ein.
Flüchtlingsffirsorge.
bedeutet der Ausbau des SolidaritLtsgedmrk
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s,ch u l e nicht teilgenommen hat, ferner, bqf M.ob.«J nicht befragt morden ist, ob er zum Gintritt r » Pta«f(jeif Vorstand bereit sei, und daß er auch aufjer , ÜPtMle b.
ist, ein solches Amt anzunehmen, falls es ihni
** Aus dem Stadttheaterburc-j '
Zum Tanzabend Adrienne-Ursula Hacker v> l^,.a°S^Mönoln uns geschrieben: Tanzabende sind ModesE U w morden; jede Mode fällt leicht den Uebertreibnn^ PJCtQi
und Auswüchsen anheim. Tiefe vornweg aiisj h, frhMnnjg fl|
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sü,chlich angetragen werden sollte. — Wie uns V Geh. Rat Mittermaier hierzu mitte,lt, yu delt es sich bei dem Vorschlag und der Wahl Herrn Dr. Gail um ein Mißverständnis *
bet 10. August werden, es kann aber auch noch später werden. Wir werden dann für,das Plenum eine Ferienpause von etwa einen Monat, für die Steucrausschüsfe eine Pause von etwa acht Tagen eintreten lassen. Nach der kleinen Pause würden wir Ihnen für etwa Mitte August den Umzug der Steuer- kommisfronen nach Berlin Vorschlägen, einmal im Interesse der Förderung der fadtfidten Verhandlungen, dann wegen der großen Kosten, die uns hier in Weimar erwachsen. Also wir schlagen Ihnen vor, daß die Ausschüsse nach der kurzen achttägigen Pause in Berlin weiterarbeiten und daß das Plenum etwa am 15. September in Berlin tagt. Ich nehme an, daß bis dahin die Steuervorlagen in den Ausschüssen vorberaten sind. In der Zwischenzeit wird auch der Etat zur Vorlegung kommen und das würde eine Arbeitszeit bis in den Oktober bedeuten.
Nach einer kurzen Würdigung der Ausdauer und Arbeitsfreude des Parlaments sagte der Präsident schließlich: „Es ist sehr zu bedauern, daß die zahlreichen Steuerausschüsse in diesem Sommer sich mit einer so kurzen Ferienzeit begnügen müssen, aber die Gesamrlage des Reiches, unb namentlich die finanzielle Sage, erfordert dringend, daß Sie diesem Arbeitsplan zustimmen."
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Lrtlärung.
Herr Geh. Justizrat Metz teilt uns mit, daß
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glc; andererseits Mßsahrt" jene s Behaglichkeit | rin Werken die :fcn, da die U -Mg des Dort ^üMern tourt lämalertelk Er '^geblieben sein “Ablauf ber intobtltt'. %
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ändert, nordwestliche Winde. ,
** Gießener Volkshochschule. C< Dr. Gg. Gail, Bahnhofstr .65, legt Wert bi auf, an dieser Stelle öffentlich festgestellt zu wsiä daß er an her am 24. d. Mts. stattgehabten Cri> dungsversammlung der Gießener V o l k s h > w
mr. Höchst a. M., 24. Juli. In den letzten Tagen finden große Trttpvenverschiebungen der Franzosen statt. Die alten Feldregimenter werden vielfach durch Rekruten, ine noch nicht im Felde waren, abgelöst. Nur die Offiziere bleiben auf ihren Posten.
mr. H ö ch st, 24. Juli. Die von der Reichs- regierung angeordneten Feiern bei Verabschiedung der neuen Verfassung wurden im Kreiß Höchst von den französischen Ortskommandanttn verboten.
----- Mainz, 25. Juli. Zur Sicherstellung des Heubedarfs der französischen Besatzungsarmee verbot das Armeekommando jede Ausfuhr von Heu aus dem besetzten Gebiet und legte jedem Kreis die Lieferung einer großen Menge Heu auf, burdjroeg so groß, daß die Bezirke gar nicht in der Sage sind, derartige iOiengen zu beschaffen. So muß z. B. die Gemeinde Kronberg 55 450 Kilo aufbringen. Der Preis für den Zentner bewegt sich zwischen 22 und 30 Mk. Durch diese Vkaßnahmen ist die Durchdringung der heimischen Viehbestände aufs äußerste bedroht, wenn es nicht gelingt, ans dem unbesetzten Gebiet Heu einzu- führcn. Und dieses Gebiet leidet schon jetzt unter Heunot!
