sich Stute int Automobil nach dem nahen Dfr I Twtzdem btt Preise nicht allzu hoch bemessen manstcdt, um dort den Zug in der Richtung' r«ndeu falten, hofft man doch auf diese Weise
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nach Erfurt zu besteigen.
hardser Schutzhaus" ein Stelldichein. Lehrer 9Büt$*
wurden die neugew
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uniform machten am wccmtag die Staoi un- m sicher. Zwei von ihnen, darunter der OfsiziA i
fielen unserer Sicherheitsmannschaft in
Hände, der dritte konnte mit seinem PferduM-^^nn ' entwischen. Sie gehören der BesatzungsmaruvM^^r schäft benachbarter Ortschaften an. Br "** IiqS. i
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zur Ausgabe. NSHeres siehe Anzeigenteil. ** Freibank. Freitag, den 27. Juni wer- vdn 1(—4 Uhr die Nrn. 1—200 beliefert.
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Q. Bad-Nauheim, 25. Juni. Gesten! en Stadtverord-
äerSaia-ech! Ui in fe tz $ «flennen. $(
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Mörler einnehmen wird Die Wahlen yu bai 80 schiedenen Ausschüssen usw. vertiefen glatt, liv Wunsch der Bad-Nauheimer Acrztevereinigung naä Vertretung im Konitzkystist. Ortsgesundhcitsrrl, Krankenhauskommission, Schulvorstand rmd lh' nährungsbeirat wurde genehmigt. — Gegen den Versuch des Badefiskus, den Wasserpreis für int
imemg gdtffl. t eiso jetzt iwchm uusgehändigl to h fcirfto Frist ngcn armimnrt ob HO.ilnhause tm ftodieuvCTroc ft find im Zeil } Äebe Iti jur ■ Namhmcn p > biteben poetfbj
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net en in feierlicher Sitzung durch Bürgermeister Dr. Kayser in ihr Amt eingeführt unb ver- pflichtet. Dr. Kayser verwies in längerer Rede di? Herren auf die schwierigen Ausgaben, die in Zukunft zu lösen seien, betonte besonders die Regelung der Finanzfragen, Beschaffung von Arbeitsgelegcn» heit für Erwerbslose, Milderung der Wohnungsnot 4inb stellte eine Vorlage betreffend Besserstellung der Beamten, sowie einen Umbau des Stadrhauiri, das zu Nein geworden sei, in Aussicht. Zum ,Schlüsse bat er die Herren, sich nur vom Pflicht» gefühl leiten zu lassen und für das Wohl der Stadt
nahmt und an dir Bürgermeisterei abgrficfert ®e» wöhnlüh wird das Hamsterergeschäft von Leut« betrieben, die es schon längst betrieben haben, unendlich vom Geschick ereilt werden. Auch tauscht, Eifenhandlungen Butter gegen nötiges Elsen ,u Wagenreifen usw. ein, und holen dafür Zigarren. Zigaretten und Tabak um, die sehr begehrte Ärtttd sind. Es wäre an der Zeit, daß auch diesen 8artti das Handwerk gelegt würde.
e Aus dem Vogelsberge, 21. Juni Die Tatsache, daß die Städte mit ausländitch-m Schmalz und Speck beliefert werten und die Stadtbewohner in Den Läden gar ohne Marken reine; Schweineschmalz zu verhältnismäßig ..billigem" Preise erwerben können, ist bereits auf die Hohr der zuletzt unerhört hochgeschraub.en Phantasiepreise der Butter nicht ohne Wirkung geblieben. Tie Nachfrage nach Butler hat ganz bedeutend nachgelassen, die Hamsterer sind feltun geworden und sckwn wird einem sogar Butter freu willig angeboten. Tie Preise gehen diiDnuemb herunter, und „wenn das so weiter geht", meinte dieser Tage ein biederer Landwirt, als gar leinet kam, der seine teure Butler haben wollte, „bann werden wir halt doch unsere Milch wieder in die Molkerei liefern müssen". Ja, ja, die Zeiten sind veränderlich — leider, denkt der eine, — Got sei Tank! sagt der andere — und mit Recht!
