Ausgabe 
28.3.1919
 
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alt «lischt. Die I fahning an, fctne jnnt /am fRhrm ^azfv-n m trbrr

Nochrtchtenabteii-rng 18.

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errief, vertreten

um die die mit etlichen

ihrem Maim in 'Scheidung lebt und feil lajat verschwunden ist.

nicht mehr dir berTusgabe fAttS DoLvkwerkes, 6er NeuouSgabe der Nöldeckeschen Geschichte des Kvrans

Welche Truppenformattonen

ßanbcL

Essen, 87 Wär». (VTB) Qfn brr grftriqen Verhandlung des Roheisenverdanbe- mit den Vertretern der Roheilen verbrauchenden In­dustrien, an brr auch die Reichs de Hürden und Ver­treter der Arbeitnehmer teilnahmen, wurde mit Rücklicht auf die starken Dreissteigenungen brr Rohstoffe und aus die mit dem 1.4 in JfraH

Amtliche Dersonalnerchrichten. Tem P'arrvenvmwr Otto Linden st rutd #u 19afbmid*lbad> wurde am 25. Februar die c©cn- griische Ptarrstelle daselbst übertragen. Ernannt wurde am 20. Wär» der £x>fmrfunfn Julms Heinrich Müller -u Darmsindl ®trhmfl wm 1. Avril 1919 an zum Landge''L:sdjener. Ernannt Würbe am 20. WüiHder Vofkut scher Hein­rich 3 o I tu Darmstadt mit Wirftmg vom 1. April 1919 an zum LandgeslLl-diener.

Sachen PU iilycm, wohl deshalb, weil sie Beine Schokolade uno Bisteits ya oertnlai Ijatten."

z ug von a u Swä r ttz verbieten. Golulb die (Weiteten tgiutg der zuständigen Stellen etngc- rvoffen ist. soll das Verbot m Kraft treten.

Marburg. 27. März. Bei £xxtoorf San- den spielende Kftnder an bet Ebder die Le iche p eines fünf- und eines einjährigen St n a. den. Ten Unter mdxungtn zufolge bandelt es sich

Kinder etner Frau aus Hertingshausen,

f}od)|cbM(na(bridihn.

Frankfurt a. M.. 27.' Wär». Dem WiifÜbirehor War Kaempiert würben unter Beilegung M Titel-UitiBeriität4mufirbtrrftor" die Obliegenheiten eines tetfrufcbai üilfSkehrerS für Cher- und Orchestemmftk sowie bie AuS- gestaftung und Förderung des a'a^emilchen Musik- wesens übertragen. Ter bisherige Trnatbowd für Zoologie an bet Straßburger Unirerität Pool Ernst Brehlau iru.be Abtei ung) e ter an das Georg-Speyer-tzauS der Unieenuäl Frank­furt berufen.

tretende 60 prozentige Frachterhöhung, ferner auf die in den lebten Monaten einaetretenen Lohn- steigerungen sowie auf die wesentliche Verteuerung der Fabrikationskosten nachstehende, vom 14 ab in Kraft tretende Heraufsetzung der Roh­eisen vr eise beschlossen: Um 107 Mark für Hämatit, 147 Mk für (festere! Roheisen 1 und 3, 124 Mk. für Licgerländer StnMnfen. 145 Mk. für

toiffce., ob emc starke Reichsgew: ü»Sto,nnaSdestrebunaen in Preußen (am Rhein nno tx>n selbstsüchtigrn Münden getragen, Aso sicher nicht von dem Gedanken einer starken Mkeubsge-wait erfüllt Jetzt hak in Weimar Der Berfasfungsausschuß gesprochen und »rch in schranienloser Weise wieder dem ersten Ent- stouri von fgrcnfc genähert. Es sollen sich (Gebiete *xm Preußen wen können, ohne daß dieses selbst Wtstimmt. Gegen einen Wegfall ber Zwergstaaten Tat natürlich niemand etwa- rin;uwend«m Tie preußische Nationalversammlung hat die Beschlüsse Des Ausschusses einmütig abgelehnt nlleroings tir.tr St mmentfcaitimfl ces Zenl.u ms.Tie Staat.'* teisenbahncn sollen Recchseis.nbahnen roetcen. Preu-

