Ausgabe 
26.2.1919
 
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grab«, mhibeftens 90 ML. monacklch, gemährte IfiBen, ba Re dem Befehl bw

SqliAe ßulage von 4 Mk. auf 5 Mk erhöht ift Mandanten m Montabaur, die Stni&en 3J

Alraune im Film, der augenblicklich zur reinigen, nicht Folge geleistet hatten Am andern Aufführung im Lichtspielhaus Bahnhofstraße gelangt, Morgen muhte außerdem nmh jeher Gefangene vor M mcht. wie man ve^nuten mußte, eine «Bearbeitung feiner Entlassung 50 ML Strafe zahlen - Gwe

>. Febr. (W. D) Havas Ls t Anarcyiften verhaftet.

Rew-Pork, 25.

reifen beabsicht gten.

f

dcr

an ! mu den verschiedenen ))ieich-amlern an

die sich den

ist nicht, wie man vermuten muhte, eine Bearbeitung des Bomans Alraune von Hans Heinz Ewers, son­dern eine Neuschöpfung, die sich nicht einmal an den genannten Roman anlehnt. Beiden gemeinsam ist nur der Ausgangspunkt, die Dolksfage vom Alraun. Trotzdem ist der Film Alraune eine sehr beachtliche Schöpfung, die weit über dem Durchschnitt der ge. wohnlichen Kinodramen steht. Historie, Iauberwesen, Spuk und neuzeitliches Hofleben sind seltsam ver­mischt und in Beziehung gesetzt. (Ein Besuch der

flhtrben hier mehrere Anarchisten verhaftet. Ls ging das Gerücht, dah diese Individuen mit der Absicht umgngen, Wilson in Boston zu ermorden. Gin Offizier der geheimen Polizei erklärte, dah ledig, lich zwei Männer in New-Park verhaftet worden leien, die aus Philadelphia zureisten, sich öffentlich als Anarchisten bekannten und nach Boston zu

Kreis Alsfeld.

M. Storndorf, 24. Febr. Die Einbrüche, bisher hier in Vadenrod stattfanden, scheinen allmählich etwas aufzuklären. Da nämlich bei

Revolution überhaupt nicht berührt worben."

Aus dein besetzen Rkftingrbiet.

mr. Schwanheim (Main), 24. Febr. Bekannt- hat der Kommandant in Höchst, der bekannte el-

Dcrmifcbtcs.

Mannheim, 25. Febr. (WTB.) Kommerzienrat Karl Reuther von der Firma Bopp u. Reuther wurde heute nachmittag um 1.30 Uhr auf dem Wege von der Fabrik nach seiner Wohnung von einem bis jetzt noch unbekannten Mann erschossen.

v i n mriiite, dah man taryrfidr Zeitungen über baupt nicht brauche.

(Sine tm Sxnifc erschienene Abordnung be­richtete, dah eine Versammlung von 5000 Ar Intern u. a forderte, dah die Räterepubli

mi geben vermochte, legte ich Hier für da? deutsche Boi! meine Lebensarbeit schriftlich nie­der Tas Werf ist jetzt beendet. Ich hoffe, dah daS Vaterland daraus lernen wird. Ich will dem deutschen Voile roetter dienst, wie ich e$ bisher tat In der Staube feiner Not braucht icbe Kraft, die selbstlos mir an bi: fxinm bentt. Ein großer Teil des deutschen Volkes steht wider mich. Aus meiner Schrift wird es mein handeln erkennen. Ick» tarn nur meine Auffassung vertreten. Es ist für das Vaterland, aber auch für mich not­wendig, dah allseitige Klarheit turüber herrscht, was ich während der vier Kriegsjahre tat und ro*> bie Wurzeln unseres Unglücks liegen. Ich kehre jetzt nach Deutschland zurück und bitte bi e Regierung, diese Klarstel­lung herbeizuführen.

Ludenborff.

Berlin, 25. Febr Wie aus Stralsund meldet )inrb, ist General Ludenbo rff von idmr-ben Tommeiib, Hute in Stralärub einge- vften und dann nad) Berlin weiter gereist.