Kreis Schotten.
** Eschenrod, 25. Juni. Am Sonntag ben 22. Juni gaben sich die Zweigvereine Schotten und Herchenhain des V. H.-C. auf dem „Butt»
bett Trat bat Zweck, diese schwere Stunde der Regierung auszunützen, um einer spattakistisch- wmmuntstrschen Rogierung Vorschub zu leisten. Deutschland. das aus tausend Wunden blutet und van seinen Fanden erbarmungslos gewürgt wird, wird aus rein parteipolitischem Machtkitzel völlig zu tutnieren und zum Spiel ball unserer Feinde zu madfen gesuckst. Gegenüber diesem Treiben, wogegen kein Wort der Verurteilung scharf genug rch ertlärt der Neichskommissac Hörsing, dag das in Oberschlesien zusammengezogene Militär lediglich die Aufgabe bat, die Grenzen vor lieber' schreiten einer feindlichen Heeresmacht so lange zu schützen, bis die Ratifizierung des Friedens verbürgt ist. Tie besonnene Bevölkerung, itamentlich die organisierte Arbeiterschaft, ersucht Hörsing, gegen alle diese Hetzereien, welche geeignet sind, letzt Unruhen und weiteres Elend heraufzubeschwö' ren energisch Front zu machen, gleichgültig, ob diese Handlungen von spartakistrscher Seite kvni- ,men oder von reaktionärer, die sich an dem Treiben beteiligen, um die auf ihnen lastende Schuld <m dem Deutschland so schwer barniederschlagerr- ben Frieden von sich abzmoälzen.
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den aus dem niedrig angesetzten Eintrittsgeld (1 Mark) sich ergebenden Revrertrag nicht unerheblich zu erhöben. — In ruhigen Seiten hat man Über dervrti« Veranstaltungen zuweilen abfällig geurttrtt. Ob mit Recht oder Unrecht, das mag dahingestellt bleiben. In diesem Falle iwerden aber — im Hinblick auf den edlen Zweck — selbst die schroffsten Gegner solcher Taroielungen
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Bäber im Konitzkystift zu erhöhen, soll Einspruch M erhoben werden.
O Cleeberg (bei Butzbach), 25. Juni. Ti- hiesige Jagd, die bisher zu 240 Mark verpachtet war, wurde neuerdings an Fabrikant H-a- sold-Wetzlar zu 3750 Mark vergeben.
O Friedberg, 25. Juni. Tie Sammfan? zum Besten des Säuglings- und Klein' k i n d e r s ch u tz e s ist im Kreise nun abgeschlossen Auster Staden und Ober-Mörlen beteiligten sich alle Gemeinden daran. Tas Gesamtergebnis trägt 12 690,61 Mark. — Zum Vorsitzenden hiesigen Ortsgruppe des Bvlksbundes zum Sch der 'deutschen Kriegs- und Zivilgesangenen mutt» Oberlehrer Ritzert gewählt. In der Opfer» woche sind für unsere Gefangenen die folgenttl Beträge eingegangen: Friedberg 2492,75 Mi», Dorn-Assenheim 285 Mk., Obcr-Äckchach 100 M!.. Gambach 600 Mk.. Assenheim 1045,25 Mk., 2hinj; gräfenrode 223,50 Mk., zusammen 4746,50 l'lt Wer in der Opferwoche mindestens 3 Mk. gezeih» net hat, gilt ohne weiteres als Mitglied dn Ortsgruppe Friedberg des Volksbundes, ohne t»1 nochmals ein besonderer Mitgliedsbeitrag erhol-r wird. Tie hiesige Vereinigung ehemaliger Kriegs« und Zivilgefangener hat sich der Ortsgruppe oit» geschlossen. — Tie hiesige Mathildensti!' tung konnte im ab gelaufenen Geschäftsjahre, te» dingt durch die Kriegsverhältnisse, nur 9 Kintn in Pflege aufm'hmen und blieb mit dieser W um 12 gegenüber dem Durchschnitt der Wtn 50 Jahre zurück. Seit der Gründung der Sliftuil im Jahre 1865 beträgt die Gesamtzahl der Psletz' linge 1094.
