Ausgabe 
27.12.1919
 
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tert

verkehrt ab 2 Januar n. I brr Zug 4337. Grün- berg ab 1.20 Uhr nachm Einem fcfrrrr cmjjfun» denen Bedürfnis wird hietburch adgeholfen.

-1- Steinheim bei öun^en, 28. Dez. Unser neugrwS'lteS OrtSok» rhaui l, 5ür ermste B i p v, der erst seit August im Dienst ist. hat sein Amt niederge'egl und roll sich wieder seinem Schneider- Handwerk widmen. Sein Vorgänger. Altbürger- meister Nicklas, bekleidete 29 Zähre das Amt eures Bürgermeisters.

Aussig steht. DaS den Pianisten Alfred, von

* < f ' ck. 26. D:z So voll wie diesmal ?vr erste,' Weihnachtstag abend hatten auch die ältesten Leute hier unsere Kirche noch nicht gesehen Ein Weihnachtsspiel zur Heimkehr der Ge'anaenen. versaßt von P-arrer D Hans o. Lüvke. brachten die weihnachtlich mit Tannen- zweigen geschmückten Son irmanden zu Ge'S- und waren im Singen und Sagen ganz Lei ber Sache Ter Frauenchor mit seinem unermüdlichen Dirigenten Philipp Groß wieder'w'te seine L»re vom Hauotgott sb-e ist. darunter S I l ch e r s Ehre sei Gott in der Hübe" in tresstichnn Var- trag. Aus vielsackcn Wunsch und mu Rücksicht aui die vielen, die umkebren mußten, wird das Soiel

Freude nicht weiter getrüat und leuchtende <Hnter- augen nalimeo ein wunder'ames Erlebnis mit.

Verdient machten sich Hedwig Rupprecht als kindlich wabttestmes Rotkäppchen, Anguste Luise Sammel als Graß-

Stuttgart, 24 De;. (WTV) Die rasche Schneeschmelze imb mehrtägige starke Regengüsse haben in Württemberg alle Wasserläufe so rasch anschwellen lassen, daß fast auS dem ganzen Lande «Hochwasser gemeldet wird. Die Verkehrsstörungen sind bis jeyt lokal beschränkt. Größere schaden sind noch nicht bekannt geworden.

Saarbrücken, 26. De; (WTB.) ®i schweres Hochwasserunglückhrt rodlTenb her Weihnach sftiertage das Saartal heimgesuchi. Sie Saar erreichte seit 1882 wieder den höchsten Wasserstand mit 6,66 Meter. Tie Fluten übe» schwemmten auf weite Strecken btt User, b» Inders in den nicht kanalisierten Gegenden. Ja Sa ar borg war die ganze Unters.adt über- schwemmt, Stellen nxfe war auch L« Saorbate- ftretfe schwer bedroht, doch konnte der Verkehr auf- r<cht erhalten werden. Ta die Landstraßen aber atüfrcnteiU ü'.erschwemou waren, waren bte Crt- Ichaften wm Verkehr abgeschlossen. Auch die Rahe führt starke Hochwasser. Teilweise Donnte der Eilenbabnoerkehr nur eingleisia aufrechtrrdoltrn werden. Inzwischen ist die Gefahr wieder beteiligt, da seit beute das Wasser rekte r fällt.

Äo 1 m a t, 26 Dez 'WTB.> Havas Die ununterbrochenen StrgenNÜIe in den letzten Taoen rmd die schnelle Schur.-schmelze in den Sooden

Veranstaltungen

SamStag: Dtadttheater, 3 Uhr, Willis Frau; 7 Uhr, Eine Ballnacht. Lichtspielhaus, Der Tänzer, 2. Teil" undSchieberchen u. Co ".

Sonntag: Stadtrheater, 7 Uhr. Eine Ball­nacht. Lichtspieltheater nrie Samstag

___ zwei DeihnachtSlegenden Diese, verfaßt von einem verheißunasvollen jungen hessi­schen LyrLr, P a.-ras iient Karl Ryeiusurth au Assolterbach, trug Frau S ujuito Burk von hier schlicht und mit tiefem Einbringen vor, je ente in jedem der beiden Bormittags^ottrsbtenste Auch chre Wiederholung geschieht aus vielseitigen Wunsch. Ein Opfer nach dem Aeihnachtsspiei

(ßicQencr Stabtttycatcr.

Notkäppchen.

Märchen spiel von Robert Brückner.