Verhaftungen in New-Aork.

schaerlich- Seite des Anschlusses xxute reifen biß österreichischen £terrnc nach Berlin, um die Ser» ha Übungen mit bau (Grafen Brockdorfs und

k>fort au »gerufen werde, und das) der Landtag nie wieder uifammcntrete Die Anordnung t>cr* langte die Absetzung Dcrfcticbcner Persönlichkeiten und die Besetzung trneftiger Punkte in der Statt, sofortige 2?rr>ntbung mit Ruhl and, Besetzung Per russischen (Manbtfchaft mit Vertretern der russi- fdictt Sowict-Republik auhcrdem Vüuuilicruna der Staatsschulden und Abdankung doS Münchener S tadtkvmmandanten.

(tjencrnlfircif her mittcldkntschkn Bergleute.

Halle a. S., 25. Febr. (MTV.) Der Gene, ralstreik der mitteldeutschen Bergleute, der Beleg, schäften der grohen chemischen Fabriken und Stick- stoffwerke, der Eisenbahner und Metallarbeiter ge­winnt stündlich an Ausdehnung. Dagegen sollen alle Dahrungsmittelbetriebe (Wasterwerke, Bäckereien, Schlachthöfe), wie durch Anschlag ange^ kündigt wird, bis Samstag Weiterarbeiten. Es Han- beit sich nach Mitteilung des Bezirksbergarbeiterrats beim Oberbergrat Halle bei diesem Streik um An- er Kennung der Betriebsräte durch die Reichs-

Rächt in einer halten verschlossenen Scheune

** Po lizcibc richt. Am Sonntag den 23. d. M., abds. gegen 7'^ Uhr, wurden einem 12 Jahre alten Mädchen Ecke Kanzleibcrg- Schlohgasse von einem unbekannten jungen Menschen ein Paar schwarze Boxkatf- Knopsstiefel, Gröhe 41, die frisch besohlt find und die es in Papier verpackt in einem Korb mit sich führte, gewaltsam entrissen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Krimi­nalpolizei entgegen.

Liebig-Museum. Die Gesellschaft Liebig- Museum hat beschlossen, im Hörsaal des Liebig-Labo- ratoriums an Sonntagen alle 14 Tage, früh 11 Uhr, sechs Volks Vorlesungen zu veranstalten, wobei folgende Themata behandelt werdens Prof. Dr. Bot- schlich, (H ernie der Ernährung: Prof. Dr. Elbs, Che­mie des Braunsteins; Prof. Dr. Schaum, Ein Thema aus der physikalischen Chemie,- Prof. Dr Feist, Chemie der labahfabrihation; Prof. Dr. Brand, Chemie der Seifenfabrikation: Werner, Kustos des Liebig-Museums, Volkstümliche Arzneimittel. Die Dorträge sind für jedermann zugängig. 1. Vortrag 2. März. (Siehe Anzeige.) - In dankenswerter Weist macht sich in chemstchen Kreisen der Wunsch geltend, einen Lehrstuhl für die Geschichte der Chemie an der Universität Biehen zu gründen. 3n letzter ßcit stifteten für diesen ,3roedt 'Prof. Goldschnndt-Essen 2000 M., Cheschemiker Di. Buchner-Hannover 250 M., Dr Karplus 250 M., Werner, Kustos am Liebig- Museum Biehen, 100 M.

Das Besatzungskommando Hanau, Abteilung I-R. 116, teilt uns mit: Beim Auszug der Freiwilligen-Kompagnie I.-R. 116 nach Hanau wurde diese am Bahnhos Giehen von dem Inhaber eines Gießener OnstallationsgeschSstes mit 150 Dat­ierten für elektrische Taschenlampen beschenkt DieseBatterien haben der Kompagnie in Hanau bei Durchsuchung von Kellern und unterirdischen Gängen nach Waffen und Munition die beste» Dienste ge« (Eistet. Die Kompagnie gedenkt mit Dankbarkeit des freundlichen Spenders.

