Ausgabe 
27.6.1919
 
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Srettag, 27. Juni 1919

169. Jahrgang

Erstes Blatt

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Legierung jedes nötige Mittel anwen^

lepperei seNr.12

und gut zu mögliche Aus-

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eaeralmajor Hoffmann zur Disposition gestellt.

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lex Lietzener Anzeige, «scheint täglich, außer Honn- und Feiertags.

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monatl. Mk.1.35, vierte 1- jöhrlich Dtt. 4,05; durch Äbhole- u. Zweigstelle» monatl. Ml. 1.25. durch die Post Dll. 4.05 uiertel- |ät)tL ausfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: Hit die Schrfttleitung 112 Verlag,Geschäitsstellebl Anschrift sürDrabtuach- richten: Anzeiger Sietzea.

postscheckiouto:

Mttfun a. M. 11686

Berlin, 26. Juni. (Wolff.) General-1 setzen roerbcn. Gegen eine solche unverautwort- ^lor § o f fmann ist zur Disposition! liche Turchkreuzung der Reichspolitik ioird die

LGllt worden. ~ w

Äitglie^

von Preußen veranstaltet wurden in einen selbständigen Staat zu errichten. Tie Eng­länder werden nach einer Information des Korre­spondenten nichts dagegen unternehmen. Zn den Bestimmungen über die Besetzung der vihemlande, die in den nächsten Tagen veröffentlicht werden sollen, ist alles vorberettet, was dem Plan der Franzosen förderlich fein kann. Es rst nicht be- kbsichtist, auch rechtsrheinisches Gebiet «n dielen.

Sewaffneter widerstand?

Berlin, 26. Juni. Mehrere alldeutsche [älter bringen die folgende Mitteilung, die ilitärischen Widerstand des Generals Hoffmann gegen die Durchführung der den Osten betreffenden Vorschriften des Frie­densvertrages ankütrdigt:

General Hoffmann, der allbekannte sttihere Mitarbeiter des Generalfcldmav- schalls von Hindenburg autorisiert uns zu der Mitteilung, daß er in dem ihm unter» Ilten Abschnitt auch gegen den Befehl er Regierung keinen Fußbreit deutschen Bo- ens preisgeben, fonbern die Grenze mit be- affneter Hand verteidigen wird. Er weigert ich, einen Friedensvertrag anzuerkennen, der ein deutsches Land preisgibt, die alleinige uld des deutschen Volkes am Kriege in rhrheitswidriger Weise anerkennt und ter Bruch der deutschen Verfassung, die jedem Deutschen die Aburteilung durch vr- ntliche deutsche Gerichte garantiert, in die uslieferung deutscher Bürger zur Aburtei­lung durch außerordentliche ausländische Ge- lichte einwilligt."

General Hoffmann befehligt einen Mil ter im Osten stehenden Truppen. Die Blät-

rlorr». Bem ^obanncoitr

Neue Steueroorlagen.

Weimar. 26.Juni. (WTB.) Der N« tionalversammlung gingen folgende zehnGesetzentwürfe zu: Autzerorvent- liche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919, Kriegsabgabe vom Vermögenszuwachs, Grundwechselsteuer, Rayonsteuer, Vergnü­gungssteuer, Erbschaftssteuer, Tabaksteuer, Erhöhung der Zuckersteuer, Zündwarensteuer und Spielkartensteuer.

Die neue braunschweigische Regierung.

Braunschweig, 26. Ium. (W. B.) Die Landesversammlung ersetzte die beiden zurückgetretenen Volksbeauftragten Junke und Ger ecke (Unabhängige) durch die geordneten Antrick (Soz.) und Renne- burg.(Demokrat). Die Unabhängigen schie­den damit ganz aus der Regierung aus.

Bürgermeisterwahl in München.

München, 26. Juni. (W. B.) 'Dee Mehrheitssozialist Eduard Schmidt, Re­dakteur der MünchnerPost", wurde dank der Unterstützung der U. S. P. mit 25 von 49 gültigen Stimmen zum Ersten Bürger­meister gewählt.

verordnuna Hostes jur Sicherung des Eisenbahnbetriebs.

