Stadtvärer
rvaW Dor genommen wurde.
। 'argen. haft btt Not gelinden wirb, ober ein rotnig I ^nigegentommoi wollt» wir doch auch seh«. ,
A in den migreiuenben preußischen Sebielen am
2. März voll ragen worben. "" der Dahitermin für Ende
tecnet Amt in der gusannnenketzung de- Stabt* pa da matte« atwbrüdrn soll Ersatzwahlen wären ja schon roäbratb des Krieges erforderlich geweien Berfchreüene Mandate waren bereits bei Kriegs- beginn ahgetaufat, und eure Nemoahl kam durch Einspruch nicht zur Geltung. Wettere Mandate liefen wähnend des Krieges ab, ohne daß eine Nen-
Aus StaM und Land.
Gießen, Äi. März 1919.
vom \. April ab
kann das Amtsverkündiqungsblatt für die Pro vinzialdireklion Ober. Hessen und für das KreiSaml Gießen nur durch die post
bezogen werden. Der Bezugspreis beträgt 2.50 Mk. vierteljährlich ohne Bestellgeld. Es empfiehlt sich, die sofortige Bestellung beim zuständigen Postamt oder beim Briefträger.
Die Neuwahl her Etadtver-rdneten
Lebensmittel.
** Fleischverbranch-regelnng. Durch Verfügung des Hessischen Landes-Ernäh- rungsamtes vom 14. ds. Mts ist die den Städten unter 50000 Einwohnern zu sieben de Wochett-Ävpi- menge an Fleuch auf 100 Gramm für die Person festgeieyt worden.
** Kleiderbügel. Die Städtische Bcklei- dunysstelle kann noch einige Kleiberbü.zel zum Prmfe von 30, 20 und 5 Pfennig abgeben.
Die monarchistische Kundgebnng in Berlin.
Das Nolssbureau veröf entlicht folgende Notiz-.
D/ r lin, Lo. März. Die Preße erörtert Diel- laich bw Temonstratwnen, die angeblich in gröüe- remUm fange am vergangenen Sonntag unter Dochrusen auf den etniu-jen Kaiser und dem $1 b- nngm der frühen en Nationalhymne, scküicßllch auch Unter Ovatronen für Ofener al Ludendorff gxüfanbcn. Demgegenüber ist festzustellen, daß dicse Tenwnstrationen in Wirklicktke l Siki i rgängc naner, schon ihrer Zahl nach jeglicher Bedeutung etUbebrcnber Gruppen waren. Im übrigen versteht sich von selbst, daß die republRamsche Regierung mit allen ihr zur Berfürmig stÄxnden Macht- mmetn moiiardnftifrfjen Puuchen und nationali- Ittidxn Jlraiuülfen mlgegeiyutreien wissen nrirb. Gine Mnnöqcbimg des Snnvrs her Vanbwirte.
Berlin. 25. DLärz. (WTB.) Ter Bund der Landwirte erbebt m einer Kundgebung Einspntch gegen lebt- Abtretung deutschen Landes m der Üitmarf und ferbrrt von der Reg c-
.daN bei den Friedensverlmndlungen kein fußbreit deutschen Bodens an die Polen c.ibxjrittfert Wird.
verdient veutschland Kolonien?