Hessisches Freikorps. Unter Hinweis auf den Aufrui des hiesigen Infanterie-Reaiments Rr. 116 zur Freiwilligen Meldung für Heimatschutz und zum (Eintritt in die als »hessisches Freikorps' bezeichneten Freiwilligenkompagnien des Regiments wird mitqc- UlÜ, dah die auher der Grundlöhnung des Dienst.

lich .

sässische Deutschenbaffer Altmaier, jede Tanzlustbar­keit unterlagt. Das häl seine Soldaten aber keineswegs ab, in Schwanheim mit ortseingesessenen Mädchen grobe Tänze und schamlose Tbeaterauf. führungen abzuhalten, wobei Wein und andere al- koholische Getränke in Strömen fliehen.

nn. Cimburg, 24 Febr. ^lm nahen Goldhausen muhten kürzlich 50 Männer und junge Burschen eine

Frau in Steinefrenz, die zu verbotener Zeit tele­phoniert hatte, bezahlte ihren Ungehorsam mit 500 Mk. Geldstrafe.

mr. Meudt (Westerwald), 24. Febr. Bon den amerikanischen Truppen wurden zum Besten der not- leidenden Bevölkerung in den Dörfern Kantinen eingerichtet, in denen wichtige, in Deutschland schon knge fehlende Lebensrnittel gekauft -werden können Blocklchokolade kostet das Pfund 3,50 Mk., Reis 1,40 Mk., Kaffee 4,70 Mk. und Zigaretten das Stück 2-4 Pfennig.

Höchst a. M., 25. Febr. 3n dem von Orts- bewohnern und Franzosen dichtgefüllten Kaffeehaus Bolongaro" erlaubte sich ein junges Mädchen einen Fastnachtsscherz indem es Niespulver auf den Fuhboden schüttete. 3n wenigen Augenblicken pru- stete, nieste undweinte" die ganze Gästeschar. Die Franzosen vermuteten ein Attentat und liegen sofort bas Lokal samt den Gästen aus Höchst absperren, bis sich der Uebeltäter meldete. Das junge Mädchen muhte für seinen Stteich drei Tage bei Wasser und Brot im Arresthause büßen.

Mainz, 25. Febr. Am 1. März wird für das von den Franzosen besetzte Gebiet die französische Sommerzeit eingeführt. Die Uhren gehen also bis zur Einführung der deutschen Sommerzeit wieder mit ihren Kolleginnen im unbesetzten Gebiet gleich. - Den Gaswerken in den besetzten Städten und

Aufführung kann nur emp'ohlen werden.

Landkreis (Sichen.

Rüddingshausen, 26. Febr. Was und zu welchen Preisen gehamstert wird, erwies ein guter Fang des stellv. Polizeidieners Krug, der eine Hamster- rrau aus Wihdorf bei Köln festhielt. Sie hatte bei jich 18Pfd. Weizenmehl, das Pfund zu 1,50Mk., 14 Pfund Fleisch zu 70 Mk., 6 Pfund Speck zu 35 Mk., 2*,Psund Butter, das Pfund zu 15 Mk, 70 Eier, das Stück zu 60 Pfg. Ferner hatte die Frau eine Kalbskeule, eine große Wurst, sowie Lunge und Leber aufgehamstert. Das Hamstergut wurde be. schlagnahmt. - Man sieht, dah für viel Geld auf dem Lande immer noch etwas zu haben ist. Ob wohl die Häuser, in denen die Frau Jo Hamstern konnte, ihrer Ablieferungspflicht genügt gaben?

Meis Büdingen.

