Ausgabe 
25.9.1919
 
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Frantiurter Meffe. «Die finb bitf eiben mitaufetneni $onc bci Bensheim non schwere germeister zu Lauback: als Ersatzmänner:

Frankfurt 25 Sept f9RT91 1 *'f!5! ** r Ochsen, bie aus offenem falbe abgeschlachtet nrur- dsr Cellarius, Landwirt w Schotten, Eduard

fctncT soeben beim MeLamt I^uhne. Hoffentlich kann dem Durchgangslager den. am 14. Juli in Weinheim sechs fette lRuckels Hausen, 2anbnnrt zu Muhelbach.

etner weven beim Metzamt eingetroffenen I ein recht groyer Betrag überwiesen werden. Schweine, bie auf bon Felde erschlagen ivurden.' August Z immer, Landwirt zu Frrirnft.-n, Äü-

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fessor der Astronomie an der UnwersilLt Lei Geh. Hoftat Pn>f. Heinr. RrunS, starb in vergangnen Nacht nach längerem LeLen ün von 71 Jahren.

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L^ochschulnachrichten.

Leipzig. 24. Sept. (Wolff.) Ter Tirektot Leipziger Stermvarie, orden!sicher

tag wegen der Witterung verschoben werden mußte, findet am Freitag, 26. September, im Saale des Hotels Einhorn, abends

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teiligten sich Geh. Hofrat Prof. D. Berger Hauvtlehrer K n ßlick, der Präsident des Ober- konsistoriums Exz. D. Nebel und Professor Tr. Geist. Lehrer Schäfer gab einen eindrucks­vollen Bericht aus bent Leben der neugegründeten Tarmstädter Männervereinigungen und aus seiner Tätigkeit als Vertrauensmann zur Pflege des tirtfr licken Gemeinschaftssinns durch Besuche in den Familien des ihm anvertrauten Bezirkes der Mar- tinsgemeinde. In der der öffentlichen Versamm­lung vorangegangenen Mitgliederversammlung wurde der bisherige, aus Professor D. Dr. Schian, (ifeb. Rat Kobelt, Pfr. D. Waitz und Professor D. Matthes bestehende Vorstand wiederge- roäbl t und ditrch Zuwahl der Fürsten zu Erbach- Schönberg und des Hauptlehrers Läßlich erweitert

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= Fechenheim, 24. Sept. Tie Ruhr- epidemie hat hier einen solchm Umfang an, genommen, daß am Tienstag die Schiebung der Schulen angeordnet werden mußte. F'rner wurde bis auf weiteres die Abhaltung sämtlicher Lust­barkeiten verboten.

--Frankfurt a. M., 24. Sept. Dar Kipegswucheramt beschlagnahmte bei einem Berliner Schieber 20 Zentner Rohtabak edelster Art im Werte von 100000 Mark.

vz. Fulda, 24. Sept. Größere Arbeiter­entlassungen stehen in aller Kürze in btt hiei i gen Eisen bahn-Haupt werk statte be­vor durch die Aufhebung der zweiten Schick», wodurch viele Arbeiter «nttbehrlich und erwerb4- los werden.

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O Schotten, 24. Sept. In den Krerss ausschuß wurden gewählt: Theodor Fischer. Gutsbesitzer zu Hof Zwiefalten, Konrad Gerlack, Ärankenkassenreckmer zu Gedern, Ernnn Men - gel, Bürgermeister und Rechtsanwalt zu Schot­ten. Friedrich Neumann IV., Werkmeister r» Schotten, Ferdinand P f a n n st i c l, Gast- rmd