Wiederholt ist während der BblkerbundbesprechNngen von England und Amerika die Forderung aufgestellt worden, daß nur diejenigen RulturoöUter zur Per- Wallung von Schutzgebiet n zugelasien werden dürften, die sich als fähig erwiesen Haden, die Bevölkerung jener Länder zu Menschlichkeit. Kultur und Selbstverwaltung zu führen. Nun versucht man, ju beweisen, Deutschland habe sich als unwürdig zu weiterer Verwaltung seiner Kolonien gezeigt. Das verchskolonial. amt hat ein Weißbuch herausgegeden. in dem die Tatsachen richtiggcstelli werden, und wo über deutsche Kolonisationsarbeit sowie die rüchsichtsloje Behänd- hing der Eingeborenen englischer Schutzgebiete durch England vorwiegend englische Stimmen zu Worte kommen. Sorgfältige Kolonisationsarbeit, gerechte Be-
"Polizeibericht. Am Montag den 24. l. M. wurde an einer Frau vom Lande auf dem alten Anneröder Weg im Walde ein Sittlichkeilsoerbrechen bedangen Der Polizei gelang es heute, den Unbolb in der 'len'on des Be e bindersDaniel Keßler von Gießen zu ermit e.n und festzunehmen. — In der Nacht zum 25. d. M, wurden aus einem Garten an der Gderstraße (Schwarzlach) mittelst Einbruchs 12Dühnerge stöhle nund am Platze abgeschlachtet. — In den letzten 14 Tagen wurden in einer Nacht aus einem Keller mehrere Flaschen Wein und eine Partie Aepfel entwendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminal-Ab^ilu.tg entgegen.
** Der Garnison-Soldatenrat Gießen schreibt unS: Dem Einsender des Artikels in Nr 69 vom 22. 3. 19 betreff» Gepäck- Untersuchungen und Beschlagnahmungen von Lebensmitteln am Balmhos erwidern wir, daß er sich insofern im Irrtum befindet, da die hraglid,en Beschlagnahmungen nicht vom Soldalenrat vor- genommen werten, sondern vom Polizeiamt Gießen veranlaßt sind. Zur Beinhi^ung des Emfenders können wir ihm versich.-rn, bau auch die Polizei bei Vornahme derartiger Untersuchungen durchaus loyal verfahrt und Reisende mit nur Heinen Mengen Trag.ast vollständig unbehelligt bleiben. Eine Kontrolle selbst ist im Interesse einer gerechten Lebenomittelverteilung unbedingt erforderlich.
** 2l u s dem -vtadttheaterburean. Der musikalische Schwank „D i e B adereisewi- ber Wille n", die am nächsten Sonntag hier rum erstenmal gegeben wird, hat am Landesthca- ter in Hannover, dem ehemaligen Hoftheater, be- reits eine Reihe ausverkaufter Häuser bei unbestrittenem Erfolg erzielt. Einer Besprrckmng der Uraufführung im „Hannoversclien Kurier" entnehmen totr folgendes: „Es ist ein nettes, frohlauni- gc», harmlofes, liebenswürdiges Tina. Ter Ler- asser ist feinen meisten Kollegen vom schwankenden Fache um etliche deiterkeikslängen voraus im Hinblick auf die Reichhaltigkeit »einer Einfälle, feine Mensclien sprühen vor Üebermut und Ai Sicla, en- beit. Friedrich Rammelt bat da;u eine leuhtflüifict. .inschmeichelnde Musik .zeschr-h-n. die eine Reche gelchma 'voll turchgestil er 9 ummern auf eist: vor allem einen sehr feschen, tanjuuiu raf;ij<n Walzer, den man geiviß immer wieder gern hören w.rd.
** Eine Bismarck-Gedenkfeier wird Dienstag den 1 April, abends, im „Etn wrn" von der Deutsch-nationalen Volksvar.e> für ihre Gesinnungsgenossen und alle Freunde Bismarcks vcransta.tet.
** 2 m O be r he j fischen GeschichtS- verein wird morgen (TomierSta, Herr Uni- veriitütsproesor Tr. Ligener über den ooi- ti.cüen Katlwlrzisnuts des Jahres 1848 und die Äirdjeufragt m der Fvankfuner?LatM«.Versammlung sprechen. Wir machen daraus aufmerksam, daß zu den Vorträgen des GeichichtSverrms euch NtchtmitgUeder freie., Zutritt hnl-en. (S. Vütongc.)
** ©efellfcbaft Liebig-Mu seum ließen. Tie 2 Vol.'«Vorlesung futbrt Sonn:aa den 30. März 1919. vormittag 11 Uhr, im Lirbig-Muteum. Li.-big'tra»> 12, statt Proies or Tr. Lchaum wird über Clxm e der «rfimiLuum die ffbemte der Zucker- und Stärkebildung in den Pflanzen) sprechen.
