richten, wobei die schriftliche Einwilligung der großjährigen Arbeiter bzw. deS Arbeiteraus- schusses vorliegen muß.
Ein großer Posten Zigaretten gelangt demnächst in Hessen zur Verteilung. Tie Tabakkleinhändler werden auf diese Bezugsmög- lichkeit aufmerksam gemacht.
Die Höch st preise für Rind- und Hammelfleisch sind ab 21. Juli für den Kreis Gießen wie folgt festgesetzt: Rindfleisch das Pfund zu 3 Mk., Kalbfleisch 2,40 Mk., Hammelfleisch 2,92, Fleischwurst 2,60 Mk., Leber- unb Blutwurst 1,80 Ml.
Es können auf die Zuckermarken 114, 115, 116, 117, 118 und 119 je 250 Gramm = 1500 Gramm Zucker für die Monate Juli und August bezogen werden. Mit Ablauf des 15. August verlieren die Marlen 114, 115 und 116 und mit Ablauf des 15. September die Marken 117, 118 und 119 ihre Gültigkeit. Ta der Zucker wegen der Einmachzeit jetzt auf 2 Monate zusammen ausgegeben wird, empfiehlt es sich, recht sparsam damit umzugehen, da der nächste Zucker erst wieder im Monat September l. I. zur Ausgabe kommt.
Die Höchstpreise für Berbrauchs- zu cker betragen beim Verkauf an die Verbraucher: Für gemahlenen und Kristall-Zucker: Konsumzucker per Pfund 57 Pf., raffinierter Kucker 59 Pf., für H u t z u ck e r: ausgewogen ohne Papier per Pfund 59 Pf., im ganzen Hut mit Papier 57 Pf., für Würfelzucker per Pfund 61 Pf. trnb für Kandiszucker: braun per Pfund 67 Pf., schwarz 71 Pf.
Dem Apotheker Wilh. Probst inGrün- b e r g ist dre zeitweise Schließung seiner Apotheke an den Sonn- und den gesetzlichen Feiertagen nachmittags von 1 Uhr bis abends 10 Uhr genehmigt worden.
Für die Prüfung für Einjährig- Freiwillige im Herbst 1919 sind die Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses spätestens bis zum 1. August 1919 vorzulegen. Bezüglich des P rü fu n gs te r m ins, sowie des Lokals, in dem die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung oder es ergeht besondere Ladung zur Prüfung.
Ja der Zeit vom 1. bi§ 15. Juli 1919 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Hammer, 1 Pack Polstergeflechte, 3 Portemonnaies mit Inhalt. 1 Tamenhandtasche mit Inhalt, 1 Herrenuhr, 1 Spazierstock, 3 Ballen Kattun, 1 Damenuhr, 1 schwarze Geldtasche mit Inhalt, 1 Papiergeldschein, 1 Kurbel von einer Maschine, 1 Brustbeutel mit Inhalt und 1 Lederhandtasche: verloren: 1 silberne Damen-Tulaarmbanduhr, 1 goldene Damenuhr im Lederarmband, 1 schwarzlederne Brieftasche mit 2500 Mark, Entlassungspapiere und Briefsachen Inhalt, 1 dunkelbraune Geldtasche mit 250 Mk. Inhalt, 1 schwarzseidener Damenkragen, 1 Portemonnaie mit 30 Mk. Inhalt, 1 goldenes Gliederarmband mit einem roten Steinl, 1 grünliche Brieftasche mit 180 bis 190 Mk. Inhalt, 1 «goldene Armbanduhr. 1 kleines schwarz- grünes Portemonnaie mit 6 Mk. Inhalt, 1 gold. Ring mit rotem Stein, 1 Wandergewerbeschein auf den Namen Wilhelm Scheer in Gießen lautend, mit nod) anderen Papieren in einer schwarzen Lederlasche. Die Empfangsberechtiaten der gefundenen Gegenstände wollen ihre Ansprüche alsbald beim hiesigen Polizeiamt geltend machen.
Büchertisch.
