Ausgabe 
27.2.1919
 
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W» ftetbem. &6 JNbr VTH.) &tt W rinn* <myb(idiRi tüten tafopcrfufo auf fotf

IlMpjrbe*. M pDII.) Wegen »*h fcw Mr Vamps« Bit ^eetrtf «. ßeiioe.Derbe*

\xulc bi- nadi Xarqau. Halle i« yoilia gelpcrrt: ^It^rtPlX uVtX «(Mitudii Q-' hm Hvint-

Letzte Nachrichten.

Vit Generaiftreiidtwegung in Mitteldeutschtand.

Leivtzi». SE. 5«bc .WTB.i 2« bcr Srtzsm- 6er Arbeiterrärs ivurt* heul« natburitag mu 40 Ofr) gegen 5000 Stimmen ber Zentral* ft r e t! für .morgen früh beschlossen Tiefer er- ftraft sich jetuxb md» auf die Lebensrnttrci betriebe, X^ayarette §*r<mknl>aufer zznd Lfo'finmerck ÄUT w? Arbcner oer bürgerlichen Zeitungen soll eingrtvirft werben, dis febril 3cu b.utc ruht bcr Eisenbahiweck?br rollltimbig; im Bornaer und Mruscliritzer Loyienrcvier br* itfKofcn henke die Belegschaften, morgen in den Steril einzutreten. Im m i 11 e 1 ö e u t f di e n Braunkohlenrevier ruht die febcft «stf sämtlichen öruben, eben» in <nt»lt Ter (hien dcchner streik erstreckt sich von Xordbauien über

terjelb und Telitzick ebenfalls. der chemt , _rx 3itfmftrie liegen alle großen A .riebe irill ; o Haden die Uederlandkvaft werde in 6-xlbe, Bitter' ielb und SdromvmtR ihren Betrieb eiuwMlt. Wie der Leipziger Arbeiter' und Sosdafmrat mitteilt.

fahndet nach eie«« weiteren dwbioibwum, mb bee eotrie em lag« vor btt lei in einem Anarchist«- Mal gespeist hatte Göttin und her Gesucht« hatt« mahrtnb tme» Streik* in eine« Fabrik ein« ree« Tätigkeit entfaltet. Der Ausstand mißlang jedoch. Der Gesuchte scheint einen parbei Einfiuh auf Lotti» gehabt ju haben.

Tel Sbgetzliche Ättcwtet auf Vilso».

an Sorb mit DerspStany in Rotterdam an D« (Empfang des Generals und des Gouverneurs poe Dftafriha Dr. Schnee sowie der ander«, «ü dem Schiff arkommenben Deutschen an der Wilhedninakojo durch ben deutschen Gesandten fand deshalb «rft u« 3 Uhr nachmittags statt.

Vie Dtrt)anblungen in Span.

Befliß 26 Fahr lDVI sitzungshertcht der 8QiNwitiIli»nbätommitfi»n in SW vom 35. Februar Vie bereits im sitzungStnrtcht Pom 31. ötbruar mttgrteilt nnntx, hatten hie Frau- yoiew die Rückgabe aller au4 Etfotz-Lokhringe» mtge führten Tofumente und Archive verlangt Einen etroaiarn Einspruch brr brutschen Neuerung, daß das Smitffal Elsast-Lothrmge-ts erst aus bcr Friedens kvnfcrenj zu regeln ftt, hatten sie von vornherein unzulässig lurücfa.turien. In der but* ubi-rntdrren ttnntMrtngfc der Mülld)tn Regierung stellte diese trvtzdsm nochmals fest, dab Ejfgh'volbrinaen etn Teil de- Deutschen ReicheS ist. und baß ttber die Zu­kunft des Landes erst bei den strieben-verHand­lungen entschieden toerbr. JBic sei kixxb twv dieser Crttätung grundsätzlich geneigt, Urhmben, die |ur Weiter'ü irung der Beintol-u ig in Eliatz-Lvthrtn- gen uottpendig sind, der tranaostschen Rogiern gu |ü übrria icit GJerenl v © a m m e t ü e i n er Iwo >m Anschluß an diese 9buc Einspruch gegen die nenrrliche Ausw»«|ung von Tvuiidxn aus Lo» thringen und pwiefnertr da»qx». d. mau diesen Vruten zum Teil ihr Veld abiuhm Gieich^eitig bat er. bon aus Eliatz-Lothringen «usgrimetenen o er flüchtigen Tcutid-en in Zuiuuft zu yüatten, nicht nut teereitiic Geldsummen, sondern ibxv gv'iein;en Verm^.sd.tz*che mitiutu.vni<n. Writsr. bin ermche Geveiai v .ixtmm.rusin rie C*anrr um Auilläruug, mir weichem Recht delgfchc feli« -ribcgmle in ^m von britischen Truppen befehlen ^Sln deut sche Bürger verhaft en. Durch» nidiungen vortickmen und deutsches Eigentum te- sdüaguaimen. 6r Herberte die Zusicherung, daß die Bolnanme pett »eilicher tMutbhingc.:, lo cu ft; Miläf.g sind, in deut vpn den Ettal andern besetzten Gebiet nur j>unh e:tglische Beamte erfolgt

