Ausgabe 
27.12.1919
 
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3wMtngrnmd»niü «.Verlag: vrllhl'jche Unlo.-Vuch- u. Sleinbrudcrei R.fange. Sdjrlftleitnng, 6e|d)äfts|telle «.vnickerel- SiW-*

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Lin Interview v. Ctrsncts

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vom obersten Rat.

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migte die zwei ersten Projekte über die Ge­biete in De u t sch-O st a s r i k a, die zum Teil an Großbritannien, zum Teil an Belgien abgetreten werden und die nach dem Typ des Mandats B (Regime des Völkerbundes) ver^ waltet werden. Die anderen Projekte, die sich auf die Gebiete im Stillen Ozean und die übrigen afrikanischen Gebiete beziehen, die nach dem Typ des Mandats C (Verwaltung analog derjenigen des Mandatarstaates) ver­waltet werden müssen, erhielten nur die Zu­stimmung von drei Delegierten. Die japanische Delegation behielt sich ihre Zustimmung vor. Kolonialminister Henry Simon, der Frank­reich in der Kommission für die Mandate ver­tritt, wohnte der Sitzung bei.

Las deutsche Hasenmaterial.

Syndikate der Eisenbahner und trüberer Der- däube erklärten sich mit ben gefaßten Ent- chküssen solidarisch.

befindliche kleinen Kreuzer nach Maßgabe rhrn Fertigstellung zu liefern. Dieses Verlangen tft in der deutschen Note vom 14.12.1919 Nicht ent» hatten. S>ie Artikel des Protokolls müssen an­genommen werden, so wie sie stno. Jede Aende- rm'.g würde mit den Bestimmungen des Fr re­dens Vertrages in Widerspruch stehen.

SRontag abtnb oerlem.

<8fflrn gute 8-

(Cr6pe de Chine! vn mite Belohn ab.

G8K1 EbclktraiieLi MwarnebieriliUJt mann, meinem LM

Heinrich aus meine», diamen e KÄÄi ®Ä»

Hand- »sBn- tefudit. t und rlesr Anaeb. aGieh.

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schnitt, intnm. J4307 Zeiger.

Annahme von Anzeigen f. die iaqeenuiumet bid »nn Nachmittag vorder. Preis Ifir l mm höhe für Anzeigen v.34mm Breite orlli n 15 ßf, auSiväitö 18 Pt., für Reklamen von 70 mm Breite 48Pf. nebst 20*/, leuenuiflfl» zuieblag. Bei Play» Dorf(briif20*/,.91iif|d)lafl. Hauvtschri tleuer: Aug. Goeg. Peraittwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr- Ren,hold jeim jur ben AnzeigenteU: H. Beel; sämtlich in Gießen.

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Nr. 302

Ter Siebener Anzeigei erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezugrpreir:

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postschetNoato: §ran!furt a. M. U686

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mit in­en, der ku im. elfl. to md. ijen joie in».

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Frage: Bei Ihrer gestrigen Unterredung mt Du ta sla äußerten Sie doch die Absicht, nach Berlin zu fahren, um Ihrer Regierung münd­lichen Bericht zu erstatten?

Antwort: Jawohl! In Anbetracht der hoch- wichchgen Frage, um die es sich handelt, wies ich durchaus loyal bei meiner Unterredung mit Dutasta hin, daß, zumal bei der Störung der telegraphischen Verbindungen, möglicherweise sich eine persönliche Berichterstattung nohvenbig erweisen würde. Ich sagte dies vor allem des- l)alb, um von vornherein möglichen Mißdeutungen

Aus dem Reiche.

Die Erhöhung der Brot- und Kartofftlpreise.

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Berlin, 25. Dez. (WB.) Bon zuständig« Stelle wird uns mitgeteilt: Die srcutzöstsche Presse versucht die Entscheidmtg der Alliierteti in der Note über die Scapa-Flow-Frage unb die dabet ent­standene Verzögerung der Ratifikation des Friedens daraus zurückzusühren, daß deutschersetts der illoyale Versuch gemacht worden ist, den wahren Bestand des Hasenmaterials durch Schünverkäuse an das Ausland zu verschleiern. Demgegenüber wird fcstgestellt: .

1. Die deutsche technische Kvmmtstron hat eine gedruckte Nachweisung des vorhanoenen Hafenmaterials überreicht. .

2. Bei den münblitten Beratungen wurve tut die Irrtümer und Auslassungen der tautsckzen Nach- hvcisung ein Spielraum von 5 Proz. vereinbart.