< Ortenberg, 24. Febr. Auf Einladung des hiesigen Volksrates hatte sich gestern abend im Stob berger Hof eine Anzahl Landwirte, Händler, Hand­werker und Beamten versammelt, um über die Steh lungnahme gegenüber den V-ehhändlerverbönden, be­sonders dem oberhessischen Viehhandelsver- band zu beraten. Der Vorsitzende des Volksrates, Schloflermeister Hild, eröffnete und leitete die Der- fammlung, Rechnungsrat Haas gab in einem einlei­tenden Vortrag Aufklärungen über die grohen Ge­winne des Viehhandelsverbandes und ihre etwaige beste Verwendung. Bei der anschliehenden lebhaften Aussprache wurde betont, dah der Vortrag zu wenig tatsächliches aufklärendes Material gebracht habe, dah das. Fortbestehen des Verbandes zur Verhin­derung bzw. Verminderung der Schwarzschlachtungen noch weiter notwendig sei, dah der Verband eine un- geheure Arbeit zu leisten habe, von der die wenigsten eine Ahnung hätten. Es wurde daher eine Abord- nung, bestehend aus den Herren Haas, Wiesner, Shcuber, G. H. Hebbel, beauftragt, der demnächst in gleicher Angelegenheit in Büdingen stattfindenden Versammlung beizuwohnen und dort volle Aufkläning über alle Punkte, insbesondere Höhe der Gewinne, der Gehälter usw. zu verlangen. Aehnliche Auf­klärungen seien auch berechtigt und gut über die Kommunalverbände, ihre Gewinne und deren Ver­wendung usw. Um 1 , 10 Uhr schloß der Vorsitzende die anregend verlaufene Versammlung.

Letzte Nachrichten.

Eine Sitzung des ReichskabineltS.

Berl in, 25. Febr. (WB.) Äas Kabinett hat in ferner beuticy.ni Sitzung, ander auch der Minister jür Teinobilmacktzmg, SY ö t h, tci'.gcnom» mvn .hat. in dreistündiger Beratung sich mit der g_*f amten Wirtsckjaftslage befaßt. Es herrschte Ueberemstimnrirng darüber, datz edle Mittel auf» ».-boten werden müssen, um die Unruhe, durch die wiroljl seitens brr Arbeitnehmer, nne Arbeitgeber di>t yfunbe Abwickeluirg des Wirtschaftslebens her letzten Zeit empfindlich «stört worden ist, abju- stellen und dah andererfcits alle Kräfte daran- q-setzt werden müssen, das deutsche Wirtschaftsleben wieder möglichst reibungslos in Gang zu bringen. Im besonderen wurde besck>losien, für bie Neu- belebung d^s Transportwesens und Wiederinstandsetzung de rTransport- mittel Sorge zu tragen. Einstinrmig nxir auch das Kabinett der Airsickst, dah der Sozialisiernngs- paragraph des Mronsprogranrms nicht" Pa Pier bleibc-n dürfe, dah vielmehr alle zuständigen Stellen mit voller Entsckst^denh.nt und unv.-rzüg ick damit b-sinnen müssen, die So-,ialisi.-rutcgsabjichten der Rrtchsrcgierung zu verwirllickten.

Die (Sröffiuuig der sächsischen Volkskammer.

Dresden, 25. Febr. (WB.) Dic neuae» wählte Kammer für -den Freistaat Sachsen trat heute nachmittag 3 Uhr zu ihrer ersten Sitzung zusammen Zum Prä-identen wurde mit 88 otm 91 abggcbenen Sttmmen Abgeordneter Fr^resdors (Melnh 'itssozialist) gewählt, zum cri'rcn Bi evräsi deuten Abg Lipinski ' Unal»h. 3wuiH>cmofral mit 84 von 94 abgegebenen Stimmen.

Bayrischer Nätekongreß.

München, 25. Febr. (WTB.) föeirte nach­mittag tagte im Landtag der Kvngrehder Landes», Arbiter-, Soldaten- und Bauernrate, um zu den rvtitiidxm Treig -isen Stellung zu nehmen. Etwa 200 Tel.gi rtt waren miwe-end. Der Arbeiterrat (5 r o e p e l i n berich ele, dah dre inliartiertrn Gei­seln da'ür bürgen wollen, dah die Stuben tat von iIrren Putschversuchen aMaren. Der Belagerungs­zustand wurde cu r ch erljal cn. Landes'», da'en rat Zauber forderte, dah anstelle des Leeres eine Arbeiterwehr Irrte. Arbiterrat Landauer ver­langte, dah auch auf dem Lande die Rate, die die iJÜrcrrlidx Presse unter Aussicht der Räte ton» inoliiert meroen sollten. Ferner verlangte er unter .nnisckrem B.i'all, daß die Bersanrnckunq ehten M-vviorick-.m Raliv :alrat belle. Soldat en rat Le-

Diebstählen stets eine genaue Ortskenntnis nötig war, fo ist man dort der Ansicht, dah, wie das Dlünbem des Militärwagens, auch die übrigen Ein- vrüche und Diebftähe durch Strahengesindel aus Vadenrod verübt wurden. Beim Einbruch in die Fleifchkammer des hiesigen Landwirts Schmidt wurde unter den Dieben einer mit Soldatenmantel erkannt.

