÄÄ wz. vor, eS erriditd ®n 6t ber 8t* « Mn Miton. SmeN ° xx V*. ton te®6> f gegen die geMr n, Sparkassen, Bedenken.

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Sport.

Olympische Kampfspicle in Bad Nauheim

4 B ad-Nauhcim, 27. Juli. Die vom hiesigen Sportverein und dem Generalkommando des 18. A.--K. unter Mitwirkung der Bade- und Ku, v,"rwaltung veranstalteten großen olym­pischen Kampf spiele 1919 Bad-Nau­heim wurden am Freitagabend durch einen Fest­kommers am Teichhans eingeleitet. Dabei hielten Kurdirektor v. Frankenberg, Bürgermeister Dr. Kayser, der kommandierende General des 18. A.-K. Exzellenz v. Höppner, der Vorsitzende der Turn­sportbehörde Wämser - Frankfurt a. M. und der Vorsitzende des hiesigen Sportvereins L. Genzel begeistert aufgenommene Begrüßungsansprachen. Gestern fanden auf dem Golfplatz die Vorkämpfe sämtlicher militärischer Konkurrenzen statt. Von 789 angetretenen Einzelkämpfern und 37 Mann­schaften aller Truppenteile im Bereiclie des 18. A. K. konnten nicht ganz 100 Einzelkämpfer und Mannschaften für die Entscheidungskämpse starten. Am Abend gab Direktor Steingoetter vom Kur­theater zu Ehren der Teilnehmer an den Kampf- spielen eine Festvorstellung im Konzerthaus, das bis zum letzten Platz gefüllt war. Heute fanden vormittags auf dem Golfplatz die Borkämpfe der Zivilkonkurrenzen statt, -an denen sich rund 200 Kämpfer, auch Damen, beteiligten, dar­unter erstklassige Kräfte aus Frankfurt, Berlin, Darmstadt, Gtesten, Karlsruhe, Stuttgart ustv. Heber ein Drittel davon kam in die Ent sch ei- d u n g s k ä m p f e, die am Nachmittag ausgetragen wurden. Das Publikum, Einheimische und Ktir- aäfte sowohl als auch zahlreich von auswärts er» schienene Besucher, verfolgte mit lebhaftem Inter­esse die Kampsspiele. Bon dem großen Verständnis, das man hier der Sportsache entgegenbringt, zeugen auch die zahlreich von Privaten, Vereinen, der Stadt und Behörden gestifteten Ehrenpreise, die einen Gesamtwert von 7000 Mark darstellen. In sämtlichen Konkurrenzen erhielten die ersten Sieger wertvolle Preise, die zweiten und dritten Sieger silberne bzw. bronzene Mamillen, die abends für Militär in der Turnhalle, für Zivil im Thalysienhof vertellt wurden. Die einzelnen Ergebnisse werden wir morgen veröffentlichet.

Blumen, Zigarren und Kuchen verkau't i wer letz- trre oder bereu Zutaten (Mehl, Zucker, Fett) zu IHften geneigt i|t, wird gebeten, dies spätestens bis Dienstag nachmittag 6 Uhr bei Frau Professor Dsroatb, Schifsenberger Weg 21, abzugeben Hallte sich eine Berichiebung als notivendig er­teile n, wird dies durch Plakate rechtzeitig bekannt- gegeben, -die an der Bürgermeisterei, bei Eballier, ex der Geschäffsüelle desGieß. Anz." und an der ^«esschen Buchhandlung, Seltersweg, ausgehängt

va. Friedberg, 28. Juli. Wie das Kreis- amt mitteilt, sind von der Regierung mit den Führern der letzten Bauerndemo n st ratio n Verhandlungen über die vorgebrachten Beschwerden und Wünsche eingeleitet worden. Die erste Be­sprechung sand Freitag nachmittag in Friedberg im Schloß statt. Der Vertreter des Landes­ernährungsamts sagte eine wohlwollende Prüfung aller Wünsche zu, machte aber auf den Ernst der Emährungsfrage des Volkes in der Uebergangszcit und die schweren Gefahren auf­merksam, die für die ganze Bevöltenmg entstehen würden, wenn die Landwirte fetzt in letzter Stunde die Ablieferung der für die Verbraucher dringend notwendigen Lebensrnittel verweigern würden. Die anwesenden Vertreter der Landwirte erklärten, daß ein Ernährungsstreik nicht beabsichtigt fei und vermieden werden solle. Eine Milderung der Zwangswirtsck>ast wurde grundsätzlich zugesichert; über.die Ernzrlbeiten soll verbandelt werden. Tie Landwirte werden dringend ersucht, wie bisher die angeforderten notwendigen Erzeugnisse an die amt­lichen Stellen abydie ern, damit keine Stockungen in der Versorgung der städtischen und ländlichen Verbraucher-Bevölkerung ein treten.