= Kestrich a. Rh., 24. Juli. Die auf dec Villa Stosch angebrachte französische Fahne des Ortskommandanten wurde von unbekannten Tätern mit Salzsäure übergossen. Wenn der Täter nicht ermittelt wird, muß die Gemeinde eine hohe Geldbuße entrichten.
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Unruhen in Australien.
Amsterdam, 25. Juli. (WTB.) Der „Ti- MHs" vom 23. Juli zufolge kam es in Mel- ibourne zu ernsten Unruhen, woran 8000 heimgekehrte Soldaten beteiligt waren. Die Spitäler sind voll von Verwundtten.
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Att» dem Reiche.
Dänische Treibereien in Nordschleswig.
Kiel, 24. Juli. (WTB.) Aus Sonderburg wird uns mitgeteilt: Am 23. Juli landeten in Sonderbar^ ohne Pässe und Ausweise etwa 1500 dänische Pfadfinder unter der Führung von Offizieren. Die dänische Bevölkerung der Stadt fand sich an der Landungsbrücke ein, um dadurch den Erwarteten Widerstand dec Behörde gegen die Landung zu unterbinden. Die Psadfinter wurden durch den Sonderburger Redakteur Graus durch eine Rede empfangen, in dec er hetzerische Ausfälle gegen Deutschland mit Hochrufen auf das größere Dänemark verband. Unter seiner Führung traten die Pfadfinder bann einen Temonstra- tionszug durch die Stadt unter der Absingung dänischer Lieder an. Durch das Verhalten Graus' gereizt, zog abends ein Zug Deutscher in das dänische Versammlungshaus und verlangten in diesem die Auslieferung Graus, aber ohne Erfolg. Dieser versammelte heute morgen bie dänische Bevölkerung auf dem Markte und veranlaßte die! T 'enge zu dem Beschluß einer Entsendung einer
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schalten, dem Publikum Unterhaltung und regung durch Ausdeutung einer neuen Samiib1 zu bieten, ohne, die Kunst selbst zu verletzen, i die Aufgabe, die Adrienne-Ursula Hacker M bestrebt ist. Für sie ist der Auf- und durch das Kostüm, so sehr auch hier ter • füllung ästhetischer Forderungen durch ziehung erster Kunstgewerbler nad>ge gangen Wal nie Selbstzweck. Tas Kostüm soll, in Forums tung und Farben spiel nur den jeweiligen r charakterisieren. Die endgültige VerdolmettY^ der Musik gibt bei Adrienne-Ursula Hacke: in Dellerauscher Schule erzogene Körper. Gam losgelöst von allen Hemmnissen erlcbetn. <r der bisher noch rückst geübten Tanzart:^dem juj scheu Tanze! Hier kann der frei gewordene MN dec, Unterstützung durch bte Mustk enteren.1
Xus Stadt und Land.
Gießen, den 26. Juli 1919.
Anarchischer Zusammenbruch oder solidarischer Ausbau?
Ueber dieses Thema sprach gestern atenb Dr. Stadtler im Saale des Hotel Einhorn Dr. Stadtler entwickelte zahlreiche neue Gedanken und Gesichtspunkte und versuchte, in die tieferen Zusammenhänge der folgenschweren Geschehnisse der letzten Jahre hinernzuleuchten. Er ging von der Anschauung aus, daß zur Beurteilung der Weltlage der Maßstab einer der gegebenen Parteidoktrinen nicht genüge. Der einzig mögliche Weg fei die tiefe Erkenntnis der Wellkatastrophe und eine Parteifchranfen überfbringwJbe Siebe zum Deutschtum und zur gesamten Menschheit. Erzeigte zunächst den inneren Charakter der Entstehung und des Verlaufes des Weltkrieges. Das große Völkerringen fei nicht eine Auseinandersetzung zweier oder mehrerer Staaten wegen irgend eines Zankapfels gewesen, foubem das Sich- austoben tausenderlei einzelegorstischec und rnassen- egoistischer Tendenzen einer materiellen Zeit, die in ihrem anarchischen Durcheinander zu seinem
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lers, oft von spontanen 3uftfmmnngsCmibgebiutca unterbrochen, fanden am Schlüsse stürmischen fall. Von einer Diskussion wurde der vvrgerücka Stunde — 11 Uhr — wegen abgesehen.