Kreis Schotten.

M. Stumpertenrod, 24. Febr. Auch in unserer Gemeinde hat sich infolge der grohen Unsicherheit, wie sie jetzt allenthalben herrscht, eine Byrgerwehr gebildet, die bei Einbruchsgefahr nächtliche Pattouil- lengänge durch unser Dorf zu unternehmen hat. Für eine Nachtwache sind 8 Mann vorgesehen, von denen 4 von 10-2 Uhr und die 4 anderen von 2-6 Uhr mit geladenem Gewehr zu pattouillieren haben. - Nachdem die männlichen Mitglieder unseres Kirch en - gefangoereins, die während des Weltkrieges unter der Fahne standen, wieder nach hier zurückgekehrt ind, finden unter der Leitung des Lehrers Cunz, welcher in musikalischen Kreisen als Komponist be­kannt ist, wieder regelmäßig Singstunden statt.

Kreis Friedberg.

on. ^rriebberg, 26. Febr. Am 24. Februar reinigte em Fähnrich auf Bahnhofswache seine Pistole im Beisein von Kameraden. Durch Leichtsinn und Unvorsichtigkeit entlud sich die Waffe und das Geschah drang einem Soldaten in die Brust. Schwer- verletzt wurde dieser in das Res.-Laz. Blindenanstalt eingeliefert. - Bei dem Diebstahl an Militär- schuhen aus der Kammer des 1/117, soll es sich bis jetzt um 80 Paar handeln. Die Untersuchung wird das weitere ergeben, denn es handelt sich, wenn eine so große Fahl in Frage kommt, doch darum, festzu- stellen, wer die Abnehmer sind.

Starkenburg und Nhcinhessen.

G» oh-Sesscn.

Offenbach, 25. Febr. Der Darmstädter Vertreter der Essenbacher Zeitung" hatte mit dem Ministerpräsidenten Ulrich eine Unterredung über die von Frankfurt beabsichtigte Eingemein­dung Ofsenbachs nach Frankfurt. Der Minister­präsident erinnerte daran, daß er schon früher scharf gegen einen solchen Plan polemi iert habe. Er legt der Angelegenheit keine Bedeutung bei. So lange Offenbach die Eingemeindung nach Frankfurt nicht selbst wünscht, >o lange sei nicht daran zu denken. Und baß ein solcher Wunsch be­stehen könnte, daran glaube er nicht Von oben herab könne eine solche Maßnahme nicht verfügt werden. Ter freie Wille müßte von beiden Teilen babingcbcitb verkündet werden. Die Frage der Grenz änberungen jtriiehen den Gliedstaa­ten sei noch im Fl u ß. Es las'e sich noch nichts dazu sagen Wollte Frankfurt nach Hessen übernommen werben, so hätte es damit überhaupt noch keinen Anspruch, Hessens Haupt­stadt ;u tverben. Mit solchen Wünscknm feien überdies noch andere Städte hervlTrgetreten: Wies­baden, Kassel, sogar Gießen Tic bei fische Regierung steht aber allen solchen, von dilettan­tischer Seite herrübrenden Plänen ablehnend fe -,eu- über Es besteht kein Anlaß, an den hessisck>en StaatSeinrichtungen irgend etwas |u ändern, dessen sei ein durchaus geordnetes Ltaatswesen und, was feine Staatseinrichtungen angeht, von

erscheinen auch heute nicht.

Berlin, 26. Febr LautBerliner anreiger" kam es in der vergnngrmen Nacht in Plauen ui verschiedenen Plünderungen fax Privatwostnunc^m. Im Unfein des Schlachtbvf» direftors raubten die Svartaki Vi aus dem Schlachldof 12 Zentner W^rst, 78 Znttner Speck unu 5 Zentner Sckuveinelnick, was der Bevölkem nntg Plauens nun an der Ernührung verlorenodjt- D:e Schäden des Streiks im Nobrqedict.