Ter blinde Passagirr.

Lustspiel von Blumenthal u Kadelburg. - Gießen, 26 Dez.

Den Kindern, die am Nachmittag da« Theater mit dem Summen eine« erregten Bienen schtvarmes erfüllten und vor den leben>ig gewordenen Mär- cheagrualte.t nicht mehr sti.lsitzen konnte, hat die Leitung deS StadtlheaterS eine der schönsten Weite nach'sgaben beitbeert. Denn so ein gutes alt-S deutsches Märchen, m Handlung umgesetzt, sagt dem mit den einzelnen Gestalten woLlvertrauten ilmbergemüt mehr zu als das prächtigste Ausstat­tungsmärchen, dessen Sinn ihm fremd ist.

Es war besonders antuer kennen, daß die Schau- Vieler mit Eifer und Freude ihre Trinen Zu­schauer in das Märchenreich einsührten Es merkt auch kein Publikum so auf, wie Kinder. Sie sind auch keine schechten Kritiker. So riet eines als der lange Woli sich in da» kleine BeNchen der verspetsten Großmutter legen wollte:DaS ^ert ist ja zu Nein." ES batte nicht unrecht Die schon schärfer Beobachtenden sanden be­sonders auszusetzen, daß der gefräßige Dolf, der Mutter und R. tkavvch n oersch'unqen hatte, trotz- dem noch so dünn b'.ieb, wie vorher. Aber durch solch kleine Umvabrscheinl ich ketten wurde die

Reinigung. Da zwei Mitglieder fehlen, wird dir Abstimmung bi rüber auf tie nächste Sitzung zurückgestellt. Der von der S cha fkom m i s s i o n ausgearbeitete Ben vag mit dem neu angenomme­nen Schäfer Otto Eifert wird gencftnigt. Eine Eingabe de4 Eis verein-, die wünscht, daß daS Eis des Jrldgrobeirs nicht versteigert werden srII, wird zurückgestrllt. In den HvlzauSschuß wird Beigoordneter Fuldat bestimmt. Hierbei tommt eS zu einer läng.ren Aussprache über di- geplante Holzrativni.'rung. M<rn war allgemein der Meinung^ daß diese Verordnung von em- schnetttenter Wirkung für die ländliche, besonders die Viertelende Bevölkerung sei. Cane Anzahl Rechnungen werden genehmigt. Hierbei koanstandet Gemrinte rat K ller ti l Löte einzelner Sivpamturen in den städ i chen Gebäuden. Die AuS'pvache dar­über ergab als Reul trL taft br artige Reparaturen zukünftig ohne Desiellichein des Bürgermeisters nicht zur AusÄlnung kommen dürfen.

r. L o n d o r s, 25. Dez. Aus Anregung des Hessischen Bauamtes hat der Gemeind rat beschlos­sen, möglichst schon im fommenben Jahre ein Dop­pelhaus für 2 Gendarmeriewohnungen zu bauen. Ms Bauplatz kommt voraussichtlich Ge­lände in der Nähe des Bahnhof:« in Befracht. Laut Mitteilung der Eisenbahirdireklion Frankfurt

3y, GrÜn-

ZCircbc «nd Schule.

stv. Darmstadt, 23. De-. Seinen 70. Geburtstag begeht heute Geh. Schulrat Dr. Th. S ch w e i S g u t Aus einem oberhessi- scheu Psorrhause stammend, widmete et sich nach dem Besuch deS Büdinger Gymna- siums dem Studium der Philosophie und Mathematik und wirkte barm nach kurzer In*. tigteit in Berlin als Nachfolger von Rektor Dr. Eiseichordt 20 Jahre lang an der hiesigen ftäbtifd>en Kmrbenmittelschule, um dann spä­ter die Leitung der neuer bauten Mittelschule 2 zu übernehmen.

Politische BerfammTungen ndlTTen 46 stunden vor dem anzesetzten Termin a n» gezeigt werden. Die Anzeige bat den Gegen­stand der Beriommlung und die Liste der Ver­anstalter »u enthalten.

In feinem lebenswichtigen be­triebe darf geftreift werde n, ehe nicht al e Einigungsm. g ichkeiten und Sch ichungSver­fahren eridjäpit srnd und die Entichcrdung der hcchen Kommission angeruscn ist. Das gilt vor allem in folgenden Betrieben: Eisenbahn und ihren Reparaturwerkstätten, Telegraph- ünd Tele­phon- sowie Post Verwaltung, fiWcrtbergroerBen, Scknsfahrt, Gas-, Äektnzitats- und Wasserwerken D« hohe Kommission kann diese Verordnung durch einen gehörig verkündeten Beicht auf ledeS andere Unternehmen anwenden.

