Ausgabe 
25.9.1919
 
Einzelbild herunterladen

an

teng-en

WsjsttklM? Akin!

. Schntznuirk»

den ganzen Tag.

11017

Achtung!

Wenig gebrauchte

01865®

zu au zu

Wm Lehr, Sartbnnrt und Bürgermeister Ruppertsburg, Christian Guth II., Landrvirt (SJebcm, August L udwig, Spenglermeister Ulrichstein.

Straßensperre. Wegen Platzmangels für Materrallagerung bei den Klcimvohnungs-Neu- bauten in der MüHlstraße toirb dieMühlstraße zwischen Ticfenweg und Kleine Mühlgasse sowie die Kleme Mühlgaffe vvr den städtischen Ncwbauten von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr­werks- Md Radfahrverkehr gesperrt.

Nach den Bestimmungen der Reichskattoffel- Uelle haben für die Kartoffelverfiargung 1919/20 folgende Grund ätze zu gelten: Ter Kommunal- ^erband wird die zur Ernährung der Bevöl- kerimg seines Bezirkes erforderlichen Kartoffel- mengen sowie eventuell die ihm zur 2T ' andere Kommunalverbände aufgegebenen ______o...

>uf die Kreisgenreinden und die Kartoffelerzeugn: -imleglm Tie Bersiorgungsperiode um-

Ofiietato aßer in

wert die Br Werfe» üeiv.-Dreektrti, R. Um, OMea

AseckhMchWereiMichell.

Wegen der Warenaufnahme bleiben unsere Verteilungsstellen geschloffen:

Kleiu-Lindeu am Freitag, 26. d. M., nachm, Franks.Str. 134 am Samstag, 27.H.M., desgl., Liebigstratze 23 am Montag, 29. d. M.,

1 $«!»« Sd&ftM Airß», neh Zmebeln nsS fiiirtrifcn. w Lehr ii!i|t Preist. Mase, Bahnhofstr. 48.

Vermrsehte».

/Berlin, 24. Sept. (Wolff.) Aus der Bild- mssaminlung der Nativnalgalerie am Schnnkelplatzwurden gestern zwe iOelgemülde gestohlen, bte, von Lucas Cranach auf Holz gemalt, Martin Luther und Phil. Melanchchon barstellen

aus amerikanischen HeereSbestäuden billig zu ver­kaufen. Näheres Mono & Cettcr, Dmumstr. 32,

Bekanntmachung.

Betr.: Zentralheizungen.

Es wird hiermit zur Kenntnis! der Interessen­ten gebracht, daß die Kohlendeputation der Stadt Gießen wegen der allgemeinen Kohlenknappheit be­schlossen hat, für diejenigen Wohnungen mit 3ew= tralheizung, in deiren Kamine vvrlMcken finb, künf­tighin keine weiteren Bezugsscheine für Koks' zu bewilligen.

Ten betreffenden Hausbesitzern wird deshalb empfohlen, soweit dies noch nicht gesehen sein sollte, Oefen setzen zu lassen. 110376

Gießen, den 25. September 1919.

Ortskotzlenstelle der Stadt Gießen.

chrlchteir«

ÄK

m Gut vßNe

Gr atut Taz jhhbt

SS

pen JArt: lt jj«x /chleich en gr^^Abn. jMknb?

6t »schätz ^kchern.

und obfc

Nr

Schwurgericht.

Gießen, 24. Sept.

Ms letzter Fall der Schlwurgerichtstagung fam mr Verhandlung eine Anklage gegen Elisabeth Hohl geb. Krrhling von (ließen, sowie die Ehe­leute Johann Michel von Milterod, fn'iher in Gießen, wegen Meineids und Anstiftung zum Meineid. Die Anklage vertrat Staats- anwalt Neuroth, die Verteidigung führten die Recktsanwälte Justrzrat Katz, Albrecht unb Elsoffer.

Im vorigen Jahr wurden bei Mickel gelegent- lich einer Durchsuchung verschiedene Gegenstände

denn ste färbt bei Regen ob Verwenden Sie

Nigriu

und ihre Kleider werden auch dann nicht schwarz, wenn das Leder naß wird

Reinster

X- clwachslederv n tr!