Berlin, 26. Juni. (Wolff.) Auf Grund deS § 9b des Gesetzes über den Belagenm gszusumv ordne ich an: ,, . «i c

§ 1 Sämtlichen mnerhalb meines Bef^ls« berei'chcs bei Eilenbahnbetrieben befMitistcn Per^

Zukunstsstaat anhugliedern. Tas Lockmittel, womit man die linkSrhemisckie iBerhölferuug gc'ronnnen will, besteht in Borreclstcn bei der Lebensmittel­versorgung und anderen Zugeständnissen wtrt- sckfaftlicher und politischer Ratnr. Das linke Rhein­user wird so verwaltet, das; das Verfügungs- recht Preußens außer in einigen unbedeuten­den formalen Fragen vollständig aus- geschaltet wird. Frankreich hoffe auf diese Weise, die Bevölkerung für die Lostrennung der Provinz vom Reiche zu gewinnen.

Erklärungen des neuen italienischen Kabinetts.

Amsterdam, 26. Juni. (Wolff.) Korre­spondent desAlgemcen Handasblad" rm Rhein­land schreibt aus Köln, er erfahre aus Kreisen, die von Den Plänen der Entente vollständig unter­richtet seien, daß die Franzosen sofort nach der Unterzeiämung des FriedensverttageS eme große Propaganda zu Gunsten der Lostren- g des linksrheinischen Gebiets Preußen veranstaltet würden in der Absicht,

Rom, 26. Juni. (Wolff.) Stefani. Im Se­il a t stellte Ministerpräsident N i t t i das neue Kabinett vor. Er teilte mit, daß die Kammer uub der Senat baldmöglichst zu Tisknssionen der Regicningspolittk rinberufen werden tvurden. Im Augenblick beschränke sie sich darauf, die Genehmi­gung der Budgetzwölftel naclMiprüfen. Er schloß eine Bemerkunguen mit dem Vermerk, daß es nur einen Gedanken gäbe, der über den Partei- znystigkeiten stehe, den des Vaterlandes.

Hieran schlossen sich die Ausführungen dcS Ministers des Aeußern Tittoni, der erklärte, daß die italienische Telegatton es als ihre Pflicht erachte, ans die gemäßigten Forderungen des Lan­des und dessen Politik, deren volle und bedingungs­lose Entwicklung der Delegation absolut unab­läßlich seien, vor ihrer Abreise eine Antwort zu geben. Tittoni gab dann einen Ueberblick über den Stand der Friedensfrage und betonte, daß bür österreichisch-italienische Grenze gemäß den Italic* nischen Wünschen festgesetzt würde. Tie Adriafrage sei noch in der Schwebe. Er erwähnte beit Gang! der bisherigen Verhandlungen. Aber ohne auf Einzelheiten einzugehen, erklärte Tittoni, du Kompensationen, die Italien in Afrika angeboten werden, für zufrieden, stellend, aber die von Frankreich angebotenen soll­ten verbessert werden. Tittoni hebt hervor, daß I ta l i en n a ch F r ie dens schhu ß ni cht w i e die anderen Verbündeten demobili­sierenkönne, um ruhig an den Wiederaufbau heranzutreten. Indem er das Programm der Dele­gation fiarfegte, sagte er, vor allem denken wir an die Gerechtigkeit unserer Sache, die wir mit Ener­gie und Zähigkeit verteidigen werden und an bte Gemeinsamkeit der Interessen der Alliierten. Von der Ansicht ausgebend, daß sie die Freundschaft Italiens nicht beilegen würden, zählen wir auf die gleiche Freundschaft ihrerseits. Ties ist em Fundamentalgrundsatz-, denn nur in bit-fern Falle können wir der wahrhaften Grundlage unseres Rechtes zum Siege verhelfen, der man vergeblich die spitzfindigen Auslegungen ent gegen stellt, die man den Abkommen geben kann. Unser Recht wird von unseren Toten gefordert uub von unseren Verstümmelten bestätigt. Tittoni fügte hinzu, daß die auswärtige Politik künftig die Politik Der Völker sei. Tie Zeit dec Geheimverträge und konventionellen Forderungen und der ohne ihr Wissen in Verträge oder Bündnisse verstrrkten Ration müßte endgültig abgetan werden. Er werde von den Alliierten die Zustimmung verlangen zur Bekanntgabe des vollen Wortlautes des Lon­doner Vertrages im Parlament. Er bezog, sich auf seine früheren Reden, insbesondere auf seine in Nizza 1916 gehaltene und seine Ausführungen im Senat. Er schloß mit den Worten:Wer würde es wagen, von Verzicht zu sprechen? Zn einem einzigen Verzicht sind wir bereit, zum Ver­zicht auf unser schwieriges Mandat, wenn wir die Unmöglichkeit erkennen sollten, es gemäß den Wün­schen Der Nation zu erfüllen. Meine Kollegen ur der Delegation und ich, wir sagen, daß unser ganzes Programm in den wenigen Worten ent­halten ist: Italiener immer Italiener! Und vor. allem Italien!" ,