DerDlainzer Anzeiger" bringt noch folgende Mitteilung über Nachrichtenzensur. Aus schriilliches Grfudjen der hohen Kommission oder jedes ix)n der hohen Kommission besonders er- mächtiaten Cffbii-rd und Beamten habm die deut­schen Behörden in allen Fällen, in Denen es das Alleresse der Aufrecksterhaltung dec öffentlichen Ordnung oder die Sicherh.ll der Besetzungstruppen criorbert, den zu diesem Zweck ernannten Beamten die Briefe und Postsendungen jeder Art auszuhändigen, deren Vorlage sie ver­langen. Mll diesen Bnessendungen wird nach An­weisung der hohen Kommission verfahren. Eine Shnlicte Urfrrrood)ung kann über alle feie- graphischen und tele p h o nischen Mit­teilungen sowie über alle Mitteilungen gleicher Art ausgeübt werden.

Lawinenstürze.

* DavoS, 24. Dez. (WTB.) Infolge des starken Schneefalls gingen vom Schubora mehrere Lawinen nieder, die ein Gehöft be. gruben und zwei Menschenleben al- Opfer rorberten. Die Schneemassen einer anderen Lawine drangen in das Sanatorium Davos- Dors und in die Pension Germania ein, ohne die Gebäude selbst zu beschädigen und füllten die inneren Raume, wobei zwei Personen den Tod sanden und mehrere schwer oder leicht verletzt wurden. Durch weitere Lawinen würbe erheblicher Schaden angerichtet und die Draht­verbindungen unterbrochen.

Die Titulatur Jesu EhriKi. A der Zeit, als die schwülstigen Titulaturen für bte Fürsten auskamen und immer grosartiiv wurden, meinte man, daß die Erhabenheit Christa vom gemeinen Monnc nicht voll empfanden würde,

Aus Statt und Land.

Gießen, den 27. Dezember 1919.

Erhöhung des Lagergeldes.

Die bisherigen niedrigen Lagergcldgebühven hon 20 Pf für angefangene 24 Stunden unb 100 Kilogramm haben dazu geführt, daß auf zahlreichen Bahnhöfen öüleranbäufungcn Dorgetommen find, die in Form von Schuppen Überfüllungen die ord­nungsmäßige Abwicklung des Verkehrs gefährdeten. Dem Bestreben der Eisenbahn, jede Verkehrsstörung zu vermeiden, erwachsen leite« dadurch Hemmnisse, daß eine Reihe von Empsäna?rn »war den Fracht­brief rechtzeitig einlöst aber oas Gut verspätet ab­holt. Selbst Spediteure verfahren so unb benutzen aut diese Weise die Eisenbahngüterschuppen als Lagerhalle. Zur Beseitigung der hieraus entstehen­den Schnnerigkeilen unb Unzuttäglichk.iten sicht sich die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. gezwungen, bas Lagergeld zu erböten, als einziges Mittel, alle Interessenten zur friswemäßen Äöhoümg der Güter anzuhalten, Gebrauch zu machen.

Für die Eilaut- unb ®ütciabfrrtigirngen der iBahntefe Frankfurt a M. Hbf., Ost, Osthafen, Süd, West, Westhofen, Frankfurt-Bvnames. Frank­furt-Riederrad, Frankfurt-Röte ll.eim, Offenbach <Mam), Hanau lOst, Nord, West), Fulda Gie­ßen, Limburg (Lahn) und Wetzlar wirb batet ab 1). Januar 1920 der Betrag des Lagergeldes für Lagerung m bedeckten Räumen auf 1 Mk für an» gefangene 24 Stunden unb 100 Kilogramm fest­gesetzt ; auf allen anberen Eilgut- unb Güterabferti­gungen des DirektiousbeurÄ kommen von diesem

ist wiederum wie das erstemal bestimmt zur Ver­mehrung un eres Kleinkinberschulkapi- l a l s. Für dieses, das eben etwa 3000 Ml. beträgt, gingen bei der Erstausführung 42 Mk. ein. Autzer bem Weihuachtsspie! findet am Sonntag, auch mit Rücksicht aus die Kohlenoo träte, Bein Gottes- v lenst statt.