Starkenburg und Rheinhessen.
Ein Äormmlniftenneft.
B e r li n, 25. Ium. (WTB.) Der „Lokal- anKeiqer" meldet aus München: In Blankenburg bei Augsburg wurde eine ganze Kolonie von Kommunisten ausgehoben, die sich dort unter dem Deckmantel naturgemäßer Lebensführung zusammenscharten und Schußwaffen und Viunition in Mengen bei sich hatten. Der Zuzug aus allen Teilen Deutschlands war sehr zahlreich. Unter den Verhafteten befindet sich der erst in der vorigen Woche vom Standgericht wegen Hochverrats zu einem halben Jahr Festungshaft verurteilte Bildhauer Mühlbauer, der während der Münchener Pöbelherrschaft den Vorsitz im Revolutionstribunal führte und auch mit der Umgestaltung der Akademie der bildenden Künste beauftragt war. Ferner wurde der Kommunist Weigel verhaftet, der während der Pöbelherrschaft Staatskommifsar für das Ernährungswesen gewesen ist.
Rückkehr aus Deutsch-Sübwettafrika.
Rotterdam, 25.Juni. (WTB.) Hier kam der englische Dampfer „9wrtoichcastle" mit 771 deutschen Männern, Frauen undKindernausSüdwestafrikaan, die noei) an demselben Tage nach Deutschland lveiterreisen.
Eschenrod hielt einen Vortrag über „Eschenrödrr Schicksalstage" und schilderte die Zeit des dreißigjährigen Krieges, die Franzosenzeit und btt große Wasserflut vom 3. Juni 1826. Ein Eschen röder Mädchen trug die schöne Tracht seine-' Heimatdorfes in der „Franzosenzeit" (gedruckten Rock, gedruckte Schürze, gestrickten Motzen feibtnd Halstuch und Haube).
z. Aus dem oberen Vogelsberg, 25. Juni. Endlich nach woch,'nlanger taxttnbil ist seit gestern ergiebiger Regen emgetreren. der auch heute noch anbauert. Heute ist alles auf dm Aeckern mit Pslanzensttzen beschLftigt. Es war auch die höchste Zeit, daß Regenwetter ernt rat, da bic Sonne sonst alles versengte nno verbrannte nnb die Sommerfrucht durch bie anhaltende Däm nicht entimdelit konnte. Auch für Kartvffeln und Gartengewächse kommt der Regen sehr y> legen. Jetzt ist es ziemlich kühl geworden.
Kreis Friedberg.
ausnahm sw. ist ihre Bedenken bei’reiie schieben und werden hoffentlich vollzählig mit gefüllter Geldbörse kommen, um zur Linderung der großen Rot, die trotz allen sonstigen Unterstützungen unter bcn unglücklichen Kriegsblinden herrscht, auch ihrerseits -nach Kräften bcizutragen. lieber das tnaterielle Ergebnis des Abends witd demnächst der Gießener Anzeiger Auskunft erteilen. (Siehe Inserat.) .
** Pferdediebstahl. Seit 23. Juni ist ein schweres Reitpferd, Wallach, Rappe ohne Abzeick-en, mit biupicrtem Schwanr und kurzge- fchniitener Mähne, nebst zwn neuen Sielgeschirren im Wert von 3—4000 Mk. von einem hiesigen Truppenteil ver sckwund« n. Anscheinei^d lieg! Tfebstahl vor. Sachdienliche Mitteilung nimmt bie Kriminal - Abteilung entgegnu Vor Ankauf ivirb gewarnt.