**Marken-Ausgabe. Am Freitag den 26. und Samstag den 27. ds. Mts. gelangen in den Bezirken Brot--, Fleisch'-, Kartoffel-, Nähr- nritteL- und Zuckerkarten wie nachifteheiib zur Aus­gabe: AE Freitag vormittag am 812 Uhr, FK Freitag nachmittag von 26 Uhr, LQ Samstag vormittag von 812 Uhr, RZ Sams­tag nachmittag von 26 Uhr. Tic Marffn sind unbedingt an den genannten Ausgabetagen in den Bezirken abzuhvlen. Tie am 26. und 27. ds. Mts. zur Ausgabe kommenden Nährmittel- und Zuckermarken sind bis spätestens Freitag den 3. Ok­tober 1919, einer Verkaufsstelle zur Eintragung einer Firma und Abtrennung ber Kontrollabschnitte vorzulegen. Tie Winterkartr>fselantrag>sformu-, lare sind am 26. und 27. abzuholen und an den glichen Tagen an die Markenausgaöestellen aus- grfüllt wieder zurück ugeben. Nach Ablauf der beiden Tage locrbcn die ATttragsformutare auf dem Städt. LebenSmittclamt, Zimmer 16, zurück- genommen.

** Wegen Verkehrs st örungen im Auslände ist der Postfrachtstückvcrkehr nach den Niederlanden außer für Sendungen mit lebenden Tieren sowie für Wertsendun­gen mit Effekten vorläufig gesperrt.

** Eine öffentliche Versammlung von kaufmännischen, tschnischrn und Bureauange­stellten (auch wccklicheM findet Sonntag vormittag 9Vr Uhr im Philosophcnwald statt.

** Gießener Waldbühne. Die Vor­stellung der beiden Einakter, die am Sonn-

Nachricht aus Berlin wird der R e i ch s p ra­sident Freitag, 3. Oktober, zum Besuch der Messe nach Frankfurt kommen. Dem Verneh­men nach wird er von mehrerenReichs-

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am 27. Juli in einem Dorfe bei Gelnhausen zwei Kühe, am 8. August in einem Dorie bei Bad-Nauheim vier Kühr, bie im Walde er­schlagen wurden, wenige Tage später aus einem Torfe bei Wetzlar vier Kühe, bie lebend ver­laden und während der Fahrt mit einer Maske erschossen wurden, am 3. September aus bei Frankfurter Milchkuranstalt Hoben- wald bei dricderhöckstadt drei besonders wertvolle Kühe, am 16. September aus dem Gut Mariahall bei Sprendlingen drei Kühe, eine vierte ent­sprang: ein am 16. Sept, bci Gr. -Umstadt beabsichtigter Diebstabl mißlang. Tas ist das Ge­st änvnis des einen Tiebes. Sämtliche gestohlenen Tiere wurden auf einem eigens da-u gemieteten Lastauto von den Tatorten nach Frankfurt geschafft und von hier Schwarzschlachtungen und Schleich­händlern, die noch nicht ermittelt sind, zugesübrt. Tie Ermittlungen nach weiteren großen Tieb- stählen, bie dieser Schinderhannes-Bande zur Last fallen, sind noch im Gange, ihr Abschluß steht aber unmittelbar bevor.

Kampf mit Schwerverbrechern.

sm. Kassel, 24. Sept. Tie Kriminalrolizei fahndete seit Monaten auf den berüchtigten Ein­brecher I^bannes Schneider, der schon .vv verholt aus der Haft entsprungen war. Sic batte in Erfahrung gebracht, daß er und sein Krmvtiz.- May beute nachmittag zu einem Schneider SttovA- lvw fiminen wollten, um einen Anzug abzuhottn Bier Beamte begaben sich in die Wohnung deü Schneiders, wo sie auf die Schwerverbrecher war­teten Um i/85 Uhr erschienen die beiden schwer- bewaffneten Burschen, die sich bei dem Anariss der Kriminalbeamten aufs 'heftigste zur 2vchr setzten. Eine Kugel aus der Pistole Schneiders verletzte den Wachtmeister Heise schwer am Kopfe, eine zweite den Schneidermeister Schwolow am Arm. Wachtmeister Nauivkat kam dem verletzten Wachtmeister zu Hilfe und zertrümmerte mit mäch­tigen Schlägen dem Einbrecher Schneider die Schädeldecke, ivahrend sein Hel fersbel icr Biop von den Beamten kampfunfähig gemacht imb verhaftet wurde. Im Gedränge konnte der blutülvrströmt' Verbrecher Schneider auf die Straße fliehen, wo er von einem andern Wachtmeister verfolgt wurde Schneider brachte es nadt fertig, auf den Hund des Wachtmeisters itnb ihn verfolgende Passant.'» Schüsse abzugeben. Er kam bis zum Wohlheid?r Kirchhof, TO) er sich durch eine Kugel in die rechte Schläfe tötete. Mit ihm ist Kassel von Einern längst gesuchten Schwerverbrecher pefreft worden.