— Hessenland. Bilder aus dem male» riscben Hessenland der Vergangenheit und der lebendigen Gegenwart mit einem warm empfundenen Begleitaufsatz von Heinz Heinrich Ruth über Art uno Brauch des Hessenvolkes, bietet das jüngst erschienene Heft 5/6 der „Bunten Blätter", die in Heckners Verlag in Wolfenbüttel erscheinen. Tie „Bunten Blätter" sind ein vornehmes Unterhaltungsblatt für Kenner der Gabelsbergerschen Stenographie.
— „Was kostet uns der Friede von Versailles? 2500 Milliarden!" Von Paul Dehn. (München, I. F. Lehmanns Verlag, Preis 2.50 Mk.) Die feindlichen Friedensbedingungen knapp zusammengefaßt und erläutert.
Verantwortlich für Politik: I. V.: Dr. Reinhold Zenz.
Wettervoraussage
für Samstag:
Vorwiegend wolkig, meist trocken, Temperatur 'wenig geändert, Winde aus nockwestlicher Iiich- tung.
Letzte Nachrichten.
Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund.
Amsterdam, 24. Juli. MTB.) Barnes teilte in seiner während der Debatte über den Friedensvertrag im Unterhause gehaltenen Rede mit, daß man bereit sei, Deutschland sobald wie möglich in den Völkerbund aufzunehmen und daß der Viererrat zugestanden habe, daß vor der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund auch deutsche Vertreter zur Konferenz zugelassen werden, die die Arbeitsregelung behandeln sollen.
Einrichtung der Auslandsposten.
Berlin, 25. Juli. Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" erführt, steht über das oiel- beft-lvchene diplomatische Programm noch nichts fest. Erst in wenigen Wochen sollen zwisck>en dem Minister des Aeußeren und dem Gesamtkabinett Verhandlungen über die Einrichtung der Auslands posten im einzelnen unb über die Personalbesetzung stattfinden.
"Die Kriegsgcfaugenenfursorge.
Weimar, 24. Juli. (Wolff.) lieber die Krieg s g e fange nen für sorge sagte der Ministerpräsident Bauer in feiner Rede noch folgendes: Tie Fürsorge für die Kricgsg:sangenen, Kriegsbeschädigten und die Hinterbliebenen wird den militärischen Stellen genommen und den Zivil- behörden vollständig unter der Leitung des Reichs- arbeitsministeriums übertragen. Tie Kriegsbe- sckMdigtenfürsorge namentlich muß auf völlig neue Grundlagen gestellt werden. Diese Arbeit wird mit allen Mrten gefördert unter aktiver Mitwirkung von Vertretern der Kriegsbeschädigtew- Organisationen, wie Überhaupt bei der Durchführung der Fürsorge Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene in weitestem Umfange mit hevangezogen werden sollen. (Lebhafter Beifall.) Ob freilich allen Wünschen Rechnung getragen werden kann, ist schwer zu sagen. Was hätte alles getan werden können, wenn nur einige Milliarden, die der Zer
störung bienten, für bett inneren Aufbau des VolnS verwandt wären! (Lebhafte.Zustimmung.)
Vergütung für Unruhe-Schäden.
Weimar, 24. Juli. (WTB.) Der Nattonal- versammlung ging heute ein Gesetzentwurf zu, der die Entschädigung der durch innere Unruhen entstandenen Schäden zum Gegenstand hat. Nach dem Gesetzentwurf ist der Ersatzanspruch nur gegeben, wenn durch die Schäden das wirtschaftliche Bestehen des Betreffenden gefährdet ist. Hohe Schäden an beweglichen und unbeweglichen Sachen werden nach den Grundsätzen festgestellt, die für die Höhe der Kriegsschäden nach dem Gesetze vom 3. Juli 19116 und die zu seiner Ergänzung und der Ausführung der erlassenen Bestimmungen maßgebend sind. Der Anspruch beschränkt sich auf den Betrag, der erforderlich ist, um dem Geschädigten unter Berücksichtigung der ihm sonst zur Verfügung stehenden Mittel die Wiederherstellung der beschädigten Sachen zu ermöglichen. Bei Schäden an Leib und Leben wird dem 'Beschädigten Ersatz für die notwendigen Heilungskosten und für die Einbuße an Erwerbsfähigkeit und den Hinterbliebenen ein Ausgleich der Nachteile gewährt, die ihnen durch den Fortfall ihres Ernährers entstanden sind. Die Höhe des Ersatzes ist unter Berücksichtigung der dem Betroffenen sonst zur Verfügung stehenden Mittel zu bemessen. D<ft Ersatz wird, soweit es sich nicht smn! Heilungskosten handelt, in Form einer monatlichen Rente gewährt. Die Rente darf nach Umfang und Tauer den Betrag nicht übersteigen, der dem Beschädigten oder den Hinterbliebenen des Verstorbenen nach den waltenden Militäruntcr- stützungsgesetzen zustehen würde.