Achtung!

Kartoffeln, der Verlust durch Fäulnis und pfnuunb, -um Ausgieich eventueller Mehrmrsw-m- düngen an Saatgut sowie zur Erfüllung von Tepuiatverpslich tmlgen.

Für die vor f-orgungsb«'reck tigte Be­völkerung einichl. des Bedarfs für Mass-n- speisungen und Ga st Haus belief ?run gen stehen dem Kommimalverband cmc durchschnittliche Wochen- iwn 9 Pftriw für 3va Monate und ; W® für die übrige Zeit zuzüglich eines tvei- teren Pfundes als Ausgleich für die entstehenden «chwmldvcrluste zu. Kartoffelpreis. Als t brr von der Landeskardoffelstell.'

sestgesetzte Höchstpreis. Ter gwärmte Höchstpreis gilt Tur verlesene Kartoffeln, bei Lieferung un- .^^^bopeln, die nur im gegenseitigen Einverständnis zwilchen Lieferer- und Beoarfs- stelle erfolgen darf, tritt eine Ermäßigung von o0 M. für r^n Zentner ein. lieber di: Bemessung f*1. ^^lntzandelshöch st preise ergeht be­sondere Bekanntmachung. Tie Saatgut- beschaf.fung regelt srch nach der Berorimnng über Saatkarboffeln vom 4. September 1919 Außerdem kann Saatgut innerhalb des Kommu- naiverbandes ohne Rücksicht auf bestimmte Fristen ^^Ä^w^tliche Berufsvertretungen ober au wlae Personen abgesetzt werden, die cs selbst zur Aussaat vertuenden wollen. In Trockne- teicn dürfen nur die vom Unternehmer der ein­zelnen Betriebe selbstg.'Togenen Kartoffel men gen nach vorherrger schriftlicher MitteUnng mi den Kommunalverband verarbeitet toerben

^'27 güW' -rfS:

R rv,

»fei,

\Ä%

bie Sau

J* bechlgt tourt« & den huch Klsende Wwi« SPL Kusel in dj ÄELb)n'droT WC tefrtit

Tie Ruhl, Umfang ar öie Schließung bc We- F'rner roiiti lg sämtlicher Lu' l-, 24. Sept. S)(i. ahmte bei eim

20 Zentilir int Werte von

Arbeitet, aller Kiry« in Vtwerkstätteid er zweiten S^d? hrlich und tW

-aßt für die Selbstversorger die Zeit vom 14. Sep­tember 1919 bis 13. August 1920, für die Ber- feorgunysberechtigten die Zeit vom 14. September 1919 brs 17. Juli 1920 (44Wochen). Als Se l b st- totrfarger gelten alle Lbart>offelerzeuger, die An- itfhörigen ihrer Wirtschaft, einschließlich des Ge­ländes, sowie Naturalbezugsberechtigte, insbesan- kere Altenteiler und Arbeiter, soweit sie kraft chrcr Berechtigung oder als Lohn Kartoffeln zu leanspruchen haben. Bei der Berechnung der den Selbstversorgern zu belassenden Kartofftlmengen toerden in Ansatz gebracht: Zur Ernährung l '/s Pfund für den Tag und Kopf auf die Zeit vom 14. September 1919 bis 13. August 1920 = 5 Zentner: der Saatgutbedarf in Höhe von 40 Zentner nir das Hektar der Herbstkartoffel- anbausläckie 1919: die in landwirtschaftlichen Be­trieben für Brennereien angezeigten Kartoffelmm- gen unter Zugrundelegung eines Verbrauchs von 3's des Brenn rechts von 18 Zentnern Kartoffeln für das Hektoliter reinen Alkohols und einer Tronntwemmenge von 90 Hundertteilcn des all­gemeinen Turchschnittsbrmrdes der Brennereien,- die für landwirtschaftliche Trocknereien und Stärke- Kibriken zur Verarbeitung in diesen Fabriken an» gebauten» der Reickskartoffelstelle angezeigten Kar- toffeln; ein Fünftel des Ernteertrages zur Teckung dec mm Verfüttern freigegebenen ungesunden oder d'.e Mindestgröße von 2,72 cm nicht erreichenden