Aus Statt und Land.

Gießen, den 25. Sept. 1919.

Kriegsgefangenen-Heimlehr.

Auf der Durchfahrt traf gestern abend wieder ein Transport heimlehrrndcr Gefangener auf dem hiesigen Bahnhof ein. Es waren die 6. und 7. amerikanische Gesang en en--Kvmpagn i e, die zuletzt in dem amerikanii'chen Lager von St. S u l p i z e bei Bordeaux lagen. Sie sind seit Samstag nachmittag unterwegs. Die Fahrt ging zunächst über das große amerikanische Sammellager von Js für Tille bei Dijon, wo ber Trans­port 20 Stunden Aufenthalt hatte, um vollständig gereinigt, entlaust und entlassen zu werden. Dann (ring cs über Koblenz, Limburg weiter nach Gie­ßen, wo ber Zu<i gegen 10 Uhr abends tintraf. Hier hatte sich wieder wie üblich die Reichswehr­kapelle eingefunden, die den HermSehrern die Zeit mit flotten Marschweisen verkürzte. Nachdem bie Insassen verpflegt worden nxrren, rollte b?r Zug, etwa UV* Uhr, unter Musik und begeisterten Zurufen ber den Bahnsteig dicht gedrängt füllenden Bevölkerung aus ber Halle.

lieber die letzte Zeit ihrw Gefangenschaft wutzten die Heimkehrenden durchw'g nur Erfreu­liches zu erzählen. Tie Derpffegung s'i geradezu erstklassig gewesen,90 Prozent besser als je in Fncbcnszerte.n". Tie Gefangenen erhielten die gleiche Kost wie bie amerikanischen Arbeiter, die bedeutend besser als die ber amerikanischen Heeres- an gehörigen fei: Sie machten auch durchgeh.nds einen äußerst wohlgenährten und gesundm Ein­druck, tote auch bie Stimmung vorzüglich war. Heber bie Boliondlung durch die Amerikann könne ebenfalls nicht gefiagt werben. Es wurde un­sren Landsleuttn, besonders seit Unterzeichnung des Friedens, bie größtmögliche Freihrit gewährt. Sie burften Einkäufe madjen, sich Zeitungen b> sorgen, sportliche Veranstaltungen, auch außer­halb des Lagers, abhalten usw. Ter Verkehr mit der Bevölkerung, bie sich anfangs sehr gehässig gezeigt hchie, fei später immer besser geworden. Tie Arbeit, die unsere Gefangenen zu leisten bat- tat, war ebenfalls erträglich. So batte sie vaS Gesangenettdaseftt nicht allzusehr gedrückt, wenn nur bie Sehnsucht nach der Heimat, nach den Lieben in deutschem Lande nicht gewesen wäre.

Erwähnenswert ist ein Zwischenfall, ber sich vor etwa fünf Wachen im Lager von St. Suplize ereignete. In einer französischen Zeitung hatten die Lagerinsassen von einem ExplosiansUnglück gelesen, bem auch mehrere mit dem Verladen von Mrmftion befd^äftiyte deutsche (Skfangenc -zum Opfer fielen. Die Gesangsren des Lagers einigten sich daraufhin, jedegefährliche" Arbeit zu v-erweigern. Als wie­der 150 Mann zum Munitionsverladen angefwr^* bett wurden,traten sie in ben Streik". Dir 150 ylcarat mussten ihre Weigerrrng freilich mit acht Tagen bei Wasser und Brot büßen, hatten aber die Genugtuung, daß die Gefangenen fernerhin nicht mehr zu solchen Arbeiten herangezogen wurden.