3 Verkäufe von Docks an das Ausland sind seit dem Mvember 1919 nicht mehr erfolgt.

4. Ein Dock von 80 000 Tonnen in Hamburg und in Danzig zwei Docks von zusammen 100 000 Tonnen existieren nicht. Angesichts dieser Tatsachen kann nicht davon die Rede sein, daß die deutsch: Regierung tetr, das Lasenmaterial falsche Angaben gemacht hat und damit die Inkraftsetzung des Frie­dens hin ausgeschoben hätte.

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Frage: Was glauben Sie, wird nun weiter ^^ÄMwort: Die Entente macht nach den münd- lickren Erklärungen des Generalsekretärs Dutasta eine Herabsetzung ihrer Ersatzforderungen da­von abhängig, daß sich ihre Organe an Ort und Stelle davon überzeugen, daß die bisherigen Schätzungen der Entente über das deutsche Lasen­material tatfädt'üf) durch Irrtümer beeinträchtigt waren. Die Behauptungen der französischen Presse, daß wir illoyal falsck-e Angaben über unser Hafen- material gemacht hätten, ist völlig aus der Lust ! gegriffen. Die Untersuchung wird dies beweisen. Ich habe keinen Zweifel, daß meine Regierung frreit sein wird, sofort die von der Entente er» tetenen Erleicksterungen für diese Feststellungen zu gewähren. Ich habe auch gestern Herrn Dutasta versprochen, daß ich.dies meiner Regierung vor- sckilagen würde, und wir waren beide der Auf- sassung, daß es bei gegerrseitrgem guten Willen innerhalb kurzer Frist gelingen wird, biete Fest­stellungen zu treffen und zu einer endgültigen Einigung über das von Deutschland zu htfernte Hafenmaterial zu gelangen. Ich hoffe, daß uniert Erwartungen bild erfüllt werden und ter Friede endlich in Kraft gesetzt wird.

Grütze der Vaterlandes an unsere Gefangenen.

Berlin, 24. Dezember. (WTB.) An dem Tage, an dem die Heimat ihre in Kriegsge­fangenschaft zu rückgehalten en Söhne am schmerz­lichsten erntetet, sendet die R e i chsregter u n g im Namen des ganzen deutschen Bolles ben Kriegs­gefangenen die Grüße des Vaterlandes. Das Weihnachtsfcst eint jede deutsch- Familie. Jin vertrautesten Kreise war es deshalb ein Tta des Gedenkens an alle bi fcniff.it, welck-e schmerzlich ver­mißt werden und deren Ankunft ungeduldig und sehnsüchtig erwartet wird.

Dieses Jahr war mehr iwch als alle anderen vorangegangenen für die befangenen wie für das ihre Rückkehr ersehnende Vaterland reich an immer wieder enttäuschten Hoffnungen. Viel­fache, dauernd wiederlwlte Bemülstmgcn der Reichs­regierung, die Rückkehr der Gefangenen vor Rati­fikation des Friedensvertrages durchzusetzen, haben leider nur Teilerfolge gezeitigt. Indessen ist der Beginn der endgültigen Vollzichnng des Friedens- Vertrages so nahe gerückt, daß für die jetzt noch Zurückgehaltenen der Tag der Befreiung bald an- brechen wird.

Die Reichsregierung ventchert auch m dieser Stunde, daß sie ihre restloßm Bemühungen, alle in Europa und Ueterfoe noch fcstgehallenen deut­schen Kriegs- und Zivilgefangenen mit möglichst^ Beschleunigung in die Heimat zurückzuführrn, nicht eher abbrechen wird, als bis ter letzte Mann wieder in ter Heimat ist. Sie teste alle Ge­fangenen, hierauf zu verträumt, und nach allen tapfer üterstantenen langen Leiden und Entbeh­rungen auch noch die kurze Zeitspanne, die sie jetzt noch vom Tage der Heimkehr trennt, in GÄnlld zu et tragen.

Die Reichsregterung:

Bauer, Schiffer, Dr. Bell, Dr. David, Erzterger, Dr. Geßler, Giesterts, Koch, Dr. Mayer, Nvske, Schlicke, Schmidt.

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Irnfjgemtint! I Ä 6?.e örtunii äs swrä 5? $th 1 as

Paris, 24. Dez. (WTB.) Havas. Der Oberste Rat trat heute morgen unter dem Vor­sitz von Jules C a m b o n zusammen. Dutasta erstattete Bericht über die Unterredung, die er gestern anläßlich der Ueberreichung der Antwort der Alliierten auf die deutsche Note vom 14. Dezember mit dem Chef der deutschen Delegation Freiherrn von Lersner hatte.