Essen, 25. Febr (WTBf Ter durch den Ausstand der Bergarbeiter rmgertdxete Schaden ist vorläufig gar nicht abjiif' h-n. Un­gezählte Mill tonen gingen den irbeitem mrch den Lohnausfall und den Zechen durch die sim.Iosen Zerstörungen an SBrrfanlagen und bie Stillegung der Betriebe verloren Schiverwiegende Fo'g.-u hat der Streik insbesondere auch für bie Gemeinden, die in ihrer Gas- und ®cftryüät> Versorgung von den Zechen abhängig sind.

Die Notlage der ?eitunflen.

Berlin, 25. Sehr. (»«.) Der Lvrsttmd des Vereins Deutscher ZeiLmigsverle»-r hat sich heute in gemeinsamer Sitzung mit den Vertretern ber Kreisvereine mit der wirtschaftlichen Lage der deutschen Zeitungen beschLf- tigt. Tie Lage ist krttiscker als je zuvor. Tic her- stellungsfiosten.infolge ber erljvlnen-:re, des Zivai.g s zum Bckft lien der während des Krieges cüigin teil Kit Arb.it skräfte und utr W icdereinstel- hing ber auS dem Felde zurückg. Ehrten, der ver­kürzten Arbeit § seit usw. seren in erneut bisher noch 'icht dag wienert Ddaste gestiegen. Um einen teilweisen Ansc^rrch für bie uu(f-lteuere Melnde- lasttmg zu finden, lüch die beutidjen Z.itungsver- tegnr gezwungen, eine Erlwlmng des Bezugs- und Anzeigenpreijes emtreten zu lassen.

Ter .Tempö' über Waffcnstillstaud und FrikdenSpräfiminlitien.

Berlin, 26. Febr. (WTB.) DerTcmDT' veröffentlicht eine längere Note ükr den Ver­laus der stonfercnzarbeiten, die rm< der von der Regierung ausgegebenen Lmvosirote rn verschiedenen Punkten we-etulich abioeicht. Wie derTemps" erfätet, soll der Waffenstillstand allerdings den Frirdenspräliminartt-n als Grnn'a- lagc dienen. Tarüber fei eine arundsätzlickv Eini­gung unter den Konscrenzmitglledern erreiefrt wor­den. Was jetwck, die Möglichkeit, den Waffen­stillstand auch auf die Finanzklausel und die terri­torialen Forderungen an zuwenden, betnfft, io Kien hter die größten Schwierigkeiten zutage getreten. Weder die tvrrilorialen Ausschüsse noch bie Aus­schüsse für die Wiedergutmachungen bitten ihre Arbeiten in absehbarer Zeit beendet. Die lerrit* rialen Ausschüsse würden ihre Schlustberichte kaum vor Ende der zweiten Hälfte des Mär^ brr tfbn- fercnz vorlegeit tonnen Tic Fiiurn^auSichüsse hät­ten ebenfalls noch die wesentltchstrn Punkte zu bc* reinigen. Es scheint desl«lb, schreibt der .,TemvS", baß die Alliierten do ch wieder aus den Ge­danken zurückkommen müssen'.eine ledig­lich militärische Konvention mit Teutschlanb abzuschließen ober aber vielleicht noch ein vis zwei Monate Ml roartvit um eine neue Wajienstiilstandskonventton mis,ufertigen und bis ba1?in mit dem Provisorium sich zu begnügen. Oftgen daS Provisorium wurde allerdings von verschiedenen Stellen die schwerst«! Bedenken gel­tend gemacht.