Sehr mterlemtenb äußerten sich die Heimkehrer über die Einrichtungen des großen amerikanischen Sammellagers von Js sur Tille, das täglich 2500 Mannfertig mache" intb nach Deutschland heim- befördere.

Der für 11 UhrangekündigteTrans- p0 r t traf leider mft drei stü ndiger Ver spä- tung, um 2 Uhr nachts, hier ein. JnfolgÄessen war der Empfang eiwas nüchterner als gewöhnlich. Die Begrüßungsansprache hielt Rechtsamvall Ro­senberg. Schön toar es, daß die Reichswehr- kapelleausgehalten" hatte. Nur die Glocken blie­ben stumm imb schienen schon schlafen gegangen zu sein. Nett soll sich übrigens bie elektrische Beleuch­tung ber am Eingang zur Süd-Anlage errichteten Ehrenpforte gemacht haben. Mft Mrrftk marschierte der Zug nach dem Lager. Es toaren mehr als 1100 Mann, die 128., 123. und ein Teil ber 91. eng- lischen Gefangenen-Kompagnie aus der Gegend von Lille und Bailleul.

Sehr erfreut waren wir, daß unsere Anregung, die Heimkehrer mit Fackelbeleuchtung zum Lager zu geleiten, Anllang gefunden hat. Es wären sicher bedeutend mehr Fackeln und Lampvons zur Stelle gewesen, 'wenn die Anregung nickt zu spät erfolgt wäre. Wir hoffen, daß sich bei nächster Oblegenheit eine stattlichere Anzahl Fackelträger einfmdet Vielleicht stellt das Turckgangslager eine genügende Zahl Peckrfackeln, die sich sicher unter lehren Beständen finden werden, zur Verfügung.

granffurter Einfvhnnesse.

... .Frankfurt a. M., 24. Sept. (Wolff.) Das Meßamt der Internationalen Einfuhr­messe in Frankfurt a. M die in diesem Jahre zum ersten Male, vom 1. bis 15. Oktober, statt­findet, teilt mit: Nachdem der zur Unterbringung der Aussteller verfügbare Raum in der großen Bsthalle und ihren Anbauten sowie in den Meß- asern völlig vergeben ist und die Messeleitung I gezwungen gesehen hat, neue Anmeldungen nicht mehr anzunchmen, läßt sich nunmehr ein noch Geschaftszweraen geordneter lieber- blick über die auf der Messe verttetenen Industrien gewinnen. Wobl keine Art von Erzeugnissen ber Industrie und Technik dürfte auf, ber Messe fehlen. Durch starke Beteiligung treten in erster Linie die folgenden Branchen in Erscheinung: Tertilien, Modewaren, Konfettion, Wäsche, Schuhwaren usw., Galanteriewaren, Luxus- und Ledertoaren, Parfü­merien, Seifen, Spielwaren, Kurzwaren, Bijoute­rien, Gold- und Silberwaren, Bureaubedars, Ma- fchineninbnstrie. landwirtschaftliche Maschinen, Motoveninduftrie. technische Artikel, Riemen, Transmissionen, Oele, Fette, Kleineisenwaren, ffikrfaeuge, Möbel, Haus- und Küchengeräte, Photographie, Kinematographie, Telephon und Telegraph, chirurgische Instrumente, otthopädische llvparate, Lebens- und Genußmittel ufto. Eine Reihe von Industrien, so die Leder- und Lurus- warenindustne, werde durch Kollektivvorführun­gen vertreten sein. Für dre Maschinenindustrie und verwandte Zweige ist eine besondere Halle errichtet worden. Es ergibt sich aus diesen Mittei-

die Besucher der Frankfurter Messe Gelegenhert haben, sich über bie Nachfrage und das Angebot im Bereich verschiedenster Jn- ouitncn und Geschäftszweige zu informieren.