, ** 2urd) Selbstschüsse verletzte Hühnerbiebe. Wegen wfebrrlwtter Tiebftäble von Hühnern l>atte sich ein hiesiger Geflügelve- fitzer am fernem Anwesen am Robberg durch Legung' von Selbstschüssen gesichert. In der Nacht zum 25. Jmn inar nun wiederum ein solcher Diebstahl versucht ivorden, wobei zwei Schüsse zur Entladung kamen und den Täter zweifellos verletz! haben müssen. Wer über die Person, des Diebes Auskunft zu geben vermag, wird gebeten, dies der hiesigen Kdstminalpolizei mitzaiteilen.
** Neue Vs - M a r k - S t ü ck e. Schon seit einiger Zeit ist eine verstärkte Ausprägung von Vs-Mark-Stücken augeorbnet. Mau trifft jetzt häufig im Verkehr die neuen, etwas schwärzlichen 50-Pfennig-Stücke, die sich äußerlich infolge geringer Beize von denen aitbercr Jahre da- buvch imterscheiden, daß ihnen der Sllbergbmz felstt; die Legierung ist die gleiche. Die Prägung wird in den nächsten Wochen wieder aufhören, da Don den herzustellenden 10 Millionen bereits 5 Millionen fertig sind. Dagegen werden laufend zur Beseitigungg des Mangels an Heiner Münze eiserne 50-Pfennig-Stücke und zinkene 10-Psennig-Stücke geprägt. An 5-Pfennig Stürben ftnb bereits 37 Millionen, an lOrPfemtig- Stückrt 29 Millionen her gestellt. J-rfolge unseres Kupfcrmangels tuerben Kupfermünzen nicht mehr geprägt.
** Die Linbe blüht! Wieder früher als sonst hat sich die Lindenblüte entfaltet. Sie ist einer der letzten der bei uns blühenden Bäume. Von den beiden heimischen Arten macht gegenwärtig bie breitblätterige Sommerlinde sich durch den angenehmen Wohlgeruch der Blüten bemerkbar. Kurze Zeit später felgt bann bie kleinblätterige Wtitterlmde.
Landkreis ©leben.
U Lang-Göns, 24. Juni. Anton Konr. Dem, Maurer, wurde zum Flurschütz bei her hiesigen Gemeinde verpflichtet.
-m. Steinbach, 26. Juni. Vergangene Nacht wurde hier in zwei Hausern eingebro- chen mib eine Menge Weißzeug gestohlen. In dem einen Haus nahmen die Diebe auch einer armen Fvw, deren Mann sich in Gefangen-, schäft befindet, die noch twrbanbenen, vorn Munde ab gesparte n Würste mit. Mit einer Leiter, bie sie in einer anderen etwa 10 Minuten entfernten Ho freite wegnahmen, führten bie Diebe bcn frechen Raub aus. Man nimmt an, daß die Tat auf das Konto fremder Hamsterer, die in unterem Ort Bescheid wußten, zu setzen ist.
tt. Treis a. L., 25 .Juni. Der nad> dem sozialdemokratischen Wahlvorschlag an 3. Stelle zum GenilTinderatsmitglied gewählte Johannes Lemp hat die Wahl nicht angenommen, so daß Otto Nuhn an seine Stelle tritt.
Kreis Büdingen.
Ortenberg, 25. Juni. Durch das Entgegenkommen der hiesigen fürstlichen Stol- ber^-Roßlaischen Verwaltung wurden an die Landwirte bzw. Kleintierhalter 52 Morgen Wiesen für Heu- unb Grummeternte zu bem außer- orbentlick billigen Preis von 1500 Mk., b. h. burchschnittlich zirka 30 Mk. für bcn Morgen, abgegeben, während bas Heu bei ber Versteigerung ber städtischen Wiesen bedeutend höher, z. T. 150—200 Mk. Pw Morgen aus den guten Wiesen, kam. In Nachbarotten wurden bei Versteigerungen so in Usenborn, bei mandjen Wiesen sogar 300 Mk. pro Morgen gelöst. Auch bie Gemeinde Bleichenbach unö andere Gemeinden, die bei vorjährigen Versteigerungen ihren Futterbedarf hier deckten, erhielten aus dem fürstlichen Besitz Wiesen überwiesen, die Gemeinde Bleichenbach allein über 60 Morgen. Auch hier war ber Preis nach Frie- bensverhÄtnissen festgesetzt.
