Ausgabe 
28.7.1919
 
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keineswegs irgendwelche Immunität ein, falls

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Militarismus und den Imperialismus «ruf^etretcn I dienlich hielt, damit solche, Vie n«'u märw, so wäre der iuteruatiorrale Gewerk! cbasts-1 beim zweiten Besuch noch etwa» .

Truppenübungsplatzes, auf dem bequem viele tausend Mann mit Roß und Wagen unterge­bracht werden können und tatsächlich zur Zeit desVormarsches" untergebracht waren, hat Griesheim sehr unter Einquartierungen izu

Ernte hintun, wenn die Scheuer ihnen ver- perrt ist? Doppelt unhaltbar, bei unserer jetzi­gen schwierigen Ernährungslage. Oder will man hierdurch auch, ähnlich wie oben Lud­wig XIV., durch die eonversions Par oge- ments, die Bevölkerung zum Glauben an Frankreichbekehren"?

bund vielleicht stark genug gewesen, um den 5?^ zu verhindern. Auch er sei b;>c Ansicht, daß i l? Deutschen zugeben sollten, daß sie nicht ihre Pftiü taten. Im übrigen sei aber für die 8-unbietiq einer neuen Internativrrale notwendig, daß tiit zu geben, bafe sie Fehler begingen. $)icrc.ji wurde der Antrag der französischen Dclegaii angenommen. Die Kommission, für die Mitglie­der angewiesen wurden, wird am Montag $ sammentretcn. Der Vorsitzende teilte mit, ba$ der Kongreß am Montag um 1.30 Uhr eröfst« wirb, und daß dir Gemeinde Amsterdam tr Mitglieder des Kongresses nachmittags 4 Nh, im Stadlhause empfängt. Hieraus wurde die Dc: konferenz geschlossen.

Fleisch: Wochenabschnitt 31. Metzger Fremde und Urlauber: Scharmann, Marburgh Straße.

Direktor Deutekmvser und ein Vertreter des Kriegs­presseamtes beiwohnten, an, die öffentliche Mei­nung in der Heimat und yn der Fvoitt auf, eine starke Beschränkung der in vielen Kreisen des öffent­lichen Ledens hinsichtlich Belgiens erstrebten Ziele vorzubereiten. Staatssekretär v. Kühlmann sp^ch sich ans unbekannten Gründen dagegen aus. Gc- neral Ludendorp bat in diesen Tagen Dr. Michae­lis, von einer von ihm beabsichtigten Kriegssamm- tlmgsrcde Abstand zu nehmen, damit nicht mög­liche Verhandlungen erschwert würden. Arn 21). September hat Oberst v. Hasten, der ebenfalls von bem Schritt des Nuntius Pacellc ferne Kemch- nis hatte, eine Besprechung mit Staatssekretär tt. Kuhlmann gehabt, in der er ihn auf Veran­lassung des Abgeordneten Conrad Haußmann bat, eine öffentliche Erklärmig über Belgien abzn- grben. Der Staatssekretär lehnte ab. Oberst v. Hasten 'erftatictc hiervon der Obersten Heereslei­tung Meldung. General Ludendorff hat spällw den Reichskanzler ober den Staatssekretär v. Whl- mann gefragt, tvas aus der angeblichen englischen Fühlnngnalnne geworden wäre. Er erhielt emc ausweich-endc Antwort."

L Andante >

neben der Sc

K^rack e fr def auf ou taM der Sing! m 'jn kr Stini xiMbend wii »iamcniuartetl

Ans dsm Reiche.

Landfriedensbruch.

Frankfurt a. M., 26. Juli. (Wolff.) Wegen der kürzlichen Verhaftung der beiden Offiziere in Frankfurt a. M., des Rittmeisters Bardeleben und Majors v. Roques, ist gegen den Gauleiter des Internationalen Bundes der Kriegsbeschädigten, Wilhelm Carls, ein Verfahren wegen Land­friedensbruch eingeleitet worden.

Das Urteil im Prozeß Neuring.

Dresden, 27. Juli. (Wolff.) In dem Prozeß wegen der Ermordung des s ä ch s i - s ch c n K r i c g s m i ti i st c r s N e u r i n g wurde um V<12 Uhr nachts das Urteil ver­kündet. Bertsch wurde zu drei Jahren Gefäng­nis und fünf Jahren Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte, Gottloeber, Becker und Pietz sch zu je zwei Jahren sechs Mo­naten, A l l n e r zu zwei Jahren Gefängnis, und S ch r e i b e r zu einem Jahr sechs Mona­ten Gefängnis verurteilt. Die Angeklagten Fritze, Heydcmann, Krebs, Mertel und Tharnm wurden freigesprochen.