Der Rat prüfte hierauf die Ueber- ! einkunftsprojekte, wie sie in Ausführung deä Friedensvertrages bezüglich der zu vergeben» Iben Mandate über die früheren deutschen Ko-

Rückgabe deutscher Dampfer?

Washington, 26. Dez. (WTB.) Wil­son verfügte, daß die 7 deutschen Dampfer, die nach dem Waffenstillstand an bie Ver­einigten Staaten geliefert worden waren, an England zurückgegeben werden.

Clemenceau PräfidentschaftSkaudidat.

P a r i s, 26. Dez. (WTB.) Havas. Eine Anzahl Deputierte beabsichtigt, binnen kur­zem bei Clemenceau Schritte zu unternehmen und ihn zu bitten, die Kandidatur der Präsi­dentschaft der Republik anzunehmen.

Ein Mißtrauensvotum in Straßburg.

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arten genaue Anweirdnng finden werden.

Hinsichllich des Teiles des Protokolls, der sich aus die Entichädigung ter bte Versenkung ter deutschen ^rie^sschiife rn Sca pa Flvw be-1 aieht sind die amterten und assozn-rten Machte nach Prüteng der Angel^entest ter Anftcht, daß sie auf ter U n t e r ze rch n u n g des Proto­kolls, so wie es ist, bestehen muisen. I Tas Verfahren zum Zwecke ter Wahrung ter wirtschaftlichen L e be n s i n t e r e sse n ^utfchlands ist in ter Note der alluerten und a'so- Mrt^ Mächte vom 8. Dezember 1919 dargelegt Worten, worin deutlich gesagt daß die alluer-I ten und assoziierten Machte ter eit stnd, tbreauf Herausgabe von 400 COJ Tonnen SchnnnrmdmE, &immfmtten, Schleppern mW Ba^n lautende Forderung zu ermatzrgen, ßills strchhal^ge Grünte eine solche Ermäßrgung rechtfenrgen.

Andererseits haben die alliierten und asso- ziierten Möchte Kenntnis davon erhalten, test kürzlich große Schwimmdocks, Sctemmmkrane und Bagger verkauft worden smd. Sie meifcn barauf hin, daß tei Berücksichtigung der wirt- schaftlichen Lage, wie sre von ter Ätschen Dele gatinn bargeftellt wirb, tetrt Setfaui

ton ben alliierten unba^ne^marttmnner- rannt werten wird, ter vor genommen motten in! te ter Zeit zwischen dem 3. November 1919, tem Tage ter ersten Mitteilung des Wortlauts des Protokolls an bie deutsche .Regierung, und dem Tage, an tem Deutschand bte Cmstchadtgung süf ben Zwischenfall von Scapa Flow geletstet haben wird.

Die deutschen Delegierten haben mündltch den Antrag gestellt, von ter Auslieferung ter m dem Protowll erwähnten fünf kl ei neu 9t t u-er abzusehen; sie haben vorbeichlagen, dafür ftmt iw iitr äeit flurten teuticten Werften tm Dau

Oos besetzte Gebiet nach zrledensschlutz.

TerVorwärts" ist in ter Lage, aus den Be­stimmungen, die ter Verband auf Grund tes dem Frietensvertrage angegllederten Rh.uilandabwm- mens für die Zeit nach dem Inkrafttreten des Friedens feslff.-sLÜt hat, einige imeterzugeben. Es h:ißt da u. a.: , _ ,

Me deutschen Behörden und Personen tm besetzten Gebiete müssen den Befehlen ter frem­den Militärbehörden in Ausübung ihrer Befugnisse und Dollmach'en gehorchen. D e u t s che B e a m t e, die dem Befehl zuwider handeln, werten nicht nur bestraft, sondern können von ter hohen Kommission ihres Amtes entsetzt werten.