)( Aus bem 92 ibber tal, 25. Juni. Nach langer Trockenheit setzte gestern unb noch mehr heute Nacht enblich Negenwetter ein, bas Fel- bem unb Wiesen bic langersehnte aber noch nicht genügende Erfrischung brachte. Die Anfeuchtung ber Erbe ermöglicht den Landleuten das burch bie bisherige Trockenheit unterbliebene Behäufeln ber Kartoffeln und das Setzen von Rüben und Pflanzen. Die Heuernte war burch bas schöne warme Wetter sehr aesörbert worden unb ist bald beenbigt. Sowohl nach Menge und Gute hat es nur eine Mittelemte gegeben, so baß bei ber Futter knapp- heit die Nachfrage nach Futter sehr groß ist, unb von ben Hänblem schon jetzt sehr hohe Preise, zirka 25—30 Mk. pro Zentner geboten werben. Die Kirschenernte fällt bebeutenb schlechter ans als erwartet, unb leidet sehr unter Vogelfraß. Ter Preis beträgt 1—1,50 Mk. pro Pfunb. — Die Winterfrucht steht infolge des günstigen Wetters zur Zeit ber Blüte ausgtztichnet, bie Somme r f r u ch t ist sehr kurz gebticben, bie Rap § - ernte steht unmittelbar bevor und fällt nur mittel, stellenweise durch schlechte Uebenointerung und Schädlinge, sehr schleckn aus. Das Steinobst verspricht eine sehr schlechte, bas Kernobst eine mittel, Birnen strichweise sogar gute Ernte, falls der Boden noch genügend Feuchtigkeit erhäll.
Kreis Lauterbach.
z. Grebenhain, 25. Juni. Unsere Gendarmerie arbeitete in letzter Zeit mit gutem Erfolg gegen hiesige und auswärtige Schleichhändler. Gs gelang ihr, in der verflossenen Woche zwei Mann, welche Kalbfleisch fortschaffen wollten, unb einen Mann mit einem halbfetten <xfeurin abzufasfen. Arn vergangenen Frei- taa fiel ihnen abermals ein junger Maim aus Offenbach, cm her Haltestelle Crainfeld, in bie
Da; Zentrum unö Dr. Dorten.
l Eltville, 24. Juni. Gestern nachmittag fand hier eine Versammlung aller Vertrauensmänner der Zentrums- Partei des Rheingaues sowie von Wiesbaden und Lahnstein statt, in der auch der sogenannte Präsident der „Rheinischen Republik", Lerr Dr. Dorten, sprach. Die Versammlung tzvar auf 2 Uhr berufen und wurde von Herrn Pfarrer Schilo in Eltville eröffnet. Herr Dr. Dorten traf erst um 3 Uhr ein in seinem Auto, gezeichnet „N. N. Nr. 1", mit der weitz-grünen Flagge. In längeren Ausführungen legte er dar, bafo, nfenn wir bei Preußen blieben, das Laub 15 Jahre von den Franzosen militärisch besetzt gehalten und nach und nach durch den Einfluß der französischen Besatzung vollständig französiert werde. Gründeten wir dagegen eine eigene Republik, so würden uns die Franzosen sofort verlassen, und tetr würden unsere eigene Selbständig^ leit haben und wurden so bei Deutschland 'bleiben und nicht französisch werden. Diese Ausführungen .fdfeinen merkwürdigerweise auf viele Vertrauensleute der Zentrumspartei Eindruck zu machen. Auch der frühere Landtagsabgeordnete Dr. Dahlen aus Lahnstein sprach in längeren Ausführungen für die Rheinische Republik. Die Person des Dr. Dorten war wieder burd) eine französische Leibwache von sechs Mann mit aufgepflanztem Bajonett, welche im Nachbarhaus Aufstellung genommen hatte, geschützt. In der Versammlung wurde beschlossen, einstweilen unter der Hand durch die Geistlichkeit überall {Stimmen für die Rheinische Republik Tu sammeln unb dann am nächsten Sonntag in Geisenheim eine öffentlidfe große Versammlung abzuhalten, in der wieder Dr. Dorten sprechen und seine Ansichten darlegen soll. Alles dies geschieht unter französischem Schuh rund toit Hilfe der Franzosen. Dr. Dorten besitzt letzt drei Automobile (mit „9t. R. Nr. 1, 2 und Z" gezeichnet), darf unter dem Schutze der Besatzung im Lande herumfahren und agi- ckieren, Wersammlnugen abhalten und Flugblätter verteileu, während es keinem anderen Einwohner gestattet ist, auch nur mit einem Wort darauf zu erwidern oder Gegenversammlungen abzuhalten. Es ist merkwürdig, daß die Franzosen sich so große Muhe geben, eine Rheinische Republik zu gründen, nur da- mit der Rhein nicht französisch wird!