Massencntlassung von Arbeitern.
Berlin, 24. Juli. (Wolff.) Die Sie - mens-Schuckert-Werke teilen mit: Denjenigen Arbeitern der Siemens-Firmen, die gestern in passive Resistenz getreten waren und die trotz der Aufforderung der Werksleitung auch heute die Arbeit nicht wieder aufnahmen, wurde die Entlassung mitgeteilt. Es handelt sich ungefähr um 10 000 Mann.
Berlin, 24. Juli. (WTB.) Wie der Abend berichtet, hat die Borsigsche Maschinenfabrik in Tegel 'den Hammerschmieden, die seit längerer Zeit im Streik liegen und hierdurch die Tätigkeit der übrigen Abteilungen behindern, jetzt gekündigt. Es ist seitens der Firma in Aussicht genommen, das Tegeler Werk überhaupt zu schließen, wenn die Arbeiter weitere Schwierigkeiten machen, da unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine gedeihliche Arbeit unmöglich ist.
Die Kohlenliefenmg der Entente.
Versailles, 24. Juli. (WTB.) Heute nachmittag fand eine weitere Sitzung zwischen den Delegierten der alliierten Regierungen und den deutschen Delegierten über die Frage der Kohl en - liefenmgen an die Entente statt. Die deutschen delegierten Übergaben eine schristliche Ausarbeitung. Tie Vertreter der alliierten Regierungen erklärten, daß sie Mitte nächster Woche auf diesen Schriftsatz antworten werden.
Frankreichs Handelskrieg.
Versailles, 24. Juli. (WTB.) Die fran- tzösische Kammer verhandelte heute vormittag über
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Verteilung von Kartosselstärkemehl.
Von Samstag den 2 6. d. Mts. bis einschließlich 2. August 1919 gelangt in den Kleinhandelsgeschäften auf den Bezugsabschnrtt Nr. 11 der Lebensmittelkarte Kartoffelstärke- mehl zur Verteilung. Auf jeden Bezugsabschnitt entfallen 125 Gramm zum Preise von
fö-*,,.. Gichtu. Podagra, Blasen- «.Nierenleiden, VHifvll Steine in Nieren und Blase, Gallensteine, Eiwethabgang, -Zuckerkrankheit, nervöse Magen- leiden. Grivve u. alle Arten Katarrhe trinkt man
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Behördliche Anzeigen. Z
Bekanntmachung. <4*
Unsere Bekanntmachung vom 12. Juli d. I. ist 4* dahin abzuändern, daß nicht dem Seligmann Hahn <A, nt Hainchen, sondern dem Leopold Hahn tn Ham- . chen wegen Geheimschlachtung die Ausweis karte vom 25. Juni bis 25. Dezember d. I. eing!e-
^G ießen, den 24. Juli 1919. 8649B •’t*
Oberhessischer Viehhandelsverband. 4*
Ter Vorsitzende: d
Prof. Rosenberg. JL
Zu der am Sonntag den 27. Juli im Saale dcS Gastwirtes Wilhelm Weisel zu Gambach ftaltflnbenben
Canzbeluhigung
20 Pf.
Die Kleinhandelsgeschäfte haben die eingegan- genen Bezugsabschnitte bis f p ä testens Montag den 4. August 1919 dem Städtischen Lebensmittelamt, .Zimmer 11, einzureichen.
Gießen, den 23. Juli 1919. 8641B
Der Oberbürgermeister (Lebeusmittelamt). ..... . - , , a z- . , . r au n • \
----Bekanntmachung. Akad. Mannschaft Frankfurt (Frankfurter Fußballverein)
Akad. Mannschaft Giessen (Verein f. Rasenspiele 1900).
simmer LL v-nsin ff. Rasenspiele 1900, e. V.
während dieser Zeit schriftlich oder )u Protokoll --------------
vorgebracht werden. Die Erhebung einer Umlage ist beschlossen.