9dmU»

ÄnrÄtW ot«. Am MiM° Rämtmt uti) tfrano der MreiÄ W- MtTtten toaitn, k: Kriege int Gemeind dMneinöe g^alttn orstzende der Land« Evangel. Smmdo ihntg unb feit eine und leWrmBrU :Tie neue rmcinden in besser Idar Gemeinden k beben, in die sie dun ) inmh den Aeg^ TMMtents gebmä Adle und Gesaftr dre ihr v» beiten zur tfW und betonte besE r Gemeinden W' nen. Tie ÄussM Läufer emgckp

Arbeiters au-1 e, einen mehr orgai xmöencn W ®. tzelätiMSLt'°1, -Men forderte, y uZspracle, gS tetraW *; Pro,. D. Berg- Präsident tes. e( und gab einen E

»ä&S»

yw«»-

laile gekrile MM« Sc Schuhmacher und Haushalt, auch revaratur- iköiirftige und gebrauchSunfähiae. Schriftliche An- «ch°le unter 018557 an den Gießener Anzeiger.

gcrnnöen, di»- aus Diebstählen in hiesiger ^tafct herrührbN. Michel will diese Sachen im -^''"iwweg von einem Unbclanutai gekauft haben, -our Bekräftigung ferner Angaben bezog er sich, anr bte Angeklagte Hobt, die bei dem Berläuf zu- gegt-n genesen tv-ärc. Tiefe bestätigte Michels An­gabe ba der Polizer und demnächst auch in der Ver­handlung vor dem Schöffengericht unter Eid mit wir Erfolg, daß Mict-rl freigesprvchm wurde: <'ve- 'ch'^ullrcl der Ermittelungen in einer anderen Tiete, stadlslache kam mau auch auf diese eidliche Aussage d^r trrau .HM au sprechen, und es tarn dabei zu -We, oaß sie fa 1 s d,i war. In der Vvr»tntm'uchung> ya'. bemt Frau Hohl eingestanden, daß ihre Aussage vor den', ^chöffnigericht. ixm Llnfang bis zu Ende erlogen war, daß sie vor dem Verkauf der frag'

-S11 f ^Üvnstände seitens des Unbekannten an -Unajel überhaupt gar nichts gewußt habe, und daß £lc ^Abute Michel sie zu der falschm Aussage durch Versprcchmrgen und kleine 'Gescheute ange- sttftet batten. In der heutigen Verhandlung' wieder- Iwlte bte Llngeklagte ihr Ütestchrdnis, während der Ehemann Mrchel alles bestritt. Frau Michel verschanzte sich, hinter ihre uirgehcuere Dummheit, und wtll von nichits wissen. Medizinalrat Tr. ^alger bekundete als <5atftoerflxmbiger, daß Frau Michel seiner Ansicht noch eine derartig geringe Intelligenz bösche, daß sie wohl ntcht beurteilen könne, was ein Eid tel,.und was man unter Anstiftung zu einem Meineid versteht. Tu Geichtvorenen vernein­ten d leSchuldfragc bezüÄich Frau Mickel, sprachen dagegen den Ehemann Micchl der An- sttftung zum Meineid, die Frau Pohl des Mein­ecks mit der Milderung des § 157 St.G.B. schul­dig. Frau Mtchel wurde daraufinn freigesprochen ityi (Sbemamt zu 2 Jahren Zuchthaus, Frau Holst zu 1 ^ahr Gefängnis verurteilt. Ten beiden Ver­urteilten wurden die bürgerlichen Ehrenrqchfte ab­erkannt, Michel außerdem die FähigHeit abge- spwchen, als Zeuge ecklich» vemommen zu werden.

Sport.