— Alfred Auerbach» Schwäbischer Abend. Ueber Alfred Auerbach. Froir^urr a. M Leiker der Bülr«n1asfen a-i Tr. £"Nxf)'» Lvnser- Dawrium, schreibt der Berliner Börsew-Eouner: Er entitamuu der Famll e des IbmnonscheiftstellerS Berthold Auerba«h. kommt von der Frankfurter 4^üh»re her und hat die Spezialität wertvollen HlMidbifdjcn immer« bt bronberr- ag ier An zu geben Er weiß tx>m rrten An>umbiuk tu fesseln st geistvoll tntb redne-isch ein Meister Sein P-»-' amm, takttwll und lluggenäht, eckee volkSTunst ' war von den anmu:igen Klängen ferne» Dialekt» bald gewonnen, mit ilmt txrttmrt Irr tief g.- Abend des Kün'kers findet am 8 Avril
M,niste nnLsrdeui L irsch: Du» neue Preuße« »nn manche Eigenschaften nutzt entbehren, die das ulte Preußen groß gemacht haben, aber die ftnat- lstche Bevormundung seiner Einwohner und den Kastengeist wird es aufgeben müssen. Mi) den Organen des Reiches werden wir die G.enzen »ach außen sichern und im Innern dem Lande den Frieden wiederzugeben suchen. Wir sind für die Ausvechterl)a.'tung eines unteilbaren Preußens, bis der deut'che Einhei'saedanke gesiegt hat Wir werden erbefcidfr Zuschläge zu der Einkommensteuer erheben müllen Da; Ber- hältnis zwischen Staat und Kirche soll durch vorläufige hereinbarungen mit dem Ziel beiderseitiger Verständigung geregelt werden
Jinanjnrint lerlfe. Südekum: Wir sind ein armes Land geworden. Unsere Reichsfinonzvolitik war auf den Sieg eingestellt Deute reichen die Staatseinnahmen nicht aus, die schwebenden Schulden ausziugleicsrn. Tos preußische Eisenbahnsystem ist fast vollsdändig -errüfet. Wir wissen nicht, toiemeit das Reich btc preußische Steuerkrasl für sich in Anspruch nehmen muß. Wir werden uns daher für dieses Jahr auf einen Zuschlag zur Ein- fcnrtmenfkurr b-schränken müssen. Gelingt es uns nicht. Ixe ArbeiisfveudigLit zu heben, barm muß das Volk Wigrunde gehen.
T<r Notetai nnrb dem Haushaltsausschuß Lberwiesen
Es folgen persönliche Anfragen t*m Dr Friedberg (Tem.), Hergt (natl.) und Gräf»Frankfurt (So,.) betreffend die feindlichen Absich'en auf Los- treranmg von Teilen OberschlefienS, Posens, O stund Westpreußens.
Nach längerer Debatte wird dae von allen Parteien eü'» brache Entschließung gegen die gewaltsame Losreißung von Teilen Ober- schlesiens, Posens, West- und Ostpreusrens und gegen ihre Einverleibung in Polen sowie gegen die beabsichtigt Landung polnischer Truppen in der kerndeutschen Stadt Temzig emsirmmig an« genommen.
Nächste Sitnmy Mittwoch, 12 Uhr. Förmsicke Anfragen. Beipvvchung der heutigen Erklärung der Regrerung.
Die Soziallsierupg vaher«».