Kommission nach Kopenhagen, welche die Entente zur sofortigen Besetzung Nvrdschleswrgs zur Sicherheit der angeblich schutzbedürftigen Bevölkerung ersuchen soll. Bei biefet Ereignissen ist es zu wiederholten Mißhandlungen Deutscher ßetommen. Die Deutschen des Kreises Sonderburg verlangen von der Behörde eine genaue Unter» uchung und strenge Ahndung gegen alle Rnhe- ’törcr, einerlei ob Deutsche oder Dänen. Sie protestieren gegen jede systernatische Verhetzung und dänische Demonstration.
Abstempelung dcs Papiergeldes.
Berlin, 25. Juli. Die „Berl. Börsenztg." berichtet aus Weimar: „Zur genauen Feststellung dec vorhandenen Vermögen, die zur restlosen Erfassung durch die Steuer notwendig i|t, hat sich das Reichsministerium entschlossen, svlgende Maßregel in die Wege zu leiten. In nächster Zeit wird alles oorbantenc Papiergeld cingezogen und durch Gutscheine (Zwischenscheine) ersetzt, die wieder gegen das neue Papiergeld eingetauscht lvcrden. Hierdurch ist jeder gezwungen, vorhandenes Bargeld abzuliefern und zugleich die Summen anzugeben, denn ec erhält nur soviel zurück, wie er angegeben hat, während das nicht angegebene und abgelieferte Papiergeld für ungültig erklärt wird. Ferner werden sämtliche Wertpapiere einer Abstem pelung unterzogen und sodann unter Kontrolle gebracht. Alle nicht abgestempelten Papiere verlieren ihren Wert. Aehnliche Maßnahmen werdeic mit den Verträgen von Gesellsckwften vorgenommen, um die dort investierten Werte festzustellen."
Was den Umtausch des Papiergeldes, also der Banknoten, Darlehenösd-eine, Rerchscassenscheine usw. anbelangt, so hofft der Reichsftnanzminister, durch ihn weiterhin noch ungeheure Summen von gehamstertem Geld aus dem Versteck zu locken, und wenn sie erst einmal ans Tageslicht gekommen sind, nimmt man an, daß sie bann nicht mehr in den Strumpf zurückkehren, sondern bei b-cn Banken und Kassen verbleiben werden. Erweisen sich diese Hoffnungen als berechtigt, dann würde sich daraus eine sehr wesentliche Verkleinerung unseres Papiecgeld- umlaufes und im Zusammenhang damit eine Verbesserung unseres Geldwertes ergeben. EineHecab- konvertierung des Geldes auf einen geringeren Wert soll mit der Abstempelung nicht verbunden
mit französischen Aufschriften, wobei ihm frei-., lich, wie ja meist in solchen Fällen, allerhand' sprachliche Schnitzer unterliefen. Als die Psed- dersheimer die Weiblichkeiten des Ortes, die sich mehr oder weniger intim mit den Franzosen abgaben, durch Maueranschlag der öffentlichen Verachtung Preisgaben, prangten an der Spitze dieser Ehrentafel — Gattin und Tochter des Herrn Oberamtsrichters! Bei der Verhandlung gegen die angeblichen Urheber dieser Plakate wirkte als Dolmetscher — das ebenfalls angeschuldigte Fräulein Tochter des Herrn Oberamtsrichters! Was allerdings nicht verhindern konnte, daß gegen die beiden Damen ein erdrückendes Beweismaterial zutage kam. Der Herr Oberamtsrichter ist auch ein großer Nimrod vor : dem Herrn. Da aber durch die Besatzungsbe- hörden den deutschen Jägern das Schießen 1 verboten ist, begnügt er sich damit, die Franzosen auf das Feld zu geleiten und ihnen mit seinem Spazierstock die Hasen zu zeigen.