Alle Verordnungen der hohen inter­alliierten Kommission haten sofort nach ihver Verfügung Gesetzeskraft ohne daß dw deutschen Parlamente und d« deutschen Be horten. Widerspruch erheben dürtzn. Dagegen behalt sich die hjte Kvmmisiion die Enftch tinmg darüber vor, welche Gesetze des T-Utichen R-ich-« una ter Länder im be.etzten Gebiete Deuftchiand^ angewandt iverten dürfen. Wer sich gegen Der-, Ordnungen ter fremden Besatzungen vergeht. kann: ter Militärgerichtsbarkeit ter fremden; Besatzungstruppen überliefert wertem, ^ deut­schen Behörden haben nötigenfalls alle behordlrchen und sonst zu diesem Zweck geforderten Urkunden

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Herr Präsident! Die alliierten und assoziierten Mackste haben von Ihrem Schreiben vom 14. d. M. Kenntnis genommen. Sie habm mit Genugtuung festgestellt, daß die deutsche Regierung ihre An­sicht teilt, wonach alle Besftmmungen tes Ber- tpages vom Zeitpunkt seines Inkrafttretens an gemäß seinen Schlußbestimmunaen Anwendung finden, ^eichviel ob die Ratifikation der Regierung der Bereinigten Staaten| vorliegt oder nicht. Sie nehmen Akt davon, daß die deutsche Regierung den Grundsatz anerkennt, wonach sie sich ebensowenig wie einer ter übrigen hohen vertragschließenden Teile auf tee Nicht- bcteilignng ter Bereinigten Staaten an bet ersten Hinterlegung der Ratifikationsurkunden berufen kann, um irgend eine Bestimmung tes Vertrages in Frage zu stellen. In ter Tat würden alle - Einsprüche ober Vorbehalte in dieser Hmsicht mit den im Vertrag selbst deutlich zum Ausdruck gebrachten Absichten in Widerspruch stehen.

Was li? Sicherungsmittel betrifft, von teven Anwendung die alliierten und assoziierten Möchte hoffen absel)en zu können, so möchten teeie Möchte seststellen, daß die deutsckst Regierung hu^ reichend davon unterrichtet ist, day, wenn nach ter endgültigen Wie-terherstellung, des Frictens- rustandes die Anwendung von Srck)erung^m.ittcl, wie sie ter Krieg mit sich, bringt, ihr Ente ge­sunden hat, andererseits bte tm Vertwg vorge­sehenen besonderen Matznabrnen, sowie \ f« tont N.stserbnd anerkannteun Derldjicbeneu Verfahrens-

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Die Antwortnote der Entente.,

Die Anttvortrwte der Entente auf bie letzte deutsche Note vom 14. Dezember, deren Uebermitttung in den Weihnachtstagen durch Drahtstörungen verzögert tourbe, ist nunmehr eingetroffen. Diese Weihnachtsnote erstrebt, ttrie auch berVorwärts" seststellt, eine ge­wisse ßig ung des Tons und ber Sprache. Man darf aber über ben Ton ber Note ihren sachlichen Inhalt nicht verkennen. Die Entente verpflichtet sich zu n i ch t s. Maß unb Umfang ihres Entgegenlommens behält sie sich vor, währeitd fte sich ben juristi­schen Anspruch unerbittlich wahrt. Deutschlanb muß sich bagegen in vollem Um­fang verpflichten unb ihm wirb nur eine unbestimmte Hoffnung gelassen, daß es biese Verpflichtungen nicht bis zum letzten zu er­füllen braucht.

Wie dieDeutsche Allgem. Zta." erfährt,' wirb bie Reichsregierung bte neue Note in dem Geiste ter Loyalität beantworten, von dem sie sich bisher habe leiten lassen. Sie werte sich frei von Prestigepolitik halten, die völlig sinn- und zwecklos wäre, dagegen bemüht bleiben, die Letensinteressen Deutschlands unter allen Umständen zn wahren.

Berlin, 25. Dez. (WB.) Der Vorsitzende der Fricteuskonserenz in Paris hat ter deut­schen Delegation folgende Note auf unsere Note vorn 14. Dezember zu gehen lassen:

vorzuteugenx .

Frage: Was halten Sre von ber Note Cle- menceaus vom 20.?

Antwort: lieber den Inhalt ter Note war ich allerdings erstaunt, weil er so wenig mit tem Gang der Verhandlungen unserer t)icngcn Schissahrts achvcrsArd gen in Einklang zu bringen war. Unsere Bereitwilligkeit, das 5>afenmatenal zu liefern, was wir entbehren können, ohne unsere wirtsckxrftüche Existenz in Frage zu stellen, und was wir mtffebyten toben, fdjetut, wie übrigens auch die gcsanLe Pariser Presse festgcstellt hat, eine baldige Einigung über den zu leistenden Ersatz in nahe Aus,ichi zu stellen. Wenn es dazu nicht ff-flemmen ist, ist es nick)t unsere Schuld. Warum es nicht geWven ist, entzieht sich unserem Urtell. Unsere Sachterslandigen leit letzten Mittwoch,