(Frkf. Ztg.)
An» dem Reiche.
Das Eifenbahngesetz und die Verbindungsbahn bei Gießen.
Berlin, 24. Juni. Das Eisenbahn- pnleihegesetz wird demnächst ber preußischen /Landesversammlung zugehen. Es forbert insgesamt 113,130 Millionen unb zwar 6 500000 Mk. zur Herstellung eines brüten unb vierten Gleises auf der Strecke Berlin—Luckenwalbe, 89 330 000 Mk. tzur Deckung von Mehrkosten für bereits geneh- smigte Bauausführüngen (Bahnen im Westen bes Reiches, Verbindungsbahn bei Gießen), 12366 000 Mk. zur Erhöhung ber äfeistungsf äh iglest des Bahnnetzes (8 300 000 Mk.), Ausrüstung der Güterwagen mit ber Kueze-Knorrbrernse und 3 Millionen Mk. für örtliche Einrichtungen für bie Betriebsführung mit der Kueze-Knorrbremse, fünf Millionen Mk. zur Erweiterung bes Baues von Kleinbahnen. Zur Förberung des Klembahnbaues sind bisher 40 Millionen Mark bewilligt unb 134 900 775 Mk. sinb als Beihilfe übergeben worden. Eine Reihe biefer Anträge liegt vor, so baß eine Erweiterung des Fonds notwendig erscheint.
In ber gestrigen Fortsetzung ber Aussprack)< über den Eifenbahnhaushalt im StaatshauslMts- Pusschuß würbe eine Entschließung angenommen, die burch einen Zusatzantrag ergänzt wurde, wv- ^ch bie Landes Versammlung grundsätzlich ben Fa v? Reichsregierung billigt, die preußi- !$cu Staa tseisen bahnen an das Deut- Ly Reich zu übertragen bei Nachprüfung der ilet>eritagung§bebingungen unb unter ber Voraus- je^ung baß mcch bie Staatseisenbahnen der cm- 5^1L2unbc'|tüQtm in das Eigentum des Reiches fltoergclfen.
©ine Bedrohung ErzbcrgerS.