Französische Schikanen.
ga. Ludwigshafen, 24. Juli. Trotz des schon seit mehreren Wochen tatsächlich bestehenden Friedenszustandes fiub für die pfälzische Bevölkerung noch keine Erleichterungen zu verzeichnen. Die Erteilung von Ausreisegenehmigung ins unbesetzte Deutschland erfolgt spärlicher als je zuvor. Für die Ludwigshafener Rheinbrücke wird nunmehr in besonderen Fällen ein Paß für einen Tag ausgestellt. Die Briefzensur ist wieder schärfer. Der Einlaß, selbst genehmigter Zeitschriften und Blätter, wird von verschiedenen Kontrolloffizieren eigenmächtig behindert. Die AAwlkerung ist nach wie vor verpflichtet, die Trikolore bei dem Brückenhäuschen in Ludwigshafen an der Rheinbrücke zu grüßen, ebenso muß sie vor den in Truppenverbänden getragenen französischen Fahnen die Ehrenbezeugung machen. Es hat sich der pfälzischen Bevölkerung ein deutlicher Unwille und ein Zorn über die fortgesetzten Belästigungen der französischen Besatzung bemächtigt, zumal auch die Hemmnisse immer größer werden, die auf der geschäftlichen Tätigkeit schwer lasten.
Schmugglerlos.
hl. Aus der Pfalz, 24. Juli. Bei Roxheim versuchte eine pfälzische Schmugglergesellschaft eine größere Sendung Waren über den Rhein zu schaffen, wurde jedoch von den französischen Wachtposten bemerkt. Es entspann sich eine Schießerei zwischen den beiden Teilen, in deren Verlauf 4 Schmuggler getötet wurden.
er aus der Deutschen demokratischen Partei ausgetreten fei. Damit erübrigt sich für den hiesigen Verein der Deutschen demokratischen Partei ein Eingehen auf seinen „Offenen Briest" in Nr. 167 des Gießener Anzeigers vom 21. d. M., das sonst nottrenbig gewesen wäre.
Fischer,
1. Vorsitzender des Vereins der Deutschen demokratischen Pattei zu Gießen.
revvlution einen Ausweg aus unserer iurchlterq : Lage erhoffen. Ter politische Machtwille von rejti * und links wird die jetzige Regierung längsmi w malmen und was dann kommen wird, ist Selbst- z-erfleischung in Bürgerkrieg und Anarftsi'. ilitvt ' dem Drucke von außen wird die Auflösnn 1 bd Deutschtums m der ganzen Welt in Form ein« '' modernen Judenfrage entstehen.
Eine Rettung aus dieser furchtbaren Lage sirsk F der Redner nur in einer Erneuerung ganz Deutsch« JJ lands im Geiste der Solidarität, im 2itbiiniei ? aller auf einer, über dem alten Patteikvam stch.rdg . Shrie, wodurch nach geistiger Ucbemnnbung ter an ; Weltkrieg schuldigen alfaqi Zeit ein neuer Gtaet, eine neue Wirtschaft, ein erneuertes Gcisbesstk ■>; geschaffen werden. Ter neue Staat darf nidf ' Parteistaat, sondern Muß Gesellschasts- und Volk« * float sein, mit einer patteifreien aber Programm festen.Regierung. Die Industrie muß yrr Pw> duktirmsgemrinschast werden, die als Selbstt«« ’ waltungskörper, als Staat im Staate, sich MW regiert. Desgleichen Handel, Landwirtschaft, So» kehrswesen, Gduile, Kirche usw. dlußeicpvlitzs
Die finanziellen Klauseln des Frievensvertrages.
Versailles, 25. Juli (WTB.) Der Frie- densaussckuß der Kammer hörte gestern den Schluß de-Z Berichts des Abg. Dubois über die finanziellen Klauseln des Friedensvertrages. Der Berichterstaite» vettrat die Ansicht, daß man von Deutschland eine größere Kohlenabgabe hätte verlangen Wiwit, denn das sei das beste Geld, nrit dem Deutschland zahlen könne. Man dürfe außerdem den deutschen -Kohlenpreis nicht auf der Basic des Preises der englischen Kohle berechnen, weil dadurch Deutschland einen übertrieben hoben Preis erhalte. Die Engländer müßten sich dazu verstehen, ihre Preise einer Revision zu unterziehen. Bei Verteilung der Entschädigungssumrnen müßten Frankreich und Belgien bevorzugt werden, weil sonst England eine allzu privilegierte Stellung einnehmen würde.