In der Sitzung vom 83. flvbinar batte (General Rubant der deutschen Vvtnmtliian hie Auf­bringung von weiteren irnrt bcutfdwn Tampfenl in der L mee durch traitzösiiche weiridtfräfte mitg?» »eilt le dem einen ber b-rien Sdrifc. hem Damp- Kr ..Merkur", van brr glliirrten Waifenüiilswnd-- tommiifion selbst freie Fairn zuge'ichoit iwrbru war, legt« der deutsche Borsivend' «rötest gegen feine Ausbringung rin uno mrdene ieiHc strcigal». yiuboitl oeisprach. öw Borgang der zuständigen Stelle zu melbdt. Zu her dem Verbände über­mittelten Bitte der Deutschen Rehlrsbank, ihren talcn im besetzten jtoöiet zu gei»ttcn, bte ge­samten TjuffüiitbKhn AdrechnunAn der Berliner Tivefrion vi üdorteudon. crAarren die Oiefli.er, s« könnten tiefem Wunsche nicht stolae geben. Ta- gegen w'rte es ben ReichsKonk-iritial.it tm b.- fetzten Okbiet erlaubt, ihf« Bilanzen durch bw Post nach Berlin zu senden

Wie hte Alliterteu quf eine deutsche Anfrage mvteihn. ist die Au-luhr von Soda au» bem links chemischen Gebiet nach dem unbesetzten Teutschlanb nicht verboten, aber von einer LiS- MhrcriaubniS abhü"giG welche die -nständiae Wirt« 'dm"s.ib:eckung rer Bikatzu"AZd^l«irden ert i l Vlu« tduiim ewr Rvttz derTaüu MU" bte tvut- utkn llntersseboote in den eivlifchen bäfcn sollte» tzns Abbruch verkauft werden. 'ragte btr deutsche Sommiisipn an. ob btefr Mitteiluna der Wadrhe« entspreche -- Tie ttanzösischc 4 Armee verlangt bte ttnriäuiw Einstellung doS Abtransports vott deutschsm -deere-gut aua dem von ihz besetzten t«if der n.*utraten Zone Tor deutsche PorsiW-od. steil« feft, datz die iri>m»>seu hx-nu ntcht de recht zgi sitch und Ivrhertf w Freigabe di«ses tzeeresguts. örir. per verlangte er die unverzügliche «uflvbuna einer Vertilgung der Besatzung»vehorden. nach der bw KSdtischsn Behörden Tarmstadt- und Offen* bacha beiiunmtt Listen ftberjt«b.ifm und M. sch'neu .mh'ttllen sollen - Ter in Malhau'tt, wrWhte Iustizryt Bleuler netrbe inS (tze ängiti- eintvUeiert mw ist. dort einer unwürdigen Be« Handlung ansivsew Seine Ai^ehoeigen bürkn non ihre« Bankguthabni nichts abheben Tta Rutsche Äommihion legte Bvotelt gewn ein der- aritge- Vorgehen her sranzofischcn Behörden em unb eriuchtt um flTrilafluna BlevlerS.