I ** Geistliche Musikaufführung. Ter Evangel. Arbeiterverein, ber bereits in früheren Jahren die Bedeutung der Musik als Bollsbildnerin ertannt bat, beabsichtigt auch im Laufe des Winters mehrere musikausche Ver­anstaltungen abzuhalten. Äubn: 2 Sammer» musikabenden, beiten Ein führ ungsvIrträge vorausgehen, ist für Sonntag, den 5. Ok- t 0 be r , als Eröffnung der Wrnlertätigkett d.'s Vereins in ber Stadtkirche eine Geistliche Musikauffübrung in Aussicht genommen, zu der die Mitwirkung ber Konzertsängerin Frau Schotte-Frey-Wiesbaben, des Crga nisten 5>errn £. Görlach-Gießen sowie ver­schiedener sonstiger musikalisch.'r Kräfte (Strttch- guartett) gesichert ist. Auch der Gemischte Chor des Vereins wirb Mitwirken. Tie Auf- sührung soll allen Kreisen ber Bevölkerung zu­gänglich gemacht werden.

Landkrns Gikßen.

** Allendorf a. b. ISxl, 25. Sept. Eine am Sonntag in einem Teil unterer Gemeinde vor­genommene Laussammlung zu Gunsten un- iercr lxim gekehrten Krieg sqesangrnen ergab

110 Mk. ist bar, 100 Eier, über 1 Zentner Mehl, 25 Laib Brot, kleinere Mengen Butter, Speck und einen Korb Aepfel. Tie Spend-m rourixm bereits dem Durchgangslager Gießen überwie'en. Ta erst in einem kleinen Teil des Dorfes ge­sammelt wurde, sollen an beut nächsten Sonn­tagen weitere Sammlungen veranstaltet roetben, die hoffentlich ein gleich gutes Ergebnis er zielen u rt. Langsdorf, 24. Sept. Tie Stadt Gießen 5/abfidjtigt, wie in mehreren Gemein­den des Kreises, auch mit ben Landwirten un­serer Gemeinde einen K-artvffellieserungs- vertrag abzuschließen. T-er Vertrag geht dahin, daß die Landwirte durch Unterschrift schon jetzt sich- verpflichten, eine von ihnen selbst bestimmte Menge Kartoffeln ber Stabt Gießen im Marz 1920 zu lftjern. Tie Landwirre kellern die Kar­toffeln in ihren eigenen Betrieben ein und er» lxrlten dafür von ber Stadt (hießen einen Zu­schlag von 2 Mk. Pro Ztr. auf ben Höchstpreis. Von den hiesigen Landwirten wird das Vorgehen ber Stadt Gießen freudig begrüßt. Turch ridp tiges Lagern der Kartoffeln, was ber Landwirt unstreitig doch am besten besorgen kann, können viele Zentner Kartoffeln vor dem Verderben ge­schützt werden. Vielleicht fallt auch deckurch das Anliefern der Kartoffeln in den Frostperioden, das mit fonflanter Bosheit jebed Fahr wieder­kehrte, loeg. Ferner hat bie hiesige LandwirtsciM ein Interesse daran, daß in erster Linie die Stadt Gießen und die anderen vrrs-orgungsb.»rechttgten Gemeinden Hessens mit Nahrungsmitteln versorgt werden.

tt. T r e i s a. d. 2. 24. Sept. Gestern ist als Zweiter unserer in englischer Kriegsgesangens.Äsft l'esindlichen Krieger ber Schsütze Georgi Karl Kehr heimgekehrt. Er toar seit 26. Oktober 1918 in Gefangenschaft, meist in entern Lager in der sltähe von B a p a u m e und beim Eisenbahn^ und Ba­racken bau beschäftigt.