Am nächsten Montag und Dienstag werden Clemenceau, Finanzminister Klotz und der Minister für den wirtschaftlichen Wieder ausbau Lcmchmr vom Friedensausfchuß gehört. (Sternenceau soll Auskunft über die Besetzung des linken Rheinufers geben.
Versailles, 25. Juli. (WTB.) „Echo de Paris" glaubt, der Friedensvettrag werde durch die Kammer am 6 August und durch den Senat am 15. August ratifiziert werden. Die Kammer werde in 10 Tagen ihre Tätigkeit beenden. Tie Neuwahlen fänden voraussichtlich am 10. Oktober statt. „Echo de Paris" glaubt ferner zu wissen, daß der wegen der Demonsttativnen vorn 16. Juni anläßlich dec Abreise der Friedensdelegation von Versailles gemaßregelte Präfekt C h a I e i l in aller Kürze wieder in fein Amt eingesetzt werde.
Vertranen-kundgebung für die franzSfifche Regierung.
Paris, 25. Juli. (Wolfs.) Tie Debatte über die Finanrpolitik der Regierung ist beendet. Der Regierung wurde mit 304 gegen 134 Stimmen das Vertrauen ausgesprochen.
Versailles, 25. IM. (Wolfs.) Aus der gestrigen Sitzung der französischen Kammer, worin bet Regierung, tote bereits gemeldet, das Vertrauen ausgesprochen wurde, ist noch zu berichten: Scharfe Angriffe richteten die Abgeordneten Le- fevre und Bedou ce gegen das Finanzgebaren des Ministeriums. Bedouce erklärte, der Krieg habe Frankreich 300 Milliarden gekostet, dazu kämen bis Ende 1919 89 Milliarden ausländische Verpflichtungen. Unter diesen Umständen berechne er das Minimum des zukünftigen jährlichen französischen Budgets au f 25 Milliarden. Trotz der verschiedenen Steuerpläne bleiben noch 10 Milliarden ungedeckt. Lefevre Dertrat die Ansicht, daß eine Anleihe von 5 bis 6 Milliarden notwendig fei. Das deutsche Botschaftsgebäude in Paris.
Paris, 25. Juli. (WolffO Havas. Nach dem ^Journal" wird die deutsche Delegation in Versailles demnächst in das Gebäude der früheren deutschen Botschaft in Paris übersiedeln. Freiherr 0. Lersner hat zu diesem Zwecke bereits eine Besichtigung vorgenommen. Vier dorische Delegierte, die beauftragt sind, die in den besetzten Gebieten beschlagnahmten Werte wieder nach Frankreich zu schaffen, haben sich bereits dort eingerichttt.
Der Wiederaufbau Berduu».
Berlin. 26. Juli. Luxemburg wird laut A. finanziell an dem Wiederaufbau von Verdun Mitwirken und diese ftanzösische Nachbarstadt adoptieren..
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Lü. Von der Landes-Universiti Der ordentliche Professor der llassischen logie Dr. Karl Kalbfleisch wurde für Zeit vorn 1. Oktober 1919 bis 30 September 1 zum Rektor der Landes-Universität gewählt.
** Von der Post. Die Oberpostdirck Darmstadt hat mitgeteilt, daß die Postanstalten dem besetzten Gebiet von Rheinhessen 1 Starkenburg den Paketverkehr mit reich, Italien, Großbritannien und Irland genommen haben.
** Briefe nach Amerika. Nach den w einigten Staaten von Amerika sind gewöhcküt offene Briefe und Postkarten auf Gefahr » Absenders zugelassen. Die Leitung der Sendm^ erfolgt über die Niederlande, falls der Abs<»^ keine andere Leitung verlangt.