Berlin, 25. Febr (WTD.) Ein Rund- chreiben des Marschalls Foch setzt feit, das; das militärische Material der beut- dien Armee, [bie von der deutschen Heeresleitung nickt nvggef(hofft nmrde, nad) dem 11. Novbr. 1918 nicht mein veräusrert roerbrn bürste, ba so­mit dieses gesamte Material, foroeit es in Privat- bimbc gelangt ist, wieder herausgrgeben werb« müsse.

sich geriffen hat, erließ eine Bekanntmachung au all» Bewohner, wonach die von ihm gestellten revolu­tionären Truppen streng angewiesen sind, Lebeu und Eigentum aller Bewohner zu schützen. Dies« wer­den ersucht allen Anordnungen der reoolutianäreu Truppen Folg« zu leisten. Die reoolutionären Truppen haben alle öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe, Polizei­wachen uin). im Besitz Aus dem Landgerichtsgebäude befreiten die Spartakisten in der vergangenen Nacht 67 Straf* und Untersuchungsgefangene. Vormittag» 10 Uhr wurden die Kasernen von den Sicherheit». truppen zurückerobert. Es kam dabei zu Kämpfen, bei denen ein Mann getötet und mehrere schwer ver- wundet wurden. Nach den neuesten Meldungen soll der A - u. S.-Rat wieder eingesetzt sein Die Lage ist augenblicklich noch ziemlich ungeklärt Die Zeitungen

Orten des Mainzer Brückenkopfes wurden in den letzten Tagen reichliche Mengen von Saarkohlen durch die Bahn zugeführt.

Laudenbach a. d. B., 24. Febr. Als drei Mitglieder des Weinheimer Arbeiterrates hier zu einer Sitzung aufs Rathaus kamen, glaubten die Bauern, man wolle ihnen die Kartoffeln beschlag­nahmen. Plötzlich wurde Sturm geläutet, die Bauern stürmten in Hellen Scharen bas Rathaus, mißhan­delten die Arbeiterräte und zwangen sie zur Flucht. Hierauf wurde die Sitzung durch bewaffnete Arbeiter­räte fortgesetzt und vor dem Rathaus ein Maschinen­gewehr gegen weitere Angriffe aufgestellt.

Spklplan bes Cieftener Stabtt^afen.

Samstag, 1. März, 6:17. Freitag-Abonnem.-Vorstell.: Die beiden Ceonoren". Sonntag, 2. März, 21/,: Durchs Ohr". 6:Das Dreimäderlhaus". Montag, 3.März,6:17.Dienstags-Abonn..Vorst.: Der Kuckuck".

Lloyd (George über die Forderungen der Bergarbeiter.

London, 25. F-obr. (WTB) Einer Rrutev« mclbung tu folge- erklärte Llonb George tm Unter hau sc, er könne zur Forderung der Berg­arbeiter nach einer IOprozentigen Lohn- erhö hung und dem secköstündigen statt dem ttd tHünbigen Arbciistage seine Einwilligung nicht geben, bevor eine sorgfältige Untrn'udxing der Folgen die diese in anderen Betrieben haben würden, stotigeftlnden >abc. Wenn er die For­derung bewillige, würden viclleidtz Öunderttau- sende von Menschen ihre Stellung verlieren. Tiefe wurde eine Verminderung Ixt Mvy.cn*, Eisern- und Stahttransporten und dos vandclS zur Folge haben können.

Eine 8erfdiroörnng gegen Wilson.

Newyvrk, 24. Fabr. (WB' vavaS. Die Polizei hat im Klub der 14 Spanier, bie wegen Verschwörung gegen Wilson per bahrt mitten, eine ausgcdclnt'e anarchistische $ropa« ganda, Lcchlr-iche Flugck>rif:m, tonte »ine bemvn- litte Maschine von brionüerer flvtstruktion ent­deckt. Nack der Erckärung ber Polizei wurden Bol» fckewisten verhaftet. Dir bfveft in den Anschlag Dcmndrlt waren, ber bei ber Ankunft Wil ons er- folgen sollte Es ist walerscheinlich, bah sie mit anderen ft^ialiftifdjen (Gruppen tn Verbindung stelen. 9teuc Verbastungen heben be- v o r Man will daraus en'ehen, ob nirbt ameri­kanische Anarchisten nut dem bolsck»vistischoi SxniplquariteT in Petersburg in Verbimimg ftvbru unb ob dieses Alnurrtgungen m der ganzen Well besitzt. Wer ferne Kaution leisten 6nut und nidtt schwerer Vervb-n überführt werden kann, werd als läfttgrr Ausländer cmsgrtviesen.