, München. 25. Mär». (WTB.) Die Äbrre- spondenz Hoffmann meldet: Die baverischc Re- gierung hat kraft der ihr vom Volk übertragenen Gewalt die Bollso»ialisierungBayerns nach den Grundsätzen des Entnmns C r a n o r d - Neurath-Schumann m Angriff genommen. Sie hat, nachdem der Sozialifierungsausschuß des Landtages auf Grund ber Darlegungen Dr Otto Neuraths bec Pläne nach längerer Aussprache gebilligt hat. mit dem einstimmig geäußetten Wunsch des Zentralrates die sofortige Shrftdhmg eine« Zentralwirttchaftsamtes verfügt Für die Leitung dieses Amtes ist Dr. Otto Neurath in Aussicht genommen, der zur Vorbereitung der Vernnrklichung des Sozialismus, des Kommunismus und be« Solidarismus mit außerordentlichen Bollmachten ausgestattet wird
to. März. WTB) Der sächsische Mmlsterpräiident richtete an den bauenden Mi- uisterpräsidenten ein Telegramm, in welchem es k a. heißt: Bon dem dortigen Zentralrat cr- Welter. ttrtr die Aufforderung >u Besprechimgen rn Bauern und Sachsen über die Sozialisie- runa« frage. Wir glauben, daßderS t a a te n- aus schuß die rechte Stelle ist, wo sich dic Regierungsvertreter der Einzelstaaten auch über btt? Soztalisrerungsfrage emssprechen und gegebenenfalls eine Einwirkung auf die Reichsleittotg aus- Üben könnten, fciermit soll jedoch nicht erllätt sein, daß wir es durchaus ablehnen wollten, mit den Vertretern des Zentralrates, sofern dieser nicht im Widerspruch zur banenfdjen Regierung handelt beiondere, aber unverbrndlichc Besprechungen ab- zul-alten. Als maßgebend und verbindlich können aber nur die Verhandlungen »wischen den Regierungen erachtet werden.
Ei« Zentrumsaufruf tu Bayern.
München, 85. März. (WTB ) Eine Ser- ösfentlichung der Bayerischen Bolkspartci (3cn- trum) ruft das ganze bayerische Volk auf, sich wie em Mann ^u erheben »um Schutze seiner mehr als tausendtShrrgen. Freiheit und Selbstandtg- kett, feinet geschichtlichen Ehre und Würde. Wir wollen, beißt es in dem Aufruf, den Zusammen- schluß der deutschen Staaten auf föderal iver Gru ndla gc. Ter Forderung aber, daß die deut» schen Emzelsraaten zu Vrvvm.;en be« Reiches berab- grückt werden und eine einheilliche Republik ge- men werden soll, werden wir äußersten Wüvr- w entgctnmsetzen. Wir beantragen die unverzügliche Einbemfu.ig des Landtags, damit er eingreifen rann in Bayern« Schicksals)tunde. Bayern den Bayern!
Lingeaudt.
lFür Form und Inhalt aller unter tiefer Rutzrtz leej^ttbni Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, den 26. Mär, 1919.