Umfatzsteuergcfetz vnd ReichSnotopfer.

Weimar, 26. Juli. (WTB.) In der unter Vorsitz Erzbergers abgehaltene Vollsitzung des Staatenausschusses wurde den Entwürfen bes Urn- satzstcuergesetzes und des Gesetzes über das Reichs­notopfer zugestimmt.

Die Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft.

Weimar, 26. Juli. (Wolff.) In der gestern inrter dem Vorsitz des Reichsschatzministers Dr. Maver abgehaltenen Vollsitzung des Staatenaus- sckmsses wurde dem Entwurf eines Gesetzes betr. Sozialisierung der Elektrizitäts­wirtschaft zugestrmmt.

= AusderPfalz, 27. Juli. Tie Beamten der pfälzischen Batmen erhielten die telegraphische Aufforderung, nach Juwelen zu forschen, die von Frankreich nach Köln geschmug- gelt werden sollten. Tatsächlich entdeckte ein Schaffner zwischen Neustadt und Ludwigshafen in einem Abteil dritter Klasse hinter der Dampf­heizung zwei deine Konservenbüchsen eine Anzahl Juwelen, deren Wert von fachmännischer Seite auf 180000 Mark geschätzt wird.

ch. Schneppenhausen im Ried, 25. Juli. Die 20 Jahre alte Christine Mei- s i n g e r aus Arheilgen hatte in einer hiesigen Wirtschaft mit einem Franzosen die Nacht verbracht. Gegen morgen nahm sie plötzlich einen französischen Karabiner und erschoß sich im gleichen Zimmer.

VerinternationaleSewerkschaftskongreh.

Amsterdam, 26. Juli. (WTB.) In der gestrigen Nachmittags sitziwg' der Vorkonferenz dcS mtcmationalcn Gewerkschaftskongresses antwortete der Vorsitzende des alten internationalen Gewerk- schaftsbundes L eg ie n aus die von belgischer Seite gegen hie deutschen und österreichischen Gewerk­schaften erhobenen Vorwürfe und sagte: Die Deut- [djen seien nicht gewvhnt, ohne irgend einen Er­folg ins Blaue hinein zu protestieren. Ein Protest der Führer der deutschm Gewerkschaften wäre ein papierner Protest, «ohne irgendeine nützliche Wir­kung gewesen, darum unterließ man ihn. Außer­dem sei es eine Tatsache, daß die Deutschen und auch die deutschen Arbeiter die Ucberjcugung ge- babt hätten, einen Verteidigungskrieg für die Er- baltung ihres Landes zu führen. Unter diesen Um­ständen habe man von den deutschen Arbeitern nicht verlangen können, daß sie die Kriegskredite verweigerten. Tas wäre auf ein Imstichlassen des eigenen Vaterlandes hinausgelauftn. Ter Frie- densvertrag von Versailles' bewies, 'nrie richtig es ist, daß die Deutschen einen Verteidigungskrieg, einen Kriqg zur ErlMtung ihres Landes führten. Bei alledem Ntten die Führer der deutschen Ge­werkschaften ihre Pflicht gegenüber der Internatio­nale getan. Ter Redner fragte, ob denn die eng- lischen, ftanzösischen unb chalienifchen Arbeiter gegen die Art, wie der Krieg von der Entente @e» sülwt wurde, protestiert hatten, ob sie gegen die Hungerblockade protestiert l>ättcn und dagegen, daß gegen die Frauen, Kinder unb Greise der Krieg geführt sei. Die Deutschen geben zu, daß Belgien Unreck-t geschahen sei. Die Deportation sei die schändlichste Tat gcroefHi, die begangen werden tonnte. Aber die Belgier hätten selbst helfen kön­nen, diese Tat zu verleiten, wenn sie dem Auftuf der Deutschen Gehör geschenkt hatten und frei- nüllig nach TeutMand arbeiten gegangen wären. Sie Hütten aber gerade in dem Augenblick, in welckwm die belgisch^ Arbeiterbewegung Gelegen­heit gehabt hätte, mit den Deutschen zusammen­zuarbeiten, erklärt, daß sie mit den Deutschen nichts zu tun haben wollten. Es sei ein Ihrre&t geschehen, welches die deutschen Arbeiter bedauern, aber man könne von ihm und seinen Freunden nickst eine Erklärung verlangen, daß die deutschen Ar­beiter an dem Kriege schuld seien. Diese seien es ebensowenig, wie die Arbeiter Englands, Frank­reichs oder irgenbl eines anderen Ententelandes. Es ginge auch nicht an, die deutschen Arbeiter, die den Militarismus stürzten, als er dazu reif war, die der kapitalistischen, imperialistischen und militärischen Regierung ein Ende machten und die damit die Grundlage für eine demokratische und sozialistische Regierung schufen, für die Missetat der französischen Regierung verantwortlich zu machen.