Ärd5 Büdingen.

na. Nidda, 2k Tez. Das 2. Semester der Volkshochschule bcgntnl am 6. Januar uiu> enbet am 2 g MLrz 1920 In ven Leh.plan rouibe Tk-u ausgenommen 3tca s üi Terkuichr. Ferner ist noch ein Kursus für LandwirteBiehc.ucht unb B ämpfung ier ®iel^ranfl>.t en" rorge.chen, vor­ausgesetzt, daß sich eine genügende Bereckigung, Miilb.'stzahl 15, ergibt. Aus dem 1. Semester werken tLemcura en bjro srrtg.'setzt: Bürgerliches Z^xhnen, aus tem Reich des schönen, S.enogta- S'i, Säaglrnas- und Kl-inkinderpflege, Literatur, bstbau uiti) Buchführung. Tas Gemeinde- kinv R«va brachte wälirend der WeihnachtSfeier- tage tee alte Sage vom Rclllen ärtger iwn tameln, in lebendigen BÜdem und anmutigen Venen neu» erzählt von Paul Wegener, zur Vorführung.

Kreis Lau erbach.

la. Lauterbach, 24. Dez. In einet Ver­sammlung der Bürgermeister des Kreises schlossen sich diese zu einem Kreisverein der Bür» aermeister zusammen. In dieser Ber'amm- lung machte Mühlenrevisot Kreis aus Gelnhausen zur Unterüü^una Deutsch-Oesterreichs den Vor­schlag, alle Selbstversorger in Brotgetreide sollten sich pro Person aus 3 Monate jeden Monat ein Kilogramm abziehen lassen und gegen Bezahlung des Höchstpreises für Deutsch-Oesterreich abgeben. Es kommen hierdurch ungeheure Mengen auf leichte Weise zusammen, und wenn wir in 1917 mit 6'/, Kilo einige Monate ausgenommen seien, so kämen wir sicher mit 11 Kilo diesen Winter auch durch. Auch hier stimmten chm die Anwesen­den zu und verspracten, in ihren Gemeinden in diesem Sinne zu wirken.

Kreis Friedberg.

nt. Friedberg, 2?.Dez. Der Tarif­vertrag zwischen dem Landwirtschastl. Arbeit- geberverbanb und den landwirtschastl. Arbeitneh­mern ist abgeschsof en worden.

=- Groß-Karben, 26. Dez. Bei dem im Frankfurter Hauptgüterbahichof besä-äftig en Rmigierer Merten wurde von der Fvcmt'suiller Eiseillahn-Krimrnallo.'lzei em gen» liges La /er gestohlener Gegenstände aufgedeckt und bcfd)lcanfltent. Auch tet Mcttens Schwä­gerin, der Wiltve C l a r i u s, fand man sotg am versteckt ein umfangreiches Lager von Dsebsguk, das der ungetreue Beamte »ufammengerauLt hatte.

Kreis Wetzlar.

w. W e d l a r, 24. Tez In der letzten Stadt­verordnetenversammlung wurde für die Etwriterung der Pumpslaivm Talheim ö0000Mk. bewilliK, ebenso 60000 für bte Beschaffung von Strom», Gas» unb Wasiermessem. Zur Behebung der Kl.ingeldnvt wll die Genehnvigung zur Dlschaffung von 50000 Mk. Notgeld unb »nxxx 20 000 Mk. ie 50 Pf., 20000 Vit je 100 Pf. unb 10000 Mk. je 10 Pf. nachgesucht werben. Zusttmmung fand auch der Anlrua der U. S. P. auf Anstellung einer Krankenschwester in Nieder­girmes.

Hessen-Nassau.

--Frankfurt a M., 26. Dez. Am Hellen Tage stahlen Diebe am Mittwoch ans einem Lagerraum des Hauptgüterbahnhois 30 Flaschen Quecksilber im Werte von 250 000 Mk Alle Nachkorschungen nach ben Tätern unb dem Verbleib deS Metalls blieben bisher erkiebnislas

-- Frankfurt a M., 26. Dez Am ersten Werhnachtsfeiettage ab.mdS 6 Uhr überraschte brr Hausmeister Mehlmann im Ke.ler des Hause- Kaiserstraße 18 zwei Einbrecher, die sofort auS Revolvern auf ihn ein Schnellfeuer erdiineten und chl durch sdchen Schü se schwer, «edoch nicht lebens- geiährlich verletzten. Die Täter floh.-n unb konnten lwtz umfangreicher Serfolgimg nicht ergriffen werden.