= Ockstadt (Kr. Friedberg), 27. Juli. Auf daS in Verwahrung des Katasterführers Gr iur- meI befindliche Gcmeinde-Viehkatastcr wurde «n Anschlag ausgeführt. Eine Anzahl Leute drang in die Wohnung Grimmels ein und zwang diesen zur verausgabe der Kataster samt allen Karten. Die Täter verbrannten sodann die Papiere auf der Straße. Die Biehkatasrer sind in einczlnen Be­

KreiS Alsfeld.

* Flensungen, 28. Juli. Auch in unserer tnbe wurde in den letzten Tagen eine Daus- ml u n g zum Besten unserer Gefangenen, die jahrelang in Feindesland schmachten, Dor» mm en. Wie bei früheren Sammlungen, so »dgt auch jetzt wieder die OpfernnNigkeit unserer ptvbncr, wurde doch in unserer kleinen Genreiirde Ftidnc Bettag von 168,50 Mk. aufgebracht, das auf jeden Kops der 87 Geber im Durch-

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Wirten lediglich aus sicherheitspolizeillchen Gründen vorläufig eingezogen worden; eine Aufhebung der Einrichtung ist mcht beabsichtigt. Degen Hemd» habung bet Kontrolle und Meldepflicht und etwaigen Milderungen schweben Verhandlungen. Die Kataster sind öffentliche Urkunden und dienen lediglich der Bekämpfung des Schleichhandels.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 25. Jpfi. Die Sftftt- verordnetenVersammlung hat einen Betrag zur Verfügung gestellt, der den unbemittelten Ein­wohnern der Stobt ben Bezug von AuslandS- lebensmitteln erleichtern soll.

rlTt. Darmstadt, 26. Juli. DaS Lebens­mittelgeschäft von Bungter & Co., dessen In­haber von außerhalb kamen und sich vor einiger Zeit hier anfällig machten, wurde auf Veran­lassung des Lcbensmittelamtes durch die Polizei geschlossen. Sie galten als ganz bedeutende Schieber und Schmuggler.

n. C | fen ba d) a M., 25. Juli. Die Stadt­verordnetenversammlung beschloß mit erheblicher Mehrheit, einen Einkommensteuerzuschlag von 252 Prozent und einen Realfteuerzuschlag von 45,9 Prozent im laufenden Steuerjahre zu erheben. Die bisherigen Beigeordneten Eißnert lSoz.) und » a p p e s (Dem.) wurden wiederum zu unbeiol- f/ctcn Beigeordneten gewähll. Die Wahl eines dritten Beigeordneten wurde abgeleimt. Tie Dafen­gebühren wurden erhöht.

Hessen-Nassau.

Fr ankfu rt a. M., 28. Juli. Die Polizei verhaftete 10 junge R u ssen im Alter von 22 bis 35 Jahren, die feit Wochen in l)-Zügen zwi­schen Köln, .\)ambürg, Berlin uni) Frankfurt und in den Cttaßeiibahnen diefer Städte großangelegte Beraubungen von Fahrgästen verübt batten. Gewöhnlich arbeiteten 23 Mitglieder der Lande genreinfam, indem sie ein Gedränge verurfachten und dabei ihren Opfern Brieflafchen, Ufyrcn, Schmuckstücke und bergt, raubten. Unter den bei den Dieben Dvrgefimbcncn vielen Gegen­ständen befinden sich Cchimuckstücke von au6.rar. cort» lieb bol)em Werte, u. a. eine Perlenkette von rund 15 000 Mark Wert. Die Nanien der Ruffen konn­ten einwandfrei bisher nicht feftgeslellt werden.