•* Schellfische kommen am Montag buxe Stadt in den bekannten Fischgeschäften zum Der
** Wettervoraussage für Sol tag: Wolkig, meist trocken, Temperatur wem-
tung ter äußeren Rechte und äußeren Linke, wih rend die Reckfte von einer Rückkehr der Mono;V iz, die Linke vom Ausbruch ter proletarischen
Berlin, 26. Juli. (WTB.) Am Freitag den 25. Juli fand im Festsaate des Herrenhauses die Gründungsversammlung des Ehrenausschusfes „Flüchtlingsfürsorge" statt, an ter bic Vertreter ter Behörden, des Roten Kreuzes und bet Grenz- marken-Schu tzverbänte teünahmen. Reichspräsr- teirt Ebert hat den Ehrenv-orsitz übernommen. Der geschäftsführonde Vorsitzende Dr. Soffen teilte mit, daß für den Opfettag ter 13. und 14. Lep- tember in Aussicht genommen ist.
Die Streikentlafiungeu bei Siemens.
Berlin, 25. Juli. (Wolff.) Nachdem gestern etwa 10 000 Ar beiter auf Beschluß ter Tirektion des Siemenskvnzerns entlas- en worden Inxaren, fegten sofort die Arbeiter zweier Werke in ter Siemensstadt und heute oor- miitag weitere Werke die Arbeit nieder. Man befürchtet die Stillegung des ganzen Betriebs. In Siemensstadt smd 23 000, in allen Betrieben des SiemenSkonzsrnS in Berlin (Siemensstadt, dbarlottenburg, Lichtenberg unb Gartenfels bei Spandau) 30 600 Arbeiter beschäftigt.
Vor einem Gencralftreit der Post- und Telegraphenarbeiter?
Berlin, 25. Juli. (Wolff.) Die Telegraphenarbeiter und Handiverker haben heute iroimittag in den Betrieben ter Post- unb Telegraphen Verwaltung die Arbeit infolge ter Entlasfmig von 287 Arbeitern und Hanteverkern, die am 21. Juli der Aufforderung ter Unabhängigen zum Demonstrationsstreik folgten, niedergelegt. Auf ein Teegramm an den Reicho- postminister Giesberts, worin die Wiedereinstellung iimerhalb 24 Stunden gefordert roiirae, erwiderte Giesberts: ,^Jener Streik wurde ohne VerhandlmMN unter Kontraktbruch begannen, so daß die Entlassungen durch die Berliner Ober- postdirektion gerechtfertigt sind." Noch heute vormittag sollen Vergleichs Verhandlung en mit der Obettwstdirektion beginnen. Sollte die Oberpostdirektion sich weigern, die 287 Arbeiter und Handwerker wieder einzustellen und ihnen den Lohn vom Sage der Entlassung an zu zahlen, so würden die Vertrauensleute ter Post- und Telegraphen arbeitervrgcmisation ganz Deutschlands möglicherweise den Generalstreik über ganz Deutschland beschließen.
Berlin, 24. JUli. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekcmntmachmig über die Ausgestaltung ter Fleifchkarte und über die Verbrauchshöchstmenge an Fleisch und Fleischwaren sowie eine Bekanntmachung über die Verlängerung der Prioritätsfristxn in Däue- inlar t
Aus dem besetzten Gebiet.
Dir rheinische Frage.
Hagen i. Wests., 23. Juli. Eine hochpolitische Tagung findet hier am 29. d. M. statt. Die sozialistischen Abgeordneten, Parteiführer usw. aus allen Abschnitten des besetzten Gebietes kommen zusammen, um oie Stellungnahme zur rheinischen Frage zu beraten.
Vom deutschen Nationalgrfühl.