** Hindenburg-Wettkampfe. Am Samstag nachmittag sanden in der Rennbahn an bcr Hardt die diesjährigen Wettkämpfe um den H rn den bu rgschi l d zwischen den hiesigen Schulern statt. Um die BedingunWen für die ein- zelnen Schulen möglichst gerecht zu gestalten, hatte der Ausfchutz besttmmt, daß in jeder Stufe (Ober- .^018, Mittelstufe 1416 und Unterstufe auf ie 10 am Turnunterricht teil­nehmende Schüler 1 Wetturner entsandt werden mußte So turnten in der Oberstufe 18, in der Mittelstufe 24 und in der Unterstufe 49 Schüler. Beteiligt waren Gymnasium, Oberrealschule, Real­gymnasium imd Stadtschule. Die durchschnittlichen Leistungen waren in der Unterstufe: Ober- realichule 52,8 Pnntte, Realgymnasium 52,3 P., Gymnasium 45,6 P., Stadtschule 42,2 P.; in der Mittelstufe: Oberrealschule 54,8 P., Real­gymnasium 46,5 P Gymnasium 59,8 P.: in der Oberstufe: Oberrealschule 49,37 P., Real­gymnasium 38,8 P., Gymnasium 39,5 P. Die durchschnittlichen Leistungen für die Gesamt­schule ivaren: Oberrealschule 52,4 P., Gym­nasium 48,3 P., Realgymnasium 45,9 P., Stadt­schule 42,2 P. Bestimmungsgemäß geht der Schild an die Schule über, in der die Altersstufe mit der höchsten Durchschnittsleistung ist, allo an das Gymnasium (Mittelstufe 59,8 P.). Der Schild geht endgülttg an die Schule über, die ihn zum drittenmal (direkt hintereinander ist nicht nötig!) gewinnt. Bei Berküickigung des Evgttmisses wurde unter stürmischer Zustimmung beschlossen, an Generalfcldmarschall v. Hindenburg folgenden Drähtgruß zu senden:Tie 'heute zur Auskampfung des Hindenburgschildes auf der Hardt bei Gießen versammelte Gießener Schuljugend sendet Ew. Ex­zellenz ehrfurchtsvollen Gruß." Drauf ging fol­gendes Schreiben ein:Bielen Dank für den fteundlichen Gruß, den ich treulich erwidere, v. Hindenburg."

<- von Kartoffeln aus dem

«rette Gießen ist nur mit Genehmigung d?s Kreis­amts Gießen zulässig. Ferner ist ein Verbrin­gen von Kartoffeln an einen anderen Ott als derjenige, an dem sie nach der Ernte gelagett wurden, ohne (Genehmigung des Kreisamts ver­boten. Dieses Verbot gilt nicht für denjenigen, der Kartoffeln auf Grund eines gültigen Bezugs­scheines, im Auftrag der Kommissionäre des Kom- mimalverbandes aus einem Ort des Kommnnal- verbandes Gießen in einen and wen verbringt. In Fällen, in denen nach den vorstehenden Be­stimmungen eine Aenderung des Lagwortes von Kartoffeln zulässig ist und erfolgt, bat der Aus- fuhrberechtigte ober Verbringer die erteilte Aus- fuhrcrlaubnis oder den Bezugsschein ober einen von den Kiommissioitären des Kommunalverbondes ausgestellten Ausweis als Legitimatton bei sich zu führen. Als Kommissionär des Kommunal­verbandes sind die Firmen Bereinigt' Getrecke- händler G. m. b. H. und Landesproduktenvettrieb tn Gießen bestellt worden; letztere jedoch nur für bic Orte Mten-Buseck, Bettenhausen, Taubttn- gen, Lollar, Mainzlar, Muschenheim, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg. Treis a. d. Li»., Twhe, Wieseck. Wie der Kommunalverband, so haften auch die Gemeinden für die rechtzeitige Ablieferung der auf sie umgelegtm Kartosftlmengm. Gegeit Kartoffelerzeuger, die ihre Verpflichtungen, sowie Sicherstellung und Lieferung nicht erfüllen, kann eine Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder ent­sprechende Hast sestgefetzt werden. Kartoffelerzeu­ger mit einer Anbaufläche von mehr als 200 qm ftnb zur Abgabe der Kartoffeln verpflichtet. Für leben Kartoffelerzeuger führen die Kommissionäre des Kommunalverbandes eine Kartof elwittschafts- karte. Kartoffelerzeuger mit einer Erntefläckie bis Zu. 200 qm einschl. bleiben hierbei außer Bttraüst. Tie Regelung des Verbrauchs der Kartoffelverf-or- gungsberechtigten erfolgt in den Landgemeinden durch den Kommunalverband, im Bezirk der Stadt Greßen durch den Oberbürgermeistw. Ein An- Ipruch gegenüber dem Kommunalverband auf Lie­ferung bestimmter Sorten steht dem VwbvMicher nicht zu. Tie Gemeinden haben den Verbrauch zu ihrer versorgungsberechttgten Bevölkerung in­nerhalb dec zulässigen Höchstmenge dauernd zu be- aufftchtigen.