ht. Derborn, 25. Juli. Ein glanzendes Geschäft machte ein hiesiger Handwerker, der von einem Zigeuner zweialte",erste"Zigeuner­geigen" kaufte. Der Preis von 100 Mk. für jede Geige ist fabelhaft billig, da das eine Instrument im hiesigen Musikhaus für 45 V7k. gekauft war, das andere, die billigste jetzt existierende Ware, einen vollen Wert von 15 Mk. hat.

ht. Laasphe, 27. Juli. Dem Landwitt Becker in Aue wurden drei Stück Vieh (zwei Stiere und eine Kuh» auf der W'eide vom Blitz erschlagen. Ein Tier war auf der Stelle tot, aber auch die beiden anderen waren fo schwer getroffen worden, daß man zur Notschlachtung fchr'e ten mußte. Dem jugendlichen Viehhüter mür­ben von: Blitzstrahl beide Kühe gelähmt.

Mittelungen in dein in der Nacht znm Mittwoch auf der Ludwigstraße begangenen Raubmord lassen kaum einen Zweifel mehr, daß man in der Person des verhafteten 25jährigen Lentnants Volkmar Bartels aus Berlin den Täter hat. Ec wcitte jur Kur in Bad-Naulwim und kam mit etwa 900 Mar? in dem Badeorte an Schon in der vorigen Woche äußerte er, daß er all sein Geld verspielt habe, daß er unbedingt zu Geld kommen müsse. Er lid) sich dann von einem Freund einen kleinen Bettag, ber aber augenscheinlickf rasch verausgabt war. Bartels trug keine Uniform, an feiner Zivil- kleidung ljatte er die beiden Eisernen Kreuze a^ge» heftet. Mehrfach wurde in seinem Besitz eine Bcow- wrngpistole gesehen, mit der er sogar in <^efell- schaftskreisen sehr leichtfertig umging. B. hatte sich in der fraglichen Nacht biß gegen drei Ubr im Hotel Bristol aufgebalten, »vo gespielt wurde. Er stand dort lange Zeil hinter bei? Kaufmann Roger Lovy, der auS Straßburg zur Kur nach Nauheim ge­kommen war. Wahrscheinlich sali der Mörder den Inhalt der Brieftasche des GetötcUn, denn Lontz sollte sein Opfer werden. Louy, von dem noch nicht Mstcht, ob er Franzose ist, verlor ettoa 10 (XX) Mark im Spiel. Es ist auch nicht ausgeschlosfen, daß Bartels es ursprünglich auf einen anderen Spieler abgesehen hatte. Wie die Feststellungen er­gaben, hat der Täter zuerst einen anderen Kurgast verfolgt, dem es aber zeitig gelang, in feiner Pen­sion zu verschwinden. Man nimmt an, daß sich B. hinter einen der Alleebäume stellte und das Opfer von hinten nieberFnallte. Dem Getüteten drang die Kugel dicht unter dem Hui in den HrmersIpf und als man nachts den Kaufmann fand, gab er schon kein Lebenszeichen mehr von sich Als der Schuß fiel, kamen zwei Schutzleute herbei, denen B. ent­gegenkam und rief, es sei da ein Schuß gefallen. Die Beamten ahnten nicht, daß sie den Täter vor sich batten. Bartels nntrbe gegen vier Uhr nach­mittags in feiner Wohnung, der Villa Melita, die vom Tatort nur wenige Schritte entfernt liegt, ver­haftet und zwar in dem Augimblick, als er ab­reisen wollte. Er hatte fellfamerweise feine Rech­nung von 270 Mk. beglichen und man fand noch etwa 200 MT. bei ihm. Es wird vermutet, daß dem Getöteten, dem Mantel und Rock aufgeriffen waren, etwa 50o Mk. in deutschem Geld und eine

Anzahl französischer Banknoten gestohlen worden slind. Die letzteren sind noch nicht gefu nicht ausgeschlossen, daß sie der Tät<

»r ben Dieb um die fragliche Zeit gesehen ftt, wie er den Laden verließ.

Landkreis Gießen.