H u e b e r (Deutsch-Oesterreich) erklärte die bel­gische Beschweicke für berechtigt, aber auch die österreichischen Arbeiter hatten schwer gelitten. Sie seien buchstäblich in einen Zustand antiker Slla- verei geraten. Hueber sagte: Wir Ocsterreicher sind lmvon überzeugt, daß in Wien die Lunte an das Pulverfaß gelegt wurde. Wir wissen nur noch nicht, wer der Verbrecher war, und ob es nicht ihrer mehr als einer waren. Aber wir vertrieben die Missetäter aus unserem Lande. Wir Deutsch-Oefterrcicher halten an dem Grund­satz Wilsons vom Selbstbestimmungsrecht der Völker fest unb werden ohne Rücksickst auf die politischen Erwägungen an der Solidarität mit dem Deutschen Reich festhalten. Dazu brauchen mir aber die Solidarität der Arbeiter alter Län­der. Es ist deshalb notnxmSxg, daß durch die Vergangenheit ein roter Strich gezogen wird. Nur wer davon überzeugt ist, daß er in der Periode vor August 1914 und in der vom August 1914 bis zum Waffenstillstand keinen Fehler beging, darf Steine auf uns werfen. Gompers (Amerika) sagte u.a er sei ebenso wie Hueber der Ansicht, daß durch die Vergangenheit ein roter Strich gemacht werden, imb daß man ein neues Kapitel beginnen müsse. Die amerikanische Gewerkschaftsbewegung werde nichts lieber sehen als das. Auch sie sei bereit, an dem Sieg der Demokratie mitzuarbeiten. Mer um das zu er­möglichen, brauche man Menschen, die tun können unb wollen, was ihre Pflicht ist. Appelto n (England) protestierte gegen die Erklärung Le- giens, daß der Krieg für die Deutschen ein Verteidigungskrieg gewesen sei. Dies wurde er erst nach der Mameschlachl.

Hierauf wurde von der französtschen Tele- gativn beantragt, eine Kommission zu ernennen, um eine Resolution betreffend eine neue Inter-

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sich seineMitschuld" erweisen sollte.

Da» Schicksal unserer Gefangenen.

Berlin, 26. Juli. (WTB.) Wie von zu­ständiger Stelle mitgeteilt wird, sind noch immer irgendwelche Viwhandlungen mit der Entente über den Rücktransport unserer Gefange­nen nicht möglich gewesen. Unsere Anfrage vom 28. Juni ist ohne Antwort gebliebe n. Am 21. Juli haben wir erneut darauf gebrängt, den Zusammentritt der verheißenen Kommissionen zur Beratung der Rückbeförderung, toeldje von der Ratifizierung des Friedens nicht abhäargig war, zu beschleunigen. Diese Kommissionen sollten vor allem dafür sorgen, daß unseren Gefangemm bis zur endgültigen Rückführung die Erleichterungen zuteil werden, welckM wir den ftemden Gefangenen gewährt haben, nämlich die Behandlung aU, freie Arbeiter, Aushebinig der Zensur und dergleichen. Wenn tauet am 11. Juli eine Verquickunader Frage der Zurucksühmng mit der Frage des Wieder­aufbaues verneint wurde so ist dock) klar, daß die Kriegsgefangenen in der Hand der Entente e i n Druckmittel sind, weil sie die Untcrbrediung der Aufräumnngsarbeiten als unmöglich hinstellt und überhaupt den Friedensvertrag und feine Er­füllung als ein ganzes betrachten will. Alle Vor­bereitungen zur tatsächlichen Heimführung der Ge­fangenen sind getroffen. Erne Sondevaklion ist im Gange für die Gefangenen in Sibirien, die in diesem Jahre auf keinen Fall mehr zurückkehren können, da der Landweg durch die Bolschewisten versperrt ist unb der Wasserweg bald nicht mehr eisfrei fein wird. Es handelt sich hier um 20 000 Kriegsgefangene und um 2830 000 Jivilgcsan- gene. Gegenüber einer Blättermeldung i)t zu sagen, bafi wir in Italien nur 359 Kriegsgefangene haben. *

Demission des Staatssekretärs Dr. Bauer.