Daß wir in einer Zeit (eben, in der Schwarz schlacht ungen und Schletchl-Midel auf der Tagesordnung stehen, »st »u bedauern Jeder einfichti» Janbroirt hat das Bestreben, burrf) Abgabe enb Lieferung von Etvugnisfen unsere BolksernLH. nrng sichr-rzustellen Lfeim nun trotzdem Unreget* mätzigkecken vorkommen, so ist dies dem Preis iih 'uchrctben, welchen das Lebensmittel amt de« ^anbrohrt für feine Produkte zumißt Zn einer 3dL m der alle fonihgen Waren einen Ausschlag bis 1000 Prozent er obren halttn, hält man e« für an* g'-m-fitn, beit Landwitt mit Fne^ensprei en ad tu* ueifen. feier ein Beispiel: Ein Salb, das früher mit 70—80 Mk. bezablt wurde. Kostet beute 80 Wt, Jrartoffeln verkauft? mrfn früher für 7—8 Mk deü Zentner, heute gibt ma.i 6 Mk dafür. Em Rind, bas vor dem Krieg 350—500 Mk. kostete, wirp deute höchitens mit 35—50 Proz Au-schlag be. wertet. Man könnte noch viele Artikel anrübrat, ^ch möchte beneinigen sehen, der unter solchen ■ xrbaltniffen nicht einmal in Versuchung gerät, ben angemessenen Preis für seine Sachen zu netz, men Poli»ei und Trübungen werden nicht Der* mögen, das liebel aus der Dell m schaffen, lolange nicht der reelle Wett für landwirn^a tliche Pro* dufte vergütet wird. Weim ber Schttchtangriaus* chuß den Arbeitgebern befiebft, den Arbeiiern j B 1,27 Mk pro Stunde zu zahlen, müßte auch abm gewirkt werden, daß der Landwitt mit wenig* len« 30 Pf pro Stunde vergütet wird Mehr mit* es wo bl nicht ausmachen, wenn man die Stunden* WH berechnet, mit der der Bauer samt fein« ganzen Familie im Betrieb tätig ist Dir £anb* Witte werden unfere Schuldigkeit mei’er tun untz
nn. Darmstadt, 25. März. Der Landtags wahllommisfar gibt bekannt, daß der Abgeoronete der verfassunggebinden Pollskammer, Rechtsamvalt Theodor W i n d i f ch m Michelstadt, sein Man» dat zur Volkskammer niedergelegt hat. Ttc Feststellung des Ersatzmannes für den aus der Volkskammer Ausgefchicdenen findet durch dic Landiswahlkommission am Jreitag, den 28 März im Beratung«-immer bts ürcisaussckrus e? statt. — Nach den Bestimmungen über die Verhältniswahl ommt al« Nachfolger der ebenfalls der demokra- tischen Partei angehörende Landwirt Pd Feldmann 9 in A mSheim i. Rheinh. in Frage.
Wie man und weiter aus javeilafiiaer Cuclfe mitt eilt, gebt auch der Finanz Minister Henrich mit Rücksicht aut seine vielseitige Tätigkeit mit dem Gedanken um, fein Mandat in die fcinbe der Volkskammer zurückzugeben, so daß auch demnächst für ihn ein Nachfolger zu bestimmen sein dürfte.
Eindruck machte es ihr, daß bei einer „fteilen aber prächtigen Straße' alle Deutschen aus ihren Sanften stiegen, anstatt sich von den eingeborenen Trägern tragen zu lasten, während doch .viele, viele Male an fiel schlechteren Strlien' mancher Engländer sich tragen ließ.
Wie es mit den im englischen Dlaubuch angeführten Rechtsfällen in Wirklichkeit bestellt war, wie vor allem England selbst oft in grausiger Weile gegen die (Eingeborenen seiner Kolonien oorgegangen ist, bas zeigt das deutsche Weißbuch sBerlag von Hans Roben Engelmann, Bersin W 15), dem wir weiteste Verbreitung, auch in {Jrauenkret en wünschen möchten.
Die neue $fäöte> und Landgemeinde' Ordnung in Hessen.