'M. Bellersheim, 28. Juli. Als vor ignt Tagen Beauftragte des Kommunal verbau- bin eine Prüfung der Milch nach ihrem geholt vornehmen wollten, weigerten sich einige idunrbc, diese ipanblirng vornehmen zu lassen, kam zu einem Wortwechsel und Tätlichkeiten, deren Verlauf einem jungen Manne ein Back° an d.-u Kopf geworfen wurde, wodurch er ai Schüd-ckbrirch erlitt und im Hungener Stran« h)us schwer darnieder liegt.

'M. Düngen, 28. Juli. Gestern abend FeuerwehrinspektDr Di cko r6 - Gießen eine ichttgnng der hiesigen frcimlligen und Pflicht- rwehr sowie der Löschgeräte vor, die einen ledigenden Verlauf nahm.

er. Röthges, 28. Juli. Nach Abs. 91 am 20. Januar 1905 von der Land- und Iswirtschastlichen Berufsgenossenschaft und hm "tk-Sversicheruagsamt Tarmstodt erlassenen De- bntungcit müssen Kreissägen mit einer utzeinrichtung aus Blech oder Holz versehen , welche roäljrcnb des Nichtgebrauches den über Tisch verstehenden Toll des Sägeblattes bin» 'r ei'd abdeckt. Bei unjerer an dem Gemeinde- IherlwuS ausgestellten Kreissäge war dieses auch Fall. Nun fehlt aber schon feit einigen Wochen Schutzvorrichtung vollständig. Da fast immer ber bet dieser Säge spielen, fo kann durch UnDorfichtigTeit unüberfehbare§ Unglück gr­ünd die Gemeinde würde dann wahrschein- sür ben Schaden haftbar sein. Hoffentlich 16t diese Anregung, daß die Schutzeinrichtung

r her gestellt wird und die Eltern ihre Kinder ohne Angst und Sorgen beim Spiel lassen

Kvcis Büdingen.

Ober-Mockstadt, 25. Juli. Wegen der herrsc^nden Scharlacherkrankungen : die Schließung der Schulen angeordnet. Ein erlag bis jetzt der Krankheit.

Schluß nicht erlaubt, daß selbst die eittgegcnfom- menbfte deutsche Erklärung über Belgien der Welt den Frieden gebracht hätte Wäre e> nicht rieb tiger, fragt das Blatt, die NattonalversammUing befchäftigtc sich mit dem Aufbau deutscher Zu­kunft, als mit dem Niederbruch deutscher Ver­gangenheit? In Stuttgart wurde bekannt, duß auch Payer von dem aus :X-)in zugeleiteten Friedensangebot der Entente niclnS erfolxren Hobe.

Dir fran$öfiW Presse zu Erzbergers Enthüllungen.

Versailles, 27. Juli. (DTB.) Tie getarnt« französische Presse bringt eingebende Berichte über die Verhandlungen der Nationollersommlung vom Freitag und Samstag. Nur wenige Blätter nehmen jetzt dazu Stellung.Petit Journal" sagt: Ov Crzberaers Landsleute ihn letzt Der urteilen ober reinwaschen wollen, ist ihre Angelegenheit s15<i können ihnen aber sagen, baß wir im Friihiahi 1917 nicht Indiskretionen Erz bergero brauchtet^ um über die schlechte Lage in Oesterreich unterrichtet zu werben. Tieseö Geichäst haben Die Oesterreicher selbst grünblichbesorgt Sie schrien ans allen Dächern in Zürich und aus, was jetzt dieHamburger Nachrichten" Erz- herber zum Borwurf machen - Marcel Semdol sagt in der ZeitungHeure": Gewiß bemerk! man in Deutschland ein heftiges Wiederaufleben he* militärisck»eii und alldeutschen Geistes Tas ist nichi verwunderlich. Wir haben wiederholt daraus bin gewiesen, baß dies dos nvtn^.'ndige Ergebnis des Vertrages von Versailles fein muß. Die Rede Er»- bergerß ist nur ber Anfang einet Reihe von Ent­hüllungen. Verfolgen wir mit Aufmerksamkeit diese Agitation, denn es hängt von uns ab, ob Deutsch­land sich nach ber Seite bes Imperialismus odei nach der Seite der Demokratie orientieren wird Bon dieser Orientierung hängt die Zukunst Eu­ropas ab.