Darauf wurden die Budgetzwölftel mit 297 gegen 7 Stimmen angenommen, worauf der Senar sich vertagte.

den. Gegen Gen eral Hoffmann ist be­reits das Erforderliche veranlaßt. Tie Korrespondenz, die sich nicht gescheut hat, das Reichsinteresse durch die Verbreitung der Hosf- mamischen Kündgebung zu sckstidigen, hat der Reichswehrminister verboten. Alle solchen Unter­nehmungen und Aufrufe auf eigene Faust sind Einflüsse einer irregeleiteten Vaterlandsliebe, die der Gesamtheit teuer zu stehen kommen.

Die deutschen Unterzeichner.

Berlin, 26. Juni. (Wolff.) Die Reichs- mirrister H. Müller und Dr. Bell haben sich auf einstimmiges Ersuchen der Reichs- regierung entschlossen, als Bevollmächtigte in Versailles den Friedensvertrag zu unterzeichnen. Sie haben geglaubt, un­ter dem furchtbaren Druck der Volksnot und dem unbedingten Bedürfnis, endlich zum Frieden zu kommen, sich diesem letzten und schwersten persönlichen Opfer nicht entziehen zu können.

Die Verhaftung eines deutschen Journalisten in Versailles.

Versailles, 26. Juni. (Wolff.) Die Der- Haftung des Vertreters derDeutsckren Tages­zeitung" rn Versailles, ,W i l h e l m Scheuer- m ü n n , der als Mitglied Der Presse gruppe der deutschen Telegation von der französischen Regie­rung zug-elaffen ward«, veranlaßt die der Presfe- gruppe angehörenden Journalisten folgendes testzustellen: r

Das Vorgehen gegen unseren Kollegen SckBMermann verstößt gegen das Völker­recht. Da er Mitglied Der territorialen Dele­gation ist, und macht unsere fernere journalistische Arbeit im Rahmen der Delegation in Versailles unmöglich. Wir glauben deshalb nicht nur int JntcÄsse der deutschen Presse Der gesamten Welt zu handeln,nxint wir erklären: sollte unser Kollege Scheuermann bis morgen abend 7 U'ljr nicht aus Der Haft entlassen oder eine genügende Aufklärung über Den Vorfall nicht erfolgt fein, so sind wir genötigt, Versailles zu verlassen. Wir Dürfen wohl erwarten, daß diese unfiere Erklärung auch von der neutralen Presse wieder gegeben wird.

Tie Vertreter der deutscheir Presse rn Versailles: Abel (Deutsche Zeitung"), Baumann (Dienst nattvnaler Mättrr), Bbvck (Berliner TageblattD, Brandt (Korrespondenz Kühl), Flach (Dresdener Neueste Nachrickften" undMünchener Zeitunost"), Hirtb (Hamburger Fremdcnblatt" undMünche­ner Neueste NacknichtrnD, Jinllerat (Wolffbureau), Kauder (ftllsttinschc Tageszeitungen), Kaufmann (Deutsche Allgemeine Zeitung"), Müllendorf (Kölnische ZeilungD, v. Schmidt-Pauli (Kviwe- spondenz Dämmert), Stein (Berliner Lokalan­zeiger"), Merlheamer (Verein Deutscher Zeitungs­verleger).

Berlin, 26. Juni. (Triv.-Tel.) Die Ver­haftung des Vertreters DerDeutschen Tagesztg." in Versailles, Scheuermann, hat, wie das B. Z. nach DemJournal" meldet, ihren Grund Darin, Daß Scheuermann unter Der Beschuldi­gung des Diebstahls und Der P l ünde- rung, begangen im Jahr«' 1916 im besetzten Ge­biet, steht. Nach Dcmstlben Blatt erklären die Jour­nalisten, Die Scheuermann au^ Dieser Zeit termen, Diese BeschulDigung für vollkommen unwahr.