Ju« Darmstadt wird UN« geschri.'bst:
Tie Kommunalwal)len werden voraussichtlich Ende April auf Grund eines Notgesetzcs statt- finden. Ter übrige Inhalt ber Städte- uitd Landgemeindeordnung bl.tbt zunäch'k u.iberärCert. Tie Wahl ist eine allgemeine, g eiche, geheime und direkte nach dem Derhällnis'y em unb ist der der Na:ionalverfemmlung und der Bollsvonimer nach- gebckdet. Tas Vorre-Ht des Höch rbe.:eucrtt-n Tritte s und das be« höchsttzesteuenen Grundbesitzers fallen weg. Wahlberechtigt und wählbar sind sämtliche Criuvohner beiderlei Gei'ckücchLs. dic das 20. Lebe.isiahr erreicht haben ohne Rücksicht au die Stoalsangehörig.eit und die Wohndouer. Eiitt gewisse Woh.idauer und die he.sisck-e Staalsange- Iferiflfeit müßte aber doch minde lens verlangt werden, da sonst z. B. die ernquartierten Sollecken, das in den Bädern zureisoirde fremde Tienstrnttv- 11 al und womöglich auch die Kurfremden »vati- bcrechtigt wären. Tie Erlänterurrgen zum Gesitz drücken sich über diesen Punkt allerdings zwei- deulig aus, um so klarer ist aber die gesetzliche Destlmmung selbst, wo es heißt: „Für Personen des Soldatenstandes gilt als Wohnsitz der Staub-
Est auch die Bestimmung, wonach die Walflv-orsch:äge nur so viel Namen enthalten dürfen, als Gemcinderäle zu wählen sind. Ter Fall ist nämlich denkbar, daß in vielen Orten nur ic ein Wal,lvorschlag cingereicht ivird, der auf Vereinbarmlg zwischen den Parteien d.-rulst. B.i derartigen Li en märe für einen Ersatz der durch Tod ober sonstige Umstände ausscheidenden Ge- meinderatsvettreter durch Nachrücken nicht gesorgt. Außeoordenllich ledenklich ist auch die Bestimmung, daß jeder 20tübrige junac Mensch oder jedes gleichalterig.' Mädchen zum Bü g-rmeister gewählt werden kann, tzier wäre unter allen Umständen ein f>)heres Wfer nötig. Von vielen Seiten wird überhaupt die Verhältniswahl für kleinere ©erneut- bett für unzweckmäßig gehalten, da man wegen '.'.'(cngclS an geeigneten Personen Schwierigk.nten bei der Ausstellung verschiedener Wahlvorschläge haben dürfte. Iedenßtlls werden bei. den Gemeinde- ratswahlen politische Grundsätze in den meisten ländlichen Gemeinden nicht ausschlaggebend sein. Man wird vielmehr dort so vorgeh^m wollen wie bisher und Listen von geeigneten Personen aus allen Paneilagern ausstetlen wollen.
Nach edebvrer Genteitideratswahl totTben die ehvenamilick^n Bürgermeister und Bcigc- ordneten ihre Vlemter nicbcrleaen, woraus dann auf Grund des bisherigen Verfahrens Neuwahlen lattfinben. In ähnlickxr Weife wie die Stadt- vewrdneten- und Gemeinderalswahlcn finden alsdann die Kreistags- und die Provinzial t a g s wa hl e n statt. Auch lst-er fallen die bevonechtelei, Wahlen der .Höch'tbesteuertcn fort, ebenso wie daS indirekte Walslrecht der Gemeinden. Tie Walfl ist für alle Kreisei nge.es en en eine allgemeine, gleiche, gelieime und direkte. Dadurch wird natürlich ein Uebergewicht der Städte ent- brechend ihrer Einwohnerzahl aufgerichttt. Es wird die Ausgabe ber politischen Par seien sein, bei Aufstellung der Kandita'en den lmch ßhen Gemeinden einen gerecksten Antell an den Kreistag- fitzen zu gewähtteis«r. Dasselbe gilt auch für die Pwvinzialtagswahlen.
schieden auch durch den Tod aus. Lao zuletzt tagte, war noch ein Rumpfparlameitt und mehrmals mußte das Telephon zu fcilfc genommen werden, um überhaupt eine beschlußfähige Zahl von Stadt- Vätern her beizurufen.
Wenn die Neuwahl demnächst erfolgt, wird sie unter anderen Gesichtspunkten vorgenommen werden als früher. Das Vorrecht des hochstbesteueiten Trittels und des höchstbesteuerten Grunds ivers fallen weg. Tie Parteizugehörigkeit wird bei dem Kandidaten ander« in die Wagichale fallen, und man wird bannt rechnen müssen, daß neue Persönlichkeiten die Sitze der bisherigen Stadtväter entnehmen werden. Wie wir hören, wird nur ein ganz geringer Prozentsatz auf den neuen Listen mit auf» geführt werden.