Hollaid und öelgita.

daag, 36. shebr. MTB.i Tas ldorresvow- «INt-'Bureau meldet: Ter Minister deS Äu* wärtigen rrfldrtf brüte nachmittag in der zwei­ten klammer, hab die belgische Regierung ihm auf Irin Ersuchen um nähprv Aufklärungen über die durch bte belgische Regierwut in Pari- gnnadxm xRilKUungni «antnwNet habe, die belgische Ad- ortmung m Paris habe v^rgcschtog.-n, dir Bcr> (mnbhinflen über die Revision geivi >>r Äitim» mimgeit dos iritW vom 19. Avril 1^3'3 »» eröffn.-n T<e belgische Abordnung bade den Wunsch stzautzort. bah ^Dellanb an den Verbandlungen als llntvriridwier bteice BertrogeS tnlnehmicn »olle. Weint der Vorschlag Belgiens von der fli>ninvit| angenommen wecke, joeti* tnr belgisckte Äxird- mmg öoflanb mit der belgischen Auffassung über bte Teile der Amgen, bw övlland iiitcrrffierrn, bekannt machen ter fWiniitrr stellte fest, datz

Regierung »Iw Irr Etalodamg dev bolländischen Regierung^ ihr Einblick in btt *21«« aelegentzkit zu «eben nidtt nachgebmvntn sei. merni baburd) die ««tgelegentzril M dir Phasa to.miwn tollte, btt dajes Einvernehmen be« einträchtige, bann weist btt Regrnmg tobe wrantroortung dafür zurück In btrkm febtni «"M' delgische Regierung ixnchtrt, ebne auf ihr Eriuchen um Wuffiarung zuruckHukommen, nn die belgische Mteqirrung bec ttirrannvortung aur bte Vertreter der }ünr Äoostmächte in Paris abwälie. so erinnere er, der Äii*r. daran, tag den ReMerungen ^-ier ULadnt der bollmLischs stanbtwnA über L^chielsabtretungen unb Beehtz tvaduuning der bdttbrnbra Rechte, uw n in tat mutnbrrirlkn Erklärungen vom 14 Hebe unb 18. formuliert »oocken i t, mitgeteUt (ow den fei. Auch die heutige Erklärung wecke ihnM mnrtrilt

Z»» Httntet auf Clemtueka«.

qsstberbertrasS eine Ortsgruppe beS Pokks» bund-eS zum Schutze de rdeu t sche» A riegS» unb Zivilgefangenen. Tic i*ciüma oer Cn&jiupiK, die sich dem Mrrieverband t^cHrn anschtinrutbe .\xnunlel|rrr Bach icheNiugea, R chnrvgrichüfte für feine Kameraden ühemibm Ludtzma 31)1-5, bcr vorigen derbst aus längerer nrftid^r Gdangenscha't entstammen war

rb. -ich. 26. gebr 4>eute vormittag wurde hr-r bcr ^lottbearnte 9.Hori<fost aus Elbing und bekn angeRichc yheft.ru we^m Unterschla­gung und U r f u h ben fäU d)u n | jn ö«st ge­nommen Mvrichel war bei der hier in i^amifon liegenden Gräflich rr-Abttilung Äs Zivilbeamter als jlompcgnicidTTribcr seit Ende November ». I. Er batte bet Antritt seines Tienstes eine Dame mit nach tfor gebracht, die er als stme Ebefvau ausgab. Ter angelilich.' El>nnann beschenkte feine strau mit Tiamon den unb Ringen und gab sich al­ber Salm eines reichen Fabrikanten aus. Tie bis­her stug.-steslien UnterschiaAingen sollen nicht un­bedeutend sein. Rachem man ihn heute dingfest gemacht hatte, entdeckte die Zimwerverunererin. Xiihr aus emer Kommode 100 Mark abhanden- gekommen sind.

Kreis Büvingrn.

4 Listberg, 97. Feri Bin bet ersten dies- iätriflen st«ttl.che.i vol z ve r steigeru ng am Montag bjrmittog im Vries schen Saal da hier kam es bei gcnxdtifrr B tetligung zu unlieb­samen S töTungcn. Tos Mi glieo des Or» tenbeigrr BvlksratcS Lchuhmacheinirister Zahn qus L-reubmig verlangre ton bem die Ver­steigerung obteftenten sri»i'> a'friier ^ie A b - icbaffuna der Abgabe von Tarifholz an bie Beamten, ferner die Verteilung des gc- schllogetten polhes zu mäüi»cn Preisen an bk Bevdllerutut Als der Beamte ben Arb itenxü auf ben ockimngsmästigm We>z zurErrrichmig feiner. Wünsche hinwies, entnft ihm bt fer die Bücher unb Akten und erklärte die Vers e gerung im Auf­trage des B.-R für mifgriDhrn. Erst das Ein- flreijen des inzwischen ein getroffenen Forstmcistrrs Dr. Weber-Konradsdori unb anderer trilnebmer bewog ben Soldat«nvat zur 5>erwisgabe der Akren unb nach einer halben Stunde konnte die Ber- steige rung ihren shnngong nehmen Trotz Er­mahnung der Forstbenmten wurden die uminnig- slen Preise geboten. Gegen ben Störenriick wurde gerichtliche Klage crioben.