Die Besatzungsarmec der Nheinlande.

Versailles, 27. Juli, (WTB.) Nach ber Pariser Ausgabe derChicago Tribüne" soll ber Oberste Rat der Mliierteu gestern beschlossen haben, in ben besetzten Rheingebieten eine Armee non 150 000 Mann zu unterhalten. Hierzu sollen ftelleii die Amerikanei unb Engländer je 30 000 Mann, die Belgier 15 000 unb bie Franzose«' 75 000. Tas Abkommen werde bis zu dem Monat Oktober ober November Gültigkeit haben.

Wilson und der amerikanische Senat.

Versailles, .27. Juli. lWTB.» T-c Sonderberichterstatter ;be§Echo de Paris" in Wafhiugtvn meldet, Senator Bromdegee habe Wil- fern angegriffen, weil ex- ben fraiizöfisch-ame- rikani scheu Schu tzver tr a g dadurch Der- letzt habe, daß er ihn nicht zugleich mft dem deutschen Friedensverttog dem Senat nörgele gl hat. Senator Alosen sagte, die französischen Te- pittierten hätten das Völkecbundsstatut mit Amen­dements versehen, von denen Wilson wisse, daß sie vom amerikanischen Senat mcbt angenommen werden könnten. Er habe den Bündnisvertrag zu- rüdgehalten, um ein Truckmittel gegen Frankvrich in ben Händen zu haben. Semivor Lodge hat sich dieser Auffassung -ngeschlosseu.

Poincarß.

Versailles, 27. Juli. (WTB.)Gchv de Paris" meldet, Poincarö werde keine Karn b ib a tu t für bie nächste Präsidentschaft anneh- men, sondern nach Ablauf ferner Amts Periode m« aktive politische Leben zurückkehren.

Die Wahlen in Elsaß-Lothringen.

Bern, 27. Juli. (WTB.) T« französische Regierung bereitet einen Gesetzentwurf vor, dem­zufolge bie Wahlen in Elsaß^Lothringen gleich» zeitig unb zu ben gleichen Bedingungen wie im übrigen Frankreich ftottfmben werden. Elsaß-Lothringen Wirb tnbrei Wahl­kreise ein geteilt. Die Zahl der Deputterren steht jedoch noch nicht fest, dagegen werden zwei Wahl­kreise je fünf Senatoren unb der dritte Wahlkreis vier Senatoren haben.

Der österreichische Staatskanzler in St. Germain.

Versailles, 27. Juli. (WTB.) Staats­kanzler Renner ist heute vormittag in Saint Ger­main ein getroffen.

St. Germain, 27. Juli. (WTB.) Reuter Staatskanzll'r Renner hat um eine Verlängerung ber für die Erwägung des Friedens Vertrages fest­gesetzten Frist gebeten.

Eine Note der AMierten an Ungarn.

Versailles, 27. Juli.^(WTB ) Der Oberste Rat der Alliierten richtete gestern folgenden Funk- spruch an das ungarische Die alliierten unb assoziierten Regierungen haben ben bringenbeu Wunsch, mit dem ungarischen Volk Frieden §u schließen und dadurch dem Zustand ein Ende zu be­reiten, der den wirtschaftlichen Wiederaufbau Mitteleuropas unmöglich macht und ein Dindemi- ist für jeden Versuch, bie Bevölkerung zu ernähren. Es ist aber unmöglich, dieses Werk zu beginnen* bevor Ungarn eine Regierung hat, die da- Volk vertritt unb die zwischen ihm und den assoziierten Regierungen getroffenen Verpflichtungen dem Worte und Geiste nach erfüllt. Das Regime Bela Khun entspricht in keiner Weise diesen Bedingungen. Es hat nicht nur den von Ungarn unterzeichneten Waffenstillstand gebrochen, sondern es greift in diesem Augenblick auch eine befreundete alliierte Macht an. Es ist Ausgabe der affoziierteii Regierungen, unter ihrer eigenen Verantwortlich« feit Maßnahmen zu treffen, die diese besonder« Frage notwendig macht. Wenn Lebensrnittel unb sonstige Verpflegungsgegenstünde geliefert werden sollen, wenn bie Blockade aufgehoben, wenn da» Werk des wittschaftlichen Wiederaufbaus unter* nomen'anb schließlich ber Friede wiederher gestellt werden soll, so kann bad nur mit einer Regierung geschehen, deren Autorität sich nicht auf den Terror stützt. Die assoziierten Regierungen halten es für zweckmäßig, hmsujufügen, daß jede fremde Be-, setzung ungarischen Gebietes, wie sie von der Frier, denskvnfereuz bestimmt worden ist, in dem. Augen* blick ihr Ende finben wirb, wo der Döchstkomman- bicrenbe bie interalliierten Waffenstillstandsbedm- ffimgen in befriedigender Weise für ausgeführt er» Haren wirb. Die gesamte Pariser Morgenprcsse mit Ausnahme ber fozialbemokratischeu Preise ist mit diesem Vorgehen ber Alliierten einverstanden.