Wien, 26. Juli. Staatssekretär Dr. Bauer hat demissioniert. Vizekanzler Fink berichtete über die Verhandlungen mit dem Staatskanzler Dr. Renner, betreffend die Nachfolge, und bean­tragte, der Nationalversammlung vorzusckstagcn, es sei der Staatskanzlcr Dr. Renner mit der Leitung des Staatsamtes des Aenßern zu betrauen.

** Amtliche Personalnachrickl^ Der Ergänzungsrrcktcr Wilhelm Klingst^? Offenbach wurde zum Handelsrichter und der reftor Andreas Aicheler daselbst sum, zungsrichter bei der Kammer für HandelsM^ Offenbach, beide für die Zeit bis jum 31 1921, ernannt. Der Handelsrichter bei der für Handelssachen in Offenbach Fabnbmt Heim mnrbc auf Nachsuchen unter AnerkttM« seiner dem Staate geleisteten Dienste entlai *

** Aus dem S tadttheaterbure-l Wir weisen nochmals auf das Gastspiel bet ««J efsanten Tanzkünstlerin Wrierrne Betula am Dienstag den 29. Juli hin. Der Luori Eine Partie Piquet", der im verg-augemu bei seiner Auffüli>rung so überaus lebhaften » folg hatte, ergänzt den Abend. . J

** Von der Waldbühne nnrb xnv lLßkich der für Mittwoch den 30. b. M. ange^J Wrederlwlung der Wohltätigkeitsoeranswltunc Besten erblindeter Krieger O» 1 Hessens geschrieben: Auf Grund ernet «»J zuständigen Bürgermeistereien gerichtwm liefen 6 Bewerbungen ein; von dieM tonnre^ 4 mit je einem Sparkassenbuch (über 2W -j bedacht werden. Es waren die Kriegsblmder^^ Weickartshain, Frischborn, Alsfeld und bergen. SScrgcgenroärtigt man sich, welches 1 die Spende bei den Empfängern ausloste, wird man es nicht für ungerechtfertigt i 1 wenn die Leitung der Waldbühne, an sie ergangenen Aufforderung zufolge, l'J 1 bereitgesnnden hat, die Veranstaltung ntrt ber j Zweckbestimmung zu wiederholen, Min « 1 nicht berücksichtigten Bewerbern ctne_ cnLj Liebesgabe zuteil werden zu ton ar gramm ist das gleiche, abscsehen, von^^tt^ kleineren Aenderungen, dre man des ball r | dienlich hielt, damit solchen, die iteMw»]

nationale auf breiterer und solidarischer Grirnd- tage mit stärkeren GaraTttien für die Zukunft aufznsetzen. Jouhoux (Frankreich) sprach die Anffckst aus, daß die Führer der dcutsckien Ge- werkscknrften nicht ihre Pflicht getan hätten. Wenn die Organisationen aller Länder stets gegen den

Ans Stadt und Land.

Gießen, den 28. Juli 1919.

Gültige Lebensmittelmarken

für die Zeit vom 28. Juli bis 3. August ' Brot: 2300 Gramm Brot ober 1680 Gram, Mehl. Brot Kilogramm 50 Pf., WeizenbrotwkH - Kilogramm 58 Pf., Krankenbrot Kilogramm! 72 Pf. Krankenbrotbäcker: Jakob Horn Nacks,. Steinstraße, Karlo Brühl, Neuenweg, Karl Hao;, Bleichstraße, Lubioig Weber, Frankfurter Str., ai 1. August: Carl Euler, Ludwigsplatz, Wilh.l, Löber, Walltorstraße, Ludwig Müller, Bahnhos. straße.

Butter: Marke 31, 40 Gramm Butter z, 52 Pf., 125 Gramm Margarine zu 85 Pf.