Ter Anschluß OesirrreichS.

Berlin, 26 ssebr. Ter österreichische Staats« fefretär des Aeubern Dr Bauer stattete nadi feiner Ankunft in Weimar geürrn dem Meichs^ Dräfit'>enie:t Eber! und dem Ministerprä i.vnrea Sckeidemann Besuche ab Mtt letzterem batte er eine Unsere Aus iuarckersetzut!g über bie mrt«

Aus Stadt «nd Land.

Gießen, 26. Februar 1919.

Willtommensgaben für unsere «riegSgesangenen.

Die Kommandantur des Durchgangslagers Die- tzen schreibt uns:

Wenn auch der Zeitpunkt der Rückkehr unserer Atmen Kriegsgefangenen leider noch nicht fest- ,steht, so ist sie doch in absehbarer Feit zu erwarten. -Die Vorbereitungen zu ihrer Rückführung und Ent- ckaffung müffcn getroffen werden. Nach Bestimmung des Kriegsmtnisteriums werden die Iurückkehrenden sowohl im Intereffe ihrer eigenen Gesundheit, als auch im Interesse des Allgemeinwol les zunächst in Durchgangs. (Quarantäne-) Lager unterge Tracht, wo in etwa lOtägigem Aufenthalt eingehende ärztliche Untersuchung und Beobachtung, Entlausung, Bäder, Neueinkleidung stattfindet: hiernach werden die Iurückgekehrten in Transporten den Stamm- truppenteilen zur Entlastung zugeführt.

Das Durchgangslager Gießen wird als er­stes im hessischen Lande (Bezirk 18. A -K.) die ersten (Befangenen.Transporte aufnehmen 3m Lager Gießen wird mit dem Durchgang von insgesamt etwa 2000 Offizieren und 40000 Mann aus allen deutschen (Bauen gerechnet, die etwa in 8-10 Transporten zu je 4-5000 Mann in je 10-14tägigtr Folge ein. treffen und weitergehen werden.

Dieser erste Aufenthalt auf deutschem Hei- xnatboben soll die einstigen (Befangenen die Leidens- ^ett der Gefangenschaft möglichst oergesten lasten, sie sollen fühlen und sehen, wie ihnen die deutschen £er« zen entgegenschlagen, wie ihre Landsleute ihre Leiden gu lindern bemüht sind. Ein frohes Willkommen ßoll ihnen entgegenschallen. Sie sollen während des «Aufenthaltes Zerstreuung finden, Linderung in ihren quälenden Gedanken um das Wohl ihrer Familie, mm ihr eigenes Fortkommen in dem ihnen noch un- bekannten neugefügten Baterlande. Viele Bedürf, misse einfacher Art werden die Aermsten haben, die nur gegen teures Geld sich das Notwendigste im fremden Lande anschaffen konnten. Aus staatlichen Mitteln werden die Bedürfniste nur im beschränkten Maße gedeckt werden können. Die private Hilfs« und Fürsorgetätigkeit muß hier helfen. Lie. besgaben für unsere armen (Befangenen sind hier in weitgehendster Weise am Platze. Gaben aller Art für leibliche und geistige Bedürfniste sind erwünscht, besonder- Rauchwaren, Wäschestücke, Hosenttäger, Be- barfsarlihel wie z. B. Mester, Pfeifen, dann Bücher, Zeitschriften, illustrierte Zeitungen ernsten und heiteren Charakters. Auch Geldspenden sind hochwillkommen, aus denen VerpflegungszuschÜste und Genußmittel für die Zurückgekehrten beschafft werden sollen.

Zusendungen von Gaben,gut verpackt,werden an die Kommandantur des Durchgangslagers Gießen, Geldspenden auf das Konco der Kommandantur des Durchgangslagers Gießen bei der Bank für Han­del und Industrie in Gießen, Iohannesstr. 1, erbeten.

tegterung.

Plauen t VogU-, 25. Febr. (WTB.) Der Ar beltslofenrat, der gestern nach Adsktzung des Ar. beiter- und Soldatenrats di« öffentliche Gewalt ar