kreis Schotten.

M. Aus btm Är«if« Schott««, 24. Febr. Das Kreisamt Schotten «rlieh an di« ihm unterstellten Bürgermeistereien des Kreises eine Verfügung, nach welcher d e Gemeinde- bezw. Banerräte Kommissionen ernennen sollen, welche darüber zu wachen haben, bah Jugendliche unter 17 Jahren weder rauchen noch abends ohne Begleitung ihrer (Eltern oder deren erwachsenen Stellvertreter über die Stroh« gehen. Der- gehen gegen dies« Verfügung sind zur Anzeige zu bringen und werden mit einer Geldstrafe bis zu 90 Mk. geahndet. Diese» tatkräftige vorgehen unserer Kreis- behörde, welches überall auf unseren Ortschaften mit Freude begrübt wird, hat den grohen Vorteil, dah mehrere Männer dazu berufen sind, gegen die Ans- schreitungen der Jugendlichen vorzugehen.

hissen Nassau.

= Dillenburg, 26. Febr. Die blühende Eisen- Industrie des Siegener Landes und des Dill­reviers ist im Erliegen, da wegen unzureichender Transportmittel keine Kohlen für die Hütten- und Hochöfendetriebe herbeigeschssst werden können. 3m Siegerlande sind nur noch 20 Prozent aller Hochöfen in Tätigkeit. Versuche einzelner Stahlwerke, mit rheinischen Braunkohlen zu arbeiten, scheiterten, weil diese Kohle nicht au» dem Bereiche de» Brücken- Kopfe» Köln ausgeführt werden darf. Lediglich die Buderusschen Werke in Wetzlar besitzen eine eigene Kohlenzeche und find deshalb in einer gewissen Un» abhängigkeit. Die reichlich vorhandenen Erzmengen, auch auf ben Lagern, würden einen verstärkten Hoch­ofenbetrieb gestatten, das umsomehr, da die heimische Industrie im Gegensatz zum Ruhrgebiet vorwiegend auf Spezial- und Qualitätsware eingestellt ist, wie Beschlagteile, Bleche und Konstruktionsartikel, also Gegenstände, für die eine außerordentlich starke Rach- frage vorhanden ist.

--- Frankfurt a M., 26. yekr. Durch die Tä­tigkeit de» Marine-Sicherungsdicnstes wurden hier Wäscheschiebungen im Werte von 175000 Mark, die Militärpersonen ausführen wollten, vereitelt. Der gleiche Dienst verhinderte auch einen umfangreichen iuroelen-, Gold- und Saccharinschmuggel nach dem Auslande. - Nach dem Vorbilde de« Städte Berlin, Leipzig und Hamburg plant man auch hier die Ein- richtung einer Luftpostverbindung mit Leipzig und Berlin. Die einleitenden Schritte zu dem Unter­nehmen sind bereits getan.

() Marburg. 26. Frbr. Zu bm Stobt» verordneten wa bien nnickcn heute tont Wahlvorictzläge veröfsentlitÄ An der Spitze urht berienige der beutidmationalai unb der beutidy- liberalen Bolkspartei mit 38 Namen, es folgen bte ber dcmvkratischen Bartri mit 29 der Beamten mit 21, deS Zerrtrums mit 13 unb bet Sozirl- beinefraten mit 10 Namen. Tie erstere unb bk Zentrumsliste Mecken verbunden. Bon hen bfo» leria<*n Stadtverordneten haben 12 in ben Wahl- rorjdUägeH Aufnahmc gefunben. Unter ben 8for- gei^tageneit befinben sich 19 Frauen.