^fcab-tfaubetm, 2/. Mär,. Obwohl die §"wadl drr Stadtverordneten erst ftühestenS Emde Aprll erholgen dürste, sind die Vorbernningen beju m fÄIen doch frfwi seit Stodjen im Gang- Bi-lwr nxrrtn 16 Stadtver­ordnete nn Staotnaxlnnwnt vertreten. Es toifr bah hurten Gesenentnmrf mr-mrhr

Ctenunnberäie mb 3 Beigoochnete »u wählen iAen.

bt,fSorSTtfu'rrn Ml den Wa'.'en bisher £ b«>n. liebt es mit

Sicherhell test, daß tee Sonaldemokraten mit einer eigenen Liste aunnaricheeten werden, Ferner ist

Au» Stadt und ftand.

Gießen, 28. März 1919

Die ElektrizitätSverforaung bei vogelrbergei.

Viele Dörfer deS Krrises Lauterbach und kW auch manche deS Kreise- Alsfeld warten ttvit Ungeduld auf bie Verbindung mit der Elek- tri-itLtszcntrale Friedberg.

Ter A u s b a n der Ueberlantxmtoge nach dem Vogelsberg bin ist tatsächlich dringend not- lb< nbifl. Bei dem Mangel an ÄrbeitSkrästen Itriti) die Elektrizität in der Landwirtschaft eine grobe Rolle spielen und alle die kleinen Hand- tverkSmeister werden die Kraft brauchen können, tfte ihnen ht der ©leftrüität so bequem zur Der- ffiguna steht. Jedes neuangesMossene Torf würde auch sofort Bereicht auf Petroleum leisten, daS tvir voni AuÄand her einführen müssen.

Für die Notwendigkeit des Anschusses ließen -sich noch mehr Grünb-' anführen. Wie sehr oaS Land nach Elektra.» ätSversorgung verlangt, zeigt bas Beispiel der Dörfer innerhalb des bereits auS- pefaruten Netzes, die sich früher gegen den An­schluß stväubten. i Heute Hub sie bereit aus eigener stosst die BerteuerungStosten tzu tragen, wenn sie mir angeschlossen werden.

Aus dem BogelSberg erheben sich ebenfalls Stimmen dafür, daß man die Be rteueru ngS- kosten selbst tragen will. Diese werden unseres Erachtens aber *u gering eingeschätzt In Wirk­lichkeit bürfieu sie etwa 150200 Prozent be­trogen. Tiefe BertouerungSkosten können auch nicht etwa durch die neuerschlossenen Betriebs­einnahmen oder Stvompreiserhöhung ausgeglichen Serben. Trr Strompreis müRtc in diesem 'Falle eine /faimt erschwingliche Steigerung er­fahren. denn die letzte SttompreiSerhöhung deckt nur daS Mehr der laufenden Un­kosten und muß voraussichtlich schon ht naher Zukunft abermals erhöht werden. Xte Betriebs- Unkosten sind durch Materialverteuerung und Ar­beitslöhne in einem' Maße gestiegen, von dem sich ber Außenstehende kaum einen Begriff machen form.

Große Schwierigkeiten verursacht auch bie Materialbeschaffung, besonders bte deS Lei­tungsmaterials. . Kupfer ist für Leitung-- S wte taimf zu besclmffen und müßte erst wieder rt angeweirdct werden, wo *c4 während des KrieaeS entfernt wurde. Infolge des Fehlens des yVubfrrß entfielen große Stranfverluste. Aus bie» ^iri Grunde ist es auch ausgeschlossen, verzinnten oder verzinkten Eisendraht zu vertuenden. von den erfotÄrlicheit 50000 Doll würde sonst wenig an Ort und Stelle gelangen. Eisendraht könnte höchstens innerhalb der einzelnen Dörfer verwendet werden. Aber auch er ist ganz erheblich verteuert.