Berlin, 26. Juli. (WTB.) Eine Ver­ordnung vom 21. Juli bestimmt, daß in den Fällen, in denen ein Reichs- oder StaatsbetriebimöfsentlichenJn- te r e s s e dauernd oder zeitweilig geschlof­fen wird, die Wirksamkeit der erforderlich werdenden Kündigungen nicht von einem vor­herigen Benehmen mit der Arbeitnehmcrver- tretung abhängig ist. Das Reichsarbeitsmini- sterium teilte den Angestelltenverbänden mit, daß die neue Verordnung der Durchführung bereits anhängiger Schlichtungsverfahren nicht entgegenstehe. Die Verordnung beziehe sich nur auf foldje Fälle, wo Reichst- oder Staatsbetriebe im öffentlichen Interesse ge­schlossen werden müssen. Das den Arbeitneh­mervertretungen zusteheude Mitbestimmungs- recht werde seitens der Reichsbehürden auch für ihre eigenen Verwaltungen in gesetzlich ge­regeltem Umfange voll anerkannt werden.

Berlin, 26. Juli. (WTB.) Der Rcichsanzeiger veröffentlicht eine Anordnnng betreffend Verbot der Ausfuhr, Veräußerung ober Verpfändung ausländischer Wertpapiere, sowie eine Bekanntmachung betreffend Aen- berung der Postscheckordnung vom 22.5.1914.

Uns dem besetzten Gebiet.

Die Besetzung des linken Rheinufers.

Paris, 27. Juli. (Wolff.) Reuter: Wie verlautet, sprach Marschall Fach in der Sit­zung des Obersten Rates die Ansicht aus, daß 150 000 Mann für das linke Rheinufer nötig sein würden.

Dragonaven.

dt. D a r m st a d t, 26. Juli. Trotz des in unmittelbarer Nähe von Griesheim liegenoen

Nährmittel für Juli: Marke 7. A« Marke A: 250 Gramm Suppenfabrikate, aj Marke B: 250 Gramm Grieß, 500 Guimm vafcp flocken, 250 Gramm KindergerstenmoU, auf Mnj C: 250 Gramm Graupen, 500 Gramm Teig.ocwi, 375 Gramm Suppenfabrikate. Für Zugezogeue nnl Nackizügler: für Lebensmittel, Nährmittel ini Zucker: Hch. Kalbfleisch, Liebigstr. 71, Otto Nachp galt, Steinstt. 65, Ernst Noll, Rvoustt. 2, A Maternus, Klinikftr.. 22, Konsumverein, Schcmr» straße 16. Mc Urlauber: Borger, Wetzsterug2!scls

Zucker: Bekanntmachung folgt.

Seife: Marke für Juli 191ß. Anteil 18 Gramm K.-A.-Seifenpulver zu 15 Pf., 50 Gram K.-A.-Seife zu 20 Pf.

** Zucker-Ausgabe. Der bei den Klri» Händlern der Stadt Gießen bestellte Zucker fd Julr kann von heute ab gegen Vorlage dos 8» slellausweises zur Zuckerkarte und Abliefemüg tu Zuckermarke Nr. 7 in Empfang genommen im> Sen. Näheres siehe Anzeigen deck. Ter AiM-> zucker wird voraussichtlich Anfang Anguß e« tteffen, so daß die Ausgabe anschließend cn bi] Juli-Ausgabe crsolgen Tann, hxmn nicht unvvrhv gesehene Fälle die Zufuhr hemmen.

Auskunftspflicht der Banken.

Der Hessische Handelskammertag gab in feind letzten Sitzung zu dem Gesetz, betrefienb die Str« flucht, vom 24. Sinti b. I., einstimmig folget] Erkläiuug ab:

Tas Gesetz zur Ergänzung des Gesetzes gtga: die Steuerflucht vom 24. Juni 1919 sieht niä| allein ehre Erhöhung der zu stellenden Sickechr, von 20 auf 50 Proz. vor, es errichtet äußerte, eine Auskunftspflicht der Banken, rote es MU zunächst in den bedrohten Gebieten. Soweit es um die Erhöhung der Hinterlegung auf 50 handelt, ist gegen diese kein Eimoand zu rr/jeteL] Dagegen bestellen gegen die geplante pflicht der Banken, Sparkassen, Genosseusäala uito. die stärksten Bedenken. Diese Auskunftsvslili bedeutet einen vollständigen Bruch mit bem stets hochgehaltcncn Grundsatz der Wahrung Sv ^Geschäftsgeheimnisses. Die Durchbrechrmg bieM Grundsatzes schließt die allergrößten Gefahrm« sich, insofern, als bas Publikum seine Bat" um Wertbestänbe den Banken entzieht, wodurch tut! allein die Sicherheit der Hinterleger bmnträdMli sondern auch die Liquidität der Banken in ÄH icidenschaft gezogen wird. Es würde noch mts bares Geld wie bisher dem Verkehr entzE werden, und die Folge wäre eine weitere HD unerwünschte Zunahme des BanlnotenumlaU's.,

Der Hessisck>e Harrdelskammertag sprich! < mit aller Entschiedenheit gegen jede kunftspflicht der Banken aus. Sollte !» Gesetz trotzdem in Kraft gesetzt werden, ft i« eine Auskunstspflicht höchstens für den ffttÜ beabsichtigten Schädigung des Steuersiskus >» Anwendung gelangen.

Das Gesetz müßte außerdem int gaitzen 3e» zur Anwendung gelangen und nicht nur w» seinen Teilen desselben. Um feinen Zweck zt» füllen, müßten die im Ausland befindlichen mögensbestände getroffen werden unb dazu K3] das Gesetz internationale Geltung zu erhalte».

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3>lc Ratisikation des Friedensvertrages.

Bern, 26. Juli. iWolff.) Die Chicago Tri­büne" erwartet, daß Italien den Friedensvertrag mit Deutschland in spätestens zehn Ta gen r a t i s i z i c r c n wird, und daß bk Ratifikation durch die französische Kammer in den ersten Augusttagen erfolgen wird. Die japanische Mission in Paris hat eine Nachricht aus ^wklv erhalten, wonach die Ratifizierung durch Japan sehr bald erfolgen würde. , . _ ,

Bern, 26. Juli. (Wolff.) Nach etner Mel­dung desTemps" aus Washington hat Wilson bei den 'Verhandlungen mit bett republikanischen Senatoren erklärt, daß, falls her Friedensvertrag nickt vorbehaltlos ratifiziert werde, es notwendig rjürbc, neue Verhandlungen zu beginnen.

Amsteroam, 26. Juli. (Wolfs.) Wie draht­los ails Washington gemeldet wird, erklärte nach einem Telegramm derNeuyork Times" der Ge­neralstaatsanwalt Palmer, daß die Vereimfften Staaten demnächst alle internierten bürgmuben fcirblidjen Ausländer mit Ausnahme der- ienigm, die sich der Uitterstützung der Anarchie schuldig gemacht hätten, freigegeben werden. Der FriedenSauSfchutz der französifchcu Kammer.

Versailles, 26. Juli. (WTB.) Der Fric- densmlssckuß der Kammer beschäftigte sich gestern mit den militärischen Fragen im Anschluß an die Antworten, die die Regierung auf die vom Aus­schuß gestellten Fragen gab. Barthou bel)anb= be te in erster Linie die Frage, ob die e i n z e l n e n Gliedstaaten Deutschlands den Friedens­vertrag auch ritif iiieren müßten. . Ucber diese Frage soll sich der Außenminister Pickon äußern. Barthou machte alsdann, wie der offizielle Bericht meldet, Mitteilung betr der Be­setzung des linken Rheinufers und stützte sich dabei ans die von Clemeneeau dem Friedensausschutz zur Bersügtrng gesellten Dollmtente. Er erklärte in feierlicher Weift, daß er nichts tue, als das Amt des Berichterstatters und feine Pflicht als Franzofc zu erfüllen. An seine Mitteilungen soll sich eine überaus erregte Debatte augeschiloffm haben, die noch dadurch derstürtt wurde, daß Frcmllin-Bouillou wiederholt erklärte, er verlange die Vorlegung der Protokolle der Friedenskonferenz und daß er schließlich in Gemeinschaft mit Ma­gi n o t sogar vorschlug, daß der Protest Fochs und die von Clemenceau übermittelten Dokumente dem offiziellen Bericht des Friedcnsansschusses bei- gefügt werben sollten, dmnit der Generalbericht­erstatter in seinem Bericht davon Gebrauch machen könne. Franllin-Bouillon stellte schließlich hrnsirhi- lich des Garantievertrags zwilchen Frankreich, @t<glaub und Amerika die Behauptimg auf, daß es sich um feine militärische Konvention im eigent­lichen Sinne des Wortes handle. Auch diese Fest­stellung hat große Bewegung beroorgerufen und eine außerordentlich heftige Diskussion «usgelöst.