. eJ ® r - 24. Juni. Zu einem eigen- l lst es gestern aus Anlaß der Abstimmung m ber Friedensfrage gekommen. In den späten Nachmittagsstunden verlangten mehrere berittene Landes- läget aus der Umgegend von Weimar nachi- dem sie vor dem Nationaltheater von den Pferden gestiegen waren, den Reichsminister E rz b erg e t z u spreche n. Es wurde ihnen aber bedeutet, daß dieser sich im Schlosse bd- finbe. Hierauf begaben sie sich zum Schlosj uno verlangten die Auslieferung des Ministers wit Dem Hinweis, sie wollten ihn aus- hängen. Auch die Landesjäger in Weimar selbst erklärten infolge des Beschlusses der Nal»
rm. Dar m st adt, 25. Juni. Eine gan^ Anzahl französischer Soldaten und Offiziere, teilweise in Zivil, die sich oh^ Pässe feit den letzten Tagen in der Stadt um- hertreiben unb Waffen bei sich tragen, Mir» den durch Angehörige der Reichswehr festgenommen. Sogar drei Mann mit Pferden Darunter ein Offizier in Zivil, sowie zwei Mann mit Stahltfelmen und ber französischen Uniform machten am Montag bte Stadt um, - ö .nh'hin;
Aranks-rt
Kull nut crfebull lagen fe
: allen bisher N Stern md Inm Kläglich- ftrmg btffö Öt Bit wätcren 33 ktond tonbat -Franfeurt itabt bcn Erwe iHntcrfdiSmg ! ftronffud befet «die Leute ^eutk ■lagen, tiefe
einzutreten. Als Beigeordnete wurden gcwälK:: Stadtv. Kl-ing (Soz.) unb Notar Qtatfl (Demokrat). Beide Herren wurden mit einer bzw. m ™
Stimmen Mehrheit gewählt. Die Sojlaldemokrat«, 7, -B ° gewinnen durch die Wahl Klings tunt Beiges neten einen weiteren Sitz, ben Krankenkasfenrech«
dz. Darmstadt, 24. Ium. Die erste Sem bung de- vom Getreibe-Kommunalverband he zogenen auSl ä nbischen Mehls ist nimmt Di ein getroffen unb auf bem Wege an bte ö rllickA Stellen zur Ausgabe. Es ist feines Weizenm-Yt von einwanbfteier Beschasfenbeit, bad nur zu etw 50 Prozent ausaernahlen ist. Ter Ausmahlprozci t- sah bes inländrschen Mehls ist bekanntlich fefe bölier, nämlich 94 Prozent Der Preis des Mrife stellt sich auf 2.25 Mk. oas Pfund. Aus ben Kev' her Versorgurigsl>erecbLiaten entfallen li**1 Hände, ber 11V» Pfund Butter und 111 Eier ein-1 Gramm. Selbstversorger sind zum Bezüge nr» gehamstert hatte, bte kostbare Ware wurde beschlag-1 berechtigt.
L. U. Un iversit ätS - Gottesdienst. Arn Sonntag, 29. Juni, vorrn. II1/« Uhr, findet in ber Neuen Aule ein Universitäts-Gottesdienst statt, zu bem in erster Linie bie Angehörigen der Univerftttt eingttaden sind. Selbstverständlich b.it aber auch jeder andere Zutritte Es sind feiner lei Plätze Vorbehalten: bie Stühle stehen jedem Besucher gleichmäßig zur Verfügung. Die Predigt hält §>err Professor Dr. S ch i a n.
** Gießener Walbbühne. Man fdxreibt uns: Ihre diesjährige Spielzeit ivirb bie G. W.-B. nächsten Mittwfeh (2. Juli) mit einem „Bunten Abenb" eröffnen, dessen Sfeinertrag erbllnbe - te n Krie gern zur Verfügung gestellt werdm soll. Etwa Zwanzig junge Tarnen und Herren werden sich an ber Veranstaltung beteiligen. „Bunt" soll ber Abenb sein: Reigen-- und Einzcl- tionalversammlung, der Regierung keinen sollen m^ der AuftlUmmg riires Einakters, weiteren Schutz mehr gewähren zu wollen, unb Ä Ä &
morgen das Schloß. mirwirvenben Tarnen mancherlei E rfr i sch u n- phne Wache. RerchSmmrtter Erzbergcr begab!gen, wie Tee. Kasfee, Ltuchen ußy, verabreichen.
Au» Hessen.