Dem» also auf Anfragen au5 den beteiligten Dörfern bie Antwort erfolgte, ber Ausbau der tvrffcfebenen Ucberlanbanhqe kömte pir Zeit nicht in Angriff genommen werden, so ist das keine leere Ausflucht. Tie Proviro roftrbe sich unter den heutigen toirtfdinftlidien Verhältnissen an der Neberlondanlage arm bauen. Als Beispiel sei <nt- gefültrl. daß bie Mehrkosten allein für Vilbel auf etwa 250 000 M/. geschätzt werden.

Trotzdem darf die -totwendiffkeit, die Ucber- kandanlage <n^\ubauen, nicht tru-j dem Auge ge­lassen werden. Ter Krieg bat gelehrt, die größten wirtschaftlichen Sclmnertgk'.'iten zu übemhnben. Bei den Aukgabcn brt Friedens muß das gleiche ge­lingen.

Es wäre sehr »u wünschen, baß die maß- Lebenden Stellen und vor allem ber Provinzial- taidnng zu dieser Frage Stellung nehmen würden.

Rückkehr deutscher «riegsgefangener.

Gestrrn vormittag langte eine Gruppe beut- scher Soldaten in Gieuen «r. die bei Tours ht Bel­gien nicht rechtzeitig die WaffenfnlIftcrtbikmt ver­lassen konnten imb von den Amerillrnent inter­niert wurden Es maven 3 Offiziere und 130 Mann, die noch dem GMw3tcr Durchgang>:4ager gefftbn wurden.

Lin Äugendeuge ber Ankunft schickt uns nachstehende nicht unberechtigte Gegenüber­stellung:

WS nachwckerer schmählichen Wassenstreckung die Gefang«^i> raglrichc. itnlienlschr. franzö­sische ausgevauscht wurden, da mußte feder TeutschdenLende sein Aikge abroenden vor Zorn burüber, daß demsche Kinder, fa sogar emeAene Mädels, Frauen und Männer gejen einige Stucke Zwieback oder Schokolade sich dazu her gaben, den Oeiauflenru u?: ükyäd mit Wwren und Wa.nlchen. mitunter 2030 an ber Zal«. an die Bahn zu schaffen.

Jetzt fcbceu nach und nach unsere deutschen befangenen au- mriletdx iabrrlmcger Knecht­schaft gBii-üd; heute morgen kamen durch die Straßen Giesen- 1-0 jhrieyägcfaixrnr. scknrer- beladen, entkräftot niemand bot ihnen llntcr-

tffen ist damit anberftanben. Zum Reichspräsi­denten kann gewählt worden, wer 10 Jahre naturalisiert ist. Tas sollte man doch geborenen Deutschen Vorbehalten. Bedenllich ist die Allgewalt des Reichstages^ die in feinem anderen Staate ihresgleichen hat. Der Reichsvrä'ivent, wenn er vom Volke gewählt ist, müßte mehr sein al- eine Puppe, die »u keiner selbständigen Aus­übung von Rechten zuaelassen ist. Ter Reichs- r a t tritt an die Stelle des alten Bundesrates, boch sind die Bestimmungen des Entwurfes recht mangelhaft. Er soll nut ein aufschiebendes Veto­recht besitzen. Ter Redner bespricht weiter die Kompetenzen des Reiches auf dem Cfebiete ber auswärtigen Politik, ber Finanzen usw Denn bie Tlrbeiterräte in der Benassung verankert wer­ten sollen, bann müssen auch andere berufsständige Scrfrctungcn -ngelassen fein. Das wäre Sache der Bundesstaaten, die ReichSversaffung sollte ihnen nicht im Wege stehen. Bei dem Abwägen der (jfeaenfä0e vorn Einheitsstaat und Bundesilaat ist Selbstbescheiduna nötig, schon deshalb, um den Eintritt Deutsch-Oesterreichs nicht zll erschweren. Der nächste Dortraa über hessische Der- sassungöfragen finod morgen, Donnerstag abeno, statt.

liegen in Gießen? Tiefe Frage hört man angesichts der vielen Menschen, die noch Miliiär- umform tragen, vielfach stellen. Dor allen Tin­nen ist nicht mehr Soldat, wer keine Achsel­klappen trägt. Tas eiaeritliche Regiment 116 um­faßt noch etwa 1000 Mann Reben ihm befinbet iid) yi Gießen die aus der nnttralen SoneTarm- stadt hierher verleg« Nachrrchtcnabteil-wa 18.