Kreis Alsfeld. _

Up. Ruppertenrod, 24. Sept. "Tie ersten zwei der elf Gefangenen aus unserer Gemeinde', Heinrich, Kratz und Karl Geiß, sind gMclliiÄ aus der Gefangenschaft zurückgekebrt. Kratz befand sich m rvmänncher Gefangenschaft in Bubarest, Geiß in englischer.

Kreis Lauterbach.

rr. Lauterba ck), 23. Sept. Für die kirch­lichen Krankenpflegestationenin Freien­steinau und Crainfeld wurden von ber TeMnats- kasse je 50 Mark bewilligt, desgleichen für eine in der Bilduna begriffene Station in Angersbach.

. ** Schlitz, 23. Sept. Bon Kririssttoßen- meister K. Roth geht tms ßdlgrende Zuschrift zu: In Ihrem geschätzten Matt wird unter ber Rubrik Aus Stadt und Land" aus Schlitz vom 21. 9.19. berichtet daß an den Kreisstraßen des Schlitzer- landes noch, nie erreichte Preise für das Obst be­zahlt worden seien «und, daß auch HÄrdler Zuttitt gehabt hätten. Tie letztere Annahme rnsbesondere ist irrig. Tie jedesmal vor ber 9erftci^?rung de- kannlgegebenen Bedingungen schLoffen Ländler xxv soweit aus, als sie das Obst nicht zum eigenen Be­darf ersteigerten. Taß für 1 Zentner feinstes Tafel­obst bis zu 60 Mark bezahlt wvrden, trifft nur in ganz geringem Mafx zu Nach unserer Erntevor­schätzung haben nnr für alle Obstarten einen Turch- schnittsbetrag von 3032 Mark für den Zentner am Baum erzielt. Tas ist das zweifache gegen die letzte Friedenszeit und jedenfalls gegen andere Lebensmittelpreise nicht übertrieben, wenn man die außerordentlich teuere Unterhaltung der Obst­anlagen in Betracht zieht. Bemerkt sei troch, daß die Einheimischen mit Ernpchluß ber kleinen Leute in voller Würdigung ber Bedeutung des Obstes für die Bvlksernährung, in ausgiebigster Weise von ihrem .Veauftecht Gelwanch gemacht haben. Zum Beweis dafür sei angeführi: Ter B^irk Schlitz umfaßt 16 Gemeinden. Ter Gesmnteriös an den Kreisstraßen beträgt runb 16 300 Mari. Tavon entfallen allein auf Schlitz (bie Stadt) rund 7500 Mark auf 232 ersteigerte ßofv, ober rund 100 Haus­haltungen. Ter Tiirchschnfttspreis für das Los beträgt sonach 32 Mk. Zum Schlüsse fei noch an- gcfüg-t, daß es dem Msdieter oftmals im allzu eifrigen und gleichzeitigen Aufgebot vieler Stei­gerer gar nicht möglich« toar, zum Zuschlag zu kommen, so schr er sich, wie allseitig anerkannt nurde, auch darum mühte. Nicht zum kleinsten Teile liegt die Schiuld bei ben Steigern selbst, nenn die Preise irnnötig getrieben werden.

Htsscn-Nilssau.

Aufdeckung großer Viehdiebstähle.

^Franks urta. M., 24. Sept. Die großen Viehdiebstähle, die seit Monaten in Kurhessen, Hessen und dem unbesetzten Teil Nassaus aus- gesührt wurden und die gesamte Landbevölkerung in Angst und Aufregung erhielten, finb durch die hiefige Kriminalpotizei aufgedeckt worden Als Haupttäter wurden ermittelt und dem Frankfurter Untersuchungsgefängnis zugeführt der 42jährige Melker Josef Blättler, der 41jährige Melker Johannes S t u n g und der 28jährige Melker Ernst N v d e z z e r, sämttich aus der Schweiz und bisher auf dem Gutshof Mariahall bei Sprend­lingen (Kr. Offenbach) beschäftigt, ferner ber 30jährige Heinrich Herbst aus Niedersee­men bei Schotten. Mit Hil'c eines Lasnmwmobils haben diese Leute, soweit das Haupt der Äande, Ernst N p d e z z e r, in einem kurzen Verhör bereits eingestanden hat, folgende Diebdiebslähle mtsge- ührt: Am 24. Juni in einem Dorfe beiS10 ck-