Der Steucrstreit zwischen Erzbergcr und den Sozialisten.

, Berlin^ 25. Sept. Zu dem Streir um v i e U m f a tz u e u e r von «stern sagt derBv r- wärts": Es handelt sich nicht um eine sach­liche Stellungnal-me zu den einzelnen Steuervor­lagen, fondem um die Reihenfolge, in dei­ne verabschiedet werden sollen. . Tie sozialdemo krattlche Fraktion geht von der Auffassung ,rus, daß man zunächst den Besitz mit ferner vollen Lft stungsfährgkeit hevanziohen müsse, und das; etil oann das Notwendige auf die Schultern der breiten Massen gelegt werden dürfe. Sie besorgt, daß do- umgekehrte Verfahren dazu führen könnte, die in- bwrften Steuern hochzuschrauben in brr Absicht, dadurch den Besitz zu entlasten.

Gegen die Sonderbesteuerung der Zeitungs­anzeigen.

. Berlin, 24. -Sept. (WTB.) Der Verein der ^eutfcken Zeltungsoerleger richtete an Erzberger 7rt der gesagt wirb, ba es dem Relftteftnan-Minister unmöglich war, die Vertreter des Berems bcr Deutschen ZeitungsVerleger zu empfangen, legen sie hierburch schärfsten Protest gegen ben Plan einer Sonderbesteuerung des Anzeigenteils ber deutschen Zei- tungen ein. Eine solche Ausnahmebesteuerunq wurde bte schon von wirtschaftlichen Lasten bc- druckten Zetttlngen auf das empftnblichste treffen. Der durch die Sonderbesteuerung unvermecklich erntretenbe Zuiammenbruch vieler Zeitungen würde uberdtes eminente Interessen ber Allgemeinheit aufs tiefste berühren.

Die Lage in Italien.

Bern, 24 Sept (WTB.- In Besprecchrng ber Etnberufungdes Kronrates sprechen dte. ttaltenifchen Blätter die Befürchtung aus daß btefe Maßnahme bie innere Lage in Italien noch verschlimmern merbe. Die Ijeutige Lage Jta liens sei die gesal-rvollste, die es jemals durck- gemacht habe.

m Daag, 24. Sept. (WTB.) DemRieitwe Rotterbamfche Courant" zufolge ntelbet dieAsso­ciated Preß" aus London, daß die italienische Regierung an die Alliierten bas Er suchen gettchtet hat, allierte Trttppen, ausgcnom men italienische, nach Fiume zur B e r t r e i b u n g d'A n n n n z i o s zu entfenben.

Aus dem Amtsve^ündigungsblatt.

Tas Amtsverkündigu ngsblatt Nr.92 vom 23. September enthält: Bevordnung über Kartoffeln. Verordnung über>aatfirtjff»In ans der Gimte 1919. Vom 4. September 1919. Grundsätze für die Kartoffelversorgung im Kam- nnmalverbarck (Kreis) (ließen. Dekanutmachung des Reichsernährungsminist.»rs über die Kartoffst- berforgung t»m 4. September 1919, Straßen­sperre.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Speisekartoffeln.

2 ber Verordnung über die Karteffelversorgung).