Friedrich ScbroalTo t. Me wir aus den ..Akademischen MonakSblättem" nachträglich entnehm«m. starb am 6. Februar d. F in SSn,as- berg, unser Landsmann, der ordein'rche Droieftor der semitischen Philologie Dr Friedrich Schwally. Oie boten am 10 August 1863 in Butzbach stu­dierte er in Qt'efien und St.aßbnrg. da.i.inerte sich an dieser Universität 1893 inü) war von 1900 big 1911 Professor in Hießen. Aus dem Okbieto ber fern tuchen Sprachen und .hilturtnrt^roen iw

««'Z9 ÄÄÄ-SSi r MSSMSÄ w*

Gauleiter Aiel »u Gießen, ivurbat abptbr^drt' unb den Arbeitgebern aufgegeb. n, vorerst einmal vorschriftsmäßige Arbeitor-^tsschüs-r in ihren Be­trieben wählen lassen. Erst wenn die Derhaich- lungen der Arbeiter-Ausschüsse ihren Arbeit- gebern, wobei die Organisationen auf b. iben Sei­ten verhandlungSbcn-clstrgt sind. er>nbui-Ios ver­laufen, solle der Schlichtungs-Au-schuß wieder an- gerufen werden.

Eine Lohnstreitsache ymfArn Arbeitern her früberen Pulverfabrik der Ober- hessischen Kalk- und Stetnindustrie Butzbach nwßte an das Gewerbe- bc^fto. ordent- lidje Gericht venoiesen werden. Ra.l> einem ftü- heren Scknedsspruch des Aussckmscr sollten Die bei Eintri-t M Waffenstillstand«s Ml «ithfTcubfn Arbeiter im Einvernehmen dem Arbeiter Ausschluß bestrnnnt werden. Ties ist auch angeb­lich dadurch geschehen, daß alle sich zur Ätbcu»- fortsetzung einstrllenden Arbeiter, mturbet fort- befchäftiat ober bis Ablauf der WndigunaSftist ausgeraolt wurden. T« beiden Deslchwrrdefüm.'r haben sich nicht wieder eingefunden. cS lügt be4> halb ietzt an ihnen selbst, allenfalls ihncn mk f.ele d ?vo*rca gen grri :< gcLtnb |u machen

An- brm brfretrn Nhkiiigkbiet. Abberufung Mangins von Mainz.

Bafel, 37. Mär». (Priv-Tel.) Nach einer Pariser DavaSmrldung vernehmen die Blätter, daß General Mcurgin von Main» »urückberuftn wird, um eine Mission zu Übernehmen, für die die unga­rischen Erecgnisse auSschlag,redend ftnb. Nach dem Journal" sind auch atwerc Aenderuniren fan Oberkommando der Armee zu erwarten.

--- Frankfurt a. M.. 27. März. FvaawS- sische Offiziere ordneten in den ocrieft eirrtfim Or­ten auf (vrund der WaffenstillsiwrdSbed'Ngmrgar Die Abschiachtung sämtlicher Tauben innerhalb 24 Stunden an.

vom Schlichtungtzautzschuß.

Ter ScküichtungSauSschuß der Provinz Ober- Hessen »erlxtnbeltc am verflosienen Samtztag über folgende Strei.igteiton:

Die Belegscitaft der Gießener Braun­ste in berg we r ke hatte den Lohnvereinbarun- gen ihre- Arbeiter-Ausschusses mit dem Direkto­rium ber Gruben nicht zugestüninr. Ter Ardeftev- Vertreter Gauleiter Becker vom Bergarbeiter- verband imb Tirektor Wern rner tonnten in der mündlichen Berbandlung ohne große Mühe zur sofortigen Amrah-me des Sänedsspruck»- veran- laßt werden. Ter Schiedsspruch bestimmt, daß ab 1. März 1919 rin Lobnauischlag von 15 Pf. für die Stunde an alle Arbeiter qe.oährt wird.