AuS dem belebten «beingebiet.

mr. Limburg lLahn), 26. Febr Die amerika­nische Besatzungsbehorde macht bekannt, das; es sämt­lichen männlichen Einwohnern des besetzten Gebietes verboten ist, in irgendeinen freiwilligen deut- schen Heeresverdand einzutreten Auch sämtlicher Bries- und Telegraphenverkehr über deutsche Heeres- angelegenbeiten ist verboten. - 3m nahen Goldhausen hat der Ortskommandant angeardnet, dah sämtliche Misthaufen mit lannenreifern abzudecken sind. 12 Einwohner befolgten den Befehl nich» und bekamen wegen Ungehorsam 14 Tage Haft, auherdem 200 Mk. Geldstrafe. - 3n Montabaur sand am 22. Februar, am läge de» Geburtstages Washingtons, «ine grobe Parade der amerikanischen Truppen in Anwe enheit des Generals Pershing» und Marschall Fach» statt. Nach der Parade wurden die Kinder gespeist und er­hielten Schokolade und Sühigkeiten.

mr. Samberg, 2K. Fedr Der Ortskommandant Leftbr« lieh einige Einwohner, die ihre Stratze nicht sauber genug gerein igt hatten,mit .',00Mk Geldstrafe buhen, auherdem muhten sie einen Tag Maschinenteil« putzen.

mr. Saarlouis, 26. Febr Ein hiesig«« «van- «er Pfarrer betonte in seinen Predigten, da»

}e Heer sei unbesiegt zuräckgeganqen. 200 Mk. Geldstrafe waren die Folge. Am nächsten Sonntag lieh ee sich der Pfarrer dennoch nicht nehmen, das­selbe zu predigen. Die französisch« Besatzu qsdehörde hat den unerschrockenen Mann bi»Der ungeschoren gelassen.

Kirchliche Nacheichten.

3fretll Ische Sehe-ontgreetub«. «otte.dienst in b« Synagoge lSkd-AtUage). Samstag ben 1. Mürz:

* Ausgaoe von Bawrngen. Son vonners- tag den 27. d. Mts. bis einschließlich Freitag den 28 . b. Mts. «^halten die Kunden verschiedener Ge­schäfte auf je eine abgegebene Lebensmittelkarte einen Dücking. Siehe Anzeige

" Koftee-Ausgabe. Dom 28. ds. Mts. bis 3. März einichl. werden in den Kleinhandelsgelch'.Neu 120 Gramm Kaffee gegen Ablieferung des Abschmk. tet 9 der Lebensmittelkatte zum Preis« von 90 Psg. au»gegeben

** Freibank. FrrikM ben 28. Februar tortben von V)4 U&r die ffhimmmt 501700 btfxef?rt.

** Erhöhte Ration der Arbei­ter auf dem Lande. Das Reichsernitb- rungsaml Hal sich nach Mitteilung des Reichs- amts für wirftchaftliche Demobilmachung be­reit erklärt, im Interesse der Entlastung der Großstädte, allen Arbeitern, die in der Land­wirtschaft in Sslbstversorqungsbetrieben Ar­beit nehmen, die gleiche Ration zuzu­billigen, wie die Landwirte als Aelbsloersor oer beziehen. Zweifellos dürfte dies für viele Arbeitslose in den Großstädten einen Anreiz bilden, Arbeit auf dem Lande anzunehmen, während zugleich eine Entlastung der Groß­städte bezüglich der Ernährung herdeigefuhrl werden könnte.

Das Schlagen der Bucheckern.