Tie Kommunalverbände habear zur Teckung des Bedarfs die in ihrem Bezirke geernteten Kar- Ivffelmimgen sicherzustellen. Bei Kattoffelerzeugern mit zneihundett Qudratmetern Kattoffelanba:,- ffäche und weniger findet eine Sichwstellung nickt statt. Tie sicherzustellenden Mengen sind für jeden einzelnen Kartasselerzeuger, sodann für jede Ge­meinde, jeden Kommunalverband und jede Ver­mittlungsstelle festzustellen. Ter Feststellung bei den einzelnen Kartofselerz-eugern ist ein nach Maß­gabe der 9htorbnungen ber Reichsklartoffelstelle ge­schätzter Ernteertrag zugrunde zu legen. Don dem Ertrage sind abzuziehen: der Eigenbedarf des Kartoffelerzeugers unb der Angehöttgm seiner Winschaft.

Kartoffeln Oürfen mir verfüttert werden, wenn sie nicht gesund sind ober die Mindestgröße von einem Zoll (2,72 Zenttmeter) nicht erreichen. Erzcugnisse der Kartoffeltvocknerei und der Kir- taflet ftärfcfabrifatwn dürfen weder verfüttert noch zu Futterzwecken vergällt ober mit anderen Stof­fen vermengt werden.

Saatkartoffelik nn5 der Ernte 1919.

Für den Verkehr mit Saatkartoffeln aus der Ernte 1919 gelten die Vorschriften der Vneordnung über Saatkartoffeln aus ber Ernte 1918 vom 2. September 1918 mit folgender Maßgabe: Als Zeitplmkt, bis zu dem Vertrüge über Saatkartof- feln abzuschließen sind, wird ber 30. November 1919 festgesetzt. Ter Antrag auf Genehmigung ist alsbald nach Abschluß des Vettrags, spätestens bis zum 10. Tezeniber 1919 zu stellen. Die K.immunalverbände haben bte Uebersicht der van ihnen genehmigtem Verträge der Reichskattaffel- stelle bis zum 15. Tezember 1919 einzureichen. Xie Vorschrift im § 6 Abs. 1 der Verordnung -er­hält folgende Fassmig:Tie Vorschriften im § 4 der Verordnung über bie Preise für landwirtschaft­liche Erzeugnisse unb für Schlacht- und Nutzvieh vom 15. Juli 1919 (Reichsgesetzbl. S. 647) gelten nicht für Saatkartoffeln."

Kartoffelversoraung im Kommunalverband (Kreis) Gießen.

Grngesattdt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, den 24. Sept. 1919

Ter unterzeichnete Verein erttärt zu dem an dieser Stelle erschienenen Artikel in Nr. 221 des Gieß. Anz., daß es nirf|t in seiner Absicht liegt dre Interessen des Einsenders zu seinen eigenes

^Wir bringen ein in Deschmatt unb Aroma bedeutend veredeltes Sabrifat, £Dliftf>u>arc, in den Handel, welches nach einem gern Patent angemeldeten, oetbeffer- tenVerfahren hergeftellt ist. Das­selbe ist trotz der mit der Zuberei­tung ber 5Xohstoffe verbundenen Hohen -Kosten zu folgenden, unter heutigen Verhältnissen niedrigen Preisen in ben Eigarrengejchaf- ten erhältlich!

<92Itriam, GoiK 3Uöpf»,el 92Xiri<xm

ohne S2Tun6ftücF

6pfg.6@tf

<9rirntafif^e Tada?- und (SigartttenfabriB* »9rnl^3e '^nb-öagoSina. Dresden.

Mit dem Ende der Warenaufnahme geht die Leitung der Verteilungsstellen an den Konsumverein Gießen nnd Umg. über. Gießen, 24. Sept. 1919. Der Vorstand. Achtung! » Achtung!

Treffe Freitag mit einem Waggon Weißkraut Pfd. 15, Rotkraut 5V,Wirfiug20, Kürbi» Pfd. 12 Pf. und Zwiebel» 3 Pfd. 1M. ein. Verkauf Ecke Löwengaffe und Bahnhofftr. 23, von morgens 8 Uhr ab. Ferner empsehte ich mich noch zum ZSV Wclßkraateinschnelden. Heinrich Ferber, Lindengnsie 52.

Behördliche Anzeigen.

Marken-Ausgabe.