OhTabe vor Aufnahme der ri^uidlungen übet die LolmstrritigAnten bet Arbeiterschast d-r Dal- decks chen Dreherei in Alsfelt ibrent Arbeitgeber, traf bte schriftliche Nachricht von der Arbeitersärast ein, daß bw Beschwerde zurilch gezogen ist. Ter erfdnenene Vertreter v.'M ^olz- arbeiterüerbanb war darob sehr veriptkndert unb wollte dennoch verhandelt haben. Seine Scrtrc- tllngsbefugnis war ober mit Zurücknahme brr Be­schwerde seitens feiner AuslraMber hinfällig

Tie Verband.u'tgen über die L o hn st r e i 1 i g- feiten in den Firuven A E u l e r, Barnaß

Aus Erkundiyuns hm haben wir erfahren, daß *bie Gefangenen ohne vorherige totmetbuug In« eintra'ea. Anoeranfalls wäre ihnen von mili­tärischer Seite ein ehrender Empfang urteil ge­worden.

DaS Durchgangslager Gießen stellt noch einige Freiwillige für die Geiangenen- ss-ürsorge fo.»rt ein. Dre BalUntr^-yetmiflungei find rote die des L>esiischrn Fr<-itorps. Gesucht werden Barbiere, Schneider. Schuster.Köche, auch Kriegsbefchädtg^ werden gmommen. Meldung auf nommandantur, Turchgangölager Gießen Schützeirhaus).

** Limburg, 27. Mävtz. (DTB.) Gestern abend trafen auf dem Bahnhof Limburg 2000 deutsche Sani atÄnrrmsch ften aus arncrifai;ifdKii Lagern ein. Es wurde ihnen ein festlicher (£in> sang durch Vertreter der Militärbehördeir des Krei­ses und der Stabt Limburg zuteil.

Zur vrhebung detz -lrbeitermangeltz in der Landwirtschaft

bat die Verordnung vom 16. Mörz 1919 sR.G.Bt vom 19. Diärz 1919) m erster Linie die Vermitt­lung von solchen Perso:ren im Auge, welche früher in ber Land- ober Forstwirt­schaft tätig gewesen srnb.

Tie Tenden.z der Verordnung gehr offenbar dahin, der Landwirtschaft vor allem gceignietc, also oer Landwirtschaft vertraute, Leute -u-uführen.

Tesdalb find auch die Begünscigungen der Bewrdmmg über freie Balmfahrt, Bet Hilfe zu den Reisemrkos.en. Bahnbesörderung des Umzuggutes für FarnilienangeIrorig? usw. mir ehemaligen Landarbeitern q.währ leimt.

Praktisch werden >tch aus dies« Ernschränkmg kaum Nachteile ergeben, denn in ber Hauptsache werden fid) zur Uebernabme von Stellen in länd­liche Betriebe nur frühere Landarbeiter melden, da es nach der Verordmmy den Arbeitsnachweisen verboten ist, diese Kalegone von Arbeitern, foftrn sie bei Ausbruch des jkrivges oder während des Krieges in derartigen Betrieben beschäftigt nxtrrn, ht andere Verriebe, als land- ober forstwirtschaft­liche zu vermitteln. Auch dürfen plrbeitgebcr außer- I)alb ber Land- oder Formoirtschaff derartige Ar­beitskräfte nicht ciniteUen.

Wo aber eine Vermittlung anderer Arbeiter in Frage kvinmt. tritt helfend der 8 8 der Verorftrnnig über Enverbslosenfürsorge ein, in der Fassung, welche er am 14. Wt? d. I. erhallen hat.