Versailles, 27. Juni. Tas Dringende Er­suchen der deutschen Delegation an Die französische Regierung ist erfolgreich gewesen: Scheuer­mann wurde aus der Haft entlassen. In einem Briese Des Unterstaatssekretärs Der Mili­tärgerichtsbarkeit Jgnace an Clemenceau der Brief ist bereits imTemps" abgedruckt worden wird gesagt, daß Sckfeuermann des Diebstahls im Hanse eines französischen Offiziers in Charle- ville bezichttgt wird. Ta Scheuermann nur als Journalist Der deutschen Delegation angehöre und daher nicht diplomatische Immunität genieße, sei Der §>aftbcfchl angeordnet worden. Auf Die Vor­stellungen des Ministers des Auswärtigen, der auf Die zu befürchtenden Unannehmlichkeiten hin­wies. ist Scheuermann wieder in Freiheit gesicht worden, jedoch behält sich Die französische Regie­rung alle weiteren Schritte vor.

Die Zerstörung des Riederwalddenkmals in der französischen Kammer beantragt!

Paris, 26. Juni. (Wolff.) Havas. Mehrere Deputierte haben in der Kammer eine Resolution eingebracht/ in der sofort er­sucht wird, die möglichst rasche Zerstörung des auf den Höhen des Niederwaldes er­richteten Denkmals zu fordern. Es soll dies eine Züchtigung Deutschlands für die Ver­senkung der Flotte und die Verbrennung der französischen Fahnen sein.

zrairzösische Propaganda für die Lo§ trenmmg der linksrheinischen Gebieter.

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Verwicklungen in den Ostprovinzen.

Der unseligeFriede"', der nächsten Samstag von den beiden deutschen Ministern Hermann Müller intD Bell unterzeichnet wer­den soll, ist noch nicht sicher unter Dach. Klsmenceau hat zwei scharfe Noten an- Deutschland gerichtet, worin dieses wegen der Flottenversenkung und der Verbrennung französischer Fahnen des bösen Willens beschuldigt wird. Gleichzeitig wird Deutsch­land für kriegerische Auseinandersetzungen im Osten verantwortlich gemacht, falls es die an Polen abzutreteudeu Gebiete nicht zweideutig und pünktlich räumen lasse.

Das Kabinett Bauer hat die allerschwer-

sten Aufgaben übernommen. Im Innern des Meiches wachsen wieder allerlei Unruhen em­por. Dazu gesellen sich tatsächlich ernste Ver- loitflungen in den Ostprovinzen. Die Stim­mung der dortigen deutschen Bewohner ist verzweifelt. Militärische Stellen scheinen eine eitlang den Plan ins Auge gefaßt zu haben, mit Gewalt Widerstand zu leisten, und Hand in Hand damit ging die Absicht, einen selb­ständigen Oststaat zu erklären. Als Führer tei der Verfolgung dieser Gedanken wird her General Hoffmann, der bekannte Mit- ocbeiter Hindenburgs und Ludendorffs, ge­nannt. Er ist von der Negierung bereits zur Disposition gestellt worden.

Wenn Münnech wie die drei Oberpräsi- henten der in Frage kommenden Provinzen imD wie Herr v. Batocki, solche verzweifelte Unternehmungen als aussichtslos bekämpfen, wird man es bedauern müssen, daß noch einmal nutzlos Blut vergossen und das Reich neuer, gefahrvoller Erschütterung ausgesetzt wird. Wir begreifen es, daß die Berliner Regierungsstellen alles aufbieten, um das drohende Unheil abzuwehren.

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tec verzeichnen weitere Symptome dafür, teß sich im D ft en Wider st and gegen die Anerkennung des Vertrages regt. So hat ter vor kurzem gebildete parlamentarische llktionsausschuß Nord von Danzig aus sol- jenden Aufruf erlassen:

Ans allen Teilen Der bedrohten Oftprooinzen imD in diesen Tagen dem parlamentarischen Ak- lionsansschllß Nord zahlreiche Kundgebungen M- «kgangen. Die von banger Sorge um das Schick- Ul unserer Heimat erfüllt sind. Ter Oberprä- ident von Westpreußen ist f je bett von

MetzenerAnzelger

General-Anzeiger für Oberhessen

AwMnsrrunddruck u.Verlag: SrShl'sche Unio.-Vuch- u. Zteivl-ruüerei R.Lange.Zchriftleit««-, Seschästrstelle ».Druckerei: Schulpr.7.