Tie Neuwahl wird in Form einer Listemvahl vor sich geben. Wie wir hören, sind von Deridne- benrn Parteien Anregungen zu gemeinfamem Vorgehen in der Form einer Listenoerbindung ge ifben worden, ohne daß es bisher noch tu Besprechungen gekommen iiL Es scheint auch möglich, daß dä-smal die Mehrheitssozialisten und die Unabhängigen mit einer verbundenen Liste aufmaridxe- ren werden, vorüber sollen bereits Vcrl anMungen im Gange fein. Außerdem scheint der Bürgerverein eine besondere Liste auf stellen »u wollln.
Es wäre natürlid) zu wünschen, daß eine Verbindung möglichst Dielet Listen erzielt würde, oa bei allgemeiner Wahl Müdigkeit und schwacher Wahlbeteiligung das StunmenDerhältnis kaum ein fidx» rcs Bild tej eigentlichen Bll.swlllens yben n ürte.
•• Sine Feststellung. Vor einiges Zeit sind nach Angaben des hiesigen Polizei^ amte« bei Hamsterern 14 Ltter Del beschlagnahmt worden, die sie von einer Großen-Bu* feder Delmühle zum Preise von 28 Mk. da- Lüer gekauft hakten. Tvie uns nunmehr S)err Ä. Dillcbrecht, Scheidemühle Großen-Buseck, mineilt, kam zwei Tage nach Erfcheinen ber Notiz ein Eisenbahner zu ihm und roollte Del kaufen. Da ihm der Müller auf sein wtderhol* tes Drängen kein Del geben konnte, aus dem einfachen Grunde, weil er keines haue, wurde ber Eisenbahner grob und warf ihm vor, ja, roenn er 28 Dtf. für das Liier nehmen tönnte, wie es von ihm in ber Zeriung geftan* den habe, bann gäbe er Del ab. Der Name de- Mannes war nicht festzustellen. — Nach un- eren Erkundigungen beim Poli.;etamt stammte das befchiagnahmte Del nicht aus ber Scheidcmühle. Auch die Gerüchte, wonach öte Scheide mühte aefchlojfen ist uno von Soldaten betoacht wirb, find unwahr. E« sei daher jede» mann vor der Verbreitung unwahrer Gerüchte gewarnt.
Sündkrrfs Gieße».
£»nngen, 26. März. In brr tnWm "-^acht wurde hier mxfierum ein freefrr Einbruch verübt. Ties mal gatt es dem MumrsvLur- wfe Ivonseklionsgeschäst G. Löb Ten Tirixn fielm brei Zferten-Aw^re in die vände Ter Etmtwhner-- fchast bemächigi s.ch ct:r des erstickte Unruhe, da knan^biStter bat £ä.tm ber Gtubrüd* mdx auf ine Spur Kommen tmuue
•• R obb e im a. d. Lnrrloff, 24. März. Hut iand m unserer Kirche ein feferttcher Best ü u.lg^gottesdienst ber aus dem Felde hrtn^e* tebr.en Krieger unserer KirchspieldSver Rodderm. Stiche im und Raberts'nufen ) c t Eine ;uijmifbm ber -prJulien Krtt'rs ürsorge erhobene Sammltma lta:te bas beachte,istvette Ergebnis non 41 Mar( Sm Abeird kamen die Rodlienner Krwger zu gr* id.igvm Bcisammewein jufamuten Tabii unter* luelt man sich auf gründ eines kurzen Referate« über die £ragc „Grvß - tzesse n". Man ehngte lüft auf lohxnbe Entschließung, in der es bet Et: Teustchland könne nur bann wieder in die vöbe tommea wenn ber Kemnaat Preusttn, ba« Ja.tb ber 3ud>t und Ordnung, der stoatsbtldende« und miliülrischen jhraft, groß und stark beeide.
tt. Treis a. L., 22. März Als letzter der MNtgen Feldzugsteilnehmer ift dieser Tage der MuSketter b. F r i tz vom Ins -Regt 148 S ?■!£ Ö*»"»®1 »urückgekehrt. Er befand sich bei ber Palamra-Aimee, be in Luidar-Pittcha interniert roar- und hatte das Glück, gleich mit bem erste« yum Abtransport angekommenen Sckstff verladen zu werden. Er ist Inhaber be« Ei fernen >rreuK4 2. 51 laife unb der osmani chen MYicq.-ixTtnimit* Medaille. Aus unserer Genteinfe sind 41 Krieger gefallen, 12 befinden sich noch in englischer ober sranzöttfcher Gefangenschaft.