munrfbmtxrrtei anfangs S-chtenÄer in Halle wurde, toic torr ersahoen, die Errnorinmg einer Reihe von Stu tat Vorbereitet, die im Verdacht standen, Spio- ttetbiatib: zu tun.

83 r 11 n, 24. Sept. Privattel. Nach dem ^Lokalanz." wurden in Dresden zahlreiche Kommunisten verhaftet. Tie Maßnah­

men stehen zweifellos im Zusammenhang mit den kommunistischen Putschplänen.

8ür die Heimkehr nnd dar Recht der deutschen Gefangenen.

Berlin, 24. Sept. -Wolff.) In einer am 21. (September in Weimar abgeholtcnen er- fteiterten Vorstands und Auffichtsratssitznng des Dolksbundes zum Schutze ter beutfijen Zivil- und Kriegsgefangenen, ber Retchsvereinigung ehemall- ger Kriegsgefangener imb des Bundes deutscher Frauen zur Befreiung ber Gefangenen wurden fri= genbe Entschließungen gefaßt: Die Ver­sammlung iprickt ihre Befriedigung aus über die bisset von England, Amerika, Italien und Ser­bien vorgcnMnmene Heimfiichrung der Kriegsge­fangenen und spricht die Erwartung aus, baß die englische Regierung nunmehr auch bic in ben Kv- fernen und den Ucberfeelänbem Jmterierten zurück-, gibt. Sie legt schärfste Verwahrung ein gegen die von englischer Seile in manchrn Ge­fangenenlagern verbrettete Behauptung, daß art ber Verzögerung der Heimschaffung die deutsckv Regierung schuld fei. Mit allem Nachdruck wendet sich die Vecsa nncku g g c g e n d l e fr 2 n z ö s i sche Regierung, die sich« als enrzige der Heim- sch.affung ber l^estmqenen txrr der Ratifizierung des Friedens widersetzt. Sie lehnt jede Verguickuno ber Auslieferung mit irgend einer von Deutschland r,u Ändernden Leistung auf das entsch edenste ab und erwartet, daß bis zum Weihnachitsfeste alle deut­schen Gefangenen aus Frankreich der Heimat zurü:5- yegeben sind. Tie Versammlung legt Vertoahnmg ein, daß elf Monate nach Mchlus» des Waffen- slittstandes und drei Monate nacb der Unter Zeich­nung des Friedens die Gefangenen in Frankreich noch immer toie Kriegsgefangene gehalten 10erDen und keinerlei Erleichteruirg in ihrer IKbensfiihrung erhallen. Aufs schfirsste verurteilt sie, dast bie En- tentcregienmgcn allen Geboten ber Menschticktkeft entgegen, bie beftra fte n deutschen Gefangenen nach der Ratifizierung des Friedens auf unbestimmte Zeit in trenQtcfnngniffen zurückbehalten wol­len und fie in vielen Fällen sogar in die Straf­kolonien verschleppten. Die Versammlung Dertocijl auf die verzweifelte Lage der noch in Rumänien, Turkestan und im Kaukasus befindlichen deutschen Gefangenen hin. Die Versammlung erkennt an, da» in der Frage der Heimschaffung der sibiri­schen Gefangenen das amerikanische Rote Kreuz fviel zur Lösung dieser Frage beigetragen hat. Sie erwartet, daß die deutsche Regierung Mittel lund Wege finden wird, bie Gefangenen in Si­birien vor einem wetteren Winteraufenthalt z< bewahren. Die Versammlung spricht ihren Dank den Neutralen, den Sozialisten ber Ententelän- »er und dem internationalen .Roten Kreuz in «tenf aus für ihre Vermittlung zur Befreiung -bet Kriegsgefangenen.