Kriegsgefangene als landwirt­schaftliche Arbeiter. $n den Kreisen der Landwirte gibt man sich noch mrrner der Hoffnung hin. daß durch die zu erwartenden Kriegsg. san- flcnen und Oi rar beiter ber Bedarf an Imibroirt- sckxlftlichen Kräften zum größten Teil gedeckt wer­den kann. Wie wir von zuständiger Seite er­fahren. ist diese in tanbnnrtfdxiftlidyen Kreisen verbreitete Ansicht eine völlig irrige und ed kann nur im Interesse der Landwirte selbst nach­drücklichst darauf hingewicsen werden, baß die Zalss der zu erwartenden KriegSgrßrnq-nen und Oftarbeiter eine nur äußerst geringe sein dürfte. Ta außerdem in der Landwirtschaft deutsche Arbeiter vielfach nicht einge[teilt worden sind, weil die Loitowirte von Gefangenenlagern nissische Kriegsgefangene cm forderten und auch erhielten, hat sich das Reichsministerium für wirtsclUiftliche Demobilmachung veranlaßt gesehen, eine Verfü­gung zu erlassen (veröfsemlreht in 9h. 69 vom 24. Mäm 1919 in d« ^.Tie wirtschaftliche To Mobilmachung^, nach der ht Zukunft Kriegs­gefangene in der Landroirtsehast erst beschäftigt werden sollen, wenn die Arbeitgeber den Lager- tommanbanteit nachweisen, daß bei den örtlich zu­ständigen Arbei'snaa'iweisen, sowie bei den zu- stä'digen Zentralms.unftS'el'en Utch näch'l egen­der Tin', petiv-rsendimgsstri e bcu sch' Arbeiter richt zu erhalten sind. Tie £a<]ertomnumbmitai haben bereits vom K-riegsminisierium eine dalffugehende Anweisung erhalten.

Lebensmittel.

** Kartv^felversorgung. Durch An­ordnung der RetcbS-Kartoffelstelle ist das Ende der Bersorgunasrett für Selbstversorger auf den 14. August 1919, für Bersorgungsberech- tigte auf den 15. Juni 1919 festgesetzt worden Die Stadt Gießen wirb baber nach dem 15. Juni 1919 zur Ausgabe von Kartoffeln nicht in ber Lage fein, ba ihr nach diesem Zeitpunkt Kar­toffeln für die VersorgungSbercchtigten nicfxt mehr zugewiescn werden. Tie wöchentliche Kovf- me n ge beträgt zur Zeit 7 Pfund für Selbst- Versorger und 5 Pfund für Verforgungsberechtigte

** Marmelade - Verteilung Von SamStag den 29. März bis Mittwoch den 2. April gelangt gegen Vorlage ber Lebensmittel­karte und Abgabe des Bezug-absckmilteS Nr 1 1 Pfund Marmelade »um Preise von 1 Mk. zur Ausgabe.

** A uSgäbe von Bückingen. Ab Frei­tag den 28. März bis einschl. 31. Mörz erhallen die Kunden vcrschedener Geschärte aus den ühpf V* Vfd. Sprottbückinge auf je eine üt dem bett. Geschäft abgegebene Lebensmittelkarte. Siebe Be­kanntmachung.

** Städt Gemüseverkauf, Markt« tauben. Morgen unb die folgenden Tage kommt an Törrmmüle Wirsing, Weißkraut. Gelberuben, Weißecüben und geraxfnete Kartoffeln zum Ver­kauf. Ferner noch gelbe Trdkohlraben. Roterüden. Sauerkraut und Zwiebeln Don Montag ab ner- den Ävblraben, bte zu Futterzroecken geeignet sind, abgegeben.