Kreis vuoingen.
- Orten berg, 24. März Gestern oben» ranb tm Gasthaus zur Post bte Ialir^versamm* hing des hrellgen Zweigverein- pom Roten Kreuz statt. Der von dem Borsiyendar vorgetratene Bellchl formte eine sehe n'ge Vereins* tShgicit feststellen An Geld ginnen im Bertchts* mln-e ca 2500 Mk. ein. Am Sch uß der Verfomm* lung rtmh für bte cm3 dem Fred surücf-xfrbvtm Ottenberger Soldaten eine Bettolung von aller* baub irützlfcben Gegenständen statt — Zur Zeit halten die Baptisten im Saale van birzel unter Leitung von Prediger Sather TO* 9tattern* berg € o a n gel if a t i o n« o e r fa m m un ge« ab. Die besonders aus ber Umgegend gut besucht und — Bei der gestern abgehaltenen demokrati* schen Partttversammlung wurde em demokra* l i s ch e r Verein gegründet Als vorsitzeilder wurde gewählt Räwmann Meister — Unfer btii Ar bei !em des Ohmialbafaltwerkes brach eben alls infolge von Lohn orberungen ein Streif aus, doch wurde durch Serbanbiimgrn zwischen Arbeitern und Arbeitgebern ber Lohn etwa.» erhöht und dadurch der Streik nach kurzer Dauer bet* gelegt.
D Au« dem Ribdertal, &5 März An Fruchtigkett fehlt es der Erde in tiefem FttUriahe mtbt. der Bauer sehnt nun bald trockenes, warme» Wetter herbei, um die Felder bald ausstellen m fonnen. Die Wintersaat hat, ab-ttfehen von einzelnen Aeckcrn. auf denen die Frucht im derbst m naß m den Boden fern, gut überwintert, auch im Obstbau sind die Aussichten anfdriv.enb bi« letzt, stull Birnen halfen sehr guten Änofpenansatz, Aprtkoicn und Pfirsiche brauchen zur Blüte nur noch einige warme läge, auch bie Kirschen Ixibe» ausfallend viel Knospen Anemonen, Beilchen, Gänseblümchen und die anderen Fru .ab.sblume» leben in vollem Flor.
Handlung der Gngedorenen werben in einer langen Reih« englischer Ausiprüch« gerühmt. Besonders hübsch erzähtt eine englische Frau von ch.em vefnch tn Deutsch-Togo, Mrs. Mary (Baunt in ihrem Buch „Allein in Westafrika.- Sie schildert Lome, die Haupt- stavr, als .die entzückendste Stadt in Westafrrka: hübsch, ordentlich und sauber, wunderschön angelegt.. »Als Engländerin schreibe ich es mit Nesslern Bedauern. aber der Unterschied zwischen einem englischen und einem deutschen Dorf ist wie der Unterfd) eb eines Musterdorses und der schmutzigen Stadt im Schwarzen Lande.. . Dies ift doch genau dasselbe Land, genau dieselben (Eingeborenen, und dennoch dieser Unterschied zwischen Ordnung und Reinlichkeit und schmutz ger Unordentlichkeit." Warmherzig schildert sie die freundliche Aufnahme, die man ihr bereitete. Besonderen
-X w. - Ui Aus- abniM 7'/, Uhr, tm vo d Einbom statt Karten»
30. nxr^ au^> ut Gltßen halb tx>rtrr(ax| in ba üsLarlxuiblunA £in- bta Frage brauttnb nxweu, brx । bwrlaK. 1