Watzenborn-Steinberg, den 24. Juli 1919.
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die Interpellation des sozialistischen Abg. Cs t ji s a t über die Maßnahmen, die die Regierung gi & I greifen gedenke, um die französische Jndustri« » der Einfuhr deutscher Waren zu schützen unb ,, dadurch gleichseitig der fvanzösischien erbte» den Klasse den Schutz gegen Arbeitslos feit angedeihen zu lassen. Der Abgeordnete tvniiy sich hauptsächlich gegen die Einfuhr Solinori Artikel, die um 300 Prozent billiger seien $ die französischen gleichartigen Produkte, sowie geÄ die Einfuhr von Fahrrädern und phoi«, graphischen Apparaten. Der Handels^ nister Clementel erklärte, daß während des 3M fenstillstandes Waren aus dem besetzten Gebiet etz geschmuggelt worden .feien, daß er aber bic sty Konkurrenz nicht ganz unterbinden könne.
Vorläufe einer Revolution in England.
Rotterdam, 24. Juli. Hier sind Gerüch im Umlauf über den bevorstehenden Ausbruch tat Revolution in England. Es wird bebw- tet, der König habe den Präsidenten Wilsons graphisch gebeten, er möchte die amerikanisch; Truppen, die zur Friedensfeier rn London nxun- dort belassen. Am Tage des Friedensfestes sei «j - nicht nur in verschiedenen Provinzstädten zu bt> deutlichen Unruhen gekommen — einzch Fälle in Loucefter, York und Luton, h der Mob das Rathaus niederbrannte, fch bereits gemeldet worden — sondern auch in Lv» dvn selbst. Tiese Demonstrationen seien gegtH das Kön igshaus, gegen die Re gier ut und gegen Sen Friedensvertrag gerichtet gench unb enSeten mit Kämpfen mit der Polizei. d)lch ist darüber nicht zu erfahren, da die englische Bei- s u r immer noch mit großer Schärfe arbeitet 6 ist aber ratsam, diese Gerüchte noch 'immer tg Vorsicht aufzunehmen.
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§ 2. Tie an Den (iigent ist« In ihr ist übergehen l'oll. Anoröimng be zugeht.
§ 3. Der Gegenstände oi insbesondere si zu überbringen
§ 4. Ler preis darf den preis nrcht übi erhoben, io fei Ter Uebr Reichslederstell Heilung Ginspi endgültig jeslg
§ 5. Best Wen sowie i § 1 vorliegen, stelle berechtig Gegenstände zum Zwecke i der und ordnen nnd lieber-: dem Beteil!
Betr.: 38. 9
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Der Reinertrag ist für unsere h kehrenden Kriegsgefangenen be
WZ
nungen der j Wochen l die Reichs/e, , §7. & Strafen Vern Mack bestraf
1. wer vo
2. wer un Gegens oder so
V- Tie Berlrn _ oreutölviri
Oefterreichische Verwaltung durch die Eutm.
Paris, 25. Juli. (WTB.) Reuter. Da österreichischen delegierten wurde eine Note & gestellt, in der ihnen mitgeteilt wird, daß Ausschuß für Wiedergutmachung Oesterreich ® Nahrungsmitteln und Rohstoffen versehen vorausgesetzt, daß die österreichische Regiervis Waffen und Munition, die von der Tschrch». Slowakei benötigt werden, im Austausch gtgs Kohlensendungen aus letzterem Lande liefert. - Tie Kommission für die neuen Staaten wn* offiziell angewiesen, den Entwurf eines Veckrq» zwischen Bulgarien und den Alliierten aufzus^ bet' für den Schutz der Miuderheitieu 3» sorge trifft.
== Eine künstlerische Sehenswürdigkeit = „Hupfeld’s Privat-HotelM Stallung. - Au (oh alle.
TaizteMfll Sonntag den 27. Juli Ö.J.in d« Turnhalle zu Grohen-Linde^- Burschenschaft „Alemannia