Eine Erlkärung Batocki».

Königsberg, 26. Juni. (Wolff.) Ober- präsident v. Batockr veröffentlichte eine Er­klärung Die über Die Bewegung in Den Ostpro­vinzen besagt:

Nach Annahme des Früdens, Der uns neben anderen gegen Deutschlands Ehre und Zukunft gerichteten Friedensbeduigungen Die Po Ionisierung Der deutschen Ostmark bringt, richielen Die Be­wohner der Ostprovin^en au mich das Ersuchen, mich mit anberen von chnen bezeichneten Männern an Die Spitze eines der Form nach vorläuftg vom Reich zu trennenDen, Die Nordmark um» fassenden Staat sgebildes z u stellen, um so Die Möglichkeit bewaffneter Abwehr Der Polen unabhängig von der durch den Friedens- Vertrag gebundenen Reichsregrerung zu schaffen. In voller Würdigung der vaterländischen Ab sichten der Urheber dieses Planes habe ich meine Beteiligung daran abgelchnt und vor seinem weiteren Verfolg gtirxamt."

Im Anschluß daran legt Batocki Reckrenschost über Die Gründe ab, Die Am zu seiner ablehnenden Entschließung bewogen haben. Diese lägen vor allem in der gegenwärtigen Aussichtslosigkeit bewaffneten Widerstandes unter float» lidjcr Selbständlgkeitserklärung der Ostmark, der, veckftzeittg Dorbcreiret und einsetzeird, erfolgreich Ahütte fein können, jetzt aber schnell und rühmlos zusammenbreck)en und das engere und weitere Va­terland den schweren Folg>en des Bruches des Friedensvertrages ausfetzen würde.

D a n z i g, 26. Juni. Die O b e r p r ä s i - b enten von Ostpreußen, West Preu­ßen und dem unbesetzten Teil von Posen veröffentlichen folgende Erklärung: Große blühende Gebiete der deittscheu Ost­mark sind der polnischen Herrsck)ast ausge­liefert, hunderttausende Deutsck>e der Ostmark haben den glüheitden Wunsch, ihr Recht auf das deutsche Vaterland mit den Wasfen zu verteidigen. Stände die Ostmark allein, so wäre dies der gegebene Weg. Wir dürfen aber die Regierung an der Einlösung des den Feinden gegebenen Wortes nicht hin­dern. Die Rücksicht aus unsere Lolksgeiwsseu im Reiche legt uns dre schlvere Pflicht auf, Kämpfen zu entsagen und uns zu. beugen. Fremdherrschaft und Friedensver­trag können unser Deutschtum und unseren Glauben aus unsere Zukunft nicht vernichten.

Das preußische Kabinett bleibt im Amt.

Berlin, 26. Juni. (Wolff.) Amtlich. Im Anschluß an die heutige Tagung der Lan­desversammlung beschloß das preußische Staatsmini st er mm im Amt zu bleiben. Auch diejenigen Mitglieder, die erklärt hatten, austreten zu wollen, wurden verpflichtet, au,s ihrem Posten auszuharren. Neue Noten der Entente an vcntschland.