Am Montag nachmittag soll Cle menceau vor dem Ausschuß erscheinen und gewisse Fragen beantworten, die ihm vorher vom Präsidenten des Friebensausschusies übermittelt werden. Diesen Bericht ergänzt das Echo be Paris, indem es ftststeltt, Fock habe die Besetzung aller Rhein- [r-liefen verlangt imb als Rückendeckung dre Rheinrepublik organisiert Wer Wilson wie Lloyd George hätten bieien Plan bekämpft. Glemenceau hätte schließlich nachgcben müffelt. Franklin-Bouillon' mrd mehrere andere Mitglieder des Friedensausschuffes hatten das Verhalten der ftanzösiscken Delegierten scharf kritisiert. Auf diese Kritilen hin gab Barthou die oben angeführte Er- flärwng ab. Die Mehrheit des Aussckmffes fprach ferner die Ansicht aus, es wäre besser gewesen, sich hinsichtlich der Sicherheit nicht auf die Kon­vention mit England und Amerika zu stützen, son­dern ernstere Vorsichtsmaßregeln in Deutschland zu ergreifen. Man wies auf den kriegerischen Geist, der noch in Deutschland herrsche, bin und machte darauf aufmerksam, daß es die Aufrecht­erhaltung einer Berufsarmee von 100 000 Mann Deutschland leicht mache, in aller Kürze eine große Armee aufzustellen, besonders wenn die Jugend in Vereinen für den Militärdienst her an gebildet Dverbe Diese verschiedenen Vereine würden in (Wirklichkeit die deutsche Revanche vorbereiten. Franklin-BonNin verttat die Ansicht, daß die Ga­rantien, die der FriÄ»ensverttag tn militärischer Hinsicht festsetze, ungenügend, feien.

Versailles, 26. Jult. (WTB.) Der Frte- densausschuß des Senats hielt gestern eine Sitzung ab und genehmigte den von (Senator Dou. mer auf gestellten Fragebogen für die Regierung, der sich mit den militärischen Friedensktoufeln befaßt. Der Ausschuß hörte den Bericht des Admirals be la Jaille über die maritimen Bedingungen an und beschloß, auch über diesen Punkt der Re­gierung einen Fragebogen zu unterbreiten.

Echo be Paris" erklärt, in dieser Diskussion habe in gewissen Momenten die politische Leiden­schaft eine große Rolle gespielt. Erst nach den Er- Bärungen Clemenoecrus könne man weitere Schlüsse aus dieser Diskussion ziehen.

Das Anerbieten BethmannS abgelehnt.

WTB. Paris, 25. Juli. (Reuter.)Der Oberste Rat beschäftigte sich heute mit Beth- rncmn-Hollrvegs Anerbieten, an Stelle des früheren Kaisers vor Gericht zu erscheinen, und lehnte es, wie bestimmt verlautet, ab, .dieses Anerbieten in Erwägung zu ziehen.

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Laut einer Europaprcßmeldung aus Paris hat die Friedenskonferenz Hindenburgs Anerbieten, anstelle des Exkaisers vor Gericht ------ v-

aeftellt zu werden, jetzt endgültig abgelehnt. ] leiden. Im Dorfe lagen bisher schon Jnfan- Sie gestattet ihm lediglich, als Entlastung^- teiie und Artillerie. Kaum ist diese jetzt zu-

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zeuge im Prozeß aufzutreten, räumt ihm aber rückgezogen, kommen Dragoner an ihre Stelle, t--=3 ----kif-x-' ----~~ t-ti» Von der persönlichen Seite dieser Maßnahme

oll gar nicht die Rede sein. Aber in Ermange­lung von Ställen sind die Scheuern mit 10 bis 15 Pferden belegt. Was das jetzt im Som­mer für die bäuerliche Bevölkerung bedeutet, iegt auf der Hand. Nicht nur, daß durch das monatelange Einstellen der Pferde Wände, Pfosten, Böden, alles ruiniert wird, so sind die Leute auch gezwungen, den landwirtschaft- ichen Betrieb einzustellen. Wo sollen sie die