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und Reckitsanwa t v Delrnolt, Friedberg traten in längeren Ausführungen für die Gründung von Ortsgruppen ein unb forderten zum zahlreichen Beitritt auf. Ttz) bei Eröffnung ber Aussprache sich zum Wort mclbcnbtn Gegenredner, Lehrer Ulrich, Michelbach, ber vom Standpunkte deS deutschen Bauernbundes einige Anfragen überFrei» handel und Schutzzoll sowie über die Be iehungen der Des,. Vollsvartei zum Bund ber Lanbwirle unb ber Deutsch-nationalen Partei stellte, und Pfarrer Weidner, der für die Demokratische Partei zum Hess. Landaesetz sprechen wollte, wur­den unter lärmenden Zwischenrufen von erregten Anhängern ber Hess. VollSpartei mit Stocken aus dem Saale gestoßen und ge cblagen Sehslverstänb- lid) war nach diesem Bor all an eine iodüidic Er­widerung von politischen Gegnern nicht mel-r zu denken, beim wer wollte sich ber Gefahr gleicher Insultationen anssepen. Ticfbcbauerlid) mar es, baß bie Führer ber Versammlung bie Herrschaft über die verhetzte Masse verloren und nicht durch Einsatz ihrer Persönlidsteit diese Vorfälle verhin­derten; die Versammlung nahm nach ber gewalt­samen Entfernung ber Gegenrebner unwider- fproeben ihren weiteren Verfaul.

«. Schotten, 26. Juli. Auch nach Been­digung des Krieges gewährt das Lehrerheim Vogelsberg" heimatlosen Urlaubern nvcl) kostenlos Unterkunft unb Verpflegung, und nament­lich find es jetzt Lazaretlinsasfen, die für die Tauer des ihnen gewährten Lazarett Urlaubs von ber Ver­günstigung ß^ebrauch moch.-n. Bei ber fiarfcit In­anspruchnahme des Herms von erholunffuchendenl Lelffern und baren Angehörigen kann ber Verein feiner Ausgabe nur mit Hilfe brr ihm durch Er­richtung eines HolzläuSchens zur Verfügung stehen­den Räume gered't werden. Tie Hauptver­sammlung des Vereins findet nicht in Ver­bindung mit dem ÜSertretcrtag des hesfi'd>en San» des-Lehrerv rrins tu Darmstadt statt, wie dieser Tage irrtümlicherweise gemeldet wurde.

Ile. Hochwaldhausen, 26. Juli. Tos sonst F remmer von Erholungsuchenden stark belegte jtc!Felsemneeff" ist in diesem Jahre leider g?» Sriicn. Man nimmt allgemein an, daß o-re

Letzte Nachrichten.

Das angebliche Friedensangebot Englands.