Berlin, 26. Juni. (Priv.-Meldung.) Wie dieB. Z." meldet, ließ in der letzten Nacht Die Entente dem Gesandten v. Haniel zwei Noten überreichen, deren eine sich auf die Ver­senkung bet Deutfeben Flotte in Der Seaha Flow und Die Verbrennung Der französischen Fahnen in Berlin bezieht. Die alliierten unD assoziierten Mächte erklären Darin u. a., Daß sie von Diesen Taten als Zeichen Des bösen Willens Kenntnis nehmen und Daß sie sogleich nach der Beendigung Der Untersuchungen die notwendige Wiedergutmachung fordern würden. Eine Wiederholung solcher Akte müßte eine sehr unglückliche Wirkung auf die künftige Ausführung Des FriedensverttageS haben. Deutschland werde sich nicht beklagen Dürfen, wenn die alliierten und assoziierten Mächte alle Mittel, die ihnen Durch Den Vertrag, insbesonDere durch Artikel 429 zu­gebilligt sind, in Anwendung brächten. Tie zweite Note bezieht sich auf die angeblichen deutschen Tro Hungen gegen Polen. Die Entente weist Dggauf hin, daß sie die deutsche Regierung in aller Form dafür verantwortlich macht, dafür zu sorgen, daß von Dem im Vertrage bestimmten Zeitpunkt an alle Truppen und alle deutsckren Be­amten aus den abzutretenden Gebieten zurückge­zogen werden unD Daß etwaigen Insurgenten' in diesen Gebieten keine Unterstützung zuteil wird.

Die polnische Telegrammsälschung.

üiiuabme von Anzr»-«* f. Die tagesmnnmer bi6 zum giacbmiltag vorher. ohne jedeVerbindllcvkettt prrir |ür Imm Höhe lür Anzeigen o.34mm Breite örtlich 15 ßtz, auSiöärto 18 Pi., für Retlame- anzeigen von 70 mm ®rene 48 Pf. Bei Platz- vorichriii20°/.Auifchlag. Hauvtschriitleiter: Ang. tztoetz. Verantwortlich HU Politik: Aua. Goetz, für den übrigen Teil: Dr Reinhold Zenz; für den Anzeigenteü: p. Beck; färnllich in Gießen

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pnem Amt zurückgetteken. Die Erregung der ve Völker un g wächst ständig. Es besteht

Gefahr, daß durch Sondeninternehmungen der ticheillickje Wille Der Bevölkerung zersplittert und ^schwäckst wird. Tie gewählten parlamenlarifchm Vertreter Der Ostprovinzen Durften in Diesen Tagen vpc nicht bleiben. Ihre Pflicht war es, in der «üionalVersammlung uub in der preußischen Lan- «4versammlung rtjrcn ganzen Einfluß aufzubiettn, Jit noch in letzter Stunde das furchtbare Ber­ten gnis von Deutschland abzuwenden. Tie Natto- lalvcrsammlung hat inzwischerr die Reichsregic- 'Nsi zur Unterzeichnung des FriedensverttageS nächtigt. Die Ostprovinzen gehen einer dunkeln tkimft entgegen. Tie parlamentarischen Ver- , des Ostens 'werden nunmehr so schnell wie iglich hverher zurückkehren. Ter paclamen- rische Aktionsausschuß wird bann tun, die Stunde gebietet. Deshalb müssen jetzt Me Sondernd tonen unterbleiben. Fern sei von teiS Mutlosigkett und Verzagtheit. Nach wie vor für uns das Gelöbnis, Den Hcimatboden gegen >tsfeinblid^ polnische Angriffe zu verteidigen.

einig und deutsch!"

Berlin, 26. Juni. (Wolfs.) Oberfchlesische und französische Blätter bringen eine Warschauer DrahtmelDung, wonach Die Polnisck)e GesanDtschast in Wien folgende, angeblichaufgefangene RunDDepesche der deutsck>en Regiemng in ihren Händen habe:Tie Regierung wird unter­zeichnen. Trotzdem werden Hörsing für Olvr- fchlesien und Winnig für Ost- und Westpreußen Den Krieg gegen Osten erklären. Tie Regierung wttd sich offiziell widersetzen, inofftziett aber Das Unternehmen mit allen Kräften unterstützen." Tie GrünDe für diese Erfindung find durchsichtig Dennoch fei mit allem Nachdruck festgeslellt, daß Die Reichsregierung ein solches Tele­gramm nie ab gesandt und eine solche Haltung nie eingenommen hat Ihr ist es nach dem furchtbar schweren Entschluß der Unterzeichnung unbedingt Ernst mit Der Durch­führung Des Vertrages. AllerDings kommt Dieser ihr unveränDerlicher Entschluß in ein zweftelltaftes Licht, wenn einzelne, wie z. B. General Hoff­mann, erklären, daß sie auch gegen den Willen der Regierung Die Bestimmungen^Des Vertrages nicht anerkennen unö sich ihm mit (Gewalt wiDer-

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