** Freibank SamStag den 29 März wer­den von 134 Uhr die 9hm. 19512100 beliefert.

WT«5Tommer eine Grmgmw) bet Dentsckicn bento* ha:Heben Partei, der Tciufchen Volksoartei und des Zentrums -uftandegetommen, wonach biete brri Mittel Parteien rate g- inrinfame Liste auffieilen werben, die auch ben irorbeninge i von sechs größe­ren wirtschaftlichen Gruppen, wie der Beamten- DertintguTtg, der Hvtell^cyervereurigung u a., aeretht werden will. Mit der Teirtidmaitonalei VoltSvartri tonnten bie genannten Parteien eine Einigung nicht erzielen. Auß« den genarmtrn Salü Vorschlägen werden unter Ausschaltung der Polrtrk wohl auch noch parrerlole Litten auiflentllt werden, die lto'g'ich wrrtschädliche G-.ffchkSlRl7iLe bei der 9(i_5toal4 der ftunbibatm geltend machen.

Stsrkenburg und 9ihrinhefKn.

e* Darmstadt, 28. Mär» Am 1. Avril dieses JahreS friert Lberinfpekior Dirthwein larmfiadt, Viktoriastr. 90) fein 25jübriges Jubi­läum im Dienste der Slllgemeincn Äcntenanftalt ju Stuttgart. Derr ©irtbrorin. durch diese seine Tätigkeit m Güßen und roriierer Umgebung all­gemein befamü, ist noch so erfreulich rüfng, daß er seine Berufsvslichten fort gesetzt in geroobntet Frische und Tatkraft «füllt

Von der Bergstraße, 27. März. Schn« und Frost haben den Mürenklor bei Maiu. beibäume an der Bergstraße vernichtet. D'c Avri- Cojenblütc steht vor bem gleichen Schicksal, roaui die Kältewelle noch einige läge anbauert ktesftn Nassau.

= Kassel, 27. Mär». Zur Bekämpfung brr Wohnungsnot will der Mag.scrat den Zu-

früberen Landsrurmbaracken. Ta augenb.üfitcfe für sie ein Pferdcsiall gebaut wird, schriot sic nut einem längeren Verbleiben in Gießen zu rechnen. Außerdem befinben sich in Gießen und Umgebung mehrere Ausl- ungSkommmidos, banmier ein Flugzeugpark und Autopark. In Bildung begriffen ist das tzefsische Freikorps, dessen Angehörige durch den rot-weitzen Winkel auf dem Acrmel ertennt- lid# find

** Besitzwechsel. Der Landwirtschafts­kamm er-Ausschuß für bee Prov. Oberhessen kauft« für 78 500 Mk von Rentier Paul Eim baS An­wesen Friedrichstr. 6, in weichem Gebäude er bis­her feint BurtauS mietweise unterqcbracbt hatte. Bankbeamter Bues kauite sür 26 000 Mk. das Grundstück Am Riegel psad 25, bisher dem Gast­wirt Ioh. Carle gehörig. Die Gemüsehändlerin Witwe Helene Treppinger erwarb für 60 000 Mark das Daus des Schneidermeisters Jean Eckert, Bismarckstr. 11.

" (Sin neues Bankhaus in Gießen. Wie wir hören, wird in die Leitung für die dem­nächst zu eröffnende hiesige Zweigstelle der Dis­konto-Gesell schäft Derr 'JUbert Wendel, alleiniger Inhaber der Bankfirmv Baruch Strauß Nachfolger, die in Liquidation tritt, berufen.

B Äriegsbet stunden. Im Verord­nungsblatt Nr. 2 vom 7. März ds. IS. macht das £berfoiiii orium zu Darmstadt, um falschen Gerückten mlgegcimrtrrten, bekannt, daß die Al>- Ixiltung der Kriegsbet stunden wälirend des Sriiege4 in den freien Willen der Grisüickien gestellt war und daß bafür keine Skrgütung gezahll wor­den ist.

** Der V a kttverkehr nach Oester- reichisch-Schlesien recküs ber Weichsel und nach Freistadt in Oesterrrichisch-Schlesien ist bis auf weiteres gesperrt.

** Tas erste Jahr Einheitsschule ist das Thema rined öfientlidjen Bortraas, den Lehrer Fischer am Mittwoch den 2. April ^abends 8 Uhr, tnr Saale des DotelS Großherzog von Dessen halten wirb.