Die Versammlung beschloß, dafür einzutteten, >baB die Gefangenen jener von Deutschland abzu- -träciben Gebiete, bie mtzt oder ohne Vvlksab- ftunmung vom Reiche abgelöst werden, die gleichen rechtlichen imb moralischen Ansprüche auf wirt­schaftliche Beihttse und Unterstützung wie die Übrigen deutschen Gefangenen haben. Die Ber- fammlung beschloß ferner, folgenden Fun k-- spruch an die der Heimat noch fernen KriygZ- gefangenen zu leiten: Brüder ! Die Heimat denkt an Euch, heut so wie sonst, als Ihr die Freiheit verlöret. Wenn Ihr uns wiedergegeben seid, werdet 6hr erkennen, was wir für Euch taten Wir ruhen und rasten nicht, bis Ihr Eure Heimat, Eure 2icben wiedergewonnen habt. Der Volks- bunb zum Schutze der deutschen Kriegsgefangenen, der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgesange- 11er und der Bund deuffcher Frauen zur Beftri- tung der Gefangenen^ begrüßen Euch über Raum totb Zeit, durch Gefängnismauern und Stachel­draht! Glaubt auch weiter an Eure Heimat, an diejenigen, die Euerer stets gpbach^en!" Ter Bund deutscher Frauen zur Befreiung der Gefangenen hat in besonderer Entschließung einmütig seinen WUlen zum Ausdruck gebracht, seine volle Kraft Ar die wettere Befreiung der Gefangenen ein-, zusetzen.

Berlin, 24. Sept. iWvlff.) Tie Rrichs- tzentral stelle für deutsche Kriegs- und Zivilgesan- gene ttttt mit, daß in den Turchgangslagern bis emfcklleßlick, .*?. September runb 67 500 heim - , kehrendc Kriegsgefangene eingctroffen find.

Mrche und Schule.

Hessischer Kirchengemeindetag.

bt. Tarmstabt, 24. Sept. Am Montag wurde in ber von gegen 400 Mannern intb Frauen besuchten Versammlung, in ber zahlreiche Abge­ordnete der KlrchenvVrstände vertreten waren, ber erste Gemeinde!ag nadi dem Kriege im Gemeinde- Hause der Tarmstädter Stadtgemeinbe gehalten. Prof. D. Dr. Schian, der Vorsitzende der Larrdes Vereinigung desDeutschen Evangel. (fernentbe> taqes", eröffnete bie Versammlung und hielt einen mit gesPamiterAufmerksamkett und lebhaftrniBeifall aufgenommenen Vortrag überTie neue kirchiickr Lage und bic evangelischen Gemeinden in Hessen" Er zeigte, wie die evangelischen Gemeinden die Erschütterungen überwunden Haden, in die sie durst die polittschc Umwälzung und durch den Wegfall des landesherrlick en Mochenregimertts gebracht norden sind: er schilderte die Nöte und Gefahren, die Aufgaben und Arbeiten, die ihr jetzt gegeben finb: er führte em in die Arbeiten zur Schaffung neuer kirchlicher Verfassungen und betonte besonders cinbringiidu das; nur lebendige Gemeinden sich in der Gegenwart behaupten können. Tie Ausspracie wurde ourch Arbeitersekretär Lauser eingcLrtet, ber von dem Standpunkte des Arbeiters aus die Arbeiten der Kirche beleuck:ete, einen mehr organi- iatorischen Gebrauch der vorhandenen Strafte emp­fahl und vor allem mehr Betätigurrg rfriitiiirr Gesinnung im Gemein schuft sieben forderte. Ä» der wetteren sehr lebbaftm Aussprache, die zunLttl die Frage der rettitert Art ber kirchLichen Wahlen