X Hanau, 25. Dez. Land rat Schmid in Hanau, der in den letzten Monaten als polllischer Zentralreierent im preußischen Ministerium des Innern tätig war, wirb bte auf ihn gefallene Wahl als zweiter Bürgermeister der Stadt Düssel­dorf annehmen.

X Schl üchtern, 25 Dez Auf dem hie- ligen Bahntest eteigierte sich gestern abend ein sckrwerer Unglücksfall. Der Weichensteller Rein­hardt aus Hmiau wollte, mit gehamsterten Waren und einem Christbaum beladen, auf einen in Bewegung besindlich.ii Güterzug springen, wo- bei er ausglitt, unter die Räder geriet und tot- gefah ren wurde.

Vermiichte».

Sin Mord in Verlin.

Berlin, 24 D z (Skiff.) Die8. A.* meldet: Heute nacht rpurde der bei den Je­mens - Sch uckertwerken migestellte Wächter Karl Sylvester auf dem Heimweg vom Dienste ermordet. Mordens gegen 5 Uhr tourbe er tot im Hausflur feines Wohnhauses aufacfunbeit Die Leiche mies drei fchivere Messerstiche auf Der Ermordete trat gestern abend planmäßig feinen Dienst an, den er aber um »412 Uhr megen Krankheit Mieder verließ. MS morgens um 5 Uhr Mitbewohner das Haus verlufsei mottten, fanden sie Sylvester im Hausflur in einer Blutlache Neben Sylvester lag ein Messer und der Mantel deS Getöteten. ES scheint, daß »mischen dem Mörder unb seinem Opfer ein schwerer Kampf stattgefunden hat. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Hochwaffer.

la. Limburg, 24. Dez Infolge des hmnefr währenden Regen Wetters ist die La hn m, ©tngm begriffen unb an den nübrigeren Stellen schon aus den, Ufern getreten. Der untere Schlrusen- pegcl zeigte gestern nachmittag bereits einen SBafkrfianb von rund drei Me ern an.

Hoehn anlingt, der in bem fibnjett als Solist und als BÄriter zugleich im Vorder­gründe des 3nietene3 ste^t, w genießt er ichvn Kit mehreren Jahren ben Ru» eii.eS tervottagen- ben Künstlers Allenthalben wird in den miß» getenlen Musiltentren Berlin, Leipzig, Mlu - eben, Wien, Budapest u. cz. O. in der Kritik nicht nur die technische und klangliche Bo lendwag semes Spieles, sondern bis zur höchsten LkrttMiiiai entwickelten Technik, sondern auch die geütigt und fcfltcte BelKrrichung, die warme (rntpiuibung sei.es Spiries hervorgel.o-en. ToS Hambur­ger Fcerndenblatt sagt sogar,mau kann ruhig im Superlativ sprechen, nxim man von H.'s Spiel spricht". Nicht nur als Beethoven­rn terpret hat sich H. einen geachteKn Namen ge­macht er spielte im Winter 1908 in Berlin unb Frankturt einen ganzen Zyklus der Beet- tei'enschen Zklaviersonate mit großem Erfolge auch Brahms und die neueren Kompv.iisten, Ce­sar Frank, Map Reger u. a tpt sich H. für seine Programme erwählt. Wie wir hören, wird er hier oadyS chromclische Fantvlie-Fuze, forox Beethovens letzte Llavierlonatze, C-moll op. IIi spirlen, jenes markante Werk, das sozu a vn den Schluß/lein der herriichen Skctixroenfdicn Kaprer- kompositioncn bildet imb nicht nur an die Technik, sondern auch die gcil'tige Reise Ansorberungen allererster Art stellt. Wir behalten uns vor, aui bas obige Programm noch kurz einzu^ehen imb bemerke nur noch, daß Karte.» zu dem Homert bei Ernst Chai lier ab £7. Dez. zu haben sind, bzw. für die Abonnements reser­viert bleiben.