** Zur Gr Ünbung cin^r OrtS- grupp c der vertriebenen Elsaß-Lo­thringer in Gießen werden alle auS Elsass Lothringen vertriele ^en oderzurückaeblielenenPer. sonen eirg (aben, sich am Freitag den 28. März, abendS 874 Uhr in bem Gesck>änsziminer des stioten Kreuzes, alte Klinik, Liebig,naße (Eingang durch das L^npiportal' einzuftnden. Sollten Personen am Erscheinen verhindert fein, (o wird um geil. Mitteilung an twrgmtnmtt Abreise gebeten, lieber ben Vertauf der Sitzung werden wir berichten.

** I m Lichtspielhaus tritt heute Char­lotte Böcklin als Aenne Wolter inöuänen der Lust", bem zweiten Teil des AufNärtuigSfilmos Der Weg, der zur Verdammnis führt", ans. Tiefe AusllärungSfilme sind besonders erwachsenen Töch- tern zu empfehlen, weil sie dadurch vor traurigen Erfahrungen behütet werden sollen.

Groß-Hrffeo.

** Dieburg, 27. März. Am Dienstag fanh hier im Dolel Mainzer Dos eine Versammlung statt, die ffcü mit der Frage Groß-Dessen besckiäs. llgte. Reg.-Affessor Dr. Dahlem eröffnete bte Versammlung, worauf Schriftsteller Bruno Jacob- Marburg einen Gesamtüberblick Über die Fragen gab, die mit der Bildung eines Groß- pessen tm Zusammenhang stehen An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache, in der ein katholischer Geistlicher für die rheinische Republik rintrat. Vertreter aller übrigen Parteien wünsch­ten den Zusammenschluß des Gesamtheffen mdg» lichst mit Einschluß der Pfalz und altmahuer Oklnctc« (Aschasfenburg) in Untcrfranfen. Im An­schluß an die Versammlung wurde eine starke Ortsgruppe gebildet.

4- Offenbach a.M., 27. März. Um auch hier Gelegenbrit zu geben, den Seflrebungtn des Desstsck>en Bolksbunbcs näher zu tte.'en unb ber Anregung überG r 0 ß»De sse n" B^bm zu per. schaffeit, bat ber hiesige sehr rührige Zwri,7veretn des Vogelsberger DöhcnNubs für Montag den 31. März in bas Dotel Degenhard: eine öffentliche Versammlung einberufen, in welcher der Schrift- steiler DanS König von Sck>!üchtern über Hessens Zukunft tm Deutschen Reiche" sprechen wcrd. Doffentltch wird dadurch hier die unbcding! nötige AusVärung ges.ßaffen unb werden Unklar- bEn und Mißverständnisse, welche die hi.sige öffentltck» Meinung übet diese Frage beherrschen, endgültig bcfcLtgt.

Kreis Büdingen.

* Vera-Heim, 27. Mar^. Auch ht unserer Otemcinbe brtbete sich eine OrtSgruvve des VolkS- liundeS zum Schutze der deutschen KriegS- uad Ztv tlgefongenen, der 60 Mitglieder, «ast alle Mämter der (Gemeinde, beit raten.

_ * Nidda, 27. Marz. Ter Geometer 1 Kl Aoa>/r wurde an das Sreisvermesiungsavtt Offenbach a. M. berufen.

D Selters, 28. Mär, D« hiesige Post- agent u r, die über zwei JabrzelMt durch Mol­ker rtbeft der Fischer geführt wurde, gtng jetzt an Ganwtrt Külrule Über. Am Trcn3:an ahmb sprach in der 0>astwir:schaft Külmle Pfarrer Der- p ei-Listberg über Demo kraue und Clwtstentum.

* 23 0 l f, 27. März £>ier wurde eine O rt S- gruvve des BolkSbundes zum Schutze unserer Kr 1 egSgese.ngenen gemündet, die 77 Mitgliever jalut. AuS imi'erer ÖJemrinBe befinden sich zwölf KrtegStetlnehmer in Gefangenschaft, davon einer in gavan etim m Rumänen, tnt übrigen sind in England unb Frankreich.

Kreis Friedder«