Den vom Arbeiter- und Solda­tenrat Gießen an das Hessische Landeser- nährungsamt etngereichien Antrag auf Frei­gabe von 25 Pfund Bucheckern zum Schlagen ohne die Ablieferungspflicht (f. Notiz in Nr. 37 vom Donnerstag den 13. Februar d. I.) bat das Hessische Landesernährungsamt zur Entscheidung an den Staatssekretär des 9t ei chs-Ernährungsamts weiterge­reicht. Diese Entscheidung ist in ablehnendem Sinne ausgefallen, obwohl das Hessische Lan­des-Ernährungsamt, da von allen Seiten Kla­gen über die allzu scharfe Erfassung des Sam­melgutes dor cntgegengebracht wurden, eine Milderung b?r bestehenden Vorschriften freu­dig begrüßt hätte. Nach Ansicht des Staats­sekretärs bee. Reichs-Ernährungsamts ge­währt die Verordnung über Bucheckern vom 30. Juli 1918 dem Sammler eine weitgehende Freiheit in der Verwertung der Bucheckern, indem von einer allgemeinen Ablieferung und Beschlagnahme Abstand genommen ist und nur diejenigen Bestimmungen getroffen sind, welche im Interesse der allgemeinen Jettver sorgung der Bevölkerung unbedingt erforder­lich cr'chienen. Demnach sieht die Verordnung rior, daß bis zur Höhe der bei der Abnahme­stelle abgelieferten Bucheckern ein Sch lag- schein ausgestellt wird, welcher dem Samm­ler eine anrechnunassrcic Verwendung der Bucheckern als Belohnung für seine Sammel- täligkeit, abgesehen von dem erheblichen Sam- wellohn, gewährt. Durch diese Regelung ist «ine nicht unerhebliche Begünstigung de^ in der Nähe von Buchenwalbungen wohnenden Bevölkerung gegenüber derjenigen geschaffen, die nicht Gelegenheit hat, Bucheckern zu sam­meln. Diese Vergünstiaung kann nur darin rhren Ausgleich finden, daß der Sammler seine Arbeit zu Zwecken der allgemeinen Fettver- ^orgung in dem gleichen Maße zur Verfü- tzung stellt, wie er Bucheckern für sich behält, also die Hälfte der gesammelten abliefert. In­folge der dringenden Fettknappheit ift es nach wie vor unbedingt erforderlich, daß die Hälfte der gesammelten Bucheckern der Gesamtbevölkerung nach Verarbeitung in Gestalt von Margarine zugeführt wirb.

Unsinnige Spartakistengerüchl«. Seit einer Neihe von Tagen werden, anscheinend im Fu- fümmenhang mit den Vorgängen in Hanau, Mann- beim üsw., Gerüchte ttber unmittelbar bevorstehende Unruhen In Bietzen verbreitet, di« in ihren Einzel­heiten geradezu phantastisch sind. Es wird sogar in Gesprächen schon genau der Tag vorhergesagt, an dem die Unruhen ausbrechen sollen. Wir sind von der zuständigen Stelle ermächtigt, hiermit feftzustellen, dah alle derartigen Gerüchte ebenso der Grund­lage entbehren, wie da» kürzlich kolportiert« und anscheinend auch von einer kritiklosen Menge ge­glaubte Gerücht, dah Bietzen demnächst von den Franzosen besitzt mürbe. E» darf hiernach wohl von ber Einsicht der Bevölkerung erwartet werden, dah sie derartigen wilden Gerüchten mit Ent. schiedenheit entqegentrltt und in den an sich schon erregten Feiten ohne zwingenden Grund nicht noch weitere Aufregung in bte Bewohnerschaft trägt.

Pesihwechf el. Da» Doctersche Ge­schäftshaus, Seltersweg, Ecke Plocksttahe, ging für 130000 Mk. an die Firma Gebr. 3mhäuser über. - Der Bauunternehmer H. M Rinn verkaufte sein Haus Milsonstrahe 18 für 31000MK an den Werk- meister Schneider und für 36000 Mk. sein Anwesen Dückmgstrahe 5 an den Universitäts-Präparator Schmidt

* Die Auszahlung b«r Familienunter- sttttzungen an die Angehörigen der noch im Heeres» dienst Befindlichen für l.-lb. März 1919 findet statt: <) Reich^uitterftützung: Freitag, den 28 Februar 1919. b) Weitere Unterstützung fMietszuschuh): Samstag den 1 März 1919 in der Feit von d , M» 12 . Uhr vormittag» im Stadthaus Zimmer Nr 7.

" Nach dem Brückenkopfgebiet Kehl sind Briefpostsendungen zur Beförderung au» dem unbe­setzten Deutschland in gleichem Umfang und unter den gleichen Bedingungen wie nach Elsah-Lotdringen zugelassen. Hiernach werden befärbert gewohnstche und eingeschriebene Postkarten und geschlossene Briefe rein geschäftlichen 3nhalt», geschäftliche Drucksachen und Warenproben, sowie sämtliche 'Briefe an und von Behörden. Zulässige Sprachen sind: Deutsch oder Französisch. Die Briefe auf der Rück eite des MWfrblag» - und die Postkarten müssen die volle und deutliche Adresse de» Absenders tragen sowie den handschriftlich bescheinigten Vermerk: Handelskorre- spondenz oder Comspondance commercinle. Die Versendung von Zeitungen und Zeitschriften ist streng, ftns unterlagt.