* W o die Bteirnholzbezugscheine die für die Zell vom 7. bis 17. November d. Js. ausgestellt wurden, beliefert werden, ist aus dem Anzeigeillvil ersichtlich

** Verkehr mit Feuermer ks- körpern. Vom Polizeiamt mird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß der Barkauf von Feuerwerkslörpern an Personen unter 16 Jahren verboten ist. Werter dürfen an be­wohnten und von Menschen besuchten Orten keine Feuermerkslörper abgebrannt werben. Zuwiderhandlungen werden unnachsichtlich zur Anzeige gebracht unb bestraft.

* Krankenversiche r unai Die All­gemeine . Ortskrankenkasse des Äindkreises Gießen und die Landkrankenkasse des Land­kreises Gießen habeit mit Wirkung vom 29. Dezember ds. Js. ihre Beiträge erhöht. Nühe- res sagt der Aii^cigenterl.

** Deutsche demokratische Partei Nächsten Samstag, den 27. Dezember, abenbs 8 Uhr, spricht Psarrer Klein aus Franksurt a. M. überDeutschlands Not". Tie Versamm­lung ist ösfentlich, der Zutritt ist für jeder­mann frei.

Landkreis Gießen.

O Grünberg, 26. Dez. Am ersten Feier- tag nachmittag fand in der Kirche hier die all­jährlich übliche Weihnachtsfeier unserer Kleinkinderschule statt. Unter zwei großen, tm Keczenglanze strahlenden LAeihnachtsbäumen waren die Kleinen versammelt, die unter Leitung ihrer Schwester Lieder fangen, Gebete hersagten und die Weihnachtsgeschichte erzählten. Jedes Kind erhielt em Körbchen mit Aevfeln unb Gebäck. Die für jedes befummle Schürze war leider noch nicht eingetvofien und Bann batet erst spater zur Ver­teilung kommen. Bei bem liturgischen Gottes­dienst am Heiligabend wirkte der Gesangverein Sängerkranz mit, während bei dem Gottesdienste am ersten Feiertage der Männergesangverein einige Chöre vortrug.

0 Grünberg, 26. Tez. In der Ge­meinderatssitzung wird einem Ansuchen der Regierung um Erbauung von Gendarmen- Wohnungen, -uuächst einem Toppelwoynhaus, rugestimmt. Weuere BerhmLiungen in bicscr Frag'.-, auch über die Löte des Zuschusses, ben bii Sladt leisten soll, sollen gepflogen werben. In der letzten Sitzung hatte bet Stabtvorstund die Vergülung an ixn Turnverein für das Tur­nen ter Schulen in der Turntelle von 300 auf 400 Mark erhöht. Ter Turnverein gibt sich hier^ mit nickt zujneben unb bittet erneut um Erhöhung auf 500 Mark ober Uebemahme eines Teiles der

--------, ie:idymdhf in ben Soga« haben den Oberrhein wrilhin zur Uebersckm'em- nrung gebracht. Zwischen Matthau en und Schlett- stadt ist die Ebene zwischen tem Rhein und ter Eisenbahnlinie nahezu rin einziger See In vielen Tdrkm itnb die Häuer vom Was'er überilutd. Läafia mußxn tie Bewohner vor der Flut stück­ten. In St. Cwii riß die starke Strömung m<te

Lauser ein. Es werden mehrere Unglücksfälle gemeldet.

Ritbard Hellborn als odjneibcr und 3xn$ Volck als Müller das größte Enrzäckcn. Georg Noebert gab Pen Fönrer Die angeitrenateftfl Aufgabe hatte Heinrich Beckstein als Wols. Er führte sie aufopfernd durch und roac bejoubeti possierlich, roam er tanzL.

Ter blinde Passagier bot am'pruchtz« lose, aber sehr lustige Unterkattuna. Eine Norv- (anMrtife. die uns leider so ball» nicht mehr vergönnt sein wird, gijl Gelegenteit, den Zufall und vor allem den bhnten Pa.sagier, den nnnta Gott Amor, zwischen den bunt ;u'ammenaeroürfd- ten Reisenden fein 5Sef%m treiben zu Ur kn. In präch­tiger Au-wahl sind die Reijetypen oeit-etrn, von dem auidringlichen Schwätzer bis zu tem ja!scheu Hochzeitspaar, und zwischen Seekrankheit, Glrtsche» sahn unb Tanz maltet bet blinde Pa iagier seines Amtes und bringt bie Pärchen zu,am men.

Aus ter Perionensü.le erwähnen wir ba» iaHcte Ebeoaar Franz Staun und Liefe! ® inner, lln» geschiedene und roiedervereintr Oskar Weigel und Rose Rabner, das heimliche Hans Heinz He res unb Friedel Därr, sowie das zukünftige Richard H e \ l b o r n unb Hedroia Rupprecht; ferner Rudolj Voll. Karl Bold und Adolf Leleky.