D a r m st a d t, 25. Juli. An der Volls- schule in Kostheim bei Mainz wirkt eine Dame, die den Namen eines der genialsten imittel-- alterlichen deutschen Maler trägt. Ein Franzose gewann ihr deutsches Herz, so daß sie fick) mit ihm verlobte, nachdem sie ihrem früheren deutschen Verlobten den Laufpaß gegeben. Als man sich itn Orte über solches Verhalten ge- rechterwcise empörte, drohte sie mit Anzeige an die französischen Behörden, falls man ihr irgendwelche Schwierigkeiten machen wücte. — Der Oberamtsrichter in Pfeddersheim bei Worms konnte vor dem Kriege sich nicht ge- img tun in militärischen Hebungen. Im Kriege äußerte er mehrfach die Absicht, Offizier bleiben zu wollen, da es chm unmöglich sei, jemals wieder Stubendienst zu machen. Dann kamen die Franzosen auch nach Pfeddersheim. Der Oberamtsrichter aber — katzbuckelt und I schweifwedelt vor den ungebetenen Gästen und schmückte alsb^d jede Tür im Gerichtsgebaude
TI Charakter verlor und ■
emr Weltkrieg interessierte und- evie-Arc 1 wahnsimi entstehen ließ. In ter Fristenspolirl» ter vcrschictene-i Staaten herrschte dieselbe chie, weshalb ter große Mampf auch anarchft I zusammenbrach.
Tas deutsche Volk befindet sich jetzt dochl- den Clemenceau-Frieden in einer fürchterlst>« Sage; cs hat anderseits aber auch in den tv.« gangenen sieben Monaten Zeit gehabt, Tistr^ zum Weltkrieg zu gewinnen, wäh c.ib Frankr!si noch immer im Siegestaumcl schwelgt und enc, furchtbaren Erwachen angesichts des inneren <vir> schaftlichen, völkischen und morasischen Su amuxn bruchs entgegenficht, den Clewenceau aujzuha-ti wähnt, intern er aus dem, feiner Meinung n<4 nur scheinbar besiegten, in Wirklichkeit aber un, besiegten und lebenskräftigeren Teu schland all-j lIeranözupressen unö bis zum letzten Buchstaben bg Erfüllung des Vertrages von Versailles zu a> zwingen sucht.
Tie russische Revolution hat man in Deuts^ land wie in ter ganzen Welt vollständig pertinnL Sie ist to-eter ein Uebergang vom Zarismus ,ut Demokratie noch ein Sieg des Parteisozi.ilismnz, sondern eine sich aus dem Wfttkricg ergeben^ katastrophale Znfammenbruchterschsinung auf ftn Umwege über die Temokratie und den Volfck)tNiS, mus zur Anarchie und Auflösung. Ebenso ist btt deutsche Revolution kein Aufstieg zur Temolco:«, zur nationalen Freiheft aus den Fesseln ter Mm, archic und Buceankcatie, sondern gleichfalls nW anderes als eine Zufannnenbruchserfcheinung aui politischem, wirtschastlirizem, geistig-ethischem ich kulturell-natioimlem Gebiete.
Tie Weltkriegskatastrophe hat durch das sailler Friedenswerk, das nur ein Ohnmachlskw dukt gegen die unaufbaltfam Hereinbrechente Ai» archie ist, höchsstens einen formalen Alisch! usj.qp funten. Tie Katastrophe wird sich weiter ent« wickeln; die Welt steht erst vor den Toren bq Weltrevolutivn, die sich folgerichtig aus dem an« arcksistischten Charakter des Weltkrieges ergibt, ein Tcftsacte, mit der auch Frankreich, Italien, $4 gien und selbst England werten rechnen müfen
Teutschland ist heute in drei Patteinchtluiga zerfallen, die sich gegenseftig bis aufs Mesiec be> kämpfen. Ter durch Erzberger verkörperte Nei» mngsblock sucht fein Heil in ter wortgetreuen Ev füllung des Versailler Diktats und ter Riederich
Ausbruch drängten und feinen anarchischen Cha- der bisher noch nicht geübten Tanzart:^oem r- ratter in seinem Verlauf und scheinbaren Abschluß scheu Tanze! Hier kann ter frei beftimmten. Schuld an feiner langen Dauer ist ter Unterstützung durch die Aiusik entveycen - vor allem auch die bisher unerhörte Art feiner 1 verdichtet, auf den,anerzogenen auwruaßn « ZsinanLiLrung, die ihren natürlichen opfernten I letten aufbauend, eine Folge von Bewegung ,
eine Weltorgamsatton zum W-ieterausbau brr ii -r1 Anarchie versinkenden Welt; hierin voranzusthrri ten intb den Weg M weisen, fei die große MchÄ des Teutschttnns. —• Die Ausführungen Dr. Clc»