** T t c d*r ei bc n fr r b«rc i n 10u n o Niesie u nintnrt. une au» dem äiia ijrnteü et> nd>t(tdt, ihr-.- iätiflAit. naitorm dir iritrnbrn Mn> g! irr er au» dem Felde zueückgei'rbrt fütb. Ivie, ber auf

Landkreis Girhen.

o- Grohen-Linhen, 3t» Fedr. örftvim abend inlbete f:d) auf Xtm'imua des Mehrer» Ttv« mer vorerst and ben näckibm Ange hörigen uttirr« ^rkoigefanaenoi nm UedciHckchmutzt de» Mtt«

Vorabd.: 6.00, nwrg.: 9.00; abbs.: 6.15 u. 6.55. - 3ftatlitifche «eligian-gesellfchaft. Sabbarieier am 1. März: Freitag abb.: 5.40; Samstag oorrn.: 8.30 Predigt; nachrn.: 3.30; Sabbatansg.: 6.55. Wochen- gortesb.:morg. 7.00, abbs. 5.30.

- '"7^ PW umw anyrmmvn wwiiiurovrnu Kille« «i<W tvhueL

ist ber ©.iterahrrri! für gam TUnrr.igen erhärt. Bisher haben fick» 23 St obre angeidMeiten Wie aus Zeitz gcutriiy.t wirb, ist baä bärtige Bürger­tum m ben Streik cingetreM-n In 4dcxixsiFrib ist bte gleiche Mastnah-nr geplant. Wie wir nrbireft aus Halle erfahren burch,ogen beute gwüe Menfckx-nmengen t^e Strafen iXT Stabt. Zu gröberen Ruhestörungen ist es aber, wie über­haupt im gatten Strriigebtet, bis in die Nach- mittagssttmsen, foroeit bekannt, nick>r gelammen

Leipzig, 26. Febr (W" Tie Bvst- beamten lehnten heute abeiib in einer Beriamm-^ lung, an der Postbeamte. Unterbeamte, Beam­tinnen, Kriegsaushilfen «nii> lelearammbcHeller, nn gan^n etwa 3000 Perfonetz, teiftwhtnen, gegen mir Z Stimmen öic Teilnahme am Streik ab und beschlp.sen, nur ber Öknxilt zu weichen. An die Reichsrecherung in Weimar wurde ein Sym­pathie- und Ergebenheitsteievramm gerichtet Tie Polizeibeamten beickLossen, im Inter­esse bcr Nutze und Ordnung sich neutral zu ver­boten unb sich nur baint am Sttrik zu beteiligen, wenn sic gewaltsam da.,u geznmngen wück^n.

Erfurt. 26. Febr. iALTB.» seit heute morgen herrscht hier der Generalstreik. Tie Stabt ist olpte elektrisches Licht, die Strahen" baluvn vertehren »richt. Die Arbeiter fockern.' 1. sofortige Einsetzung von Betriebsräten mit Kvntroll- unb Mitbestrmmungsrccht burxh Ver­ordnung bcr Regierung. 2. Sofortige Sozialisie­rung der Bcvgwerke unb Mvumu)lbetriebe. 3. Zu­rücknahme des Erlasses über die Wiri^reinfuh- runfl bcr Mommanbogcroalt. 4. Restlose Aner­kennung der Arbeiter- unb Soldatenratc. Wfo die .Tribüne" mitteilt, sind RegierungS-* truppen gesdcrn abend aus Gotha abgeruckt. Zn Gunsten bcr Arbeiter im mitteldeutschen ä\>(>» kmnner wick zedoch bcr Ckmeraliurit in Gotha Notzdem fortgesetzt. Erfurt ist ruhig.