D»e Spielleitung hatte am Abend Hofrat Steinyoetter, am Nachmittag C#^xr Fe»- geL Beidemal wurde sehr flott gespielt. n.

yochsch«lnachriehten.

rm. Darmstadt, 24. Dez. Mektor imt Senat der Technischen Hochschule haben dem Mitinhaber der Schriftgießerei Gebt. Kling- spohr, Karl Klingspohr, in Würdlgung seiner hervorragenden Verdienst« um die Env Wicklung der modernen Lilographie die Würde eines Dr. ing. ehrenhalber dcdiesen.

** Die Weihnachtstaae mußten in diesem Jahre in ihrem eigentlichen Charakter «als Familienfest gefeiert werden. Die Schenk- freudigkeit war allerdings durch die hohen Preise sehr bceinträchtiat und auch der Weih­nachtsbaum erstrahlte bei der Knappheit der Kerzen und ihren hohen Preisen nicht in dem gewohnten Lichterglanze. Man bat sich jedoch an mancherlei gewöhnt im Laufe der Kriegs­jahre und begnügte sich mit der Andeutung früherer Herrlichkeiten. In vielen Familien gedachte man mit besonderer Wehmut der noch in Gefangenschaft schmachtenden Anver­wandten und der armen österreichischen Kin­der, deren furchtbares Elend man gerade an den Festtagen der Kinder schmerzlich Mitemp­finden muß. Leider fehlte dieses Jahr das rechte Weihnachtsschneewctter. Der Himmel gefiel sich darin, uns die mannigfaltigsten Proben von Winterwetter zu geben, mit Aus- nahine eines Schneefalls, der erst in der- gangener Nacht verspätet einsetzte. Dafür war ober die Witterung milde und auch dies muß man in den Zeiten der Kohlennot als ein Gefchenk deS HiinmelS betrachten.

Geh. RegierungSrat Dr. Me- lior t. Am 16. Dezember verstarb in Darmstadt bet Geteime Regüwungsrat Dr Karl Melior Der Berstvrtene trat nach der juriftifdxm Staats- Prüfung in den hessischen Verwaltungsbienst, imb war zunächst al« KreiSassessor in WormS. Als- seid und Büdingen, bann als KrriSamt» mann in Darm stabt tätig. 1892 rourte er Re gietungSrat und Rat bei der Provinzial- Direktion Oberbtff« n, 189i> Kreisrat des KreiscS Al «seid. An der Spitze te-s Kreises AlSselb bat er in umrmüblicher, erfolgreicher Tätigkeit zehn volle Jahve gewirkt 1906 rourte et Geteimer Regi rung-rat unb Borsitenter der BrandveriichrungS ämmer in Darmsabt Lange Zeit hindurch hat er bet LandeSi'vnobe als well- Iiche- Milalieb angehört Am 1. Juni 1919 trat er in ten Ruhestanb Seine Mußeillinten Hal bei Verstorbene mit besonderer Hingebung der Malerei gewidmet.

** Ein Jubiläum der oberhes- fcken Bahnen Bot 60 Jahren, am 29. Tez- 1869, wurde die erste Teilstrecke der oberhessischen Böatmen eröffnet. Wir wertem auf dies.m. für unferr Stadl beteutunaSvollcn Tag in der Momagnum- mer untere« Blattes nochmals zurückkommcn.

** Konzertverein. Wie man sich allent- teilen anschickt, für bie notleidenden de utschen Linder in Wien nach Kräften ein Sckerslein brizusteuem in Frmikfurl fin­den teifp.e;«nei e md.trrc Zkvnzertv und einige Ateicke in ten Theatern stall so bat man auch in Gieten bdcblolien, zu gleichem Zwecke Veran­staltungen zu treffen; unter bi fen ge. abrt bem am SO Dezem der in der Aula stattfin­denden, X)o m Konzertverein heran-

° LL am Sonntag noch Weihnachten, abends 1 ,6 Hbr, M a r ck « al« MutterUfe R a' m mVl akS^Gra^

der« Beachtung, mell hier großer Kunstgcnutz tn I roiebertelt mit allen Chören und der Rnitatton I mutier. 8cm tem bm männlichen Rollen erroaöai |