Am Freitag ben 26. und Samstag ben 27. b. Mts. gelangen in ben Bezirken Boot-, Fleisch-, Kartoffel-, Nährmitttt- unb Zuckerkarten tote rrach- Rebenn zur Ausgabe:

AE Freitag vormittag von 812 Uhr, K Freitag nachmittag von 26 Uhr, L Q Samstag vormittag von 812 Uhr, RZ Soms- tag nachmittag von 26 Uhr.

DieMarkensinbunbedingtanvov- genannteu Ausgabetagen in ben Be- Mrfen abzuholen.

tiefem, bcu 23. S-ptemb?r 1919. (110096

^er Oberbürgermeister (Lebmsmittelamt).

Bekanntmachung.

Tie am 26. und 27. d Mts. zur Ausgabe kim- Nahrnutkel-- und Zuctermarten sind bis ^atefteT^ ftratag, dm 3. Oktober 1919, ein?r UI2 ^inkragimg ihrer Firma und -iotrmnung der Kontvollabschmttte vorzulegen.

Tie Verkaufsslellen haben bte auf Vogen auf- zeklcbten $2ntt^»llabschnitte nebft einer Aufstellung Boer dre Llnzahl ber Abschnitte nach vorgeschtte- taiem Muster brs längstens Samstag, ben ,. Oktober 1919, dem Städtischen LebernsMittelamt (ötmmcr 11) ernzureick)en.

Meßen, ben 23. September 1919 (110086

Ter Oberbürgermeister (Lebmsmittelamt)

zu machen, nne er ULerbaupt btan Emgestuckt beU» smnbig fern steht.

BezirkSt^rein Gießen der Berbuckm^ selbst. Gärtner Hessens.

I. A.: Rub. Weber._________

Eetzte Nachrichten.

Die Verhandlungen über den Völkerbund -c Zern, 24. Sept. (WB.) Wie t^r,,Berner Bund' aus Genf meldet, schemen bie Bertzmd- htngen ber derznttgen Leiter des Völkerbund» sckon soweit gedrehen zu fein, baß in ber nächsten ^cit em tatsächlich funktionievender interuatijnatn «ngerubtet sein wird. Man ist entschloss'» den Engläickem und FvanKosen entgegen zu kom' men, ohne sich um die von Amettka ausgehende, Hemmmigen zu kümmern. Ferner ziehe man eim werteste Ausgestaltung des Bölkerbun. d e s in Erwägung, unb nriu den unbebingten An- milutz ^.erttschlarcks an bic Regelung des Schiff faLrtsioesens fordern. Tas Fehlen Teutschland» nnirde eme Lücke entstehen lassen, bte bte En,- ruytung ber verschiedenen intemaümtalai Ein- Achtungen des Völkerbundes ettchwerrn niüßte. Te, Emtrrtt Teutscklands wird zu einem Zeitmmkt ini <>(uge gefaßt, in dem dieser Eintritt prakttsch mög. luh ist.

Die Teilung Schlesiens.

Berlrn, 24. Sept. (Wolff.) Im Aus­schuß der preußischen Landesversammlung für die oberschlesische Frage und den Gesetzenst wurf über die Erweiterung der Selbständiakeu der Provinzen wurde zunächst der vom Zen­trum vorgelegte Gesetzentwurf über die Er­richtung einer Provinz Oberschlesien in der von der Unterkommission vorgeschlage-' nen Fassung bei einer Stimmenthaltung (Un­abhängige Soz.) angenommen. Nach dem Ent­wurf soll die Teilung dec Provinz Schlesien in eine Provinz Ober- und Niederschlesien am 1. April 1920 in Kraft treten, lieber die Ber- Mögensauseinandersetzung soll ein Gesetz ent­scheiden, wenn die Vertreter der beiden Pro vtnzen nicht einig werden. Ein Zentrumsan­trag, der für Oberschlesien ein besonderes Vor- Icklagsrecht für politische Beamte schaffen wollte, wurde abgelehnt. Der Gesetzentwurf über die Erweiterung der Selbständigkeit der Provinzialvecbünde soll noch einer dritten 23e- ratung unterzogen werden.