Leipzig, 27. Febr Der gestern bcfchtoftene Generalstreik ist heute all<irnu*in in Wirk- famkeit getreten. Tie Straßenbahn hat tlyren Be­trieb eingcsdellt. Es gibt weder Qka$ noch elek­trisches Licht. Der Leipziger Bürgerrnlsschuh er- läfit in den Mvrgenblatter» einen Aufruf an die Leckziger Mtaufmannfcbaft, HMckwerterichaft, die Stadt- und 3ta.itgl.<üirrte, Aerzte, Attrihefor, Rechtsanwälte und Lehrer, ber fordert, heule mit­tag 12 Uhr fn den allgemeinen Burvanittrik ein» -utreten. als Pvotest gegen ben Generalstreik ber Arlxiterschaft. Wie vertäutet, foll ber Bortttzende bes A - und S -3fotes Schriftleiter Seger iu» rückgetreten unb an seiner Stelle her 3*abtx*v« oibtrete Dr. Kurt Gever getreten fein Irr Leckifocr xxiuptbab'ibai wurde in ber vergangenen 9iackst uolttomiiun yraumt, auch bie Airtschaft». räume wurden geschiv'fen. Tie Eingänge zum Hamstbahndof wecken von Motvoson beN'achr.

Magdeburg, 20. März. tWIB.) Die Werk, ftätten« und Lokornotivarbefter des Hauptbahnhofes haben heut« Mittag di« Arbeit niedergelegt. Der Zugverkehr erlitt stgrk« Verzögerungen Eine neue Ltbtu-mittklvetttilnvsi in München.

Berlin, 27. Febr. Wie demScrt Cobalanx." aus München berichtet wird, haben die Arbeiter eine Lebensmittelrationierung angeordnet. Danach erhalten in München die Arbeite« die doppelten Lebensmittslmengen, die die Bürgerlichen be- kommen. Di« Spartakisten haben sich in den Besitz der Notenpreffe in der Staatsdruckerei gesetzt E» werden nun von ihnen Noten gedruckt und in Um« lauf gesetzt.

Berlin, 27. Febr. Di« Lage in München wird nach in Weimar eingetroffenen Meldungen, wie dievossische Zeitung" mrtteUt, als ernst angesehen. Angeblich beherrschen di« Kommunisten nicht nur di« öffentUchen G«bäudr und dte Verkehr: anstalten, son­dern sind auch im Besitz d«r Notenpress«. Gestern abend traten sämtlich« banerischen Abgeordn«t«n der Nationalversammlung ohne Parteiunterschied zur Be­sprechung der Lage zusammen Weiter erfährt die vossische Zeitung-, dah der Polizeipräsident in München bereits vor einigen Tagen angewiesen wor­den sei, gegen den Mann einen Hastbefehl zn er­lassen, der da» Attentat auf Auer verübte, den Metz­ger Lindner. Dieser Haftbefehl sei ausgefertigt warben und der Attentäter werde zur Jeft gesucht.

Cibwtrc An-schrcitimgen in Bamderq.

Nürnberg, 26. Frinr. WB) DerFrät,- fifdtc ÄuruT" meCet aus Bam her g. Nach b« fo-ute »ormirtag aulästlich ber Ettläickwruns Ersm-rs non ^troa 50)0 Prionen briudMen Drauertmrb- grlnir.p Iain zu fchwe ren AuSichreit un- J v Orpbtidif r Fclbarauer und halb wüchsiger Burschen. Tiefe gogm, um rck'n it? Ben^rgerun- bee angceibnrim Glok- enge läute» zu PiWnecii, nach ber St. Mattm^rrche mtb ben Tom, ben emkickwstichen Palait und bte jllvslrrftrche St. Ipeod Die Der- ^ra2L?trd)rnI<hT" 'wurden mit Betten unb atfinmdfejT -Mtialifam griprengt unb wlxtvr bc» iditofot. colbaU-et uuh 3tinli,tcn branden in foe tftrdKii unb nr.uen b.e (^Lxfpn tu Beto^gunck Ter Tympiantt. ^mtkxpirukir ßteiger unb ber trs» biidn>i Tr v Hauck nnnten schwer am Leden de» bwhi. veckrtgeru-ene XrttUe^abt iluit»m mit '.'jiaiCbutenortwUnrn und ^.lUiur^iunteiuiicäDte (teilten die Dünung w eher her 2;t.*rhn vun.*. schul.'»e nntckcn vertut ft«.

Tie RSckkrhk >tr dkutschei üftefrlftirr.