also seit acht Tagen, zu keiner wetteren Sitzung

Berlin, 24. Dez. (WTB.) Der Vorstand ter Zentialarbeitsg meinsck>ift der inbuimdlcn unb gewerblicherr Arbeitgeber und Artertneto'er Deutschlands faßte in der Sitzung vom 23. Dez unb 24. Dez. zur Frage der zu erwar.enteu Höhung der Brot- und Kartv sfel- preise eftrc Entschließung, in ter es h.rßt: T« Zentralarbeitsgemeinsckiaft ter industriellen und ge­werblichen Arbeitgeber und Arbertnestmer Deutsch' lands erkennt an, daß eine Verteuerung bulct wichligen Nahrungsmtttel von ten Arbeitern mW Angestell en nicht gelvaaen nxrten kann. Sv HIN es deshalb für dringend notig, daß vieler iifferw mäßig feftwftdXertte Ausgletth ton d-n Ärtett- gcbcrn ab. 1. Januar 1920 getragen wird. T«s« Feststellungen scno ohne Verzug von den bertete sciligen -Organisationen eintorllrch zu treffen. Da es sich um bte Vertenerimg ter unentbehrlichste» Nahrrmgswi tcl hantelt, trifft die,« ten Ernihrer einer Familie stärker als ten Allemlbhnten. Die außerordentliche Zulage soll darum nach ter Kvm- zahl der vom Arbeitnehmer zu versorgenden, nutzt selbst erwerbstätigen Familienangehörigen bemessen werten. Sie soll jedem Arbeitnehmer -- unab- l.ängig von den Tarrfverttägen b:c Mögluptert terschasfen, ten durch die Neuverordnung torvor- g-rufenen Melwruftvand zu bestreuen. Arters gober und Arbeitnehmer stimmen darin überein, daß durch llebernahme dieser Teuerungszulagen ter Industrie neue MUliardenlasten ausgrbürdet werten Er'tohte Poodukiiinskosben können aber nur durch erhölfte Produktion ausgeglichen wer­ten. Sell eine wettere Steigerung der Preise all« Fertigfabrikate in Deutschland verhindert werten, so muß jeder Schaffende seine Pflicht bis aufs

Letzte erfüllen!

HöchstgrenFe für MietLinsstkigcrmigen.

Berlin, 24. Dez. (Wolff.) Der Staatsanzeiger" veröffentlicht einen Aus- Ährungserlaß zu der Anordnung bett, bte Einführung tiner Höchstgrenze fui Mietzins st eigerungen burch bie &e meinbevorstänbe vom 9.12. 1919.

Die alliierten und assoziierten Mächte sind Urteil alsbald nach ter Unterzeichnung tes Pro- tzrkolls die aus Anlaß des Zivischensalls von

Straßburg, 24. Dez. (Wolff.) Eine außerordentliche Versammlung der Post-, Telegraphen - und Telephonbeam- tenElsaß-Lothringenshat ihrer vor­gesetzten Behörde das entschiedenste Miß­trauensvotum ausgedruckt. Es wurden eine Reihe von Forderungen ausgestellt und deren Annahme bis zu einem Zeitpunkt, der der Regierung noch mitgeteilt wird, verlangt. Sollte den Beamten bis zu diesem noch sejt- zusetzenden Zeitpunkt keine Genugtuung ge­geben werden, so habe die Regierung die Fol­gen zu tragen. Die in der Versammlung «*- ImoUnhoTT giprtreter der Landes Union

Paris, 26. Dez. (WB.) In einer Unter-' redung mit den Dertrettrn tes R nlersck-cn Bureaus iQii> ber Asiocrated Preß erklärte Fceil-err von Lersner u. a.: Ich bin sehr erfreut. Sie zu empfangen, da auf diese Weise ich die Gelegenheit habe, zahlreiche mitzverstäiidliche Auftassungen, die sich in ter gestrigen und heutigen Panser Presje finden, zu beseitigen. Bevor ich von meiner Unter­redung mit tem Generalsekretär ter Friedenskonfe­renz, Dutasta, und von tem Inhalt der gestern von ter Entente mir übergebenen Note spreche, muß ich leider die Tatsache mitt- ilen, daß ich von Mon-, tag abend bis heute nachmittag ztvei Uhr reiner- lei telegraphische und telephonische Verbindung mit meiner Regierung hatte. Meine Regierung kennt tatet augenblicklich noch immer nicht den Text tei Note und den Inhalt ter mir von Herrn Dutasta gemachten GfrHütungen, was ich außerordentlich bedauere, da jeoe Verzög«mng bei ter Inkraft­setzung des Frietensvertrages txrmieben werden i sollte. Ich brauche nicht zu betonen, daß der Vorwurf, ter in manchen französischen Zei­tungen gegen bie b utsche Regierung er­hoben worden ist, als ob sie die In­