D e r l i u, -28. Juli. Staatsminister Hetfferich veröffentlicht in berKveuzKeirung" weitere Nachforschungen und sagt: Mit diesen zusammen gestatten die Veröffentlichungen des früheren Reickskanzlers Michaelis und des Generals Luden- brrrff ein in den Grundzügen vollftäiidigeS intO unanfechtbares Urteil über den Erzbergerschen Vor­stoß, obgleich der Wortlaut ber Depesche der bri­tischen Regierung an ihren Vertreter beim Vatikan, die das englische Friedensangebot" enthalten ha­ben soll, immer noch nicht veröffentlicht fei und obgleich auch eine Aeußeruna des für bie diplo­matische Bcl^ndlung ber Angelegenheit sachlich in erster Linie verantwortlichen Herrn v. Küht- mann fehle. Aus dem Brief bes Nuntius geht noch urcht einmal hervor, wie die englische An- frege gelautet bat. Man kann mithin auch nicht daraus schließen, daß in England wirklich ernste FriedenLabiichteu befianb-n und erst recht ist der

** Tie gestrige mufikalische Ab end- hinterhaltunQ zum Besten brr vertriebenen Msaß-Lothringer in der neuen Aula ber Uni- rnfilät nahm bei hohem künstlerischen Streben lunb wackerer Hingabe ber Aussührenben einen Ttrit befricbißfliben Verlauf. Unter den solisti- tlut Leistuna- n des Abends verdienen die Clwpiu- 8ortr-'igc des Herrn Prvfesfvrs Henle befondv'rs nach bet technischen Seite hin volle Anerkennung; uirml bie I'-moll-BaUade liefe ein sehr fleißiges Antmm eikennen imb war wohl die gelungenste ^a-v be- Abends. Daneben moarl' fid) Herr fft>.'inirdt Krüger burch Vortrag bes Mendels- »huschen Andante au-5 dem Violinkonzert viel k feiten» her Zuhörer Frau Tr. Halder ßng neb.ii der edml^rtfcfieitAllmacht" mit fcarmem Ausdruck cm Gebet von W. Platz, das li her oblt(Taten Begleitung durch Klavier, Cello lib feiere bis auf die etwas nichtssagende Schlnß- perdung ber Sing stimme und einige fragliche Hiicn in der Stimmführung ber Begleitinfttu- rrx an'ff red'end wirkte, Robert Schumanns brrr» tittr XlaincTnuartctt, das ben Abend einleitete, fcn: im zweiten und letzten eafc am besten zur Mit'Mg Ivahrend am Schluß Mozarts kleine ßachtmusik <n her Beard itnng für Stveichquartett zu. mdit b.ruifcmäfig wirk.mden 5bmftfrcunben ti i -t)t danlbareo Feld eröffnet und noch größeren tnbmci erzielte. Um die würdige Wiedergabe Her Werke waren bie Herren Geheimrat Krü - <<t Pioxeffor Heule, Professor Messer unb ^lenptehrcx- Geller mit großem Eifer und Ewig bemüht. Hoffentlich läßt sich auch ein neu- m? ext v ii -nriellcr Ecttaq verzridureu, da der rüi* durch mehrere gleichzeitige Veranstaltungen tzkiiiräctitigl erschien Dr. G. R.

Abort warf. Bartels leugnete trotz ber erdrücken- ben Beweise. Sein Benetenen ist ftech. Die Unter­suchung ergab, baß bie Kugel, mit ber ber Kauf­mann getötet würbe, von bem gleichen Kaliber wie die Geschosse ist, die Bartels zu seinem Browning benutzte. (Die Nauheimer Polizei hat keine Kexmt- nis davon, baß in letzter Zeit Personen toegen hoher Spielverluste, sich in Nauheim das Leben nahmen.) Einem Schieber smd vor kurzem 60 (XX) Mark innerhalb einer Stunde int Spiel abgenom- (men worben, ein zweiter zur Anzeige gelangter Fall, betrat einen geringeren Spveloerlust.

Universität Frankfurt a.M.

Hein Zwlsehonsemes!. NonnalesWlitorxeeMSter am 16. Ort. Vorlpsunjrsverzeichnls vers.Buch- handlpr. Blazek & Bergataan, Frankfurt a. M., Gofthestr. 34, r. Voreiuscndc. v. M Pf. (Post­scheck-Kto. 11746 Frankfurt a. M.) (8751ss

Maulten Roman von Jelijr PhkKpipi, fernerD i c )t Giegen beiteüte ZM j|u b e n Mädels vomLindenho f", Lust- ute ab gegen Vorlage M 1 ---- "

Ziickerlarte unb Abieenc,