Das Landgefey.
rm. D a rrn st a d t, 25. Juni. Der S i e - delungsausschuß der Volkskammer begann heute mit der Abstimmung über das Landgesetz. Die ersten acht Paragraphen des Gesetzes wurden mit unwesentlichen Aenderungen in der Fassung ber Regierungsvorlage angenommen, die weitergehenden Anträge der Sozialdemokratie sanden gegen die bürgerlichen Stimmen Ablehnung. Die.Beratungen werden am Donnerstag fortgefetzt.
Sicdklungsfrage und Pächter.
Aus Oberhesfen wirb van einem Pächter, der ein anerkannt mustergültiges Gut bewirtschaftet, geschrieben:
Tie Gemarkung der Gemeinde, in der ich trobiie, hat 2600 Nüorgen bebaute Fläche, davon habe ich 770 DLorgen Fidrivvmmiß-PaLfelllnd. Üfefeem wurden die LandhlMgrigen aufgefordert, ihre Ansprü-cife gelterd) zu machen. Hierbei l>aben sich in ber Gemeinde 297 Interessenten gemeldet, die zusammen über 2000 Morgen Land beanspruchen, also fast dreimal so viel als das Pachtgut umfaßt. Nun fenut der Pächter seinen Koffer packen, trotzdem er statistisch rmchzuwrifen in der Sage ist, daß sein Gut in hervorragender Weise, mehr als das zerstückelter Besitz könnte, der Volks- ernährung gedient hat. Kein Wunder, nmn man da erbittert wird und sich fragen muß, wo in dem neuen Staate das Recht bleibt Sind wir Pächter auch nur wenige, fo foHte man tvch nufere Rechls- ansprüche schützen. Welcher Verlust wartet meiner? Bei ber Verstrigerung werde ich an meiner Svi- ritusbrennerei, an ber Molkerei cm ber ctektrifche^ Licht- unb KrastwiLage viel Geld verlieren. Tie Zuckerfabriken werden W.ix fein, wenn man dergestalt die größeren Wirtschaften zerscÄägt. Tas ist um so schlimmer, als durch ben Verlust der Ostprovinzen die Zucker-Erzeugung in Deutschland ohnehin schiver zurückgchen wird.
Arrr Stasi uni Land.
Gießen, den 26. Juni 1919.
Für unsere Kriegsgefangenen.
Seit Kriegsbcginn hat der Hessische San» besverein vom Roten Kreuz, tatkräftig unterstützt von seinen 278 Zweigvereinen, unsere Kriegsgefangenen, Soldaten wie Zivilisten, mit Liebesgaben versorgt. Es geschah dies teil5 dunb Massensendirngen, z. B. nach Rußland, teils durch Tausende von Einzelsendungen, Icßterc bis nach Japan und Austtalien. Jeder Wunsch ist sofort erfüllt, keine Bitte abgeschlagen worden. Auch die Internierten in ber Schweiz hat man nicht vergessen. Ter Gesamt- wett dieser Gaben beläuft sich bis jetzt auf mehr tüte eine Million Mark.
Weiterhin schickte das Hesfische Rote Kreuz für unsere hoffentlich bald heimkelnendeit Kriegsgefangenen Liebesgaben tm Gesamtwett von 100000 Mark nach Gie ßen zur BettrLung cm bie. dort in einem Durchgangslager unterzubringenden 40 000 Mann.
Spenden für bie Kriegsgefangenen nehmen entgegen die Abteilimg für Kriegsgefangenenfür- sorge sowie bte Matenalien-Abteilimg (Pastscheckkonto Frankfutt a. M. Nr. 13316), beide ui Darmstadt, Alles Palais.
Lebensmittel.
** Gemüsekonserven-Berteilnng. Von Freitag den 27. d. Mts. bis Mittwoch den 2. Juli 1919 gelangen in ben Kleinhanbelsgeschäf- ten Gemüsekonserven zum Preise von 52 Pf. pro Würfel zur Verteilung. (Siehe Anzeige.)
** Käse-Verteilung. Am Freitag unb Samstag, 27. und 28. d. Mts. gelangt in ben Verkaufsstellen ber Firma Gebrüder Grieb Hand-
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