kraftsetzung tes Friedensvertrages verschlep­pen wolle, jeher Begründung ent­behrt. Wir wünschen nichts mehr, als die Wieder- Herstellung des Friedens, ter uns auch die Hcim- fenbung ber in Frankreich befindlichen Kriegs­gefangenen bringen wird. Diese müsien. ob­wohl die Feindseligkeiten bereits seit über einem | Jäte eingestellt sind, auch noch dieses Weihnachts- sest in ter Gefangenschaft zu bringen. Die Tatsache, I daß Herr v. S i m s o u schon am Sonntag vor- nKttag, bevor die Einzelheiten der Einigung in 1 ter Srapa-Flow-Aftaire geregelt waren, in Paris angcEommcn ist, um die Verhandlungen zur In­kraftsetzung tes Versailler Vertrages einzuleiten. I strasen besser als alles andere die Behauptung Lügen, daß wir die Absicht gehabt haben, die Ber-

I tanblungen hinausznziehen.

auszuliefern.

Die hohe Kommission tat da- Recht, ge­gebenenfalls Personen aus tem besetzten Gebiet« ausz »weisen.

Für den Verkehr zwischen bem be« setzten unb tem unbesetzten Deutschland wird der Paß zwang ausrechter halten. Im 5<- setzten Gebiet muß jede Person über 14 Jahr« mit einer Ausweis karte versehen sein.

ö- , Post, Telegraph und Fernsprecher unterstehea Fot- Zensur.

; an- Zeitungen können für einen Znttanm von

per drei Tagen bis drei Mo na ten verboten werten.

Erster Blatt 169. Jahrgang Samstag, 27. Dezember 1919

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

^erjento'Herr, wrU 7 amSonniofl abend te. to: Weih inchiKleier te STienSbciitäb.inö.ttirj

armen 9riefl8beidiäb.in. «ümlicherw. in Uiiwicj» nahm, wird flebeien dr lewen bei dem Haus^. wnlter bet rutnhch roicbet abmaeben.

Ein Paar Ni'Stitrtoij verloren auf

Viibivlg&pl'Siib- Abztrnebkn gegen Belohnung auf dem 0M7M Polizrianti

<LM! Brauner C muff in einem (9eldjäh Gibeit gekommen.^» "cl alm JrtanaMib.t Bim« Wv

Wilhelm II.

London, 24. Dez. (Havas.) .Daily Chvv- nid<r' erfälJtt, daß die Nachricht des Brusieler Soir", nach ter die holländische Regie- r u n g vor einigen Tagen ten alliierten Mächten nrUgeteiÜ habe, daß sic sich weigern würbe, ten deutschen Exkaiser aus^uliefern, un­genau ist. An zuslchibiget arn-licher stelle ut Lonivn wurde ferne derartige Dtttteilung emp- ^'^Lvndon, 24. Dez. (Wolff.) Zu tem De­menti der deutschen Gesand schäft tm Haag über bie Gerüchte, daß ter Exkaiser mit der deut­schen Regierung in Ver brndu n g itete, will ter Korrespondent tesNttuwe 9bottertam- sche Courant" von verttaunswürdiger stelle er­fahren haben, daß ein offizi ller deutscher Kurier legelm-iing mit ber Bestimmung Amevongen einen Koffer bringt, tefsen Sckflüssel getrennt geschickt tvctfxm. Ter gleiche Mi tclsmann nimmt regel­mäßig Instruktionen tes .Kaiers an einen ehe- maligen Beamten tes Ministeriums tes Aenßern mit. Ter Finanz rat Wilhelms führe an der Amsterdamer Börse viele Geschälte au5.

meinde rjntet; w; s Ä &

ow internierten deutschen Osnziere und . Afrika und im Stillen Ozean auf»

«stellt worden sind. Die Kommission für die ie etwa eures Kriegsverbrechens beschul ^'Qnbate, bie kürzlich in London tagte, hat für m- _ die verschiedenen Gebietsteile diese Ucberetw-. --- - --

kunftsproiekte ausgearbettet. Der Rat genefc wesenden Vertreter der Landesuttw»